Automobilindustrie
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Neue leistungsstarke Autobatterien sind jetzt serienreif. Das Elektroauto kann kommen
Schön sieht sie aus. Hochwertig. Metallisch schimmernde Oberfläche. Sie besitzt Anschlüsse für Kabel und Schläuche. Ansonsten ist sie hermetisch verschweißt. Man zögert, von einer Batterie zu reden. Das ist ein Gerät, ein Aggregat! Ab Mitte August soll es in einer Nürnberger Fabrik hergestellt werden. Es könnte einschlagen wie eine Bombe. Wirklich.
In diesem Akku steckt so viel Energie, dass es ganz schön rumsen würde, wenn die plötzlich frei würde. Die erste für den Serieneinsatz im Auto gebaute Lithium-Ionen-Batterie (»LiIo«) markiert einen Umbruch in der Autowelt. Der Verbrennungsmotor, der mit mäßigem Wirkungsgrad fossile Brennstoffe zur Explosion bringt, ist auf dem Rückzug. Nun wird ihn der coole Elektromotor als Zweitantrieb im Hybridfahrzeug ergänzen – und womöglich ganz ersetzen. Bislang war das elektrisch angetriebene Auto ein Spielzeug für Technikverliebte, mehr Symbol für ökologisches Umdenken als alltagstauglich. Es fehlte ein leistungsfähiger Stromspeicher. Den gibt es jetzt.
Wenn Otto und Diesel demnächst in Rente geschickt werden, wird auch eine alte Rechnung beglichen. Denn die ersten Automobile waren Elektroautos. Mindestens 30 Jahre vor dem ersten Kraftwagen mit Verbrennungsmotor fuhren Elektromobile durch die Gegend und stellten Geschwindigkeitsrekorde auf. Anfang der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts war man mit 12 bis 15 Stundenkilometern auf Achse; 1899 erreichte der belgische Elektroautoproduzent Camille Jenatzy über 100 Kilometer pro Stunde. Um die Jahrhundertwende gab es in New York Taxi-Fuhrparks mit Elektroantrieb.
Die Vorteile der Stromer gegenüber den Brennern: Prima Drehmoment praktisch aus dem Stand, drei- bis viermal so hoher Wirkungsgrad, die Fahrzeuge liefen leise und brauchten kein Getriebe. Nur ließ sich elektrische Energie eben miserabel an Bord bunkern.
In den Verbrennungsvehikeln waren der Strom und sein Speicher ein Jahrhundert lang Nebensache. Ein paar trübe Funzeln, ein Horn, ein Zigarettenanzünder – mehr war da nicht zu versorgen. Das waren noch Zeiten, als man eine Batterie bloß zum Starten brauchte! Glühkerzen heizen, Motor in Schwung setzen – und nach der Initialzündung dieselte der Daimler auch ohne Batterie bis nach Marokko. Solange man Sprit nachfüllte.
Doch mittlerweile gibt es – zum Beispiel in Toyotas Erfolgs-Hybrid Prius – moderne Batterien, die bei vielen Vorgängen im Auto mitmischen. Nickel-Metallhydrid-Batterien sind schnelle Stromspeicher. Der alte Bleiakku brauchte zum Aufnehmen von Energie fünfmal so lange wie zum Abgeben. Das muss, wenn in einem Niedrigenergiefahrzeug Bremsenergie eingefangen und gespeichert werden soll, viel schneller gehen. Die Lithium-Ionen-Technologie toppt auch Nickel-Metallhydrid-Akkus in fast allen Disziplinen: Leistungsdichte, Lebensdauer, Schnelligkeit. Bei Kleingeräten – Mobiltelefonen, Laptops, Modellflugzeugen – haben sich die neuen LiIo-Batterien durchgesetzt. Auch die Besitzer von Akkuschraubern sind überzeugt. Jetzt ist der Autofahrer an der Reihe.
Berlin-Moabit, Sickingenstraße. Ein alter Elektroindustrie-Standort. Osram, Telefunken und AEG produzierten hier. Nun hat sich Continental niedergelassen, einstmals nur Reifenhersteller, heute ein Konzern, der so viele verschiedene Bauteile fürs Auto anbietet wie kein zweiter Zulieferer. Der hiesige Geschäftsbereich: Hybrid Electric Vehicle. In den Labors wird die LiIo-Batterie entwickelt. Schon Anfang 2009 soll der neue Energiespeicher im ersten Hybridfahrzeug stecken – einem Mercedes. Wenig später wird BMW folgen. Die Verheißung: 20 bis 30 Prozent weniger Verbrauch. Beim Daimler, einem S 400 BlueHybrid, ist ein Konsum von 7,9 Litern auf 100 Kilometern angepeilt.
