Wir beginnen mit dem Einfachsten, der täglich misshandelten Salatsauce, auch Vinaigrette genannt. Ihr Hauptbestandteil ist Öl, in diesem Fall Olivenöl, weil es für uns Europäer am besten mit rohem Gemüse harmoniert.

Dennoch bestimmt nicht das Öl den Charakter einer Salatsauce, sondern der Essig. Denn die Unterschiede der Essigsorten sind markanter als die der Öle. Rot- und Weißweinessig, Sherry- und Apfelessig, Balsamico-Essige von süß bis säuerlich, Kräuteressige, diverse Obstessige – jede Sorte hat ihre Eigenart und entsprechenden Einfluss auf das Aroma einer Vinaigrette. Pfiffige Hausfrauen schütten alle Zutaten in ein Marmeladenglas mit Schraubdeckel und schütteln es wie einen Mixbecher. Geht auch.

Immer aber sollte das Öl als letzte Zutat hinzugefügt werden, weil es um alle anderen Bestandteile einen schützenden Film bildet, der das jeweilige Aroma gefangen hält. Und immer wird eine Salatsauce erst in letzter Minute über den Salat gegossen!

Verfeinerungen: 1 oder 2 hart gekochte Eigelb im Essig zerdrücken. Das Eiweiß klein hacken und dazugeben. Ebenfalls klein hacken kann man Sardellenfilets. Oder entkernte Oliven. Zerkrümelter Fetakäse ist eine ideale Zugabe, auch Parmesanspäne. Schließlich sollte die Zwiebel nicht übergangen werden. Aber bitte nur in Form sehr klein gehackter Schalotten! Auch Knoblauch hat, in geringer Menge, seine Berechtigung in einer Vinaigrette.

Zutaten für 4 Portionen:

2 TL Essig
1 Prise Salz
Pfeffer aus der Mühle
½ TL scharfer Senf
6 TL Olivenöl

Zubereitung: