Astronomie Der Weg zum All-Wissen
Immer präziser beschreiben die Naturwissenschaften den Makro- und Mikrokosmos. Wo führt das hin? Lässt sich am Ende die Entstehung von All und Leben ohne Gott erklären?
Unser Wissen vom Weltall ruht auf zwei Säulen: der astronomischen Beobachtungstechnik und unserer Kenntnis der Naturgesetze. Seine Erforschung begann im Altertum mit der Vermessung des Sternhimmels, etwa der Höhe eines Sterns über dem Horizont. Die Erfindung des Fernrohrs im 15. Jahrhundert ließ die Astronomie zur modernen Wissenschaft werden, die auf Theoriebildung und sehr genauer Beobachtung beruht.
Die lange Technikgeschichte der Himmelsbeobachtung lieferte im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts vor allem dank neuer, großer Teleskope neue Erkenntnisse. Je größer ihre Linsen oder Spiegel, umso mehr Licht konnten sie sammeln und selbst schwächste Lichtpunkte und Nebelflecken sichtbar machen. Sie zeigten uns, dass die Sonne und ihre Planeten zusammen mit etwa hundert Milliarden anderen Sternen sich um den Mittelpunkt eines gewaltigen scheibenförmigen Sternsystems bewegen, des Milchstraßensystems, auch Galaxis genannt. Sie verrieten uns auch, dass unsere Galaxis nicht das einzige Sternsystem ist, dass vielmehr zahllose Galaxien im sonst nahezu leeren Weltall schweben. Diese Entdeckung gelang dem Astronomen Edwin P. Hubble mit den damals größten Teleskopen der Welt, allen voran dem Spiegelteleskop auf dem Mount Wilson in Kalifornien, nördlich von Los Angeles. Hubble erkannte, dass alle Galaxien voneinander wegfliegen – und damit das Weltall als Ganzes expandiert.
Aber auch das unermüdliche Spähen durch kleinere Teleskope hat bis in die jüngste Vergangenheit hinein Astronomen immer wieder in Aufregung versetzt. Im November 1995 meldeten die Schweizer Michael Mayor und Didier Queloz, dass um eine Sonne im Sternbild Pegasus ein Planet kreist. Etwa fünf Tage benötigt er für einen Umlauf. Wir können ihn allerdings nicht sehen, da sein Licht von dem seiner Sonne überstrahlt wird. Er macht sich bemerkbar, weil er bei seinem Umlauf seine Sonne taumeln lässt. Endlich hatten die Astronomen gefunden, was sie schon lange vermuteten: Nicht nur um unsere Sonne, auch um andere Sterne kreisen Planeten. Seither hat man Hunderte solcher Exoplaneten gefunden.
Bei der Fahndung nach Schurkenstaaten wird die Gammastrahlung entdeckt
Die Teleskope liefern uns fast ausschließlich Informationen, die im sichtbaren Licht aus dem Weltall zu uns gelangen. Aber schon 1932 bemerkte der tschechische Funkingenieur Karl Jansky in den USA, dass das Zentrum unserer Galaxis Radiowellen aussendet. Diese Entdeckung war die Geburt der Radioastronomie. Wie das sichtbare Licht durchdringen auch Radiowellen die Erdatmosphäre nahezu ungehindert. Heute wissen wir, dass der Weltraum aus allen Richtungen von Radiowellen aller Frequenzen durchlaufen wird. Von der Sonne, von den Zentren vieler Galaxien und von Gaswolken zwischen den Sternen treffen Radiowellen auf unsere Teleskope. Neutronensterne, die manchmal übrig bleiben, wenn Sterne explodieren, senden regelmäßige Radiopulse aus.
Besonders energiereiche Radiostrahlung heißt Mikrowellenstrahlung. Deren Entdeckung bescherte den Amerikanern Arno Penzias und Robert W. Wilson 1978 den Nobelpreis. Beim Versuch, ein neues Radioteleskop zu justieren, bemerkten die beiden, dass ihr Empfänger eine schwache Strahlung registrierte, die aus allen Himmelsrichtungen eintraf. Diese Strahlung war vorhergesagt worden von dem in den USA arbeitenden russischen Physiker George Gamow. Er war überzeugt, dass das Weltall in einer Explosion, dem Urknall, geboren wurde. Die heiße Strahlung dieser Explosion müsste sich während der Ausdehnung des Alls abgekühlt haben, meinte er, und heute im Mikrowellenbereich liegen. Penzias und Wilson hatten sie per Zufall entdeckt.
Wellen im ultravioletten und infraroten Bereich dringen nur stark geschwächt durch die Atmosphäre. Die kosmische Infrarotstrahlung durchdringt jedoch auch dichte Wolken kosmischen Staubes, die zwischen den Sternen stehen. Nur im Infrarotbereich können wir bis zum Zentrum unserer Milchstraße blicken, um das sich alles dreht. Sterne, die sich dort bewegen, verraten uns, dass im Zentrum der Galaxis ein unsichtbarer Körper steht, der etwa das Viermillionenfache der Masse unserer Sonne umfasst, ein Schwarzes Loch.
Raumsonden können jenseits unserer schützenden Atmosphäre Strahlung in allen Frequenzen des elektromagnetischen Spektrums empfangen, neben sichtbarem Licht auch Ultraviolett- und Röntgenstrahlung, ja sogar die hochenergetische Gammastrahlung, die sonst in der Atmosphäre stecken bleibt und die Erdoberfläche nicht erreicht. Die kosmische Gammastrahlung wurde aber nicht bei der Erforschung des Weltalls entdeckt, sondern bei der Fahndung nach Schurkenstaaten, die heimlich Atombomben zünden. 1963 einigten sich Briten, Amerikaner und Sowjets auf ein Kernwaffenverbot im Weltraum. Kernexplosionen setzen schlagartig Gammastrahlen frei. Deshalb brachten die USA ihre Vela-Satelliten in etwa 100000 Kilometer hohe Umlaufbahnen. Deren Gammastrahlen-Empfänger sollten eventuelle Verstöße gegen das Abkommen registrieren. Alles war höchst geheim. So wurde erst 1973 bekannt, dass die Satelliten Gammastrahlen registriert hatten, die aus dem All drangen. Ihre Ursprünge, gewaltige Ausbrüche in fernen Galaxien, sind die energiereichsten Explosionen im Weltall. Vermutlich begleiten sie die Bildung eines Schwarzen Loches.
Die zweite Säule unseres All-Wissens bilden die Naturgesetze. Im 17. Jahrhundert begannen die Gelehrten, Himmelserscheinungen durch Gesetzmäßigkeiten zu erklären, die sie von der Erde kannten. Zaghafte Versuche in dieser Richtung gab es schon bei den griechischen Philosophen. In England erkannte Isaac Newton an der Bewegung der Planeten die Gesetze der Mechanik und der Gravitation. Ihre große Bewährungsprobe kam 1846. Es gelang mit den Newtonschen Gesetzen, aus Unregelmäßigkeiten der Bahn des frisch entdeckten Planeten Uranus die Existenz eines weiteren Planeten vorherzusagen, dessen Schwerkraft die Uranus-Bewegung stört. Der Franzose Leverrier errechnete sogar den Ort, wo man ihn am Himmel suchen müsste. Tatsächlich fanden Berliner Astronomen dort den Planeten Neptun. Die Herleitung von Naturgesetzen aus der Beobachtung hatte es gestattet, einen neuen Planeten zu finden. Die Entdeckung Neptuns zeigt beispielhaft: Astronomen nutzen die physikalischen Naturgesetze – und bestätigen mit ihren Entdeckungen gleichzeitig deren Gültigkeit.
