Armut
Der asoziale Sozialstaat
Der asoziale Sozialstaat
Reflexhaft mehr Geld zu verteilen ist wieder in Mode. Von Juli an fließen über 40 Prozent des Bruttolohns in die Sozialkassen. Millionen Armen nützt das wenig. Das System birgt haarsträubende Fehler
Wie kann das sein? Eine Million Menschen stehen regelmäßig Schlange, um kostenlos Brot, Butter und Obst zu bekommen. Sie sind zu arm, um sich diese Lebensmittel leisten zu können. Schwerkranke bekommen dringend benötigte Medikamente nicht, weil die Kasse sie nicht bezahlen will. Lehrer sammeln Spendengeld, um Schulessen zu finanzieren. Gleichzeitig gibt der Staat in Deutschland jedes Jahr 700 Milliarden Euro für Soziales aus.
Wie ist das möglich? Wieso zahlen wir so viel für unseren Sozialstaat und müssen trotzdem hilflos zusehen, wie die Kinderarmut wächst, die Bildungsarmut ganze Stadtviertel bedroht und auch die Altersarmut in naher Zukunft wieder unausweichlich scheint? Wie kommt es, dass der Regierung trotz 15 Jahren intensivster Reformdebatte offenbar keine wirkungsvolle Sozialpolitik gelingt?
In der kommenden Woche wird der Sozialstaat sogar noch teurer. Der Beitrag zur Pflegeversicherung steigt. Damit klettern die Lohnnebenkosten wieder über die Grenze von 40 Prozent des Gehalts – obwohl sich die Große Koalition verpflichtet hat, unter dieser Schwelle zu bleiben. Der Sozialstaat wächst, aber er wird nicht besser, zumindest nicht aus Sicht der Armen. Und auch die Mittelschicht fühlt sich mehr denn je vom Absturz bedroht. Zwischen 1998 und 2005 stieg der Anteil der Armen in der Bevölkerung von 12 auf 18 Prozent. So steht es im Armutsbericht , den das Bundeskabinett Mitte der Woche verabschiedete. Jeder zweite Arbeitslose, jede dritte Alleinerziehende und etwa jeder dritte Einwanderer gilt als arm, ein Zustand, den der Regierungsbericht bei einem Alleinstehenden mit einem Einkommen von unter 781 Euro netto feststellt.
»Kennen Sie einen Armen?« So konnte noch vor 15 Jahren ein Industriepräsident in Talkshows provozierend fragen. Hans-Olaf Henkel, in den neunziger Jahren Cheflobbyist der deutschen Industrie, stellte diese Frage oft, und nur selten bekam er eine Antwort. Manchmal machten sich Fernsehteams auf den Weg zu Sozialhilfeempfängern, filmten in deren Wohnungen die Schrankwände und Videorekorder und fanden, so schlimm könne es mit der Armut im Land doch nicht sein. Das ist heute anders. »Wir halten uns für reicher, als wir sind«, warnt selbst Arbeitsminister Olaf Scholz. Der Niedriglohnsektor im Land habe längst Ausmaße wie in Amerika.
Vor allem hat sich inzwischen herumgesprochen, dass Armut nicht allein ein materielles Problem ist, sondern vor allem einen Mangel an Lebenschancen bedeutet. Acht Prozent eines Jahrgangs verlassen laut dem ebenfalls gerade erschienenen Bildungsbericht der Regierung die Schule ohne Abschluss, jeder fünfte 15-Jährige kapituliert vor einfachen Lese- oder Mathematikaufgaben, zwei Jahre nach Schulende hat nicht einmal jeder zweite Hauptschüler eine Lehrstelle gefunden – obwohl die Wirtschaft längst über Lehrlingsmangel klagt.
Ein wachsender Teil der Bevölkerung ist also wirklich bedroht, wirtschaftlich und sozial abgehängt zu werden. Diese Einsicht hat die Gesellschaft mit großer Verspätung und großer Wucht erfasst. Aber sie hat bis heute daraus nicht die richtigen Konsequenzen gezogen.
Stattdessen macht die Regierung wieder Sozialpolitik wie in alten Zeiten, als bei jeder Forderung nach mehr Gerechtigkeit reflexhaft mehr Geld verteilt wurde: Das Bafög soll steigen und das Kindergeld. Wohngeld, Rente und Arbeitslosengeld werden erhöht. Die SPD will die Frühverrentung weiter fördern, die CSU den Pendlern helfen, Nordrhein-Westfalens CDU einen Rentenzuschlag für Geringverdiener einführen und Umweltminister Sigmar Gabriel Sozialtarife für Strom und Gas. Selbst für Häuslebauer wurde gerade die Eigenheimzulage unter neuem Namen wieder eingeführt: Bis zu 16.000 Euro bekommt eine Familie vom Staat, wenn sie Wohneigentum erwirbt. Längst unterhält die Bundesrepublik einen der teuersten Sozialstaaten der Welt, wie der Kölner Wirtschaftsprofessor Winfried Fuest vorrechnet – und dennoch wächst im Land die Armut.
