China Warum wir Peking brauchen

Kooperation statt Konfrontation: Deutschland muss die Modernisierung Chinas unterstützen – und auf Belehrungen oder Bloßstellungen verzichten

Gerhard Schröder in der "Verbotenen Stadt" von Peking, November 1999 (Archivfoto)

Gerhard Schröder in der "Verbotenen Stadt" von Peking, November 1999 (Archivfoto)

Als Bundeskanzler bin ich jedes Jahr einmal nach China gereist. Nun, seit dem Ende meiner Amtszeit, bin ich drei- bis viermal im Jahr in China. Da ich nicht mehr im engen Terminkorsett des Amtes stecke, habe ich jetzt Gelegenheit, häufiger und vor allem ausführlicher als früher mit Politikern, Unternehmern und Intellektuellen zu sprechen. Meine Reisen führen mich nicht mehr nur nach Peking und Shanghai, sondern auch in die aufstrebenden Provinzen des Landes. Ich empfinde diese Gespräche als großes Geschenk, denn sie entwickeln sich stets zu interessanten Diskussionen, bei denen ich noch mehr über das Land lerne, die meinen Blick auf China schärfen und mich zugleich in meiner Überzeugung bestärken, dass wir China als Partner brauchen.

Uns Deutschen gegenüber sind die Chinesen sehr offen und zugeneigt. Dieses Angebot der Zusammenarbeit dürfen wir nicht abweisen, denn China ist für uns nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus politischen Gründen immens wichtig. Nach dem Ende des Kalten Krieges und der Bipolarität haben wir eine Übergangsphase amerikanischer Dominanz erlebt. Nun ist die Welt auf der Suche nach einer neuen Ordnung, und alles deutet darauf hin, dass wir künftig mehrere Pole der Weltpolitik haben werden. Neben den USA wächst die globale Bedeutung Russlands, Indiens und Chinas. Ob das vereinigte Europa die Kraft hat, sich zu einem weltpolitisch bedeutsamen Akteur zu entwickeln, ist offen. Die aktuellen Ereignisse und Rückschläge geben noch keinen Grund zu Optimismus. Fakt bleibt, dass wir China zur Bewältigung der großen internationalen Herausforderungen brauchen. Herausforderungen wie zum Beispiel der Klimawandel, die Energiesicherheit, die unkontrollierte Migration, die Bekämpfung des Terrorismus oder die Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen können nur mit und nicht gegen China gemeistert werden. Und gerade Deutschland, das wie kein anderes europäisches Land international verwoben ist, muss für die enge Einbindung Chinas in die Weltordnung werben und arbeiten.

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Alle, die das Land kennen, wissen, dass wir dieses Ziel nicht durch öffentliche Anklage Chinas, sondern nur durch vertrauensvolle Zusammenarbeit erreichen werden. Mein Eindruck ist, dass wir in Deutschland unsere eigenen Möglichkeiten nicht ausreichend nutzen, um an der Öffnung und Modernisierung Chinas mitzuwirken. Deutschland könnte von allen europäischen Staaten den größten Einfluss haben, aber derzeit positionieren sich andere Länder, etwa Frankreich, politisch, wirtschaftlich und kulturell wesentlich besser.

China hat in den vergangenen 30 Jahren eine äußerst positive Entwicklung genommen. Vor 1978 war seine Gesellschaft von Hunger, Not und Unterdrückung gekennzeichnet. Wer Chinesen heute trifft, vor allem in den Großstädten an der Küste, aber auch in den Metropolen der Provinzen, der erlebt gebildete, weltoffene und aufgeklärte Menschen. Der Wohlstand, der breite Schichten der Bevölkerung erreicht hat, gibt Sicherheit. Wer über China redet, muss anerkennen, dass das Land in den vergangenen drei Jahrzehnten rund 400 Millionen Menschen aus bitterster Armut und Hunger befreit hat. Wenn man die Lebensstandards in China und Afrika vergleicht, die vor 30 Jahren auf einem ähnlichen Niveau waren, dann hat China einen gewaltigen Schritt getan, indem es seinen Bürgern ein besseres Leben ermöglicht hat.

Es gehört zu den größten zivilisatorischen Erfolgen des vergangenen Jahrhunderts, dass China diesen Modernisierungsschritt vollzogen hat und zugleich als Vielvölkerstaat seine Stabilität wahren konnte. Aber immer noch gibt es Menschen im Land, die von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben müssen. Daher ist verständlich, dass die chinesische Führung der Verwirklichung der sozialen Menschenrechte Vorrang gibt. Wir können zuversichtlich sein, dass es China in der nächsten Dekade gelingen wird, diese existenzielle Armut, die insbesondere auf dem Land noch herrscht, zu überwinden.

Die Öffnung und Modernisierung im Inneren ist mit einer ausgleichenden Rolle nach außen einhergegangen. In allen Konflikten, die sich an den Grenzen Chinas abspielen – ob Kaschmir, Taiwan, Nordkorea –, setzt die chinesische Führung auf friedliche Lösungen und auf Verhandlungen. Peking hat eine Entspannungspolitik mit Taiwan und Japan eingeleitet, die über wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Kontakte forciert wird. Die Armee wurde seit 1987 um rund ein Drittel reduziert, die Militärausgaben liegen bei etwa einem Zehntel der amerikanischen. Verstärkt wird das Land aktiv bei Friedensmissionen der Vereinten Nationen.

