Integration Podolski braucht mehr Freunde

Deutschland ist längst noch nicht so weltläufig wie seine Nationalmannschaft: Sport und Showbusiness bieten Einwanderern rare Aufstiegschancen

In Polen geboren, spielt und siegt aber für Deutschland: Lukas Podolski nach seinem 1:0 bei der EM gegen Polen

In Polen geboren, spielt und siegt aber für Deutschland: Lukas Podolski nach seinem 1:0 bei der EM gegen Polen

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat sich in den vergangenen zehn Jahren sehr verändert. 1998 – als Frankreich mit einer Equipe Weltmeister wurde, die vielfältiger war als der Sicherheitsrat der UN – hat Deutschland auf dem Rasen noch wenig Weltläufigkeit geboten. Sean Dundee war damals der einzige und zudem fehlgeschlagene Versuch, sich fußballerisch an der Fremde zu bereichern.

Heute besteht der deutsche Sturm ausschließlich aus Spielern mit »Migrantionshintergrund«: Gómez, Klose, Kurányi, Neuville, Podolski; ebenso die zwei dribbelstärksten Mittelfeldspieler, Odonkor und Trochowski. Und wie vor wenigen Tagen gegen Polen im Auftaktspiel der EM für jeden zu sehen war, müssen wir uns um den deutschen Multikulti-Sturm keine Sorgen machen, ganz im Gegensatz zu der germanischer klingenden Verteidigung, deren Namen allein jedem Gegner einen Schrecken einjagen müsste – Adler, Friedrich, Fritz, Mertesacker – und die trotzdem die typischen deutschen Tugenden der Ordnung, Übersicht und Disziplin vermissen lässt.

Was lernen wir daraus? Etwa, dass Deutschland dort stark ist, wo es sich der Welt öffnet und die Chancen der Einwanderung begreift, und dort schwach, wo es sich aus ethnonationalem Reflex abschottet? Oder bildet der Fußball eine Ausnahme, ein seltenes Revier gelungener Integration, wo der einstmals Fremde sich meritokratisch durchsetzen kann und sein Erfolg von den Alteingesessenen toleriert wird? Gibt es im Fußball mehr Chancengerechtigkeit als in anderen Lebensbereichen?

Betrachten wir doch einmal die »Migranten« genauer. Oliver Neuville wurde als Sohn eines Aachener Fußballprofis und einer kalabrischen Mutter im Tessin geboren; der französisch klingende Nachname stammt von seinem belgischen Großvater. Wären die Gesetze etwas toleranter, könnte er neben dem deutschen auch einen italienischen und einen Schweizer Pass besitzen. So wie der in Brasilien geborene und in Panama aufgewachsene Kevin Kurányi, der tatsächlich drei Staatsangehörigkeiten sein Eigen nennt: die deutsche, die brasilianische und die panamaische. Seine Familie stammt väterlicherseits aus Ungarn, sein Vater wanderte aus Ludwigsburg nach Rio de Janeiro aus. Und sollte sich jemand erfrechen, David Odonkor (dessen Vater aus Ghana stammt) aufzufordern, nach Hause zurückzukehren, müsste dieser antworten: Nach Bünde in Westfalen? Was soll ich denn dort? Unsere Stürmer sind in ihrer Herkunft so multinational wie viele Bürger dieses Landes.

Das ist mit Sicherheit kein Resultat der deutschen Immigrationspolitik, die sich von jeher als Katastrophenschutz versteht, bis hin zu dem katastrophal unentschlossenen Zuwanderungsgesetz des Jahres 2005. Obwohl das Land dringend Fachkräfte (etwa Innenverteidiger) benötigt, nimmt die Zuwanderung aufgrund der vielen protektionistischen Begrenzungen sogar ab. Die befristete Zuwanderung ist von 2006 auf 2007 um 30 Prozent gesunken, und wer weiß, dass ein Arbeitgeber ein Jahresgehalt von 85.000 Euro jährlich aufbieten muss (für einen Fußballverein natürlich kein Problem), um für seine Mitarbeiter eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis zu ergattern, wird sich nicht wundern, dass fähige junge Profis eher nach Kanada ziehen. Im globalen Kampf um die besten Köpfe liegt Deutschland weit abgeschlagen hinten, und erst allmählich kapieren die Ghettoisten in dieser Gesellschaft, dass uns keineswegs Überfremdung droht, sondern vielmehr Vereinsamung. Wenn keiner mehr zu uns kommen will, wird dies angesichts einer schwindenden Bevölkerung und eines Mangels an qualifizierten Arbeitskräften katastrophale Folgen haben. Bald werden wir nur mehr mit acht Mann auf dem Feld stehen.