»Von 60 Kindern an unserer Schule leiden 17 regelmäßig an Hunger«
Kennen Sie einen Armen? Birgitta Kochansky kennt viele. Sie arbeitet in einer idyllischen Kleinstadt, in der man kaum Not vermuten würde: Reinfeld bei Hamburg. Knapp 10.000 Menschen leben dort, die Vorgärten sind gepflegt, überall hübsche Einfamilienhäuser mit Carport und Flagge davor. Und mittendrin ein Schulzentrum mit Sportplatz und nagelneuer Mensa. Dort trifft Kochansky Kinder, die sich nicht mal das Essen in der Schulkantine leisten können. Die wie alle anderen einen blauen Funkchip an das Lesegerät der Kasse halten und dann feststellen, dass ihr Chip gesperrt ist. Sie bekommen kein Essen, weil vom Konto ihrer Eltern nichts abgebucht werden kann. Eine warme Mahlzeit in der Schulkantine kostet 2,40 Euro. Zu viel für einige Familien.
»Von 60 Kindern an unserer Schule leiden 17 regelmäßig an Hunger«, sagt Kochansky, die Leiterin der zum Zentrum gehörenden Sonderschule. »Die kommen ohne Frühstück in den Unterricht, haben kein Pausenbrot und können das Essen in der Mensa nicht bezahlen. Und am Monatsende erzählen uns einige, dass es zu Hause kein Brot mehr gibt.« Viele der Eltern seien Hartz-IV-Empfänger, oft auch »gestrandete Teilfamilien.« Häufig kämen zu finanzieller Not andere Probleme, Alkohol etwa. Damit die Kinder nicht darunter leiden müssen, sucht die Schulleiterin nun Paten, die ihnen das Mittagessen bezahlen. Eine »Notlösung«, wie sie selbst bemerkt. »Arme Kinder gab es auch früher«, sagt die Pädagogin, »aber es sind mehr geworden«.
Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigen, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland tatsächlich über Jahre gewachsen ist. Die unterste Einkommensschicht ist größer geworden – zumindest bis zum Beginn des aktuellen Aufschwungs, für den noch keine vollständigen Daten vorliegen. Zur Spaltung hat die Langzeitarbeitslosigkeit beigetragen, die Globalisierung, der technische Fortschritt, der vor allem einfache Jobs vernichtet. Die beiden größten Armutsrisiken aber werden häufig unterschätzt: Die mit Abstand größten und am schnellsten wachsenden Gruppen unter den Armen sind Migranten und Alleinerziehende.
Die Zahl der Einkommensschwachen ist nach einer Untersuchung des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft in den vergangenen zehn Jahren um 4,1 Millionen gestiegen, drei Millionen davon haben einen Migrationshintergrund. Ein Fünftel der neuen Armen sind Alleinerziehende. Nach Berechnung der OECD ist der Anstieg der Ein-Eltern-Haushalte sogar der wichtigste Grund für die wachsende Einkommensungleichheit in Deutschland. Seit 1996 hat sich die Zahl der Ein-Eltern-Familien von 1,3 auf 1,6 Millionen erhöht.
Es trifft Menschen wie den 48-jährigen Manuel Neves aus Angola, obwohl er seit Jahren mehr in seine Bildung und in die seiner Familie investiert als viele Deutschstämmige (Seite 20). Es trifft Langzeitarbeitslose wie Frank Schlösser, die im verrückten deutschen Sozialsystem manchmal trotz Job kaum mehr Geld haben als ohne (Seite 20). Es trifft alleinerziehende Hartz-IV-Empfängerinnen wie Anja J. aus Brandenburg (Seite 20) oder Nicole Beuster (Foto auf dieser Seite) aus Berlin, die lange rechnen müssen, wenn sie ihr Kind an einem Schulausflug teilnehmen lassen wollen. Beide Mütter finden keine Stelle im Beruf, den sie erlernt haben, bei beiden reicht das Geld nicht für einen Urlaub. Anja J. wohnt mit ihrer Tochter in Möbeln, die das Sozialamt zur Verfügung stellt, seit vergangenem Monat hat sie erstmals einen Handyvertrag. Und sie ergänzt ihr Arbeitslosengeld durch einen Job als Zimmermädchen, bei dem sie 6,58 Euro pro Stunde verdient – in der Hoffnung, dass das Geld dann reicht, um für die dreijährige Tochter Angelina einen Sportkurs zu bezahlen.
All diese Probleme passen nicht so recht zu unserem Sozialstaat, der einst als Arbeiterversicherung entstand, für Zeiten der Vollbeschäftigung und Familien mit einem männlichen Alleinernährer. Hinzu kommt, dass die heutigen Sozialpolitiker noch im alten Denken verhaftet sind. Sie schauen mehr auf die Lage der arbeitenden Mitte als auf die wirklich Armen. Deswegen ist der Sozialstaat oft nicht sozial. Im Gegenteil, er ist sogar besonders hartherzig gegenüber denen, die ihn am dringendsten brauchen.
Zu diesen Menschen zählt Helmut Refardt, ein hagerer Mann, der in einer Halle in einem Bremer Industriegebiet steht. Er wartet darauf, dass er etwas zu Essen bekommt. Darauf, dass er seine schwarze Sporttasche mit Konservendosen, Obst und Gemüse füllen kann – Spenden, die von der Bremer Tafel an Bedürftige ausgegeben werden. Jeden Dienstag reiht sich der 64-Jährige in die Warteschlange ein. Vor ein paar Jahren noch brauste er in einem Opel Omega mit Faxgerät durchs Land, er beaufsichtigte den Einbau von Panzerglas in Bankfilialen. Dann ging die Firma Konkurs, Refardt verlor seinen Job und wurde herzkrank.
Seit vier Jahren lebt er nun von Arbeitslosenunterstützung. Für Essen, Kleidung und seine kleine Wohnung bekommt er 725 Euro im Monat. »Das reicht hinten und vorne nicht«, sagt Refardt. Denn das verzwickte Sozialsystem mutet ihm allerlei kleine Ausgaben zu, die schnell zu großen Problemen führen. Etwa die Praxis- und Rezeptgebühren. Er bekommt sie zwar großteils erstattet, aber nur in Raten, jeweils dann, wenn er Quittungen über 45 Euro gesammelt hat. Im Moment ist jedoch sein Arzt im Urlaub, von dem er dafür noch eine Bescheinigung braucht. »Deshalb muss ich jetzt eine Woche auf mein Geld warten«, sagt Refardt. »Und wovon soll ich in der Zwischenzeit leben?«
Es ist paradox: Suppenküchen melden ständig steigende Besucherzahlen, die Betreiber berichten von Menschen, denen es am Nötigsten fehlt. Dabei gibt es Hunderte verschiedener Sozialleistungen. So viele, dass die Bundesregierung eine neue Chipkarte einführen will, um die Papierflut zu verringern, wenn jemand Kindergeld oder Elterngeld beantragt, Krankengeld, Wohngeld, Mutterschaftsgeld, Bafög, Arbeitslosengeld, Übergangsgeld oder Verletztengeld. Inzwischen ist die Zahl der Menschen, die von staatlichen Leistungen leben, ebenso groß wie die Zahl der Arbeitnehmer, die Sozialversicherungsbeiträge bezahlen. Ist das nun ein Zeichen von Not oder von großzügigen Sozialgesetzen? Beides. Der deutsche Sozialstaat ist allgegenwärtig, aber er ist nicht überall dort wirkungsvoll, wo er gebraucht wird.
Dass nicht allein die Armen, sondern vor allem die Mittelschicht vom Sozialstaat profitiert, hat in Deutschland Tradition. Otto von Bismarck plante Ende des 19. Jahrhunderts die Sozialversicherungen gegen Alter, Krankheit und Unfälle, um die Zustimmung der Arbeiterbewegung zu gewinnen. Später, in der Bundesrepublik, sah man die Umverteilung auch im Dienst der jungen Demokratie, als antifaschistischen Schutzwall sozusagen. Die Bürger sollten nicht zu viel Sympathie für Gleichheitsversprechen der DDR entwickeln. Und heute? Heute sagen Sozialpolitiker wie die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles offen, der Sozialstaat funktioniere besser, wenn fast jeder irgendwie profitierte. So sei die Mitte eher bereit, die Hauptlast der Finanzierung zu übernehmen.
Selbst professionelle Fürsprecher der Armen sehen das so. Ulrich Schneider zum Beispiel, Geschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Früher hat Schneider den Sozialpolitikern vorgerechnet, wie viel Geld sie für die Falschen ausgeben. Das ist vorbei. »Die Politik hat das Angebot für Streichungen sofort akzeptiert und die Transfers für Familien trotzdem nicht erhöht«, sagt er. Deshalb ist aus Schneider ein Meister der Talkshows geworden, ein Armen-Lobbyist, einer, der »Knut für alle« fordert, wenn er kostenlose Zoobesuche für Arme will. Und der Missstände in den Schulen anprangert (»Unglaublich, jedes dritte Kind braucht Nachhilfe!«), wenn er vom Staat finanzierte Förderstunden für Kinder in Hartz-IV-Familien verlangt.
Schneider versucht, die Sozialpopulisten in den Parteien mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, damit sich die Bilanz des Sozialstaats irgendwann verbessert. Denn derzeit ist das Urteil vernichtend, das etwa Stephan Lessenich, Sozialforscher an der Universität Jena, fällt: »Der deutsche Sozialstaat ist viel zu teuer für das, was er leistet. Er wird ungerecht finanziert. Und er versagt beim Schutz vor großen Lebensrisiken, bei der Armutsbekämpfung, der Absicherung der Langlebigkeit, bei der Gesundheitsvorsorge.«
Barbara Lobitz wird vielleicht in einigen Jahren erblinden. Die Diagnose ist eindeutig, sie wurde in mehreren Vorsorgeuntersuchungen bestätigt. Jede einzelne hat 95 Euro gekostet, doch die Krankenkasse will die Kosten nicht übernehmen. Erst wenn die Krankheit, eine Veränderung der Netzhaut, voll eingetreten ist, werden Medikamente finanziert. »Dabei ist es ja keine Spinnerei von mir, dass ich die Untersuchungen habe machen lassen«, sagt die 66-Jährige Rentnerin. »Die Ärzte haben es mir dringend geraten, und nur weil ich die Diagnose habe, lässt sich vielleicht das Schlimmste verhindern.«
Doch die Vorsorgeuntersuchung gehört zu den sogenannten Igel-Leistungen, für die jeder Patient selbst aufkommen muss. Barbara Lobitz hat da noch Glück gehabt. Weil ihr Mann eine gute Rente bezieht, konnte sie sich die Arztbesuche leisten. Ihr Fall zeigt aber: Vorsorge wird nicht belohnt, lieber springt der Staat ein, wenn es eigentlich zu spät ist und dann richtig teuer wird. Auch bei anderen Sozialleistungen wie dem Arbeitslosengeld II fördert die öffentliche Hand nur denjenigen, der nichts mehr hat, und lässt alle, die vorsorgen, allein.
Wie kann das alles sein? Horst Seehofer, offiziell im Kabinett Merkel zuständig für Landwirtschaft, ist der erfahrenste Sozialpolitiker der Republik. Er hat einst als Nachwuchstalent beim ehemaligen CDU-Sozialminister Norbert Blüm gelernt und später als Staatssekretär die Pflegeversicherung mit auf den Weg gebracht. Und Gesundheitsminister war er schließlich unter Bundeskanzler Helmut Kohl. Er kennt Jahre des Geldausgebens wie Zeiten des Sparens. Er kennt allerdings auch die Versuchungen und Sündenfälle der Sozialpolitik genau.
»Ja mei, wenn das Einzelschicksal vor einem sitzt, da hat man halt als Mensch die Neigung zu helfen«, sagt Seehofer. Das war schon immer so, aber etwas ist nach der Reformdebatte der vergangenen Jahre anders: Weil nicht für alles und jeden Geld da sei, greife der typische Sozialpolitiker zu zwei Krücken. Das eine Zauberwort heiße »Stichtagsregelung«, das andere »Einkommensgrenze«. Die Sonderregeln bedeuten, dass nur bestimmte Gruppen vom neuen Gesetz profitieren. So führt das schlechte Gewissen der Politiker dazu, dass der Sozialstaat komplizierter wird. Auch das macht ihn unsozial, weil so schwer zu verstehen ist, was wichtig und was verzichtbar ist. Er kenne niemanden, sagt Seehofer, der die Verteilungswirkung des Sozialstaats durchschaue. Kein Politiker, kein Experte wisse, welche Gruppe wie profitiere.
»Das Schlimme ist, dass die Sozialpolitik immer additiv ist«, sagt Seehofer. »Wir erfinden neue Leistungen, aber wir schaffen zu wenig Überholtes ab.« Additive Sozialpolitik – das ist eine harmlose Formulierung für die Tatsache, dass der Staat planlos Geld verteilt und falsche Prioritäten setzt. Drei Beispiele:
Der Staat gibt Milliarden aus, um mit der Altersteilzeit den Vorruhestand zu erleichtern, was vor allem Besserverdienende nutzen. Alten Hartz-IV-Empfängern dagegen wird die Unterstützung gekürzt, sobald sie für ein paar Tage ins Krankenhaus müssen. Sie erhalten dort ja warme Mahlzeiten umsonst.
Das höhere Kindergeld wird als große familienpolitische Leistung gefeiert, doch arbeitslosen Eltern wird jeder Cent Kindergelderhöhung von der Stütze abgezogen. An den Bedürftigsten geht die vermeintliche Wohltat also glatt vorbei.
Ausgaben für elitäre Privatschulen dürfen Eltern von der Steuer absetzen, für die in Hauptschulen abgeschobenen Bildungsverlierer aber tut sich wenig. Allen Sonntagsreden zum Trotz sank der Anteil der 18- bis 24-Jährigen, die weder über einen Schulabschluss noch über eine Berufsausbildung verfügen, in den vergangenen zehn Jahren nicht, sondern er stieg. Gleichzeitig wurden die Stellen in der Jugendsozialarbeit um fast ein Drittel gekürzt.
Dabei ist die Rechnung ganz einfach: Nur wenn weniger Geld für die Starken ausgegeben wird, bleibt mehr für die Schwachen. Dabei besteht gute Armutspolitik nicht allein im Geldverteilen an Bedürftige. Denn pure Sozialtransfers wirken oft nur wie Schmerzmittel: Der Patient fühlt sich erst einmal besser, aber er wird nicht gesund. Dafür braucht er eine andere Medizin.
Wer gegen die Armut vorgehen will, muss Geld in Bildung stecken – Deutschland führt zwar im internationalen Vergleich bei seinen Sozialausgaben, rangiert bei den Bildungsausgaben aber im hinteren Drittel der Industrieländer.
Armutsbekämpfung heißt, mehr in das soziale Umfeld schwieriger Jugendlicher zu investieren.
Und zur Armutsverringerung gehört schließlich, bessere Anreize zum Aufstieg zu schaffen. Heute drücken vor allem die Sozialbeiträge auf die Einkommen der Geringverdiener, die schon bei einem Bruttolohn von 900 Euro fast 200 Euro gleich wieder abführen müssen. Im Vergleich dazu steht mancher Untätige besser da. Schließlich merkt der Hartz-IV-Empfänger anders als ein Geringverdiener die steigenden Heizkosten nicht, weil der Staat sie ersetzt. Und pro Kind bekommt er mehr als die 153 Euro Kindergeld, die ein Erwerbstätiger erhält.
Mehr Geld für Bildung, für die Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie ein Abgabensystem, das Anstrengungen stärker belohnt – das wäre nötig. Dafür müsste der Staat seine knappen Mittel stärker konzentrieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündete kürzlich, Deutschland müsse zur »Bildungsrepublik« werden. »Wir werden 2009 einen Bildungswahlkampf bekommen«, sagt auch Staatssekretär Heinrich Tiemann, der für Merkels Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier die wichtigsten innenpolitischen Konzepte schreibt.
Mag sein. Doch noch ist es weit zu einer Politik, die die Bedürftigen tatsächlich erreicht. In Schleswig-Holstein etwa wurde ein Landesprogramm »Kein Kind ohne Mahlzeit« beschlossen. Kindern von bedürftigen Familien wird nun das Essen in der Kita bezahlt. Die Schulkinder bleiben aber außen vor, für sie ist kein Geld da.
- Datum 26.6.2008 - 09:55 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 26.06.2008 Nr. 27
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Warum werden die Beitragsbemessungsgrenzen nicht einfach abgeschafft?Dann werden die sozialen Lasten gerechter verteilt, zur Zeit können sich Besserverdienende und Beamte doch einfach ausklinken.Ein anderer Punkt wäre eine dramatische Verschlankung der Bürokratie - einfach 80% der Personen, die nicht direkt mit den Kunden (Arbeitslose, Hartz IV-Empfänger, etc.) zu tun haben, freisetzen. In der heutigen Zeit sind diese einfach überflüssig, denn es gibt genug Möglichkeiten organisatorischer und technischer Art, um die schlanken Behörde einzuführen. In der freien Wirtschaft würde man das pauschal als betriebsbedingte Kündigung bezeichnen.
"Warum werden die Beitragsbemessungsgrenzen nicht einfach abgeschafft?"
Dabei vergessen Sie aber geflissentlich, dass die Beitragsbemessungsgrenze nicht nur Besserverdienende von entlastet, sondern umgekehrt auch die Sozialkassen. Ohne diese müssten nämlich umgekehrt die Sozialkassen auch Kranken- und Arbeitslosengeld sowie Renten in unbegrenzter Höhe bezahlen (so sieht es zumindest das Bundesverfassungsgericht). Für unsere umlagefinanzierten Sozialversicherungssysteme wäre das tödlich. Da ja eben kein Ansparvorgang zugrunde liegt, würden die höheren Beitragseinnahmen über Mehrleistungen (vulgo "Wahlgeschenke") oder niedrigere Beitragssätze quasi verfrühstückt. Später stünde dann aber den ebenfalls höheren Leistungsansprüchen keine adäquate Deckung gegenüber, so dass dann wieder der Steuerzahler einspringen müsste. Keine erfreuliche Vorstellung, wenn sich mich fragen.
"Dann werden die sozialen Lasten gerechter verteilt, zur Zeit können sich Besserverdienende und Beamte doch einfach ausklinken."
Beamte profitieren schon mal nicht von der Beitragsbemessungsgrenze, da sie sich grundsätzlich privat versichern müssen. Die meisten liegen dazu mit ihrem Einkommen ohnehin darunter, so dass sich bei einer Abschaffung nichts ändern würde. Eine Einbeziehung der Beamten in die Sozialversicherungen würde sogar deutlich teurer kommen, da dann der jeweilige Dienstherr (Kommune / Land / Bund) Sozialversicherungsbeiträge abführen müsste. Um den Beamten dies ebenfalls zu ermöglichen, müssten deren Bruttobezüge entsprechend angehoben werden, da dort die - fiktiven - Beiträge quasi schon heraus gerechnet sind (haben Sie sich noch nie gefragt, warum Beamte relativ schlecht bezahlt sind?). Das GAnze würde also auf "linke Tasche - rechte Tasche" hinaus laufen.
Wo "klinken" sich übrigens Besserverdienende "aus der sozialen Verantwortung aus", wie Sie das so schön formuliert haben? Ein abhängig Beschäftigter muss in jedem Fall eine Krankenversicherung vorweisen können und bezahlt in jedem Fall für den Lohn- bzw. Gehaltsanteil unter den Beitragsbemessungsgrenze seine Beiträge für die Arbeitslosen- und Rentenversicherung - wie jeder andere Arbeitnehmer in Deutschland auch. Natürlich stimmt es, dass für das darüber liegende Arbeitseinkommen keine Beiträge erhoben werden. Dafür sind aber umgekehrt auch die einkommensabhängigen Sozialleistungen auf die eines Einkommens in dieser Höhe gedeckelt. In meinen Augen ist das für beide Seiten ein fairer Deal.
Dass die Abschaffung der Bemessungsgrenzen nicht die wundersame Lösung der Probleme unserer Sozialversicherungen sein kann, habe ich Ihnen ja oben bereits dargelegt.
