Ölkrise Die brasilianische HoffnungBrasilianische Hoffnung

Was bedeuten die gewaltigen Ölfunde vor der südamerikanischen Küste? Ein ernüchternder Besuch.

Angra dos Reis, drei Autostunden südwestlich von Rio de Janeiro. Das Gewimmel der Großstadt ist in diesem Hafenstädtchen weit weg. Grüne Hügel umschließen menschenleere Buchten. Kleine Inseln liegen im tiefblauen Meer, ein Jachthafen lockt die Segler. Es könnte ein tropisches Idyll sein, doch mittendrin thront ein Stahlkoloss.

In einer Werft gleich neben dem Jachthafen lässt der brasilianische Ölkonzern Petrobras eine riesige schwimmende Förderplattform bauen. P-51, so lautet ihr Name, ist 125 Meter hoch, 110 Meter breit und 125 Meter lang. »Eine der größten Plattformen der Welt«, sagt ein Sprecher des Konzerns. Und eine der modernsten. Auf vier dicken stahlgrauen Säulenbeinen ragt sie aus dem Hafenwasser, darüber eine Handvoll Decks und ein Gerüst, über das eines Tages überschüssiges Gas abgefackelt werden wird. Ein Aufzug hievt Arbeiter nach oben, angezogen mit Kitteln und Overalls in Grau und Warnorange, ausgerüstet mit Schutzhelmen, Schutzbrillen und Ohrstöpseln. Überall wird eifrig geschweißt. Im September soll P-51 aufs offene Meer gezogen werden, um in der Tiefsee Öl und Gas zu fördern.

Tiefsee-Bohrplattformen wie P-51 sind der Stolz des Ölkonzerns Petrobras. Und das Wissen der Brasilianer, wie man so weit vor der Küste kilometertief unter dem Meeresspiegel bohren kann, macht Ölexperten auf der ganzen Welt Hoffnung. Schließlich gehen Öl und Gas zur Neige, und in ein paar Jahrzehnten könnten die bisher bekannten Vorräte aufgebraucht sein. Schon jetzt kommt die Förderung aus den bekannten Lagerstätten nur noch schleppend voran. Das ist ein Grund dafür, dass der Preis für ein Fass Rohöl am vergangenen Wochenende kurz auf rund 140 Dollar emporschnellte. Es gab Krisensitzungen bei der Opec, Krisensitzungen bei den Industriestaaten. Die Weltkonjunktur ist in Gefahr. Nichts läuft ohne das schwarze Gold.

Im vergangenen Herbst war eine aufrüttelnde Nachricht aus Rio de Janeiro um die Welt gegangen: Im Santos-Becken des Südatlantiks, mehr als 5.000 Meter unter Meereswasser und Salzkruste und etwa 300 Kilometer von der brasilianischen Küste entfernt, sollen gewaltige neue Reserven verborgen sein. Erst hörte man von einem neuen Feld namens Tupi, in dem fünf bis acht Milliarden Barrel lagern sollen – das würde die bescheidenen brasilianischen Reserven immerhin um mehr als ein Drittel erhöhen. Ähnlich groß ist offenbar das Feld Jupiter direkt daneben.

Anfang April plauderte der Chef der staatlichen Erdölagentur ANP, Haroldo Lima, dann am Rande einer Konferenz aus, dass in einem Nachbarfeld namens Carioca angeblich 33 Milliarden Barrel Erdöl stecken sollen. Das wäre mehr als die gesamten Reserven der USA, die größte Entdeckung seit mehr als 30 Jahren. »Wie Popstars« seien Petrobras-Mitarbeiter auf Branchentreffen gefeiert worden, erzählen Vertreter der Ölindustrie. Präsident Lula da Silva meldete sein Land schon mal vorsorglich für den Beitritt zur Opec an. Und auch international war die Hoffnung groß: War sie womöglich doch noch nicht vorbei, die Zeit der großen Ölfunde?

Die Jubelmeldungen aus Brasilien haben jedoch einige Haken. Mario Carminatti gehört zu denen, die um diese Haken wissen. Jetzt sitzt der Petrobras-Manager in seinem Büro im 18. Stock der Unternehmenszentrale und möchte am liebsten gar nicht über Details reden. Drunten, im Zentrum Rio de Janeiros, wälzt sich der Verkehr. Aus Klimaanlagen fällt feiner Sprühregen auf die Passanten. Brasilien, dieses hoch industrialisierte Land mit neuen, gewaltigen Ambitionen, wird in den kommenden Jahrzehnten eine Menge Energie verbrauchen. Und Carminatti, der als Fachmann für die Exploration neuer Ölfelder zuständig ist und sich Tag für Tag mit der Lösung dieses Energieproblems befasst, mag sich nicht recht zum allgemeinen Jubel über den angeblichen Riesenfund von »Carioca« äußern.

P-51: Stolz von Petrobras, Hoffnung für die Welt

Eine bunte Computergrafik hat er hervorgeholt, deren Säulen zeigen: An Land und im flachen Meereswasser liegen in Brasilien nicht einmal drei Milliarden Barrel an Ölvorräten. Ungefähr zehn weitere lagern in der Tiefsee. Wenn sich die Nachrichten um die Unterseefelder Tupi, Jupiter und Carioca aber bestätigen und wenn Carminattis eigene Schätzungen stimmen, dann hätte Brasilien rund 80 Milliarden Barrel. So viel wie Venezuela und Russland. Nur fünf Staaten besitzen derzeit mehr: Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate – freilich sind es dort deutlich mehr. Die gesamten Ölvorräte der Golfregion werden auf über 740 Milliarden Barrel geschätzt.

