Atomdebatte

Wollen wir Tschernobyl wirklich vergessen?

Angela Merkel möchte die Atomkraft weiter nutzen, um das Klima zu retten. Dabei blendet sie die Risiken der Kernenergie bewusst aus

Beginnt hier nicht eine Realsatire, ergötzlich und schreckensvoll? Ihr neospenglerisches Motiv lautet: Klimakatastrophe und Ölkrise killen Atomkraftrisiko. Die ums Grüne bemühte CDU-Kanzlerin und Physikerin Angela Merkel hat plötzlich etwas überraschend Missionarisches. Sie will die Paranoia der Deutschen im Umgang mit der Tschernobyl-Energie überwinden und Atomkraft, umgetauft in »Öko-Energie« (CDU-Generalsekretär Pofalla), auf dem sich im Zeitalter des Klimawandels und der Ölnot radikal verändernden Macht-Schachbrett der Energiepolitik neu ins Spiel bringen. Vielleicht ist es in diesem Zusammenhang nicht überflüssig, an Folgendes zu erinnern.

Vor einigen Jahren erteilte der US-Kongress einer wissenschaftlichen Kommission den Auftrag, eine Sprache oder Symbolik zu entwickeln, die noch in zehntausend Jahren über die Gefährlichkeit amerikanischer Atommüllendlager aufklären sollte. Das zu lösende Problem lautete: Wie müssen Begriffe, Symbole beschaffen sein, um eine Botschaft über Jahrtausende an die dann Lebenden weiterzugeben? Die Kommission setzte sich aus Physikern, Anthropologen, Linguisten, Psychologen, Altertumsforschern, Künstlern et cetera zusammen. Die Experten suchten Vorbilder in den ältesten Symbolen der Menschheit, studierten den Bau von Stonehenge (1500 vor Christus) und Pyramiden, erforschten die Rezeptionsgeschichte Homers und der Bibel. Aber diese reichten allenfalls ein paar Tausend, nie zehntausend Jahre zurück. Die Anthropologen empfahlen das Symbol der Totenköpfe. Ein Psychologe führte dagegen Experimente mit Dreijährigen durch: Klebt der Totenkopf auf einer Flasche, rufen sie ängstlich »Gift«, klebt er an einer Wand, rufen sie begeistert »Piraten«!

Gerade also die wissenschaftliche Akribie der Kommission legte offen, dass selbst unsere Sprache versagt vor der Aufgabe, künftige Generationen über die Gefahren zu informieren, die wir wegen des Nutzens der Atomkraft geschaffen haben. Auf dem Hintergrund dieser Einsicht werden die Akteure, die Sicherheit und Rationalität gewähren sollen, völlig anders beurteilt – nicht mehr als Treuhänder, sondern als Verdächtige. Sie gelten nicht mehr als Risikomanager, sondern auch als Quelle des Risikos. Denn dieses wissend, mutet Merkel der Bevölkerung zu, in ein Flugzeug zu steigen, für das noch keine Landebahn existiert.

Die »Sorge um das Sein«, die durch globale Risiken weltweit geweckt wird, hat längst zu einem Vabanquespiel um das Sein, zu einem Welthässlichkeits-Verdrängungswettbewerb der Großrisiken geführt. Die unkalkulierbaren Gefahren, die vom Klimawandel ausgehen, sollen mit den unkalkulierbaren Gefahren, die mit neuen Kernkraftwerken verbunden sind, »bekämpft« werden. Bei vielen Entscheidungen über Großrisiken geht es nicht um die Wahl zwischen sicheren und riskanten Alternativen, sondern um die Wahl zwischen verschiedenen riskanten Alternativen, oft um die Wahl zwischen verschiedenen Alternativen, deren Risiken qualitativ unterschiedliche Dimensionen betreffen und kaum vergleichbar sind. Derartigen Abwägungen sind die heutigen Formen des wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurses nicht gewachsen. Merkel und die CDU/CSU erliegen der Versuchung der unzulässigen Vereinfachung, die jeweilige Entscheidung als eine Entscheidung zwischen sicheren und riskanten Alternativen darzustellen, indem man die Unwägbarkeiten der Atomenergie verdrängt, das Risiko der Ölkrise und der Klimakatastrophe dagegen ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt.

Bemerkenswerterweise sind die Konfliktlinien der Weltrisikogesellschaft kulturelle. In dem Maße, in dem sich globale Risiken der Kalkulation nach den üblichen wissenschaftlichen Methoden entziehen und sich als Gegenstand relativen Nichtwissens entpuppen, erlangt die kulturelle Wahrnehmung, das heißt der Glaube an die Wirklichkeit oder Unwirklichkeit des jeweiligen Weltrisikos, eine zentrale Bedeutung. Wir haben es (um Huntington abzuwandeln) auch innerhalb Europas im Hinblick auf Atomkraft mit einem clash of risk cultures, dem Zusammenstoß der Risikokulturen, zu tun. So wird die Tschernobyl-Erfahrung in Deutschland anders bewertet als in Frankreich oder Großbritannien, in Spanien oder Italien. Für viele Europäer sind die Gefahren des Klimawandels inzwischen viel wichtiger als die Gefahren der Atomkraft oder des Terrorismus. Während aus Sicht vieler Amerikaner die Europäer an Umwelthysterie leiden, sind viele Amerikaner in den Augen vieler Europäer von Terrorismus-Hysterie gepeinigt.

