Irland Stimmung gegen Brüssel
Irland stimmt kommende Woche über den EU-Vertrag von Lissabon ab. Ein junger Millionär mobilisiert seine Landsleute dagegen. Das Ende des Reformwerks?
Als der Multimillionär Declan Ganley spät an diesem Abend in sein Herrenhaus in den grünen Hügeln der Grafschaft Galway zurückkehrt, will er noch einmal dieses Lied hören. Er wirft das Jackett auf die Couch, schiebt die CD in die Stereoanlage und dreht die Lautstärke weit auf.
Hast Du jemals innegehalten und Dich gefragt,/ Jetzt, da Du wohlhabend und frei bist, / Wer dafür gekämpft hat und gestorben ist, / Um Dir und mir dieses bessere Leben zu geben?
»Hören Sie genau zu!«, ruft Ganley dem Reporter durch den Sturm aus Violinen und Trommelwirbeln, den Gesang der irischen Folklegende Liam Tiernan zu. Tiernan hat das Stück für Ganley nach einem Weihnachten auf dessen Landsitz komponiert. Der drahtige 39-Jährige mit kurzen roten Haaren und Kampfpiloten-Gang hat den ganzen Tag über selbst als Verstärker gearbeitet. Jetzt lacht Ganley laut auf und tänzelt hinüber in die Küche. Ein neues Rebellenlied ist aus den Diskussionen unter dem Tannenbaum entstanden. Die Whiskeystimme aus Belfast schmettert nicht mehr gegen Britannien an. Sondern gegen Brüssel.
Durch Hungersnot, Krieg und Ausbeutung, / haben wir so hart gefochten, um frei zu sein. / Sagt Nein zum Vertrag von Lissabon! / Lasst uns echte Demokratie haben!
Declan Ganley, einer der reichsten Männer Irlands, ist der menschgewordene Albtraum für 27 europäische Regierungschefs. Bis zum 12. Juni will er seine Landsleute davon überzeugen, gegen den Lissabon-Vertrag für die Europäische Union zu stimmen. Die Iren sind das einzige Volk Europas, das per Referendum über das Reformwerk entscheidet – und tatsächlich fürchtet die Regierung das Verführungspotenzial des charismatischen Aufsteigers. »Als erfolgreicher Geschäftsmann strahlt er eine gewisse Überzeugungskraft aus«, sagt ein Regierungsbeamter zähneknirschend. Das Ergebnis der Abstimmung nächsten Donnerstag ist völlig ungewiss.
Es geht nicht um Dankbarkeit. Zwar hat sich Irland seit seinem EU-Beitritt 1973 vom Armenhaus Europas zum Boom-Land mit jahrelang zweistelligen Wachstumsraten entwickelt. Doch viele Iren schreiben die keltische Erfolgsstory weniger der EU zu als vielmehr ihrer eigenen Schläue. Ganley ist der lebende Beweis, dass die Iren Geschäfte machen können, wenn man sie nur lässt. Zum Beispiel, indem sie unschlagbar niedrige Steuersätze anbieten. Die seien nun, neben anderem, durch den wachsenden Brüsseler Harmonisierungsdrang gefährdet, warnt Ganley.
Der neue Premier in Dublin, der Konservative Brian Cowen, hat angesichts des Sturmlaufs der Vertragsgegner ein Ja zu Lissabon zur Staatsräson erhoben. Wenn seine Insel Nein sagt, scheitert der ganze Vertrag. Und die EU geriete in die wohl schlimmste Krise seit ihrer Gründung. Bereits 2005 haben Franzosen und Niederländer das damals noch »EU-Verfassung« genannte Werk in Volksentscheiden abgelehnt. Seither steckten Tausende von Ministerialbeamten, Diplomaten und Juristen in Europas Hauptstädten ihre ganze Energie in eine Neuauflage, seither hat nicht zuletzt Angela Merkel ihre ganze diplomatische Kunst aufgeboten, um am Ende auch die polnischen Kaczyński-Heißsporne zur Zustimmung zu bewegen. Vergangenen Dezember kamen schließlich sämtliche Staatschefs in Lissabon zusammen, um jenes Mammutwerk zu unterschreiben, das ein Europa von mittlerweile 450 Millionen Einwohnern endlich effizient regierbar machen soll.
