Studentenschaft Geschlossene Gesellschaft
An deutschen Hochschulen studieren vor allem Akademikerkinder. Weil die Politik kaum etwas gegen die soziale Schieflage unternimmt, setzen sich Studenten nun selbst für mehr Gerechtigkeit ein – mit dem Internetportal Arbeiterkind.de
Katja Urbatsch ist immer noch überwältigt. In der ersten Woche hat sie mehr als zwanzig E-Mails pro Tag bekommen. »Das war einfach überfällig«, schrieb ihr ein Student. Eine Forscherin aus England fragte: »Wie kann ich euch unterstützen?« – »Sehr sinnvoll und wichtig«, mailte ein Professor aus Sachsen und berichtete von seinem Weg »vom Arbeiterkind zum Hochschullehrer«. Das verbindet ihn mit Katja Urbatsch: Beide kommen aus sogenannten bildungsfernen Schichten, haben erfolgreich studiert – und sind somit eine Ausnahme im deutschen Bildungswesen.
Damit sich das ändert, hat Urbatsch Anfang Mai das
Internetportal Arbeiterkind.de
gegründet. Die 29-Jährige, die in Gießen über amerikanische Literatur promoviert, will so »Kinder von nichtakademischer Herkunft ermutigen zu studieren und ihnen helfen, das Studium erfolgreich zu bestehen«. Sie kennt die Hürden, mit denen Nichtakademikerkinder zu kämpfen haben: »Ihnen fehlen grundlegende Informationen genauso wie finanzielle und ideelle Unterstützung aus der Familie.« Deshalb gibt Urbatsch nun im Internet Tipps, wie man ein Studium finanzieren kann und wie man an Stipendien kommt.
Sie erklärt, warum es sich lohnt zu studieren – und wie man Vorurteilen in der Familie begegnet, etwa wenn »auf jeder Familienfeier Verwandte fragen, wie lange man den Eltern noch auf der Tasche liegen wolle oder ob man zu faul zum Arbeiten sei«. Urbatsch kennt solche Situationen aus eigener Erfahrung. »Man muss endlich etwas gegen die Benachteiligung von Arbeiterkindern tun«, sagt sie. Dafür sucht sie Mitstreiter, und täglich melden sich neue Freiwillige.
Arbeiterkinder an die Hochschulen – die Forderung klingt nach alter Klassenkampfrhetorik, legt aber den Finger in die Wunde des Bildungswesens: die soziale Selektivität. Von 100 Akademikerkindern studieren in Deutschland 83. Von 100 Kindern, deren Eltern nicht studiert haben, sind es nur 23.
Wenn über soziale Selektion gesprochen wird, dann oft über die in der Schule. Mit dem Übergang auf Gymnasium, Real- oder Hauptschule sind viele Bildungskarrieren bereits nach der vierten Klasse vorgezeichnet. Doch auch der Übergang von der Schule zur Hochschule ist eine entscheidende Schwelle – die in der Diskussion oft untergeht. 94 Prozent der Abiturienten, deren Eltern Akademiker sind, nehmen ein Studium auf. Bei den Arbeiterkindern sind es nur 50 Prozent. Die Schere ist in den vergangenen Jahren noch weiter auseinander gegangen.
Wie diese Zahlen aus der Sozialerhebung des Studentenwerkes zeigen, ist die Aufnahme eines Studiums »komplett unabhängig von der schulischen Leistung«, sagt Bildungsforscher Andrä Wolter. Akademikerkinder mit mäßigen Noten studieren häufiger als die Arbeiterkinder mit guten Zensuren. »Wenn aber nicht Qualifikation ausschlaggebend ist, sondern Herkunft, widerspricht das dem Selbstbild unserer Leistungsgesellschaft«, sagt Wolter.