Noch vor Kurzem wäre es einem politischen Selbstmord gleichgekommen, in einen Wahlkampf mit dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomkraft zu ziehen. Doch seitdem der Klimawandel als menschengemacht und seine katastrophalen Folgen für die Natur und Gesellschaft als sicher gelten, werden die Karten in Gesellschaft und Politik neu gemischt. Es ist völlig falsch, den Klimawandel als geradezu unumkehrbaren Weg in die menschheitliche Katastrophe zu sehen. Klimawandel eröffnet unverhoffte Gelegenheiten, die Prioritäten und Regeln der Politik umzuschreiben.

In der Tat braut sich einiges zusammen. Die steigenden Energiepreise beschwören das Armutsrisiko selbst in der Mitte der Gesellschaft herauf. Die Priorität der Sicherheit der Energie, die 20 Jahre nach Tschernobyl immer noch galt, wird durch die Frage unterlaufen, wie lange sich eine wahrscheinlich wachsende Mehrheit der Verbraucher ihren Lebensstandard angesichts der keineswegs vorübergehend steigenden Kosten für Strom, Gas und Auto noch leisten kann.

Hier setzt Merkel den Hebel an: Wer, wie die Grünen, die Wiederbelebung der Atomkraft verweigert, versündigt sich gegen die präventive Klimapolitik und stürzt die Masse der Bevölkerung in Abstiegsängste. Treibt sie am Ende sogar in die Arme der CDU, die verspricht, was sich ausschließt: mobil zu sein wie bisher und trotzdem die Welt vor der Klimakatastrophe zu retten.

Doch ich behaupte: Die Physikerin, die das »Restrisiko« der Kernenergie missachtet, versteht nicht die kulturelle und politische Dynamik der Restrisikogesellschaft. Risiko meint nicht Katastrophe. Risiko meint die Antizipation von Katastrophe, und zwar nicht nur hier oder dort, sondern überall auf der Welt. Es muss noch nicht einmal das selbst bei geringster Wahrscheinlichkeit niemals auszuschließende Mini-Tschernobyl in Deutschland geben, nur den weltöffentlich ausgeleuchteten Verdacht auf ein solches irgendwo auf der Welt, und die Atombioenergie-Kanzlerin und die CDU/CSU sitzen mitten im Wahlkampf auf der Anklagebank, wider besseres Wissen in gemeinschaftlichem Handeln mit den Sicherheitsinteressen der Bevölkerung ein leichtfertiges Spiel getrieben zu haben.

Zum Schluss eine Frage: Was wäre, wenn Radioaktivität jucken würde? Realisten, auch Zyniker genannt, werden antworten: Man würde etwas erfinden, beispielsweise eine Salbe, um das Jucken »abzuschalten«. Ein profitables, zukunftsträchtiges Geschäft also. Gewiss kämen schnell Erklärungen auf, wonach der Juckreiz gar nichts zu bedeuten habe, möglicherweise eher mit anderen Phänomenen als mit Radioaktivität korreliere, jedenfalls nicht schädlich sei; unangenehm, aber bewiesenermaßen unschädlich. Anzunehmen wäre – wenn alle kratzend und mit geröteter Haut herumliefen und Fototermine mit Mannequins wie Managementsitzungen der vereinigten Leugnerinstitute unter dauerndem Kratzen aller Beteiligten stattfänden –, dass derartige Wegerklärungen keine große Überlebenschance hätten. Damit stünde der Umgang mit modernen Großgefahren vor einer völlig veränderten Situation: Es wäre kulturell erfahrbar, worüber gestritten und verhandelt wird.

