G-8-Gipfel Die nächste Welt

Kommende Woche wollen die G-8-Nationen beim Gipfeltreffen wieder globale Probleme lösen. Sie werden scheitern. Die Zeit der großen Mächte ist vorbei. Es beginnt die Ära der flexiblen Bündnisse

In der kommenden Woche treffen auf der japanischen Insel Hokkaido die Staats- und Regierungschefs der reichen Industriestaaten und Russlands zusammen – der sogenannten G8. Die Treffen werden inzwischen regelmäßig begleitet von der Forderung, dass dieser Club sich reformieren müsse, um der machtpolitischen Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts besser zu entsprechen. Gehören nicht längst neue Mitglieder in den globalen Führungszirkel? Chinas Anteil an der Weltwirtschaft beläuft sich heute auf 15 Prozent. Von weiter hinten holen Indien und Brasilien auf. Doch bevor man so einfach zur nächsten Weltordnung übergehen kann, muss man sich noch einmal für einen Augenblick mit der bestehenden beschäftigen. Sie ist nämlich gerade dabei, sich aufzulösen.

In diesem Jahr wollen die japanischen Gastgeber Fragen des globalen Umweltschutzes behandeln. Aber was auch immer die G8 zu diesem oder anderen Großproblemen erklären: Sie sind keine Weltregierung. China hat schon früher die Appelle ignoriert, seine Währung aufzuwerten; die Opec wird nicht, um den Ölpreis zu senken, ihre Produktion ausweiten; und dass man im G-8-Kreis die enge Verbindung zwischen Kreml und Gasprom in Russland beklagt, interessiert in Moskau wenig. Überhaupt stellt sich hier die Frage nach der Reputation der Mitglieder: Wäre John McCain erst Präsident der Vereinigten Staaten, würde er das halbautoritäre Russland aus dem G8-Club hinauswerfen wollen. Dagegen meinen viele Experten, Zusammenschlüsse wie die G8 seien nutzlos, wenn sie nicht Regionalmächte und aufstrebende Staaten einbezögen – neben China und Indien also etwa Brasilien, die Türkei, Saudi-Arabien oder Indonesien. Etliche dieser Staaten sind jedoch keine Demokratien. Die Regeln, nach denen die internationale Ordnung funktionieren soll, die Foren, in denen über die globale Zukunft zu entscheiden ist, die Werte und Grundsätze, die uns dabei leiten müssen – das alles ist vollkommen unklar geworden.

Warum glauben wir überhaupt, irgendeine Zentralinstanz – die Vereinten Nationen, die G8, der Internationale Währungsfonds – könne in einer globalisierten Welt den Ton angeben? Die Globalisierung folgt im Gegenteil einem einfachen Prinzip: der Dezentralisierung. Dezentralisiert werden Macht, Technologie oder Wissen. Sie wandern zu Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen. Vor allem aber in Richtung jener Staaten, die man die neue »Zweite Welt«, die nächste internationale Garnitur nach den ganz Reichen und Mächtigen nennen kann: die aufstrebenden Mächte in Osteuropa, Zentralasien, Lateinamerika, im Mittleren Osten und in Südostasien.

Der Prozess der Globalisierung hat diese Länder der Zweiten Welt – wie die Türkei, Kasachstan, Brasilien, Libyen, Saudi-Arabien oder Malaysia – auf dem geopolitischen Marktplatz zu wichtigen Konsumenten gemacht. Sie schließen Verträge nach Osten und Westen gleichermaßen. Sie spielen die einen gegen die anderen aus. Unter dem Radar der westlichen Normen fliegen sie einfach hindurch. Ich habe die Jahre 2005 bis 2007 vorwiegend damit verbracht, die Staaten dieser Zweiten Welt zu bereisen. Sie zeigen eine erstaunliche Flexibilität, jedes dieser Länder besteht auf seinem eigenen Weg: Indien kauft Waffen von Russland, baut seinen Handel mit China aus und schließt mit den Vereinigten Staaten ein Abkommen über die zivile Nutzung von Atomenergie. Saudi-Arabien widersetzt sich amerikanischem Druck, seine Ölproduktion zu erhöhen, drängt auf eine gemeinsame Freihandelszone mit der Europäischen Union und beschafft sich mehr und mehr Raketen aus China. Kasachstan modernisiert die Ölpipelines durch Russland, wirbt bei den Europäern um Unterstützung für seinen Versuch, den Vorsitz der OSZE zu übernehmen, und proklamiert eine strategische Partnerschaft mit China. Keiner vertraut einem anderen – und am wenigsten den Vereinigten Staaten.

Die Hegemonie der Vereinigten Staaten in einer unipolaren Weltordnung wird nicht ersetzt durch eine Vorherrschaft Chinas. Der Pazifik tritt nicht an die Stelle des Atlantiks. Der Osten überholt nicht den Westen. Vielmehr liegen heute alle zugleich in Konkurrenz und Kooperation miteinander, versuchen Gleichgewichte zu halten und auf fahrende Züge aufzuspringen. Was wir erleben werden, wird Multipolarität unter Beteiligung nichtwestlicher Mächte sein, in denen Wirtschaftswachstum nicht automatisch Freiheit und Menschenrechte mit sich bringt. Europa wird eine besondere Rolle als eine Art Über- oder Netzwerkstaat zwischen den Vereinigten Staaten und China spielen – ein Europa, dem sogar die Beute zufallen könnte, falls die westliche und die asiatische Großmacht eines Tages gegeneinander in den Krieg ziehen sollten.