Carminatti druckst herum, wenn es um genaue Angaben geht. »Erst Ende 2009 können wir eine einigermaßen gute und verlässliche Vorstellung des Volumens von Carioca haben«, sagt er. »Wo genau« sich die vielen Barrels befänden, die Petrobras in direkter Nachbarschaft von Tupi zu entdecken hofft, wisse man ebenfalls noch nicht.

Auch außerhalb von Petrobras ist in der brasilianischen Ölbranche das große Schweigen ausgebrochen. Haroldo Lima, der im April die Nachricht vom Carioca-Ölfeld ausplauderte, darf offiziell überhaupt nichts mehr verkünden. Die Stellungnahme von Petrobras lautet seither: Weitere Probebohrungen seien notwendig, um die Ausmaße der neuen Felder wirklich zu bestimmen.

Im zweiten Halbjahr 2008 könne man eventuell Näheres sagen, lässt das Energieministerium auf Nachfragen wissen. Neuere Funde werden mit deutlich größerer Diskretion bedacht: Vor wenigen Tagen gab Petrobras bekannt, man habe in der Nähe von Tupi und Carioca, nahezu 6.000 Meter unter Wasser und Gestein, noch mehr Öl gefunden. Doch diesmal fehlte jede Angabe zur Größe des Feldes. Was ist da los?

Der Turm ist wie ein überdimensionierter Auspuff geformt. Er ist das Zentrum eines runden, einstöckigen Gebäudekomplexes, eine drei viertel Stunde Autofahrt von der Petrobras-Zentrale entfernt. Hier stößt man auf einen Teil der Antwort. In dicken, weißen Lettern prangt »BR« auf gelb-grünem Grund an der Seite des Turms: das Konzernlogo. Es ist der Mittelpunkt des Petrobras-Forschungszentrums, in dem rund 5.000 Menschen – Biologen, Ingenieure, Geologen – an neuen Erfindungen tüfteln.

Die Brasilianer haben viel Erfahrung mit innovativen Fördertechniken. Sie fördern seit nahezu 30 Jahren Öl aus dem Meer. Das Unternehmen errichtet auf dem Meeresgrund ganze Städte aus Röhren, Sammelstellen, Pumpen, Motoren und Stromleitungen, um an das schwarze Gold zu kommen. Am bislang tiefsten Punkt, im Ölfeld Roncador im Campos-Becken nördlich von Tupi und Carioca gelegen, geht es bis auf 2.000 Meter unter die Wasseroberfläche.

Einfach ist das nicht: Es ist dunkel dort unten, der Wasserdruck ist hoch, Taucher können ab einer Wassertiefe von 300 Metern nicht mehr eingesetzt werden. Die Maschinenparks werden ferngesteuert installiert und betrieben. »Stellen Sie sich vor, Sie fliegen einen Hubschrauber und versuchen, am Erdboden zu angeln«, beschreibt Andreas Villwock vom Geomar-Institut in Kiel diese Präzisionsarbeit. Wellen und Strömungen zerren an der Ölplattform und den Pipelines. Es ist schon schwer, sie für die Förderdauer des Ölfelds vor dem Auseinanderreißen zu bewahren.

Das ist denn auch ein Grund dafür, warum die erste Euphorie bei Petrobras und anderen Ölexperten, die jüngst noch von einer Ölmacht Brasilien schwärmten, wieder verflogen ist. Nicht nur, dass noch weitere Probebohrungen ausstehen, was in solcher Tiefe eine gewaltige Ingenieursaufgabe ist. Auch weiß noch niemand, wie genau das Öl gefördert werden soll. »Wir haben die richtige Produktionsmethode noch nicht gefunden«, gibt Mauricio Werneck zu, der im Konzern das Forschungsprogramm für extreme Tiefseebohrungen leitet. »Wir müssen noch viel testen.«

Es gibt Riesenprobleme für Ingenieure: mit dem Wasserdruck, mit dem Durchstoßen der Gesteins- und Salzschichten. In solcher Tiefe ist das Salz zähflüssig, seine Schichten verschieben sich, bringen Bohrlöcher und Rohre zum Bersten.

Die Kosten, für all dies Lösungen zu entwickeln, sind aus Wernecks Sicht gar nicht abzusehen. Vor einem Jahrzehnt wäre ein solcher Plan sowieso gleich verworfen worden: Da kostete ein Barrel Öl gut zehn Dollar. Doch für die kommenden Jahre rechnen Experten eher mit 100 bis 200 Dollar. Eine neue Ära ist angebrochen, in der die Ölkonzerne das Unmögliche versuchen, um auch weiterhin noch viel Öl zu fördern, und dafür auch unglaubliche Mengen Kapital auf den Tisch legen. Petrobras plant, seine Investitionen in die Ölexploration bis zum Jahr 2012 um mehr als 30 Prozent zu erhöhen.

Weil die Suche nach dem Öl boomt, sind Sonden und Bohrer knapp

Doch das Geschäft mit den neuen Feldern unter Wasser ist noch extrem spekulativ und gewaltig teuer. Und am Ende könnte herauskommen, dass die Förderung des vielen Unterseeöls doch viel weniger wirtschaftlich ist als gedacht.