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Leser-Kommentare

  1. Danke für den sehr guten Artikel mit den richtigen Fragen zur richtigen Zeit."Was wäre, wenn Radioaktivität jucken würde?" lautet eine von ihnen.Wahrscheinlich "juckt" Radioaktivität bereits. Zwar nicht uns. Aber die Erde! Und alldieweil wir uns darüber ergehen, ob wir, zur Bewahrung unserer großtechnisch organisierten Energiemarktinteressen und deren Ertragsstrukturen, doch lieber zuschalten als abschalten sollen, reagiert die Erde ( mit ihren Luft und Strahlungshüllen ) bereits auf die Zunahme der menschlich verursachten künstlichen Radioaktivität: Mit Erwärmung!Das mögen zwar die Befürworter der Atomenergien gar nicht gerne hören, da sie gerade so schön dabei sind, ihre "juckfreien" Reaktoren dem gebeutelten Publikum als Klimaschoner und gar "Öko-Energie" zu verkaufen, aber irgendwann kommt eben die Frage, wie lange wir uns unsere juckfreie Zone unter Ausblendung grundlegender Tatsachen noch leisten können.Für alle Zeitgenossen, denen eine gewisse Vergesslichkeit bei "Tschernobyl" beikommen könnte noch ein durchaus freundlicher aber sehr ernstgemeinter Wink mit dem Link Über
    stern.de und den Artikel “ Die
    Erben von Reaktor vier
    (30.04.2008)
    bin
    ich auf folgenden Link des amerikanischen Fotografen Paul Fusco
    gestoßen: http://inmotion.magnumphotos.com/essay/chernobyl
    Ich
    möchte jedem Menschen der den „Ausstieg aus dem Ausstieg“
    für erstrebenswert und das so genannte Restrisiko für
    hinnehmbar hält, diesen Foto-Beitrag empfehlen.Aber vorsichtig: Er wäre durchaus gefährdet bei Einschluß seiner eigenen Kinder in ein ähnliches Schicksal seine Meinung zu ändern.

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    Tut mir leid, aber die oben angedeutete Reaktion überkam mich, als ich die folgenden Zeilen las: "Zwar nicht uns. Aber die Erde! Und alldieweil wir uns darüber
    ergehen, ob wir, zur Bewahrung unserer großtechnisch organisierten
    Energiemarktinteressen und deren Ertragsstrukturen, doch lieber
    zuschalten als abschalten sollen, reagiert die Erde ( mit ihren Luft
    und Strahlungshüllen ) bereits auf die Zunahme der menschlich
    verursachten künstlichen Radioaktivität: Mit Erwärmung!"Mal ein paar Fakten: Alles strahlt, auch radioaktiv. Radioaktivität entsteht nicht nur während des Durchlaufens der Zerfallskette von Uran zu Blei, sondern auch beim Zerfall jedes anderen Elements, welches hierzu in der Lage ist. Radioaktivität lässt sich nicht künstlich erzeugen. Jedes Brennelement aus U237 wird aus natürlich vorkommendem Uran (einem Gemisch aus U235 und U237, welches auch strahlt, wenn es noch unter der Erde liegt) durch einen Prozess gewonnen, der mit der Gewinnung von Gold aus Sand (Anreicherung) vergleichbar ist. Die technische Anwendung der Kernspaltung erhöht zwar lokal (innerhalb des Reaktors) die Strahlungsniveaus, global hingegen bleiben diese aber konstant. Schließlich kommt das verwendete spaltbare Material nicht aus dem All.Die globale Erwärmung mag mit Treibhausgasen zusammenhängen, aber die Nutzung der Kernkraft damit in Verbindung zu bringen, ist recht abenteuerlich. Das einzige aus der Kernkraft entstehende Risiko ist die Gefahr, dass durch austretendes Spaltbares Material eine Gefährdung der Gesundheit der betroffenen Menschen entstehen könnte.Außerdem: Strahlung in hohen Dosen juckt nicht, sie brennt. Hatten sie schon einmal einen Sonnenbrand? Sonnenbrand ist eine Überdosis an UV-Strahlung, d.h. kurzwelligem Licht. Eine Überdosis Gamma-Strahlung ist essentiell dasselbe, nur ungleich unangenehmer, da die diese eine wesentlich höhere Energie und damit um einiges kürzere Wellenlängen besitzen.

  2. Naja, die sache ist sehr einfach:Unsere gesellschaft hängt von einem sehr großen Energieverbrauch ab und der muss gedeckt werden, oder wir müssen unser leben ändern.Kohle- und Erdöl- bzw. Erdgaskraftwerke sind zuerst einmal wesentlich umweltschädlicher und was einfach akuter ist, wir sind viel empfindlicher gegenüber auswärtigen Kräften aus Krisenregionen, die unsere Unabhängigkeit bedrohen indem sie uns drohen uns den jeweiligen energie-hahn abzudrehen.Sicherlich, verstrahltes material als auch das extrem geringe restrisiko eines supergaus gibt es auf der anderen Seite trotzdem.Am besten meiner Meinung nach wäre ein momentane verlagerung auf atomenergie unter gleichzeitiger intensivierung von forschung und ausbaus von erneuerbaren energiequellen und deren nutzung.Auf kurz oder lang müssen wir einfach einerseits wieder unabhängig werden - sowohl von menschlichen Kräften, auf die wir keinen einfluss nehmen können, als auch von energiequellen, die sich verbrauchen ohne erneuerbar zu sien. Im Klartext: weder hab ich lust von einer russischen oder saudischen regierung/Energiekonzern erpresst zu werden, noch glaube ich, dass Öl oder Erdgas ewig weitergehen werden.Alternative Energiequellen decken unsere Energiebedürfnisse aber einfach nicht ab bisher. Die differenz muss ausgeglichen werden, und Atomenergie scheint dabei die beste der schlechten lösungen zu sein - wobei es dummerweise nur schlechte lösungen gibt.Aber zurück in die Lehmhütte quasi oder in ein Dampfmaschinenzeitalter willl auch niemand von uns.Von daher: nette bilderchen von verstrahlten kindrn aus Tchernobyl - und, dafür nun zurück zum Lagerfeuer? [Anmerkung: Bitte seien Sie vorsichtig mit Bemerkungen, die als relativierend der Leiden der Betroffenen aufgenommen werden könnten./ Die Redaktion; ew]Und nun schauen wir uns bilder von verkehrstoten aufgrund von autounfällen anund schaffen autos ab? Das ist doch der kern der argumentation hier.