Die Batterie muss auch in brennendem Benzin überleben
Hoch konzentrierte Atmosphäre in der Batterieproduktion von Continental. Die Mitarbeiter haben eine Spezialausbildung zur Arbeit an Geräten absolviert, an denen gefährliche Spannungen anliegen. Farbiges Flatterband trennt gefährliche Bereiche ab. Das Problem: Die kleinste Einheit einer LiIo-Batterie, die einzelne Zelle, steht immer unter Spannung. Der alte Bleiakku war – ohne Säure – harmlos. Die LiIo-Zelle ist erst harmlos, wenn sie kaputt ist. Also ist ihr Transport heikel: Die Zellen dürfen nicht mit dem Flugzeug verschickt werden. Sie sind Gefahrgut.
In einem Nebenzimmer steht eine angekokelte Batterie – ein Monteur hatte sein Werkzeug nur kurz falsch angesetzt. Eine Einzelzelle steht unter 3,6 Volt Spannung, bei Kurzschluss wird sie »nur« heiß und bläht sich auf. Doch in der fertigen Batterie addieren sich die Einzelspannungen zu 126 Volt Gleichspannung – ein leichtfertiger Kontakt kann fatal enden.
Auch äußerlich hat der LiIo-Akku mit herkömmlichen Autobatterien nur die Kastenform gemein. Die einzelnen Zellen stecken in einem Kühlblock aus Aluminium, der an die Klimaanlage gekoppelt wird. Damit kein Wasser – Lithium ist ein reaktives Leichtmetall – oder Schmutz eindringt, werden Zellen und Kühlblock mit Kunststoff ausgegossen. Die Edelstahlhülle wird mit einem Laser verschweißt. Außen sitzen Anschlüsse für das Kühlwasser und die Kommunikation mit dem Energiemanagement des Autos. An der Seite sitzt ein großes Überdruckventil mit einer Goretex-Membran. Für den Fall, dass eine Batterie doch mal hochgeht. Diese Batterien sind Wegwerfprodukte. Tritt drinnen ein Fehler auf, sind sie Müll.
Weltweit lieferten sich Batteriehersteller und Automobilbauer ein Rennen um die ersten großserientauglichen LiIo-Akkus. Für den Moment ist die asiatische Konkurrenz geschlagen. Nach Problemen bei der Einführung der Lithium-Ionen-Technik speichern die Toyota-Hybriden den Strom vorerst weiter in Nickel-Metallhydrid-Batterien.
Doch LiIo-Speicher sind wegen der höheren Energiedichte bis zu 40 Prozent kleiner und 30 Prozent leichter. Und die Hersteller geben eine Garantie von mindestens zehn Jahren. Die Technik ist so frisch, dass die einzelnen Zellen für den Pkw-Akku im Moment nur in Frankreich zu bekommen sind. Dort produziert ein Joint Venture von Johnson Controls/Varta und der französischen Firma Saft seit Anfang des Jahres das Herzstück der neuen Technologie.
Bislang waren LiIo-Zellen den Automobilherstellern eine Nummer zu heiß. Denn bei der Verwendung von LiIo-Akkus in Handys, Kameras und Laptops kam es zu Zwischenfällen: Gelegentlich stand ein Laptop in Flammen; in Betrieben, die Handys reparierten, flog dem Meister schon mal der Akku um die Ohren. Es kam zu peinlichen Rückrufaktionen.
Was bei Elektroartikeln kaum noch hinnehmbar ist, kommt für Pkw absolut nicht infrage. Eine brennende S-Klasse wollte man sich in Stuttgart lieber gar nicht erst vorstellen. Darum wurden die LiIo-Autobatterien mit allen Mitteln sicher gemacht. Das Energiemanagement im Auto kontrolliert Temperatur und Ladezustand der Zellen. Hitze ist gefährlich, dann wird kaltes Wasser gepumpt. Überladung bläht die Zellen bis zum Zerplatzen. Zu starkes Entladen der Batterie ist ungefährlich, aber ärgerlich – es zerstört den Akku. Bricht trotz allem ein Feuer in einer Zelle aus, muss es sich selbst ersticken. Der Akku darf auch in brennendem Benzin nicht hochgehen. Und die Nagelprobe macht man mit einem Nagel: Der Stahlstift wird einmal quer durch die Zelle getrieben. Den plötzlichen Kurzschluss, den das auslöst, muss der Speicher ohne Explosion überstehen.
