Finanzkrise Die Global ZockerSeite 5/5

»Das haben sie gemacht, um ihre Investoren zu beruhigen«, sagt Goldstein. »Seht her, wir haben ein SEC-Gütesiegel, wir sind registriert.« Er hebt die Hände zur Unschuldsgeste. »Und die Manager der Stiftungsgelder und Pensionskassen können dann bei einem Bankrott des Fonds schön alle Schuld von sich weisen und sagen: ›Wir dachten, die SEC hat da ein Auge drauf.‹ Aber wie sieht diese Kontrolle konkret aus? Welche Kontrolle hätte zum Beispiel Amaranth vor dem Kollaps bewahrt?«

Dieser Hedgefonds hatte auf den steigenden Gaspreis zwischen März und April 2007 spekuliert und damit drei Milliarden Dollar verloren. »Auch wenn einer von der Aufsichtsbehörde jeden Tag im Büro von Amaranth gesessen hätte – hätte er dann irgendwann gesagt, so, du kannst jetzt keine Gasoptionen mehr kaufen?« Nein, Goldstein traut dem Staat nicht, vor allem traut er ihm nicht zu, die Wirtschaft besser zu verstehen als er und seine Kollegen. Der Versuch, das Marktgeschehen zu kontrollieren, koste nur unsinnig viel Geld, glaubt er. Vor allem seines, denn Goldstein müsste beginnen, jede E-Mail, jedes Telefonat, jedes Fax zu archivieren.

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Viele Kritiker der Hedgefonds möchten diese gerne regulieren, statt sie nur zu kontrollieren. Sie möchten die Höhe der Kredite begrenzen und die Höhe der Positionen, die sie mit geliehenem Geld aufbauen dürfen. Auch wird darüber nachgedacht, den rasant wachsenden unbeaufsichtigten Derivate-Handel zu regulieren. Die Idee ist, die Geschwindigkeit des Wirtschaftsverkehrs, den Geldfluss, lieber vorher zu drosseln, um einen massiven Crash später zu verhindern.

Die meisten Banker stehen jedoch auf dem Standpunkt, die Wirtschaft in Boomzeiten so viel Geld wie möglich verdienen zu lassen, dafür einen Crash irgendwann in Kauf zu nehmen und danach mit geringerem Tempo von Neuem zu starten. Das Verlogene bei diesem Modell ist, dass durch die gigantischen Geldmengen, die heute zur Verfügung stehen, die Unfälle mittlerweile so groß sind, dass die Wirtschaft sie nicht mehr selbst reparieren kann. Und so hilft den Fonds aus Angst vor einem noch größeren Desaster, wie momentan in der Kreditkrise, der Staat mit all seinen Bürgern, die ihre 35 Prozent Einkommensteuer zahlen.

Goldstein ist ein überraschender Gegner für die Aufsichtsbehörde. Bevor er nämlich Hedgefonds-Manager wurde, war er bis 1993 selbst beim Staat angestellt, im Straßenbauamt von New York. Als Beamter, sagt Goldstein, habe er nie das Gefühl gehabt, auf irgendetwas stolz sein zu können. War er mal krank, lief die Maschine auch ohne ihn weiter. Er grinst. »Als Hedgefonds-Manager ist das anders. Da läuft nichts ohne mich.«

Der Mann will zurück ins Geschäft – das richtig große Geld machen

Sein Vortrag in Miami findet in einem italienisch anmutenden Luxusresort statt. Am Pool liegen Gäste, gerahmt von Palmen, rosa Hibiskus und weißen Orchideen, bei schwülheißen 28 Grad. Für die Manager in ihren dunklen Anzügen hat man den Konferenzraum angenehm heruntergekühlt. Es gibt Antipasti und Wein, ein großer Kronleuchter erhellt den Abend, etwa 50 Herren sind gekommen. Goldstein erzählt von seinem Kampf gegen die Aufsichtsbehörde, danach will ihm jeder dankbar die Hand schütteln. Im Jahre 2006 hat das oberste Berufungsgericht in Washington Goldstein recht gegeben: Die Aufsichtsbehörde habe Hedgefonds unrechtmäßig definiert, um so deren gesetzlich verankertes Recht auf Freiheit zu umgehen. Dieses Recht könne nur der Kongress ändern.

»Sie sind mein Held«, donnert ein Mann im Maßanzug, mit vom Segeln wettergegerbtem Gesicht. Er steht am Tisch mit Phillip Goldstein, blättert durch die neue Ausgabe des Trader-Magazins und erzählt dabei so laut, dass alle es hören können, dass er in den Achtzigern einen der größten Hedgefonds damals verwaltet habe. Jetzt kommt er im Magazin bei der Liste der 100 meistverdienenden Hedgefonds-Manager von 2007 an. »Das Geld der Titanen« steht darüber. Angeführt wird die Liste von John Paulson.

Der Mann schäumt. »Diese Kinder, die sind alle mal zu mir gekommen und haben um einen Job gebettelt. Und jetzt machen die alle so viel mehr Geld als ich damals!« Er will noch mal zurück ins Geschäft. Das richtig große Geld machen. Es freut ihn, dass 2007 das Weiße Haus entschieden hat, Hedgefonds nicht stärker zu regulieren, und dass – obgleich die US-Regierung angesichts der Finanzkrise die Gefahren des völlig deregulierten Marktes deutlicher sieht als noch vor Kurzem – Ben Bernanke, der neue Chef der Notenbank, dennoch lieber auf Selbstverpflichtung der Manager zu mehr Transparenz setzt als auf Kontrollen.

Goldstein und seine Freunde haben diese Entscheidungen an diesem Abend in Miami noch mit einigen Gläsern Wein gefeiert.

 
Leser-Kommentare
  1. Die Frage ist doch nicht "Was wollen sie" ! Die Frage lautet: "Warum dürfen sie das?"
     

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    "Das hätte zwar den Hausbesitzern geholfen, aber den Hypothekencrash
    verzögert. Paulson drohte, die Bank auf Marktmanipulation zu verklagen,
    und stellte einen Lobbyisten an, damit auch jeder diese Drohung hörte.
    Er war zum Raubtier geworden"
    Ein fürstlich bezahltes Raubtier!"Allein für seine Präsenz in seiner Firma bekäme Paulson im nächsten
    Jahr also 560 Millionen Dollar. Zusätzlich erhält er 20 Prozent des
    jährlichen Gewinns."Das passiert wohl überall, wenn man die sogenannte Elite die Dinge alleine regeln lässt!"Die meisten Banker stehen jedoch auf dem Standpunkt, die Wirtschaft in
    Boomzeiten so viel Geld wie möglich verdienen zu lassen, dafür einen
    Crash irgendwann in Kauf zu nehmen und danach mit geringerem Tempo von
    Neuem zu starten. Das Verlogene bei diesem Modell ist, dass durch die
    gigantischen Geldmengen, die heute zur Verfügung stehen, die Unfälle
    mittlerweile so groß sind, dass die Wirtschaft sie nicht mehr selbst
    reparieren kann."Sie fühlen sich nur verantwortlich für die Gewinne und Ihre Verluste soll die Allgemeinheit bezahlen. Das ist doch asoziales Schmarotzertum in Reinform!Wenn Du etwas wissen willst, frag keinen Gelehrten, sondern einen Erfahrenen!

    "Das hätte zwar den Hausbesitzern geholfen, aber den Hypothekencrash
    verzögert. Paulson drohte, die Bank auf Marktmanipulation zu verklagen,
    und stellte einen Lobbyisten an, damit auch jeder diese Drohung hörte.
    Er war zum Raubtier geworden"
    Ein fürstlich bezahltes Raubtier!"Allein für seine Präsenz in seiner Firma bekäme Paulson im nächsten
    Jahr also 560 Millionen Dollar. Zusätzlich erhält er 20 Prozent des
    jährlichen Gewinns."Das passiert wohl überall, wenn man die sogenannte Elite die Dinge alleine regeln lässt!"Die meisten Banker stehen jedoch auf dem Standpunkt, die Wirtschaft in
    Boomzeiten so viel Geld wie möglich verdienen zu lassen, dafür einen
    Crash irgendwann in Kauf zu nehmen und danach mit geringerem Tempo von
    Neuem zu starten. Das Verlogene bei diesem Modell ist, dass durch die
    gigantischen Geldmengen, die heute zur Verfügung stehen, die Unfälle
    mittlerweile so groß sind, dass die Wirtschaft sie nicht mehr selbst
    reparieren kann."Sie fühlen sich nur verantwortlich für die Gewinne und Ihre Verluste soll die Allgemeinheit bezahlen. Das ist doch asoziales Schmarotzertum in Reinform!Wenn Du etwas wissen willst, frag keinen Gelehrten, sondern einen Erfahrenen!