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    Bravo Zagreus,mit mehr Ignoranz ist wohl selten der Kern des Unterschieds zwischen atomarem GAU und anderen Zivilisationkatastrophen nicht erfasst worden.Das zeigt sich deutlich bei den von Ihnen so genannten "netten Bilderchen von verstrahlten Kindern aus Tschernobyl" und dem Vergleich mit "Autounfällen und Verkehrstoten." Bei einem Autounfall leiden die jeweils Betroffenen. Bei einem Atomunfall auch die danach Geborenen. Ich fürchte, dass uns künftige Generationen eines hundsgemeinen Verbrechechens anklagen könnten: Raub aller menschengemäßen Zukunft! Und dessen Schattenwurf in der Jetztzeit begegnen Sie mit besten Grüßen aus dem gemütlichen Elend und versteigen sich in das Statement "nette Bilderchen von verstrahlten Kindern aus Tschernobyl"!Vor solchem Zynismus verbleib ich staunend ( und sehr unangenehm berührt )

    WOW!   Karola Dr.Framberg-Reissert

    DAS haut mich aber um.
    So einfache (oder vielleicht simple?) "schlüssige Beweise" dafür, dass wir Atomenergie nutzen sollen. GAU Restrisiko gegen Unfalltod auf den Straßen!

    Sie glauben aber lustige Dinge. Das passiert nur Russen etc. und die statistische Wahrscheinlichkeit wirds schon richten. Donnerwetter! Beruhigende Gottheit das, nicht? Und Götter hinterfragt man ja nicht. Dazu: Menschen ausschalten als Sand im Getriebe, das ist auch mal 'ne ganz tolle Idee. Geradezu futuristisch.

    Hallo! Wo leben Sie?
    Was kommt bei Ihnen an?
    Das Sterben auf den Straßen und andere Unfallschicksale in Hülle und Fülle und die Tatsache, dass Tschernobyl stattgefunden hat und was das bis heute für Mensch und Tier dort bedeutet, wohl nicht.

    Verharmlosen ist natürlich verbreitet.
    Findet man z.B. jetzt in einer Großstadt radioaktive Abfälle von einer Chemiefirma von vor 100 Jahren, dann ist das erste und schnellste, was gesagt wird: Die Bevölkerung hat nichts zu befürchten. Keine Panik. Mich interessiert schon, wie es mit dem Grundwasser aussieht. Und wie es aussieht mit der Krebsrate im betreffenden Stadtteil.

    Weggucken. Wird schon nicht so schlimm. Und wenn doch? Egal! Weiter fliegen. Hauptsache bequem. Wir werden schon irgendwo landen.

    Und wenn man mal angelegentlich nachsieht (sofern man kann), was es mit dem radioaktiven Müll (Guckstdu Asse Wolfenbüttel) - was schon mit "normalem" Giftmüll passiert? Der Radius eines Atomkraftwerks ist enorm. Aber naja, wir wollen ja trotz der Toten (der Anderen) weiter schnell, schneller, am schnellsten Auto fahren. Zurück zum Lagerfeuer? Was für eine Alternative. Dieses Totschlagargument kommt mir allzu bekannt vor.

    Und wie wäre es - beim Autokraftstoff (nein, nicht Biodiesel!) bzw. Motor wie bei der Engergiegewinnung -, die inzwischen zahlreichen Ansätze voran zu bringen, die sich mit guten neuen Ideen erfolgreich befassen, statt sie zu verpennen und das erwirtschaftete oder nichtvorhandene Geld zu verplempern?
    Naja, es ist ganz einfach: ziehen wir halt auf den Mars. Ja?

    Kann es sein, dass man der Trägheit der eigenen Vorstellungskräfte hin zu besseren Lösungen oder dem geilen Geiz immer schön weiter opfern soll? Reichen nicht die Opfer, die auf der Suche nach möglichen Wegen mangels Erkenntnis nicht zu vermeiden waren?

