Energiepreise Wehrt Euch!

Erdgas bleibt teuer, deshalb muss der Staat den Bürgern helfen

Pünktlich vor Beginn der Heizsaison langen Deutschlands Gasversorger kräftig zu. Bis zu 31 Prozent mehr wollen sie für den flüchtigen Energieträger haben, teilweise schon von nächster Woche an. Dass die Kunden genervt sind, überrascht nicht. Zuweilen ist ihre Wut sogar begründet. Längst aber nicht in jedem Fall.

Denn tatsächlich ist das überwiegend importierte Erdgas ja teurer geworden. Gut 40 Prozent mehr als vor einem Jahr mussten die Importeure laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zuletzt bezahlen. Wo also ist das Problem? Es besteht darin, dass die Kosten des Gasbezugs nur rund die Hälfte des Endverbraucherpreises ausmachen. Der Rest sind Netzentgelte sowie Steuern und Abgaben. 40 Prozent teurere Bezugskosten können deshalb nur 20 Prozent höhere Verbraucherpreise rechtfertigen. Versorger, die ihre Preise stärker anheben, setzen sich dem Verdacht aus, ihre Kundschaft abzuzocken.

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Betroffene Verbraucher sind gut beraten, die höheren Preise nur unter Vorbehalt zu zahlen oder ihren Lieferanten zu wechseln. Das Letztere ist allerdings leichter gesagt als getan. Denn die Politik hat es bisher versäumt, in der Gaswirtschaft für richtigen Wettbewerb zu sorgen. Deshalb ermittelt schon seit Monaten das Bundeskartellamt, deshalb hat jetzt die Bundesnetzagentur ein Missbrauchsverfahren gegen fünf Gasnetzbetreiber eingeleitet. Doch selbst wenn es den Behörden gelingen sollte, die regionalen Gasmonopolisten in ihre Schranken zu weisen, sollte niemand auf dauerhaft niedrigere Gaspreise hoffen.

Energie wird aller Wahrscheinlichkeit nach noch teurer. So teuer, dass es armen Menschen wehtut. Populisten rufen deshalb jetzt nach »Sozialtarifen«. Zu Unrecht. Denn der richtige Weg kann nur lauten: Alle Bürger, ob reich oder arm, sollen sich gegen überhöhte Tarife wehren. Und außerdem Energie sparen. Bei beidem kann – und muss – der Staat helfen: mit Rat und mit finanziellen Anreizen.

 
Leser-Kommentare
  1. "..dass die Kosten des Gasbezugs nur rund die Hälfte des Endverbraucherpreises ausmachen. Der Rest sind Netzentgelte sowie Steuern und Abgaben. 40 Prozent teurere Bezugskosten können deshalb nur 20 Prozent höhere Verbraucherpreise rechtfertigen...."
    Nachdem die Steuern prozentual auf den Gaspreis aufgeschlagen werden, kann die obige Aussage so nicht ganz stimmen. Wenn man 40% höhere Bezugskosten hat steigt der Endpreis dadurch natürlich überproportional an. Sie können es allein mit den 19% MwSt. mal durchrechnen, denn die MwSt. wird erst nach Bezugskosten+Netzentgelten+Steuern auf Gas hinzugerechnet. Die MwSt. ist ja nicht die einzige Steuer die der Staat auf den Gaspreis aufschlägt. Durch die MwSt. versteuert Vater Staat dann die vorher aufgeschlagenen Steuern dann schön nochmal. ;-). Aus diesem Grund schiebt der Staat dann zwar bei Preiserhöhungen schön die Schuld auf die Gaskonzerne, hält aber gleichzeitig auch sehr bereitwillig die Hand auf. He Angies A8 muss ja auch einer finanzieren ;-)