Das Asienpapier der CDU hat viel Porzellan zerschlagen

Deutschland war seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen mit der Volksrepublik China im Jahr 1972 immer darauf bedacht, das Land in die internationale Staatengemeinschaft zu integrieren und ein Partner bei der Modernisierung des Landes zu sein. Dies erfolgt auf der Basis der Ein-China-Politik, die von keiner Bundesregierung jemals infrage gestellt wurde. Deutschland betrachtet sowohl Tibet als auch Taiwan als Teil Chinas. Dies war die Politik meiner Amtsvorgänger Willy Brandt, Helmut Schmidt und Helmut Kohl. Wir sind gut beraten, diesen Weg fortzusetzen. Im Jahre 2004 habe ich deshalb gemeinsam mit Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao die strategische Partnerschaft zwischen unseren beiden Ländern bekräftigt. Sie bedeutet, dass wir die Beziehungen auf allen Feldern konsequent ausbauen wollen – in Politik, Wirtschaft, in der Zivilgesellschaft und in der Kultur. Das kann aber nur gelingen, wenn sich die beiden Partner mit gegenseitigem Respekt vor ganz unterschiedlich gewachsenen Kulturen begegnen und ein Vertrauensverhältnis entwickeln.

Großen außenpolitischen Schaden hingegen hat in China das sogenannte Asienstrategie-Papier der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hervorgerufen, das einen Bruch mit der bisherigen deutschen China-Politik, auch der der Regierung Kohl, darstellt und mit seiner aggressiven antichinesischen Rhetorik die Politik und die Gesellschaft in China irritiert, man kann durchaus auch sagen: brüskiert hat. Immer wieder werde ich in dort auf dieses Strategiepapier angesprochen, das viel Porzellan zerschlagen hat. Deshalb ist es gut, dass Außenminister Steinmeier bei seiner letzten China-Reise im Juni 2008 das deutsch-chinesische Verhältnis, das durch solche Unbedachtsamkeiten beschädigt wurde, wieder verbessert hat. Mein Eindruck ist, dass seine Bemühungen auch dem Kanzleramt geholfen haben und deshalb dort gewürdigt worden sind. Dies ermöglicht es uns, nun wieder auf einer vertrauensvollen Basis mit China und seiner Führung zusammenzuarbeiten. Ein weiteres Mal darf dieses Vertrauen jedoch nicht verspielt werden.

Eine Säule im deutsch-chinesischen Verhältnis stellt der wirtschaftliche Austausch dar. Seit dem Jahr 2002 hat sich das Handelsvolumen zwischen China und Deutschland von rund 35 auf über 75 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. China ist nach den USA der zweitwichtigste deutsche Exportmarkt außerhalb Europas. Aber dieser wirtschaftliche Austausch ist nicht nur für Wirtschaft und Arbeitnehmer in Deutschland ein enormer Gewinn, sondern vor allem für die chinesische Gesellschaft, da ganz unbestritten mit der ökonomischen Modernisierung auch eine gesellschaftliche Öffnung einhergeht.

Zwei Drittel des chinesischen Bruttosozialproduktes werden inzwischen von fünf Millionen Privatunternehmen erwirtschaftet. Vor zehn Jahren gab es so gut wie keine privatwirtschaftliche Basis in China. Ein entscheidender Katalysator für die ökonomische und gesellschaftliche Modernisierung war der im Jahr 2001 vollzogene Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO). Ich habe mich als damaliger Bundeskanzler sehr dafür eingesetzt, weil ich davon überzeugt war, dass dieser Beitritt für China, aber auch für Europa und das multilaterale Handelssystem ein echter Fortschritt sein würde. Heute wissen wir: Der WTO-Mitgliedschaft verdanken wir nicht nur das stetig wachsende Engagement ausländischer Unternehmen in China, sondern auch die weitgehende Anerkennung von international gültigen Rechtsstandards. Auch wenn wir noch nicht in allen Bereichen zufrieden sind, etwa beim Schutz des geistigen Eigentums, so ist »Wandel durch Handel« eine Richtung, der wir uns weiterhin verpflichtet fühlen müssen – in unserem Interesse ebenso wie im Interesse Chinas.

Die zweite Säule der politischen Zusammenarbeit ist der zivilgesellschaftliche Bereich, insbesondere bei der Förderung von Freiheitsrechten und Rechtsstaatlichkeit. Unsere Außenpolitik, auch unsere Außenhandelspolitik, muss sich an unseren Wertvorstellungen orientieren. Das sind aus unserer Sicht die Werte der Aufklärung, die sich auch in unserem Grundgesetz und in den Regeln unserer europäischen Institutionen widerspiegeln – Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie. Aber eines sollten wir bedenken, wenn wir uns gegenüber anderen Ländern zu Lehrmeistern aufschwingen: Auch Deutschland hat erst nach einem langen und beschwerlichen Weg zur Demokratie gefunden, einem Weg, der von schweren Rückschlägen und blutigen Irrwegen gekennzeichnet war.

Vor diesem Hintergrund tun wir gut daran, jedem Staat auf dem Weg hin zu Rechtsstaatlichkeit und Demokratie partnerschaftlich zu helfen, aber zugleich auch seine historischen, geopolitischen und kulturellen Besonderheiten zu berücksichtigen. Wir sollten nicht vergessen, dass China keine demokratische Tradition kennt. Eine Implementierung der Demokratie von außen wird in China nicht funktionieren. Stattdessen müssen wir helfen, rechtsstaatliche Standards durchzusetzen, denn Stabilität und Rechtsstaatlichkeit sind die Voraussetzung dafür, dass Demokratie wachsen kann.

China ist auf dem Weg zu einer demokratischen Gesellschaft

In meiner Politik gegenüber China habe ich daher auf ritualisierte, symbolhafte und nur für die deutsche Öffentlichkeit gedachte Aktivitäten verzichtet. Sie mögen für Nichtregierungsorganisationen angemessen sein, für staatliches Handeln und für die außenpolitisch Verantwortlichen sind sie es nicht. Solche Rituale sind kein Ersatz für Politik. Mir war als Bundeskanzler daran gelegen, dass wir als Modernisierungspartner die chinesische Regierung unterstützen, aber nicht im Sinne einer Belehrung und einer Bloßstellung der chinesischen Gesprächspartner, sondern durch eine Hilfestellung beim Aufbau von Rechtsstaatlichkeit. Deswegen haben wir im Jahr 1999 den Rechtsstaatsdialog eingerichtet und im Jahr 2003 den bilateralen Menschenrechtsdialog wieder aufgenommen. Einen institutionalisierten Dialog in dieser Form führt nur Deutschland mit der Volksrepublik China. Und ich bin froh, dass in der Großen Koalition dieser Kurs von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries entschlossen fortgesetzt wird.

Viele rechtsstaatliche Standards wurden positiv beeinflusst, zum Teil Standards des deutschen Rechts übernommen. Ein wichtiger Schritt war im Jahr 2004 die Aufnahme der Menschenrechte in die chinesische Verfassung. Im vergangenen Jahr wurde die Verhängung der Todesstrafe, die ich für jedes Land ablehne, eingeschränkt. Mit dem neuen Zivilrecht wurde der Schutz des Privateigentums deutlich ausgebaut. Es gibt erstmals in der chinesischen Geschichte ein kodifiziertes Strafrecht. Am 1.Januar dieses Jahres sind die Rechte der Arbeitnehmer durch ein neues Arbeitsvertragsrecht wesentlich gestärkt worden. Dies alles sind Fortschritte auf dem Weg Chinas zu einer rechtsstaatlichen, gerechten und eines Tages, dessen bin ich mir sicher, auch demokratischen Gesellschaft.

Peking hofft auf Anerkennung – wir sollten dem Land Respekt zollen

Auf diesem Weg müssen wir China weiter unterstützen, denn es kann nicht darum gehen, nur die Situation von einzelnen Minderheiten zu verbessern, sondern unser Blick muss sich auf alle 1,3 Milliarden Menschen in China richten. Wir brauchen ein stabiles China. Der Hebel für unseren deutschen Einfluss ist die strategische Partnerschaft mit China. Dieser müssen wir einen neuen Anschub geben, und das Signal dazu sollte aus Deutschland kommen. Folgende Punkte erscheinen mir dabei wichtig:

Der Rechtsstaatsdialog muss konsequent fortgesetzt werden. Nun gilt es, die existierenden Rechtsstandards auch durchsetzen zu helfen. Wir müssen also bei der Ausbildung von chinesischen Richtern und Juristen weiterhelfen. Unser Ziel muss sein, dass sich ein Land, das ein Fünftel der Weltbevölkerung umfasst, in weiten Teilen am deutschen – und nicht nur am angloamerikanischen – Recht orientiert. Darüber hinaus sollte die soziale Gerechtigkeit ein wichtiges Thema für den Dialog bleiben. Dies betrifft insbesondere das Arbeits- und Sozialrecht. Die sozialen Sicherungssysteme in China umfassen nur rund ein Zehntel der Bevölkerung. Beim Auf- und Ausbau solcher Systeme können wir Partner sein.

Die wirtschaftliche Verflechtung muss intensiviert werden. Nach der schnellen Handelsausweitung sollten als nächster Schritt die gegenseitigen Unternehmensbeteiligungen ausgebaut werden. China sucht für seine großen Unternehmen strategische Partner als Anteilseigner. Da der chinesische Binnenmarkt in den nächsten Jahren kräftig wachsen wird, kann dies für deutsche Unternehmen eine interessante Perspektive sein. Im Gegenzug dürfen wir unser Land nicht vor chinesischem Kapital abschotten. China besitzt große Währungsreserven. Unser Interesse muss sein, dass dieses Kapital in Deutschland investiert wird, hier Arbeitsplätze schafft und nicht in andere Länder abwandert, die bereits aktiv darum werben.

In China wachsen die mit der Wirtschaftsdynamik verbundenen ökologischen Probleme – insbesondere durch die Luft- und Wasserverschmutzung. Die chinesische Regierung ist sich dessen bewusst und misst Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung, etwa im elften Fünfjahresplan, eine zunehmende Bedeutung bei. Hier kann Deutschland ein wichtiger Partner sein. Das ist auch ein Grund, warum wir die Entwicklungszusammenarbeit mit China nicht beenden sollten. Denn die Probleme des Transformationsprozesses in China könnten destabilisierend wirken und globale Folgen haben. Ein Beispiel, das ich persönlich begleite, ist die Bergbau-Zusammenarbeit zwischen der Technischen Fachhochschule Bochum und der China University of Mining and Technology. Ziel ist es, die Arbeitssicherheit für die chinesischen Bergleute zu verbessern und die ökologischen Folgen des Bergbaues abzumildern. Wir brauchen mehr solcher konkreten Projekte.