Und diese große Neuordnung Europas soll jetzt an einer kleinen Insel mit vier Millionen Einwohnern scheitern? Bloß daran womöglich, dass der Telekommunikationsunternehmer Declan Ganley glaubt, er müsse sich auch noch als politischer Revolutionär beweisen? Für wen hält sich der Mann?
»Ich bin überzeugter Europäer«, sagt er, während er Tee eingießt. »Aber ich will Demokratie, keine Oligarchie, in der die reichen Lobbyisten das Sagen haben. Und sagen Sie mir: Wie bitte soll ein zukünftiger europäischer Präsident, der nicht vom Volk gewählt ist, der chinesischen Regierung gegenübertreten und ihr etwas von Demokratie erzählen?«
Doch kann ein Kontinent aus 27 Nationen mit einer schwierigen Einigungsgeschichte schlicht nicht so demokratisch verfasst sein wie ein Einzelstaat? Europa ist nicht Amerika. Seine Bedienungsanleitung muss zwangsläufig komplizierter ausfallen – oder? Ganley springt von seinem Stuhl auf und knallt die schwere Silberkanne auf den Tisch. »Wissen Sie was? Die Geschichte der EU wäre anders verlaufen, wenn es früher Leute wie mich gegeben hätte, die ihre Meinung gesagt hätten!«
In Ganleys Zorn, in dem Applaus der Menschen, die ihm auf Dorfversammlungen zujubeln, drückt sich ein Unwohlsein gegenüber Europa aus, das ein eigentlich gesundes Bauchgefühl verdrängt – und das nicht nur viele Iren verspüren. Eines, das fragt: Warum soll ich einem 450-Seiten-Vertrag zustimmen, den ich nicht verstehe? Warum kommen immer mehr Gesetze aus Brüssel, von deren Entstehung ich nichts mitbekomme? Aus einer undurchschaubaren Kommission, die mit Vertretern besetzt ist, die nicht gewählt wurden?
Auf der kleinen Insel tobt stellvertretend für Europa eine Auseinandersetzung ums große Ganze. Zwar haben die Lissabon-Befürworter auf manche der Systemfragen der Gegner gute Antworten. Der Lissabon-Vertrag stärkt die Rolle des Europaparlaments beträchtlich, die Kommission soll als Verwaltungsbehörde schrumpfen. Doch statt sich auf eine konstruktive Diskussion einzulassen, überziehen sich beide Seiten mit Schmähungen. Am 12. Juni, sagt Ganley, hätten die Europäer die letzte Chance, den gefräßigen Zentralisten in Brüssel Einhalt zu gebieten. »Danach werden wir nie wieder über die EU abstimmen.«
Und wenn die Iren tatsächlich Nein sagen? »Dann werden die Staatschefs zurück an die Verhandlungstische müssen, um uns etwas Besseres anzubieten. Das Gespött Europas werden nicht die Iren sein, sondern die Brüsseler Bürokraten.«
In der Dubliner Staatskanzlei macht man sich keine derartigen Illusionen. »Es wird kein zweites Referendum geben«, sagt der irische Europaminister Dick Roche. Die Iren hätten am 12. Juni nur die Wahl, Europa demokratischer zu machen oder sich aus der Staatengemeinschaft herauszukatapultieren. Der Minister ist sichtbar genervt von Ganleys, wie er sagt, »neoliberaler, amerikanisch beeinflusster Denke«. Im Flüsterton fügt er hinzu, der Mann unterhalte »viele Geschäftsbeziehungen zum US-Militär«. Manche Journalisten in Dublin unterstellen Ganley gar Verbindungen zur CIA.
In solch abenteuerlichen Spekulationen offenbaren sich die Schwächen der Lissabon-Befürworter: Sie haben ebenfalls keine Antwort auf die Frage, die Ganley jenseits allen populistischen Gehabes stellt. Wie kann man das politische Gebilde Europa den Europäern in wenigen Sätzen erklären? Auch deshalb will die nationalistische Linkspartei Sinn Féin (»Nur wir selbst«) den Vertrag ablehnen. Sie ist die einzige im Parlament vertretene Partei, die ein klares Nein fordert. Ihre Anführerin ist die Europa-Abgeordnete Mary Lou McDonald.
Fühlt sie sich mit ihrer Position kein bisschen schlecht, im Brüsseler Plenarrund? »Nein, tue ich nicht«, sagt die Politikerin.