Aber wieso bietet der Fußball, so wie auch Musik und Tanz, eine egalitäre Spielfläche, auf der Einwanderer reüssieren können? Wieso haben in der jüngsten Folge der Castingshow Deutschland sucht den Superstar fast nur junge Einwanderer die Endrunde erreicht: Fady Maalouf, während des Bürgerkriegs im Libanon geboren, Monika Ivkic, die vor dem Bürgerkrieg aus Bosnien floh, Collins Owuso, aufgewachsen in Ghana, der Afrodeutschamerikaner Jermaine Alford, dazu Thomas Godoij, Stella Salato, Rania Zeriri. Der Berliner Tagesspiegel schrieb spöttisch schon von einem »Migrantenstadl«. Wieso fehlt es uns an führenden Politikern oder Topmanagern mit »Migrationshintergrund« (dieses Unwort muss so oft wie möglich an den Pranger gestellt werden)?

Liegt es etwa an irgendwelchen inhärenten Fähigkeiten, getreu dem Basketball-Motto: White men can’t jump (weswegen der weltbeste Spieler vergangenes Jahr ein gebürtiger Würzburger war)? Oder liegt es daran, dass Singen, Tanzen, Fußballspielen Tätigkeiten sind, die viel Talent, aber nicht sonderlich viel Bildung voraussetzen und damit traditionell Aufstiegschancen für eine Unterschicht bieten?

Mario Gómez ist ein Schwabe, dessen Vater aus Granada stammt, so wie die meisten spanischen Gastarbeiter der fünfziger und sechziger Jahre. Er ist doppelt verwurzelt, so wie José Oliver, der aus dem Schwarzwald stammt, wohin es seinen Vater als Hutmacher einst aus Andalusien zog, und der zu den sprachschöpferischsten deutschen Dichtern seiner Generation gehört. Doch während niemand je angezweifelt hat, dass Gómez laufen und schießen kann, haben es Autoren mit fremd klingenden Namen erheblich schwerer. Wieso können sie so gut Deutsch, wird oft gefragt. So als müsse Zauberei im Spiel gewesen sein. (Es ist kein großes Rätsel, wieso Deutsche, die ihre eigene Muttersprache radebrechen, den eloquenten Einwanderern misstrauen.) Fühlen sie sich eher als Spanier oder als Deutscher? Und ähnlich wie bei Barack Obama, dessen Vater Kenianer war und dem deshalb abwechselnd vorgeworfen wurde, er sei »zu schwarz« oder »zu wenig schwarz«, wird zuerst unterstellt, man habe keine Chance, weil man »Ausländer« sei, und wenn man es dann geschafft hat, wird gemunkelt, man verdanke den Erfolg einem Ausländerbonus. Eine nationale Literaturelf würde gegenwärtig einige Autoren mit multikultureller Prägung aufbieten.

Auffällig ist allerdings, dass kein einziger Deutschtürke für die deutsche Nationalmannschaft spielt. Das ist kein Zufall. Eine Reihe von begnadeten in Deutschland aufgewachsenen Fußballern, etwa die Altintop-Brüder, ziehen es vor, für die Türkei anzugreifen. Das entspricht den Ergebnissen einer Studie, die kürzlich festgestellt hat, dass 40 Prozent der deutschtürkischen Studenten nach ihrem Abschluss in die fremde Türkei zurückkehren wollen. Der Fußball bietet also auch eine Metapher für das Elend mit der Migration und Integration in unserem Land: jene Verschwendung von Talent, die in der Fachsprache human waste genannt wird.