Vor der Küste von Rio de Janeiro tobt gerade ein gewaltiger Wettlauf gegen die Zeit. »Innerhalb einer gewissen Frist muss Petrobras in bestimmten Gebieten Öl finden«, sagt die Journalistin Danielle Nogueira, die für die Tageszeitung O Globo die Ölbranche beobachtet. Diese Konzessionen zum Ölsuchen wurden nur für eine bestimmte Zeit vergeben. Findet Petrobras kein Öl, ist die Konzession weg. Sie fällt an die staatliche Energieagentur zurück, die sie dann theoretisch an andere Konzerne weiterreichen kann.

Weil die Frist bald ablaufe, nehme sich Petrobras im Moment kaum Zeit, im Detail die Größe der gefundenen Vorräte zu bestimmen, vermutet Noguiera »Viel wichtiger ist es, die noch ausstehenden Gebiete auf Öllager zu prüfen«, sagt sie. Weil der hohe Ölpreis außerdem der Exploration einen weltweiten Boom beschert hat und die Konzerne in aller Welt bohren, sind Sonden und Bohrgeräte knapp. Das sorgt für zusätzlichen Druck.

Petrobras hat immerhin schon einen konkreten Plan für das Tupi-Feld gefasst: In zwei bis drei Jahren soll es ans Rohr gehen und rund 100.000 Barrel täglich liefern, später bis zu 200.000. Das allein erfordert schon einen gewissen geschäftlichen Wagemut. Doch die Fördermenge sei »nur ein Klacks«, verglichen mit dem weltweiten Bedarf, sagt Frank Schallenberger, Rohstoffexperte der Landesbank Baden-Württemberg. Für die anderen, deutlich größeren Vorkommen gibt es noch keine konkreten Pläne.

Dennoch: Falls sich Brasiliens Hoffnungen aufs Öl erfüllen, wird das Land als Partner für den Westen wichtiger werden und eine größere Rolle im Energiekalkül der Industrieländer spielen. Das gilt vor allem aus Sicht der USA, die bislang noch viel Öl aus Venezuela beziehen.

»Die USA würden sehr gerne ihre Ölimporte diversifizieren«, sagt Markus Jäger, Lateinamerikaspezialist der Deutschen Bank in New York. »Vor allem, weil Mexiko und Venezuela schon heute weniger produzieren und Instabilität im Nahen Osten nie auszuschließen ist.« Und wie viel lieber würden die USA mit dem marktwirtschaftlichen Brasilianer Lula statt mit dem sozialistischen Chávez zusammenarbeiten! Die Lula-Regierung hat das erkannt und setzt ihren halbstaatlichen Konzern schon heute strategisch ein.

»Petrobras ist ein entscheidender Spieler in der brasilianischen Außenpolitik«, sagt beispielsweise André Aranha Corrêa do Lago, Leiter der Energieabteilung im Außenministerium, die überhaupt erst unter Lula geschaffen wurde.

Die brasilianische Regierung fördert den Ausbau ihrer Öl-Infrastruktur so kräftig, wie es geht: Die Entwicklung der großen, neuen Plattformen zum Beispiel finanziert sie über ihre Entwicklungsbank mit. Womit sie nebenbei noch Industriepolitik verbindet: Mindestens 70 Prozent der in jeder Plattform verbauten Teile müssen aus Brasilien stammen, und auch die brasilianische Schiffsindustrie muss bevorzugt mit Aufträgen bedacht werden.

In Brasilien wird schon für die Zeit nach dem Öl geplant

Der »außenpolitische Spieler« Petrobras wird auch schon für die Zeit fit gemacht, wenn die Ölvorräte in Brasilien und gar in der Welt aufgebraucht sein werden: Seine Chefs wollen, dass Petrobras bis zum Jahr 2012 zum führenden Energieunternehmen Lateinamerikas aufsteigt und weltweit unter die wichtigsten fünf. Aber nicht bloß mit Öl: Der Konzern baut auch sein Geschäft mit Erdgas aus und investiert neuerdings in die Windkraft und massiv in Bioethanol. Was wiederum ganz der Linie der Lula-Regierung entspricht.

Der Präsident mahnte schon gleich nach der Bekanntgabe der Ölfunde an, sein Land wolle das »grüne Gold« neben dem schwarzen nicht vergessen. Bioethanol aus Zuckerrohr kann in Brasilien in großen Mengen und so günstig wie nirgendwo sonst hergestellt werden, und vielleicht wird das Land auch damit eines Tages zum Treibstofflieferanten für die USA und Europa.

Mit den USA hat Lula jedenfalls schon ein Kooperationsabkommen in Sachen Biosprit geschlossen. Das Land will sogar afrikanischen Ländern helfen, selbst Ethanol herzustellen, indem es sie mit Know-how versorgt. Das ist auch nicht ganz ohne Eigennutz. Brasilien schärft dadurch sein Profil als Führungsmacht eines sich von den USA und den alten Industrienationen emanzipierenden Südens.

Mit der Geldflut, die sie zumindest vorübergehend erwartet, will die Regierung in den kommenden Jahren ihre wirtschaftliche und geopolitische Position so weit wie möglich ausbauen. Die Einnahmen aus dem Öl sollen vor allem beim Investieren daheim und in aller Welt helfen und dabei, die heimische Wirtschaft zu stabilisieren. Wie die Financial Times am vergangenen Wochenende berichtete, soll der künftige Ölreichtum – wenn die Einnahmen aus dem Santos-Becken erst fließen – in einem neuen Staatsfonds angelegt werden.

»Sobald das Öl kommt, wird der Fonds schnell auf 200 oder 300 Milliarden Dollar wachsen«, wird der brasilianische Finanzminister Guido Mantega zitiert. Das Geld ist demnach eine Allzweckwaffe, die Brasiliens Zukunft sichern soll: gegen die Inflation, als Polster fürs Regierungsbudget, als eine zusätzliche Kapitalquelle für Investitionen brasilianischer Unternehmen im Ausland und als Stabilisator für den Wechselkurs des brasilianischen Real.

