DIE ZEIT: Herr Romer, wie alt sind Ihre Kinder?

Georg Romer: Ein Sohn ist 14, die Tochter 16. Der Jüngste ist 2.

ZEIT: Haben die Zugang zu Medien?

Romer: Natürlich. Die beiden Großen haben einen Computer. Der Fernseher steht bei uns im Wohnzimmer, wo mein Sohn eine Stunde am Tag seine Videokonsole benutzen darf. Wenn der Kleine sich im Wohnzimmer aufhält, bleibt der Fernseher aus.

ZEIT: Und wie halten Sie es auf der kinderpsychiatrischen Station mit Ihren jungen Patienten?

Romer: Auf unseren Stationen leben Kinder zwischen 10 und 17 Jahren. Jeder muss tagsüber sein Handy abgeben, nur abends dürfen sie nach dem Abendessen mit ihren Handys telefonieren. Fernsehen und bestimmte Computerspiele sind erlaubt, allerdings sind die Bildschirmzeiten klar geregelt.

ZEIT: Sie sind gegen ein Medienverbot für Kinder?