Bildungssystem Weltmeister der Integration

Die Schulbehörde im kanadischen Toronto sorgt vorbildlich für Chancengleichheit und erhält dafür nun eine Auszeichnung aus Deutschland. Ein Schulbesuch

Der erste Eindruck ist wichtig. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Schulen. An der Firgrove Public School sitzt deshalb Frau No am Eingang. Sie hat sich einen kleinen Sessel neben die Glastür gestellt und wirft jedem, der das Gebäude betritt, ein aufmunterndes »Good morning!« zu. Kommt ein Fremder, geleitet sie ihn zum Schulsekretariat. Frau No, die einst aus Vietnam nach Kanada kam, ist eine »Grüßerin«. Greeter heißen jene Eltern, die an der Firgrove School für den Empfang zuständig sind. Gestern saß eine Mutter aus Somalia auf ihrem Platz, und morgen wird ein Vater aus Haiti dafür sorgen, dass jeder freundlich begrüßt wird und niemand unbefugt die Schule betritt.

Wer Schulen in Toronto besucht, stößt auf Dinge, die es an deutschen Schulen nicht gibt. Die greeters gehören dazu, aber auch die vielen anderen Eltern, die jeden Tag zu Dutzenden im Klassenraum, in der Kantine oder auf dem Schulhof helfen. Schüler, die schlecht Englisch lesen, erhalten über Monate Einzelunterricht. Die Bibliothek an der Firgrove School verfügt über mehr als zehntausend Bände, darunter Kinderbücher in Chinesisch, Spanisch oder Khmer. Und wer hat hierzulande von einer Schule gehört, die aktiv Lehrerinnen mit Kopftuch sucht, um muslimische Kinder besser zu integrieren?

Wenige Nationen kümmern sich in ihren Schulen so systematisch um die Bedürfnisse ihrer Zuwanderer wie Kanada. Toronto treibt dies auf die Spitze: World leader in equity, Weltmeister der Chancengleichheit, will die Hauptstadt der Provinz Ontario sein. Und dafür, dass sie auf diesem Weg ein gutes Stück vorangekommen ist, erhält die Schulbehörde der Stadt in diesem Jahr den Carl-Bertelsmann-Preis .

Drei Monate lang haben Integrationsexperten im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung weltweit nach jenem Schulsystem gefahndet, das Einwandererkindern am wirkungsvollsten den Weg in die Gesellschaft ebnet. Entdeckt haben sie es in Toronto. Nirgendwo sonst fanden die Gutachter Schulen, die ihre Kinder so gut fördern, Eltern und Stadtteil so intensiv beteiligen und gleichzeitig die Heimatkultur so vorbildlich respektieren.

Die Demografie lässt der 2,5-Millionen-Stadt am Ontariosee auch keine andere Wahl. Denn rund die Hälfte ihrer Bewohner ist im Ausland geboren. Die Minderheiten sind hier in der Mehrheit. Und jedes Jahr treffen weitere Zehntausende Neuankömmlinge ein. Anders als in Deutschland sind viele der Neubürger in Kanada gut situiert und bildungsbeflissen. Und weil Kinder von chinesischen Ingenieuren oder polnischen Ärzten leichter lernen als die Nachkommen anatolischer Bauern, fallen die Migrantenschüler in vielen kanadischen Schulen nicht auf.

Dennoch besteht der unaufhaltsame Einwandererstrom keinesfalls nur aus Akademikern, sondern auch aus Asylbewerbern oder einfachen Handwerkern, die das weite Land ebenso benötigt. Auch in Toronto kennt man Quartiere wie Jane-Finch, ein Viertel im Nordwesten mit Jugendgangs, zahlreichen Sozialhilfeempfängern und Flüchtlingen. Aus Jane-Finch kommen viele Sportstars der Nation – und noch mehr Kriminelle.

Pädagogennachwuchs wird bei den Migranten rekrutiert

Die Firgrove Public School liegt im Schatten grauer Plattenbauten. Schaut man sich im Flur die Schülerfotos an, muss man einige Zeit zurückgehen, um ein weißes Gesicht zu entdecken. Jungen und Mädchen aus 27 Nationen lernen hier, mehr als die Hälfte von ihnen spricht zu Hause kein Englisch, Migrantenquote 100 Prozent – Statistiken wie in Berlin-Neukölln oder Duisburg-Marxloh.

Doch etwas ist auffällig anders hier. Ein Herr mit einem Turban kommt den Gang entlang; zwei Frauen unterhalten sich, die eine trägt einen indischen Sari, die andere ein afrikanisches Kleid. An der Wand gegenüber dem Eingang hängen Bilder bekannter kanadischer Sportler, Minister und Wissenschaftler. Alle sind dunkelhäutig, ihre Bilder sagen: Die Herkunft muss niemanden daran hindern, ganz nach oben zu kommen.

Auch die Schulleiterin Portia Barriff und ihre Stellvertreterin sind Afrokanadierinnen. Rund die Hälfte der Firgrove-Lehrer stammt aus Einwandererfamilien. Das Völkergemisch im Lehrerzimmer ist Folge einer systematischen Rekrutierungspolitik. Seit Jahren werben Torontos Schulbehörden gezielt in den asiatischen, afrikanischen oder lateinamerikanischen Minderheiten um Pädagogen. »Kinder und Eltern sollen sich in den Schulen wohlfühlen«, sagt Lloyd McKell vom Toronto School Board. »Das fällt ihnen leichter, wenn sie Lehrern aus ihrer eigenen Kultur begegnen.« Seine Behörde schaltet Anzeigen in spanisch- oder chinesischsprachigen Zeitungen, vergibt Stipendien und rekrutiert den multiethnischen Pädagogennachwuchs bereits in den Schulen.

