Golf-Emirate Wissen statt ÖlSeite 3/3
Studieren wie in Amerika, leben wie in Arabien – gerade nach dem 11. September ist das für viele Studenten aus der Region die bessere Alternative. Vor allem für Frauen, denn viele Familien aus muslimischen Ländern schicken ihre Töchter nur ungern ohne Begleitung ins Ausland. Diese profitieren am meisten von solchen Bildungsinitiativen. Die treibende Kraft der Bildungsoffensive ist die Qatar Foundation, eine Stiftung, initiiert von einer Frau: Scheicha Mouza, der Lieblingsgattin des Emirs.
Den Universitätsgebäuden sieht man an, dass Geld nicht die geringste Rolle spielt. Sie würden deutschen, von maroden Massen-Unis gebeutelten Studenten Tränen in die Augen treiben. Die Hörsäle sind mit Holz ausgekleidet, die Stühle haben Armlehnen, die Tische Mikrofone, Televorlesungen aus den USA sind live möglich, in den Fluren gibt es Arbeitsplätze mit neuesten Rechnern für die Studenten, zum Campus gehört ein Wissenschaftspark, in dem internationale Unternehmen wie Shell Entwicklungsarbeit betreiben und Absolventen beschäftigen. Selbst ein Golfplatz ist nebenan. Die Studiengebühren sind dieselben wie in den USA, an der Texas A&M etwa 15.000 Dollar im Jahr. Für einheimische Studenten übernimmt sie der Staat.
Nur ein Studentenleben, wie man es aus dem Westen kennt, gibt es hier nicht, die meisten wohnen bei ihren Eltern, kommen morgens an die Uni und gehen abends nach Hause. An den Wochenenden treffen sie sich mit Freunden und der Familie, machen Ausflüge. »Die Art und Weise, wie wir hier Spaß haben, ist eben anders als in den USA«, sagt eine Studentin. Sie macht nicht den Eindruck, als würde sie etwas vermissen.
Was man vermissen könnte in Education City, sind – mehr Studenten. Der Wissenspark ist für mehrere Tausend Studierende angelegt, bislang sind es erst 1000. Die Studenten sollen nicht nur aus Qatar selbst kommen, sondern aus der ganzen Region, der ganzen Welt. Eine Drehscheibe des Wissens soll entstehen. Bis dahin ist der Weg noch weit. Und auch wie nachhaltig so ein Bildungsimport sein wird, wird sich erweisen müssen.
Im Mai dieses Jahres wurden die ersten Absolventen von vier Hochschulen, es waren gerade einmal 122, mit großem Pomp gefeiert. Das Royal Philharmonic Orchestra wurde aus London eingeflogen. Eingeladen waren ausländische Staatsoberhäupter, akademische Würdenträger, Journalisten. Die Studenten defilierten in Talaren zwischen zwei Lichttürmen, Emir al-Thani pries sie in seiner Rede als Wegbereiter einer »wissensbasierten Gesellschaft«.
Noor ist eine der Absolventinnen. Sie trägt Jeans, Lippenstift, ein elegantes Kopftuch, sie hat Wirtschaft studiert. Sie hätte auch in den USA an eine Uni gehen können, erzählt sie in makellosem Amerikanisch, wollte aber in Qatar bleiben wegen ihrer Familie. Sie gründet ein Übersetzungsbüro in Doha. Eine Kommilitonin startet ihre Karriere bei einer Bank. Auch sie sagt, sie wolle im Land bleiben. »Wir können die Studenten nicht zwingen, hierzubleiben, aber wir müssen dafür sorgen, dass es für sie die bessere Wahl ist«, sagt Fathy Saoud, Präsident der Qatar Foundation. »Langfristig wollen wir den brain drain in einen brain gain umkehren.«
- Datum 16.09.2009 - 13:33 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 21.08.2008 Nr. 35
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Es geht um die Faradayschen Gesetze, um das dritte Newtonsche Gesetz.
Die Studenten sollen die Formeln entwickeln, das »ist der beste Weg, um
zu verstehen«, erklärt Flügge ihnen. »Sie wollen hier eine Formel
auswendig lernen und sie anwenden, warum es diese Formel gibt,
interessiert sie nicht«, sagt er. Talal macht der andere
Unterrichtsstil Spaß, er ist 20, möchte Geowissenschaften studieren und
am liebsten einmal in Oman sein Geld verdienen.Aha. Ein anderer Unterrichtstil macht Spass. Der Talal.Studieren und nicht wissen wollen, worüber man lernt. Man könnte nämlich dabei entdecken, dass diese Newtonsche Gesetze etc., dem Koran widersprechen, oder unislamisch sind.Das erinnert mich an die saudische Fliegeradepten im Frühjahr 2001, die fliegen lernen wollten, ohne zu wissen, wie man mit dem Flugzeug landet.Nur ein Studentenleben, wie man es aus dem Westen kennt, gibt es hier
nicht, die meisten wohnen bei ihren Eltern, kommen morgens an die Uni
und gehen abends nach Hause. An den Wochenenden treffen sie sich mit
Freunden und der Familie, machen Ausflüge. »Die Art und Weise, wie wir
hier Spaß haben, ist eben anders als in den USA«, sagt eine Studentin.
Sie macht nicht den Eindruck, als würde sie etwas vermissen.Interessant:Auch die Leute in Nordkorea machen den selben Eindruck, ohne dabei etwas zu vermissen haben.Reich zu sein, bedeutet nicht klug zu sein.Ein Beispiel: Um Flieger zu sein, braucht man nicht studieren. Dennoch sind die arabischen Kampfpiloten die schlechtesten in der Welt. Siehe die Bilanz der Luftkämpfe zw. Arabern und Israelis.
Vielleicht hat es eine gewisse Logik, dass nach Armut erst der schnelle Ölreichtum kam und danach der Hunger. Der Hunger nach Wissen, dass man sich in der Armut nicht leisten konnte. Nach dieser alten Armut erst die materielle Sättigung und der nun dann geistige Sättigungswunsch hat sozusagen psycho Logik. Vielleicht kommen Sie rein wissenstechnisch damit so manch einem Westland eine Nasenlänge voraus... vielleicht fehlen aber in der Gleichung auch noch ein paar Dinge, die es zusätzlich braucht. Eventuell gehört eine Form von Freiheit dazu, die ja erst ein kreatives Denken erst ermöglicht... andererseits: die Kreativen sind oft auch mit Petrodollars vorübergehend einkaufbar, wenn man sie dringend braucht.
Jedenfalls sicherlich zunächst ein spannendes Experiment. Die Zukunft wird zeigen, wer sich wo wo und warum dann unter welchen Bedingungen entwickeln wird, was dabei zu kurz kommt oder aber in Ruhe auch gedeihen konnte.
Denn unsere Freiheiten - seien wir ehrlich! - so wert voll sie sind, scheinen sehr viele auch zu überfordern und keineswegs nur kreativitätsfördernd und gesund zu sein, sonst hätten wir in allen Bereichen andere Statistiken.
Lesen heißt durch fremde Hand träumen. (F.Pessoa)
Hört sich wie eine totgeburt an für mich.Universitäten kann man nicht importieren - man kann gebäute irgendwo errichten, man kann dort professoren einstellen und man kann dort studenten hinschicken, damit die irgendeinen stoff lernen - und das wares. Das, was aber Universitäten stützt, bestimmte Bildungs- und Wissensbedürfnisse, dass muß aus der Bevölkerung kommen - und dieser Drang dazu, den kann man nicht kaufen. Eine Uni über islamisches recht und über den Koran läuft dort als auch in wesntlich ärmeren ländern auch ohne geld - einfach ein es dort menschen gibt, die das studieren wollen, für die das wichtig ist. Einfach ein es etwas ist, dass nicht nur von der Bevölkerung akzeptiert wird, sondern einen genuinen Wert als selbstverständnisbestandteil bildet. Aus dieser bevölkerung muss sich einmal die Prrofessoren und die Studenten rekrutieren - ist amn fast nur auf import angewiesen, mag es an dem ort sethen, gehört aber nicht zu den Menschen die dort leben.Man schaue sich einfach Japan einmal an - dieses land hat von sich aus eine hohe industrie und einen weltweit an der spitze stehendes Bildungssystem geschaffen. Wissen und zwar Naturwissenschaftliches Wissen ist dort ein höher gesellschaftlicher Wert - in einem land, in dem aber die letztaussagen über Naturwissenschaftliche Fragestellungen für sehr, sehr viele menschen aus einem Religionsbnuch zu entnehmen sind, werden auch wenige Prozentual bereit sein ihr 'leben' der Naturwissenschaft und der (oft schlecht bezahlten) Forschung zu widmen, dafür aber umso mehr, die wiederum die "Wahrheit" aus dem religionsbuch ermitteln wollen - und dafür auch die geselslchaftliche Anerkennung geniesen. Hat man aber schon prozentual wenige nur, ist die wahrscheinlichkeit gute kräfte für die offenen stellen zu finden geringer aus diesem Pool, und erst recht die Weahrscheinlichkeit für eigenständiges Forschen und Wissensbefriedigung in diesen bereichen, ja , umgekehrt steigt die Gefahr bei manchen Forschungsbereichen, dass die gesellschaftliche Akzeptanz nicht nur völlig fehlt, man also als 'Spinner' abgetan wird, sondern das es sogar zu negativen reaktionen kommt a lá: "Warum behauptest du, dass die erde um die Sonne kreist, allah hat im Koran deutlich gesagt, dass die sonne um die erde kreist. Du bist ein Gotteslästerer!"Man schaue einfach mal da und lese auch, wer das gesagt hat und was der so macht - das ganze stammt vom 12 August 2008 - also ist kein Monat alt: http://www.islaminstitut....Es geht dabei nicht, ob einer klug oder dumm ist, sondern um gesellschaftliche Akzeptanzen und inwieweit durch diese wiederum bestimmtes verhalten wie z. B. Forschung und bestimmte Aussagen, wie z. b. naturwissenschaftliche Aussagen akzeptiert werden.
Die Erkenntnis, dass nicht ein Rohstoff wie Öl langfristig Reichtum sichert, sondern technologischer Vorsprung, ist also auch im kleinsten Ölstaat angekommen - das könnte schlecht sein besonders für Deutschland, wo an Unis eher auf Masse als Klasse gesetzt wird.Andererseits ist Deutschland trotzdem im Export von Hochtechnologie immer noch recht erfolgreich - besonders in gerade die Ölstaaten, wo es an Geld sicher nicht mangelt, hier besonders zu nennen: Der Iran.Gerade dort ist ganz sicher kein Mangel an Universitäten und Studenten (= Kinder der reichen Oberschicht) mit viel Zeit zum Studieren. Trotzdem kommt aus dem Iran wenig Neues für die Welt.Was also ist der Grund, warum die Hochtechnologie exportierenden Staaten der Welt dazu fähig sind?Jetzt wird es also im Experiment getestet, superteuer, aber das Geld spielt ja keine Rolle:Kann es ein Agrar- und Ölstaat selbst per Universität (Konzentration von Wissen) binnen Kurzem in die Reihe der Hochtechnologiestaaten schaffen?Ich meine: Nein.In Europa ist Hochtechnologie nicht ausgehend von der Lehre, auch nicht von der Forschung, sondern es ist die Dualität Beider, die sich ergänzen:Die Industrie braucht Innovationen und liefert die Basis und die pragmatische Richtung,die Universitäten stellen die Forschung (bzw. ergänzen betriebseigene Forschungseinrichtungen).Rein abstraktes Wissen ist nicht unwichtig, aber ohne pragmatische Zugabe sinnlos.Der in Kommentar #1 angesprochene weitere Punkt ist vielleicht sogar SEHR wichtig:Ist es nur Zufall, dass innovative Technik eher nicht aus Staaten mit traditioneller Kultur kommt, und zwar unabhängig vom Reichtum dieser Staaten?Ist es nicht interessant, mal nach der Genesis von Kreativität und Innovationsfreudigkeit zu fragen?Vielleicht ist die Antwort, dass zur Kreativität auch geförderte und geforderte Individualität gehört, dazu aber braucht es Empathie?In traditionellen Gesellschaften ist ja eher Identität Ziel der Erziehung, ohne Empathie.Kreativität ist ja immer auch etwas Rebellion gegen das Althergebrachte,und ob die per Staatsbeschluss isoliert auf neu gegründeten Universitäten entstehen kann,das wird dieses Experiment zeigen.Aber die Ölstaaten sind ja durchaus für Überraschungen gut:Dass Irgendwer viel Geld bezahlt, um in einer der heißesten und trockensten Gegenden der Welt eine trostlose aufgehäufte Sandinsel zu kaufen, hätte ja auch nur Jemand geglaubt, der gehörige Dummheit mit einkalkuliert.Dubai zeigt ja gerade, dass es durchaus geht - es gibt Käufer für so etwas.