Von Chancengerechtigkeit könne keine Rede sein. »Außerdem verschwenden wir so viele Talente und Begabungen.« Die Bundesregierung will, dass statt der momentan 37 künftig 40 Prozent eines Jahrgangs studieren. »Das schafft man aber nur, wenn man verstärkt Kinder von Nichtakademikern an die Hochschulen bringt«, sagt Wolter. Denn die Potenziale in den herkömmlichen Bildungsschichten sind bereits ausgeschöpft.
Gute Gründe für die Politik, die soziale Schieflage zu bekämpfen. Und doch tut sich auffallend wenig. Nach dem bildungspolitischen Reformeifer der sechziger und siebziger Jahre war Bildungsungerechtigkeit zum Expertenthema ohne politische Resonanz geschrumpft. Das blieb über zwei Jahrzehnte so. Bis die erste Pisa-Studie den Blick wieder auf die Zusammenhänge von Herkunft und Bildung gelenkt hat. Nun wird zumindest wieder über die soziale Selektion im Bildungswesen gesprochen.
Hinter den Zahlen verbergen sich Geschichten wie die von Katrin Heindlmaier. Sie ist die Erste in ihrer Familie, die studiert. Ihre Eltern haben einen Realschulabschluss, der Vater ist Schreiner. »Ich muss mich selbst finanzieren, sonst hätten meine Eltern dem Studium nie zugestimmt«, erzählt die 24-Jährige, die in Bamberg Wirtschaftspädagogik studiert. Zur Uni zu gehen sei schließlich ein Privatvergnügen, so wie andere ein Auto kaufen, hieß es aus ihrer Familie.
Katrin Heindlmaier bekommt Bafög und Kindergeld. Zum Leben reicht das nicht. Während ihre Kommilitonen noch im Bett liegen, bereitet sie morgens um sieben Uhr das Frühstück in einem Bamberger Hotel zu. Sie macht alles, was anfällt, sitzt an der Rezeption, putzt und wäscht. An zwei Nachmittagen jobbt sie als studentische Hilfskraft an der Uni. Zwanzig Stunden arbeitet Heindlmaier pro Woche.
»Studienfinanzierung« und »Erwerbstätigkeit« sind für Bildungsaufsteiger die größten Probleme im Studium. Das geht aus dem Studierendensurvey hervor, in dem Konstanzer Soziologen regelmäßig Studenten befragen. Aktuelle Reformen könnten diese Probleme noch verschärfen. Sieben Bundesländer erheben mittlerweile Studiengebühren. Das könnte diejenigen, für die die Finanzierung eines Studiums ohnehin ein Problem ist, zusätzlich davon abschrecken.
Erste Zahlen aus Baden-Württemberg, die Ende Mai bekannt wurden, scheinen das zu bestätigen. Dort sank in den zwei Jahren vor der Gebühreneinführung im Frühjahr 2007 die Übergangsquote von Nichtakademikerkindern nach dem Abitur von 62 auf 50 Prozent.
Ein von der Landesregierung eingesetzter Gebührenbeirat aus Hochschul- und Studentenvertretern stellte fest, dass die soziale Selektion »durch die unmittelbar bevorstehende Einführung von Studiengebühren verstärkt worden ist«. Hinzu kommt, dass Bachelorstudenten deutlich weniger Zeit als die Magistervorgänger haben, sich neben der Uni ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Über diese Reformen ist viel gestritten geworden. Weit weniger beachtet wurde eine dritte Reform, der Kritiker ebenfalls soziale Sprengkraft zuschreiben. In Numerus-clausus- Studienfächern können Universitäten nun bis zu 60 Prozent der Studienplätze auch nach Auswahlgesprächen vergeben. Wenn Professoren nach solchen Gesprächen entscheiden, könnten sie unbewusst die Bewerber bevorzugen, die aus dem gleichen Milieu stammen wie sie selbst. Studienbewerber mit nichtakademischem Hintergrund hätten dann das Nachsehen, befürchtet der Soziologe Tino Bargel, der den Studierendensurvey durchführt.
