Medienkonsum
Vorbild Winnetou
Kinder, die ihre Zeit in Medienwelten verbringen, versäumen das reale Leben, warnt der Hamburger Therapeut Georg Romer
DIE ZEIT: Herr Romer, wie alt sind Ihre Kinder?
Georg Romer: Ein Sohn ist 14, die Tochter 16. Der Jüngste ist 2.
ZEIT: Haben die Zugang zu Medien?
Romer: Natürlich. Die beiden Großen haben einen Computer. Der Fernseher steht bei uns im Wohnzimmer, wo mein Sohn eine Stunde am Tag seine Videokonsole benutzen darf. Wenn der Kleine sich im Wohnzimmer aufhält, bleibt der Fernseher aus.
ZEIT: Und wie halten Sie es auf der kinderpsychiatrischen Station mit Ihren jungen Patienten?
Romer: Auf unseren Stationen leben Kinder zwischen 10 und 17 Jahren. Jeder muss tagsüber sein Handy abgeben, nur abends dürfen sie nach dem Abendessen mit ihren Handys telefonieren. Fernsehen und bestimmte Computerspiele sind erlaubt, allerdings sind die Bildschirmzeiten klar geregelt.
ZEIT: Sie sind gegen ein Medienverbot für Kinder?
Romer: Fernsehen, Videospiele und Internet können süchtig zu machen. Manche Bilder sind sogar darauf angelegt. Kinder müssen lernen, damit umzugehen und Maß zu halten. Das ist wie beim Alkohol, den kann man kaufen, aber man muss damit umgehen lernen.
ZEIT: Wie gefährlich sind die medialen Einflüsse auf Kinder?
Romer: Der Zusammenhang von Gewaltbereitschaft und gewaltverherrlichenden Videospielen ist gut belegt. Allerdings nur als statistisches Phänomen. Welches Kind gewalttätig werden wird und welches nicht, lässt sich nicht vorhersagen. Wir wissen aber, dass durch eine Überflutung mit medialen Bildern massiv in die Kartografie der Kindergehirne eingegriffen wird. Insbesondere Kinder im Grundschulalter müssen vor medialer Reizüberflutung geschützt werden. Zur Abwendung von Gefahren müssten wir die freie Marktwirtschaft zum Beispiel bei Internet oder Computerspielen stark einschränken. Beim Schutz vor pornografischen Bildern gibt es einen breiten Konsens in der Gesellschaft. Bei Killerspielen und Gewaltfilmen müssten die gleichen Schutzmaßnahmen greifen. Gefährdet sind vor allem sozial randständige Kinder; deren Probleme – Einsamkeit oder soziales Versagen – vervielfältigen sich durch den Medienkonsum. Die psychische Verelendung einer kleinen Minderheit nimmt seit einigen Jahren exzessiv zu.
ZEIT: Warum werden vor allem Jungen süchtig nach solchen Spielen?
Romer: Jungs sind von Natur aus wettkampforientiert, suchen die Auseinandersetzung. Aber das ist gesellschaftlich nicht mehr gewünscht. Jede Rangelei auf dem Schulhof ist heute ein Fall für den Psychologen. Frühere literarische Vorbilder wie Mark Twains Tom Sawyer oder der Lausbub Ludwig Thoma wären heute Fälle für die Kinderpsychiatrie. Also verlegen die Jungs ihre Wettkämpfe in virtuelle Welten. Auch auf der Suche nach erwachsenen Vorbildern haben es Jungs heute wesentlich schwerer als Mädchen, denen die verschiedensten Rollenmodelle offenstehen, die Erwachsenen ermutigen praktisch jeden Weg mit dem Signal »Prima, Mädchen«. Jungs dagegen müssen sich zwischen den Stoppschildern »Vorsicht Macho!« und »Vorsicht Weichei!« durchlavieren, positive Signale im Sinne von »Prima, Junge« sind eher selten. Jungs, die in Computerspiele fliehen, sind in ihrer Männlichkeitsrolle verunsichert.