Ein weiterer Bereich, den wir nicht konfrontativ lösen können, ist die Frage der globalen Energiesicherheit. Um den wachsenden weltweiten Energiebedarf zu decken, müssen wir zu einem kooperativen Ansatz kommen, der China einbindet. Des Weiteren braucht China Unterstützung, um seine Energieeffizienz zu verbessern und seine erneuerbaren Energien auszubauen. Deutsche Unternehmen können ihre Technologien und ihre Dienstleistungen anbieten, denn sie sind technologisch führend bei den erneuerbaren Energien und beim effizienten Einsatz von fossilen Energieträgern, insbesondere von Kohle. Deutsche Unternehmen müssen sich den chinesischen Energiemarkt noch engagierter als bisher erschließen. Hierfür gibt es Bereitschaft auf der chinesischen Seite. Nur wenn wir diesen Weg einschlagen, werden wir auch das ambitionierte Ziel, den Klimawandel zu bekämpfen, erreichen.

Der zivilgesellschaftliche und kulturelle Austausch muss weiter verstärkt werden. Hierbei haben wir in den vergangenen Jahren gute Fortschritte erzielt. Eine große und weiter wachsende Zahl von Städtepartnerschaften verbindet die Menschen in beiden Ländern. Deutschland ist ein attraktiver Standort für chinesische Studenten, der wissenschaftliche Austausch blüht. Der Jugendaustausch sollte ausgebaut werden, ähnlich wie wir es mit Frankreich, Polen, Amerika und Russland tun. Denn nur wenn junge Chinesen und Deutsche einander begegnen, gegenseitiges Interesse entwickeln und einander besser verstehen lernen, wird das Bewusstsein für die Bedeutung des deutsch-chinesischen Verhältnisses wachsen.

Die Politik der internationalen Einbindung Chinas muss fortgesetzt werden. China sollte größere Verantwortung in internationalen Institutionen erhalten, im Gegenzug darf die Staatengemeinschaft auch ein stärkeres multilaterales Handeln Chinas, etwa bei seiner Afrika-Politik, erwarten. Es wird Zeit, dass die G8 um die wichtigsten Schwellenländer, also China, Brasilien, Südafrika und Indien, erweitert wird. Nur so wird sich der globale Verantwortungsanspruch dieses Zusammentreffens erfüllen lassen.

Wir müssen China also als einen Partner auf Augenhöhe betrachten und einen vertrauensvollen und fairen Dialog mit dem Land führen, damit sich rechtsstaatliche Standards, Freiheit und am Ende eines Entwicklungsweges auch Demokratie durchsetzen. Mit dem Ende der Präsidentschaft von George W. Bush verbinden die Menschen weltweit die Hoffnung, dass in der internationalen Politik wieder Kooperation anstelle von Konfrontation in den Vordergrund rückt. Das betrifft auch die China-Politik des Westens. Wir müssen den partnerschaftlichen Weg wieder aufnehmen und die alten Freund-Feind-Denkmuster überwinden.

Welcher Anlass bietet hierbei größere Chancen als die Olympischen Spiele in Peking? Sie sind ein wichtiges Signal für China und für die Welt. China erhofft sich durch die Spiele internationale Anerkennung für seine erreichten Modernisierungserfolge. Wir sollten dem Land Respekt zollen. Wir Deutschen kennen diesen Wunsch nach Anerkennung: Bei den Olympischen Spielen 1972 in München präsentierte sich ein modernes und weltoffenes Deutschland, um die Schatten der Vergangenheit abzuschütteln. Die Spiele 2008 werden also nicht nur ein großartiges Sportereignis, sie sind auch eine politische Chance.

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Leser-Kommentare
  1. Eine vernünftige und  zukunftsorientierte Überzeugung!
    .....dieses Ziel nicht durch öffentliche Anklage Chinas, sondern nur durch vertrauensvolle Zusammenarbeit erreichen werden....G. Schröder

  2. Eigentlich ist den Ausführungen von Gerhard Schröder nichts hinzuzufügen.
    Er verliert sich nicht in klein-klein, sieht die Situation und die Zukunft nüchtern und richtig.
    Wenn man dagegen das Verhalten von Frau Merkel bei China-Besuchen sieht und ihre Anstrengungen bzw. die Anmahnung von Menschenrechten, ist man peinlich berührt. Dazu das Lächeln der chinesischen Führung über die kleine Schulmeisterin, in deren Land bei der Unterschicht auch oft der Ruf nach Menschenrechten ertönt, so ist das für Deutschland ein sattes Negativum.

    • clavel
    • 20.07.2008 um 10:44 Uhr

    nun..zum glück ist china ein grosses, weites land lieber herr schröder und beschert der gazprom sicher hohe kapitalaussichten, da lohnt sich schon so ein bischen mehr schönreden aber  politisch gesehen lässt peking doch eher die muskeln spielen und übt sich in kommunistischer machtgier und kontrolle in den provinzen, allem voran in tibet...( das land wo der dalai lama vertrieben wurde, auch schon besucht?) aber glückwunsch zu ihren erkenntnissen...so ne gemütliche augenwischerei am sonntagmorgen ..da sieht doch das weltbild hüsch rosarot  aus...