    • iDog
    • 03.08.2008 um 22:22 Uhr

    ist die arroganz und ignoranz des systems. wuerden nur die superreichen untereinander in vegas um ihr vieles geld zocken, konnte keiner etwas dagegen haben unter dem motto "jedem das seine". die global zocker aber hinterlassen eine dreckige spur des elnends in der welt. mit ihren wetten setzen sie nur zu oft auch leichfertig die existenz sehr vieler unbeteiligter mit aufs spiel - sie selbst verlieren im schlechtesten fall ihr geld oder einen teil , die unbeteiligten allerdings ihre exisistenz. wenn dies gemeint ist mit der billigenden inkaufnahme frequent auftretender "crashes", dann kann man menschen wie greenspann, die regulierungen ablehnen und sich nur fuer den geldrueckfluss in die industrie interessieren,  nur verachten, dies vor allem, weil wie im moment den grossen banken angesichts der noch lange nicht ausgestandenen weltwirtschaftflaute als konsequenz eigener maßlosigkeit unter dem attribut "can't fail" eine freifahrkarte in die zukunft erkungelt wird - natuerlich wieder auf kosten vieler unbeteiligter . in wirklichkeit sind die paar riesenbanken dieser welt selbst die regulierer und lassen sich ungern in die parade fahren - nur wenn sie mist gebaut haben kriechen sie zu kreuze ( siehe ackermann) und wollen hilfe vom staat , also der masse der kleinen steuerzahler, von denen , die sie sonst ignorieren und ueber deren leichen sie zur not gehen. wenn es so etwas wie hedgefonds schon gibt, sollten sie nur zur steigerung des allgemeinen wohlstandes auf der welt erlaubt und geduldet werden . dass die investments einer kleiner gruppe von menschen die existenz einer welt voller menschen ins schlingern bringen kann, gehoert sicher abgeschafft - schon allein aus machtpolitischen gruenden , die einer demokratie in keiner weise entsprechen koennen.was wir hier als salonfaehig geglaettetes pseudokritische infotainment angboten bekommen. ist nichts weiter als die beschreibung einer diktatur des geldes, die aufgrund technologischer inovationen mit steigender geschwindigkeit in eine extremsituation zu eskalieren droht, deren eigendynamik keine noch so fundierte vernunft oder ethik mehr gewachsen sein wird.... und allen von diesem system korrumpierten gemeinsam ist der unausgesprochene gruss "hail money", aber sie verkennen eines:  nicht "money makes the world going round" sondern der mensch . dieser sollte daher die refferenz aller dinge im leben begruenden und nicht in der kalten eigenschaftslosigkeit des symbols einer nur wahrscheinlichen option. zu oft schon hat die menschheit , zumal die breite masse, unter verschiedensten lebensumstaenden die voellige nutz- und sinn- und wertlosigkeit des geldes erlebt. dies erscheint wieder und wieder als abstrafung eines vertrauens in die macht (des geldes) in form der scheinbaren bestaendigkeit des geldes. wie bestaendig dieses geld fuer die massen allerdings ist haben nur wenige in der hand. ....und who the f*ck cares wieviele soundso autos daundda rumfahren ? sollen wir diesen "lottokoenig" von manager jetzt beneiden gar bewundern oder was ? ein bischen mehr relevante wirtschaftskritik und ein bischen weniger "vom tellerwaescher zum millionaer" waere wuenschenswert in einer zeitung mit anspruch ??