ZEIT: Wo sollen die Vorbilder herkommen?
Romer: Früher war zum Beispiel Winnetou ein Vorbild für uns Jungs mit großer Faszinationskraft, besonders durch die filmischen Bilder mit dem unvergesslichen Pierre Brice. Er war beherrscht, ruhig und tapfer. Treu, ein guter Freund, ein richtiger Mann. Kein unreifer Macho, sondern ein Typ mit innerer Tiefe. Es gibt immer noch positive männliche Vorbilder – in der Popkultur, aber vor allem im Sport: Klinsmann zum Beispiel, ein Mann, der unbeirrt seinen Weg geht, aber es mit seinem Teamgeist auch versteht, seine Mannschaft und die ganze Nation mitzureißen. Ich halte Sport für eine gute Alternative zur Bildschirmflut. Spielerischer Wettkampf statt Bildschirmkrieg. Medien können zum Ersatzbedürfnis werden, wenn das primäre Bedürfnis – wie die Begegnung mit anderen Kindern – nicht erfüllt wird. Die Gefahr sehe ich weniger in der Frage, was die Kinder in den künstlichen Welten erleben, als vielmehr darin, was sie in der Zeit, die sie vor dem Bildschirm sitzen, nicht erleben. Sie versäumen echte, beziehungsstiftende Erlebnisse.
ZEIT: Stiftet nicht auch Chatten Beziehung?
Romer: Wir leben in einer Innovationskultur, also einer Antitraditionskultur. Ständig gibt es neue Entwicklungen. Deshalb ist es eine Gesetzmäßigkeit, dass die Jungen sich Rituale und Gewohnheiten schaffen, bei denen die Alten nicht mitkommen. Ich weiß noch, wie entsetzt meine Mutter war, als ich Comics las: Zack!, Puff!, Dong!. Sie befürchtete eine entsetzliche sprachliche Verarmung. Von Rock ’n’ Roll, Heavy Metal, Punk und dergleichen waren Eltern ähnlich entsetzt. Die Teenies denken sich immer neue Kulturen aus und neue Begegnungsräume – derzeit sind das Chatrooms –, durch die sie untereinander verbunden sind und zu denen die Elterngeneration keinen Zutritt haben soll. Die Gefährdungen, die von solchen Räumen ausgehen, zu begrenzen ist trotzdem Aufgabe der Erwachsenen.
ZEIT: Und was halten Sie von menschlicher Nähe durchs Handy?
Romer: Das Dauerquasseln, das Überhandnehmen der Flatrates bedeutet doch nur, dass die sozialen Bindungen zu anderen nichts mehr wert sind. Nur ein Kleinkind muss seine Mutter stets verfügbar haben; wird der Mensch erwachsen, erlebt er, dass Beziehungen umso verlässlicher tragen, wenn man sich nicht in einem fort sieht. Dass sie in der Tiefe der Seele über längere Zeit nachwirken müssen. Deshalb suchen die Menschen sich Symbole, Ringe zum Beispiel, um ihre Zusammengehörigkeit auch in der Trennung zu spüren. Das geht durch eine dauernde akustische Verbindung verloren, wobei die Gespräche zwangsläufig verflachen. Zur Beziehungsfähigkeit eines Menschen gehört, dass er die Verbindung zu anderen in seinen Gedanken, seinem Innenraum stabil halten kann, ohne dauernd online zu sein. Und auf die Tragfähigkeit von Beziehungen ist unsere globalisierte Gesellschaft extrem angewiesen.
Die Fragen stellte Sabine Rückert .
