EM 2008 »Ich habe dieses Podolski-Gefühl«

Wenn der Schriftsteller Feridun Zaimoglu »wir« sagt, dann meint er die deutsche Mannschaft. Ein Gespräch über Fußball als Gradmesser der Integration

DIE ZEIT: Wenn man sich dieser Tage den EM-Jubel in den deutschen Großstädten ansieht, könnte man meinen, wir hätten zwei Nationalmannschaften.

Feridun Zaimoglu: Ja, ich habe jetzt auch sehr viele Autos mit zwei Fahnen gesehen, der türkischen und der deutschen. Die Leute zeigen sozusagen eine doppelte Sympathie. Das galt bisher als Zeichen von Schwäche. Aber Fußball ist eine körperliche Angelegenheit. Das Sprechen über Integration ist eine intellektuelle und selten intelligente Sache. Man ist gut beraten, das eine vom andern zu trennen.

ZEIT: Der Vorsitzende der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen sagt, durch die EM genieße er das Geschenk, zwei Heimatländer zu haben und sich zweimal freuen zu dürfen.

Zaimoglu: Es geht auch einfacher: Ich habe ein Heimatland, und das ist Deutschland. Ich fiebere mit den Deutschen, aber ich ärgere mich halb tot, wenn ich wie beim Spiel Deutschland gegen Österreich diese Klumpfüße sehe und diesen Retrofußball. Aber zwei Heimatländer – ich weiß nicht. Unter den Türken der zweiten und dritten Generation gibt es sicher viele, die das fade Gefühl des Besiegtseins für die Dauer des Fußballspiels vergessen und sich mit unseren Jungs identifizieren.

ZEIT: Sie meinen die deutsche Mannschaft?

Zaimoglu: Genau. Zur Integration gehört ja auch eine Identifikation, und mit den Fußballern können sich die jungen Leute identifizieren. Endlich kann man ein Triumphgefühl ausleben! Mal für die Deutschen und dann wieder für die Türken, aus einer Heimatmelancholie heraus.

ZEIT: Es macht zurzeit auch mehr Spaß, für die Türkei zu sein.

Zaimoglu: Das Spiel Türkei gegen Tschechien war Kampf. Das Spiel Deutschland gegen Österreich war Lähmung – dann hupt man halt für die Türkei. Man ist ja immer mit denen, die nicht so große Chancen haben. Aber eines ist mir aufgefallen in den letzten Tagen, ich habe auch viele Leute sagen hören: Hoffentlich kommt es nicht zur Begegnung Deutschland gegen Türkei, denn wir fürchten uns vor Ausschreitungen. Als drohe sozusagen der Abschaum aus dem Ghetto auszubrechen und die Straßen seien nicht mehr sicher!

ZEIT: Für wen wären Sie bei einem solchen Spiel?

Zaimoglu: Ich wäre für meine Mannschaft, für die deutsche. Aber ich würde mich dann freuen über ein Elfmeterschießen. Und ich würde kaum jubeln über ein Tor meiner Mannschaft gegen die Türkei. Das ist seltsam, es ist dieses Podolski-Gefühl. Der hat Tore gegen Polen geschossen, aber nicht gejubelt.

ZEIT: Hamit Altintop ist in Deutschland geboren, spielt aber für die türkische Mannschaft. Er sagte dazu einmal, man könne es drehen, wie man wolle, er bleibe in Deutschland Ausländer.

Zaimoglu: Ich habe Respekt vor seiner Meinung, er hat seine eigenen Erfahrungen gemacht. Aber ich glaube eher, dass man sich selbst zum Ausländer macht. Streichen wir mal das Wort Ausländer und sagen: Entweder man fühlt sich eingesetzt, oder man fühlt sich ausgesetzt. Je nachdem, welche Erfahrungen man macht, verändert das die Wahrnehmung.

ZEIT: Keine EM war so multikulturell wie diese. Im deutschen Kader sind zwei Spieler polnischer Herkunft, bei den Schweizern ist einer mit türkischen Eltern, bei den Polen ein Brasilianer.