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    Nun ja auch die Chinesen sind auf dem besten Weg "lupenreine Demokraten" zu werden.Und es ist natürlich auch verständlich, dass der Chinesischen Führung momentan wichtigere Probleme am Herzen liegen als die Menschenrechte. Man sollte da nicht zu Oberlehrerhaft daherkommen und auf die Menschenrechte pochen. Da verärgert man sie ja nur....Aber Ironie beiseite: Natürlich bringt es nichts nur den Lehrer und Großmeister raushängen zu lassen da stimme ich Herrn Schröder zu. Probleme die man aber nicht anspricht werden aber auch nicht behoben. Insofern ist es nur gut, wenn Deutschland im Dialog mit China nicht nur die Wirtschaft an Vorderste Stelle stellt und Menschen- und Bürgerrechte lässt sondern auch auf die Probleme hier hinweist.Wie immer gilt aber auch hier: Wenn Kritik, dann konstruktiv. Der Rechtsstaatdialog ist hierfür ein schönes Beispiel nur leider nicht sehr effektiv, wenn er bei jeder Kleinigkeit von der Chinesischen Führung eingefroren wird. Herr Schröder redet hier von öffentlichkeitswirksamen Aktionen deutscher Politiker. Aber im Vergleich  zur Chinesischen Führung die jede Kritik von außen der eigenen Bevölkerung in den Staatsmedien als Beleidigung Chinas verkauft und als "Strafe" Gespräche aussetzt handeln Deutsche Politiker hier gerade mit dem Maß an Öffentlichkeitsarbeit die auch sinvoll und wünschenswert ist. Wichtig finde ich allerdings noch China eine Chance zu geben und nicht zu viel Vorleistung zu verlangen. China steht am anfang eines Wegs, der hoffentlich in eine gute Richtung führt. Hier ist es aber immer wieder notwendig Anzusprechen wenn der Weg in die "falsche" Richtung geht oder steckenbleibt.

    Nun ja auch die Chinesen sind auf dem besten Weg "lupenreine Demokraten" zu werden.Und es ist natürlich auch verständlich, dass der Chinesischen Führung momentan wichtigere Probleme am Herzen liegen als die Menschenrechte. Man sollte da nicht zu Oberlehrerhaft daherkommen und auf die Menschenrechte pochen. Da verärgert man sie ja nur....Aber Ironie beiseite: Natürlich bringt es nichts nur den Lehrer und Großmeister raushängen zu lassen da stimme ich Herrn Schröder zu. Probleme die man aber nicht anspricht werden aber auch nicht behoben. Insofern ist es nur gut, wenn Deutschland im Dialog mit China nicht nur die Wirtschaft an Vorderste Stelle stellt und Menschen- und Bürgerrechte lässt sondern auch auf die Probleme hier hinweist.Wie immer gilt aber auch hier: Wenn Kritik, dann konstruktiv. Der Rechtsstaatdialog ist hierfür ein schönes Beispiel nur leider nicht sehr effektiv, wenn er bei jeder Kleinigkeit von der Chinesischen Führung eingefroren wird. Herr Schröder redet hier von öffentlichkeitswirksamen Aktionen deutscher Politiker. Aber im Vergleich  zur Chinesischen Führung die jede Kritik von außen der eigenen Bevölkerung in den Staatsmedien als Beleidigung Chinas verkauft und als "Strafe" Gespräche aussetzt handeln Deutsche Politiker hier gerade mit dem Maß an Öffentlichkeitsarbeit die auch sinvoll und wünschenswert ist. Wichtig finde ich allerdings noch China eine Chance zu geben und nicht zu viel Vorleistung zu verlangen. China steht am anfang eines Wegs, der hoffentlich in eine gute Richtung führt. Hier ist es aber immer wieder notwendig Anzusprechen wenn der Weg in die "falsche" Richtung geht oder steckenbleibt.

  3. Nun ja auch die Chinesen sind auf dem besten Weg "lupenreine Demokraten" zu werden.Und es ist natürlich auch verständlich, dass der Chinesischen Führung momentan wichtigere Probleme am Herzen liegen als die Menschenrechte. Man sollte da nicht zu Oberlehrerhaft daherkommen und auf die Menschenrechte pochen. Da verärgert man sie ja nur....Aber Ironie beiseite: Natürlich bringt es nichts nur den Lehrer und Großmeister raushängen zu lassen da stimme ich Herrn Schröder zu. Probleme die man aber nicht anspricht werden aber auch nicht behoben. Insofern ist es nur gut, wenn Deutschland im Dialog mit China nicht nur die Wirtschaft an Vorderste Stelle stellt und Menschen- und Bürgerrechte lässt sondern auch auf die Probleme hier hinweist.Wie immer gilt aber auch hier: Wenn Kritik, dann konstruktiv. Der Rechtsstaatdialog ist hierfür ein schönes Beispiel nur leider nicht sehr effektiv, wenn er bei jeder Kleinigkeit von der Chinesischen Führung eingefroren wird. Herr Schröder redet hier von öffentlichkeitswirksamen Aktionen deutscher Politiker. Aber im Vergleich  zur Chinesischen Führung die jede Kritik von außen der eigenen Bevölkerung in den Staatsmedien als Beleidigung Chinas verkauft und als "Strafe" Gespräche aussetzt handeln Deutsche Politiker hier gerade mit dem Maß an Öffentlichkeitsarbeit die auch sinvoll und wünschenswert ist. Wichtig finde ich allerdings noch China eine Chance zu geben und nicht zu viel Vorleistung zu verlangen. China steht am anfang eines Wegs, der hoffentlich in eine gute Richtung führt. Hier ist es aber immer wieder notwendig Anzusprechen wenn der Weg in die "falsche" Richtung geht oder steckenbleibt.