  2. ...durch sparen? Klar, Realeinkommen sinkt, Energiepreise steigen logisch wird gespart. Gewehrt ist das nicht! Ach so, umsteigen auf billigere Energiequellen. Also erst mal investieren und umrüsten und dann zusehen wie sich die Investition nicht rechnet weil dann die Preise für die alternative Energie wieder steigen und natürlich war der Staat wieder kräftig mit dabei, bei der Investition und bei der Energie. Diesel war da doch ein nettes Beispiel. Gut dachte man sich seiner Zeit, Die KFZ-Steuer ist zwar höher aber das billigere Diesel wirds schon richten. Mit Russpartikelfilter und Common-Rail-Geflüster ist die Kiste ja auch halbwegs umweltverträglich. So, investiert, Steuern bezahlt und jipie, der Diesel kostet nun soviel wie Superbenzin und Normalbenzin verschwindet vom Markt!Womit wehre ich mich jetzt? Hybrid? Leider als Kleinwagen nicht zu haben. Autogas?Der Gaspreis wird sich dann dem Benzinpreis schon anpassen wenn erst genügend Autos umgerüstet sind. Bei den Heizkosten hat nur der Eigenheimbesitzer die Möglichkeit umzurüsten und dem geht es im Grunde so wie den Autofahrern. Die Nachfrage regelt ja bekanntlich den Preis. Gibt es erst einmal genügend Heizungen mit Holzpellets steigt halt da der Preis.Wehrt Euch - ja wie denn? An der Wahlurne vielleicht? Die Entscheidung fällt da dann doch nur für die Lobby von Gasprom, Shell oder EON - eine tolle Auswahl! Wehrt Euch! Durch Konsumverzicht? Ja wahrscheinlich, nur nennt man das nicht wehren sondern frieren und das in vielen Fällen nicht freiwillig!florian

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    Stimmt, nicht jeder hat das nötige
    Geld. Trotzdem habe ich mich über ihren völlig
    pessimistischen Ansatz geärgert. Wenn unsere Eltern 1945 so an
    die Sache rangegangen wären, dann würden wir heute noch in
    den Trümmern hocken. Also, der Versuch eines Gegenentwurfs.
    Zunächst: Sparen geht. Teilweise auch ohne Geld auszugeben. Ich
    fahre Ihnen ein Auto, das mit 7 Litern in der Liste steht, mit 5
    Litern auf 100 km. Dafür brauche ich fünf Prozent mehr
    Zeit. Für Strecken unter 5 km nutze ich das Rad. Dafür
    schenke mir das Fitnessstudio. Mein Krankenstand: Knapp über
    Null. Sparen hat manchmal etwas mit Lebensqualität zu tun. Gut,
    wie bekommt man Räume wärmer ohne viel Geld auszugeben?
    Selber dämmen im Keller und zwischen den Dachsparren. Zellulose
    in alle geeigneten Hohlräume einblasen lassen, z.B. zwischen
    eine unzureichende Dachdämmung und die Ziegel. Einen Raum in der
    Wohnung vor der Kälte schützen mit guter Innnendämmung
    und ausreichendem Wärmeschutz zu den Nachbarräumen. Dass
    man es Abends auf 20 statt auf 80 m² angenehm warm hat.
    In zwei Wochen treffe ich mich mit ein
    paar Energieberatern im Energie- und Umweltzentrum am Deister, u.a.,
    um solche Ideen zu sammeln.Provokanter Arbeitstitel: Energie
    sparen für Arme Vielleicht fällt uns noch was besseres
    ein.Stefan StarkeFriedrichshafen

    Stimmt, nicht jeder hat das nötige
    Geld. Trotzdem habe ich mich über ihren völlig
    pessimistischen Ansatz geärgert. Wenn unsere Eltern 1945 so an
    die Sache rangegangen wären, dann würden wir heute noch in
    den Trümmern hocken. Also, der Versuch eines Gegenentwurfs.
    Zunächst: Sparen geht. Teilweise auch ohne Geld auszugeben. Ich
    fahre Ihnen ein Auto, das mit 7 Litern in der Liste steht, mit 5
    Litern auf 100 km. Dafür brauche ich fünf Prozent mehr
    Zeit. Für Strecken unter 5 km nutze ich das Rad. Dafür
    schenke mir das Fitnessstudio. Mein Krankenstand: Knapp über
    Null. Sparen hat manchmal etwas mit Lebensqualität zu tun. Gut,
    wie bekommt man Räume wärmer ohne viel Geld auszugeben?
    Selber dämmen im Keller und zwischen den Dachsparren. Zellulose
    in alle geeigneten Hohlräume einblasen lassen, z.B. zwischen
    eine unzureichende Dachdämmung und die Ziegel. Einen Raum in der
    Wohnung vor der Kälte schützen mit guter Innnendämmung
    und ausreichendem Wärmeschutz zu den Nachbarräumen. Dass
    man es Abends auf 20 statt auf 80 m² angenehm warm hat.
    In zwei Wochen treffe ich mich mit ein
    paar Energieberatern im Energie- und Umweltzentrum am Deister, u.a.,
    um solche Ideen zu sammeln.Provokanter Arbeitstitel: Energie
    sparen für Arme Vielleicht fällt uns noch was besseres
    ein.Stefan StarkeFriedrichshafen