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Wissen gedeiht nur in Freiheit, Kreativität wächst gar nicht erst ohne Freiheit. Wer es nicht schafft, die vordemokratische Barbarenherrschaft zu überwinden, ist zur Dummheit verdammt.Dennoch: bildung hierzulande sollte 1-2 Prozent mehr vom BSP haben. Der Fortschritt wird mit jedem weiteren Schritt teuerer.Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
Ludwig Wittgenstein[Anm.: Bitte seien Sie vorsichtig, dass Ihre Kommentare nicht als pauschalisierte Beleidigung aufgefasst wird. Danke. /Die Redaktion pt.]
Wer diese Bildungsoffensive als Fortsetzung des Ölbooms mit anderen Mitteln versteht, kann sich auf Überraschungen gefasst machen. In Arabien hat die Einsicht, die in Deutschland schon so lange "platt"beredet wird, Visionäre gefunden, die wissen, wie man Einsichten zu Projekten werden lässt und sich nicht damit zufrieden geben, schöne Reden zu halten.Während im bildungsdeutschen Schrebergarten nach wie vor um Rabattengrenzen gestritten wird, entsteht in Arabien ein Park, der so großzügig angelegt ist, dass er in alle Richtungen wachsen kann.Hier werden die Vorraussetzungen für eine weitgehende Neuverteilung in der Welt geschaffen, wo die Europäer wohl erst an das Säen denken, wenn bei den Tatkräftigen schon die erste Ernte eingefahren wird.Die Machtverhältnisse werden in den kommenden Zeiten nicht mehr so von Waffen, Verbündeten und Geld bestimmt, wie diejenigen, die noch davon profitieren, es gewohnt sind.
Golf Staaten sind Marionetten von den Vereinigten Staaten.
Erst wenn diese Diktaturen kein Öl mehr haben , werden diese Staaten die Unabhängigkeit von der USA bekommen.
Und die Diktatoren werden zusammen mit den Vater der Diktatoren (Georg W. Bush) und Konsorten , in den Mülleimer der Geschichtsschreiber Landen.
Ich hoffe in Kürze.