Der UN-Sicherheitsrat ist schwer – vielleicht irreparabel – beschädigt

Was können die Vereinigten Staaten – und ihr nächster Präsident – tun, um in einer solchen Welt im Umbruch die Vorherrschaft zu behalten? Namentlich Unterstützer und Berater von John McCain (wie Robert Kagan) wollen eine US-Außenpolitik, die auf dem Bündnis mit den wichtigsten demokratischen Staaten gründen solle. Andere, vor allem im Lager Barack Obamas (wie etwa Ivo Daalder), treten dagegen für mehr Engagement Amerikas in multilateralen Organisationen wie den Vereinten Nationen ein. Wahrscheinlich sind beide Strategien zum Scheitern verurteilt. Die demokratischen Staaten Europas haben den Interventionismus der Amerikaner überwiegend schroff zurückgewiesen – eine Tatsache, die auf noch peinlichere Weise offenbar würde, wenn man tatsächlich eine »Allianz der Demokratien« schüfe. Indien, Südkorea und Australien haben sich zu freundlichen, aber lauen Verbündeten der Vereinigten Staaten entwickelt. Der UN-Sicherheitsrat wiederum ist schwer – vielleicht irreparabel – beschädigt, nachdem er mehr als zwei Jahrzehnte lang weder reformiert noch erweitert wurde. Die Amerikaner haben von Erweiterung nur geredet, die Europäer haben es versäumt, den britischen und den französischen Sitz zu einem europäischen zu vereinigen. Regionale Organisationen wie die Arabische Liga, die südostasiatische Asean oder die Afrikanische Union sind dazu übergegangen, ihre eigenen Operationen zu betreiben, ohne Rücksicht auf die Prozeduren der Vereinten Nationen. Eine Rückkehr zum Multilateralismus alten Stils wird das globale Chaos ebenso wenig eindämmen wie eine neuartige Demokratien-Allianz.

Europa könnte ein postmodernes Römisches Reich gründen

Es könnte sein, dass die Weltlage schon in wenigen Jahren eher dem Autoritäts-Durcheinander des Mittelalters ähnelt als einem neuen Kalten Krieg mit klaren Fronten. Man darf sich unter diesen Umständen von den Vereinigten Staaten, auch unter dem nächsten Präsidenten, nicht zu viel erhoffen. Noch hat Amerika die veränderte Realität nicht wirklich begriffen. Warum sollte die Welt ihre Führung ausgerechnet dem größten Schuldner anvertrauen, während China Kredite in rauen Mengen vergibt und Europa handfeste Pakete der Krisen- und Entwicklungshilfe schnürt? Den Schlüssel dafür, dass die globalen Aufgaben vernünftig verteilt werden können, hält heute nicht Amerika in der Hand, sondern viel eher Europa. Auf Europa kommt es an, wenn sichergestellt werden soll, dass der Aufstieg Chinas und anderer neuer Mächte verantwortlich und friedlich abläuft – denn die EU nimmt eine dritte Position zwischen den asiatischen »Angreifern« und der amtierenden Supermacht ein, die um ihre hegemoniale Stellung kämpft. Europa kann die diplomatischen Innovationen vorantreiben, die für grenzüberschreitende Probleme wie den Klimawandel und die Armutsbekämpfung nötig sind. Das europäische System des Emissionshandels ist ein Modell, das sich Amerika zum Vorbild nehmen kann. Die EU plant, eine Milliarde Euro in die Entwicklung wasserstoffgetriebener Kraftfahrzeuge zu stecken. Fährt die EU endlich ihre Landwirtschaftssubventionen herunter, um die Agrarexporte armer Staaten zu fördern, können europäische Banken zu Marktführern auf dem Gebiet der Mikrofinanzierung für die Bauern in den Entwicklungsländern werden. So könnte Europa Afrika doch noch auf die Beine helfen, statt zuzulassen, dass der Kontinent in die Falle des chinesischen Merkantilismus tappt. Es ist überfällig, dass die Europäer selbst zu denken und zu handeln beginnen.

Die EU muss dazu stark und strategisch aktionsfähig werden. Das irische Nein zum Reformvertrag von Lissabon sollte den außenpolitischen Aufbruch nicht blockieren, der durch effektivere Zusammenarbeit immer noch erreicht werden kann. Europa kann das Problem der illegalen Einwanderung aus den arabischen Staaten in den Griff bekommen, indem es seine Wirtschaftskontakte nach Nordafrika ausbaut und dort investiert. Erdgaslieferungen aus dieser Region können die Abhängigkeit der Europäer von Russland reduzieren. Europa hat die Chance, ein postmodernes Römisches Reich zu gründen, wenn es das Projekt der Mittelmeerunion vorantreibt. Die Europäer sollten das nicht aus den Augen verlieren, nur weil sie sich über die Wichtigtuerei von Nicolas Sarkozy ärgern. Es geht darum, den Maghreb zu stabilisieren, bevor Arbeitslosigkeit und Islamismus die arabische Welt außer Kontrolle geraten lassen.

Das große Thema Türkei, die nächste Herausforderung, wird in Europa weithin missverstanden. Es geht keineswegs nur darum, dass erstmals ein großes nichtwestliches Land die Mitgliedschaft in der EU anstrebt. Tatsächlich ist die Türkei zu einer echten Nachfolgemacht des Osmanischen Reichs aufgestiegen, mit Einfluss vom Balkan bis nach Zentralasien. Sie unterhält enge Wirtschaftsverbindungen mit Russland und Iran, sie vermittelt zwischen Israel und Syrien. Die Energiezufuhr in den Westen geschieht in wachsendem Umfang (erst recht nach Abschluss eines Energieabkommens mit dem Irak) durch die Türkei. Das Land muss nicht unbedingt Vollmitglied der EU werden, um seine Scharnierfunktion zum Mittleren Osten wahrzunehmen. Aber die Europäer müssen sich auf diese strategisch zentralen Fragen konzentrieren, statt die Entwicklung der europäisch-türkischen Beziehungen zu einer Geisel von Kleinproblemen wie der Zypernfrage zu machen.