Bei der Nagelprobe spielt eine unauffällige Folie die entscheidende Rolle: der »Separator«, eine Membran zwischen der positiv geladenen Kathode und der negativ geladenen Anode der Zelle. Die Trennschicht verhindert den inneren Kurzschluss, lässt aber Lithium-Ionen beim Laden von der Kathode zur Anode wandern und beim Entladen zurück. Das Kunststoffmaterial des Separators war in bisherigen LiIo-Batterien eine Schwachstelle. Wenn es bei Überhitzung schmilzt, sind Kathode und Anode schlagartig kurzgeschlossen – die Energie wird freigesetzt.
Vier Zentner Batterien an Bord reichen für 100 Kilometer
Dabei soll es nicht bleiben. In einem Nebenraum bei Continental steht schon die nächste Evolutionsstufe des LiIo-Akkus auf dem Labortisch, die Mitarbeiter beteuern, das Ding sei auch bereits im Auto unterwegs. Sein Separator besteht aus technischer Keramik, ist hauchdünn und nahezu unbrennbar. Entwickelt haben ihn der Maschinenbau-Professor Paul Roth und Ingenieure von Evonik/Degussa; dafür wurden sie 2007 für den Zukunftspreis des Bundespräsidenten nominiert. Ab Ende 2010 soll die neue Technik serienreif sein. Das Material Separion wird in einem Start-up-Unternehmen in Kamenz bei Dresden produziert, zunächst für Akkus, die in Elektrofahrrädern und Elektrobooten eingesetzt werden. Doch bald wird man dort mehr zu tun bekommen.
Autos, die mit zwei Motoren – zumindest im Stadtverkehr und im Stau – sparsam sind, werden auf den Automobilsalons eine wichtige Rolle spielen. Und es mehren sich die Zeichen, dass auch reine Stromfahrzeuge auf den Markt kommen werden. Ein Zeichen dafür ist ein etwa 1,60 Meter langes, T-förmiges Stück Autostruktur, das in Berlin bearbeitet wird. Es könnte die Basis des Elektroautos Chevrolet Volt werden. Oder eines Strom-Opels. General Motors (GM) kooperiert unter anderem mit Continental bei der Entwicklung des Volt.
Ein Elektroauto, das mit einer Akkuladung 60 bis 100 Kilometer weit fahren kann, hat drei bis vier Zentner LiIo-Batterien an Bord. GM will diese Packen im ehemals für die Antriebswelle benötigten Tunnel und zwischen den Hinterrädern verstauen. 80 Prozent aller Fahrten, haben amerikanische Studien ergeben, sind kürzer als 60 Kilometer. Nach dem Großeinkauf käme das Auto an die Steckdose.
Auch beim Ausflug aufs Land würde der Volt-Fahrer nicht liegen bleiben. GM hat ein Plätzchen für den alten Verbrennungsmotor reserviert. Sind die Batterien leer, springt ein Ottomotörchen an. Nicht zum Fahren, bewahre! Nur zum Laden.