So ein Artikel! In der ZEIT! Und auch das Sturmgeschütz des Neoliberalismus hat sich diese Woche - in der Print-Ausgabe - mit richtigen Menschen beschäftigt!
Sollte eine ZEITenwende bevorstehen?
Eines wüsste ich ja gern einmal:
Sie schreiben Gleichzeitig gibt der Staat in Deutschland jedes Jahr 700 Milliarden Euro für Soziales aus. Da würde ich doch gern einmal wissen, wofür? Genauer: Wo landen die Milliarden?
Ein Beispiel: Bofinger hat in seinem Buch Wir sind besser als wir glauben vorgerechnet, dass - wohl noch in den Zeiten vor Hartz? - die Arbeitslosen-Versicherung 70 Mia einnahm, aber nur 50 Mia an die Arbeitslosen auszahlte. Wo sind die 20 Mia geblieben?
Oder bei HartzIV: Die ganze Verfolgungsbetreung ist ja nicht umsonst - die Büros, die Computer-Systeme, das viele bedruckte Papier, die Fort- und Ausbildung der Angestellten, von ihren Gehältern ganz zu schweigen: Wieviel kostet denn das?
Ich lese: 1.5 Mio Menschen sind in "Qualifizierungs-Massnahmen" - Was kostet mich denn so eine "Massnahme"? Das es den Betroffenen nichts bringt, weiss ich eh. Aber die Statistik sieht natürlich gleich viel freundlicher aus - die Vollbeschäftigung naht! Mit unserem Geld bezahlen wir den Sand, der uns in die Augen gestreut wird ...
mein Freund, setzen Sie einfach mal die Lafontaine-Brille ab und betrachten Sie die Realität ohne Brett vorm Kopf:1. Die ZEIT ist nicht die FAZ und war es auch nie.2. Haben Sie bereits vergessen, dass die Wiedervereinigung hauptsächlich aus der Sozialkasse bezahlt wurde?
Ginge es nach den Linken, wären es nicht 700 Milliarden, sondern sehr viel mehr. Statt Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, allimentiert der Staat lieber im großen Stil und am Ende kommt bei den wirklich Bedürftigen viel zu wenig an. Und das ist der Nährboden für noch mehr Forderungen der Linken. Weil, irgendeine alleinerziehende Mutter, die ihren Kindern Schnürsenkel statt Nudeln zum Essen gibt, findet sich irgendwo immer. Die Mittelschicht, zu der ich mich zähle, wird durch derartige Forderungen regelmäßig über Gebühr geschröpft. Denn die, auf die es die Linken abziehlt, die sog. Reichen, haben die Möglichkeit, ihr Kapital zu verstecken und sich arm zu rechnen. Die Möglichkeit bleibt mir als Normalverdiener verwehrt. Auf dem Papier hat die Mittelschicht viele Ansprüche, in Wahrheit kommt wenig bei ihr an. Und bei den wirklich Bedürftigen wird nach dem Gießkannenprinzip verteilt, was am Ende kaum jemanden wirklich hilft.
Diese Selbstgefällig ist ja nicht mehr zu ertragen!! "Richtige Menschen"?? Sind wir jetzt schon so weit, dass nur noch Hartz IV-Empfänger als richtige Menschen gelten? Was ist denn dann der Rest? Nur weil jemand versagt hat, steigt er doch nicht erst jetzt in die Reihen der einzig wahren Menschen auf. Ein typisch deutscher Denkansatz. Ein "richtiger Mensch" ist nur der Underdog, der Verlierer. Der Rest sind alle Monster, Abschaum, merkwürdig abstoßende Wesen, die verkommen sind und innen nur aus Geld und Habgier bestehen. Menschlich ist nur der Arme, der Mittellose. Diese verkehrte Logik ist menschenverachtend und widerlich. Kein Wunder, dass hierzulande nichts mehr läuft.(Anmerkung: Bitte versuchen Sie, sich sachbezogen an der Debatte zu beteiligen und verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/jk)
Recht haben Sie. Es wird sich nur so lange nichts an den Verhältnissen ändern wie man nicht bereit ist, das Übel an der Wurzel zu packen. Im Jahr 1971 ging ich für ein Jahr als assistante de langue nach Frankreich und lehrte Deutsch an einer Ecole Normale. Angegliedert war ein Kindergarten, der bezeichnenderweise Ecole Maternelle heißt, in dem Kinder ab 3Jahren spielten aber auch lernten, z.B. mit großer Freude und Leichtigkeit Deutsch. Sowohl Kindergarten als auch die Schule waren natürlich Ganztagsveranstaltungen. Die Mensa für alle kostenlos und nebenbei erheblich besser als an meiner Freiburger Uni. Nach dem Unterricht wurden die Hausaufgaben von fachlich qualifiziertem Personal beaufsichtigt und im Unterricht Nichtverstandenes gegebenenfalls noch einmal erklärt, womit sich Nachhilfestunden weitgehendst erübrigten. Während für mich als Deutsche außer Frage stand, dass ich im Falle einer Schwangerschaft mein Studium an den Nagel hängen müsste, weil ich der deutschen Ideologie anhing, Kinder bräuchten in den ersten Lebensjahren