Auch im Verhältnis zu Russland macht Europa von seiner Macht und seinem Einfluss nur zaghaft Gebrauch. Europa ist der wichtigste ausländische Investor in Russland, zugleich der größte Importeur von russischem Öl und Gas. Die Europäer könnten viel selbstbewusster verlangen, dass in den staatlich kontrollierten russischen Energieriesen die Standards guter Unternehmensführung respektiert werden. Europa muss keineswegs klaglos akzeptieren, dass diese Firmen Verträge mit westlichen Unternehmen nach Belieben manipulieren oder sogar aufkündigen. Wir leben nicht mehr im 19. oder 20. Jahrhundert, als Europa und Russland einander militärisch gerüstet gegenüberstanden und sich gegenseitig mit Invasion bedrohten. Die russische Volkswirtschaft ist ungefähr so groß wie die französische: Europa könnte sie kaufen.

Die vielleicht größte geopolitische Frage des 21. Jahrhunderts ist, ob uns ein neuer Ost-West-Konflikt bevorsteht. Wird ein transatlantisches Bündnis aus den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union einer reizbaren Allianz bevölkerungsreicher asiatischer Staaten gegenüberstehen, die sich um China versammeln? In den neunziger Jahren, als der Westen mit seinen humanitären und militärischen Interventionen, die während des Kalten Kriegs undenkbar gewesen wären, die Weltordnung revolutionierte, galt: Wer die Regeln bestimmt, besitzt die Macht. Asiens wirtschaftlicher Aufstieg bringt jetzt ein neues Axiom hervor: Wer das Geld hat, macht die Regeln. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Singapur, Saudi-Arabien, Südkorea und China gebieten über riesige Staatsfonds, die nicht nur die Wall Street stützen, sondern auch von Nordafrika bis Zentralasien mittelgroße Volkswirtschaften aufkaufen. Die asiatische Nachfrage nach Mineralien treibt die Wachstumsraten in Afrika heute höher denn je. Diese Rohstoffflüsse können schnell politisch instrumentalisiert werden. Schon heute unterstützt China jedes der von den USA als »Schurkenstaat« klassifizierten Länder finanziell und militärisch.

Wie würde eine globale Ordnung aussehen, in der West und Ost im Kampf um strategischen Einfluss immer stärker auf Staatskapitalismus setzten und die Regime der Zweiten Welt bestächen, damit sie ihre Rohstoffe herausrücken? In der der Westen nicht nur auf Menschenrechte und Demokratie, sondern auch auf seine Patent- und geistigen Eigentumsrechte pocht – und der Osten darauf pfeift? Werden die amerikanisch geführte Nato und die chinesisch dominierte Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit aneinandergeraten, wenn das Öl aus Kasachstan knapp wird? Werden chinesische Kriegsschiffe im Indischen Ozean zu patrouillieren beginnen, um die Energieversorgung aus dem Sudan und, durch die Straße von Hormus, aus Iran zu sichern? Die zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts heißen Terrorismus, Klimawandel, gesetzlose Regime, Armut und der Wiederaufbau gescheiterter Staaten. Bei jedem dieser Probleme sind Russland, Japan, Indien oder Saudi-Arabien wichtig – die Vereinigten Staaten, Europa und China aber überragend wichtig. Wenn Washington und Peking begreifen, dass der jeweils andere in Zukunft ihre schönsten Pläne durchkreuzen kann, dann werden sich in den Eliten der beiden Weltmachtrivalen vielleicht kühle Köpfe durchsetzen. Und dann könnte sich ein regelmäßiges G3-Forum, bestehend aus den USA, der EU und China, in aller Stille daranmachen, an den wirklichen Fragen zu arbeiten.

Aus dem Englischen von Tobias Dürr

 
Leser-Kommentare
  1. Die Mittelmeer - Union als assozierter Europa-Partner ist nötig und unumgänglich. Im nächsten Schritt sollten wir zur Kenntnis nehmen, dass unsere natürlichen Verbündeten nicht in Schwarzafrika zu finden sind, sondern im europäisch begründeten Lateinamerika. Mit diesen beiden Komponenten wären wir gegen die chinesische Plage gewappnet. Und, natürlich, ist die grösste Demokratie des Planenten, Indien, ein Partner, der von politischer Seite dringend bevorzugt werden muss. Wer in Europa Geschäfte macht mit Sweat-Shops in Schurkenstaaten, muss den daraus entstehenden Vorteil beim Zoll abgeben. Es kann nicht sein, dass wir tatenlos kapitulieren.Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
    Ludwig Wittgenstein

  2. Irgendwann werden die Groß-Kapitalisten erstaunt bemerken, dass man Geld nicht fressen kann.Oder ein glorreicher Erfinder erfindet das essbare "Cash-flow". Die Natur würde schneller vernichtet werden, Tierarten würden schneller aussterben. Und die armen Menschen?Bitte lieber Gott lasse eins nicht geschehen: Kulinarisches Geld !

    • iDog
    • 05.07.2008 um 14:53 Uhr

    der text wirft logischerweise mehr fragen auf als er beantworten kann. denkanstoesse allenfalls  - und die auch noch fuers volk ? denn wenn hier von g3 geredet wird - was heisst denn in diesem zusammenhang europa ?  meinen wir hier die konsensdemokratie der europaeischen bevoelkerung , die es noch nicht gibt oder sich als pure ideologie entpuppt, oder ist dann lediglich von einer durch buerokratisches kader vertretene industrie elite die rede, welche sich mit einer art coup d'etat ( reformvertrag) an die macht europas gebracht hat ? in diesem fall waere diese g3 nichts anders als ein clubchen , dass sich interen hinter zugezogenen vorhaengen die welt aufteilt zwischen : eu- industriefeudalismus , totalitaerem chinesischem staatskapitalismus und nordamerikanischer corporation - wallstreetbanker machtelite.... das ist auch keine favorisable perpektive, denn diese variante wird weiter einem auf zwanghaftem wachstum und konsum beruhendem debitaeren zinskapitalismuss froehnen bis unsere globale endlichkeit im "unendlichen" und illusionaeren wachstum der imaginaeren zahlenwerte krepiert.dem friedlichen leben und wohlergehen der menschheit wird dies nicht weiterhelfen. wenn ein reformbeduerfniss besteht betrifft es wohl vor allem das wirtschaftssystem selbst : gesunde decroissance, ein schleichender ausstieg aus dem zinssystem und eine breite aktzeptanz der diversitaet der kulturen ohne weitere entwurdigungsversuche in der beschneidung der selbstverwaltungsrechte der voelker wird die einzige moeglichkeit sein noch etwas zu retten.aber ich sehe schwarz, denn die realistitaet scheint uns alle eher unter waffen aufeinanderhetzen zu wollen in einer zukuenftigen verelendung. der witz schlechthin ist , dass die systemfehler laengst aussreichend erkannt sind, von berufener warte analysiert wurden und es an alternativen modellen nicht hapert. allein die macht verlacht die vernunft und stuerzt sich in eine selbstinszenierte apocalypse mit der passion des wahrhaft  besessenen. die vernunft wird dabei als kolateralschaden mit in den abyss gerissen. vorhang.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • ttob
    • 06.07.2008 um 0:12 Uhr

    ... das geschrieben, was auch ich bei dem Artikel dachte und fühlte.Bevor die EU in der Außenpolitik mitmischt und daran geht die Welt zu belehren, muss sie zuerst ihre eigenen haushohen Legitimations- und Demokratiedefizite, sowie ihre sozialen Probleme in den Griff bekommen.

    • ttob
    • 06.07.2008 um 0:12 Uhr

    ... das geschrieben, was auch ich bei dem Artikel dachte und fühlte.Bevor die EU in der Außenpolitik mitmischt und daran geht die Welt zu belehren, muss sie zuerst ihre eigenen haushohen Legitimations- und Demokratiedefizite, sowie ihre sozialen Probleme in den Griff bekommen.

    • Anonym
    • 05.07.2008 um 15:23 Uhr

    Genauer gesagt: die Zeit der "westlichen Gestaltungsmacht". Neutral formuliert. Denn weder sind "wir" als westliche Länder noch in der Position die Welt auszubeuten, noch sind wir in der Lage Dinge noch ins positive zu beeinflußen (siehe z.B. Klimawandel, selbst wenn Deutschland sofort aufhörte jegliches CO2 auszustoßen und selbst mit dem Pupsen aufhört, wär diese Einsparung bereits in 1,5 Jahren durch den Wirtschaftsboom und die dort steigenden Emissionen in China wieder überkompensiert). Ich weiß nicht ob sich hiesige Politiker als auch die Gesellschaft darüber schon im klaren ist. Wir führen Diskussionen nach wie vor auf Basis der Annahme, wir hätten gewisse Dinge in der Hand und die Ideologien streiten sich vor allem darum wie die Kraft des Westens eingesetzt werden soll. Die Feststellung dass wir aber in der Weltpolitik des 21. Jahrhunderts nur noch am Katzentisch sitzen und MAXIMAL die USA noch auf Augenhöhe sein werden mit den neuen Großmächten Asiens und Lateinamerikas die scheint irgendwie ausgeblendet zu werden. Vielleicht weil sich dann viele Debatten erübrigen würden mangels Sinn und Zweck, hiesige Menschen sind eben meist äußerst Meinungsstark und sagen gern zu allem und jedem was sie darüber denken. Das Bewusstsein dass es aber schlicht wurscht ist was wir zu diesem und jenem Thema denken, das will man offensichtlich nicht entwickeln. Nur so lassen sich auch manche hiesige Debatten noch erklären die man objektiv nur noch als Größenwahn bezeichnen kann. Und die Zeiten in denen wir China mit Großkotzigkeit kommen können sind ohnehin vorbei !!!!Nochmal sowas wie mit Tibet brauchen wir uns nicht erlauben, bewirken können wir damit sowieso nichts. Es führt maximal zu Heiterkeit in Peking wenn wir mit irgendwas "drohen" oder etwas "anmahnen". Etwas bewegen können wir nur in Beiderseitigkeit. So wie sich das eigentlich auch gehört..

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • iDog
    • 05.07.2008 um 16:26 Uhr

    ich moechte ihen nicht generell wiedersprechen - vor allem nicht wenn sich die gegebenen machtstrukturen halten koennen. der faktor europa ist allerdings unter dem gesichtspunkt einer wie gesagt nocht nicht bestehenden konsensdemokratie aufgrund der tatsache , dass europa als ganzes die am dichtesten besiedelte und somit bevoelkerungsstaerkste gegend der welt und auch noch die wohlhabenste ist , nicht zu unterschaetzen. zudem ist der bildungsggrad der bevoelkerung noch als relativ hoch anzusehen. insofern koennte die europaeische bevoelkerung mit gutem willen zur freiwilligen initiative und verantwortlicher handlungsweise einen erfahrungsschatz in (europaeischer) menschlichkeit zumindest zur verfuegung stellen. dies alles setzt aber eine rigorose willensbekundung gegen den monetaeren macht komplex im sinne einer eigenverantwortung und selbstverwaltung voraus, die kulturell ein novum darstellen wuerde.  die wissenstraeger der europaeischen kultur und wissenschaft koennten sich so aus der abhaengigkeit der gegebenen strukturen befreien und einer anwendung alternativer gesellschaftsmodelle oder auch alternativer anwendung der diversen wissensmodellen staende nichts im wege. authoritaet wuerde durch kompetenz und qualitaet ersetzt werden.einem fatalismus, aus gegeben umstaenden erwaschen, sollten wir versuchen die stirn zu bieten - im wahrsten sinne des wortes. es ist nie zu spaet - aber es ist sehr schwer, denn es hiesse : wirklich etwas anders zu machen !  dazu sind die meisten menschen leider nicht bereit, gerade durch die satte ignoranz einer durch pseudo wohlstand korrumpierten bevoelkerung, die sich aufgeklaert waehnt und "im recht" ( auf was ? ) . das suchtsyndrom , in das der postmoderne konsumierende westliche mensch sich verloren hat , um die im exzessiven konsum entstehende innere leere durch einen ausseren ueberfluss zu kompensieren , scheint nur durch die radikalkur eines schmerzhaften verfalls seiner kultur behandelbar zu sein (siehe meinen kommentar oben). reden wir von einer jetzt beginnenden post-postmodernen, wird diese den paradignmenwechsel sowieso bringen ( wie im artikel angedeutet). sind wir als europaeische bevoelkerung stark genug uns die gestaltung dieses neuen paradigmas nicht aus der hand nehmen zu lassen?