  2. "Das hätte zwar den Hausbesitzern geholfen, aber den Hypothekencrash
    verzögert. Paulson drohte, die Bank auf Marktmanipulation zu verklagen,
    und stellte einen Lobbyisten an, damit auch jeder diese Drohung hörte.
    Er war zum Raubtier geworden"
    Ein fürstlich bezahltes Raubtier!"Allein für seine Präsenz in seiner Firma bekäme Paulson im nächsten
    Jahr also 560 Millionen Dollar. Zusätzlich erhält er 20 Prozent des
    jährlichen Gewinns."Das passiert wohl überall, wenn man die sogenannte Elite die Dinge alleine regeln lässt!"Die meisten Banker stehen jedoch auf dem Standpunkt, die Wirtschaft in
    Boomzeiten so viel Geld wie möglich verdienen zu lassen, dafür einen
    Crash irgendwann in Kauf zu nehmen und danach mit geringerem Tempo von
    Neuem zu starten. Das Verlogene bei diesem Modell ist, dass durch die
    gigantischen Geldmengen, die heute zur Verfügung stehen, die Unfälle
    mittlerweile so groß sind, dass die Wirtschaft sie nicht mehr selbst
    reparieren kann."Sie fühlen sich nur verantwortlich für die Gewinne und Ihre Verluste soll die Allgemeinheit bezahlen. Das ist doch asoziales Schmarotzertum in Reinform!Wenn Du etwas wissen willst, frag keinen Gelehrten, sondern einen Erfahrenen!

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    • Anonym
    • 03.08.2008 um 22:57 Uhr

    Schlußendlich kommt es auf den Standpunkt an. Es könnte auch der Standort gemeint sein, denn der liegt meist in den USA bzw. in UK und ihren Dependencen. Noch Fragen?debrasseur

    • Anonym
    • 03.08.2008 um 22:57 Uhr

    Schlußendlich kommt es auf den Standpunkt an. Es könnte auch der Standort gemeint sein, denn der liegt meist in den USA bzw. in UK und ihren Dependencen. Noch Fragen?debrasseur

    • xyto
    • 03.08.2008 um 22:27 Uhr

    Das mittlerweile allseits bekannte Diktum der postmodernen Finanzwelt tritt auch hier deutlich hervor:"Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren!"Wenn jeder dieser Manager, oder wer auch immer die Verantwortung trägt, auch den Misserfolg voll zu verantworten hätte, könnte man zwar noch immer viele Argumente dagegen anführen, etwa dass durch Kopplungseffekte wegen der immensen Größenordnung auch andere unverhältnismäßig in Mitleidenschaft gezogen würden, aber das ganze wäre dann zumindest noch irgendwie vertretbar.Sobald es aber dazu kommt, dass der Staat, also nicht die Regierung natürlich, sondern der Steuerzahler, für die Verluste aufkommen muss, sollte eigentlich jegliche Diskussion überflüssig werden und sofort entsprechende Regulationsmechanismen eingeführt werden.Da geht es dann weder um Neid, noch darum, dass irgend jemand enorm überdurchschnittliche Einkommenszuwächse verzeichnet, sondern schlicht um einfach um ein Verbrechen und Ungerechtigkeit.Aber dagegen richtet sich der Zorn der Massen natürlich nicht, belehrt von Fernsehen und Zeitungen empört man sich dann lieber über die 10 Euro, um die die Sozialhilfe alle paar Jahre angehoben wird.

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    • kmir
    • 04.08.2008 um 7:36 Uhr

    Verantwortung tragen wohl (zum Teil) die Manager, aber wohl zu einem aehnlich grossen Teil auch die Anleger. Die machen das Kapital ja erst verfuegbar und moechten ebenfalls Gewinne einstreichen. Wie im Beitrag angedeutet, hilft die Bewegung (Investition) ihres Kapitals dabei, den Besitz zu behalten. Ansonsten haetten sie ja nur die Wahl, es auszugeben, was wiederum dazu fuehren wuerde, dass es in andere Haende kaeme.Den einzelnen Manager koennte man wahrscheinlich nur schwer den Misserfolg voll verantworten lassen. Das Geld (der "Wert") ist weg und soll wieder her. Wenn man Samuel Israel III baete, allein Arbeit im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar zu leisten, wuerde er vielleicht nur etwas unglaeubig gucken.