Eine Studie der Uni Marburg zeigte, dass das schon der Fall ist, wenn Professoren Uni-Jobs vergeben: Von 150 studentischen Hilfskräften an der Hochschule waren nur drei Arbeiterkinder. Für Bargel ein typisches Ergebnis: Die Noten der Nichtakademikerkinder sind nicht schlechter, dennoch erhalten sie seltener Uni-Jobs oder Stipendien. Oft fehlen schlicht die Informationen.
Katja Urbatsch etwa »wusste in den ersten Semestern überhaupt nicht, dass es Stipendien gibt«. Nun hat sie Stipendiaten aller großen Stiftungen gebeten, auf Arbeiterkind.de zu berichten, worauf es bei der Bewerbung ankommt und wie sie genau gefördert werden. Aber sie beschränkt ihr Engagement nicht auf das Internet.
Von Herbst an gehen sie und ihre Mitstreiter in die Gießener Gymnasien, um Zwölftklässler zu einem Studium zu ermutigen. Daneben suchen sie bundesweit Mentoren, die vor Ort Schüler und Erstsemester mit nichtakademischem Hintergrund unterstützen. Hundert Freiwillige aus allen Ecken Deutschlands haben sich bereits gemeldet.
Katrin Heindlmaier hat im Radio von Arbeiterkind.de gehört und möchte nun, neben Hoteljob und Hilfskraftstelle an der Uni, in Bamberg andere Bildungsaufsteiger unterstützen. Damit die es einfacher haben als sie selbst.
- Datum 31.12.1899 - 01:00 Uhr
- Serie -
- Quelle DIE ZEIT, 05.06.2008 Nr. 24
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selbst einmal Kinder hat (sollte sie es schaffen, ist ja für Akademikerinnen im Gegensatz zu Arbeiterinnen keineswegs selbstverständlich) ? Dürfen die dann studieren, oder ist das sozial ungerecht ? Sind ja keine Arbeiterkinder ! Wenn ja, wo sollen irgendwann die Arbeiterkinder herkommen, wenn immer mehr Arbeiterkinder an die Uni gehen, deren Kinder aber nicht in die Arbeiterklasse zurückkehren ? Ist es nicht das, was sich in den beiden letzten Generationen bereits abgespielt hat ?Ich schlage vor, im Sinne der sozialen Gerechtigkeit immer eine Generation auszulassen. Arbeiterkinder studieren, Akademikerkinder machen ihren Quali und hinterher vielleicht sogar eine Lehre.
Ich tue mich manchmal schwer Ironie zu verstehen.Ich hoffe doch, dass ihr Kommentar einfach nur ironisch verfasst war.....
Liebe(r) Synelly, Sie haben das Problem missverstanden. Es geht nicht darum irgendjemanden (z.B. Akademikerkinder) von einem Studium abzuhalten, sondern darum, möglichst viele junge Menschen zu einem Studium zu ermutigen. Die absoluten Studentenzahlen in Deutschland sind rückläufig, und auch der Anteil der Absolventen, die sich für ein Studium entscheiden, ist im internationalen Vergleich zu niedrig. Deshalb ist es so wichtig, Arbeiterkindern den Weg zur Universität zu erleichtern, statt ihnen noch mehr Steine in den Weg zu legen.MfG, Ihre Sonnenbrille.