    • iDog
    • 05.07.2008 um 16:26 Uhr

    ich moechte ihen nicht generell wiedersprechen - vor allem nicht wenn sich die gegebenen machtstrukturen halten koennen. der faktor europa ist allerdings unter dem gesichtspunkt einer wie gesagt nocht nicht bestehenden konsensdemokratie aufgrund der tatsache , dass europa als ganzes die am dichtesten besiedelte und somit bevoelkerungsstaerkste gegend der welt und auch noch die wohlhabenste ist , nicht zu unterschaetzen. zudem ist der bildungsggrad der bevoelkerung noch als relativ hoch anzusehen. insofern koennte die europaeische bevoelkerung mit gutem willen zur freiwilligen initiative und verantwortlicher handlungsweise einen erfahrungsschatz in (europaeischer) menschlichkeit zumindest zur verfuegung stellen. dies alles setzt aber eine rigorose willensbekundung gegen den monetaeren macht komplex im sinne einer eigenverantwortung und selbstverwaltung voraus, die kulturell ein novum darstellen wuerde.  die wissenstraeger der europaeischen kultur und wissenschaft koennten sich so aus der abhaengigkeit der gegebenen strukturen befreien und einer anwendung alternativer gesellschaftsmodelle oder auch alternativer anwendung der diversen wissensmodellen staende nichts im wege. authoritaet wuerde durch kompetenz und qualitaet ersetzt werden.einem fatalismus, aus gegeben umstaenden erwaschen, sollten wir versuchen die stirn zu bieten - im wahrsten sinne des wortes. es ist nie zu spaet - aber es ist sehr schwer, denn es hiesse : wirklich etwas anders zu machen !  dazu sind die meisten menschen leider nicht bereit, gerade durch die satte ignoranz einer durch pseudo wohlstand korrumpierten bevoelkerung, die sich aufgeklaert waehnt und "im recht" ( auf was ? ) . das suchtsyndrom , in das der postmoderne konsumierende westliche mensch sich verloren hat , um die im exzessiven konsum entstehende innere leere durch einen ausseren ueberfluss zu kompensieren , scheint nur durch die radikalkur eines schmerzhaften verfalls seiner kultur behandelbar zu sein (siehe meinen kommentar oben). reden wir von einer jetzt beginnenden post-postmodernen, wird diese den paradignmenwechsel sowieso bringen ( wie im artikel angedeutet). sind wir als europaeische bevoelkerung stark genug uns die gestaltung dieses neuen paradigmas nicht aus der hand nehmen zu lassen?

  3. Was hat es wohl mit der "alten japanischen Stadt Hokkaido", die im ersten Satz des Artikels erwähnt wird, auf sich? Durch minimale Recherche kann man in Erfahrung bringen, dass Hokkaido keine Stadt, sondern eine Insel ist, deren Hauptstadt Sapporo 1868 gegründet wurde. Nun gut, das ist immerhin mehr als 100 Jahre her - nur findet der G8-Gipfel (ebenfalls leicht zu ermitteln) nicht dort statt, sondern in Toyako - einer Stadt, die seit 2006 existiert.Wie soll man einen Artikel ernst nehmen, in dessen erstem Satz schon so fabuliert wird? Mehr Nachdenken und weniger Textbausteine bitte!(Anmerkung: Vielen Dank für Ihren Hinweis - wir haben den Fehler korrigiert. Die Redaktion/jk)

  4. Der Projekt "Globalisierung" über viele Jahre von den "Eliten" der Märkte und ahnungslosen Politikern vorangetrieben, ist erfolgreich durchgesetzt und läßt sich nicht von der Politik zurückholen. Die negativen Folgen sind eben keine "Koleteralschäden", sondern Kern des Projektes. Nun erweisen sich alle Steuerungselemente so untauglich wie die Schaltwarte in Block IV von Tschernobyl - der GAU ist nicht mehr zu stoppen oder territorial einzugrenzen. Das System wird gemessen an seinen verkündeten Zielen idiotisch da die gleichlaufenden zerstörerischen Prozesse nicht mehr zu synchronisieren sind. Der Welt-Markt kann nichts mehr richten, er zerstört alle Strukturen und legt sich zwangsläufig selbst lahm. Die nächste Phase ist logischerweise der Versuch zur Flucht aus den Märkten, zur regionalen Abschottung - also ins neue Mittelalter. Mit demokratischen "Mitteln" wird das wohl leider nicht zu machen sein. Die künftigen Eliten werden sich ausschließlich mit dem Überleben von möglichst vielen Menschen beschäftigen müssen und sicher nicht mit "Renditeoptimierung".   