Und das ist wohl die eigentliche, dauerhafteste Bedeutung der Ölfunde vor der brasilianischen Küste. Sie sind ein Vorbote kommender Jahrzehnte. Die Ölvorräte werden knapper, die Ölförderung wird teurer und unzuverlässiger. In diesem Endspiel können Länder wie Brasilien in Lateinamerika – oder wie Russland vor der europäischen Haustür – zu internationalen Energiemächten werden, obwohl sie nur mittelgroße Vorkommen haben.

Lula da Silva hat das genauso erkannt wie sein lateinamerikanischer Nachbar Chávez. Langfristig, so sieht es derzeit aus, hat er mehr und bessere Karten im Spiel der Spiele.

 
Leser-Kommentare
    • TyRell
    • 13.06.2008 um 14:23 Uhr

    In Bezug auf den Ölpreis gibt es keine Hoffnungen mehr. Die starb bei der Marke 100 Dollar. Staat verzweifelt an ein Wunder zu glauben, ist es an der Zeit, dass die erneuerbaren Energien weiter gefördert und Photovoltaik weiterhin ausgebaut wird. Schließlich ist Deutschland hierhin Marktführer.

    Wir sollten den enormen Ölpreis als Chance begreifen. Es reicht, einmal durch unser Wohnzimmer zu gehen und uns vorzustellen, was wäre wenn alles Kunstoff nicht vorhanden wäre. Öl ist überall. Wir müssen uns davon loslösen und über Alternativen nachdenken. Den Ölpreis als Chance für Veränderung sehen, das hat doch Zukunft!

  1. Die Deutschen können es uns gar nicht mehr erlauben auf die Atomkraft ganz zu Verzichten. Photvoltaikstrum ist noch zu teuer. Öl und Gas werden immer teurer. Der Wind bläst nicht immer. Braunkohle verschmutzt die Umwelt. Atomstrom ist sauber, billig und gleichmässig verfügbar. Sogar unser lieber Siegmar Gabriel hat zeigt hinter verschlossenen Türen schon Nerven und fragt sich wie es klappen soll die Atomkraftwerke abzuschaffen, und gleichzeitig den CO2 Ausstoss zu verringern. Wahrscheinlich gibt es seiner Meinug nach nur eine Lösung: Wir machen alle Kraftwerke dicht, produzieren ein wenig Ökostrom. Der Rest wird dann als französischer und tschechischer Atomstrom für teure Euros importiert.
     Manchmal ist es besser, sich über den deutschen Michel im Ausland ärgern zu können. Damit meine ich nach Finnland ausgewandert zu sein, wo man längerfristig denkt und neue Atomkraftwerke in Bau, bzw. in Planung sind. Theoretisch kann man sogar Autos mit Atomstrom betreiben. Nachts den Stecker in die Steckdose. am nächsten Tag ist der Akku voll und der freie Bürger kann kann mit guten Gewissen und sauberem Atomstrom vollgas geben. 

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    • lef
    • 13.06.2008 um 19:03 Uhr

    dass aus Deutschland nichts Neues mehr kommt - bei dem Mangel im Denken.Photovoltaik ist nur "NOCH" zu teuer (zur Zeit ja nur 10-mal so teuer wie Strpom aus Kohle ff:)),Akkus für Autos fallen vom Himmel und warten nur drauf, mit Billigstrom aus AKWs aufgeladen zu werden und wie dieser Strom zum Auto kommt?Natürlich aus der Steckdose - wie sonst??Vom Land der Denker+Dichter zum Land der Träumer und Spinner - in nur 4 Jahrzehnten,das dürfte historischer Rekord sein.

    Wer nun auf Atomkraft setzt, denkt sicher nicht langfristig. In 50 Jahren sind die nutzbaren Uran-Weltvorräte ohnehin verbraucht; wenn jetzt noch zusätzliche AKWs gebaut werden, geht's noch etwas schneller. (Schon heute kommt es zu Lieferengpässen.) Dadurch wird Uran natürlich wie alle anderen fossilen Brennstoffe immer teurer.Atomstrom ist auch nicht CO2-neutral - bei der Brennstab-Produktion wird ganz erheblich CO2 ausgestoßen.Zudem bedeuten mehr AKWs weniger Versorgungssicherheit - diese nuklearen Dampfmaschinen sind halt auf Kühlwasser angewiesen, und das geht auch in Europa bald jeden Sommer aus. (Siehe die Probleme Frankreichs bei der Energieversorgung.)Wer langfristig und ökonomisch denkt, wird dagegen auf Photovoltaik und solarthermische Kraftwerke setzen. 10 Solarfabriken neuester Bauart sind immer noch billiger als ein AKW, und damit kann ein Vielfaches der Kapazität des AKWs in Form von Solarmodulen produziert werden.

    • lef
    • 13.06.2008 um 19:03 Uhr

    dass aus Deutschland nichts Neues mehr kommt - bei dem Mangel im Denken.Photovoltaik ist nur "NOCH" zu teuer (zur Zeit ja nur 10-mal so teuer wie Strpom aus Kohle ff:)),Akkus für Autos fallen vom Himmel und warten nur drauf, mit Billigstrom aus AKWs aufgeladen zu werden und wie dieser Strom zum Auto kommt?Natürlich aus der Steckdose - wie sonst??Vom Land der Denker+Dichter zum Land der Träumer und Spinner - in nur 4 Jahrzehnten,das dürfte historischer Rekord sein.