Harpreet Ghuman wollte ursprünglich kein Lehrer werden. Mit sechs Jahren kam er aus Indien in die neue Heimat, und seine Eltern hatten Großes mit ihm vor. Arzt oder Anwalt sollte er werden oder zumindest Ingenieur. Doch ein Berufsberater brachte ihn auf eine andere Karriereschiene: Ghuman könne doch gut mit Kindern umgehen, und wo könne er Sinnvolleres bewirken als in einer Schule? Die Aufstiegschancen des jungen Lehrers sind gut. Auch in den Spitzen von Torontos Politik und Verwaltung findet man Einwanderer.

Ein Lehrer unterrichtet Sexualkunde und die muslimische Religion

Der Unterschied zu Deutschland, wo Schulleitungen und Amtsstuben migrantenfreie Zonen sind, könnte kaum größer sein. »Multikulti ist tot«, lautet der Refrain der Integrationsdebatte hierzulande. In Kanada singt man pathetisch »We celebrate diversity« – »Wir feiern unsere Unterschiedlichkeit«. Während man in Deutschland Schulen auszeichnet, in denen es untersagt ist, auf dem Pausenhof Türkisch oder Arabisch zu reden, werden Kinder an der Firgrove School explizit aufgefordert, auch im Unterricht einmal Hindi oder Vietnamesisch zu sprechen, wenn es dem besseren Verständnis dient. Und es gibt Fragen, die man in Toronto gar nicht versteht.

Zum Beispiel die nach dem Kopftuch. Sibira Daredia trägt eins, und auch sonst nimmt die Muslimin ihren Glauben recht ernst. Männern etwa gibt sie nur ungern die Hand. Hat das Kopftuch ihre Anstellung als Lehrerin nicht erschwert? »Nein, im Gegenteil«, antwortet Daredia mit Verwunderung in der Stimme. »Es hat mir alle Türen geöffnet.«

Erst bekam sie einen der begehrten Ausbildungsplätze für Lehrer an der Toronto University, dann ihre Stelle hier in Firgrove. Fünf Jahre lang kümmerte sie sich um die schwächsten Schüler. Nun wird die indischstämmige Lehrerin eine Führungsposition an einer anderen Schule besetzen. Firgrove muss sich eine neue Lehrerin suchen – am liebsten wieder eine mit Kopftuch.

»Wir sind für die Kinder Vorbilder«, sagt Abbas Champsi. Oberarme wie Baumstämme, eine hochgeklappte Sonnenbrille auf dem Kopf, am Körper ein schlabbriges Basketballshirt – so steht Champsi vor den Schülern und fragt: »Homo, was ist ein Homo?« Die zehnjährigen Jungs rutschen nervös auf ihren Stühlen herum. Stimmbruch, Erektion, Samenerguss – nichts lassen Mr. Champsi und sein Kollege aus, werfen sich Fragen und Antworten zum männlichen Körper wie zwei Rapper zu.

Aufklärungsunterricht ist eine Spezialdisziplin von Mr. Champsi. Eine weitere ist das muslimische Gebet. Jeden Freitag liest der Lehrer eine Stelle aus dem Koran vor und erklärt die Botschaft, »selbstverständlich auf dem Level der Kinder«. 15 Minuten dauert die kleine Zeremonie. Die Schule hat extra einen kleinen Raum dafür eingerichtet. »Religion is cool«, ist Champsis Botschaft für die Kids. Wenn die ältesten von ihnen im Ramadan fasten, hungert er mit. Gibt es Zoff mit muslimischen Eltern, ist er zur Stelle.

Dass kulturelle Vielfalt kein Problem, sondern eine Ressource ist, galt auch in Kanada nicht immer. Auch hier herrschte lange das »Defizitmodell«, sagt der Lehrer Harpreet Ghuman, der in der Schule noch Mike Ghuman hieß. Seine Lehrer hatten ihn ermuntert, seinen Sikh-Namen abzulegen und kanadischer zu werden. Heute wäre so etwas undenkbar. Die Heimatkultur zu pflegen und gleichzeitig Teil der neuen Heimat zu werden gilt in Kanada nicht als Gegensatz. Deshalb bietet die Firgrove School am Nachmittag Unterricht in acht Muttersprachen an – bezahlt vom kanadischen Staat.

Bei all dem Multikulti kommt das Englischlernen keinesfalls zu kurz. Sprachtests, wie sie viele Bundesländer nun in Deutschland einführen, gibt es in Kanada schon lange. Dort ist Englisch als Zweitsprache, ähnlich wie in den USA, ein etabliertes Fach. Speziell ausgebildete Lehrer unterrichten in kleinen Gruppen jene Kinder, die große Lücken aufweisen oder neu ins Land kommen. Je nach ihren Fähigkeiten werden sie in den Regelunterricht eingefädelt.

Es gilt das Gebot reading first – Lesen kommt zuerst. Zwei Stunden sind an der Firgrove School täglich für die Basiskompetenz allen Lernens reserviert. Auf einer großen Tafel im Lehrerzimmer zeigen 500 Kärtchen an, wo jeder Schüler im Lesen steht. »So kann ich sehen, in welcher Klasse sich die schwierigen Fälle häufen, und dem Lehrer Hilfe anbieten«, sagt die Schulleiterin Portia Barriff. Bunte Punkte kennzeichnen, welches Kind eine gesonderte Förderung braucht.