  3. Am deutschen Wesen soll mal wieder die Welt genesen. Aber glaubt jemand wirklich das Risiko fuer Deutschland wuerde durch den Atomausstieg geringer solange nebenan in Frankreich, welches geographisch ungleich naeher liegt als Tschernobyl, 80 Atomreaktoren stehen? Und solange in Grossbritannien derzeit neue Atomreaktoren gebaut werden? Solange alle Nachbarlaender auf Atomkraft setzen, und es sieht nicht so aus als ob die deutschen Argumente irgendeinen Nachbarn ueberzeugen wuerden, sinkt das Risiko durch einen Atomausstieg kaum. Und solange Deutschland billigen Atomstrom aus Frankreich importiert um die Strompreise zu senken, kommen die wahren Folgen des Ausstiegs (hoehere Energiepreise) beim Waehler nicht an.Um es noch mal klarzustellen: Ich bezweifle nicht das es ein Risko durch Atomkraft gibt. Ich sage nur das die deutsche Antwort auf das Risiko das Risiko nicht verringert (siehe Nachbarlaender) und daher sowohl sicherheitstechnisch, klimapolitisch, als auch finanziell ein Fehlschlag ist. Der Atomausstieg waere sinnvoll wenn auch Frankreich, Grossbritannien und der Rest Europas ueberzeugt werden koennen, aber dieses Ereignis ist unwahrscheinlicher als ein Super-GAU (soweit ich es hier von England aus beurteilen kann)...

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    ist man, wenn man in diesem zusammenhang nur die eu nachbarn aufzaehlt, die kernkraftwerke am netz haben - andere haben bekanntlich schon eine weile keine mehr in betrieb. zu dieser gruppe wuerde deutschland gehoeren und diese wuerde deutschland in seine eigenschaft als "grosser" eu industriestaat aufwerten. also den einfluss dieser nuklearlosen mitglieder befoerdern.... natuerlich kann man pech haben wenn des nachbarn haus brennt - aber das eigene muss deswegen nicht vorauseilend angesteckt werden oder ?ueberigens : frankreich hat alles in allem 54 reaktoren am netz = 54 zu viel.

    • 06.07.2008 um 22:58 Uhr
    • PGMN

    Tut mir leid, aber die oben angedeutete Reaktion überkam mich, als ich die folgenden Zeilen las: "Zwar nicht uns. Aber die Erde! Und alldieweil wir uns darüber
    ergehen, ob wir, zur Bewahrung unserer großtechnisch organisierten
    Energiemarktinteressen und deren Ertragsstrukturen, doch lieber
    zuschalten als abschalten sollen, reagiert die Erde ( mit ihren Luft
    und Strahlungshüllen ) bereits auf die Zunahme der menschlich
    verursachten künstlichen Radioaktivität: Mit Erwärmung!"Mal ein paar Fakten: Alles strahlt, auch radioaktiv. Radioaktivität entsteht nicht nur während des Durchlaufens der Zerfallskette von Uran zu Blei, sondern auch beim Zerfall jedes anderen Elements, welches hierzu in der Lage ist. Radioaktivität lässt sich nicht künstlich erzeugen. Jedes Brennelement aus U237 wird aus natürlich vorkommendem Uran (einem Gemisch aus U235 und U237, welches auch strahlt, wenn es noch unter der Erde liegt) durch einen Prozess gewonnen, der mit der Gewinnung von Gold aus Sand (Anreicherung) vergleichbar ist. Die technische Anwendung der Kernspaltung erhöht zwar lokal (innerhalb des Reaktors) die Strahlungsniveaus, global hingegen bleiben diese aber konstant. Schließlich kommt das verwendete spaltbare Material nicht aus dem All.Die globale Erwärmung mag mit Treibhausgasen zusammenhängen, aber die Nutzung der Kernkraft damit in Verbindung zu bringen, ist recht abenteuerlich. Das einzige aus der Kernkraft entstehende Risiko ist die Gefahr, dass durch austretendes Spaltbares Material eine Gefährdung der Gesundheit der betroffenen Menschen entstehen könnte.Außerdem: Strahlung in hohen Dosen juckt nicht, sie brennt. Hatten sie schon einmal einen Sonnenbrand? Sonnenbrand ist eine Überdosis an UV-Strahlung, d.h. kurzwelligem Licht. Eine Überdosis Gamma-Strahlung ist essentiell dasselbe, nur ungleich unangenehmer, da die diese eine wesentlich höhere Energie und damit um einiges kürzere Wellenlängen besitzen.