Zaimoglu: Das Gemisch finde ich gut, aber im Fußball ist es nebensächlich. Ich hatte mich über David Odonkor gefreut bei der WM, aber jetzt bei der EM sieht es anders aus.

ZEIT: Aber zeigt das nicht zumindest, wie weltläufig Deutschland mittlerweile sein kann?

Zaimoglu: In den Klassen, in denen man nicht übers Geld nachdenkt, hat die Herkunft noch nie eine Rolle gespielt. Fußballspieler sind Multimillionäre. Selbstverständlich ist es dann ein Klacks, einen bestimmten Spieler einzubürgern. Aber wenn wir vom einfachen Volk sprechen, dann sieht es anders aus.

ZEIT: Früher sagte man über die deutsche Nationalelf, sie sei erst dann besiegt, wenn sie im Mannschaftsbus sitze. Sehr ähnlich hat sich nun der Trainer der Türkei, Fatih Terim, über seine Mannschaft geäußert.

Zaimoglu: Ja, die bleierne Zeit ist vorbei. Früher hat man den Fernseher erst gar nicht angeschaltet, wenn die Türkei spielte, weil man sich nicht schämen wollte. Heute sind da Siege. Sie lagen gegen Tschechien 2:0 im Rückstand und dann: bang, bang, bang – drei Treffer. Andererseits muss die Frage erlaubt sein, warum man erst mal zwei Tore kassierte. Ist eine Mannschaft wirklich gut, wenn sie so lange so tölpelhaft spielt?

ZEIT: Fredi Bobic, einst deutscher Nationalspieler mit kroatischer Mutter, sagte vor dem Spiel der Türkei gegen Kroatien, man könne bei den Türken deutsche Tugenden ausmachen: Kampfgeist und Mannschaftsgeist.

Zaimoglu: Das geht mir zu weit. Ich möchte jetzt nicht alles schlechtmachen: Aber die türkische Mannschaft hat unnötig gefoult. Was soll das denn, dass der türkische Torwart kurz vorm Abpfiff den tschechischen Spieler Jan Koller umhaut, die Rote Karte bekommt und stolz vom Feld geht? Eine Tugend der Deutschen ist es, schwerste Selbstkritik zu üben, wenn es angebracht ist. Ich würde schon gerne mal sehen, dass der türkische Trainer Fehler eingesteht. Das tut er aber nicht. Aber genauso wie mir Fatih Terim zu laut ist, ist mir Jogi Löw zu schmusig.

ZEIT: Nach dem Spiel hat Terim seinen Landsleuten geraten, sie sollten gleich zum Feiern auf die Straße gehen.

Zaimoglu: Ja, sie sollen feiern. Aber vorher anständig spielen. Das war aber nicht anständig, was unsere Jungs da gebracht haben.

ZEIT: Unsere Jungs – die türkische Mannschaft ist Ihnen mittlerweile wohl doch sehr ans Herz gewachsen.

Zaimoglu: Oh ja, das stimmt.

Das Gespräch führte Annabel Wahba .

 
Leser-Kommentare
  1. Als Laie würde ich sagen, dass leider auch Zaimoglu, den ich als Schriftsteller sehr schätze, unter Idenditätskrise leidet. Allen seinen Gesprächen entnimmt man dass er sich als Deutscher fühlt. Wie alle Türken auf der Strasse sollte er lieber zugeben, dass er sich sowohl Deutsche als auch Türke fühle.Man sollte sich auch darüber Gedanken machen, warum ein Schriftsteller in Deutschland seine wahren Gefühle und Meinungen nicht äussern kann.