Narendras Karte leuchtet rot, das Symbol für Einzelunterricht. Eigentlich kann der Erstklässler aus Guyana bereits sehr gut lesen. Zumindest glaubt er das. Leider stimmen seine Sätze niemals mit den Buchstaben auf den Seiten überein. Deshalb beugt sich die Leselehrerin June Jefford jeden Tag eine Dreiviertelstunde lang mit ihm über die Bücher. Zentimeterweise kämpft er sich in den Zeilen voran. Für jedes richtige Wort macht Jefford einen Haken. Bis zu einem halben Jahr dauert der Individualunterricht.

Mitunter kennen die Lesehelfer ihre Problemkandidaten bereits vor der Einschulung. Die Information erhalten sie vom Kindergarten, der sinnvollerweise im selben Gebäude untergebracht ist. Erzieher und Lehrer – beide heißen teacher wegen ihrer akademischen Ausbildung – arbeiten bei der Diagnose eng zusammen.

Zwei Lehrer stehen für den Förderunterricht bereit. Daneben unterstützen zwei Sozialarbeiter und viele Freiwillige die Firgrove-Lehrer. Insgesamt investiert Kanada pro Schüler jährlich rund 1000 Dollar mehr als Deutschland und verteilt das Geld anders. Schulen in ärmeren Quartieren und mit hohem Migrantenanteil erhalten nach einem ausgeklügelten Schlüssel höhere Mittel gemäß der Devise: für die Schwächsten das Beste.

Besonders viel Geld fließt in die model schools in Torontos Armenvierteln; Firgrove ist eine von ihnen. Sie sollen anderen Schulen vormachen, wie man auch unter prekären Umständen gute Leistungen erzielen kann. Gleichzeitig dienen die Leuchtturmschulen als wichtige Anlaufstellen für Migranteneltern. Sie kommen zum Englischlernen oder zum gemeinschaftlichen Kochen. Wer wissen will, wie man sein Kind in einer staatlichen Kita anmeldet oder einen Lebenslauf schreibt, geht zum settlement worker, einem Integrationslotsen mit Büro gleich neben dem Lehrerzimmer.

Erziehungstipps dagegen gibt es im parenting center, einer Mischung aus Elternschule und offener Kinderkrippe. 15 Kinder blättern an diesem Tag in Bilderbüchern oder buddeln in der Sandkiste. Ihre Mütter absolvieren nebenbei ein unsichtbares Curriculum. Sie lernen, wie man gesund kocht, weshalb Vorsorgeuntersuchungen nötig sind und warum ein Dutzend bunter Haushaltsschwämme Kindern mehr Anregung bietet als die meisten Plastikspielzeuge. Farben, Formen, Größen – alles lasse sich mit den billigen Putzhilfen lernen, erklärt die Sozialarbeiterin Brenda Couture.

Wer Mindestziele nicht erreicht, erhält einen Lehrer als Tutor

Nancy William verbringt viele Stunden hier – wenn sie nicht selbst im Unterricht sitzt. Sie ist 16 Jahre alt, ihr jüngerer Bruder geht in Firgrove in die vierte Klasse. Als die Schulleiterin Nancy mit ihrem kleinen Baby im Arm sah, lud sie den Teenager ins Elternzentrum ein. Viel Mut sprächen die anderen Mütter ihr zu, sagt die junge Schwarze, zum Beispiel dass sie mit dem Stillen durchhalten solle. Auch die Elternzentren arbeiten mit Freiwilligen und kosten deshalb gerade einmal 50000 kanadische Dollar (32000 Euro) im Jahr. Das Geld ist gut angelegt. Kinder, die das Programm besuchen, zeigen später bessere Leistungen in der Schule als vergleichbare Altersgenossen.

Doch auch an der Firgrove School erreicht man nicht alle Eltern. Einige von denen, die Unterstützung am nötigsten hätten, lassen sich nur zweimal im Jahr in der Schule blicken, wenn sie die Zeugnisse ihrer Kinder entgegennehmen müssen. Während die erfolgreichsten Schüler aus asiatischen Familien stammen, verfehlen 40 Prozent der Jugendlichen aus Portugal oder der Karibik einen Highschool-Abschluss. Angesichts des Auseinanderdriftens der Ethnien mehren sich die Forderungen, diese Einwanderergruppen stärker zu beachten.

Im Juni verkündete das Toronto School Board ein neues Aktionsprogramm als Antwort an die Kritiker. Jeder Schüler, der zwischen Klasse sieben und zehn ein Mindestniveau in Englisch und Mathematik verfehlt, erhält einen Lehrer als Tutor an die Seite. In kostenlosen Lese- und Rechencamps sollen die Schüler in den Ferien ihre Defizite abbauen. Schulleiter sind verpflichtet, die erfahrensten Lehrer in die schwierigsten Klassen zu schicken. »Wir können uns ein Scheitern nicht erlauben«, sagt Lloyd McKell, »von keiner einzigen Gruppe.« Das wäre auch eine gute Botschaft für Deutschland. Am 4. September wird McKell in Gütersloh für das Toronto School Board den Preis entgegennehmen.