Sie wolle Europa schließlich nicht aufhalten. Sie wolle nur ein paar Auswüchse stoppen. »Das politische Establishment hat die Bedenken der Bürger weder gehört noch verstanden«, sagt sie. Auch sie hat Bedenken wegen der demokratischen Legitimationskette. Oder der bürokratischen Monstrositäten, die in Brüssel gedeihen. »Wir brauchen eine Diskussion auf dem ganzen Kontinent, ob stetige Integration der richtige Weg nach vorn ist«, sagt McDonald. »Wenn es ohne Grundsatzdiskussion so weitergeht, dann enden wir bei einem föderalen Gebilde. Wollen wir das?« Sicher nicht – nur haben eben schon 27 Staatschefs samt Experten-Entourage diese Diskussion geführt. Dadurch lastet nicht nur ein gewisser politischer Druck auf der Insel, sondern auch ein wenig Legitimationsnot auf solchen Grundsatzfragen. »Diesmal, das kann ich Ihnen versichern, gibt es keinen Plan B«, warnte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso unmissverständlich in der Irish Times .
Der irisch-deutsche Schriftsteller Hugo Hamilton, bekannt für eine gewisse mitfühlende Distanz gegenüber seinen Landsleuten, glaubt, dass die Iren vielleicht ein bisschen rebellischer als andere Völker sind. Auch wenn ihnen das selten etwas gebracht habe. »Wir haben nie unsere eigenen Entscheidungen getroffen, seit Jahrhunderten nicht«, sagt Hamilton mit leiser Stimme. »Aber wir möchten das gern glauben.«
- Datum 10.06.2008 - 13:46 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 05.06.2008 Nr. 24
- Kommentare 28
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Das Baugefühl : Sooo wahnsinnig gross ist der Unterschied zwischen dem chinesischen Partei-/Volkskongress-Regierungsapparat samt gelenkter Demokratie und unserem Brüssel-Strassburg-Moloch irgendwie nicht.
geht das Zittern und Zähneklappern los. Offenbar ist Demokratie eine Bedrohung für die Union.
"Die Iren sind das einzige Volk Europas, das per Referendum über das Reformwerk entscheidet" da liegt wohl das eigentliche Problem.
Herr Ganley ist mir bisher zwar kein Begriff gewesen, jedoch geniessen Arme wie auch Millionäre noch immer das demokratische Grundrecht Nein zu sagen. Der Vorwurf des Populismus ist nicht angebracht und sollte mit mehr Bedacht gewählt werden.
Die Möglichkeit, die irische Bevölkerung per Referendum an solchtiefgreifenden Entscheidungen teilhaben zu lassen, sollte doch sicherlich im Rahmen einer EU Harmonisierung angepasst bzw. abgeschafft werden, oder?
Oder wie soll ich mir sonst erklären, das von geschlagenen 3 (drei) Bildschimseiten, mit vielleicht 5 Sätzen auf die Argumente der Euroskeptiker eingegangen wird.Praktischer Weise wurde dann noch darauf hingewiesen, das "die Lissabon-Befürworter auf manche der Systemfragen der Gegner gute Antworten" haben, ohne das man auf der ganzen Onlinepräsenz der Zeit auch nur einen Link auf diese Antworten fände. So nach dem Motto : "Jaaa, da gibt es ein paar Argumente für Lisabon --- irgendwo ---"Der Rest besteht aus irgendwelchen Nebenhandlungen und den üblichen Drohungen die dann dieses mal ganz bestimmt wahr werden sollen. (Ein Schelm der dabei an die US-Amerikanischen "Beweise" für Massenvernichtungswaffen im Irak denkt)Diese ganze Argumentationslinie der Eurobürokratur in der Richtung : "Wer gegen den Vertrag ist, handelt verantwortungslos und muss ein mentales Problem haben." erinnert mich überhaupt stark an die Propagandamethoden, mit denen G.W.Bush damals vorgegangen ist. Das Sie sie einfach so zu übernehmen scheinen, spricht nicht gerade für Qualität.EnttäuschtW.
was haben Sie denn erwartet?
Die Iren haben einfach Recht und tun gut daran, ihrem Bauchgefühl nachzugeben. Sie sind ein aufblühendes Land und sehen die Gefahr, dass sie als Nettozahler für selbständig wirtschaftlich nicht lebensfähige Gemeinschaften benötigt werden. Polen beispielsweise, Albanien auch und vielleicht auch irgendwann mal die Türkei bzw. wenn der Taumel der Nationalismen weitergeht eventuell Türkei, Kurdistan, Maze und Donien.