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- Datum 11.8.2008 - 09:41 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 07.08.2008 Nr. 33
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Journalisten (besonders die mit Halbbildung) lassen sich immer noch gern einlullen von den Werbeversprechungen der Industrie, für die sie Werbung machen sollen.Die wichtigste Frage wäre gewesen:Wieviel Zyklen hat der neue Akku, oder (simpler ausgedrückt): Wie oft kann der neuartige Akku aufgeladen werden?Selbst sehr gute (und teure bzw. in der Herstellung sehr energieäufwändige) LIo-Akkus können nur 1000 mal aufgeladen werden,und dann kostet die Aufladung je KWh ca. 30 ct.(wohgemerkt: nur die Akkuabnutzung!).Wieviel Energie (für die Produktion) wird also mit jeder Akkuaufladung vernichtet?Das wäre angesichts der Unmengen von Energieaufwand doch mal eine wohlberechtigte Frage!Wären diese Akkus für Laptops oder "Handys" angepriesen, dann wäre das die erste Frage gewesen - jeder Journalist weiß, wie lange Akkus in Laptops gebraucht werden können, ehe sie neu gekauft werden müssen (ca. 3 Jahre).Dagegen sind andere nicht beantworte Fragen gewradezu unwichtig, z.B.:Wo werden die neuen LIO-Akkus (die ja mit allen erdenklichen Mitteln zu einem Block verschiedenster Materialen verschweißt sind!!) entsorgt??Eine Wiederaufarbeitung gebrauchter Akkus ist ja sowieso dann nicht möglich.und:Wo sollen die Unmengen von Lithium herkommen? Die jetzt vorhandene Menge an Lithium reicht ja kaum für EINE Ausstattung aller KFZ, geschweige denn für Ersatz der nächsten, wenn die ersten Akkus nach 3 Jahren weggeworfen werden müssen.Unwichtig sind diese Fragen deshalb, weil Elektro- oder Hybridautos sehr schnell wireder Unsinn werden, wenn erst ein Mal bekannt wird, was die Akkumulatoren WIRKLICH im Betrieb kosten.
Das Einlullen von Journalisten war schon beim Hybridauto zu bemerken.
Mag sein , daß ein Prius im Stadtverkehr etwas spart, dafür ist er für den Stadtverkehr viel zu groß. Auf Strecke spart er gar nichts und fährt nur Gewicht mit sich rum. aber egal...
Viel interessanter bei Elektrofahrzeugen ist doch die Frage WO der Strom herkommt. Nur weil die Steckdose nicht riecht und CO2 ausstößt muß sie nicht sauber sein. Fakt ist doch, daß die meisten Kraftwerke immer noch Kohlekraftwerke sind. Der Anteil des schmutzigen Stroms mit dem das Fahrzeug fährt ist also recht hoch. Sinn macht das Elektroauto in Massen nur, wenn auf diese Weise an anderer Stelle mit Mitteln sauber Strom erzeugt wird, die stationär nicht möglich wären. z.B. Windkraft. Wandle ich jedoch nur Strom der aus kinetischer Energie erzeugt wurde wieder in kinetische Energie um, ist die Ausbeute miserabel, denn der Verbrennungsmotor arbeitet nun nicht mehr im Auto selbst, sondern im Kraftwerk, mit dem Nachteil, daß durch das zusätzliche Glied in der Kette (Strom) noch mehr Verluste entstehen.
Und von Tankstellen, die eine eine Windkraftanalge im Garten haben, um die Zapfsäulen zu speisen, sind wir noch Lichtjahre entfernt.
Selbst sehr gute (und teure bzw. in der Herstellung sehr energieäufwändige) LIo-Akkus können nur 1000 mal aufgeladen werdenWoher wissen denn die Akkus, wann sie 1000x geladen worden sind, haben die alle einen Zähler eingebaut der sie nach exakt 1000 Ladungen zur Explosion bringt?jeder Journalist weiß, wie lange Akkus in Laptops gebraucht werden können, ehe sie neu gekauft werden müssen (ca. 3 Jahre)Wer sich mit dem Thema auskennt, der weiß sogar noch viel mehr: z.B. warum die LiCo-Zellen, die in Notebooks verwendet werden, nicht lange halten, und was man dagegen tun kann. Tesla weiß das auch und kann deshalb für seinen Akkupack aus 6831 Notebook-Zellen eine Lebensdauer von min. 100.000 Meilen garantieren.Außerdem wissen informierte Leute auch, dass es längst andere Li-Akkus gibt wie LiMn, LiFePo4 und LiTi, die zwar eine etwas geringere Energiedichte als LiCo haben, aber dafür eine noch höhere Leistungsdichte und auch Lebensdauer.Das wissen aber wie gesagt nur Leute, die sich über den Stand der Technik informieren, und nicht einfach nur in jedem Beitrag dieselben falschen Sprüchlein herunterbeten.Wo werden die neuen LIO-Akkus (die ja mit allen erdenklichen Mitteln zu
einem Block verschiedenster Materialen verschweißt sind!!) entsorgt??Sinnvollerweise werden sie nicht "entsorgt", sondern recycelt.Eine Wiederaufarbeitung gebrauchter Akkus ist ja sowieso dann nicht möglich.Genau so unmöglich wie bei den Bleiakkus, von denen heute schon über 95% recycelt werden?Die jetzt vorhandene
Menge an Lithium reicht ja kaum für EINE Ausstattung aller KFZDiese Behauptung können Sie sicher auch beweisen.Außerdem, wer hat eigentlich verlangt, dass absolut alle KFZ mit Lithium-Akkus ausgestattet werden müssen?wenn die ersten Akkus nach 3 Jahren weggeworfen werden müssenAlso wie lange halten die Akkus nun, genau 1000 Zyklen oder genau 3 Jahre?Haben die etwa außer dem Zähler auch noch eine Zeitschaltuhr eingebaut?Und das alles in so einem kleinen Gehäuse, das sind ja wahre Wunderwerke der Technik...Gruß Skarrin
Das Einlullen von Journalisten war schon beim Hybridauto zu bemerken.