Lesen Sie zu dem Thema das Dossier in der ZEIT Nr. 25: Verloren in der virtuellen Welt. Von Stephan Lebert, Sabine Rückert und Stefan Willeke
- Datum 12.6.2008 - 04:25 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 12.06.2008 Nr. 25
- Kommentare 16
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Ich finde es lächerlich, wie immer wieder die Ursache für Aggressivität und soziale Fehlentwicklungen bei Kindern auf "die Medien" zurückgeführt wird. Wenn Eltern ihre Kinder stunden- und tagelang nur vor den Fernseher setzen ohne nennenswert mit ihnen zu kommunizieren - ist dann das Fernsehen schuld, oder die Eltern? Genauso verhält es sich doch bei den sogenannten "Killerspielen". Wenn Eltern (oder der Rest des sozialen Umfeldes) dafür sorgen, dass ein Kind eine vernünftige soziale Wertentwicklung erfährt, dann werden diese auch durch einen Shooter nicht zum amoklaufenden Menschenfeind."Der Zusammenhang von Gewaltbereitschaft und gewaltverherrlichenden Videospielen ist gut belegt."Das ist zweifelsohne richtig, jedoch wird mit dieser Aussage immer wieder versucht zu implizieren, dass Gewaltbereitschaft durch gewaltverherrlichende Spiele und Filme hervorgerufen wird. Und diesen Beleg gibt es mitnichten - im Gegenteil, erst vor kurzem wurde in der Zeit über eine Studie berichtet, die ausdrücklich feststellt, dass der "Konsum von Gewalt" nicht als Ursache für einen Anstieg von Aggressivität ausgemacht werden kann.(http://www.zeit.de/online/2008/21/killerspiele-interview)ZEIT online: Also nehmen solche Spiele keinen Einfluss auf das Verhalten von Kindern?Salisch: In der untersuchten Altersgruppe nicht. ZEIT online: Es gibt aber eine Vielzahl an Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen Computerspielen und Gewalt sehen. Salisch: Das erklärt sich durch die gewählte
Untersuchungsmethode. Ein Zusammenhang zwischen Aggressivität und
gewalthaltigen Spielen existiert auch in unserer Studie. Bei einer
einmalig durchgeführten Querschnittstudie zum Beispiel können Sie nur
sehen, dass es eine Korrelation zwischen Gewalt und Spiel gibt.
Wirkungen lassen sich aber nur in Längsschnittstudien nachweisen. Ich bin auch der Meinung, dass hier ein neuer gesamtgesellschaftlicher Konsens nötig wäre, allerdings meine ich nicht Verbote von gewalttätigen medialen Inhalten betreffend, sondern die Tatsache, dass Kinder eben nicht nur Nahrung und Spielzeug brauchen, sondern vor allem auch Zeit, die sich die Eltern persönlich für sie nehmen müssen - nicht am Telefon, sondern im direkten Kontakt. Das bedeutet zwar ein bißchen mehr Engagement als eine Unterschrift unter eine Petition gegen Killerspiele, stellt allerdings im Gegensatz zu letzterer nicht nur ein Strohfeuer dar sondern bietet eine nachhaltige Lösung.
… ist es eine Frage der Erziehung und damit verbunden die
des Menschenbildes, also desjenigen, was junge Menschen zu ihrer Entwicklung
bedürfen. Insofern sind Eltern gefordert.Nur sind Eltern heutiger Tage selbst schon Opfer der
Medienvöllerei und dadurch oftmals gar nicht mehr in der Lage,
verantwortungslos mit Medien umzugehen. Die Medien tragen insofern die Verantwortung mehr und mehr,
nämlich nicht mehr alles das als sendbar zu verwirklichen, was an Bildern
machbar ist. Insbesondere gilt die für die öffentlich-rechtlichen Sender, die
immerhin einen Bildungsauftrag haben. Die Tatsache, daß Eltern der zweiten, dritten und vierten
Fernsehgeneration den verantwortlichen und diätetischen Umgang mit Fernsehen
nicht mehr beherrschen, zeigt doch wohl deutlich auf, wie Fernsehen abstumpfend,
verblödend und auch verrohend seine Wirkung entfaltet hat und weiter entfaltet!.Es möge nützen!