ganztägig ihre Mutter und ich auch gar keine Chance für anderweitige Betreuung gehabt hätte, bekam die Schulsekretärin mit 24 Jahren bereits ihr 3.Kind, das sie nach 6 Wochen Mutterschaftsurlaub tagsüber zu einer nounou gab und ohne schlechtes Gewissen wieder anfing zu arbeiten. Bei uns wird allen Ernstes noch heute diskutiert, ob sogenannte Fremdbetreuung für Kleinkinder schädlich ist. Mir sind die Franzosen nicht als Volk von Verhaltensgestörten aufgefallen, obwohl diese Art der Erziehung gang und gäbe ist. Wie vorteilshaft es sich auf die Geburtenrate auswirkt zeigen die Statistiken.Dass ein solches Modell erhebliche Investitionen erfordert steht außer Frage, ist aber die einzige Möglichkeit, um zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit zu kommen. Warum sind denn bei uns ein Großteil aller Alleinerziehenden Hartz Empfänger? Wieso sind es insbesondere Migrantenkinder und Kinder aus bildungsfernen Schichten, die -wenn überhaupt- kaum mehr als einen Hauptschulabschluss schaffen? Wir subventionieren zu viel in den privaten statt in den öffentlichen Sektor. Kindergarten- und zwar die Variante mit Unterricht- muss ab dem 3.oder 4.Lebensjahr ganztägig kostenlos und obligatorisch sein, damit die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schulbesuch geschaffen werden und auch Mütter arbeiten gehen können. Das erscheint mir wichtiger als die Frage der Gesamtschule.
Der Staat druckt das Geld entgegen landläufiger Annahmen nicht im Keller sondern holt es sich von den Bürgern. Wenn irgendwo mehr Geld ausgegeben wird, dann muss auch wieder mehr Geld eingenommen werden. Der knallharte Wettbewerb innerhalb der EU/Welt verhindert höhere Steuern auf die Gewinne der Firmen. Da bleiben ja nur noch die Angestellten und der Mittelstand der nicht so einfach ins Ausland abwandern kann.Die Vorschläge des Artikels, die sozialen Wohltaten auf die unteren gesellschaftlichen Schichten zu konzentrieren, würde dann dazu führen, dass die Mittelschicht noch weniger vom Gehalt übrig hat. Nicht umsonst verlassen uns vor allem die Hochqualifizierten während wir eine Zuwanderung von gering Qualifizierten haben. Logisch eigentlich, wenn der Staat beim Kassieren in dieser Bevölkerungsgruppe zur internationalen Spitzengruppe gehört, dafür aber Einwanderer eine, im Vergleich zu ganz vielen anderen Ländern der Welt, gute Grundsicherung bekommen.
mein Freund, setzen Sie einfach mal die Lafontaine-Brille ab und betrachten Sie die Realität ohne Brett vorm Kopf:1. Die ZEIT ist nicht die FAZ und war es auch nie.2. Haben Sie bereits vergessen, dass die Wiedervereinigung hauptsächlich aus der Sozialkasse bezahlt wurde?
Kaffee hilft. Und: Ein grosses Glas frischer Orangensaft.
oder etwa nicht? Fallen wir den nicht alle immer wieder über die konstant auf uns einwirkende Meinungsmache die uns schon immer gesagt haben dass das alles schon richtig ist so und Alternativen gibt es eh keine. Wirklich ?Schnell wird das Schreckgespenst des Kommunismus hervorgeholt, verziert mit ein paar Beispielen zu "sozialschmarotzern die angeblich komfortabel auf dem Buckel der noch arbeitenden ein süsses Leben führen..."... und wir nicken auf dem Weg in den nächsten Konsumtempel niedlich mit dem Kopf oder benutzen die Fernbedienung für die Anwahl in den seichten Kanal um über solch anstrengende Dinge nicht nach zu denken... Arm und Arbeitslos sind immer die anderen ! Wir wähnen uns über diesen "Elementen" und merken dabei nicht wie schnell wir immer näher an den Abgrund geschoben werden.Ganz dezent auch die Hinweise auf die die angeblich am meisten unter der Armut leidenden. Die Mehrheit sind Ausländer und Migranten !? Das könnte noch einfach zu verwendendes Propagandamaterial werden... aber eine Systemfrage scheint mir das nicht zu sein. "...kein Geld ausgeben ist asozial..." ist nur eine der vielen Verdrehungen die nur wenigen etwas bringt solange das Geld eben NICHT umverteilt wird. Zur Umverteilung gehören primär mal so hohe Löhne wie der Gewinn einer Firma hergibt abzüglich der zum Ueberleben notwendigen aber bestimmt nicht soviel wie heute geträumt... Die Aktionäre sind für mich definitv nicht die einzigen die Ihre abartigen Renditeforderungen durchsetzen sollen. Eine gesunde Gesellschaft besteht aus mehr als nur diesen Teilhabern mit ebenso vielfälltigen Ansprüchen. Was war das noch bei BMW? 