Mag sein , daß ein Prius im Stadtverkehr etwas spart, dafür ist er für den Stadtverkehr viel zu groß. Auf Strecke spart er gar nichts und fährt nur Gewicht mit sich rum. aber egal...
Viel interessanter bei Elektrofahrzeugen ist doch die Frage WO der Strom herkommt. Nur weil die Steckdose nicht riecht und CO2 ausstößt muß sie nicht sauber sein. Fakt ist doch, daß die meisten Kraftwerke immer noch Kohlekraftwerke sind. Der Anteil des schmutzigen Stroms mit dem das Fahrzeug fährt ist also recht hoch. Sinn macht das Elektroauto in Massen nur, wenn auf diese Weise an anderer Stelle mit Mitteln sauber Strom erzeugt wird, die stationär nicht möglich wären. z.B. Windkraft. Wandle ich jedoch nur Strom der aus kinetischer Energie erzeugt wurde wieder in kinetische Energie um, ist die Ausbeute miserabel, denn der Verbrennungsmotor arbeitet nun nicht mehr im Auto selbst, sondern im Kraftwerk, mit dem Nachteil, daß durch das zusätzliche Glied in der Kette (Strom) noch mehr Verluste entstehen.
Und von Tankstellen, die eine eine Windkraftanalge im Garten haben, um die Zapfsäulen zu speisen, sind wir noch Lichtjahre entfernt.
Mag sein , daß ein Prius im Stadtverkehr etwas spart, dafür ist er für
den Stadtverkehr viel zu groß. Auf Strecke spart er gar nichts und
fährt nur Gewicht mit sich rum.Was der Prius wirklich spart, wissen die Leute am besten, die einen fahren und ihre Werte auf http://www.spritmonitor.de eintragen. Über Schlechterwisser, die noch nie einen Prius auch nur gesehen haben aber sich trotzdem einbilden zu wissen, was er angeblich für einen fürchterlich hohen Verbrauch hat, können die nur herzlich lachen.Fakt ist doch, daß die meisten Kraftwerke immer noch Kohlekraftwerke
sind. Der Anteil des schmutzigen Stroms mit dem das Fahrzeug fährt ist
also recht hoch.Wie hoch genau ist eigentlich der Anteil schmutzigen Öls bei einem Auto mit Verbrennungsmotor, auch recht hoch oder sogar noch höher?Dafür ist der Anteil "sauberen Stroms" im deutschen Strommix schon bei ca. 14% und steigt weiter. Rechnet man die Atomkraft auch noch als "sauber" dazu, ist er sogar noch höher.Selbst ein Elektroauto, das mit reinem Kohlestrom geladen würde, wäre aber noch sauberer als ein herkömmlicher Verbrenner, denn die Emissionen aus einem Schornstein lassen sich viel besser kontrollieren und filtern als die aus hunderttausenden von Auspuffrohren.Stichwort CO2-Abscheidung: wie wollen Sie das machen bei vielen einzelnen Autos, jedem einen Ballon an den Auspuff binden?Wird der Strom für das E-Auto ausschließlich in einem Kohlekraftwerk mit 40% Wirkungsgrad erzeugt, ist die Quelle-Rad-Effizienz mit ca. 27% genauso "miserabel" wie bei einem Dieselmotor im realen Fahrbetrieb, aber nicht schlechter. Aber das können Sie sicher auch selber nachrechnen, oder?Gruß Skarrin
Wir sind in der Tat in einer Strom-Auto-hippen Zeit angekommen.