Schauen Sie sich doch mal um uns herum: viele der Stellen, für die man früher noch Scharen von Arbeitern benötigt wurden, sind entweder verlagert worden oder durch Automatisierung innerhalb der Produktion auf eine Kontrolltätigkeit reduziert worden, wo nur wenige Menschen benötigt werden und der Rest maschinell verläuft. Was wir erlebt haben in den letzten Jahrzehnten ist ein echter Strukturwandel, der eine immer besser ausgebildete Menschen benötigt, da ansonsten früher oder später ein echter Fachkräftemangel eintreten wird, wenn, ja wenn die Gesellschaft und das Bildungssystem diesen Wandel nicht mitmacht und genau die Gefahr droht.. Man könnte manchmal meinen, dass Deutschland viel zu verschenken hätte, so wie man hierzulande Menschen schlicht und einfach verschleist. Da werden Schikanen installiert, bloss, damit man verkrustete Systeme aus der Feudalzeit noch aufrecht erhalten kann, ungeachtet dessen, dass eine ganz andere Zeit herrscht und man nur wettbewerbsfähig bleiben kann, wenn es eine Durchlässigkeit innerhalb der Gesellschaft gibt und jedem jeder Weg offen steht. Keiner fordert es, dass es insgesamt weniger Akademikerkinder auf den Universitäten geben soll, aber die Universität muss eben zugänglicher werden, erst recht, weil es in der Zukunft einen noch höheren Bedarf an Fachkräften geben wird. Sicherlich können nicht alle davon über den akademischen Weg ausgebildet werden, aber es ist besser ein Überangebot an gut ausgebildeten Menschen zu haben, als ein Defizit.
Ungerecht ist, wenn Gleiches ungleich behandelt wird. Wenn also ein Arbeiterkind mit denselben intellektuellen Voraussetzungen wie ein Nicht-Arbeiterkind aus finanziellen Gründen nicht studieren kann, ist das ungerecht.
Es ist gerecht, wenn ein Akademikerkind mit besseren Voraussetzungen den Zuschlag erhält vor einem Arbeiterkind mit schlechteren Voraussetzungen und umgekehrt.
Ich bin überzeugt, dass die im Nicht-Akademikermillieu vorhandenen Potenziale auf Sträflichste vernachlässigt werden zum Schaden der Betroffenen und dem der gesamten Gesellschaft.
Was mich in Deutschland stört, ist der immer noch nicht überwundene Bildungsbürger-Dünkel. Gibt es das auch in anderen vergleichbaren Ländern?
Eines steht für mich jedenfalls fest: das soziale Millieu behindert Arbeiterkinder. Die Eltern aus Arbeiter- und ähnlichen Familien wissen einfach zu wenig, um ihren Kindern mit ausreichender Professionalität auf den angemessenen Bildungsweg zu verhelfen. Deshalb halte ich außerfamiliäre Förderung, auch schon im Vorschulalter, für extrem wichtig.
Ein besseres Kapital, nicht nur im ökonmischen Sinne, sondern für den gesamten Lebensbereich und das ganze Leben lang, als gute Bildung kann ich mir gar nicht vorstellen. Eine hohe geistige Souveränität ist unbezahlbar und kann Zufriedenheit bis Glücksgefühle erzeugen.
"!ch schlage vor, im Sinne der sozialen Gerechtigkeit immer eine Generation auszulassen. Arbeiterkinder studieren, Akademikerkinder machen ihren Quali und hinterher vielleicht sogar eine Lehre."
Also diese Bombenidee hatte weiland auch "unsere geliebte Partei und Staatsführung", damals im Ooooosten! Arbeeeeterkinder wurden dort massiv bei der Vergabe von Abi Plätzen bevorzugt. Mit genau obiger Begründung.
Da "die Akademiker" aber nicht blöde waren, wurden an den Betrieben dann eine sog. Berufsausbildung mit Abitur eingeführt. Sozusagen für Akademiker = "Bonzenkinder".
In der neuen schönen und größeren Bundesrepublik wird das Problem auch schon angegangen, Privatschulen, Privatinternate und gar Privatuniversitäten.
Mit anderen Worten, "Im Westen nichts Neues"
Ich tue mich manchmal schwer Ironie zu verstehen.Ich hoffe doch, dass ihr Kommentar einfach nur ironisch verfasst war.....
Liebe(r) Synelly, Sie haben das Problem missverstanden. Es geht nicht darum irgendjemanden (z.B. Akademikerkinder) von einem Studium abzuhalten, sondern darum, möglichst viele junge Menschen zu einem Studium zu ermutigen. Die absoluten Studentenzahlen in Deutschland sind rückläufig, und auch der Anteil der Absolventen, die sich für ein Studium entscheiden, ist im internationalen Vergleich zu niedrig. Deshalb ist es so wichtig, Arbeiterkindern den Weg zur Universität zu erleichtern, statt ihnen noch mehr Steine in den Weg zu legen.MfG, Ihre Sonnenbrille.