    • WIHE
    • 01.09.2008 um 12:46 Uhr

    Ich setze meine ganze Hoffnung auf die Klimaerwärmung. Dann benötige ich im Winter weniger Gas und kann billiger heizen. Im Sommer sind dann auch die Ost- und Nordsee warm genug ich benötige keinen Flieger mehr nach Mallorca. Nur, unsere Politiker gönnen mir solche Kosteneinsparungen nicht. Schade.  Sie  ziehen mir auch noch das Geld dafür aus der Tasche, dass es im Winter kalt und der Gasverbrauch hoch bleibt.
     
     
     
     

  3. Das kann ja nur ein Irrtum sein ...
    Natürlich soll das nicht das einzige Maßnahme bleiben -
    in Italien z.B. hat es bereits eine sogenannte "Robin Hood Steuer" : Energieunternehmen werden bei solcherart Einnahmen, ohne Aufwand erzielt, besonders besteuert und sozial Schwache werden entlastet. Da mag man, ganz im Gegenteil, ausrufen : richtig so !

  4. Stimmt, nicht jeder hat das nötige
    Geld. Trotzdem habe ich mich über ihren völlig
    pessimistischen Ansatz geärgert. Wenn unsere Eltern 1945 so an
    die Sache rangegangen wären, dann würden wir heute noch in
    den Trümmern hocken. Also, der Versuch eines Gegenentwurfs.
    Zunächst: Sparen geht. Teilweise auch ohne Geld auszugeben. Ich
    fahre Ihnen ein Auto, das mit 7 Litern in der Liste steht, mit 5
    Litern auf 100 km. Dafür brauche ich fünf Prozent mehr
    Zeit. Für Strecken unter 5 km nutze ich das Rad. Dafür
    schenke mir das Fitnessstudio. Mein Krankenstand: Knapp über
    Null. Sparen hat manchmal etwas mit Lebensqualität zu tun. Gut,
    wie bekommt man Räume wärmer ohne viel Geld auszugeben?
    Selber dämmen im Keller und zwischen den Dachsparren. Zellulose
    in alle geeigneten Hohlräume einblasen lassen, z.B. zwischen
    eine unzureichende Dachdämmung und die Ziegel. Einen Raum in der
    Wohnung vor der Kälte schützen mit guter Innnendämmung
    und ausreichendem Wärmeschutz zu den Nachbarräumen. Dass
    man es Abends auf 20 statt auf 80 m² angenehm warm hat.
    In zwei Wochen treffe ich mich mit ein
    paar Energieberatern im Energie- und Umweltzentrum am Deister, u.a.,
    um solche Ideen zu sammeln.Provokanter Arbeitstitel: Energie
    sparen für Arme Vielleicht fällt uns noch was besseres
    ein.Stefan StarkeFriedrichshafen