Kants Vermutung fremder Welten nahmen nur wenige Astronomen ernst
Manchmal aber weisen sie auch auf Lücken im Weltbild der Physiker hin. Die Quelle der Sonnenenergie, die schon seit Jahrmilliarden die Erde wärmt, war bis in die 1920er Jahre ein großes Rätsel. Erst dann erkannten Forscher, dass nur Kernenergie, vor allem die Fusion von Wasserstoff zum Element Helium, die Sonne über so lange Zeit strahlen lassen konnte. Als der englische Astrophysiker Arthur Eddington damals die Temperatur im Sonneninneren abschätzte, kam er jedoch »nur« auf etwa 40000 Grad Celsius – zu kühl für eine Fusionsreaktion! Die Atome in der Sonne wären bei dieser Temperatur zu »lahm«, um zu verschmelzen. Eddington aber hielt hartnäckig an der Fusion als Energiequelle der Sterne fest. Wenige Jahre danach wurde die Quantenmechanik geboren, nach der die Atome in der Sonne sehr wohl verschmelzen können. Die Sonne ist eben doch ein Kernreaktor – und Eddingtons Rechnung gemäß der alten Mechanik hatte eine Lücke im Weltmodell der klassischen Physik gezeigt.
Es gäbe noch viel über wichtige Fortschritte aus jüngerer Zeit zu berichten, doch das lässt sich in dem neu erscheinenden Band nachlesen. Aber in welche Richtung wird es weitergehen?
Vor hundert Jahren glaubten wir noch, unser Milchstraßensystem wäre die einzige Galaxie im sonst leeren Raum. Nur wenige Astronomen nahmen Immanuel Kants Vermutung aus dem Jahre 1755 ernst, wonach viele der im Fernrohr erkennbaren schwachen Nebelflecken Milchstraßensysteme sein sollen wie das unsere. Niemand ahnte vor einem Jahrhundert, wie lange die Sonne schon so strahlt wie heute. Niemand wusste, dass es Neutronensterne gibt, die Strahlen aussenden, wie sie der Würzburger Conrad Wilhelm Röntgen entdeckt hatte. Niemand ahnte, dass es Schwarze Löcher gibt und dass aus dem Weltall Wellen kommen wie die, mit denen der Italiener Guglielmo Marconi die ersten radiotelegrafischen Funksignale von Europa nach Amerika gesendet hatte. Wer mag da voraussagen, wie unser Bild vom Weltall in hundert Jahren aussehen wird?
Entstand das Leben auf der Erde, oder kam es aus den Weiten des Alls?
So unsicher ich mich fühle, über die künftige Entwicklung der Astronomie zu spekulieren, so bin ich mir doch sicher, was ich mir an zukünftigen Erkenntnissen wünsche, obwohl ich sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr erleben werde.
Die Vorgänge im Weltall werden wesentlich von der Schwerkraft gesteuert. Sie sorgt dafür, dass die Gasmassen der Sterne nicht einfach verpuffen, sie bindet die Erde an die wärmende Sonne, hält die Sterne der Galaxien beieinander. Bis heute hat sie alle Tests bestanden, sogar die durch die Relativitätstheorie zur klassischen Theorie hinzukommenden Erscheinungen. Beispiel Merkur. Er umrundet die Sonne nicht einfach in einer Ellipsenbahn, wie es die klassische Mechanik verlangt; vielmehr dreht sich seine Bahnellipse geringfügig, sodass der Planet bei jedem Umlauf eine etwas andere Bahn durchläuft als zuvor. Das widerspricht der klassischen Mechanik. So genau wir von der Erde aus messen können, sagt aber die Relativitätstheorie diese Bewegung richtig voraus. Doch die klassische Theorie wurde durch Einstein nicht falsch, sie ist nur eine Näherung von Einsteins genauerer Theorie, brauchbar nur für schwache Schwerefelder. Aber soll die Relativitätstheorie die absolute Wahrheit sein? Bewegt sich Merkur exakt so, wie sie es verlangt? Neuere Messungen der kosmischen Expansion deuten auf zusätzliche, bisher unbekannte Kräfte hin. Sie beeinflussen die Bewegungen der Galaxien und die Expansion des ganzen Weltalls und werden etwas vage als Dunkle Materie und Dunkle Energie bezeichnet. Folgen auch sie aus Einsteins Gleichungen? Dazu könnten wir vielleicht aus der Bewegung des Merkur etwas lernen, wenn wir sie genauer messen. Von der Erde aus können wir seine Position nur auf einige Kilometer genau bestimmen. Im Jahr 2013 wird die europäisch-japanische Sonde BepiColombo zum Merkur starten. Eine ihrer Aufgaben lautet, die Bewegung des Planeten zu vermessen und seine Position auf zehn Zentimeter genau zu bestimmen. Folgt Merkur der Relativitätstheorie auch bis zu dieser Präzision? Oder weicht er von der errechneten Bahn geringfügig ab und sagt uns, dass Einsteins Theorie noch nicht das letzte Wort ist? Ist sie nur die Näherung einer noch allgemeineren Theorie, so wie die klassische Mechanik nur eine Näherung der Relativitätstheorie ist?