Schauen Sie sich doch mal um uns herum: viele der Stellen, für die man früher noch Scharen von Arbeitern benötigt wurden, sind entweder verlagert worden oder durch Automatisierung innerhalb der Produktion auf eine Kontrolltätigkeit reduziert worden, wo nur wenige Menschen benötigt werden und der Rest maschinell verläuft. Was wir erlebt haben in den letzten Jahrzehnten ist ein echter Strukturwandel, der eine immer besser ausgebildete Menschen benötigt, da ansonsten früher oder später ein echter Fachkräftemangel eintreten wird, wenn, ja wenn die Gesellschaft und das Bildungssystem diesen Wandel nicht mitmacht und genau die Gefahr droht.. Man könnte manchmal meinen, dass Deutschland viel zu verschenken hätte, so wie man hierzulande Menschen schlicht und einfach verschleist. Da werden Schikanen installiert, bloss, damit man verkrustete Systeme aus der Feudalzeit noch aufrecht erhalten kann, ungeachtet dessen, dass eine ganz andere Zeit herrscht und man nur wettbewerbsfähig bleiben kann, wenn es eine Durchlässigkeit innerhalb der Gesellschaft gibt und jedem jeder Weg offen steht. Keiner fordert es, dass es insgesamt weniger Akademikerkinder auf den Universitäten geben soll, aber die Universität muss eben zugänglicher werden, erst recht, weil es in der Zukunft einen noch höheren Bedarf an Fachkräften geben wird. Sicherlich können nicht alle davon über den akademischen Weg ausgebildet werden, aber es ist besser ein Überangebot an gut ausgebildeten Menschen zu haben, als ein Defizit.
Ungerecht ist, wenn Gleiches ungleich behandelt wird. Wenn also ein Arbeiterkind mit denselben intellektuellen Voraussetzungen wie ein Nicht-Arbeiterkind aus finanziellen Gründen nicht studieren kann, ist das ungerecht.
Es ist gerecht, wenn ein Akademikerkind mit besseren Voraussetzungen den Zuschlag erhält vor einem Arbeiterkind mit schlechteren Voraussetzungen und umgekehrt.
Ich bin überzeugt, dass die im Nicht-Akademikermillieu vorhandenen Potenziale auf Sträflichste vernachlässigt werden zum Schaden der Betroffenen und dem der gesamten Gesellschaft.
Was mich in Deutschland stört, ist der immer noch nicht überwundene Bildungsbürger-Dünkel. Gibt es das auch in anderen vergleichbaren Ländern?
Eines steht für mich jedenfalls fest: das soziale Millieu behindert Arbeiterkinder. Die Eltern aus Arbeiter- und ähnlichen Familien wissen einfach zu wenig, um ihren Kindern mit ausreichender Professionalität auf den angemessenen Bildungsweg zu verhelfen. Deshalb halte ich außerfamiliäre Förderung, auch schon im Vorschulalter, für extrem wichtig.
Ein besseres Kapital, nicht nur im ökonmischen Sinne, sondern für den gesamten Lebensbereich und das ganze Leben lang, als gute Bildung kann ich mir gar nicht vorstellen. Eine hohe geistige Souveränität ist unbezahlbar und kann Zufriedenheit bis Glücksgefühle erzeugen.
"!ch schlage vor, im Sinne der sozialen Gerechtigkeit immer eine Generation auszulassen. Arbeiterkinder studieren, Akademikerkinder machen ihren Quali und hinterher vielleicht sogar eine Lehre."
Also diese Bombenidee hatte weiland auch "unsere geliebte Partei und Staatsführung", damals im Ooooosten! Arbeeeeterkinder wurden dort massiv bei der Vergabe von Abi Plätzen bevorzugt. Mit genau obiger Begründung.