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    • Anonym
    • 24.06.2008 um 12:01 Uhr

    sich als Türke zu fühlen oder stehen Sie sich selbst im Wege? Wenn jemand zwei Nationalitäten hat, wie dies auch in Frankreich bis in die 90er normal war, für die Person hinderlich gewesen sein soll, dann muß er sich trotzdem fragen lassen, ob er im Einklang mit dem Recht beider Länder umgehen kann. Wenn nicht, muß er sich wohl oder übel für eine Staatsbürgerschaft entscheiden. Voll und ganz.Hier liegt ein großes Problem für viele Menschen zweier Nationalitäten.EUropa, jede ZEIT hat seine ZEIT, nutze Deine zum Segen ALLER!
    Isaac Ben Laurence Weismann

    • Anonym
    • 24.06.2008 um 12:01 Uhr

    sich als Türke zu fühlen oder stehen Sie sich selbst im Wege? Wenn jemand zwei Nationalitäten hat, wie dies auch in Frankreich bis in die 90er normal war, für die Person hinderlich gewesen sein soll, dann muß er sich trotzdem fragen lassen, ob er im Einklang mit dem Recht beider Länder umgehen kann. Wenn nicht, muß er sich wohl oder übel für eine Staatsbürgerschaft entscheiden. Voll und ganz.Hier liegt ein großes Problem für viele Menschen zweier Nationalitäten.EUropa, jede ZEIT hat seine ZEIT, nutze Deine zum Segen ALLER!
    Isaac Ben Laurence Weismann

  2. In dem die Identität ganz klar ist, man äußert sich zu den verschiedensten Sachlagen "als Deutscher" oder "als Türke". Historisch gesichert ist: Der Staat schafft die Nation, die Nation schafft nicht den Staat. So verwandeln wir uns in Instrumente der Macht. Über die mörderischen Konsequenzen dieser Perspektive braucht auch nicht mehr diskutiert werden.
    Die Camouflage Nationalisten fahren jetzt ihr Ding: Fußball ist Pop! Nation ist Pop! Eine Fahne, eine Hymne sind aber keine lustige Spaßmarke für sogenannte Party-Nationalisten. Darum gibt es auch keine empirische oder ernstzunehmende Untersuchung, was die "Deutschen" eigentlich mit Ihrem Schwarz-Rot-Geil meinen! Meine Befragung von zehn Ds ergibt zu zwei Dritteln folgendes: Sind wieder wer, die andern waren auch schlimm, dann kommen tatsächlich die Indianer... Zumindest ist den Deutschen, dank Bomber Harris, Besatzung und 68ern ein gewisser zivilisatorischer Standard anerzogen worden. Bei einem größeren Teil der so genannten Türken sieht es nicht ganz unfinster aus: Armenien, das hören manche nicht so gerne, ja ein paar Militärdiktaturen und auch das persönliche Verhältniss nicht unweniger zu Religion, Frauenemanzipation, Kindererziehung, persönlichem Gewalteinsatz vermag nicht als unumstritten zu gelten. Zudem sich der Gegensatz zwischen Bourgeois und Citoyen am Bosporus bemerkbar macht: In der Türkei werden noch nicht einmal die Spiele der Nationalmannschaft im Free TV übertragen! Aber eine Tote Frau und etliche Schwerverletzte sind schon zu verzeichnen. Wohlgemerkt als Unglücksfälle ohne Opponenten! In diesem Sinne: Die Arbeiterklasse hat kein Vaterland!
     

  3. Zaimoglu schreibt voellig richtig, dass Fussball eine koerperliche Sache ist, nichts Intellektuelles! Ich habe bis zu meinem 25. Lebensjahr in Deutschland gelebt (deutsche Familie) und bin dann nach Italien ausgewandert, wo ich nun seit 8 Jahren lebe. Fussball interessierte mich in Dtl. nicht die Bohne, ich habe ihn hier in Italien entdeckt. Folge: Meine Mannschaft sind die Italiener! Mit ihnen fiebere ich, leide ich, jubele ich... Jetzt, wo Italien ausgeschieden ist, halte ich natuerlich zu Dtl., aber das ruft keine Magenkraempfe wegen der Anspannung hervor wie Italien. Beim WM-Spiel Dtl. gegen Italien habe ich beim Tor von Grosso in der 119. Minute wie verrueckt gejubelt: das war gefuehlt, nicht ueberlegt.
    Das bedeutet aber lange noch nicht, dass ich mich in allen Bereichen mehr italienisch als deutsch fuehle, als Mutter z.B. fuehle ich mich sehr deutsch, weit weg von italienischer Ueberaengstlichkeit und Verwoehnung.
    Identitaet ist keine einschichtige, einfache Angelegenheit, sondern hoechst komplex und dazu auch noch im Wandel begriffen. Und, wie gesagt, Fussball ist eine Bauch-Sache...