    Antwort auf "Wehrt Euch?"
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    Hallo Herr Starke,erstmal "nix-für-ungut" ich hatte nicht vor Sie mit meinem Pessimismus zu ärgern. Vielmehr habe ich meinem Ärger Luft gemacht und ein bisserl überzeichnet.Auch ich halte nichts vom Hände in den Schoss legen, mal abwarten und in der Zwischenzeit am Stammtisch große Reden schwingen.Selbstverständlich kann man auch mit etwas Hirn und wenig Geld sparen und das kann sogar Spaß machen.Was ich meinte ist das was man so vornehm als Präkitariat umschreibt, man kann auch sagen arme Hunde. Bezogen auf die Ärmeren in unserer Gesellschaft hinkt dann der Vergleich mit der Nachkriegszeit. So schlimm diese Zeit auch gewesen sein mag, so war sie doch in Verhältnis zu heute in mancher Hinsicht einfacher. Wenn ich mir so anschaue was meine Großeltern so zusammengebaut haben, das wäre heute weder genemigbar noch mit den Mitteln bezahlbar die meinen Großeltern zur Verfügung standen. Das Einkommen, das unsere Großeltern erwirtschaftet haben war längst nicht so steuer- und abgabenbelastet wie unseres. Die Welt war verständlich und die Wünsche waren nicht gemacht sondern orientierten sich an den Grundbedürfnissen und an eigenen Vorstellungen. Ich versuche um Gottes Willen kein Heileweltbild zu zeichnen, ich versuche nur zu sagen unsere Großeltern wussten was sie taten. Bei uns bin ich mir da nicht mehr so sicher.Trotzdem es bleibt dabei, jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung ist ein wichtiger Schritt und wenn man nur die Fensterritzen mit Schaumgummistreifen abdichtet. Leider werden auch diesen Winter wieder ein paar arme Hunde erfrieren weil sie nicht in der Lage waren ( zu alt, zu ungebildet, zu gebrechlich, zu vernachlässigt, zu stolz, zu was auch immer...) sich die Hilfe vom Staat zu beschaffen die sie gerettet hätte. (Auch so ein Anakronismus unserer Zeit, eigentlich sind wir alle der Staat, wir tun aber alle so als sei der Staat eine ferne Obrigkeit!)Die Grundprobleme unserer Gesellschaft sind allgemein bekannt:Preise für Energie, Lebensmittel... entstehen nicht am Markt, sondern werden je nach Wirtschaftsmacht bzw. Regierungsgutdünken zum Besten von Aktienkursen hochgeschraubt oder heruntersubventioniert.Geld ist vom Tauschmittel zur Ware verkommen.Wirtschaftliche Entscheidungen von an Börsen gehandelten Unternehmen werden ausschließlich unter dem Gesichtspunkt Aktienkurs getroffen.Regierungen stöpseln sich von Wahlkrampf zu Wahlkrampf. (Willkürliches Ende der Auflistung, sonst sässe ich übermorgen noch da)Ich finde da darf ein bisschen Pessimismus schon sein vor allen Dingen wenn unsere Misswirtschaft auch noch auf dem Rücken von zur Zeit einer Milliarde Kindern ausgetragen wird die noch vor ihrem zwölften Geburtstag verhungert sein werden.Also, wehrt Euch???Mit freundlichem GrußFlorian EchtlerGarmisch-Partenkirchen