    • iDog
    • 05.07.2008 um 16:26 Uhr

    ich moechte ihen nicht generell wiedersprechen - vor allem nicht wenn sich die gegebenen machtstrukturen halten koennen. der faktor europa ist allerdings unter dem gesichtspunkt einer wie gesagt nocht nicht bestehenden konsensdemokratie aufgrund der tatsache , dass europa als ganzes die am dichtesten besiedelte und somit bevoelkerungsstaerkste gegend der welt und auch noch die wohlhabenste ist , nicht zu unterschaetzen. zudem ist der bildungsggrad der bevoelkerung noch als relativ hoch anzusehen. insofern koennte die europaeische bevoelkerung mit gutem willen zur freiwilligen initiative und verantwortlicher handlungsweise einen erfahrungsschatz in (europaeischer) menschlichkeit zumindest zur verfuegung stellen. dies alles setzt aber eine rigorose willensbekundung gegen den monetaeren macht komplex im sinne einer eigenverantwortung und selbstverwaltung voraus, die kulturell ein novum darstellen wuerde.  die wissenstraeger der europaeischen kultur und wissenschaft koennten sich so aus der abhaengigkeit der gegebenen strukturen befreien und einer anwendung alternativer gesellschaftsmodelle oder auch alternativer anwendung der diversen wissensmodellen staende nichts im wege. authoritaet wuerde durch kompetenz und qualitaet ersetzt werden.einem fatalismus, aus gegeben umstaenden erwaschen, sollten wir versuchen die stirn zu bieten - im wahrsten sinne des wortes. es ist nie zu spaet - aber es ist sehr schwer, denn es hiesse : wirklich etwas anders zu machen !  dazu sind die meisten menschen leider nicht bereit, gerade durch die satte ignoranz einer durch pseudo wohlstand korrumpierten bevoelkerung, die sich aufgeklaert waehnt und "im recht" ( auf was ? ) . das suchtsyndrom , in das der postmoderne konsumierende westliche mensch sich verloren hat , um die im exzessiven konsum entstehende innere leere durch einen ausseren ueberfluss zu kompensieren , scheint nur durch die radikalkur eines schmerzhaften verfalls seiner kultur behandelbar zu sein (siehe meinen kommentar oben). reden wir von einer jetzt beginnenden post-postmodernen, wird diese den paradignmenwechsel sowieso bringen ( wie im artikel angedeutet). sind wir als europaeische bevoelkerung stark genug uns die gestaltung dieses neuen paradigmas nicht aus der hand nehmen zu lassen?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Anonym
    • 05.07.2008 um 17:20 Uhr

    und zwar zu. Was soll man darunter verstehen, "sind wir als europaeische bevoelkerung stark genug uns die gestaltung
    dieses neuen paradigmas nicht aus der hand nehmen zu lassen?" - was soll das denn mit irgend einer ominösen Stärke zu tun haben? Die China und Indien stellen alleine schon die HALBE WELTBEVÖLKERUNG, welche Stärke sollen wir da haben? Hä..?! Ich mein.. bitte?Willenskraft? Ja gut.. das ist in etwa so wie ich will aber im Lotto gewinnen, tus nicht aber ich will doch so sehr.. wird halt dennoch nix bringen. Wirtschaftskraft? Ich lach später. Bildung? China hatte schon Philosophen, Feuerwerk und Porzellan als unsere Vorfahren noch Steine klopften. Auch ihr Kommentar hat diesen westlichen Übermut in sich, diese latente Selbstüberschätzung. Und die Arien über Konsum.. auch wieder so schön diffus und dermaßen verallgemeinernd dass man sich darunter mal wieder nix vorstellen kann. So macht mans sich zu einfach.. Zwingt Sie ja z.B. keiner sich den Computer zu kaufen den Sie mutmaßlich nutzen um Zeit.de zu besuchen. Ist auch Konsum, sogar recht dekadenter, wer schöpft schon wirklich das Potential eines Heim-PCs aus. Mit Internet und Co ist der ja reichlich unterfordert, wär also ökologischer und was weiß ich alles ein Internetcafe aufzusuchen. Tun Sie das? Da fängts doch schon an, große Reden nix dahinter. Tut mir leid aber ich bin dieser Phrasendrescherei müd die wir Jüngeren ständig von den Althippies zu hören bekommen. Natürlich immer in herablassendem Ton, wenn man beklagt wie unpolitisch wir seien (in Wahrheit einfach nur unideologisch, ein großer Unterschied), wie Konsumorientiert, und ver-amerikanisiert und was weiß ich nicht alles. Jaja die Jugend von heute wird schon "der Alte Fritz" gesagt haben (ich weiß zwar nicht wer dieser Fritz ist, aber "vom Alten Fritz" reden die Älteren ebenfalls recht gern, auch eine dieser Sprachbarrieren.. )