In keiner Statistik wird diese menschliche Verschleuderung erfasst. Nachdem jahrzehntelang ein organisierter Unterschichtenimport stattgefunden hat, ist unsere Gesellschaft nicht einmal in der Lage, jene Menschen zu halten, die sich trotz schwieriger Umstände durchgeboxt haben und jene Bildung vorweisen können, deren Fehlen bei den Eingewanderten täglich beklagt wird. Man darf sich nicht wundern. Wer Mehmet heißt, hat es schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden, und neulich wurde publik, dass viele Akademiker mit fremdländisch klingenden Namen arbeitslos sind, obwohl in ihrer Branche Fachkräfte gesucht werden. Denn leider gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Fußball und dem Rest des Lebens. Für 90 Minuten können alle miteinander ihre Ressentiments und Engstirnigkeiten vergessen, doch kaum sind sie aus dem Stadion oder der Kneipe raus, finden sie sich in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft wieder, in der die Verteufelung des Fremden salonfähig geworden ist.

Ilija Trojanow, 1965 in Bulgarien geboren, floh mit seiner Familie 1971 nach Deutschland. Zuletzt erschien sein Roman »Der Weltensammler«

 
Leser-Kommentare
  1. Das "Fremde" wird nicht verteufelt - wenn etwas funktioniert kann es fremd sein oder nicht, es wird angenommen.Es zeigt sich deutlich im Artikel: den Autor stört das Wort "Migrationshintergrund" ... Natürlich kann man jetzt wieder neue Namen erfinden. Der Grund, dass das Wort irgendwie nicht gut klingt hat mit der Assoziation zu tun ... Migrationshintergrund wird vorzugsweise bei Arabern und Türken gesagt - weil man nicht Araber und Türken sagen will ... das hört sich nämlich noch schlechter an ... Einfach weil Araber und Türken nicht mit "Frieden", Bereicherung und Fortschrittlichkeit assoziiert werden. Und das zu Recht.Spanier, Italiener, Iren, Engländer ... da muss man z.B. nicht Migranten sagen, weil die Assoziation nicht so negativ ist.China - jedenfalls vor dem Erdbeben - wurde lange Jahre mit Mao und Reisfeldern assoziiert ... Durch große Leistungen hat sich das doch stark gewandelt. Jetzt denkt man an Autos.Die Menschen sind nicht so dumpf und sentimentbeladen, wie man gerne glaubt um sich selbst weltoffener zu fühlen.Sie sind nur ehrlich. (Anmerkung: Bitte versuchen Sie, Pauschalisierungen zu vermeiden. Die Redaktion/jk)

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    • Piotr1
    • 14.06.2008 um 22:47 Uhr

    "Einfach weil Araber und Türken nicht mit "Frieden", Bereicherung und Fortschrittlichkeit assoziiert werden. Und das zu Recht.""China - jedenfalls vor dem Erdbeben - wurde lange Jahre mit Mao und
    Reisfeldern assoziiert ... Durch große Leistungen hat sich das doch
    stark gewandelt. Jetzt denkt man an Autos."
    Fortschritt und Technisierung sind keine Kriterien für das Verstehen
    anderer Kulturen. Vorraussetzungen für ein gelungenes
    multiethnisches gesellschaftliches Modell sind: Akzeptanz, Interesse,
    Freude im Umgang mit allem was neu und fremd ist.

    Sie sagen : ... Einfach weil Araber und Türken nicht mit "Frieden", Bereicherung
    und Fortschrittlichkeit assoziiert werden. Und das zu Recht.Das ist eine Diskriminierung pur. Eine Hetze. Ein Ausländerhass, Türkenhass. Das was sie gesagt haben, werde ich Ihnen niemals verzeihen. Es gibt es Türken -mehr als sie denken - die sich hier integriert haben und sich wohlfühlen. Hier einfach leben wollen. Dieses Land ist ein Einwandewrungsland und kein Deutscheland. Sie müssen sich damit abfinden. ausserdem: Vieeeeeeeeeeeeeeeel wichtiger als deutsch ist die sprache englischg!!!!! Mal im Ernst. Wie sollen wir uns integrieren, wenn wir schon vom einfachtsen Bundesbürger, wie sie,  angegriffen und nazihaft diskriminiert werden? Meinen Sie, was sie oben im text geschrieben haben, dass wir zu einer gemeinschaft kommen können? (wie Überschrift entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe dieser Art. Die Redaktion/jk)Diesen Land werden wir nicht zum Frass geben, dass ist fest in unseren Händen!!!!Es ist vorbei......