So konkret mein erster Wunsch nach mehr Erkenntnis ist, so vage kommt mir meine zweite Frage vor: Irgendwann entstand auf der Erde Leben. Wir wissen nicht, wie das im Detail vor sich ging, aber die Bedingungen waren nicht außergewöhnlich. Es entstand auf einem Planeten, der von seiner Sonne über Milliarden Jahre warm gehalten wurde und auf dem flüssiges Wasser existierte. Es entstand aus den Stoffen, die wir auch heute auf der Erde finden. Das aber ist in unserem Milchstraßensystem keine Ausnahmesituation. Die irdischen Stoffe findet man im gesamten Weltall, nicht nur in unserer Galaxis, sondern auch in den Galaxien in den entferntesten Winkeln. Auch andere Sterne werden von Planeten umkreist. Auf vielen von ihnen herrschen wahrscheinlich die gleichen Bedingungen wie auf der Erde vor Milliarden Jahren, als hier das Leben begann. Wenn die gleichen Stoffe wie auf der Erde unter den damaligen Bedingungen zusammenkommen, entsteht dann nach einiger Zeit notwendigerweise Leben?
Und entstand das Leben überhaupt auf der Erde, oder kam es aus den Weiten des Raumes? Schon Anfang des 20. Jahrhunderts vermutete der schwedische Chemiker Svante Arrhenius, mikroskopische Lebenskeime könnten sich durch den Weltraum verbreiten und so Leben von einem Planeten zum anderen tragen. Doch wie sollen die durch den Raum vagabundierenden Lebenskeime die sterilisierende Strahlung der Sterne überleben? Vielleicht kommen sie mit einem Schutzpanzer. Wenn ein großer Meteorit auf einem Planeten einschlägt, spritzt Materie nach oben. Ein Teil wird in den Raum geschleudert und irrt vielleicht Millionen Jahre lang durch das Sonnensystem. Lebenskeime im Inneren solch kleinerer Meteoriten könnten dann, abgeschirmt vor den Todesstrahlen, überleben. Wird der Meteorit von einem Planeten aufgefangen, könnten die Lebenskeime dort weiterleben und sich entwickeln. Auf der Erde fand man mehrere Meteoriten, die offensichtlich vom Mars gekommen sind. Haben einige von ihnen auch Lebenskeime mitgebracht? Viele meiner Kollegen halten die Frage, ob es außerhalb der Erde Leben gibt, für unseriös, zu nahe bei der Science-Fiction-Literatur. Das mag ja so sein – aber trotzdem würde ich es gerne wissen.