.Die chemische Speicherung der el. Energie (="Akku") ist eine der ineffizientesten Methoden der "Betankung" überhaupt, die Reichweite solcher Fzg. stark eingeschränkt. Deshalb eignen sie sich höchstens für die Gewährleistung einer "von Haus zu Arbeit"- und Stadt-Mobilität und können dort auch gefördert werden. (allerdings greifen auch bei den Geschwindigkeiten die Crash-Sicherheitsfragen ein, die dem erforderlichen und bezahlbaren Leichtbau entgegen wirken)
.Im Kommentar Nr.1 wird es aufgrund der begrenzten Zahl an Ladezyklen und horrenden Umweltkosten zurecht kritisiert. Hinzu kommt, dass der Strom erst irgendwo in Kraftwerken erzeugt werden muss, bundesweit leider meist durch die Verbennung fossiler Träger wie Braunkohle, oder aber in den allseits beliebten AKWs...
Einem jeden, halbwegs Sachkündigen mit einer Grundvorstellung der
Physik mit der wir zu leben haben, sind diese Mängel bekannt oder zum. nachvollziehbar, aber es wird so getan, als gäbe es die nicht. Die Grafik mit dem Fzg., das hinter sich ´ne Wiese aufzieht ist angesichts dieser Umstände schlicht irreführend.
Denn selbst, wenn der ganze Strom dafür aus der Windenergie käme,
müßte er zuerst in den Akkus gespeichert werden, die alles nur nicht klima- und umweltneutral sind. .Der Strom ist richtig und sogar notwendig für viele Anwendungen. Aber nicht für alles, was hipp ist und auf den allerersten Blick
gut erscheint..
MfG Zack34 .ps.
Es gibt andere, bessere Möglichkeiten, die klimaneutrale Massenmobilität zu gewährleisten. Gäbe es - hier nur ein Beispiel - genügend Wind- und Wasser-KWs (Die Ozeane bieten mit den Gezeiten und Strömungen Potenziale, den gesamten Energiebedarf zu decken), so könnten mit dem Strom erhebliche Mengen an Wasserstoff hergestellt werden, zumal eine Umrüstung der heut. Fzg. auf Wasserstoff rel. einfach ist (das größte Problem war der Tank selbst) und die Abgase bestehen - nur aus Wasserdampf...
scherzhafte Frage, wer hat schon den Ozean hinterm Haus? Die Ir(r)en bestimmt, aber nicht alle.debrasseur
Die chemische Speicherung der el. Energie (="Akku") ist eine der ineffizientesten Methoden der "Betankung" überhauptDiese Behauptung können Sie ja sicherlich auch beweisen.Ihr Beweis muß auch schlüssig erklären, warum z.B. mein Elektroroller mit 5kWh/100km ab Steckdose nur ein Sechstel der Energie eines vergleichbaren 50er-Benzinrollers (~3l/100km ab Zapfsäule) benötigt, aber trotzdem so unglaublich viel ineffizienter sein soll.die Reichweite solcher Fzg. stark eingeschränkt.Welche "solcher Fzg." kennen Sie überhaupt, und welche Reichweiten haben diese?
Denn selbst, wenn der ganze Strom dafür aus der Windenergie käme, müßte er zuerst in den Akkus gespeichert werden, die alles nur nicht klima- und umweltneutral sind.Inwiefern sollen Akkus für Elektroautos nicht "klima- und umweltneutral" sein, im Vergleich zu den heute verwendeten Verbrennungsmotoren und ihren fossilen Treibstoffen?Ist alles, was Sie sonst so besitzen und verwenden, eigentlich schon "klima- und umweltneutral": Auto, Möbel, Haus, Kleidung, Fernseher, Waschmaschine, Handy, Computer, Teppich, Kühlschrank, ...?