    "Das "Fremde" wird nicht verteufelt - wenn etwas funktioniert kann es fremd sein oder nicht, es wird angenommen."Viele der von Ihnen verachteten Türken und arabischen Marokkaner haben ihr ganzes Leben viele Opel-Autos im Opel-Hauptwerk in Bochum gebaut. Ihre gebauten Autos haben funktioniert. Aber wie es aus sieht haben ihre fremde Leistung nicht angenommen. Nein nicht mal anerkannt. Aber natürlich Sie fahren kein Opel. oder?"Der Grund, dass das Wort irgendwie nicht gut klingt hat mit der Assoziation zu tun" Waaaaaaw was für Eerkenntnis. Aber jetzt kommt es:"... Migrationshintergrund wird vorzugsweise bei Arabern und Türken gesagt - weil man nicht Araber und Türken sagen will ..."Wirklich?!! Was? Sie können unterscheiden zwischen Türken, Arabern(Marrokaner , Sudanerser, Somalier, Syrer,Perser, Griechen, Armenier und und .. Große Leistung. Sie müssten bei Wetten Das auftreten. "das hört sich nämlich noch schlechter an ... Einfach weil Araber und Türken nicht mit "Frieden", Bereicherung und Fortschrittlichkeit assoziiert werden. Und das zu Recht."Das nenne ich eine Weisheit der Sachlichkeit mit Löffel gefressen: Google translation für die Welt:"... Simply because Arabs and Turks can't be associated with "peace", enrichment and progressiveness. And rightly so."Gilt das auch die jenigen die Vor dem Gesetz Deutsche türkischer oder arabischer Abstammung sind?? Ops!! Ihr Satz würde dann sicherlich schlimm klingen wenn man "Araber und Türken" mit "Deutsche" ersetzen würde. "Spanier, Italiener, Iren, Engländer ... da muss man z.B. nicht Migranten sagen, weil die Assoziation nicht so negativ ist."Sind Sie dann etwa Deutsche in Ihrem Augen, auch ohne deutschenen Pass? Das nenne ich Großzügig und tolerant."China - jedenfalls vor dem Erdbeben - wurde lange Jahre mit Mao und Reisfeldern assoziiert ... Durch große Leistungen hat sich das doch stark gewandelt. Jetzt denkt man an Autos"Aha!!Aber am meisten gefällt mir Ihren letzten Satz im K #20:"Es wird Zeit, daß wir unsere anerzogene Harmlosigkeit ablegen...".Dazu fehlen einem die Worte. Wie es aussieht hat er Gefallen gefunden auch bei der Redaktion, deswegen hier noch ein Strenchen von mir für Ihre Offenheit. Es tut mir sehr leid für Sie. Erhlich! Ich hoffe nur Sie sind nicht Lehrer von Beruf.   

    • Piotr1
    • 14.06.2008 um 22:47 Uhr

    "Einfach weil Araber und Türken nicht mit "Frieden", Bereicherung und Fortschrittlichkeit assoziiert werden. Und das zu Recht.""China - jedenfalls vor dem Erdbeben - wurde lange Jahre mit Mao und
    Reisfeldern assoziiert ... Durch große Leistungen hat sich das doch
    stark gewandelt. Jetzt denkt man an Autos."
    Fortschritt und Technisierung sind keine Kriterien für das Verstehen
    anderer Kulturen. Vorraussetzungen für ein gelungenes
    multiethnisches gesellschaftliches Modell sind: Akzeptanz, Interesse,
    Freude im Umgang mit allem was neu und fremd ist.