Irland hat eine Demokratie und in der wird demokratisch entschieden und das hat man zu akzeptieren. Dass es in Deutschland eine solche Demokratie nur auf dem Papier gibt, weil viele Hebelchen eingebaut sind, die Regierungshandeln entgegen dem Volkswillen einfach möglich macht, ist mit der Historie wohlfeil begründet. Hauptsächlich ist es aber bequem für die herrschenden Parteien und deren in die Parlamente, Regierungen und Behörden reingekungelten Abgesandten.
was haben Sie denn erwartet?
Die Iren haben einfach Recht und tun gut daran, ihrem Bauchgefühl nachzugeben. Sie sind ein aufblühendes Land und sehen die Gefahr, dass sie als Nettozahler für selbständig wirtschaftlich nicht lebensfähige Gemeinschaften benötigt werden. Polen beispielsweise, Albanien auch und vielleicht auch irgendwann mal die Türkei bzw. wenn der Taumel der Nationalismen weitergeht eventuell Türkei, Kurdistan, Maze und Donien.
Irland hat eine Demokratie und in der wird demokratisch entschieden und das hat man zu akzeptieren. Dass es in Deutschland eine solche Demokratie nur auf dem Papier gibt, weil viele Hebelchen eingebaut sind, die Regierungshandeln entgegen dem Volkswillen einfach möglich macht, ist mit der Historie wohlfeil begründet. Hauptsächlich ist es aber bequem für die herrschenden Parteien und deren in die Parlamente, Regierungen und Behörden reingekungelten Abgesandten.
was haben Sie denn erwartet?
Die Iren haben einfach Recht und tun gut daran, ihrem Bauchgefühl nachzugeben. Sie sind ein aufblühendes Land und sehen die Gefahr, dass sie als Nettozahler für selbständig wirtschaftlich nicht lebensfähige Gemeinschaften benötigt werden. Polen beispielsweise, Albanien auch und vielleicht auch irgendwann mal die Türkei bzw. wenn der Taumel der Nationalismen weitergeht eventuell Türkei, Kurdistan, Maze und Donien.
Irland hat eine Demokratie und in der wird demokratisch entschieden und das hat man zu akzeptieren. Dass es in Deutschland eine solche Demokratie nur auf dem Papier gibt, weil viele Hebelchen eingebaut sind, die Regierungshandeln entgegen dem Volkswillen einfach möglich macht, ist mit der Historie wohlfeil begründet. Hauptsächlich ist es aber bequem für die herrschenden Parteien und deren in die Parlamente, Regierungen und Behörden reingekungelten Abgesandten.
Irland ist vor allem ein aufblühendes Land, weil es wie kein anderes von seiner EU-Mitgliedschaft und den zugehörigen massiven Subventionen profitiert hat - zugegebenerweise auch mit den richtigen Methoden. Sich aber jetzt gegen den trotz aller Unzulänglichlichkeiten hinreichend artikulierten Mehrheitswillen der Union zu positionieren, würde die Wirklichkeit geradezu auf den Kopf stellen. Falls das passiert, sollte insbesondere Deutschland seine Nettozahlungen, die ohnehin in keinster Weise mehr den realen wirtschaftlichen Verhältnissen in der Union entsprechen, sofort einstellen! Es kann einfach nicht mehr sein, dass Deutschland als das bevölkerungsreichste Land mit Pro-Kopf-Einkommen, die höchstens noch im Mitteldfeld der Union angesiedelt sind, seine reicheren Nachbarn -unter anderem auch Irland- weiter subventioniert und gleichzeitig auf Dauer in den Entscheidungsgremien hoffnungslos unterrepräsentiert ist.