    • kmir
    • 04.08.2008 um 7:36 Uhr

    Verantwortung tragen wohl (zum Teil) die Manager, aber wohl zu einem aehnlich grossen Teil auch die Anleger. Die machen das Kapital ja erst verfuegbar und moechten ebenfalls Gewinne einstreichen. Wie im Beitrag angedeutet, hilft die Bewegung (Investition) ihres Kapitals dabei, den Besitz zu behalten. Ansonsten haetten sie ja nur die Wahl, es auszugeben, was wiederum dazu fuehren wuerde, dass es in andere Haende kaeme.Den einzelnen Manager koennte man wahrscheinlich nur schwer den Misserfolg voll verantworten lassen. Das Geld (der "Wert") ist weg und soll wieder her. Wenn man Samuel Israel III baete, allein Arbeit im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar zu leisten, wuerde er vielleicht nur etwas unglaeubig gucken.

    • Anonym
    • 03.08.2008 um 22:57 Uhr

    Schlußendlich kommt es auf den Standpunkt an. Es könnte auch der Standort gemeint sein, denn der liegt meist in den USA bzw. in UK und ihren Dependencen. Noch Fragen?debrasseur

    Antwort auf "In der Tat!"
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    • self22
    • 04.08.2008 um 2:11 Uhr

    Und genau wie an der Bushaltestelle sollte man sich mit diesen nicht zum gemeinsamen Spiel verführen lassen. Denn die gewinnen am Ende immer alles, weil sie ein falsches Spiel treiben. Sollen die Angelsachsen sich doch gegenseitig ausnehmen. Aber einer muss ja erst einmal irgendwelche Werte mitbringen, die dann den Besitzer wechseln sollen. Deshalb sind wir in diesem miesen Spiel immer wieder die gern gesehenen Zaungäste. Einfach, weil wir so schrecklich dämlich sind.

    • self22
    • 04.08.2008 um 2:11 Uhr

    Und genau wie an der Bushaltestelle sollte man sich mit diesen nicht zum gemeinsamen Spiel verführen lassen. Denn die gewinnen am Ende immer alles, weil sie ein falsches Spiel treiben. Sollen die Angelsachsen sich doch gegenseitig ausnehmen. Aber einer muss ja erst einmal irgendwelche Werte mitbringen, die dann den Besitzer wechseln sollen. Deshalb sind wir in diesem miesen Spiel immer wieder die gern gesehenen Zaungäste. Einfach, weil wir so schrecklich dämlich sind.

  3. Die Gier ist Triebfeder vieler Machtmenschen. Für hohen Profit geht man über Leichen, man denkt nur noch in Quartals.Unglaublich ist, dass Volkes Seele noch nicht aufbegehrt, es noch so ruhig ist.Noch unglaublicher ist, dass die CDU als Volksfeind Nummer eins Umfragewerte erhält, die einem Angst machen.Es besteht kein bis wenig Interesse irgend etwas am bestehenden System der omnipotenten Macht des Kapitals zu ändern, die politische Klasse wird grosszügig von ebendieser gefüttert. Lange Zeit schon wird Politik nicht mehr in Berlin gemacht, die Politik erfährt Diktion aus Hinterzimmern.Verkäufer sind sie geworden die Politiker, sie verkaufen uns die Doktrin der Kapitalelite als dringend notwendige Massnahme zur Erhaltung unseres Wohlstands und unserer Sicherheit.Wer riesige Vermögen anhäuft und letztlich auf der Strecke bleibt ist bekannt.

  4. Was wollen sie? - Schmarotzen.Wie sollte man mit ihnen umgehen? - Nach der Art des Francois Villon:Man schlage diesem Lumpenpack/ Das Maul mit einem Hammer kurz und klein/ Was uebrig bleibt, das waescht der Regen mir vom Frack/ Ich bin Villon, das braucht mir keiner zu verzeihn...  [Gekürzt, bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Vielen Dank. /Die Redaktion pt.]