    Sie sagen : ... Einfach weil Araber und Türken nicht mit "Frieden", Bereicherung
    und Fortschrittlichkeit assoziiert werden. Und das zu Recht.Das ist eine Diskriminierung pur. Eine Hetze. Ein Ausländerhass, Türkenhass. Das was sie gesagt haben, werde ich Ihnen niemals verzeihen. Es gibt es Türken -mehr als sie denken - die sich hier integriert haben und sich wohlfühlen. Hier einfach leben wollen. Dieses Land ist ein Einwandewrungsland und kein Deutscheland. Sie müssen sich damit abfinden. ausserdem: Vieeeeeeeeeeeeeeeel wichtiger als deutsch ist die sprache englischg!!!!! Mal im Ernst. Wie sollen wir uns integrieren, wenn wir schon vom einfachtsen Bundesbürger, wie sie,  angegriffen und nazihaft diskriminiert werden? Meinen Sie, was sie oben im text geschrieben haben, dass wir zu einer gemeinschaft kommen können? (wie Überschrift entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe dieser Art. Die Redaktion/jk)Diesen Land werden wir nicht zum Frass geben, dass ist fest in unseren Händen!!!!Es ist vorbei......

    "Das "Fremde" wird nicht verteufelt - wenn etwas funktioniert kann es fremd sein oder nicht, es wird angenommen."Viele der von Ihnen verachteten Türken und arabischen Marokkaner haben ihr ganzes Leben viele Opel-Autos im Opel-Hauptwerk in Bochum gebaut. Ihre gebauten Autos haben funktioniert. Aber wie es aus sieht haben ihre fremde Leistung nicht angenommen. Nein nicht mal anerkannt. Aber natürlich Sie fahren kein Opel. oder?"Der Grund, dass das Wort irgendwie nicht gut klingt hat mit der Assoziation zu tun" Waaaaaaw was für Eerkenntnis. Aber jetzt kommt es:"... Migrationshintergrund wird vorzugsweise bei Arabern und Türken gesagt - weil man nicht Araber und Türken sagen will ..."Wirklich?!! Was? Sie können unterscheiden zwischen Türken, Arabern(Marrokaner , Sudanerser, Somalier, Syrer,Perser, Griechen, Armenier und und .. Große Leistung. Sie müssten bei Wetten Das auftreten. "das hört sich nämlich noch schlechter an ... Einfach weil Araber und Türken nicht mit "Frieden", Bereicherung und Fortschrittlichkeit assoziiert werden. Und das zu Recht."Das nenne ich eine Weisheit der Sachlichkeit mit Löffel gefressen: Google translation für die Welt:"... Simply because Arabs and Turks can't be associated with "peace", enrichment and progressiveness. And rightly so."Gilt das auch die jenigen die Vor dem Gesetz Deutsche türkischer oder arabischer Abstammung sind?? Ops!! Ihr Satz würde dann sicherlich schlimm klingen wenn man "Araber und Türken" mit "Deutsche" ersetzen würde. "Spanier, Italiener, Iren, Engländer ... da muss man z.B. nicht Migranten sagen, weil die Assoziation nicht so negativ ist."Sind Sie dann etwa Deutsche in Ihrem Augen, auch ohne deutschenen Pass? Das nenne ich Großzügig und tolerant."China - jedenfalls vor dem Erdbeben - wurde lange Jahre mit Mao und Reisfeldern assoziiert ... Durch große Leistungen hat sich das doch stark gewandelt. Jetzt denkt man an Autos"Aha!!Aber am meisten gefällt mir Ihren letzten Satz im K #20:"Es wird Zeit, daß wir unsere anerzogene Harmlosigkeit ablegen...".Dazu fehlen einem die Worte. Wie es aussieht hat er Gefallen gefunden auch bei der Redaktion, deswegen hier noch ein Strenchen von mir für Ihre Offenheit. Es tut mir sehr leid für Sie. Erhlich! Ich hoffe nur Sie sind nicht Lehrer von Beruf.   

  2. 2. Danke!

    Schön formuliert und auf den Punkt gebracht - und mit "Ghettoisten" einen, zumindest mir, neuen Begriff und anschaulichen Begriff geprägt.

  3. Die unechten Deutschen dürfen unterhalten, die Führungspositionen bekommen sie nicht. Dafür sorgt das deutsche Bildungssystem, hier wird fein säuberlich unter Wahrung der Stände selektiert. 