Da "die Akademiker" aber nicht blöde waren, wurden an den Betrieben dann eine sog. Berufsausbildung mit Abitur eingeführt. Sozusagen für Akademiker = "Bonzenkinder".
In der neuen schönen und größeren Bundesrepublik wird das Problem auch schon angegangen, Privatschulen, Privatinternate und gar Privatuniversitäten.
Mit anderen Worten, "Im Westen nichts Neues"
Ich tue mich manchmal schwer Ironie zu verstehen.Ich hoffe doch, dass ihr Kommentar einfach nur ironisch verfasst war.....
wie wollen sie denn meinen Kommentar verstehen ? Hängt ganz davon ab, wie Sie die Frage beantworten würden: Ist es sozial ungerecht oder nicht, wenn Katjas Kinder studieren ? (Kleiner Tip: Die 94% Akademikerkinder an den Unis heute sind zum großen Teil Kinder bzw. Enkel von Frauen wie Katja Urbatsch).
wie wollen sie denn meinen Kommentar verstehen ? Hängt ganz davon ab, wie Sie die Frage beantworten würden: Ist es sozial ungerecht oder nicht, wenn Katjas Kinder studieren ? (Kleiner Tip: Die 94% Akademikerkinder an den Unis heute sind zum großen Teil Kinder bzw. Enkel von Frauen wie Katja Urbatsch).
Mal wieder. Jeder weiss, dass ein rohstoffarmes Land wie unseres nur mit Wissen und Anwendungsforschung Erfolg haben kann. [entfernt, bitte mäßigen Sie Ihre Ausdrucksweise/ Redaktion; svb] Forschungsetats kürzen, Bildungspolitik nach Gutsherrenart, Studuengebühren. Wer bezahlt die CDU dafür, Deutschland zu ruinieren? Denn immer wenn die so entschlossen handeln, hat für dieses Handeln jemand bezahlt - siehe die Einführung des Privatfernsehens durch das Geld von Kirch.Wenn wir nicht schaffen 30% jeden Jahrgangs akademisch zu qualifizieren, endet das Land im Mittelmaß. Wer kann das wollen?Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
Ludwig Wittgenstein
wie wollen sie denn meinen Kommentar verstehen ? Hängt ganz davon ab, wie Sie die Frage beantworten würden: Ist es sozial ungerecht oder nicht, wenn Katjas Kinder studieren ? (Kleiner Tip: Die 94% Akademikerkinder an den Unis heute sind zum großen Teil Kinder bzw. Enkel von Frauen wie Katja Urbatsch).
Auch die in Deutschland vererbte Intelligenz ist begrenzt, nicht beliebig vermehrbar. Intelligenz ist heute ein Hindernis für die Fortpflanzung, wie man an den inteilligenten, gebildeteten aber kinderarmen Frauen sieht. Den Intelligenzpeak haben wir deshalb schon wohl überschritten. Von nun an geht es bergab. Ob Arbeiterkinder studieren oder nicht, ist dabei fast unerheblich.
"Auch die in Deutschland vererbte Intelligenz ist begrenzt, nicht beliebig vermehrbar.Intelligenz ist heute ein Hindernis für die Fortpflanzung, wie man an den inteilligenten, gebildeteten aber kinderarmen Frauen sieht. Den Intelligenzpeak haben wir deshalb schon wohl überschritten. Von nun an geht es bergab."Das entspricht der Ideologie der Nationalsozialisten, nämlich dass minderwertiges, dümmeres, respektive "asoziales" Leben sich sowieso stärker vermehrt und das "höherwertige", intelligente und edle irgendwann verdrängt.Leider gibt es auch heute Wissenschaftler die diesen Unsinn gerne glauben und weiter verbreiten:http://www.welt.de/print-wams/article609081/Deutschland_in_der_Intelligenzfalle.htmlDem spricht schon die bloße Tatsache entgegen, dass der IQ der Bevölkerung von Generation zu Generation steigt. Intelligenz ist nach neuesten Studien nämlich eher:Umwelt x GeneEine Ideologie die voraussetzt, dass alle Menschen sich IQ-mässig bereits in der richtigen sozialen Schicht befinden ist daher zwangsläufig falsch. Die höheren Bildungsschichten sind gemischt und bestehen aus Intelligenten ebenso wie aus stark geförderten "Dummköpfen". Während die mittleren und niederen Bildungsschichten ebenso gemischt sind und mit vernachlässigt Intelligenten durchsetzt.Fallen wir also bitte nicht auf derart primitive Weltbilder herein, Intelligenz fächert sich über ein breites Spektrum und verschiedene Fähigkeiten, außerdem ist sie kontinuierlich (nicht diskret) und wächst mit der Erfahrung und Förderung.