Gäbe es - hier nur ein Beispiel - genügend Wind- und Wasser-KWs (Die Ozeane bieten mit den Gezeiten und Strömungen Potenziale, den gesamten Energiebedarf zu decken), so könnten mit dem Strom erhebliche Mengen an Wasserstoff hergestellt werden,Wenn Sie selbst ein "halbwegs Sachkündigen mit einer Grundvorstellung der Physik mit der wir zu leben haben" wären, dann könnten Sie leicht nachvollziehen, dass es wesentlich effizienter ist so erzeugte Energie in Akkus zu speichern und damit ein Elektrofahrzeug zu betreiben, als den Strom nochmal in H2 zu verwandeln und dann entweder in GeldverBrennstoffzellen wieder in Strom zurückzuverwandeln, oder ineffizient in einem H2-Verbrennungsmotor zu verheizen.http://www.itas.fzk.de/tatup/061/boss06a.htm http://globalpublicmedia.com/transcripts/635
zumal eine Umrüstung der heut. Fzg. auf Wasserstoff rel. einfach istSchon klar, deshalb gibt es ja auch schon seit Jahrzehnten Millionen von Wasserstoffautos auf unseren Straßen ;-)Wirklich einfach ist dagegen die Umrüstung heutiger Fahrzeuge auf Akku-Elektroantrieb, das können nicht nur Firmen http://www.atea.it/ sondern auch viele Privatleute http://www.evalbum.com/ .Allerdings ist es besser, wenn ein Fahrzeug von Grund auf für Elektroantrieb konstruiert ist wie z.B. http://www.think.no , http://www.kewet.no oder http://www.aptera.com .
Gruß Skarrin
und bin durchaus in der Lage Physik zu verstehen. Wenn wir die Ausgangslage analysiseren, stimme ich ihren Ausführungen zu - Akkus sind teuer und Energieaufwändig in der Produktion und es besteht noch keine Recyclingkreislauf. Sie haben eine begrenzte Lebensdauer und der Strom aus der Steckdose muss auch erst produziert werden.Trotzdem teile ich Ihre Auffassung nicht, dass es so bleiben muss. Kein Meister ist vom Himmel gefallen und selten war eine Technologie schon im ersten Anlauf voll tauglich für den Massenmarkt. Wenn es ein ökonomisches Interesse an einer Technologie gibt und daher massiv geforscht wird, ist von Verbesserungen in der Technik auszugehen. Es kann durchaus sein, dass der Preis, die Materialverbrauch, die Zahl der Akkuzyklen, die Ökobilanz usw. sich rasch und nachhaltig verbessert. Unterm Strich ist die Akkutechnologie aber nur eine Möglichkeit den Individualverkehr bzw. den Verkehr als solches zu organisieren.Ob nun Brennstoffzelle, Akku, Bioethanol, Biogas uvm. nun das Rennen machen wird - steht noch in den Sternen. Das der Prios nicht die perfekte Antwort auf die Probleme der Gegenwart bietet, ist vollkommen klar. Aber er richtet das Interesse und den Forschungsaufwand in die richtige Richtung - das kann man von Autos wie den Porsche Cayenne oder dem Bugatti Veyron wohl nicht behaupten.Welches technologische Konzept das Rennen machen wird steht noch in den Sternen. Ob die Weltvorräte an Lithium ausreichen werden - sei dahingesellt - aber das nun der Lithium Ionen Akku das Ende der Fahnenstange ist - auch daran glaube ich nicht.
sollen erst Massen von Akkus produziert werden (wussten Sie, dass Lithium nicht vom Himmel fällt, sondern energieaufwändig umgewandelt werden muss und auch nur begrenzt vorhanden ist? Zur Zeit sogar NOCH nur ein Abfallprodukt und deswegen so billig ist?),anstatt ERST zu forschen und DANN zu prüfen (nachzurechnen),und DANN erst zu produzieren???