    • Piotr1
    • 14.06.2008 um 22:33 Uhr

    Genau
    davon handelt der Artikel von Ilija Trojanow. Die Einstellung gegenüber
    Klichees und Stereotypen, die seit Jahrzehnten in Deutschland
    vorherrschen. Alles was aus Amerika oder England oder Frankreich kommt
    ist gut,  weil es das Klichee so will. Alles was aus der Türkei oder
    aus den arabischen Ländern kommt ist schlecht, weil es das Klichee so
    will. Die Dynamik der stereotyp-beladenen Denkweise verdrängt die
    Rationalität und Besonnenheit des menschlichen Urteilvermögens. Man
    verschliesst sich automatisch gegenüber neuen Erkenntnissen, indem man
    vorgefertigte Meinungen akzeptiert. Was fehlt ist die kritische
    Auseinandersetzung mit der eigenen verkrusteten
    Haltung. Jede Kultur stellt eine Bereicherung für ein Land dar, weil
    sie immer etwas Neues und Frisches zu bieten hat. Eine Kultur
    akzeptieren und sie wilkommen heissen, ist ein großer Vorteil. Zumal es
    heute so schwer geworden ist in Deutschland eine Kommunikationsebene zu
    finden auf der diese vielen interessanten Menschen die Möglichkeit hätten zur Sprache zu kommen.

    • Piotr1
    • 14.06.2008 um 22:47 Uhr

    "Einfach weil Araber und Türken nicht mit "Frieden", Bereicherung und Fortschrittlichkeit assoziiert werden. Und das zu Recht.""China - jedenfalls vor dem Erdbeben - wurde lange Jahre mit Mao und
    Reisfeldern assoziiert ... Durch große Leistungen hat sich das doch
    stark gewandelt. Jetzt denkt man an Autos."
    Fortschritt und Technisierung sind keine Kriterien für das Verstehen
    anderer Kulturen. Vorraussetzungen für ein gelungenes
    multiethnisches gesellschaftliches Modell sind: Akzeptanz, Interesse,
    Freude im Umgang mit allem was neu und fremd ist.

    Antwort auf "Fehlanalyse."
    • lef
    • 14.06.2008 um 23:34 Uhr

    ist kulturell interessant - und dieses Interesse war mal fast übergroß..Nach jetzt über 3 Jahrzehnten ist manche Kultur hier alt und immer noch fremd.Sehr sogar und zunehmend fremder.Tut mir leid - da erlahmte auch mein Interesse irgendwann.Z.B. dann, wenn jetzt wieder türkische Gymnasiastenbanden mit rotem Halbmond auf deren Nationalfahnen grölend durch unser Gymnasium tröten - es nervt nur noch.(auf der Straße hat man sich daran ja schon gewöhnt)Aber es gibt andere Kulturen - auch schon seit langer Zeit hier.Chinesische z.B.: Still, intelligent und immer noch aufregend interessant.Es geht also sehr wohl auch anders.Das Seltsame ist, dass der Artikel allen Ernstes Zuwanderung damit gutheißt, dass ja ein (zwar nur SEHR kleiner!) Anteil ja recht positiv wirkt.Also: Viele (alle?) reinlassen, statistisch sind dann einige Fußballprofis dabei.Irgendwie - meine ich - stimmt da etwas an dieser Rechnung nicht....

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    (entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen dieser Art. Die Redaktion/jk)

    (entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen dieser Art. Die Redaktion/jk)

  4. Guter Artikel, nur leider die Einleitung hinkt. Wir müssen und sowohl über unseren Sturm mit Migrationshintergrund Sorgen machen! Weil außer den 3 Toren war Podolski auch eher unpräsent! Von Klose, Gomez und Kurany ganz zu schweigen..."Wir wollten uns geistig duellieren, aber du kamst ohne Waffen!"

  5. 8. (...)

    Sie sagen : ... Einfach weil Araber und Türken nicht mit "Frieden", Bereicherung
    und Fortschrittlichkeit assoziiert werden. Und das zu Recht.Das ist eine Diskriminierung pur. Eine Hetze. Ein Ausländerhass, Türkenhass. Das was sie gesagt haben, werde ich Ihnen niemals verzeihen. Es gibt es Türken -mehr als sie denken - die sich hier integriert haben und sich wohlfühlen. Hier einfach leben wollen. Dieses Land ist ein Einwandewrungsland und kein Deutscheland. Sie müssen sich damit abfinden. ausserdem: Vieeeeeeeeeeeeeeeel wichtiger als deutsch ist die sprache englischg!!!!! Mal im Ernst. Wie sollen wir uns integrieren, wenn wir schon vom einfachtsen Bundesbürger, wie sie,  angegriffen und nazihaft diskriminiert werden? Meinen Sie, was sie oben im text geschrieben haben, dass wir zu einer gemeinschaft kommen können? (wie Überschrift entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe dieser Art. Die Redaktion/jk)Diesen Land werden wir nicht zum Frass geben, dass ist fest in unseren Händen!!!!Es ist vorbei......