Meine dritte Frage wird wahrscheinlich niemals beantwortet. Es ist die Gretchenfrage nach Gott, die Astronomen immer wieder gestellt wird. Die alten Germanen verstanden die Gewittererscheinungen nicht, also schufen sie sich Götter, die Menschen mit Blitz und Donner schrecken. Als man Gewitter auf Naturgesetze zurückführen konnte, wurde der Donnergott überflüssig. So hat die Naturwissenschaft in der Vergangenheit Gott immer weiter zurückgedrängt. Biologen und Mediziner können körperliche Vorgänge, Krankheiten und Tod mit Naturgesetzen erklären. Vielleicht wird der Mensch einmal auch die Entstehung des Lebens aus unbelebter Materie im Rahmen der Naturgesetze verstehen. Wäre dann kein Gott mehr nötig, weil alles erklärt ist? Aber woher kommen die Naturgesetze? Sind sie am Ende gottgegeben? Sind sie wie in einem Gesetzbuch gesammelt, dessen einzelne Paragrafen wir im Laufe der Zeit begreifen lernen? Oder schaffen wir uns die Naturgesetze selbst, um uns in einer chaotisch erscheinenden Welt einigermaßen zurechtzufinden?
Vor diesen Fragen stehen wir genauso ratlos wie der alte Germane vor dem Gewitter.
Dieser Text ist eine gekürzte Fassung des Nachworts von »Faszination Kosmos«.
- Datum 25.06.2008 - 02:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 26.06.2008 Nr. 27
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Wenn die Existenz Gottes erklären soll, was der Gläubige nicht versteht, so verstehe ich nicht, wie die Existenz Gottes erklärt werden soll.
Also das erscheint mir gelinde gesagt etwas seltsam. Ich kann das zwar irgendwie nachvollziehen, aber wenn man das mit offenen Auge betrachtet: Was soll daran bitte unseriös sein?Wäre es nicht viel unseriöser vor der *Möglichkeit* außerirdischen Lebens die Augen zu verschließen?Das erscheint mir wie eine Selbstbeschneidung der Wissenschaftler aus Angst sich nicht "lächerlich" zu machen. Die Auswirkungen von der Entdeckung außerirdischen Lebens mögen unabsehbar sein aber die Frage danach von vornherein abzulehnen weil sich mit ihr auch viele Laien beschäftigen scheint mir fast schon infantil.
"Aber woher kommen die Naturgesetze? Sind sie am Ende gottgegeben? Sind sie wie in einem Gesetzbuch gesammelt, dessen einzelne Paragrafen wir im Laufe der Zeit begreifen lernen? Oder schaffen wir uns die Naturgesetze selbst, um uns in einer chaotisch erscheinenden Welt einigermaßen zurechtzufinden?"Immer wieder dieselbe unsinnige Frage nach den Natur"gesetzen". Die so genannten Naturgesetze sind eben dies nicht. Sie sind keine Gesetze. Niemand hat sie geschrieben, damit sich die Natur daran hält. Es handelt sich hierbei um eine systematische Beschreibung von beobachteten Phänomenen, die lediglich dazu dient, Hypothesen zu erstellen und die Hypothesen und Beobachtungen kommunizierbar zu machen. Das sollte doch für einen gebildeten Menschen begreifbar sein.Gott kann in der Mottenkiste bleiben, wo er (sie? es?) hingehört. Gott ist nicht der Schöpfer der Naturgesetze, sondern ihr Vorläufer in der Geschichte der Auseinandersetzung der Menschen mit der Welt, in der sie leben.