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    "welches auch strahlt, wenn es noch unter der Erde liegt" Richtig! Und genau hier ist eine Frage vorhanden, die allgemein nicht gestellt wird: Wird bei Aufhebung des Zusammenhangs mit der Erde und insbesondere in der nachfolgenden Behandlung in kerntechnischen Anlagen, die Wirkungsebene der Radioaktivität gravierend verändert?Es gibt dahingehend eindeutige Aussagen der Naturvölker, die die Gegenden der Uranerzlagerstätten seit vielen Generationen besiedelt haben. Diese sprachen z.B. vom "Herz der Mutter Erde" das in Frieden gelassen werden sollte. Oder von der "Regenbogenschlange", die man nicht "wecken" solle etc. etc.Dass solche "Mythen" angesichts von Schaufelbaggern und Radladern der zivilisierten Energiebegehrlichkeiten keine Chance hatten, ist bekannt.Nur enthebt uns das letztendlich nicht von der Aufgabe, Stoffe die wir in der Erde finden nicht nur nach ihrer energetischen Ausbeute der Meßbar-und Wägbarkeit zu unterwerfen, sondern nach ihrer Stellung im Evolutionsverlauf zu erkennen.Und dann könnten wir, durchaus ausgestattet mit modernem Mythen-Bewußtsein, darauf kommen, dass Uran ein Erdenstoff ist, der sich bereits einem finalen Vergänglichkeitsprozeß zugeordnet hat..... in dem er sich materiell auflöst und "verstrahlt".Und von daher ist die Kernspaltung, prosaisch und gewissermaßen "mythisch" gesehen, das durchpeitschen eines Sterbenden durch die großtechnische Nüztlichkeit.Daraus, so vermute ich, resultiert der gravierende Unterschied zwischen natürlicher und künstlicher Radioaktivität. ( Der sich einem pysikalischen Meßvorgang verschließt - aber dadurch nicht in der Natur und den Erdhüllen unwirksam bleibt.)Diese Wirksamkeit zeigt sich in der globalen Erwärmung!