    Antwort auf "Fehlanalyse."
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    Äußerungen wie diese hier:  "Dieses Land ist ein Einwandewrungsland und kein Deutscheland. Sie müssen sich damit abfinden." oder jene hier: "Diesen Land werden wir nicht zum Frass geben, dass ist fest in unseren Händen!!!! Es ist vorbei......" werden nicht unbedingt dazu beitragen, meine Vorbehalte gegen die massenhafte Zuwanderung abzubauen, vielmehr fühle ich mich in meiner Meinung, dass es hier zu viele integrationsresistente Personen gibt, geradezu bestärkt. Noch leben wir ja in einer Demokratie und noch haben wir die Möglichkeit, durch ein Kreuzchen am rechten Fleck (haha, kleiner Wortwitz) Zustände, wie Sie sie an die Wand malen, zu verhindern.

    Sie machen doch mit Ihrem Kommentar recht deutlich, warum mehr Deutsche Ressentiments gegen Einwanderer mit muslimischen Migrationshintergrund bekommen. Im Grunde zählen sie zu den Helfershelfern eines Erdogan, der in Deutschland mit unverhohlen Machtansprüchen auftritt, seine willigen Landsleute hierzulande als politische Verfügungsmasse gebraucht. Sie erinnern sich sicherlich an seinen Spruch über Minarette, den ich mir hier zu zitieren erspare.Wir Deutschen haben aus historischen Gründen vorzugsweise bildungsferne Schichten nach Deutschland geholt, und wundern uns nun, wie unser Verfasser, warum so wenige von ihnen reüssieren.Tja, hätte man hier schon beizeiten die Qualifikationen angelegt, wie es  klassische Einwanderungsländer wie die USA usw. schon lange exerzieren, würde uns diese Diskussion jetzt und viel Leid und Konflikte, hoffentlich keine blutigen, in der Zukunft erspart werden.Aber der Zug ist nun schon längst abgefahren.

    Äußerungen wie diese hier:  "Dieses Land ist ein Einwandewrungsland und kein Deutscheland. Sie müssen sich damit abfinden." oder jene hier: "Diesen Land werden wir nicht zum Frass geben, dass ist fest in unseren Händen!!!! Es ist vorbei......" werden nicht unbedingt dazu beitragen, meine Vorbehalte gegen die massenhafte Zuwanderung abzubauen, vielmehr fühle ich mich in meiner Meinung, dass es hier zu viele integrationsresistente Personen gibt, geradezu bestärkt. Noch leben wir ja in einer Demokratie und noch haben wir die Möglichkeit, durch ein Kreuzchen am rechten Fleck (haha, kleiner Wortwitz) Zustände, wie Sie sie an die Wand malen, zu verhindern.

    Sie machen doch mit Ihrem Kommentar recht deutlich, warum mehr Deutsche Ressentiments gegen Einwanderer mit muslimischen Migrationshintergrund bekommen. Im Grunde zählen sie zu den Helfershelfern eines Erdogan, der in Deutschland mit unverhohlen Machtansprüchen auftritt, seine willigen Landsleute hierzulande als politische Verfügungsmasse gebraucht. Sie erinnern sich sicherlich an seinen Spruch über Minarette, den ich mir hier zu zitieren erspare.Wir Deutschen haben aus historischen Gründen vorzugsweise bildungsferne Schichten nach Deutschland geholt, und wundern uns nun, wie unser Verfasser, warum so wenige von ihnen reüssieren.Tja, hätte man hier schon beizeiten die Qualifikationen angelegt, wie es  klassische Einwanderungsländer wie die USA usw. schon lange exerzieren, würde uns diese Diskussion jetzt und viel Leid und Konflikte, hoffentlich keine blutigen, in der Zukunft erspart werden.Aber der Zug ist nun schon längst abgefahren.

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