Stimmt's Knall über den WolkenSeite 2/2
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- Datum 03.08.2008 - 09:19 Uhr
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- Serie Stimmt's
- Quelle DIE ZEIT, 24.07.2008 Nr. 31
- Kommentare 8
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"Es ist für beide Seiten ratsam, die Luft aus den Reifen zu lassen: für
den Reisenden, der sein Rad nicht mit einem Platten zurückbekommen will [...]"Wenn der Reisende die Luft aus den Reifen lässt, sind diese doch platt. Oder pumpt die Fluggesellschaft netterweise die Reifen vor der Rückgabe des Fahrrades wieder aus?:-)
Da hofft man, einen der vielen dummen Mythen um's Fahrradfahren endlich mal in einer bekannten Zeitung richtiggestellt zu sehen - und dann das... Die Antwort auf die Frage, ob es notwendig ist, die Luft beim Fliegen aus den reifen zu lassen, ist nein. Nein, nein und nochmals nein. Dabei war der Herr Drösser doch schon auf der richtigen Fährte: der relative Druck innerhalb des Reifens erhöht sich um maximal 1 bar, da Flugzeuge nicht im Vakuum fliegen tatsächlich nur um etwa 0,7bar.
Wegen dieser 0,7bar platzt kein intakter Reifen. Zum einen halten Reifen problemlos 1-2 bar mehr aus als den angegebenen Maximaldruck - aber wer pumpt seine Reifen schon maximal auf? Die meisten Leute fahren mit ca. 1-2 bar weniger als dem erlaubten Reifenmaximaldruck, so daß die Druckdifferenz im Flugzeug keinerlei Problem darstellt.
Bin gespannt, was als nächstes kommt. Wahrscheinlich erklärt uns bald irgendjemand, warum Fahrradreifen Profil bräuchten ;-)
Steht doch eindeutig im Artikel: "Auch wenn eine entsprechende Reduzierung des Drucks genügen würde – die Fluggesellschaften bestehen auf der vollständigen Entleerung."
Steht doch eindeutig im Artikel: "Auch wenn eine entsprechende Reduzierung des Drucks genügen würde – die Fluggesellschaften bestehen auf der vollständigen Entleerung."
Die Aussage mit dem Rennradreifen kann man so nicht stehen lassen."Bei gleichem Luftdruck haben der breite und der schmale Reifen eine
gleich große Aufstandsfläche. Während sich der breite Reifen eher in
die Breite platt drückt, hat der dünne Reifen eine schmalere aber
längere Aufstandsfläche."Zitat von der Schwalbe.de Website.
Steht doch eindeutig im Artikel: "Auch wenn eine entsprechende Reduzierung des Drucks genügen würde – die Fluggesellschaften bestehen auf der vollständigen Entleerung."
...aber ich wollte sagen, daß auch dies schon falsch ist. Auch ohne Druckreduzierung wird der Reifen nicht platzen.
Das "pistolenartige Geräusch", das die Crew erschrecken könnte, halte ich übrigens auch für falsch. So laut sind Schlauchplatzer nicht, in der Personenkabine hört man vermutlich nicht mehr als ein gedämpftes "Plopp" aus dem Laderaum. Das sollte die Nerven der Stewardessen nicht allzu sehr belasten.
...aber ich wollte sagen, daß auch dies schon falsch ist. Auch ohne Druckreduzierung wird der Reifen nicht platzen.
Das "pistolenartige Geräusch", das die Crew erschrecken könnte, halte ich übrigens auch für falsch. So laut sind Schlauchplatzer nicht, in der Personenkabine hört man vermutlich nicht mehr als ein gedämpftes "Plopp" aus dem Laderaum. Das sollte die Nerven der Stewardessen nicht allzu sehr belasten.
Die erste Sache die nicht stimmt, nicht alle Fluggesellschaften verlangen das Ablassen der Luft. Um genau zu sein, bei mir stand es noch nie in den Beförderungsbedingungen.Ob man die Luft ablassen muss, hängt dann von den Sicherheitsleuten am Flughafen ab.Zur Terminologie, es platzt nicht der Reifen sondern der Schlauch. Wenn er aber bei plus 0,7 bar platzt, war der maximal Druck schon längst erreicht. Die Schläuche haben nämlich eine Sicherheitsreserve von ca. 50-100 Prozent.
... an alle Leserinnen und Leser, die mich auf meinen Fehler aufmerksam gemacht haben. Der Text ist jetzt geändert, und in der nächsten ZEIT wird es eine Richtigstellung geben!
Zitat: >Im Laderaum von Flugzeugen wird der Druck nicht ausgeglichen, es herrscht der Umgebungsdruck.<Dieses ist falsch, im Frachtraum herrscht der gleiche Luftdruck wie in der Passagierkabine und ebenso wird auch der Frachtraum klimatisiert. Der Druck im Flugzeug wird auf minimal 0,75 bar abgesenkt, was einer Höhe von ca. 2400m entspricht. Der Differenzdruck innen/außen darf aus Stabilitätsgründen 0,6 bar nicht überschreiten. Der Querschnitt des Rumpfes ist aus diesem Grunde rund oder oval. Würden die Laderäume von dem Druckausgleich ausgenommen, gäbe es größte statische Probleme. D.Sellner Flugkapitän i.R.
...aber ich wollte sagen, daß auch dies schon falsch ist. Auch ohne Druckreduzierung wird der Reifen nicht platzen.
Das "pistolenartige Geräusch", das die Crew erschrecken könnte, halte ich übrigens auch für falsch. So laut sind Schlauchplatzer nicht, in der Personenkabine hört man vermutlich nicht mehr als ein gedämpftes "Plopp" aus dem Laderaum. Das sollte die Nerven der Stewardessen nicht allzu sehr belasten.
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