Lesen Sie mehr dazu unter:

Carl Bertelsmann-Preis 2008 geht nach Kanada
Schulbehörde in Toronto engagiert sich vorbildlich für Integration und faire Bildungschancen

 
Leser-Kommentare
  1. Auch wenn Kanada das Glück hat, dass seine Einwanderer hauptsächlich aus der gebildeten Mittelschicht kommen, dennoch ist in dem Land nicht alles so rosig, wie es in dem Artikel beschrieben wird. Auch in Kanada gibt es eine große Diskussion bezüglich Ehrenmorde, usw.Außerdem muss berücksichtigt werden, dass Kanada zwar ein reines Einwanderland ist, aber nur halb so viele moslemische Einwohner wie die Bundesrepublik Deutschland hat.

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    • kascho
    • 21.08.2008 um 15:35 Uhr

    Thema des Artikels ist das kanadische Schulsystem und nicht Ehrenmorde. Das Schulsystem scheint wesentlich besser zu funktionieren als unseres, ob Ihnen das passt oder nicht. Außerdem hat der Anteil von Menschen muslimischen Glaubens in einem Land nichts mit dem Erfolg seines Schulsystems zu tun.  

    hat 32.976.026 Einwohner und Sie schreiben , ""aber nur halb so viele moslemische Einwohner wie die Bundesrepublik Deutschland hat.""
    Ist schwer zu Verstehen , Kanada hat auch weniger als die Hälfte an Einwohnern als in Deutschland.
    Wenn Sie Vergleiche angeben möchten, sollten Sie mit Prozenten arbeiten.
     

    die Kanadier auch Probleme mit Kindestötungen?
    Wenn Pauschalisiert werden soll, sollten sie es richtig machen.

    Die "Diskussion um Ehrenmorde" ist nicht an sich ein Problem. Es gibt Diskussionen um viele Randprobleme, die die Presse zu grossen Themen aufblaest. Wenn Sie aber eine Minderheit mit Kriminalitaet in Verbindung bringen moechten, um Sie in Verruf zu bringen, dann kann ich Ihnen auch Nicht-Muslime mit ihren besonderen Problemen nennen: katholische Priester / Kindesmissbrauch, Ostdeutsche / Rassismus, .... Aber vielleicht sollte man einfach nicht eine grosse Gruppe von Menschen durch ein dahingeschmissenes Stichwort schlechtmachen.

    Lieber StefanFTYT,ich komme bei Ihnen nicht mit. Ist das Thema Ehrenmorde ein so grosses Problem ? Es existiert nicht einmal eine vernünftige Statistik dazu. Wir sollten dabei immer die Verhältnisse im Auge behalten. Interessant wäre eher die Frage, warum das Thema Ehrenmorde so viel mediale Resonanz erfährt ? An dem grossen Anteil an der Mordstatistik wird es wohl kaum liegen.Ich gebe Ihnen recht, dass Einwanderer aus der Mittelschicht es einfacher haben im Schulsystem. Sehr gut eine richtige Beobachtung - sozioökonomische Faktoren eingebracht zu haben. Aber erklären Sie einmal, warum Sie am Schluss dann hinter Ihrem eigenen Erkenntnisstand zurückfallen, und das Merkmal "moslemisch" in Ihre Realitätsdeutung einbringen wollen. Haben Sie eine Vorstellung davon, wie lau die religiöse Haltung der moslemische Bevölkerung ist ? Ein besserer Ansatz wäre es zu klären aus welchem Gebiet, die Einwanderergruppen kommen. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob sie aus dem urbanen oder ländlichen Raum kommen. Wenn es da zu Korrelationen kommt zwischen Herkunft aus dem ländlichen Raum und grösserer Religiösität, dann ist aber trotzdem nicht die größere Religiösität Ursache für geringeren Bildungserfolg, sondern die geringere Vorerfahrung mit einem Schulsystem, da es im ländlichen Raum eine schlechtere schulische Infrastruktur gibt. Ich wette mit Ihnen, dass ein solcher Ansatz viel besser ist als Ihr Erklärungsmuster.mit GrüssenHerr ZhaoVernunft ist das Gift des Lebens für die Konservativen. Für den gesunden Menschenverstand ist es ein Pestizid gegen Gesinnungstaten.

    • TyRell
    • 21.08.2008 um 21:40 Uhr

    "Außerdem muss berücksichtigt werden, dass Kanada zwar ein reines
    Einwanderland ist, aber nur halb so viele moslemische Einwohner wie die
    Bundesrepublik Deutschland hat."
    Wenn Sie "Einwandererland" irgendwann beherrschen richtig zu schreiben, dann reden ich mit Ihnen über "moslemische" (Korrekterweise: muslimische) Einwanderer. "Muslimisch" zu sein und das im Kontext mit Problemen, das scheint bei Ihnen fast schon zur selben Wortgruppe zu gehören. Wirklich bedauerlich, dass solche Stammtisch-Parolen langsam sogar in der Zeit-Community Einzug halten. Wenn man sich einmal umschaut, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, all diese Länder haben nicht halb so viele Probleme mit Ausländern wie wir in Deutschland. Ist das also ein hausgemachtes Problem? Ich habe schon den Eindruck, dass auch mein Umfeld gegenüber Ausländern stets mit Vorurteilen begegnet. Meine Hypothese dazu: Ich glaube einfach, dass das deutsche Volk eine generelle Abneigung gegenüber der ausländischen Bevölkerung hat. Dies resultiert dann wiederum in der Abgrenzungspolitik der meisten ausländischen Jugendlichen. Sie hören nur diesen Ghetto Hip-Hop, rufen Parolen wie "S****ß Deutsche" und so weiter. Alles in allem sehe ich einen Teufelskreis. Gewiss, die Ausländer müssen mehr Bereitschaft zeigen sich anzupassen, aber hätten wir nicht von Anfang an versuchen sollen zu integrieren? Die meisten sind als Gastarbeiter gekommen und sind Gäste geblieben. Die wenigsten sind auf dieses Land stolz und die wenigsten fühlen sich akzeptiert oder gar heimisch. Ich glaube daran müssen wir als Deutsche auch arbeiten und das muss auch immer erwähnt werden, wenn wir über die "unangepassten" Ausländer reden.