    Ich bin mir relativ sicher, daß Sie kein Physiker sind. Ich bin zwar auch keiner habe aber als Ingenieurstudent doch einige Veranstaltungen mit und von Physikern gehabt und habe da keinen einzigen Atomkraftbefürworter erlebt. Die meisten sind sehr sehr skeptisch! (vorsichtig gesagt)Dieser "Fakt" kann nicht nur punktuell sein, da ja die Atomindustrie Nachwuchspobleme hat.Nun zu Ihren "Fakten":Zitat 1 : " Mal ein paar Fakten: Alles strahlt, auch radioaktiv. Radioaktivität
    entsteht nicht nur während des Durchlaufens der Zerfallskette von Uran
    zu Blei, sondern auch beim Zerfall jedes anderen Elements, welches
    hierzu in der Lage ist."Ich bin wie gesagt kein Physiker, aber ein wenigverstehe ich schon, wie sich Physiker unsere materielle Welt vorstellen, was man sich ja gerade in der Atomenergiegewinnung zunutze macht.Ich hoffe Sie sind sich bewußt, daß Materie aus Atomen besteht. Diese Atome bestehen aus einem Atomkern (der positiv geladen ist und fast die gesamte Masse des Atoms enthält) und der Atomhülle (die aus den negativ geladenen Elektronen besteht). Der Atomkern besteht grob gesagt aus den positiv geladenen Protonen und den neutralen Neutronen. Die (chem. Wechselwirkungs-)Eigenschaften eines Atoms werden allein durch die Atomhülle oder besser der Zahl der Elektronen in ihr (die ja identisch zur Protonenzahl im Kern ist) festgelegt. Alle, wirklich alle stabilen und instabilen Atome sind so aufgebaut. Beschrieben wird das im Periodensystem der Elemente. Das bedeutet jede "Atomart" mit der gleichen Protonen-/Elektronenzahl ist ein chem. Element. Bsp.Wasserstoff hat ein Proton/Elektron+1 oder 2...Neutronen und ist damit das leichteste Element. Danach kommt Helium 2 Protonen/Elektronen......(die Neutronen haben eine wichtige Funktion, aber das lasse ich hier beiseite! Ausserdem besteht Strahlung aus alpha, beta oder gamma-Strahlung siehe Wikipedia)So nun zu Ihren "Fakten"Radioaktivität wäre immer Radioaktivität und gar nicht künstlich.Dazu noch ein kleiner Exkurs:Wenn ich kleine Atome zusammenklebe wird extrem viel Energie freigesetzt!Wenn ich große Atome auseinanderschlage wird etwas weniger, aber immer noch extrem viel Energie freigesetzt.Das klingt jetzt nach dem Perpetuum Mobile, aber es gibt eine Grenze zwischen diesen beiden Seiten. Dieses Element bei dem dann beiden Energie "kostet" (gebunden wird) ist Eisen. Also:Alle Elemente schwerer als Eisen geben wenn sie zerfallen oder "zerfallen werden" Energie ab.Das war jetzt schon ganz schön viel, das gebe ich zu, aber bitte bleiben Sie dran jetzt kommt der Punkt, der mich bei Ihrem Kommentar so stutzig macht.Wenn ich jetzt ein stark radioaktives (sehr instabiles) Atom neben ein eigentlich stabiles aber schweres Element lege, kann ich durch den Beschuss der beim Zerfall des radioaktiven Atoms entsteht, dieses stabile schwere Atom in zwei instabile jetzt radioaktive Atome uberführen. Ich habe also Energie, die eigentlich hunderte von Milliarden Jahren gebunden gewesen wäre freigesetzt. Ihre Aussage steht also auf sehr tönernen Füßen. Ich weiß, daß es auch andersherum geht und daß ich hier sehr stark vereinfacht habe, aber solche (meiner Einschätzung nach böswillig) vereinfachten Aussagen, die so stark geglättet wurden, daß sie schon wieder falsch sind, sind eben immer nur sehr aufwendig zu widerlegen.Zitat 2 : "Radioaktivität lässt sich nicht künstlich erzeugen. "Diese Aussage ist nicht nur falsch, sie ist auch dumm und zeugt von unglaublicher Unwissenheit! Wenn ich ein Elektron in einem Teilchenbeschleuniger auf ein Atom schlage, kann ich (bei geeigneter Wahl des Atoms, der Energie des Elektrons...) dieses zur Spaltung bringen. Ausserdem ist per Definition, das beschleunigte Teilchen (Elektron) im Beschleuniger schon radioaktive Strahlung (nämlich beta-Strahlung).Der Unterschied zwischen den Elektronen, die im Vakuum der Elektronenröhre umher schwirren und radioaktiver Beta-Strahlung ist einzig und allein die Energie/Geschwindigkeit, mit der sie sich bewegen.Jetzt zu meiner Meinung:(falls sie überhaupt noch jemanden interessiert)Ich habe keine Angst davor, daß hier ein Atomkraftwerk ohne äußere Einwirkung explodiert.Eswird wohl auch ziemlich sicher keine wirklich gefährlichen Unfälle mehr geben. Aber äußere Einwirkungen kann es sehr wohl geben. Wenn zwei voll betankte A380 nacheinander vom Frankfurter Flughafen auf ein und das selbe Atomkraftwerk in Bayern fliegen, kann das nicht mehr halten! Und da hilft auch kein Tornado. Der hat gar keine Zeit so schnell da zu sein. Da ich kein Terrorist bin und auch nicht über die entsprechende Phantasie verfüge, kann ich mir auch nicht vorstellen, was man sonst noch für Möglichkeiten hat. Aber wer sich Zeit nimmt und über kriminelle Energie, sowie überdurchschnittliche Intelligenz verfügt hat sehr gute Chancen einen solchen Plan umzusetzten. Ich musste mich in den letzten Jahren auch davon überzeugen lassen, daß es Menschen mit derartiger krimineller Energie gibt. Zum Glück fehlte da noch die Intelligenz, aber das ist nur eine Frage der Zeit, da bin ich mir sicher. Unsere Sicherheitsbehörden müssen also immer zwei Schritte vorraus sein. Denn Sie müssen alle! Anschläge verhindern, um erfolgreich zu sein. Die andere Seite muss nur einen! Anschlag erfolgreich verüben. Das ethische Problem der Atommüllendlagerung und der Wiederaufbereitung ist derartig vermint, daß ich auch auf diesem Gebiet die Atomkraft, sehr abneigend gegenüberstehe. Ich bin mir sicher, daß wir unsere Lebensweise grundlegend überdenken müssen, je früher desto besser. Verzicht auf gewissen Wohlstand, muss nicht immer von Nachteil sein. Die Aufhebung der Sklaverei, hat langfristig eher zu einer Erhöhung des Wohlstands geführt, auch wenn das für die damaligen Sklavenhalter nicht so aussah. Lassen wir es lieber nicht zu Kriegen kommen.Frieden ist mir wichtiger als Auto fahren.

  4. Bravo Zagreus,mit mehr Ignoranz ist wohl selten der Kern des Unterschieds zwischen atomarem GAU und anderen Zivilisationkatastrophen nicht erfasst worden.Das zeigt sich deutlich bei den von Ihnen so genannten "netten Bilderchen von verstrahlten Kindern aus Tschernobyl" und dem Vergleich mit "Autounfällen und Verkehrstoten." Bei einem Autounfall leiden die jeweils Betroffenen. Bei einem Atomunfall auch die danach Geborenen. Ich fürchte, dass uns künftige Generationen eines hundsgemeinen Verbrechechens anklagen könnten: Raub aller menschengemäßen Zukunft! Und dessen Schattenwurf in der Jetztzeit begegnen Sie mit besten Grüßen aus dem gemütlichen Elend und versteigen sich in das Statement "nette Bilderchen von verstrahlten Kindern aus Tschernobyl"!Vor solchem Zynismus verbleib ich staunend ( und sehr unangenehm berührt )