"Auch die in Deutschland vererbte Intelligenz ist begrenzt, nicht beliebig vermehrbar.Intelligenz ist heute ein Hindernis für die Fortpflanzung, wie man an den inteilligenten, gebildeteten aber kinderarmen Frauen sieht. Den Intelligenzpeak haben wir deshalb schon wohl überschritten. Von nun an geht es bergab."Das entspricht der Ideologie der Nationalsozialisten, nämlich dass minderwertiges, dümmeres, respektive "asoziales" Leben sich sowieso stärker vermehrt und das "höherwertige", intelligente und edle irgendwann verdrängt.Leider gibt es auch heute Wissenschaftler die diesen Unsinn gerne glauben und weiter verbreiten:http://www.welt.de/print-wams/article609081/Deutschland_in_der_Intelligenzfalle.htmlDem spricht schon die bloße Tatsache entgegen, dass der IQ der Bevölkerung von Generation zu Generation steigt. Intelligenz ist nach neuesten Studien nämlich eher:Umwelt x GeneEine Ideologie die voraussetzt, dass alle Menschen sich IQ-mässig bereits in der richtigen sozialen Schicht befinden ist daher zwangsläufig falsch. Die höheren Bildungsschichten sind gemischt und bestehen aus Intelligenten ebenso wie aus stark geförderten "Dummköpfen". Während die mittleren und niederen Bildungsschichten ebenso gemischt sind und mit vernachlässigt Intelligenten durchsetzt.Fallen wir also bitte nicht auf derart primitive Weltbilder herein, Intelligenz fächert sich über ein breites Spektrum und verschiedene Fähigkeiten, außerdem ist sie kontinuierlich (nicht diskret) und wächst mit der Erfahrung und Förderung.
"Auch die in Deutschland vererbte Intelligenz ist begrenzt, nicht beliebig vermehrbar.Intelligenz ist heute ein Hindernis für die Fortpflanzung, wie man an den inteilligenten, gebildeteten aber kinderarmen Frauen sieht. Den Intelligenzpeak haben wir deshalb schon wohl überschritten. Von nun an geht es bergab."Das entspricht der Ideologie der Nationalsozialisten, nämlich dass minderwertiges, dümmeres, respektive "asoziales" Leben sich sowieso stärker vermehrt und das "höherwertige", intelligente und edle irgendwann verdrängt.Leider gibt es auch heute Wissenschaftler die diesen Unsinn gerne glauben und weiter verbreiten:http://www.welt.de/print-wams/article609081/Deutschland_in_der_Intelligenzfalle.htmlDem spricht schon die bloße Tatsache entgegen, dass der IQ der Bevölkerung von Generation zu Generation steigt. Intelligenz ist nach neuesten Studien nämlich eher:Umwelt x GeneEine Ideologie die voraussetzt, dass alle Menschen sich IQ-mässig bereits in der richtigen sozialen Schicht befinden ist daher zwangsläufig falsch. Die höheren Bildungsschichten sind gemischt und bestehen aus Intelligenten ebenso wie aus stark geförderten "Dummköpfen". Während die mittleren und niederen Bildungsschichten ebenso gemischt sind und mit vernachlässigt Intelligenten durchsetzt.Fallen wir also bitte nicht auf derart primitive Weltbilder herein, Intelligenz fächert sich über ein breites Spektrum und verschiedene Fähigkeiten, außerdem ist sie kontinuierlich (nicht diskret) und wächst mit der Erfahrung und Förderung.
