Von Dienstag (15. Juli) an wird es in der australischen Stadt Sydney richtig voll: Etwa eine Viertelmillion junge Leute aus der ganzen Welt reisen dorthin. Manche von ihnen werden in australische Familien aufgenommen, andere rollen ihre Schlafsäcke in Turnhallen oder Schulen aus. Der Grund: Es ist Weltjugendtag der katholischen Kirche. Zu diesem riesigen Fest hat Papst Benedikt XVI. eingeladen, das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Erfunden hat die Weltjugendtage vor über 20 Jahren sein Vorgänger, Papst Johannes Paul II. Seine Idee: "Die Kirche hat der Jugend viel zu sagen, und die Jugend hat der Kirche viel zu sagen." Miteinander reden, fremde Menschen und Kulturen kennenlernen und den Glauben feiern – das ist den Besuchern wichtig. Am Dienstag startet das Riesentreffen mit einem Begrüßungsgottesdienst und dann gibt es bis Sonntag viel Programm. Morgens treffen sich die Teilnehmer in Gruppen und sprechen miteinander in vielen Sprachen über ihren Glauben an Gott. Nachmittags ist Jugendfestival: Die Besucher aus aller Welt zeigen Theaterstücke, machen Musik, tanzen, schauen sich Filme an. Die ganze Innenstadt von Sydney wird zu einer Art Theaterbühne, wenn am Freitagabend die Geschichte von Jesus auf dem Weg zur Kreuzigung nachgespielt wird.

Für viele Besucher ist aber der Papst am wichtigsten. Sie kommen, um ihn zu sehen und zu hören; wenn er spricht oder nur den Arm hebt, jubeln die Massen wie bei einem Superstar. So war es zumindest beim letzten Weltjugendtag 2005 in Köln.