    • 06.07.2008 um 23:11 Uhr
    • iDog

    ehe jetzt wie zagreus (#2) alle nach dem "strohhalm" greifen, sollten die vorhandenen optionen wirklich geprueft werden, und nicht aus mangel an phantasie , mut und selbstvertrauen unbedingt der einfachste sonderen eher der effektivste weg gewaehlt werden. m.E. muss man sogar einen mutigen weg waehlen ...die argumentation , dass wir ja auch nicht das autos abschaffen , weil es verkehrstote gibt , ist ueberigens nicht nur zynisch sondern auch zu flach, denn dieses entspraeche dem aufgeben der energieerzeugung selbst und dann waeren wir vielleicht im bekannten steinzeitklichee angekommen, dass man sich erbloedet immer wieder zu bemuehen. der ins haus stehende antriebswechesl der "geliebten" autos wuerde unsere lage besser erklaeren ... aber auch  die einfuehrung eines tempolimilts und drastischer strafen bei missachtung der "verkehrsregeln" , um der vernunft vorschub zu leisten und todesopfer im "verkehr" effekiver zu vermeiden, kaeme der sache beispielhaft schon naeher. bekanntlich wird auf so etwas mit der gleichen ignoranz und kindischen unvernunft reagiert wie auf effektive und nachhaltige regelungen zur energiegewinnung... als wolle man mit gewalt dem gesellschaftlichen schicksal eine extra portion adrenalin beigeben. mir scheinen da aber , um das bild weiter zu missbrauchen, gleiche ursaechlichkeiten vorzuliegen : finanzielle interessen vor kalkulierbarer technischer sicherheit. das adrenalin sollten wir bestenfalls aus dem mut zur neuen loesung beziehen.insgesamt scheint sich aber eine retrotendenz in vielen politischen bereichen abzuzeichnen : bundeswehr im inneren,  deutsche soldaten im ausland , veraltete technik zur energiegewinnung,  demontierung der demokratischen grundrechte .... usw ... dies alles nur der komplett visionslosen politik made in germany anzulasten waere etwas simpel ... die zusammenhaenge sind komplexer und werden auch getragen von einer aengstlichen resonanz in der bevoelkerung zum vermeindlich/wahrscheinlich bevorstehenden umbruch der gegebenheiten : klima, energie, wirtschaft, finanzen, konsum, einkommen, verarmung, konsensverlust, previlegienverlust ... die liste wuerde lang werden... bis zum moeglichen ausbruch von erst entfernten kriegen , die in einer eskalationsspirale immer direkter zur bedrohung der sich unbeteiligt waehnenden bevoelkerungen werden und in den vom cia laengst prognostizierten buergerkriegen in kerneuropa selbst muenden koennten, wenn unser altes europa mit seinen menschenmassenorientierten strukturen auf grund versagender abhaengigkeitsverhaeltnisse genau diese struktur nicht mehr bedienen kann. einzige loesung : mut zur effektiven und inovativen restrukturierung . die energiewirtschaft bietet sich als logischer ausgangspunkt an. 

    • 06.07.2008 um 23:24 Uhr
    • iDog

    ist man, wenn man in diesem zusammenhang nur die eu nachbarn aufzaehlt, die kernkraftwerke am netz haben - andere haben bekanntlich schon eine weile keine mehr in betrieb. zu dieser gruppe wuerde deutschland gehoeren und diese wuerde deutschland in seine eigenschaft als "grosser" eu industriestaat aufwerten. also den einfluss dieser nuklearlosen mitglieder befoerdern.... natuerlich kann man pech haben wenn des nachbarn haus brennt - aber das eigene muss deswegen nicht vorauseilend angesteckt werden oder ?ueberigens : frankreich hat alles in allem 54 reaktoren am netz = 54 zu viel.

    Antwort auf "Planet Deutschland"
  5. Ich halte die Debatte um den Ausstieg aus dem Ausstieg für heuchlerisch. Hier geht es nicht um Kernkraft und um Klimaschutz, sondern um eine ideologische Abrechnung mit den sogenannten 68ern und den von Konservativen gerne unter Kommunismusverdacht gestellten Bürgerinitiativen der 70er und 80er Jahre. Ein wichtiges Indiz dafür ist ja der Umstand, dass insbesondere sogenannte 'Klimaskeptiker' die positiven Eigenschaften der Kernenergie auf das Klima hervorheben.

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  • Von Beck
  • Datum 6.7.2008 - 19:27 Uhr
  • Quelle DIE ZEIT, 2008-07-03T12:00Z Nr. 28
  • Kommentare 142
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  • Schlagworte Umweltpolitik | Klimawandel | Energiepolitik | Kernenergie
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