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    Gedichte von Villon: Liebe Zeit - Redaktion, sind Sie sicher, dass Sie komptent sind, über Zensur in China zu schreiben? Ich zweifele daran allmählich...Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
    Ludwig Wittgenstein

    • keox
    • 05.08.2008 um 19:33 Uhr

    Albert_Wittine-Mancunian zitiert einen Menschen, der im 15.Jh reichlich Erfahrung mit Korruption, Durchstechereien und bigotter Selbstgerechtigkeit machte, mit der Kirche allemal. Mit Politik eben, mit Macht und Herrschaftsideologie.Seine kraftvolle Sprache diente, unter vielen anderen, Brecht und Biermann als Steinbruch. Wer hinhört, findet Anklänge bei Dutzenden deutscher Autoren, die in Ermangelung eigener Sprachlichkeit seit Ewigkeiten auf die Sprachgewalt dieses französischen Poeten und Menschen zurückgriffen, um es vorsichtig zu formulieren.Heute wie damals ruft er postwendend die Zensur auf den Plan. Viel hat sich nicht geändert, die Herrschenden sind sakrosankt.Wer sich ein Bild machen möchte, wie Monsieur Villon, der beeindruckendste Dichter des frz. Hochmittelalters, seine Verachtung für die heutige Presse und ihre liebesdienerische Zensur möglicherweise in vernichtende Verse und Balladen gegossen hätte:"Kinsky spricht Villon"Ansonsten: Fragen Sie in Ihrer Buchhandlung, es gibt ihn immer noch

    Gedichte von Villon: Liebe Zeit - Redaktion, sind Sie sicher, dass Sie komptent sind, über Zensur in China zu schreiben? Ich zweifele daran allmählich...Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
    Ludwig Wittgenstein

    • keox
    • 05.08.2008 um 19:33 Uhr

    Albert_Wittine-Mancunian zitiert einen Menschen, der im 15.Jh reichlich Erfahrung mit Korruption, Durchstechereien und bigotter Selbstgerechtigkeit machte, mit der Kirche allemal. Mit Politik eben, mit Macht und Herrschaftsideologie.Seine kraftvolle Sprache diente, unter vielen anderen, Brecht und Biermann als Steinbruch. Wer hinhört, findet Anklänge bei Dutzenden deutscher Autoren, die in Ermangelung eigener Sprachlichkeit seit Ewigkeiten auf die Sprachgewalt dieses französischen Poeten und Menschen zurückgriffen, um es vorsichtig zu formulieren.Heute wie damals ruft er postwendend die Zensur auf den Plan. Viel hat sich nicht geändert, die Herrschenden sind sakrosankt.Wer sich ein Bild machen möchte, wie Monsieur Villon, der beeindruckendste Dichter des frz. Hochmittelalters, seine Verachtung für die heutige Presse und ihre liebesdienerische Zensur möglicherweise in vernichtende Verse und Balladen gegossen hätte:"Kinsky spricht Villon"Ansonsten: Fragen Sie in Ihrer Buchhandlung, es gibt ihn immer noch

    • self22
    • 04.08.2008 um 2:11 Uhr

    Und genau wie an der Bushaltestelle sollte man sich mit diesen nicht zum gemeinsamen Spiel verführen lassen. Denn die gewinnen am Ende immer alles, weil sie ein falsches Spiel treiben. Sollen die Angelsachsen sich doch gegenseitig ausnehmen. Aber einer muss ja erst einmal irgendwelche Werte mitbringen, die dann den Besitzer wechseln sollen. Deshalb sind wir in diesem miesen Spiel immer wieder die gern gesehenen Zaungäste. Einfach, weil wir so schrecklich dämlich sind.

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    • Anonym
    • 05.08.2008 um 13:55 Uhr

    doch ein sei passender. Danke.debrasseur

    • Anonym
    • 05.08.2008 um 13:55 Uhr

    doch ein sei passender. Danke.debrasseur

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