Südafrika Vom Burenkrieg zur Fußball-WM

Die Geschichte Südafrikas

Die Geschichte der europäischen Besiedlung Südafrikas begann am 6. April 1652, als Jan van Riebeeck im Auftrag der Niederländischen Ostindien-Kompanie eine Versorgungsstation am Kap der Guten Hoffnung errichtete. 1797 wurde das Kap von den Briten besetzt. Die Abschaffung der Sklaverei durch das Londoner Parlament 1833 entzog vielen der Buren, der europäischen Siedler in Südafrika, die Existenzgrundlage. Im Großen Treck von 1835 bis 1841 wanderten sie in Richtung Norden und gründeten die Republiken Natal, Oranjefreistaat und Transvaal. Die Entdeckung von Diamantvorkommen begünstigte das wirtschaftliche Wachstum und die weitere Einwanderung aus Europa. Nach den Burenkriegen wurden Transvaal und Oranjefreistaat 1902 von Großbritannien annektiert, das im Friedensvertrag diskriminierenden Regelungen gegenüber der nichtweißen Bevölkerung zustimmte. Am 31. Mai 1910 wurde aus den Burenrepubliken und der Kapkolonie die Südafrikanische Union gegründet. Der weißen Bevölkerungsminderheit gelang es, nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Macht zu erhalten und die gesellschaftliche Trennung nach Hautfarbe zu institutionalisieren: Das System der Apartheid wurde eingerichtet. Südafrika wurde mehr und mehr zum Pariastaat, gegen den zahlreiche Länder wirtschaftliche Sanktionen verhängten. Im Innern wurde die Anti-Apartheids-Bewegung vom 1910 gegründeten African National Congress (ANC) angeführt. Die international prägende Figur des Protestes wurde der von 1962 bis 1990 inhaftierte Nelson Mandela (Bild links). Ab Mitte der siebziger Jahre kam es im Land immer wieder zu Massenunruhen, oft mit mehreren Hundert Toten. 1994 wurden die ersten freien Wahlen abgehalten, die der ANC überlegen gewann. Nelson Mandela wurde Präsident. Er bemühte sich um eine gesellschaftliche Aussöhnung und verabschiedete 1996 die demokratische Verfassung der Republik. 1999 übergab er sein Amt an Thabo Mbeki. Für 2010 ist in Südafrika die erste Fußballweltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent geplant. FGA

 
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