"Gott ist nicht der Schöpfer der Naturgesetze, sondern ihr Vorläufer in
der Geschichte der Auseinandersetzung der Menschen mit der Welt, in der
sie leben."Man mag das als eine historische Betrachtungsweise oder Wahrheit verstehen, allerdings verkennt das aus meiner Sicht den ganzen Witz an Gott: Er ist metaphysisch d.h. per definitionem nicht empirisch zu erfassen. Deswegen kann die Naturwissenschaft seine Existenz weder be- noch widerlegen. Und dementsprechend sind Versuche ihn empirisch zu beweisen oder zu falsifizieren sinnlos. Die These, dass Gott metaphysisch existiert, lässt sich nur auf 2 Arten endgültig widerlegen, indem man entweder ein Instrument erfindet, dass Gott "messen" kann, so ähnlich wie man Wärme mit einem Thermometer misst (dann hat man allerdings Gottes physische existenz bewiesen) oder indem man ihn metaphysisch für unmöglich erklärt, was nur mit Mitteln der Vernunft bzw. Philosophie, aber nicht mit empirischen Daten möglich ist.Ich glaube zwar nicht an Gott, aber ich halte es auch für unmöglich ihn (als Metaphysisches Ding) endgültig zu widerlegen oder zu beweisen.Nur ein empirischer Gott wäre dem Beweis zugänglich, aber dessen Existenz oder Nichtexistenz hat keinen Einfluss auf die Existenz eines metaphysischen Gott. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft gelingt es allerdings noch nicht einmal überzeugend den kreationistischen Gott zu widerlegen, denn ein Kreationist kann plausibel mit Wahrscheinlichkeiten Argumentieren. Das ein Urknall (ohne den Einfluss eines kreationistischen Gottes) stattfindet ist, genau wie ein kreationistischer Gott selbst, als ein höchst unwahrscheinliches Ereignis einzustufen.
"Gott ist nicht der Schöpfer der Naturgesetze, sondern ihr Vorläufer in
der Geschichte der Auseinandersetzung der Menschen mit der Welt, in der
sie leben."Man mag das als eine historische Betrachtungsweise oder Wahrheit verstehen, allerdings verkennt das aus meiner Sicht den ganzen Witz an Gott: Er ist metaphysisch d.h. per definitionem nicht empirisch zu erfassen. Deswegen kann die Naturwissenschaft seine Existenz weder be- noch widerlegen. Und dementsprechend sind Versuche ihn empirisch zu beweisen oder zu falsifizieren sinnlos. Die These, dass Gott metaphysisch existiert, lässt sich nur auf 2 Arten endgültig widerlegen, indem man entweder ein Instrument erfindet, dass Gott "messen" kann, so ähnlich wie man Wärme mit einem Thermometer misst (dann hat man allerdings Gottes physische existenz bewiesen) oder indem man ihn metaphysisch für unmöglich erklärt, was nur mit Mitteln der Vernunft bzw. Philosophie, aber nicht mit empirischen Daten möglich ist.Ich glaube zwar nicht an Gott, aber ich halte es auch für unmöglich ihn (als Metaphysisches Ding) endgültig zu widerlegen oder zu beweisen.Nur ein empirischer Gott wäre dem Beweis zugänglich, aber dessen Existenz oder Nichtexistenz hat keinen Einfluss auf die Existenz eines metaphysischen Gott. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft gelingt es allerdings noch nicht einmal überzeugend den kreationistischen Gott zu widerlegen, denn ein Kreationist kann plausibel mit Wahrscheinlichkeiten Argumentieren. Das ein Urknall (ohne den Einfluss eines kreationistischen Gottes) stattfindet ist, genau wie ein kreationistischer Gott selbst, als ein höchst unwahrscheinliches Ereignis einzustufen.
Was war vor dem Urknall? Ist das Universum eine Blase die sich aufdehnt und dann irgendwann wieder kollabiert, um durch einen neuen Urknall wieder in die Expansion zu gehen? Gibt es parallele Universen, so dass sich Universen nebeneinander entwickeln und wieder vergehen, sozusagen eine Supermakrokosmos?
Der personifizierte Gott der drei abrahamatischen Relgionen kann zumindest kein Schöpfergott sein, allenfalls ein interstellarer oder intergalaktischer vielleicht auch ein Paralleluniversumsbesucher?
Und vielleicht noch wichtiger, wie wird man die Kreationisten wieder los?
Diese Frage stellt sich nicht, da der Urknall (immer Bedenken: Das ist eine Theorie) der BEGINN von Raum und Zeit sind - vor dem Urknall kann es also nichts gegeben haben!