    • kascho
    • 21.08.2008 um 15:35 Uhr

    Thema des Artikels ist das kanadische Schulsystem und nicht Ehrenmorde. Das Schulsystem scheint wesentlich besser zu funktionieren als unseres, ob Ihnen das passt oder nicht. Außerdem hat der Anteil von Menschen muslimischen Glaubens in einem Land nichts mit dem Erfolg seines Schulsystems zu tun.  

    hat 32.976.026 Einwohner und Sie schreiben , ""aber nur halb so viele moslemische Einwohner wie die Bundesrepublik Deutschland hat.""
    Ist schwer zu Verstehen , Kanada hat auch weniger als die Hälfte an Einwohnern als in Deutschland.
    Wenn Sie Vergleiche angeben möchten, sollten Sie mit Prozenten arbeiten.
     

    die Kanadier auch Probleme mit Kindestötungen?
    Wenn Pauschalisiert werden soll, sollten sie es richtig machen.

    Die "Diskussion um Ehrenmorde" ist nicht an sich ein Problem. Es gibt Diskussionen um viele Randprobleme, die die Presse zu grossen Themen aufblaest. Wenn Sie aber eine Minderheit mit Kriminalitaet in Verbindung bringen moechten, um Sie in Verruf zu bringen, dann kann ich Ihnen auch Nicht-Muslime mit ihren besonderen Problemen nennen: katholische Priester / Kindesmissbrauch, Ostdeutsche / Rassismus, .... Aber vielleicht sollte man einfach nicht eine grosse Gruppe von Menschen durch ein dahingeschmissenes Stichwort schlechtmachen.

    Lieber StefanFTYT,ich komme bei Ihnen nicht mit. Ist das Thema Ehrenmorde ein so grosses Problem ? Es existiert nicht einmal eine vernünftige Statistik dazu. Wir sollten dabei immer die Verhältnisse im Auge behalten. Interessant wäre eher die Frage, warum das Thema Ehrenmorde so viel mediale Resonanz erfährt ? An dem grossen Anteil an der Mordstatistik wird es wohl kaum liegen.Ich gebe Ihnen recht, dass Einwanderer aus der Mittelschicht es einfacher haben im Schulsystem. Sehr gut eine richtige Beobachtung - sozioökonomische Faktoren eingebracht zu haben. Aber erklären Sie einmal, warum Sie am Schluss dann hinter Ihrem eigenen Erkenntnisstand zurückfallen, und das Merkmal "moslemisch" in Ihre Realitätsdeutung einbringen wollen. Haben Sie eine Vorstellung davon, wie lau die religiöse Haltung der moslemische Bevölkerung ist ? Ein besserer Ansatz wäre es zu klären aus welchem Gebiet, die Einwanderergruppen kommen. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob sie aus dem urbanen oder ländlichen Raum kommen. Wenn es da zu Korrelationen kommt zwischen Herkunft aus dem ländlichen Raum und grösserer Religiösität, dann ist aber trotzdem nicht die größere Religiösität Ursache für geringeren Bildungserfolg, sondern die geringere Vorerfahrung mit einem Schulsystem, da es im ländlichen Raum eine schlechtere schulische Infrastruktur gibt. Ich wette mit Ihnen, dass ein solcher Ansatz viel besser ist als Ihr Erklärungsmuster.mit GrüssenHerr ZhaoVernunft ist das Gift des Lebens für die Konservativen. Für den gesunden Menschenverstand ist es ein Pestizid gegen Gesinnungstaten.

    • TyRell
    • 21.08.2008 um 21:40 Uhr

    "Außerdem muss berücksichtigt werden, dass Kanada zwar ein reines
    Einwanderland ist, aber nur halb so viele moslemische Einwohner wie die
    Bundesrepublik Deutschland hat."
    Wenn Sie "Einwandererland" irgendwann beherrschen richtig zu schreiben, dann reden ich mit Ihnen über "moslemische" (Korrekterweise: muslimische) Einwanderer. "Muslimisch" zu sein und das im Kontext mit Problemen, das scheint bei Ihnen fast schon zur selben Wortgruppe zu gehören. Wirklich bedauerlich, dass solche Stammtisch-Parolen langsam sogar in der Zeit-Community Einzug halten. Wenn man sich einmal umschaut, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, all diese Länder haben nicht halb so viele Probleme mit Ausländern wie wir in Deutschland. Ist das also ein hausgemachtes Problem? Ich habe schon den Eindruck, dass auch mein Umfeld gegenüber Ausländern stets mit Vorurteilen begegnet. Meine Hypothese dazu: Ich glaube einfach, dass das deutsche Volk eine generelle Abneigung gegenüber der ausländischen Bevölkerung hat. Dies resultiert dann wiederum in der Abgrenzungspolitik der meisten ausländischen Jugendlichen. Sie hören nur diesen Ghetto Hip-Hop, rufen Parolen wie "S****ß Deutsche" und so weiter. Alles in allem sehe ich einen Teufelskreis. Gewiss, die Ausländer müssen mehr Bereitschaft zeigen sich anzupassen, aber hätten wir nicht von Anfang an versuchen sollen zu integrieren? Die meisten sind als Gastarbeiter gekommen und sind Gäste geblieben. Die wenigsten sind auf dieses Land stolz und die wenigsten fühlen sich akzeptiert oder gar heimisch. Ich glaube daran müssen wir als Deutsche auch arbeiten und das muss auch immer erwähnt werden, wenn wir über die "unangepassten" Ausländer reden.