meine ich die Tage gelesen zu haben, dass Sie in einem kurzen Resumée die permanente Polarisierung und vorurteilsbeladene Diskussionsweise hier im Forum kritisiert haben - leider sind Sie auch nicht frei davon. Sicher - der Reichtum der Emirate beruht primär auf Petrodollars - sicher - die Städte - insbesondere Dubai - sind amerikanische Städte, was Ihre Rasterung etc. betrifft -gerade Deira, der alte Teil Dubais - ist der US-Autostadt in der Wüste Nevadas nachempfunden - ein Vegas am Golf sozusagen - mit allen ökonomischen und ökologischen - und nutzungsspezifischen Schwächen.Sie reden von Diktatoren am Golf - es handelt sich durchaus um autokratische Regime und ich habe mich mit den zumeist indischen oder pakistanischen Taxifahrern dort ein ums andere Mal über die Araber und deren Englisch u.ä. lustig gemacht - und die Taxifahrer konnten mir auch viel von den letzten Streiks auf den Megabaustellen berichten - und doch - - ohne die Doha-Talks hätte es keinen Boden für die derzeitige Vermittlerrolle der Türkei in Nahost gegeben- einige Weise unter den Scheichs dort sehen eben weiter als engstirnige Kulturkämpfer im "Westen" - und ziehen da eben Projekte hoch, die vordergründig für das "westliche" Empfinden befremdlich sind - aber durchaus zukunftsträchtige, integrativ agierende Konzepte darstellen - @benemaria trifft es sehr wohl mit seinem Kommentar - und in üblich arroganter Manier sehen die westlichen Kulturkämpfer darauf hinab - dachte eigentlich nicht, dass Sie zu dieser Klientel hier gehören.- Integrative Konzepte kennzeichnen sowohl die Presse als auch viele andere Firmen- / Dienstleitungskonzepte. Dubais Fluggesellschaft Emirates bieten exzellenten Service - die Crews sind immer so besetzt, dass alle Erdteile mit Muttersprachlern - neben Englisch und Arabisch eine afrikanische Sprache, eine osteuropäische Sprache, eine(n) Chinese(n) vertreten sind. Die Scheichs sehen den einzigen Weg ganz richtig in Bildung und Bauen - für eine Zukunft jenseits von Waffen und Öl. Dass dies nicht von heute auf morgen die feudalen Strukturen beseitigen kann - das liegt auf der Hand.Und - dass darin ein gewaltiger Unterschied zu den US unter Bush besteht ja wohl auch. Der Kölner Dom und die Ayasofia sind ja auch nicht in einer Nacht gebaut worden.
meine ich die Tage gelesen zu haben, dass Sie in einem kurzen Resumée die permanente Polarisierung und vorurteilsbeladene Diskussionsweise hier im Forum kritisiert haben - leider sind Sie auch nicht frei davon. Sicher - der Reichtum der Emirate beruht primär auf Petrodollars - sicher - die Städte - insbesondere Dubai - sind amerikanische Städte, was Ihre Rasterung etc. betrifft -gerade Deira, der alte Teil Dubais - ist der US-Autostadt in der Wüste Nevadas nachempfunden - ein Vegas am Golf sozusagen - mit allen ökonomischen und ökologischen - und nutzungsspezifischen Schwächen.Sie reden von Diktatoren am Golf - es handelt sich durchaus um autokratische Regime und ich habe mich mit den zumeist indischen oder pakistanischen Taxifahrern dort ein ums andere Mal über die Araber und deren Englisch u.ä. lustig gemacht - und die Taxifahrer konnten mir auch viel von den letzten Streiks auf den Megabaustellen berichten - und doch - - ohne die Doha-Talks hätte es keinen Boden für die derzeitige Vermittlerrolle der Türkei in Nahost gegeben- einige Weise unter den Scheichs dort sehen eben weiter als engstirnige Kulturkämpfer im "Westen" - und ziehen da eben Projekte hoch, die vordergründig für das "westliche" Empfinden befremdlich sind - aber durchaus zukunftsträchtige, integrativ agierende Konzepte darstellen - @benemaria trifft es sehr wohl mit seinem Kommentar - und in üblich arroganter Manier sehen die westlichen Kulturkämpfer darauf hinab - dachte eigentlich nicht, dass Sie zu dieser Klientel hier gehören.- Integrative Konzepte kennzeichnen sowohl die Presse als auch viele andere Firmen- / Dienstleitungskonzepte. Dubais Fluggesellschaft Emirates bieten exzellenten Service - die Crews sind immer so besetzt, dass alle Erdteile mit Muttersprachlern - neben Englisch und Arabisch eine afrikanische Sprache, eine osteuropäische Sprache, eine(n) Chinese(n) vertreten sind. Die Scheichs sehen den einzigen Weg ganz richtig in Bildung und Bauen - für eine Zukunft jenseits von Waffen und Öl. Dass dies nicht von heute auf morgen die feudalen Strukturen beseitigen kann - das liegt auf der Hand.Und - dass darin ein gewaltiger Unterschied zu den US unter Bush besteht ja wohl auch. Der Kölner Dom und die Ayasofia sind ja auch nicht in einer Nacht gebaut worden.
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