scherzhafte Frage, wer hat schon den Ozean hinterm Haus? Die Ir(r)en bestimmt, aber nicht alle.debrasseur
Die war gut!Haben Sie einen Öl-Bohrturm oder eine AKW in ihrem Vorgarten?;-)MfGZack34
An der chemischen Speicherung (="Akku") wird seit Jahrzehnten geforscht, in den letzten zehn Jahren vor allem wg. der Entwicklung der port. Computer mit Nachdruck, und vor allem im Bereich Li-Ion. Ballard u.Co. haben da schon Fortschritte erzielt und es ist davon auszugehen, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. Natürlich wird die Bilanz im Sinne vom Materialverbrauch, der Zahl der Akkuzyklen, usw. immer besser, ob sie jedoch - siehe Vorgeschichte - rasch und nachhaltig besser wird, weiß man nicht. Ich bin da skeptisch, auch was die extrem aufwendige und empfindliche Brennstoffzelle angeht, die wieder mit Methan o.ä. (fossiler Brennstoff, oder biologisch gewonnen) befüllt wird. .Nichtdestotrotz bleibt das System "Akku-Antrieb" von seinem prinzip. Aufbau her nichts, was einem echten Äquivalent zum "schnell tanken und losfahren" wennauch nur nahe kommt, darüber dürfte Übereinstimmung herrschen. Genau da aber liegt die Crux.Denn, auf den Punkt gebracht: Wenn die Akkus in einer Stunde aufgeladen werden könnten, und mit der Ladung ein Kleinwagen vollbeladen bis zu 200km weit bei max. 120km/h auch über die (hier nur symbolisch) Kasseler Berge fahren könnte, dann und erst dann könnte man von einem echten alltagstauglichen Elektroauto sprechen, ganz abgesehen von den zu erfüllenden Sicherheitsanforderungen. (zum Vergleich: heute tanken Sie einen Diesel-Kompaktwagen in etwa 3min voll, und können damit an die 1200km, vollbeladen etwa 600 bis 800km weit fahren...)Wir werden in den kommenden Jahrzehnten einen Mix aus unt. Konzepten haben. Aus diesen werden sich die besten Lösungen heraus kristallisieren lassen, der Rest wird untergehen, wie immer. .MfGZack34ps.Ich glaube - hins. der Umweltprobleme und der Alltagstauglichkeit - fest an die Wasserstoff-Lösg., trotz aller Herausforderungen, die z.Zt. weniger im Bereich der Massenfertigung als der Verfügbarkeit des Wasserstoffs liegen; technische Probleme, wie die mit dem Tank und den Leitungen, wurden schon gelöst. .Also bleibt nur noch eine Frage offen: wie bekommen wir die erf. Unmengen an - meist aufwendig mit Strom (...) zu gewinnendem - Wasserstoffs? Und wie und wann und bei welchen Kosten kann das flächendeckende Tankstellennetz dafür aufgerüstet werden? Ein ganz besonderer Merkmal dieser Lösung ist die Tatsache, dass die Entsorgungskosten der Wasserstoff-Autos sogar noch kleiner als die der heutigen Autos sind, weil weniger Öl-, Säure-, ... -Rückstände. DAS ist aber weder bei den Akkus noch bei den Brennstoffzellen der Fall. .Und zuletzt für mich das wichtigste: die Abgase eines Wasserstoff-Fahrzeugs sind buchstäblich "nur Wasserdampf" und werden somit automatisch dem natürlichen Brennstoff-Vorrat (Wasserhaushalt der Erde) wieder zugeführt, auch dies einmalig.
Wenn die Akkus in einer Stunde aufgeladen werden könntenDie in französischen Elektroautos von PSA/Renault schon seit über 15 Jahren eingesetzten NiCd-Akkus lassen sich mit geeigneten Schnellladegeräten in 25 Minuten wieder aufladen (http://www.miljobil.no/bi...).In den USA wurde erst kürzlich die Ladung eines LiTi-Akkus von 35kWh in 10 Minuten demonstriert, die Zellen werden dabei nicht mal warm(http://www.autobloggreen....).Schon Ende der 90er Jahre fuhr eine Elektro-A-Klasse von Mercedes 1400km in 24h - auch ZEBRA-Akkus sind schnellladefähig.Derartige Schnellladegeräte laufen natürlich nicht an normalen Haushaltssteckdosen, aber Benzin und Diesel tankt man ja auch nicht zuhause in der Garage.Was Sie hier im Konjunktiv fordern, ist technisch schon seit Jahren viel besser möglich!Also träumen Sie mal weiter von Ihren GeldverBrennstoffzellen, offensichtlich muß man ja heutzutage keine Ahnung mehr von einem Thema haben, um sich eine Meinung dazu leisten zu können...Gruß Skarrin
Die war gut!Haben Sie einen Öl-Bohrturm oder eine AKW in ihrem Vorgarten?;-)MfGZack34
Vermuten doch viele Techniker, das der leichte und effiziente Akku schon lange erfunden war und sein Erfinder im günstigsten Fall mit Geld mundtot gehalten wird/wurde, scheint die akute Lebensgefahr in der erfolgreichen Erforschung dieser Themen endlich gebrochen. 3-4 Zentner Akku nach offiziellem Stand der Technik reichen allemal, um zur nächsten Autobahn zu kommen.Dort klingt man sich an das Ende eines Autozuges mit einem Standardadapter hinten ein nachdem man die Koordinaten für seine Ausfahrt eingegeben hat. Stromversorgung erfolgt über die Stelle, wo bisher Mittelleitplanke war. Individualkehr kann dann im Auto stattfinden.Echt geil !
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