  2. 2. Stimmt

    Viele der Zuwanderer die in D. leben wuerden in Kanada oder USA garnicht akzeptiert und die Migranten die aufgenommen werden haben meistens eine viel bessere Bildung als die Migranten die nach Deutschland kommen.
     
     
    Life is complicated, think small.
     

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    Frau kb26919, die mexikanischen oder sonstigen mittelamerikanischen Einwanderer in den USA haben natuerlich ein viel hoeheres Bildungsniveau als die polnischen Bauarbeiter oder die tuerkischen Fabrikarbeiter, nicht? Sind Sie sich nicht manchmal selbst peinlich?Life is comlicated. Think! ;)

    Frau kb26919, die mexikanischen oder sonstigen mittelamerikanischen Einwanderer in den USA haben natuerlich ein viel hoeheres Bildungsniveau als die polnischen Bauarbeiter oder die tuerkischen Fabrikarbeiter, nicht? Sind Sie sich nicht manchmal selbst peinlich?Life is comlicated. Think! ;)

    • kascho
    • 21.08.2008 um 15:05 Uhr

    "Und weil Kinder von chinesischen Ingenieuren oder polnischen Ärzten
    leichter lernen als die Nachkommen anatolischer Bauern, fallen die
    Migrantenschüler in vielen kanadischen Schulen nicht auf." Kinder anatolischer Bauern haben es aufgrund solchen Gedankenguts schwer in Deutschland.  Auch "auffallen" scheint für Sie im Zusammenhang mit Migranten stets negativ besetzt zu sein. Peinlich!

    • kascho
    • 21.08.2008 um 15:35 Uhr

    Thema des Artikels ist das kanadische Schulsystem und nicht Ehrenmorde. Das Schulsystem scheint wesentlich besser zu funktionieren als unseres, ob Ihnen das passt oder nicht. Außerdem hat der Anteil von Menschen muslimischen Glaubens in einem Land nichts mit dem Erfolg seines Schulsystems zu tun.  

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    Auf den ersten Blick hat der Glaube natürlich nichts mit dem schulischen Erfolg zu tun, wenn man aber z. B. das Rollenbild der Frau mit berücksichtigt, dann spielt dieser Aspekt plötzlich doch eine Rolle….

    Auf den ersten Blick hat der Glaube natürlich nichts mit dem schulischen Erfolg zu tun, wenn man aber z. B. das Rollenbild der Frau mit berücksichtigt, dann spielt dieser Aspekt plötzlich doch eine Rolle….

  3. Auf den ersten Blick hat der Glaube natürlich nichts mit dem schulischen Erfolg zu tun, wenn man aber z. B. das Rollenbild der Frau mit berücksichtigt, dann spielt dieser Aspekt plötzlich doch eine Rolle….

    Antwort auf "Thema verfehlt"
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    Die durch und durch christliche Schweiz hat das Frauenwahlrecht 1971 eingefuehrt. Welches Frauenbild hat es dort wohl gegeben? Bitte, ueberdenken Sie solche Kommentare, bevor Sie sich oeffentlich aeussern.

    Die durch und durch christliche Schweiz hat das Frauenwahlrecht 1971 eingefuehrt. Welches Frauenbild hat es dort wohl gegeben? Bitte, ueberdenken Sie solche Kommentare, bevor Sie sich oeffentlich aeussern.

    • kkr
    • 21.08.2008 um 16:10 Uhr

    ich verstehe nicht waum in Deutschland für solche Maßnahmen kein Geld da ist, obwohl wir viel mehr Steuern und Abgaben zahlen als in Kanada.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich kann Sie verstehen, weswegen Sie maulen, warum Erfolgsmodelle nicht übernommen werden.Es ist ja nicht so, dass es uns an Potential und an Geld fehlt, sondern es fehlt einfach am politischen Willen.Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Für den Nationalen Integrationsplan sind jährlich 750 Mio. vorgesehen. Vergleichen Sie einmal die Summe mit folgenden ZahlenKonfessioneller Religionsunterricht
    in doppelter Ausfertigung (katholisch und evangelisch) an allen Schulen