    Antwort auf "demokratisches China"
  4. Dieser Beitrag von Schröder sticht wirklich meilenweit  hervor über sonstige Beiträge
    anderer Mitglieder der politischen Elite zum Thema China.
    Wirklich sachlich, fundiert, klar und auch überzeugend. Beiträge zu
    politischen Diskussionen auf diesem Niveau liest man leider nur noch
    sehr selten.Vielleicht sollte man noch ergänzen, das die Beiträge der Union zu China ihre  Basis
    in der Politik der USA gegenüber China haben. Die Regierung der USA begreift
    China immer mehr nicht als Partner, sondern als Konkurrent und Gegner.
    Und als perfekte "Atlantiker" versuchen Teile der Union in vorauseilendem
    Gehorsam, die deutsche Politik auf die neue Linie einzuschwören.
    Ob das den deutschen Interessen entspricht? Die Union scheint es so zu sehen.Und zum Thema Tibet auch noch einige Anmerkungen:
    Die allgemeine Schulpflicht in Tibet wurde von den Chinesen eingeführt, es gab sie
    zu Zeiten der Herrschaft des Dalai Lama nicht. Ebenso den Zugang zu
    medizinischer Versorgung für alle Menschen. Es gab auch früher nie
    freie Wahlen in Tibet.
    Die Menschen in Tibet wurden früher auch nie gefragt, ob sie die hohen Abgaben
    für die Klöster und den buddhistischen Klerus leisten wollen oder nicht.
    Und die Chinesen haben es verboten, Kinder ab drei Jahren ins Kloster zu geben.
    Kinder dürfen jetzt erst ab 16 ins Kloster gehen. Ob das eine Unterdrückung der
    tibetischen Kultur ist?
    Damit will ich die Menschenrechtsverletzungen der Chinesen nicht rechtfertigen,
    aber leider gibt es nicht nur Weiss und Schwarz (die Guten und die Bösen), es gibt
    dazwischen auch noch jede Menge Grautöne. -    

  5. Nicht nur in der SPD sondern auch an der Spitze der Bundesregierung. (Der Rest der deutschen Politiker ist gemesen an Schröder allenfalls Kreisklasse.) Seine Analyse ist in der Tat so bestechend einfach wie richtig. Frau Merkel zieht es vor, vor den von Schröder geschilderten weltpolitischen Realitäten die Augen zu verschließen. Der Abstieg der USA ist nicht aufzuhalten (und auch wünschenswert nach einem von ihnen verschuldeten Jahrhundert der Kriege und Interventionen) - dennoch hängt Frau Merkel in unerklärlicher Nibelungentreue fest an der einstmaligen "Super"macht. Vielleicht sollte die SPD einmal darüber nachdenken, Gerhard Schröder zu reaktivieren. Falls der denn wieder wollte, gäbe es sicher keine weitere Kanzlerkandidatenkandidatendiskussion mehr!

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    • Anonym
    • 20.07.2008 um 13:39 Uhr

    Der Genosse Schröder hat sein ganzes politisches Leben so aufgebaut, daß er jetzt einen Job als Sozialarbeiter hat und natürlich ist ihm Geld total unwichtig, sodaß er sofort dem Ruf des deutschen Volkes folgen wird um ihm zu dienen.
    Das "Leute wie Sie" einmal einem koplexbeladenen Österreicher hintnachgerannt seid wundert mich nicht mehr!

    • Anonym
    • 20.07.2008 um 13:39 Uhr

    Der Genosse Schröder hat sein ganzes politisches Leben so aufgebaut, daß er jetzt einen Job als Sozialarbeiter hat und natürlich ist ihm Geld total unwichtig, sodaß er sofort dem Ruf des deutschen Volkes folgen wird um ihm zu dienen.
    Das "Leute wie Sie" einmal einem koplexbeladenen Österreicher hintnachgerannt seid wundert mich nicht mehr!