    Wer nun auf Atomkraft setzt, denkt sicher nicht langfristig. In 50 Jahren sind die nutzbaren Uran-Weltvorräte ohnehin verbraucht; wenn jetzt noch zusätzliche AKWs gebaut werden, geht's noch etwas schneller. (Schon heute kommt es zu Lieferengpässen.) Dadurch wird Uran natürlich wie alle anderen fossilen Brennstoffe immer teurer.Atomstrom ist auch nicht CO2-neutral - bei der Brennstab-Produktion wird ganz erheblich CO2 ausgestoßen.Zudem bedeuten mehr AKWs weniger Versorgungssicherheit - diese nuklearen Dampfmaschinen sind halt auf Kühlwasser angewiesen, und das geht auch in Europa bald jeden Sommer aus. (Siehe die Probleme Frankreichs bei der Energieversorgung.)Wer langfristig und ökonomisch denkt, wird dagegen auf Photovoltaik und solarthermische Kraftwerke setzen. 10 Solarfabriken neuester Bauart sind immer noch billiger als ein AKW, und damit kann ein Vielfaches der Kapazität des AKWs in Form von Solarmodulen produziert werden.

  2. Wenn die Brasilien-Vorräte die einzigen wären ...Aber in den vergangenen Jahren ist von der ErdölIndustrie gebohrt worden "wie verrückt", wassich u.a. auf die Preise dazu benötigter HilfsStoffe ausgewirkt hat.=> Es gibt auf der Welt dutzende neue Vorkommen, die kurz vor der Erschliessung stehenDa der Preis über Derivate gehandelt worden ist, und als das Öl den Preis der PapierDerivate hat, und nicht umgekehrt, kann eigentlich auch nicht von ÖlPreis die Rede sein: Es gibt viel mehr Papier-Öl, als tatsächlich vom RohStoff am MArkt umgesetzt wird, quasi eine DerivatenBlase. Wie der Mechanismus genau funktioniert:http://www.financialsense...Da nebenbei planmässig in naher Zukunft weitere Vorkommen "ans Rohr gehen" sollen (bspw. vom Kaspischen Meer)http://www.financialsense...kann es auch sein, dass der derzeit hohe Preis quasi als letzte Opportunität mitgenommen wird von den Erzeugern, die sich die vorübergehend hohen Gewinne natürlich gerne gefallen lassen, bevor die Konkurrenz kommt und mitmischt.Die HauptTriebFeder des Preises liegt jedoch in der US- und globalen BankenKrise, deren HauptVerlierer massiv in Öl gehedged haben, wenn der Ausdruck hier zulässig ist: Sie (u.a. Morgan Stanley) haben massiv auf PreisAnstieg spekuliert, und treiben mittels des DerivateMechanismus, der im 1. genannten Link erklärt wird, mittels 10 % KapitalEinsatz den Preis nun in die Höhe, solange es geht.Damit versuchen diese institutionellen Anleger, ihre horrenden Verluste während der neuerlichen HypothekenBlase wettzumachen, mittels der jetztigen RohStoffBlase._Das_ ist der HauptGrund für den PreisAnstieg, alles andere ist meiner Ansicht nach nur PropagandaGewäsch.Aber sogar dann, wenn das Erdöl auf einmal wirklich knapp wäre, könnte nicht nur die deutsche Wirtschaft einfach auf Kohle zurückfallen.Als Ossi habe ich noch in der Schule gelernt, dass Erdöl viel zu wertvoll wäre, um es zu verbrennen. Das wurde zu DDR-Zeiten auch nicht gemacht, ausser als TreibStoff.=> Öl wurde "veredelt", zu KunstStoffen usw.=> Gas (auch zum Heizen) wurde aus Kohle hergestellt=> KohleVerflüssigung wurde betrieben, die Verfahren kennt jeder Ossi aus der Schule

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    Mit Ihrer Argumentation bin ich zu 99% einverstanden. Dass jedoch der Ölpreis in absehbarer Zeit wieder sinken wird, ist so gut wie augeschlossen, solange Öl mit Dollars bezahlt wird. Die Dollar-Geldmenge erhöht sich jährlich um etwa 10%, damit haben die Hedgefond Manager durch die extrem große Liquidität auch zukünftig genügend Spielgeld um den Preis von Öl und Nahrungsmitteln durch Futures auf absehbare Zeit hochzuhalten.Eine echte Option, neben der Nutzung von wertlosen Dollarscheinen zur direkten Energieerzeugung wäre noch, die Dollars auf Esspapier zu drucken. Dann müssen zukünftig nicht so viele die Erfahrung machen, dass man Geld nicht essen kann.

    ... ist da, und das ist eine wissenschaftliche Tatsache. Bei allein wichtigen Vorkommen ist mittlerweile der Peak überschritten; das heißt, es ist zwar noch Öl da, aber jedes weitere Barrel wird in der Förderung teurer. Zudem sind viele Vorkommen überbewertet - seit Jahrzehnten werden annähernd die gleichen Zahlen für die Restkapazität angegeben, obwohl laufend weggefördert wurde. Und die jetzt neu entdeckten Vorkommen sind im Vergleich zu den bisher ausgebeuteten geradezu winzig. Geologisch sind auch kaum noch größere Vorkommen zu erwarten.Der Ölpreis wird also tendenziell weiter steigen. Ebenso der Preis der Kohle - da ist die Restkapazität zwar noch höher, aber auch hier wird die Förderung immer teurer. Südafrika erlebt gerade eine massive Wirtschaftskrise, ausgelöst durch das jahrelange Setzen auf Kohle- und Atomenergie. Das mit dem Atom haben sie nie so richtig hinbekommen, und die eigene hochwertige Kohle haben sie wegen Devisen exportiert. Die Kraftwerke haben sie mit billiger Importkohle betrieben, und von der gibt es nun nicht mehr genug. Daher reicht der Strom nicht mehr aus, den Bedarf zu decken.So wird es jedem gehen, der immer noch auf fossile Energie setzt (oder auf günstigere Preise spekuliert).