    2,45 Milliarden Euro

    Ausbildung der
    kirchlichen Theologen an den staatlichen Universitäten

       0,62 Milliarden Euro

    Kirchliche Ersparnis durch staatlichen Einzug der Kirchensteuer

       1,0 Milliarden EuroSie erhalten dann eine Vorstellung davon, was man mit einer solchen Summe anstellen kann.Ich wette mit Ihnen, ich stelle Ihnen locker einen Haushalt auf, der die 750 Mio. Grenze übersteigt, wenn die Politik nur gewillt wäre alle Subventionen an die Kirche, die von migrantischen Mitbürgern gezahlt werden in die Bildung zu stecken.Jeder Bürger zahlt Subventionen an die Kirche allein durch den Steuerverzicht gegenüber kirchlichen Unternehmen und Körperschaften.Sagen Sie nicht, dass die Kirchen stark bei Krankenhäusern, Kindergärten und Schulen engagiert sind. Die Kindergärten fressen nur 7% des Budgets, konfessionelle Schulen werden bis zu 90% vom Staat finanziert gegenüber 70% bei Privatschulen. Krankenhäuser werden fast vollständig unabhängig von kirchlichen Geldern betrieben.Wir wären also schnell alle Finanzprobleme los, wenn wir den Willen hätten umzuverteilen.Im Vereinigten Königreich wird die Entwicklung innovativer Sparprodukte vom Staat finanziert, wo Migranten ihr Geld in die Bildung ihrer Kinder investieren können, was eine Möglichkeit wäre, zusätzlich privates Kapital zu mobilisieren für die Bildungsoffensive. Da kann man auch mehr Geld mobilisieren als 750 Mio.Allein der politische Wille fehlt eben. Erinnern Sie sich am Integrationsgipfel. Die größte Migrantengruppe wurde nicht eingeladen, die russichsprachige Einwanderer und Aussiedler stellt die grösste Gruppe in Deutschland. Vor allem verfügt sie über das Wahlrecht !Das Problem ist also nicht in erster Linie bei den Migranten zu suchen.Warum werden die Frauen aus der Mittelschicht bei der Elternzulage bevorzugt ?Stellen Sie sich vor, wir können mit massiven Infrastrukturinvestitionen in Kindergärten und Ganztagsschulen gerade einmal 1 Mio. zusätzlicher weiblicher Arbeitskräfte mobilisieren.Wenn dieses weibliches Arbeitskräftepotential dann vorwiegend in Teilzeit arbeitet, dann laufen wir in die Falle in die die Niederlande gelaufen ist.Wir schenken der Arbeitgeberseite zwei Teilzeitkräfte statt einer Vollzeitstelle. Das Ergebnis ist, dass zwei Teilzeitkräfte mehr Leistung bringen als eine Vollzeitstelle, dadurch werden personalintensive Wirtschaftsbereiche subventioniert. Investitionen in Hochlohnbereiche werden uninteressanter. Die Lohnentwicklung zeigt trotz Wirtschaftwachstum nach unten.Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie in Talkshows dafür agitiert wurde von der Arbeitgeberseite.Die Gründe dafür sind eben keine rein rationalen Erwägungen, sondern dass man die Anspruchsgruppen bauchpinseln will.mit freundlichen GrüßenHerr ZhaoVernunft ist das Gift des Lebens für die Konservativen. Für den gesunden Menschenverstand ist es ein Pestizid gegen Gesinnungstaten.

    Ich kann Sie verstehen, weswegen Sie maulen, warum Erfolgsmodelle nicht übernommen werden.Es ist ja nicht so, dass es uns an Potential und an Geld fehlt, sondern es fehlt einfach am politischen Willen.Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Für den Nationalen Integrationsplan sind jährlich 750 Mio. vorgesehen. Vergleichen Sie einmal die Summe mit folgenden ZahlenKonfessioneller Religionsunterricht
    in doppelter Ausfertigung (katholisch und evangelisch) an allen Schulen

    2,45 Milliarden Euro

    Ausbildung der
    kirchlichen Theologen an den staatlichen Universitäten

       0,62 Milliarden Euro

    Kirchliche Ersparnis durch staatlichen Einzug der Kirchensteuer

       1,0 Milliarden EuroSie erhalten dann eine Vorstellung davon, was man mit einer solchen Summe anstellen kann.Ich wette mit Ihnen, ich stelle Ihnen locker einen Haushalt auf, der die 750 Mio. Grenze übersteigt, wenn die Politik nur gewillt wäre alle Subventionen an die Kirche, die von migrantischen Mitbürgern gezahlt werden in die Bildung zu stecken.Jeder Bürger zahlt Subventionen an die Kirche allein durch den Steuerverzicht gegenüber kirchlichen Unternehmen und Körperschaften.Sagen Sie nicht, dass die Kirchen stark bei Krankenhäusern, Kindergärten und Schulen engagiert sind. Die Kindergärten fressen nur 7% des Budgets, konfessionelle Schulen werden bis zu 90% vom Staat finanziert gegenüber 70% bei Privatschulen. Krankenhäuser werden fast vollständig unabhängig von kirchlichen Geldern betrieben.Wir wären also schnell alle Finanzprobleme los, wenn wir den Willen hätten umzuverteilen.Im Vereinigten Königreich wird die Entwicklung innovativer Sparprodukte vom Staat finanziert, wo Migranten ihr Geld in die Bildung ihrer Kinder investieren können, was eine Möglichkeit wäre, zusätzlich privates Kapital zu mobilisieren für die Bildungsoffensive. Da kann man auch mehr Geld mobilisieren als 750 Mio.Allein der politische Wille fehlt eben. Erinnern Sie sich am Integrationsgipfel. Die größte Migrantengruppe wurde nicht eingeladen, die russichsprachige Einwanderer und Aussiedler stellt die grösste Gruppe in Deutschland. Vor allem verfügt sie über das Wahlrecht !Das Problem ist also nicht in erster Linie bei den Migranten zu suchen.Warum werden die Frauen aus der Mittelschicht bei der Elternzulage bevorzugt ?Stellen Sie sich vor, wir können mit massiven Infrastrukturinvestitionen in Kindergärten und Ganztagsschulen gerade einmal 1 Mio. zusätzlicher weiblicher Arbeitskräfte mobilisieren.Wenn dieses weibliches Arbeitskräftepotential dann vorwiegend in Teilzeit arbeitet, dann laufen wir in die Falle in die die Niederlande gelaufen ist.Wir schenken der Arbeitgeberseite zwei Teilzeitkräfte statt einer Vollzeitstelle. Das Ergebnis ist, dass zwei Teilzeitkräfte mehr Leistung bringen als eine Vollzeitstelle, dadurch werden personalintensive Wirtschaftsbereiche subventioniert. Investitionen in Hochlohnbereiche werden uninteressanter. Die Lohnentwicklung zeigt trotz Wirtschaftwachstum nach unten.Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie in Talkshows dafür agitiert wurde von der Arbeitgeberseite.Die Gründe dafür sind eben keine rein rationalen Erwägungen, sondern dass man die Anspruchsgruppen bauchpinseln will.mit freundlichen GrüßenHerr ZhaoVernunft ist das Gift des Lebens für die Konservativen. Für den gesunden Menschenverstand ist es ein Pestizid gegen Gesinnungstaten.