  6. viele - eigentlich die meisten Ausführungen und offenen oder verborgenen Hinweise von Herrn Schröder kann man so nur unterstützen. Das ist sehr akzentuiert, wie er spricht und hier seine Verhaltensregeln gegenüber China postuliert.
    Andererseits - auch das hiesige Rechtsstaatliche System befindet sich im Umbruch - auch hier sind viele Maßnahmen erforderlich, um den Rechtsstaat und seine Form der wie auch immer gearteten - einstmals sozial genannten Marktwirtschaft auf das 21. Jahrhundert auszurichten. Dieser Umbruch wird jedoch häufig aus provinzpossenähnlichen Gründen von Seiten einer primär auf Machterhalt fixierten Stagnationsverwaltung blockiert. Wie kann in einer solchen Phase des Macht- und primär Wertevakuums Rechtstaatlichkeit sinnvoll exportiert werden ? Das würde mich sehr interessieren.
    Denn - dass Olympia eine Chance ist - und auch vom Dalai Lama als solche empfunden wird - für das chinesische wie für das tibetische Volk - und all die anderen Minderheitenvölker ohne Lobby - das ist unumstritten. Dass nur wohlakzentuierte Entspannung eine Ein-China-Politik ermöglichen kann - das wissen die Herren im ZK der KP sehr wohl. Es gibt dort sehr kluge und weise Köpfe, die sehr lernfähig sind. Es gibt aber auch Betonköpfe.
    Herr Schröder hat wohl Recht, dass Austausch und einfühlendes - wie eindenkendes Verhalten not tun und mithin der Königsweg der Diplomatie sind.
    Dennoch - auch Mitteleuropa befindet sich im Umbruch - auch hier liegt vieles im Argen - der Wertekanon - gerade, was die Menschenrechtslage betrifft ist da doch sehr aufgeweicht. 26 Jahre nach der "geistig-moralischen Wende" des Altkanzlers Kohl gibt es da manches Vakuum zu beklagen. Wenn also wir hier rechtsstaatliche Werte an eine aufstrebende Demokratie vermitteln, dann wäre zu wünschen, dass dieser notwendige Austausch auch eine Relativierung des Status-Quo-denkens hierzulande bewirken würde - und zu einer Festigung des ureigenen Wertekanons führen würde. Da liegt jedoch der Hase im Pfeffer - die hierzulande immer weiter aufklaffende Schere zwischen Verfassungsanspruch und Verfassungswirklichkeit - die wirkliche Transformation der Werte der Aufklärung in die Jetzt-und Morgenzeit findet nicht - oder nur ungenügend statt.
    Man möchte insofern mit Joseph Beuys fragen - wie erkläre ich einem toten Hasen die Kunst ? - oder hier - wie erklärt ein gelähmtes Eichhörnchen einem noch nicht geborenen Kaninchen den Fuchsbau, wenn das gelähmte Eichhörnchen auf dem Boden hockt - Aug in Aug mit einem wild strampelnden angeschossenen Coyoten - und - wo ist der Fuchs - noch besser - wer ist der Fuchs ? Und - auch die Rolle der wachenden Gänse ist da noch unklar.
    Aber - vielleicht kann mir einer der chinesischen Kollegen hier dieses Bild in die Sprache des Kranichs, der Schlange, der Ratte, des Affen, des Schweins, des Hundes - und des Drachen übersetzen helfen.
    Hase und Igel - endlich einen Titel für diesen Kommentar gefunden. Auch die "Eleganz des Igels" ist ja inzwischen sprichwörtlich.

    • cumi
    • 20.07.2008 um 12:55 Uhr

    Es ist wirklich ein Glück für Deutschland, dass es noch so eine vernünftige Stimme für China-Politik gibt.
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    Dass die harte Linie von Frau Merkel gegen China von den deutschen Medien und manchen Deutschen gejubelt wird, verbirgt  nichts anderes als Angst vor dem Aufschwung Chinas. Diese Angst ist sich teilweiser von den Deutschen selbst eingebildet, teilweiser von den Amerikanern geschnürt. Es ist den Deutschen überhaupt nicht bewusst, dass sie in der Frage Politik einfach von dem Amerika gesteuert sind.
     
    Es ist einfach grotesk, die Kritik von dem Westen an China, z.B. Menschrechtsverletzung, bekommt von dem chinesischen Volk wenig Echo. Das heißt nicht, dass das chinesische Volk nicht Menschrecht achtet, sondern diese Kritik bloß eine leere Floskel ist. Wenn man einen Chinesen fragt, was ihn an China am meisten stört, wäre die Antwort einig, nämlich: Korruption. Korruption verursacht Gesetzbruch, Menschrechtverletzung, usw. Noch mehr grotesk ist, dass die korrupten Chinesen mit riesigen Vermögen in den Westen geflüchtet sind  und dort vor den chinesischen Strafen geschützt werden, weil der Westen die Auslieferung verweigert. In diesem Fall ist es schwierig für Chinesen, die Kritik des Westens als gut gemeint zu sehen.
     
    China wird eines Tages Demokratie sein. Das ist aber nicht eine Reaktion auf Druck vom Westen, sondern es ist ein Wunsch von dem chinesischen Volk, dafür haben mehre Generationen jahrhundert gekämpft, zugleich wissen die meisten Chinesen, dass unter heutiger politischen, wirtschaftlichen und sozialgesellschaftlichen Bedingungen eine Demokratie europäisches Musters für China nichts anders als Selbstmord ist. Ein friedliches „Diktatur“ ist besser als eine chaotische Demokratie. Das ist  Einsicht der meisten Chinesen, besonders der gut ausgebildeten jungen Chinesen., die durch ihr Erlebnis und Studium im Westen gewonnen haben.
     