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    ich finde, Sie arbeiten hier mit rhetorischen Tricks! Weil der Fußball eben mit dem Fuß, dem Kopf, dem Körper gespielt wird, ist er natürlich körperlich. Aber die Beziehung zur Nation, die entspringt doch nicht in erster Linie dem Körper! Wie weit würden Sie beispielsweise in dieser behaupteten naturwüchsigen Leidenschaft für Italien gehen, wenn die Italiener gar abscheulichst spielen würden, wenn sie vor dem Fernseher splitternde Knochen und blutende Köpfe bei den Gegnern wahrzunehmen hätten. Da will ich hoffen, dass Ihre Leidenschaft blitzschnell erkalten möge....
    Ich zum Beispiel bin mit einem flottierenden hundertprozentigen Opportunismus immer gut gefahren, man orientiert sich einfach an den großen Spielertypen, der Eleganz, der Schönheit. Da hat man immer gewonnen - im gar nicht mal so schlechtesten Fall ist man der schöne Verlierer. Und Bella figura, das könnte doch auch Sie begeistern!
    Hofft zumindest Ihr Red Perry
     

    ich finde, Sie arbeiten hier mit rhetorischen Tricks! Weil der Fußball eben mit dem Fuß, dem Kopf, dem Körper gespielt wird, ist er natürlich körperlich. Aber die Beziehung zur Nation, die entspringt doch nicht in erster Linie dem Körper! Wie weit würden Sie beispielsweise in dieser behaupteten naturwüchsigen Leidenschaft für Italien gehen, wenn die Italiener gar abscheulichst spielen würden, wenn sie vor dem Fernseher splitternde Knochen und blutende Köpfe bei den Gegnern wahrzunehmen hätten. Da will ich hoffen, dass Ihre Leidenschaft blitzschnell erkalten möge....
    Ich zum Beispiel bin mit einem flottierenden hundertprozentigen Opportunismus immer gut gefahren, man orientiert sich einfach an den großen Spielertypen, der Eleganz, der Schönheit. Da hat man immer gewonnen - im gar nicht mal so schlechtesten Fall ist man der schöne Verlierer. Und Bella figura, das könnte doch auch Sie begeistern!
    Hofft zumindest Ihr Red Perry
     

  4. Was ja doch ein bißchen unverständlich bleibt: Dieses liberale Conaisseurtum des Nationalen, hier mal von Zaimoglu ausgesprochen. Als ob das eine lustige, hybride Identität wäre. Zaimoglu denkt die Identität national, diesmal über den opportunistischen Ausweg sich als Deutscher und Türke, Deutschtürke, Türkdeutscher zu fühlen. Real ist er der Macht ganz devot gegenüber, denn erst die sagt ihm ob, er D oder T ist, einfach per lustigem Staatspaß. Die realen interessanten Unterschiede zwischen Menschen, ob Nahrungszubereitung, Sexualverhalten oder Tanzweisen, werden zumeist und zum Glück ja nicht dermassen von Staatsbeamten kontrolliert und anempfohlen. Daran sollten wir uns erfreuen. Die "Nation" ist ein kaltes Ungeheuer, vielleicht kann man sie nur in einer Situation, wie in Cuba der späten 50er lieben. Und an die Dländer: Gerade an den Untersuchungen von Harald Welzer läßt sich erkennen, wie viel Finstertum per Tradierung zwischen den Generationen an diese schwarz-rotgeilen Schweinis transferiert wurde. In diesem ein Tip an die Zeit: Reporter verkabeln und morgen auf der Reeperbahn mal nach der Bedeutung von "SchwarzRotGeiliSchweiniland" fragen. Ich kann schon verstehen, warum sich das keiner zumuten will!