    • loup
    • 21.08.2008 um 17:16 Uhr

    Welche Konkordanz!
     
    Man hört in den Nachrichten, dass die Bertelsmannstiftung mal wieder einen Preis "gestiftet" hat (wie uneigennützig!), schlägt die ZEIT auf und darf einen langen Zeitartikel über den Preisträger lesen - wenn man denn will. Zufälle gibt's!
     
    Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
     

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    Es wäre nicht schlecht, wenn Bertelsmann lieber Steuern zahlen würde, anstatt sein Geld auf  Stiftungen zu übertragen, mit denen dann Preise im Ausland vergeben werden (vorzugsweise an Schulen, an denen es keine LehrerInnen mit Kopftuch gibt...).Die Bertelsmann-Stifftung sabotiert über das CHE ganz gezielt unsere Hochschulbildung._________________________________________________________________

    Bürger, sei wachsam!

    Es wäre nicht schlecht, wenn Bertelsmann lieber Steuern zahlen würde, anstatt sein Geld auf  Stiftungen zu übertragen, mit denen dann Preise im Ausland vergeben werden (vorzugsweise an Schulen, an denen es keine LehrerInnen mit Kopftuch gibt...).Die Bertelsmann-Stifftung sabotiert über das CHE ganz gezielt unsere Hochschulbildung._________________________________________________________________

    Bürger, sei wachsam!

  4. 8. Kanada

    hat 32.976.026 Einwohner und Sie schreiben , ""aber nur halb so viele moslemische Einwohner wie die Bundesrepublik Deutschland hat.""
    Ist schwer zu Verstehen , Kanada hat auch weniger als die Hälfte an Einwohnern als in Deutschland.
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    Anteil von Muslimen an der Gesamtbevölkerung in Kanada: 1,7 % Anteil in Deuschland: 3,9 % Wenn man Kritik übt, sollte man sich vorher auch informieren, sonst steht man ziemlich dumm da...Ansonsten will ich das aber auch nicht an den Muslimen fest machen, im Gegenteil, ich fand ich den Artikel sehr aufschlussreich, und ich glaube das ist der Weg den wir auch in Deutschland gehen müssen. Einwanderer haben ein Recht auf Chancengleichheit, und die ist in Deutschland überhaupt nicht gegeben, allerdings auch für die deutsche "Unterschicht" nicht! Ein Kommentar hier hat von einem Teufelkreislauf gesprochen, diesen muss man durchbrechen, man muss sich intensiver um die genannten "bildungsfernen" Schichten kümmern, ihnen klarmachen, daß Bildung der Schlüssel zum Erfolg ist. Deshalb halte ich das im Artikel vorgestellte Modell für sehr geeignet, warum sollte das nicht auch hier klappen?! --------------------------------------------------------------------
    "Die Bürokratie wurde geschaffen, um die Bedürfnisse der Bürokratie zu stillen."

    Anteil von Muslimen an der Gesamtbevölkerung in Kanada: 1,7 % Anteil in Deuschland: 3,9 % Wenn man Kritik übt, sollte man sich vorher auch informieren, sonst steht man ziemlich dumm da...Ansonsten will ich das aber auch nicht an den Muslimen fest machen, im Gegenteil, ich fand ich den Artikel sehr aufschlussreich, und ich glaube das ist der Weg den wir auch in Deutschland gehen müssen. Einwanderer haben ein Recht auf Chancengleichheit, und die ist in Deutschland überhaupt nicht gegeben, allerdings auch für die deutsche "Unterschicht" nicht! Ein Kommentar hier hat von einem Teufelkreislauf gesprochen, diesen muss man durchbrechen, man muss sich intensiver um die genannten "bildungsfernen" Schichten kümmern, ihnen klarmachen, daß Bildung der Schlüssel zum Erfolg ist. Deshalb halte ich das im Artikel vorgestellte Modell für sehr geeignet, warum sollte das nicht auch hier klappen?! --------------------------------------------------------------------
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  • Quelle DIE ZEIT, 21.08.2008 Nr. 35
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  • Schlagworte Schule | Integration | Bildung | Bildungspolitik
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