    Ehrlich gesagt, die aktuelle deutsche China-Politik  ist den Chinesen sehr übel. Diese Empfindung wird nicht durch chinesische Regierung verkauft, wie manche deutschen Leser vermuten, sondern wird durch deutsche Medien vermittelt. Vor ein paar Tagen hat Siegel online eine chinesische Landkarte gezeigt, wo Taiwan nicht enthält und Tibet mit anderer Farbe gekennzeichnet wird. Auf Protest der chinesischen Leser hat Spiegel online ihren Fehler halbherzig korrigiert. Mit diesem Beispiel will ich sagen, dass gut ausgebildete Chinesen, besonders junge Chinesen aufgrund ihrer Sprachkenntnisse mehr Zugänge zur Information als Deutschen haben. Aus vielfältiger Information bilden sie ihr eigenes Urteil zum eigenen Land und der Welt. Dieses Urteil wird weder von der chinesischen Regierung noch von den westlichen Medien gesteuert. Das einzige Besonders ist das Gefühl der Chinesen zu ihrem Land, weil es in dieser Welt  keine Nation wie die Chinesen gibt, sich mit dem eigenem Land so zu identifizieren.
     
    Der erste Priminister und Parlamentpräsident der VR China hatten Anfang des letzten Jahrhunderts in Deutschland studiert. Und der heutige Minister der Wissenschaft und Technik Chinas hat in Deutschland studiert, tausende junge Chinesen studieren in Deutschland, weil wir Deutschland als unser Vorbild sehen. Das heißt aber nicht, dass wir dulden müssen, manche deutsche Medien China  bloßzustellen und das Gefühl des Chinesen zu verletzen.

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    Ich achte das Chinesische Volk, seine Geschichte und seine Staatlichkeit. Trotzdem sind weder Tibet noch Taiwan integrale Bestandteile Chinas.Ich glaube an soetwas wie die Volkssouveränität - die beinhaltet auch das die Taiwanesen und Tibeter als freie Menschen selbst bestimmen dürfen ob und wie Sie zu China gehören wollen oder nicht.Die restlichen Chinesen haben hier ungefähr genausoviel Recht auf diese Gebiete, wie ich die Forderung stellen darf, dass Österreich, die Schweiz, Lothringen, Teile Polens usw. integrale Bestandteile der deutschen Hoheitsgebiete sind. Aber leider wollen die meisten Chinesen, dass genausowenig verstehen, wie es manch andere Nation bereit ist. Aber genau hier knüpft meine massive Chinakritik an - nicht weil ich möchte das China klein und schwach ist - das Gegenteil ist der Fall - ich möchte ein starkess, blühendes und gesundes China - dafür ist eine Unterdrückung von Minderheiten noch die Toleranz der politischen Verhältnisse notwendig. Ich behaupte sogar, Deutschland hilft China zu wenig bzw. arbeitet zu wenig mit China zusammen um partnerschaftlich die Probleme des Wirtschaftswachstums zu lösen. Aber ohne Moral und ein klares Bekenntnis zur Freiheit der Bürger und auch durch das politische Engagement für Freiheit und Recht funktioniert kein liberaler Freihandeln.Wieso braucht China Taiwan? Wieso sind die Tibeter nicht mehr in der Lage selbst zu bestimmen, was Sie möchten? Beantworten Sie mir doch erst einmal diese Fragen!

    • ziyou
    • 21.07.2008 um 18:49 Uhr

    Sie haben alles ausgesprochen was ich meine und empfinde. Fast jede Berichtserstattung über China in dt.TV ist kritik. Zwischen die Zeilen der Nachrichten hören wir deutschsprechende chinesen sehr wohl die negative Grundton.Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass dt. Medien gesteuert wird.
    eine in Deutschland lebende Chinesin

    Ich achte das Chinesische Volk, seine Geschichte und seine Staatlichkeit. Trotzdem sind weder Tibet noch Taiwan integrale Bestandteile Chinas.Ich glaube an soetwas wie die Volkssouveränität - die beinhaltet auch das die Taiwanesen und Tibeter als freie Menschen selbst bestimmen dürfen ob und wie Sie zu China gehören wollen oder nicht.Die restlichen Chinesen haben hier ungefähr genausoviel Recht auf diese Gebiete, wie ich die Forderung stellen darf, dass Österreich, die Schweiz, Lothringen, Teile Polens usw. integrale Bestandteile der deutschen Hoheitsgebiete sind. Aber leider wollen die meisten Chinesen, dass genausowenig verstehen, wie es manch andere Nation bereit ist. Aber genau hier knüpft meine massive Chinakritik an - nicht weil ich möchte das China klein und schwach ist - das Gegenteil ist der Fall - ich möchte ein starkess, blühendes und gesundes China - dafür ist eine Unterdrückung von Minderheiten noch die Toleranz der politischen Verhältnisse notwendig. Ich behaupte sogar, Deutschland hilft China zu wenig bzw. arbeitet zu wenig mit China zusammen um partnerschaftlich die Probleme des Wirtschaftswachstums zu lösen. Aber ohne Moral und ein klares Bekenntnis zur Freiheit der Bürger und auch durch das politische Engagement für Freiheit und Recht funktioniert kein liberaler Freihandeln.Wieso braucht China Taiwan? Wieso sind die Tibeter nicht mehr in der Lage selbst zu bestimmen, was Sie möchten? Beantworten Sie mir doch erst einmal diese Fragen!

    • ziyou
    • 21.07.2008 um 18:49 Uhr

    Sie haben alles ausgesprochen was ich meine und empfinde. Fast jede Berichtserstattung über China in dt.TV ist kritik. Zwischen die Zeilen der Nachrichten hören wir deutschsprechende chinesen sehr wohl die negative Grundton.Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass dt. Medien gesteuert wird.
    eine in Deutschland lebende Chinesin

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