    Mit Ihrer Argumentation bin ich zu 99% einverstanden. Dass jedoch der Ölpreis in absehbarer Zeit wieder sinken wird, ist so gut wie augeschlossen, solange Öl mit Dollars bezahlt wird. Die Dollar-Geldmenge erhöht sich jährlich um etwa 10%, damit haben die Hedgefond Manager durch die extrem große Liquidität auch zukünftig genügend Spielgeld um den Preis von Öl und Nahrungsmitteln durch Futures auf absehbare Zeit hochzuhalten.Eine echte Option, neben der Nutzung von wertlosen Dollarscheinen zur direkten Energieerzeugung wäre noch, die Dollars auf Esspapier zu drucken. Dann müssen zukünftig nicht so viele die Erfahrung machen, dass man Geld nicht essen kann.

    ... ist da, und das ist eine wissenschaftliche Tatsache. Bei allein wichtigen Vorkommen ist mittlerweile der Peak überschritten; das heißt, es ist zwar noch Öl da, aber jedes weitere Barrel wird in der Förderung teurer. Zudem sind viele Vorkommen überbewertet - seit Jahrzehnten werden annähernd die gleichen Zahlen für die Restkapazität angegeben, obwohl laufend weggefördert wurde. Und die jetzt neu entdeckten Vorkommen sind im Vergleich zu den bisher ausgebeuteten geradezu winzig. Geologisch sind auch kaum noch größere Vorkommen zu erwarten.Der Ölpreis wird also tendenziell weiter steigen. Ebenso der Preis der Kohle - da ist die Restkapazität zwar noch höher, aber auch hier wird die Förderung immer teurer. Südafrika erlebt gerade eine massive Wirtschaftskrise, ausgelöst durch das jahrelange Setzen auf Kohle- und Atomenergie. Das mit dem Atom haben sie nie so richtig hinbekommen, und die eigene hochwertige Kohle haben sie wegen Devisen exportiert. Die Kraftwerke haben sie mit billiger Importkohle betrieben, und von der gibt es nun nicht mehr genug. Daher reicht der Strom nicht mehr aus, den Bedarf zu decken.So wird es jedem gehen, der immer noch auf fossile Energie setzt (oder auf günstigere Preise spekuliert).

    • lef
    • 13.06.2008 um 19:03 Uhr

    dass aus Deutschland nichts Neues mehr kommt - bei dem Mangel im Denken.Photovoltaik ist nur "NOCH" zu teuer (zur Zeit ja nur 10-mal so teuer wie Strpom aus Kohle ff:)),Akkus für Autos fallen vom Himmel und warten nur drauf, mit Billigstrom aus AKWs aufgeladen zu werden und wie dieser Strom zum Auto kommt?Natürlich aus der Steckdose - wie sonst??Vom Land der Denker+Dichter zum Land der Träumer und Spinner - in nur 4 Jahrzehnten,das dürfte historischer Rekord sein.

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    Mein Kommentar war sicherlich auch etwas im ironischen Unterton geschrieben. Wer das nicht merkt ist selbst schuld. Das mit dem Aufladen der Akkus aus der Steckdose mit Atomstrom ist sicherlich nicht die ideale Lösung. Die Reichweite des Wagens wäre einfach zu gering. Die Brennstoffzelle an der fieberhaft gearbeitet wird wäre wahrscheinlich die bessere Lösung und ist meines Wissens auch in Sicht. Photovoltaik ist freilich zu teuer und wird voraussichtlich auch immer zu teuer bleiben. In Spanien und Amerika experimentiert man mit Spiegeln, die Sonnenlicht konzentrieren. Ob sich das irgendwann einmal lohnt? Keine Ahnnug?! Aber wenn die Energiepreise weiterhin so steigen!? Der Grand-Solar-Plan aus USA lässt grüssen 

    Mein Kommentar war sicherlich auch etwas im ironischen Unterton geschrieben. Wer das nicht merkt ist selbst schuld. Das mit dem Aufladen der Akkus aus der Steckdose mit Atomstrom ist sicherlich nicht die ideale Lösung. Die Reichweite des Wagens wäre einfach zu gering. Die Brennstoffzelle an der fieberhaft gearbeitet wird wäre wahrscheinlich die bessere Lösung und ist meines Wissens auch in Sicht. Photovoltaik ist freilich zu teuer und wird voraussichtlich auch immer zu teuer bleiben. In Spanien und Amerika experimentiert man mit Spiegeln, die Sonnenlicht konzentrieren. Ob sich das irgendwann einmal lohnt? Keine Ahnnug?! Aber wenn die Energiepreise weiterhin so steigen!? Der Grand-Solar-Plan aus USA lässt grüssen 

  3. Mit Ihrer Argumentation bin ich zu 99% einverstanden. Dass jedoch der Ölpreis in absehbarer Zeit wieder sinken wird, ist so gut wie augeschlossen, solange Öl mit Dollars bezahlt wird. Die Dollar-Geldmenge erhöht sich jährlich um etwa 10%, damit haben die Hedgefond Manager durch die extrem große Liquidität auch zukünftig genügend Spielgeld um den Preis von Öl und Nahrungsmitteln durch Futures auf absehbare Zeit hochzuhalten.Eine echte Option, neben der Nutzung von wertlosen Dollarscheinen zur direkten Energieerzeugung wäre noch, die Dollars auf Esspapier zu drucken. Dann müssen zukünftig nicht so viele die Erfahrung machen, dass man Geld nicht essen kann.