    • Anonym
    • 05.07.2008 um 17:20 Uhr

    und zwar zu. Was soll man darunter verstehen, "sind wir als europaeische bevoelkerung stark genug uns die gestaltung
    dieses neuen paradigmas nicht aus der hand nehmen zu lassen?" - was soll das denn mit irgend einer ominösen Stärke zu tun haben? Die China und Indien stellen alleine schon die HALBE WELTBEVÖLKERUNG, welche Stärke sollen wir da haben? Hä..?! Ich mein.. bitte?Willenskraft? Ja gut.. das ist in etwa so wie ich will aber im Lotto gewinnen, tus nicht aber ich will doch so sehr.. wird halt dennoch nix bringen. Wirtschaftskraft? Ich lach später. Bildung? China hatte schon Philosophen, Feuerwerk und Porzellan als unsere Vorfahren noch Steine klopften. Auch ihr Kommentar hat diesen westlichen Übermut in sich, diese latente Selbstüberschätzung. Und die Arien über Konsum.. auch wieder so schön diffus und dermaßen verallgemeinernd dass man sich darunter mal wieder nix vorstellen kann. So macht mans sich zu einfach.. Zwingt Sie ja z.B. keiner sich den Computer zu kaufen den Sie mutmaßlich nutzen um Zeit.de zu besuchen. Ist auch Konsum, sogar recht dekadenter, wer schöpft schon wirklich das Potential eines Heim-PCs aus. Mit Internet und Co ist der ja reichlich unterfordert, wär also ökologischer und was weiß ich alles ein Internetcafe aufzusuchen. Tun Sie das? Da fängts doch schon an, große Reden nix dahinter. Tut mir leid aber ich bin dieser Phrasendrescherei müd die wir Jüngeren ständig von den Althippies zu hören bekommen. Natürlich immer in herablassendem Ton, wenn man beklagt wie unpolitisch wir seien (in Wahrheit einfach nur unideologisch, ein großer Unterschied), wie Konsumorientiert, und ver-amerikanisiert und was weiß ich nicht alles. Jaja die Jugend von heute wird schon "der Alte Fritz" gesagt haben (ich weiß zwar nicht wer dieser Fritz ist, aber "vom Alten Fritz" reden die Älteren ebenfalls recht gern, auch eine dieser Sprachbarrieren.. )

    • Anonym
    • 05.07.2008 um 17:20 Uhr

    und zwar zu. Was soll man darunter verstehen, "sind wir als europaeische bevoelkerung stark genug uns die gestaltung
    dieses neuen paradigmas nicht aus der hand nehmen zu lassen?" - was soll das denn mit irgend einer ominösen Stärke zu tun haben? Die China und Indien stellen alleine schon die HALBE WELTBEVÖLKERUNG, welche Stärke sollen wir da haben? Hä..?! Ich mein.. bitte?Willenskraft? Ja gut.. das ist in etwa so wie ich will aber im Lotto gewinnen, tus nicht aber ich will doch so sehr.. wird halt dennoch nix bringen. Wirtschaftskraft? Ich lach später. Bildung? China hatte schon Philosophen, Feuerwerk und Porzellan als unsere Vorfahren noch Steine klopften. Auch ihr Kommentar hat diesen westlichen Übermut in sich, diese latente Selbstüberschätzung. Und die Arien über Konsum.. auch wieder so schön diffus und dermaßen verallgemeinernd dass man sich darunter mal wieder nix vorstellen kann. So macht mans sich zu einfach.. Zwingt Sie ja z.B. keiner sich den Computer zu kaufen den Sie mutmaßlich nutzen um Zeit.de zu besuchen. Ist auch Konsum, sogar recht dekadenter, wer schöpft schon wirklich das Potential eines Heim-PCs aus. Mit Internet und Co ist der ja reichlich unterfordert, wär also ökologischer und was weiß ich alles ein Internetcafe aufzusuchen. Tun Sie das? Da fängts doch schon an, große Reden nix dahinter. Tut mir leid aber ich bin dieser Phrasendrescherei müd die wir Jüngeren ständig von den Althippies zu hören bekommen. Natürlich immer in herablassendem Ton, wenn man beklagt wie unpolitisch wir seien (in Wahrheit einfach nur unideologisch, ein großer Unterschied), wie Konsumorientiert, und ver-amerikanisiert und was weiß ich nicht alles. Jaja die Jugend von heute wird schon "der Alte Fritz" gesagt haben (ich weiß zwar nicht wer dieser Fritz ist, aber "vom Alten Fritz" reden die Älteren ebenfalls recht gern, auch eine dieser Sprachbarrieren.. )

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • iDog
    • 05.07.2008 um 20:14 Uhr

    die frage nach der staerke der europaeischen bevoelkerung bezog sich ganz klar auf deren eigene verfasstheit in europa. sollte diese so bleiben wie sie ist, gebe ich ihnen ja wie gesagt recht mit ihrem kommentar . allerdings wehre ich mich gegen einen fatalistischen abgesang mit dem tenor : kann man ja nichts aendern ... und erhalte mir trotz begruendeter eigener kritik am status quo einen gewissen glauben an die "vernunft" - koennte man lange drueber reden was das uebrehaupt ist - aber sicher ist es mindestens eine art gesunder menschenverstand, wenn man den ast auf dem man sitz nicht selber absaegen oder anderen die saege leiht dies zu tun. mit anderen worten : ich bestreite mitnichten die wirtschaftliche oder kulturelle kraft anderer nationen - ganz im gegenteil - , aber werden sich die europaere in eine aehnlich totalitaernahes regim fuegen muessen, um in der welt zu bestehen . dies allein bezweifle ich. was ihre antwort bezueglich der bildung anderer kulturen angeht  haben sie unzweifelhaft  recht , daher hatte ich meine aussage relativiert : die europaeer sind "noch" gebildet "genug" , um sich zu reorganisieren - nicht um andere weiter zu beherrschen und zu belehren, sondern um erfolgreich zu kooperieren und ihren kulturellen anteil wie andere kulturen einzubringen anstatt unterzugehen.  was den rest ihrer antwort bezueglich des konsums angeht  kann ich  ihren gedanken gut verstehen , muss ihnen aber erklaeren , dass sie was mich angeht daneben getippt haben : ich verdiene seit 1984 mein geld am rechner und habe seitdem ganze 3 rechner gekauft - sitze gerade an einem apple g4 von 1999 , mit dem ich als selbststaendiger programmierer jeden tag arbeite, obwohl ich zugeben muss , dass er mittlerweile manchmal etwas in die knie geht . dies allerdings liegt daran , dass die "professionelle" software in halbjaehrlichen zyklen ohne praktischen naehrwert "weiterentwickelt" bzw resoucenhungriger gemacht wird. dies meist allein aus dem grunde den herstellern der sw und den hardwareproduzenten (durch eine angeblich bessere generation von geraeten bzw sw) mehr geld in die kassen zu spuelen. es gibt keine unoekologischere branche als die computerbranche was die energiebilanz angeht . fuer die herstellung eines rechners wird mehr energie verbraucht als fuer die eines kleinwagens... usw....  informationen dazu gibt es zu hauf. der komfort meiner arbeit hat sich trotz all dieser vorbeigezogene generationen von geraeten nur sehr wenig gesteigert . schon ein atari mit 1mb arbeitsspeicher , 16mhz usw  hat die meisten anforderungen damals zufriedenstellend erfuellt, die ich noch heute an einen rechner stelle, denn die programiersprachen aendern sich nicht wirklich. da gehen "wir" als scheinbar abhaengige benutzer global allesamt "dem" repraesentanten des konsum- und wegwerfmythos auf den leim. im ueberigen gebe ich ihnen recht : um lediglich ein paar mails in der woche zu verschicken usw. wuerden zentrale units in der oeffentlichkeit reichen. vernunft aber regiert in der computerbranche nicht , sondern quartalsberichte. veramerikasiert ist eigentlich eher meine generation , oder sogar die meiner eltern, mit ihrer fehlenden distanz zum "grossen bruder". gerade ihre generation sollte die chance des untergehenden imperiums zu nutzen wissen.wuerden sie etwas sachlicher argumentieren waere der diskurs vielleicht interessanter, denn ich will ihnen ja nichts, sondern reagiere hier auf kommentare genauso vorbehaltlos wie auf redaktionelle artikel.... zugegeben meist recht abstrakt und dem rahmen entsprechen knapp, aber bestimmt nicht diffus. es kommt auf die wahrnehmung an ... 