23% ! Entlassung von 8000Im Bankensektor dürfen es auch nicht weniger als 20% sein ! Entlassung von 6000Wie hoch soll es den bei den privaten Kapitalbasierten Rentensystemen sein? 20% !? nebst Verwaltungskosten von ~15%. Da fragt sich wieviele Mia. da jährlich in die falsche Richtung, d.h. NICHT zu den einzahlenden Rentern, umverteilt werden. Die Alternative, das Umlagerungsverfahren gibt sich dagegen mit ~3% zufrieden.Ich frage mich wieviel die Arvato einst mal haben will, so sie dann die Verwaltungen der meisten Regionen mal übernommen hat. Tolle Alternative, anstatt an die Wohngemeinde die Steuern abzugeben, den Renditeforderungen von Aktionären genüge zu tun. Genauso stolpern wir auch immer wieder über die fantastischen Argumente der Privatisierungsbefürworter. Alles besser, billiger, transparenter, Kundenfreundlicher. Hää..? die haben bis heute nicht's anderes fertiggebracht als die Renditen für die neuen Besitzer in luftige Höhen zu schrauben und haben im gleichen Atemzug den Staat, die Kommunen, die Bürger über den Tisch gezogen. Zu einem freien Markt soll selbstverständlich auch die freie Wahl des Steuerdomizils gehöhren, für jeden !!! Ganz sicher nicht nur für ein paar auserwählte Steueroasenurlauber ! Die alternative ist, die Steuer und Zollhoheit wieder an die einzelnden Länder zurückzugeben und den Steuerwettbewerb der nur auf dem Buckel der in eben diesem Armitsbericht aufgeführter ausgetragen wird, komplett zu stoppen.Die EU könnte das so die Protagonisten den auch nur wollten... das will aber niemand. Besser man einigt sich überall auf den kleinsten gemeinsamen Nenner auf das Wir den WTO Verträgen gerecht werden.Ist noch gar nicht solange her da wurde das alles schon mal analysiert und mit recht angeprangert. Sie die Plakate von 1911 und 1920 auf dieser Seite: http://en.wikipedia.org/wiki/Anti-capitalismJede der Stufen wird variabel ausgebaut je nachdem wie gefärdet das geldsäckel ganz oben ist. Seine Berechtigung hat keines der Plakte je verloren.-------
"sich selbst zu verstehen,... ist das eine Entdeckung oder eine
Kreation...?"
Arm und Arbeitslos sind immer die anderen !
Sehen Sie das so?
Sie wissen aber schon, dass am Dienstag nächster Woche Quartalsanfang ist? Kündigungsfrist 3 Monate zum Quartalsende? Die Briefe an die neu hinzukommenden HartzIV-Empfänger vom 1.Oktober 2009 werden in diesen Minuten gedruckt. Wer bis Montag keinen Einschreibe-Brief erhalten hat, darf weitere 3 Monate hoffen. (Der 1. Oktober fällt dieses Jahr auf den Dienstag)
Ach so: Falls der Laden nicht vorher Pleite geht.
das ein als gemeinnützig anerkannter Verein pro Monat 550.- Euro für die Beschäftigung eines 1,50 Euro-Arbeitslosen bekommt, nur damit der Kandidat aus der Arbeitslosenstatistik herausfällt.
Arm und Arbeitslos sind immer die anderen !
Sehen Sie das so?
Sie wissen aber schon, dass am Dienstag nächster Woche Quartalsanfang ist? Kündigungsfrist 3 Monate zum Quartalsende? Die Briefe an die neu hinzukommenden HartzIV-Empfänger vom 1.Oktober 2009 werden in diesen Minuten gedruckt. Wer bis Montag keinen Einschreibe-Brief erhalten hat, darf weitere 3 Monate hoffen. (Der 1. Oktober fällt dieses Jahr auf den Dienstag)
Ach so: Falls der Laden nicht vorher Pleite geht.
Nein und Ja, die noch Arbeit habenden sehen sich oft als noch besser dastehende an und schimpfen auf die Arbeitslosen... ist das nicht so? Da werden dann auch gerne härteste Massnahmen gegen die "Schmarotzer " gefordert...Siehe Teile der Deutschen Medien wo gerne mal gegen die "faulen" Arbeitslosen gehetzt wird und der Untergang des Deutschen Staates herbeigeredet wird ohne dabei zu erwähnen wieviele kumulierte Mia. in den letzen Jahren die Abgaben für die Superreichen gesenkt wurden und dem Staat dadurch ein vielfaches der Sozial-Kosten durch Steuerausfälle entzogen wurde...Ausgeglichen wird das dann gerne mit Erhöhungen der MW Steuer welche bekanntermassen ja die niedrigen Einkommen überproportional belastet....wie man mit Teilzeitarbeitenden auch umgehen kann...-------
"sich selbst zu verstehen,... ist das eine Entdeckung oder eine
Kreation...?"
Ach du Gottchen! Das mit dem Drucken der "blauen Briefe" hätte ich jetzt beinahe total vergessen. Vielen Dank für den Hinweis!
(Vorstehendes ist selbstverständlich sehr dunkler und ein wenig morbider Humor!)
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