  4. »Die USA würden sehr gerne ihre Ölimporte diversifizieren«. Prost! Das hört sich nach Achse-des-Bösen und Krieg an. Brasilien sollte schnellstens versuchen, an Atombomben ranzukommen, sonst könnten sich die USA bemüssigt fühlen, ihre Sicherheit am Amazonas zu verteidigen.Venezuela (Chávez und Öl), Bolivien (Morales und Gas) und Brasilien (Lula und Öl), daraus lässt sich doch bestimmt eine kommunistische Gefahr konstruieren.

  5. Mein Kommentar war sicherlich auch etwas im ironischen Unterton geschrieben. Wer das nicht merkt ist selbst schuld. Das mit dem Aufladen der Akkus aus der Steckdose mit Atomstrom ist sicherlich nicht die ideale Lösung. Die Reichweite des Wagens wäre einfach zu gering. Die Brennstoffzelle an der fieberhaft gearbeitet wird wäre wahrscheinlich die bessere Lösung und ist meines Wissens auch in Sicht. Photovoltaik ist freilich zu teuer und wird voraussichtlich auch immer zu teuer bleiben. In Spanien und Amerika experimentiert man mit Spiegeln, die Sonnenlicht konzentrieren. Ob sich das irgendwann einmal lohnt? Keine Ahnnug?! Aber wenn die Energiepreise weiterhin so steigen!? Der Grand-Solar-Plan aus USA lässt grüssen 

    Antwort auf "Kein Wunder,"
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    ... sind gefragt. Offensichtlich sind die neuesten Erkenntnisse noch nicht durchgedrungen. Versuchen Sie mal, das Video "Who killed the electric car" im Internet zu finden, da ist der Stand von vor 4 Jahren dokumentiert. Falls dies nicht gelingt, schreiben Sie mir eine email, ich schicke Ihnen den Beitrag.Auch die Solartechnik macht Fortschritte: mit Fresnell-Lisen wird das Sonnenlicht gebündelt und die Effizienz der Solarzellen erhöht. Wenn es dann künftig noch gelingt, die Solartechnik mit dem Peltier-Effekt (Stromerzeugung aus einer Temperaturdifferenz) zu koppeln, kann man die bisher üblichen Negativ-Reports zum Thema PV getrost vergessen.Weitere bereits angewendete Alternativen sind Passiv-Häuser.Ich persönlich freue mich auf eine Welt mit Ölpreisen oberhalb von 250 Dollar pro Barrel; dann hört vielleicht mal der momentane Transportwahnsinn auf, daß viele Waren, die auch hier herstellbar sind, mehrfach um die halbe Welt gekarrt werden, damit sie irgendwo ein paar Cent billiger zusammengebastelt werden können.Vielleicht lernen wir dann auch von den Vögeln, wie man energieeffizient fliegt: die Zugvögel brauchen für Ihren Flug nach Süden soviel Energie, daß sie das Mehrfache Ihres Körpergewichtes in Energie umwandeln müßten - sie haben also ein Geheimnis, das wir nicht kennen (wollen). Oder warum Hummeln und Maikäfer fliegen, obwohl sie nach den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft dazu gar nicht in der Lage sein können. Das "dynamische Fliegen" (momentan fliegen unsere Flugzeuge nur statisch und mit einem Riesentreibstoffverbrauch pro Tonnenkilometer, aber der Kraftstoff ist ja steuerbefreit) muß um ein Vielfaches effizienter sein.Brennstofzelle: nach Aussagen der damit beschäftigten Leute wird es noch 15 Jahre dauern, bis das vielleicht richtig funktioniert und praktisch anwendbar ist. Wird übrigens mit Steuermitteln unterstützt.Ach ja, Kernenergetik ist ja auch nur so "billig", weil wir aus Steuermitteln jahrelang diese "Technologie" mitfinanziert haben. Oder? Und habt ihr alle Tschernobyl und die anderen "Störfälle" (= Fast-Unglücke) schon vergessen? Meint ihr, daß ein Fusionsreaktor ungefährlicher wäre? MUSS IMMER ERST WAS PASSIEREN, damit wir lernen, wieder etwas nachzudenken?

    Das mit dem Aufladen der Akkus aus der Steckdose mit Atomstrom ist
    sicherlich nicht die ideale Lösung. Die Reichweite des Wagens
    wäre einfach zu gering.
    Antwort: Für die Stadt reicht's allemal, ansonsten kommt's auf das Auto und die Kapazität des Akkus an. Bei den meisten Typen dauert das Aufladen allerdings derzeit noch etwa doppelt so lang wie die damit erreichbare Fahrtzeit.Photovoltaik ist freilich zu teuer und wird voraussichtlich auch immer zu teuer bleiben.
    Antwort: Falsch. Wenn die bisherigen Programme aufrecht erhalten werden, rechnen Experten in etwa 5-10 Jahren mit net parity, das heißt ökonomischer Konkurrenzfähigkeit. Wenn der Preisanstieg bei fossilen Energien anhält, geht's sogar noch schneller.
    In Spanien und Amerika experimentiert man mit Spiegeln, die Sonnenlicht konzentrieren. Ob sich das irgendwann einmal lohnt?
    Antwort: In Spanien wird längst nicht mehr experimentiert, sondern seit einigen Jahren kommerziell gebaut. Da geht es allerdings nicht um PV, sondern um solarthermische Großkraftwerke, die (auch dank des spanischen EEG) schon heute konkurrenzfähig und ein beliebtes Investitionsprojekt sind. Das Problem wird nur sein, den spanischen Strom zu uns zu bekommen - neben Leitungsverlusten ist da ja auch noch Frankreich dazwischen, das aufgrund seiner verfehlten Atompolitik immer mehr Stromimporte braucht.