    • iDog
    • 05.07.2008 um 20:14 Uhr

    die frage nach der staerke der europaeischen bevoelkerung bezog sich ganz klar auf deren eigene verfasstheit in europa. sollte diese so bleiben wie sie ist, gebe ich ihnen ja wie gesagt recht mit ihrem kommentar . allerdings wehre ich mich gegen einen fatalistischen abgesang mit dem tenor : kann man ja nichts aendern ... und erhalte mir trotz begruendeter eigener kritik am status quo einen gewissen glauben an die "vernunft" - koennte man lange drueber reden was das uebrehaupt ist - aber sicher ist es mindestens eine art gesunder menschenverstand, wenn man den ast auf dem man sitz nicht selber absaegen oder anderen die saege leiht dies zu tun. mit anderen worten : ich bestreite mitnichten die wirtschaftliche oder kulturelle kraft anderer nationen - ganz im gegenteil - , aber werden sich die europaere in eine aehnlich totalitaernahes regim fuegen muessen, um in der welt zu bestehen . dies allein bezweifle ich. was ihre antwort bezueglich der bildung anderer kulturen angeht  haben sie unzweifelhaft  recht , daher hatte ich meine aussage relativiert : die europaeer sind "noch" gebildet "genug" , um sich zu reorganisieren - nicht um andere weiter zu beherrschen und zu belehren, sondern um erfolgreich zu kooperieren und ihren kulturellen anteil wie andere kulturen einzubringen anstatt unterzugehen.  was den rest ihrer antwort bezueglich des konsums angeht  kann ich  ihren gedanken gut verstehen , muss ihnen aber erklaeren , dass sie was mich angeht daneben getippt haben : ich verdiene seit 1984 mein geld am rechner und habe seitdem ganze 3 rechner gekauft - sitze gerade an einem apple g4 von 1999 , mit dem ich als selbststaendiger programmierer jeden tag arbeite, obwohl ich zugeben muss , dass er mittlerweile manchmal etwas in die knie geht . dies allerdings liegt daran , dass die "professionelle" software in halbjaehrlichen zyklen ohne praktischen naehrwert "weiterentwickelt" bzw resoucenhungriger gemacht wird. dies meist allein aus dem grunde den herstellern der sw und den hardwareproduzenten (durch eine angeblich bessere generation von geraeten bzw sw) mehr geld in die kassen zu spuelen. es gibt keine unoekologischere branche als die computerbranche was die energiebilanz angeht . fuer die herstellung eines rechners wird mehr energie verbraucht als fuer die eines kleinwagens... usw....  informationen dazu gibt es zu hauf. der komfort meiner arbeit hat sich trotz all dieser vorbeigezogene generationen von geraeten nur sehr wenig gesteigert . schon ein atari mit 1mb arbeitsspeicher , 16mhz usw  hat die meisten anforderungen damals zufriedenstellend erfuellt, die ich noch heute an einen rechner stelle, denn die programiersprachen aendern sich nicht wirklich. da gehen "wir" als scheinbar abhaengige benutzer global allesamt "dem" repraesentanten des konsum- und wegwerfmythos auf den leim. im ueberigen gebe ich ihnen recht : um lediglich ein paar mails in der woche zu verschicken usw. wuerden zentrale units in der oeffentlichkeit reichen. vernunft aber regiert in der computerbranche nicht , sondern quartalsberichte. veramerikasiert ist eigentlich eher meine generation , oder sogar die meiner eltern, mit ihrer fehlenden distanz zum "grossen bruder". gerade ihre generation sollte die chance des untergehenden imperiums zu nutzen wissen.wuerden sie etwas sachlicher argumentieren waere der diskurs vielleicht interessanter, denn ich will ihnen ja nichts, sondern reagiere hier auf kommentare genauso vorbehaltlos wie auf redaktionelle artikel.... zugegeben meist recht abstrakt und dem rahmen entsprechen knapp, aber bestimmt nicht diffus. es kommt auf die wahrnehmung an ... 

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service