Herzlichst Ihr
GEBE
Ich denke, daß halt die "virtuellen Welten", ob nun Computerspiele oder die Glotze abstumpfen. Beim Bücherlesen muß man noch seine Phantasie einschalten und sich selber vorstellen, wie die Prärie aussieht, durch die Winnetou mit seinem Kumpel Alte Schmetterfaust reitet. Deswegen werden heutzutage rel. wenig Bücher von den jungen Leuten gelesen; in der Glotze und im Computerspiel wird einem ja alles brühwarm und bequem serviert. Was halt heute vielerorts auch fehlt, sind "soziale Bindungen".Wieviel kleine Kerle haben heutzutage noch "beste Freunde" außerhalb von Zweckgemeinschaften (Schule, Vereine, gleiche Computerspielinteressen)?(Gilt für Mädels ähnlich, nur können die Damen ja selber antworten*g*)Und da macht(e) man halt auch seine Erfahrungen, lernte seine (körperlichen) Grenzen kennen, machte nat. auch Blödsinn und ab und an kampelte man auch miteinander rum. Heutzutage wird ein Teil der Kinder ignoriert und ruhiggestellt durch "Medien", ein anderer Teil wird sosehr mit übertriebener Zuneigung und Krams überschüttet, ohne Grenzen zu setzen, auf die Einhalt von Regeln zu achten, sodaß jene einfach nur im wahrsten Sinne des Wortes a-sozial werden. Soziale Krüppel.Das mit Tom Sawyer und Thoma in der Klapse würde heutzutage wirklich passieren.Aber bei ebenjenen Figuren kommt ja rüber, daß die "vom Herzen her" Gutes tun wollen; denen aber auch die Freiheit bleibt, Blödsinn zu machen und jene dafür dann auch gradestehen!
"Flüchten" Kinder in die virtuelle Welt? Oder brauchen sie nur ein Mindestmaß an geistiger Herausforderung auf einem geistigen Mindestniveau, wie es die Pädagogik und die von ihr abhängige Erziehung seit langem nicht mehr haben?
Das Computer-Programm wirkt durch SOG, die Pädagogik versucht es immer noch nur mit DRUCK, immer mehr hochperfektioniertem, immer raffinierterem DRUCK. Sie weiß gar nicht mehr, was SOG ist. Auch das Wort GEIST kommt in der modernen Pädagogik nicht mehr vor. Sie konstruiert immer noch perfektere Schablonen, für die man immer noch unnatürlicher werden muss, um hineinzupassen. Dass man damit GEIST, der sich entfalten, aufrichten, wachsen, bewähren und geachtet werden will, nicht locken sondern nur vergraulen kann, sollte an sich ein Blinder sehen. Es ist kontraproduktiv, diese Künstlichkeit immer noch perfekter zu konstruieren und dann die dadurch provozierten Aversionen als immer noch mehr neue Krankheiten zu etablieren.
GEIST bräuchte es, GEIST, der die plumpen Erdrückungsversuche einstellt und sich was einfallen lässt, was ZIEHT. Eine neue Ich-kann-Schule statt der alten Du-musst-Schule, eine Herausforderung der ORIGINALEN Entwicklung statt der erpressten Einfügung in alte Schablonen. Statt Unterrichtsvollzugsbeamten als verlängertem Arm der Staatsgewalt souveräne, geistvolle Herausforderer lebendiger Entwicklung. Leider nur ein frommer Wunsch, solange eine Maschine geistreicher herausfordern kann als ein Mensch mit Abitur + Hochschulstudium. Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe, Deutsches Coué-Institut
… ist es eine Frage der Erziehung und damit verbunden die
des Menschenbildes, also desjenigen, was junge Menschen zu ihrer Entwicklung
bedürfen. Insofern sind Eltern gefordert.Nur sind Eltern heutiger Tage selbst schon Opfer der
Medienvöllerei und dadurch oftmals gar nicht mehr in der Lage,
verantwortungslos mit Medien umzugehen. Die Medien tragen insofern die Verantwortung mehr und mehr,
nämlich nicht mehr alles das als sendbar zu verwirklichen, was an Bildern
machbar ist. Insbesondere gilt die für die öffentlich-rechtlichen Sender, die
immerhin einen Bildungsauftrag haben. Die Tatsache, daß Eltern der zweiten, dritten und vierten
Fernsehgeneration den verantwortlichen und diätetischen Umgang mit Fernsehen
nicht mehr beherrschen, zeigt doch wohl deutlich auf, wie Fernsehen abstumpfend,
verblödend und auch verrohend seine Wirkung entfaltet hat und weiter entfaltet!.Es möge nützen!