    ... sind gefragt. Offensichtlich sind die neuesten Erkenntnisse noch nicht durchgedrungen. Versuchen Sie mal, das Video "Who killed the electric car" im Internet zu finden, da ist der Stand von vor 4 Jahren dokumentiert. Falls dies nicht gelingt, schreiben Sie mir eine email, ich schicke Ihnen den Beitrag.Auch die Solartechnik macht Fortschritte: mit Fresnell-Lisen wird das Sonnenlicht gebündelt und die Effizienz der Solarzellen erhöht. Wenn es dann künftig noch gelingt, die Solartechnik mit dem Peltier-Effekt (Stromerzeugung aus einer Temperaturdifferenz) zu koppeln, kann man die bisher üblichen Negativ-Reports zum Thema PV getrost vergessen.Weitere bereits angewendete Alternativen sind Passiv-Häuser.Ich persönlich freue mich auf eine Welt mit Ölpreisen oberhalb von 250 Dollar pro Barrel; dann hört vielleicht mal der momentane Transportwahnsinn auf, daß viele Waren, die auch hier herstellbar sind, mehrfach um die halbe Welt gekarrt werden, damit sie irgendwo ein paar Cent billiger zusammengebastelt werden können.Vielleicht lernen wir dann auch von den Vögeln, wie man energieeffizient fliegt: die Zugvögel brauchen für Ihren Flug nach Süden soviel Energie, daß sie das Mehrfache Ihres Körpergewichtes in Energie umwandeln müßten - sie haben also ein Geheimnis, das wir nicht kennen (wollen). Oder warum Hummeln und Maikäfer fliegen, obwohl sie nach den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft dazu gar nicht in der Lage sein können. Das "dynamische Fliegen" (momentan fliegen unsere Flugzeuge nur statisch und mit einem Riesentreibstoffverbrauch pro Tonnenkilometer, aber der Kraftstoff ist ja steuerbefreit) muß um ein Vielfaches effizienter sein.Brennstofzelle: nach Aussagen der damit beschäftigten Leute wird es noch 15 Jahre dauern, bis das vielleicht richtig funktioniert und praktisch anwendbar ist. Wird übrigens mit Steuermitteln unterstützt.Ach ja, Kernenergetik ist ja auch nur so "billig", weil wir aus Steuermitteln jahrelang diese "Technologie" mitfinanziert haben. Oder? Und habt ihr alle Tschernobyl und die anderen "Störfälle" (= Fast-Unglücke) schon vergessen? Meint ihr, daß ein Fusionsreaktor ungefährlicher wäre? MUSS IMMER ERST WAS PASSIEREN, damit wir lernen, wieder etwas nachzudenken?

    Das mit dem Aufladen der Akkus aus der Steckdose mit Atomstrom ist
    sicherlich nicht die ideale Lösung. Die Reichweite des Wagens
    wäre einfach zu gering.
    Antwort: Für die Stadt reicht's allemal, ansonsten kommt's auf das Auto und die Kapazität des Akkus an. Bei den meisten Typen dauert das Aufladen allerdings derzeit noch etwa doppelt so lang wie die damit erreichbare Fahrtzeit.Photovoltaik ist freilich zu teuer und wird voraussichtlich auch immer zu teuer bleiben.
    Antwort: Falsch. Wenn die bisherigen Programme aufrecht erhalten werden, rechnen Experten in etwa 5-10 Jahren mit net parity, das heißt ökonomischer Konkurrenzfähigkeit. Wenn der Preisanstieg bei fossilen Energien anhält, geht's sogar noch schneller.
    In Spanien und Amerika experimentiert man mit Spiegeln, die Sonnenlicht konzentrieren. Ob sich das irgendwann einmal lohnt?
    Antwort: In Spanien wird längst nicht mehr experimentiert, sondern seit einigen Jahren kommerziell gebaut. Da geht es allerdings nicht um PV, sondern um solarthermische Großkraftwerke, die (auch dank des spanischen EEG) schon heute konkurrenzfähig und ein beliebtes Investitionsprojekt sind. Das Problem wird nur sein, den spanischen Strom zu uns zu bekommen - neben Leitungsverlusten ist da ja auch noch Frankreich dazwischen, das aufgrund seiner verfehlten Atompolitik immer mehr Stromimporte braucht.

  6. "Was bedeuten die gewaltigen Ölfunde vor der südamerikanischen Küste?"
    Anstatt auf diese Frage klipp und klar - mit ein paar vernünftigen Sätzen - zu antworten beginnt, zeitungsmässig typisches, Gelaber über alles mögliche nur nicht über das Thema. Alles kotzübel und lesensunwert.
    (Nun ja, klar warum, die Zeitung bietet ja viel leere Papierseiten und diese müssen mit irgendwas ausgefüllt werden, koste es (so viel Unsinn), was  es wolle).

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