    • Anonym
    • 24.06.2008 um 12:01 Uhr

    sich als Türke zu fühlen oder stehen Sie sich selbst im Wege? Wenn jemand zwei Nationalitäten hat, wie dies auch in Frankreich bis in die 90er normal war, für die Person hinderlich gewesen sein soll, dann muß er sich trotzdem fragen lassen, ob er im Einklang mit dem Recht beider Länder umgehen kann. Wenn nicht, muß er sich wohl oder übel für eine Staatsbürgerschaft entscheiden. Voll und ganz.Hier liegt ein großes Problem für viele Menschen zweier Nationalitäten.EUropa, jede ZEIT hat seine ZEIT, nutze Deine zum Segen ALLER!
    Isaac Ben Laurence Weismann

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    • Rahab
    • 24.06.2008 um 12:07 Uhr

    tja, nun ist also die identitätspolitik auch hier angekommen. großartig! vorschlag zur güte: jede/r vergewissert sich erst mal, ob sie/er überhaupt mit sich selbst identisch ist.
    p.s. was antwortet mensch auf peinliche fragen? welche fragen stellt mensch nach einer peinlichen antwort? geh wissen....

    ich bin heute mal etwas böse und unsachlich, Sie wollen eine "Entscheidung" für einen  "Staat". Und jetzt kommt Ihr Hammer: Und zwar "voll und ganz".
    Tut mir leid, allein Ihre Wort hören sich metallisch an, wobei jetzt nur auf weitere Assoziationen mal gar nicht offensiv hingewiesen soll...
    Es ist ja weitgehend schönes Wetter in Deutschland. Gehen Sie mal zu Ihrem Friseur! Sprechen Sie mit Ihm! Und schauen Sie mal durch die Schaufensterscheibe. Auf die Menschen. Über überlegen mal, was sie mit denen machen würden. So "Voll und Ganz".
    A votre Sante Ihr Red Perry
     
     
     

    • Rahab
    • 24.06.2008 um 12:07 Uhr

    tja, nun ist also die identitätspolitik auch hier angekommen. großartig! vorschlag zur güte: jede/r vergewissert sich erst mal, ob sie/er überhaupt mit sich selbst identisch ist.
    p.s. was antwortet mensch auf peinliche fragen? welche fragen stellt mensch nach einer peinlichen antwort? geh wissen....

    ich bin heute mal etwas böse und unsachlich, Sie wollen eine "Entscheidung" für einen  "Staat". Und jetzt kommt Ihr Hammer: Und zwar "voll und ganz".
    Tut mir leid, allein Ihre Wort hören sich metallisch an, wobei jetzt nur auf weitere Assoziationen mal gar nicht offensiv hingewiesen soll...
    Es ist ja weitgehend schönes Wetter in Deutschland. Gehen Sie mal zu Ihrem Friseur! Sprechen Sie mit Ihm! Und schauen Sie mal durch die Schaufensterscheibe. Auf die Menschen. Über überlegen mal, was sie mit denen machen würden. So "Voll und Ganz".
    A votre Sante Ihr Red Perry
     
     
     

    • Rahab
    • 24.06.2008 um 12:07 Uhr

    tja, nun ist also die identitätspolitik auch hier angekommen. großartig! vorschlag zur güte: jede/r vergewissert sich erst mal, ob sie/er überhaupt mit sich selbst identisch ist.
    p.s. was antwortet mensch auf peinliche fragen? welche fragen stellt mensch nach einer peinlichen antwort? geh wissen....