Herzlichst Ihr
GEBE
Selbstverständlich muß es heißen: "... gar nicht mehr in der Lage,verantwortungs(los)vollmit Medien umzugehen."
Man kann ja mal versuchen, folgenden Gedanken nachzugehen, die mit dem eigentlichen
Sehvorgang und seiner Bedeutung auf die seelische, psychische Entwickliung zu tun haben.Diskussionen in Bezug auf Fernsehen führen ja häufig in
erster Linie dazu, daß gestritten wird über den Sinn oder Unsinn einzelner Fernseh-Genres. Genres und Inhalte sind jedoch sekundär. Primär kommt es auf den Sehvorgang selbst an und auf das, was er beim Fernsehen mit sich bringt.Versucht man mal den Sehvorgang vollkommen unideologisch zu betrachten, so stellt man als aller erstes fest: Es wird der
Sehvorgang, das eigentliche Betrachten und sich ein Bild machen korrumpiert. Er wird dadurch korrumpiert,
daß eine Selbstbestimmung in der Betrachtung, insbesondere im eigenen Wollen, beispielsweise in
Bezug auf die Verweildauer zu Szenen, auf Begrenztheit des Szenariums, der Betrachtungsfläche und Ebene (der Beaobachtungsraum, gleichsam der Betrachtungshorizont ist beschränkt) vollkommen beeinträchtigt.Man ist einem starken, die Passivität förderlichen Reizreaktionsschema ausgesetzt und unterworfen, ohne
Möglichkeiten der aktiven Entscheidung und Einflußnahme im Betrachten und im Anschauen. (Betrachten und Anschauen verkommen zum reinen Gucken und eben Glotzen.)Was besonders Kinder aber auch Jugendliche angeht, so ist damit
eine Konditionierung, man könnte auch klarer sagen: eine Dressur gegeben, die das
Üben der persönlichen Integrität, die eigentliche Selbstbestimmung und das
eigene Wollen zur Abgewöhnung bringt!Johann Wolfgang von Goethe:Zum Sehen geboren,Zum Schauen bestellt,Dem Turme geschworenGefällt mir die Welt.
Ich blick' in die Ferne,Ich seh' in der Näh'Den Mond und die Sterne,Den Wald und das Reh.
So seh' ich in allenDie ewige Zier,Und wie mir's gefallen,Gefall' ich auch mir.
Ihr glücklichen Augen,Was je ihr gesehn,Es sei, wie es wolle,Es war doch so schön!
.Es möge nützen!
Herzlichst Ihr
GEBE
Der Vorgang des physischen Sehens ist zudem ein nach Außen gerichteter, während das Hören ein nach Innen gerichteter Vorgang ist.
Kinder, die übermäßig sehen und zuwenig hören oder lesen, lernen nicht, ihre Konzentration zu sammeln und den Geist auf eine Sache zu lenken.
Wenn wir fernsehen, dann ist auch unser Geist, bzw. der Fokus unserer Aufmerksamkeit fern von uns selbst und springt mit jedem Bildschnitt wild durch Raum und Zeit.