Jetzt haben wir gerade eben mittels Studiengebühren ne halbwegs wirksame Barriere aufgebaut - und jetzt kommen wegen solchen Leuten die Looser wieder...
Was soll man denn da noch alles unternehmen?
Liebe(r) Synelly, Sie haben das Problem missverstanden. Es geht nicht darum irgendjemanden (z.B. Akademikerkinder) von einem Studium abzuhalten, sondern darum, möglichst viele junge Menschen zu einem Studium zu ermutigen. Die absoluten Studentenzahlen in Deutschland sind rückläufig, und auch der Anteil der Absolventen, die sich für ein Studium entscheiden, ist im internationalen Vergleich zu niedrig. Deshalb ist es so wichtig, Arbeiterkindern den Weg zur Universität zu erleichtern, statt ihnen noch mehr Steine in den Weg zu legen.MfG, Ihre Sonnenbrille.
vielen Dank für die Aufklärung ! So, wie sie es formulieren, unterschreibe ich das sofort ! Vielleicht mit der kleinen Einschränkung, daß mir persönlich nicht so wichtig ist, was "Deutschland" braucht, sondern mehr, was die Menschen brauchen, die motiviert sind und die ihr Recht auf Bildung auch wahrnehmen wollen. Ich reibe mich immer nur an bestimmten Zahlenbeispielen, die zum Nachweis einer sozialen Ungerechtigkeit im Bildungswesen herangezogen werden. Der Anteil von Arbeiterkindern an der Studentenschaft steigt immer während einer Bildungsexpansion an, danach fällt er wieder ab, bei gleichbleibend hoher Zahl von Studenten. Grund ist die Reproduktion der Akademiker, deren Kinder eben nun mal nicht in die Arbeiterklasse zurückkehren. Wenn jetzt eine neue Bildungsexpansion stattfinden sollte, wird sich der Anteil der Nicht-Akademikerkinder für einige Zeit erhöhen und dann ebenfalls wieder abfallen, auch wenn wiederum die Studentenzahlen hoch bleiben. Tja, und irgendwann bleibt es dann auch einmal dabei. Angenommen, 100% jedes Jahrganges besuchen die Universität, fällt der Anteil der Arbeiterkinder sogar auf Null.
vielen Dank für die Aufklärung ! So, wie sie es formulieren, unterschreibe ich das sofort ! Vielleicht mit der kleinen Einschränkung, daß mir persönlich nicht so wichtig ist, was "Deutschland" braucht, sondern mehr, was die Menschen brauchen, die motiviert sind und die ihr Recht auf Bildung auch wahrnehmen wollen. Ich reibe mich immer nur an bestimmten Zahlenbeispielen, die zum Nachweis einer sozialen Ungerechtigkeit im Bildungswesen herangezogen werden. Der Anteil von Arbeiterkindern an der Studentenschaft steigt immer während einer Bildungsexpansion an, danach fällt er wieder ab, bei gleichbleibend hoher Zahl von Studenten. Grund ist die Reproduktion der Akademiker, deren Kinder eben nun mal nicht in die Arbeiterklasse zurückkehren. Wenn jetzt eine neue Bildungsexpansion stattfinden sollte, wird sich der Anteil der Nicht-Akademikerkinder für einige Zeit erhöhen und dann ebenfalls wieder abfallen, auch wenn wiederum die Studentenzahlen hoch bleiben. Tja, und irgendwann bleibt es dann auch einmal dabei. Angenommen, 100% jedes Jahrganges besuchen die Universität, fällt der Anteil der Arbeiterkinder sogar auf Null.
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