Irland ist vor allem ein aufblühendes Land, weil es wie kein anderes von seiner EU-Mitgliedschaft und den zugehörigen massiven Subventionen profitiert hat - zugegebenerweise auch mit den richtigen Methoden. Sich aber jetzt gegen den trotz aller Unzulänglichlichkeiten hinreichend artikulierten Mehrheitswillen der Union zu positionieren, würde die Wirklichkeit geradezu auf den Kopf stellen. Falls das passiert, sollte insbesondere Deutschland seine Nettozahlungen, die ohnehin in keinster Weise mehr den realen wirtschaftlichen Verhältnissen in der Union entsprechen, sofort einstellen! Es kann einfach nicht mehr sein, dass Deutschland als das bevölkerungsreichste Land mit Pro-Kopf-Einkommen, die höchstens noch im Mitteldfeld der Union angesiedelt sind, seine reicheren Nachbarn -unter anderem auch Irland- weiter subventioniert und gleichzeitig auf Dauer in den Entscheidungsgremien hoffnungslos unterrepräsentiert ist.
kann erst entstehen wenn die Bürger dem EU-System den Garaus gemacht haben.
Z.B. in der Welt. Dort werden tatsächlich (unter anderem auch meine) Probleme mit Europa behandelt.Ich zitiere aus diesem Artikel :Herzog und sein Mitautor präsentieren scheinbar harte Zahlen als Beleg
für den Dreh- und Angelpunkt ihrer Argumentation, die These einer immer
weiteren „Zentralisierung von Kompetenzen weg von den Mitgliedstaaten
hin zur Europäischen Union“: In den Jahren 1998 bis 2004 seien nur 16
Prozent aller Gesetze originär in Deutschland entstanden, 84 Prozent
dagegen in Brüssel. In der Tat: Träfe das genannte Zahlenverhältnis zu,
wäre möglicherweise gar der Zustand erreicht, der dem Diktum des
Bundesverfassungsgerichts in der Entscheidung zum Vertrag von
Maastricht widerspricht: „…dass dem Deutschen Bundestag Aufgaben und
Befugnisse von substanziellem Gewicht verbleiben müssen.“Dort werden auch die Gründe für eine Übereuropäisierung aufgezeigt und auf gute journalistische Art behandelt.Und hier ???Personalmangel?
von den Holländern und den Franzosen. Schon vergessen? Nur hatte das noch einen anderen Namen... EU-Verfassung sollte das wohl mal heissen aber das hätte nur noch mehr Abstimmungen nach sich gezogen.
Damals war der Schock beim Establishment schon gross genug das man sich geeinigt hat das ganze schnell und unter Ausschluss der Bevölkerung zu überarbeiten. Für die allgemeine Begutachtung hat man sich dann in Lissabon getroffen, dem ganzen einen anderen Namen gegeben, mit tausen Worten schön geredet und harrt nun der DInge die da kommen mögen. Eigentlich alles schon abgemacht und für gut befunden wenn da nicht ein Land währe das des Volkes Stimme genüge tut...
Nicht nur die Iren hoffen auf eine Ablehnung dieses in Teilen Menschenverachtenden Vertragswerkes das viele nicht wollen weil das Bauchgefühl es einem sagt. Wer von den Politikern hat den schon die Seiten durchgelesen, analysiert und als Grundlage für ein menschliches Zusammenleben in Europa geprüft?
Nein, nicht im Sinne des Volkes... warum denn auch? Ganz im Sinne der Wirtschaft, der Globalen Wettbewerbsfähigkeit und der Rendite auf das eingesetzte Kapital im allgemeinen und ganz im Sinne der Grosskonzerne und des Grosskapitals und deren Renditeansprüche im speziellen.
Die Regelung von z. Bsp. : Patente, Werbung, Forschung, Müllentsorgung, Bildung, Infrastrukturen wie Wasser, Transport, Strom, Strassen, Steuern und deren Oasen, Schnüffelstaat und Schnüffelkonzerne, Demokratische Rechte, Meinungsfreiheit, Privatiserungsrecht, Oligopol und Monopolrecht, Arbeitsrecht, Soziales und Gesundheitswesen, Lobbying, Bestechung und Korruption....
Es braucht wohl andere Voraussetzungen, andere Leute die Vorausschauend denken und solch elementare Vertragswerke ausarbeiten können so das dabei an alle Ansprüche gedacht wird... die bisherigen, allen voran war ja der Hr. Valéry Giscard d'Estaing der massgeblich an der Ausarbeitung der primären Fassung gearbeitet hat, haben es offensichtlich nicht geschafft.
Schade das die EU in ihren Grundstrukturen nicht ausgesprochen Demokratiefreundlich angelegt ist...
-------
"sich selbst zu verstehen,... ist das eine Entdeckung oder eine
Kreation...?"
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