Wenn wir zuhören, dann sind wir ganz bei uns selbst und können deshalb viel besser aufnehmen und verinnerlichen.
Wie schreibt GEBE immer so schön:
Es möge nützen
RudraChakrin
Selbstverständlich muß es heißen: "... gar nicht mehr in der Lage,verantwortungs(los)vollmit Medien umzugehen."
Klar sollte allen sein das das blinde Konsumieren von Medien Inhalten nicht grad zum geistigen Höhenflug anregt. Nur wenn mal wieder neue Experten fordern das die Kinder von den Medien ( Schalplatte / Radio / Comiks / Fernsehen / Killerspiele / Internett [ je nach Zeit ]) erlöst werden sollen, könnes sie die Frage wohin mit den kinder auch nicht beantworten. Sehen wir uns doch ein mal unsere Statte ohne Medien an. Was bleibt dann noch über ? Geschossene Bibloteken weil Schulen sparen müssen. Spielplätze die für kleinere kinder noch ok sind aber sollen 14-18 jährige mit rutsche und Schaukel auskommen ? Wo sind denn all die alternativ Angebote zu denn Kinder hingehen können ohne wieder in dei welt der Medien zu kommen ? Die disko schaft nur wieder neue Hörshäden und läst en Wuntsch nach Musik aufkommen also MTV ankuken. Kino fällt schon mal wegen Filmen komplett aus. Fusballspielen wäre eine lösung nut auf welchen Plätzen ? Wo heut schon oft die angebote reichlich klein ausgelegt sind und reichlich schlecht gewartet werden sollen dann auch noch Massen von Kindern beschäftigt werden ? Ohne das sie immer eld für Bezahlteeinrichtungen haben sonder ihre Freizeit ja ohne Geldsorgen verbringen sollen ? Wann fangen Experten endlich an zu begreifen das Kinder schon angebote annehmen würden wenn sie denn da wären, und das das nicchtstun auch ein Zeichen dafür ist das die ofiziellen Freizeitangebote ebend nicht mehr im mindesten Konkurentzfähig sind. Komischerweise sieht man auf Abenteuerspielplätzen auf den Dörfern imer viele kinder denen das sehr gut gefällt, solange sie ordentlich gewarted werden. Wenn sie dann nach Jahren vo Gemeinden meinten am Unterhaltungskosten zu paren eher Holtzabfall Sammelbeken gleichen, kommt auch ei den Kleinen der grosse Spielspass nicht mehr auf. wir sollten aufhören darüber zu forschen was angeblich daran schuld sein soll, und lieber anfangen alternative Anbegote aufzubauen die der Entwiklung entgegewirken können.
"Die Medien" gehören zur heutigen Wirkllichkeit wie das tägliche Brot (oder der tägliche Snack). Das betrifft aber nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sondern gerade die Erwachsenen (ich erinnere nur an die Millionen blind durch die Gegend irrenden Handy-Autisten, die mit allem Möglichen verbunden sind, nur nicht mit dieser Welt).
Worauf es also ankommt, ist, dass die Kinder frühzeitig einen "kompetenten" Umgang mit der virtuellen Welt lernen, dass sie die eigenen Bedürfnisse in bezug auf Medien erkennen und kontrollieren, dass sie ein Bewusstsein für deren Gefahren und Möglichkeiten entwickeln. Alles andere ist ein gesellschaftliches (oder soll ich sagen: politisches) Problem. Das heißt: Wenn Gewalt in der Gesellschaft keinen rechtmäßigen Platz hätte (also nicht toleriert würde), dann müssten wir uns um Jugendliche, die ihre "virtuelllen" Ballerspiele in die "Realität" übertragen (d. h. "in echt" handgreiflich werden) keine Sorgen machen. Aber wo Gewalt eine alltägliche REALE Erfahrung ist, da ist das Gejammer über gewaltverherrlichende oder -verharmlosende Medien pure Heuchelei.
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