Technik persönlich Der Dateienwächter
Der Drobo macht es auch Laien möglich, ihre liebsten Daten redundant zu speichern
Seit alle Medien digital geworden sind, lagern unsere liebsten Fotos und Videos auf Festplatten und anderen Speichermedien. Musik und Filme ebenfalls. Die Frage bei diesen Speichern ist nicht, ob sie eines Tages abstürzen und unsere Lebenserinnerungen mit sich in den Abgrund ziehen, sondern wann. Man hätte ja ein Back-up machen können, sagen uns dann die Computerfreaks mit belehrendem Unterton. Aber wer tut das schon?
Die meisten Firmen sichern ihre Daten besser, mit sogenannten Raid-Speichern, die alle Daten »redundant« sichern – wenn eine Platte ausfällt, liegen die kostbaren Bits und Bytes noch irgendwo anders. Jetzt gibt es das auch für den Normalnutzer, etwa in Gestalt des Drobo, vom Hersteller Data Robotics als »erster Speicherroboter« bezeichnet.
Nun kommt der Drobo nicht mit beweglichen Greifarmen, die Festplatten jonglieren – Roboter heißt, dass das Gerät den Speicherplatz automatisch verwaltet. In eine Box mit vier Schlitzen schiebt man die handelsüblichen Festplatten ein. Die mitgelieferte Software formatiert diese Platten und zeigt sie auf der Schreibtischoberfläche als ein einziges Laufwerk an. Darauf schiebt man wie gewohnt seine Dateien, aber im Hintergrund werden sie so verwaltet, dass jede Information auf mindestens zwei der Platten gespeichert ist.
Neben der Redundanz ist der zweite Vorteil die einfache Erweiterbarkeit. Der Drobo zeigt mit einer Reihe von blauen LEDs an, wie voll die Platten sind. Und wenn es eng wird, sagt er dem Nutzer, welche Platte er auswechseln soll. Dann schiebt man statt eines 500-Gigabyte-Elements eines mit 1000 ein (zum Glück wird Speicher ja exponentiell billiger) und hat erst mal wieder Ruhe; im Hintergrund werden die Daten umkopiert, sodass auch die Sicherheit weiterhin gewährleistet ist.
Im Test funktionierte das alles wie versprochen. Auch das mitgelieferte DroboShare-Kästchen, mit dem sich der Speicher ins Netzwerk integrieren lässt, ließ sich einfach installieren. Die Sache ist nicht billig, aber wer wirklich an seinen Daten hängt, den befreit der Drobo für die absehbare Zukunft vom schlechten Back-up-Gewissen. Christoph Drösser
Drobo circa 379 Euro (ohne Festplatten), DroboShare circa 235 Euro, www.drobo.com
- Datum 15.04.2009 - 13:28 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 14.08.2008 Nr. 34
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Nach fünf Tagen noch kein einziger Kommentar? Bei der Zeit scheinen sich Computerfreaks offenbar kaum zu tummeln. Der falsche Link wäre bei Heise jedenfalls schon nach Minuten aufgeflogen. So bekommt David Hanacek's Homepage (www.drobo.de) diese Tage etwas mehr Besuch, denn drobo.com bzw. www.drobo-distribution.com wäre die richtige Adresse. Drobo mag eine technisch reizvolle Lösung sein, aber für Otto Heimanwender finde ich das doch etwas arg aufwändig. Eine normale externe oder interne zweite Platte kann man auch ruckzuck synchronisieren, und deren Raid-Verschaltung ist bei Bedarf auch kein so großer Akt. Und wer nicht all zu große Angst vor Datenklau hat für den gibt's Mozy, Humyo & Co.: Online-Sicherung auf externen Servern - auch das geht automatisch.
Ein Backup ist ein Backup, wenn es auch noch da ist, wenn die Feuerwehr oder die Herren Einbrecher das Haus wieder verlassen haben.Wenigstens in einem anderen Raum sollte es schon sein.Ansonsten : Nettes Teil.
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