Und zwar der Wettergott der Kanaaniten. Hiess El, später dann Elohim (was man aber nicht sagen durfte) und noch später dann Jahwe (was man aber so was von gar nicht sagen durfte). Und er hatte eine Frau, die - zu Els Zeiten "mit"verehrt wurde; soweit bekannt eine Fruchtbarkeitsgöttin. Macht ja auch Sinn für einen Wüstenbewohner, so ein Götterpärchen, zuständig für Sex&Regen.Wenn man das 1. Gebot liest, war die Sceidung wohl eine hässliche...Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
Ludwig Wittgenstein
Diese Frage stellt sich nicht, da der Urknall (immer Bedenken: Das ist eine Theorie) der BEGINN von Raum und Zeit sind - vor dem Urknall kann es also nichts gegeben haben!
Und zwar der Wettergott der Kanaaniten. Hiess El, später dann Elohim (was man aber nicht sagen durfte) und noch später dann Jahwe (was man aber so was von gar nicht sagen durfte). Und er hatte eine Frau, die - zu Els Zeiten "mit"verehrt wurde; soweit bekannt eine Fruchtbarkeitsgöttin. Macht ja auch Sinn für einen Wüstenbewohner, so ein Götterpärchen, zuständig für Sex&Regen.Wenn man das 1. Gebot liest, war die Sceidung wohl eine hässliche...Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
Ludwig Wittgenstein
so schlimm für die Gläubigen sein, wenn man das Universum auch ohne Gott erklären kann. Wenn sowas einen Gläubigen in seinem Glauben erschüttert (siehe den Aktionismus der Kreationisten), dann würde ich glatt an deren Glauben zweifeln.Was ist das für ein Glauben, der so eine schlimme Angst vor der Realität hat und sie überall bekämpfen will, nur weil sie nicht ins Weltbild passt?Irgendwo muss man sich als Gläubiger halt auch fragen, wie weit man gehen soll und wann man die Scheuklappen einfach abnehmen sollte. (Wissenschaft ist doch auch unglaublich interessant. Bekämpfen muss man sie doch nicht)
"Lässt sich am Ende die Entstehung von All und Leben ohne Gott erklären?"Was für eine Frage. Ich muss wirklich schmunzeln.Dreht sich am Ende die Sonne gar nicht um die Erde? Ist am Ende die Erde gar keine Scheibe?Wenigstens hat uns der große, große Max Goldt gelehrt, dass Schmunzeln Vanille für die Seele ist.
--
der geist in der maschine
Diese Frage stellt sich nicht, da der Urknall (immer Bedenken: Das ist eine Theorie) der BEGINN von Raum und Zeit sind - vor dem Urknall kann es also nichts gegeben haben!
Es soll also nichts gegeben haben. Überhaupt NICHTS. …. Und plötzlich knallt es. ….
Aber Was? Wie? Die Materie ist doch Entstanden, von nichts?
Also die Frage Was vor dem Urknall (wenn ihn Überhaupt gegeben hat) war, soll doch gestellt werden.
Es soll also nichts gegeben haben. Überhaupt NICHTS. …. Und plötzlich knallt es. ….
Aber Was? Wie? Die Materie ist doch Entstanden, von nichts?
Also die Frage Was vor dem Urknall (wenn ihn Überhaupt gegeben hat) war, soll doch gestellt werden.
"The truth about Religion" (Die Wahrheit über Religion):http://youtube.com/watch?...Alles _Astrologie_, SonnenAnbeterei. In dem Video wird glaubhaft dargestellt, wie die Cristlichen Mythen weiter nichts sind als die Schriftliche Fixierung vorchristlicher SonnenAnbetungsMythen. Mit dabei:==> Ostern (woher ? : Tag- u. NachtGleiche)==> Geburt Jesu zu Weihnachten (WinterSonnenWende, Sirius, 3 Könige)Schlecht für die Kreationisten ...
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