  5. ich finde, Sie arbeiten hier mit rhetorischen Tricks! Weil der Fußball eben mit dem Fuß, dem Kopf, dem Körper gespielt wird, ist er natürlich körperlich. Aber die Beziehung zur Nation, die entspringt doch nicht in erster Linie dem Körper! Wie weit würden Sie beispielsweise in dieser behaupteten naturwüchsigen Leidenschaft für Italien gehen, wenn die Italiener gar abscheulichst spielen würden, wenn sie vor dem Fernseher splitternde Knochen und blutende Köpfe bei den Gegnern wahrzunehmen hätten. Da will ich hoffen, dass Ihre Leidenschaft blitzschnell erkalten möge....
    Ich zum Beispiel bin mit einem flottierenden hundertprozentigen Opportunismus immer gut gefahren, man orientiert sich einfach an den großen Spielertypen, der Eleganz, der Schönheit. Da hat man immer gewonnen - im gar nicht mal so schlechtesten Fall ist man der schöne Verlierer. Und Bella figura, das könnte doch auch Sie begeistern!
    Hofft zumindest Ihr Red Perry
     

  6. ich bin heute mal etwas böse und unsachlich, Sie wollen eine "Entscheidung" für einen  "Staat". Und jetzt kommt Ihr Hammer: Und zwar "voll und ganz".
    Tut mir leid, allein Ihre Wort hören sich metallisch an, wobei jetzt nur auf weitere Assoziationen mal gar nicht offensiv hingewiesen soll...
    Es ist ja weitgehend schönes Wetter in Deutschland. Gehen Sie mal zu Ihrem Friseur! Sprechen Sie mit Ihm! Und schauen Sie mal durch die Schaufensterscheibe. Auf die Menschen. Über überlegen mal, was sie mit denen machen würden. So "Voll und Ganz".
    A votre Sante Ihr Red Perry
     
     
     

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    • Anonym
    • 25.06.2008 um 12:03 Uhr

    Natürlich kann es das nicht geben. Es werden immer zwei Herzen in einer Brust schlagen, das gerade bleibt das Dilemma. Das schreibt Ihnen jemand, der in verschiedenen Ländern lebte und keinerlei Probleme mit multi-kulti hat, dies gilt auch für diejenigen, die meine Religion und meine Einstellung respektieren. Eher scheint es mir umgekehrt.Übrigens beim Friseur war ich gestern, heute morgen in den Spiegel gesehen und leise gefragt, was soll's muß ich mich nun rasieren, nur weil ein anderer Tag da ist?Ach ja, ich fahre gleich nach Frankreich und lasse die Seele baumeln für ein paar Stündchen, dort wo jeder nach seiner Facon (angeblich, aber ich sehe es so, außerhalb jeglicher Klammern) selig werden kann. Das Gute liegt manchmal so nah, mitten in Europa. Ca c'est la vie, en France naturellement.EUropa, jede ZEIT hat seine ZEIT, nutze Deine zum Segen ALLER!
    Isaac Ben Laurence Weismann

    • Anonym
    • 25.06.2008 um 12:03 Uhr

    Natürlich kann es das nicht geben. Es werden immer zwei Herzen in einer Brust schlagen, das gerade bleibt das Dilemma. Das schreibt Ihnen jemand, der in verschiedenen Ländern lebte und keinerlei Probleme mit multi-kulti hat, dies gilt auch für diejenigen, die meine Religion und meine Einstellung respektieren. Eher scheint es mir umgekehrt.Übrigens beim Friseur war ich gestern, heute morgen in den Spiegel gesehen und leise gefragt, was soll's muß ich mich nun rasieren, nur weil ein anderer Tag da ist?Ach ja, ich fahre gleich nach Frankreich und lasse die Seele baumeln für ein paar Stündchen, dort wo jeder nach seiner Facon (angeblich, aber ich sehe es so, außerhalb jeglicher Klammern) selig werden kann. Das Gute liegt manchmal so nah, mitten in Europa. Ca c'est la vie, en France naturellement.EUropa, jede ZEIT hat seine ZEIT, nutze Deine zum Segen ALLER!
    Isaac Ben Laurence Weismann

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  • Quelle DIE ZEIT, 19.06.2008 Nr. 26
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  • Schlagworte Fußball | Europameisterschaft
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