    Hallo Herr Starke,erstmal "nix-für-ungut" ich hatte nicht vor Sie mit meinem Pessimismus zu ärgern. Vielmehr habe ich meinem Ärger Luft gemacht und ein bisserl überzeichnet.Auch ich halte nichts vom Hände in den Schoss legen, mal abwarten und in der Zwischenzeit am Stammtisch große Reden schwingen.Selbstverständlich kann man auch mit etwas Hirn und wenig Geld sparen und das kann sogar Spaß machen.Was ich meinte ist das was man so vornehm als Präkitariat umschreibt, man kann auch sagen arme Hunde. Bezogen auf die Ärmeren in unserer Gesellschaft hinkt dann der Vergleich mit der Nachkriegszeit. So schlimm diese Zeit auch gewesen sein mag, so war sie doch in Verhältnis zu heute in mancher Hinsicht einfacher. Wenn ich mir so anschaue was meine Großeltern so zusammengebaut haben, das wäre heute weder genemigbar noch mit den Mitteln bezahlbar die meinen Großeltern zur Verfügung standen. Das Einkommen, das unsere Großeltern erwirtschaftet haben war längst nicht so steuer- und abgabenbelastet wie unseres. Die Welt war verständlich und die Wünsche waren nicht gemacht sondern orientierten sich an den Grundbedürfnissen und an eigenen Vorstellungen. Ich versuche um Gottes Willen kein Heileweltbild zu zeichnen, ich versuche nur zu sagen unsere Großeltern wussten was sie taten. Bei uns bin ich mir da nicht mehr so sicher.Trotzdem es bleibt dabei, jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung ist ein wichtiger Schritt und wenn man nur die Fensterritzen mit Schaumgummistreifen abdichtet. Leider werden auch diesen Winter wieder ein paar arme Hunde erfrieren weil sie nicht in der Lage waren ( zu alt, zu ungebildet, zu gebrechlich, zu vernachlässigt, zu stolz, zu was auch immer...) sich die Hilfe vom Staat zu beschaffen die sie gerettet hätte. (Auch so ein Anakronismus unserer Zeit, eigentlich sind wir alle der Staat, wir tun aber alle so als sei der Staat eine ferne Obrigkeit!)Die Grundprobleme unserer Gesellschaft sind allgemein bekannt:Preise für Energie, Lebensmittel... entstehen nicht am Markt, sondern werden je nach Wirtschaftsmacht bzw. Regierungsgutdünken zum Besten von Aktienkursen hochgeschraubt oder heruntersubventioniert.Geld ist vom Tauschmittel zur Ware verkommen.Wirtschaftliche Entscheidungen von an Börsen gehandelten Unternehmen werden ausschließlich unter dem Gesichtspunkt Aktienkurs getroffen.Regierungen stöpseln sich von Wahlkrampf zu Wahlkrampf. (Willkürliches Ende der Auflistung, sonst sässe ich übermorgen noch da)Ich finde da darf ein bisschen Pessimismus schon sein vor allen Dingen wenn unsere Misswirtschaft auch noch auf dem Rücken von zur Zeit einer Milliarde Kindern ausgetragen wird die noch vor ihrem zwölften Geburtstag verhungert sein werden.Also, wehrt Euch???Mit freundlichem GrußFlorian EchtlerGarmisch-Partenkirchen

  5. Hallo Herr Starke,erstmal "nix-für-ungut" ich hatte nicht vor Sie mit meinem Pessimismus zu ärgern. Vielmehr habe ich meinem Ärger Luft gemacht und ein bisserl überzeichnet.Auch ich halte nichts vom Hände in den Schoss legen, mal abwarten und in der Zwischenzeit am Stammtisch große Reden schwingen.Selbstverständlich kann man auch mit etwas Hirn und wenig Geld sparen und das kann sogar Spaß machen.Was ich meinte ist das was man so vornehm als Präkitariat umschreibt, man kann auch sagen arme Hunde. Bezogen auf die Ärmeren in unserer Gesellschaft hinkt dann der Vergleich mit der Nachkriegszeit. So schlimm diese Zeit auch gewesen sein mag, so war sie doch in Verhältnis zu heute in mancher Hinsicht einfacher. Wenn ich mir so anschaue was meine Großeltern so zusammengebaut haben, das wäre heute weder genemigbar noch mit den Mitteln bezahlbar die meinen Großeltern zur Verfügung standen. Das Einkommen, das unsere Großeltern erwirtschaftet haben war längst nicht so steuer- und abgabenbelastet wie unseres. Die Welt war verständlich und die Wünsche waren nicht gemacht sondern orientierten sich an den Grundbedürfnissen und an eigenen Vorstellungen. Ich versuche um Gottes Willen kein Heileweltbild zu zeichnen, ich versuche nur zu sagen unsere Großeltern wussten was sie taten. Bei uns bin ich mir da nicht mehr so sicher.Trotzdem es bleibt dabei, jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung ist ein wichtiger Schritt und wenn man nur die Fensterritzen mit Schaumgummistreifen abdichtet. Leider werden auch diesen Winter wieder ein paar arme Hunde erfrieren weil sie nicht in der Lage waren ( zu alt, zu ungebildet, zu gebrechlich, zu vernachlässigt, zu stolz, zu was auch immer...) sich die Hilfe vom Staat zu beschaffen die sie gerettet hätte. (Auch so ein Anakronismus unserer Zeit, eigentlich sind wir alle der Staat, wir tun aber alle so als sei der Staat eine ferne Obrigkeit!)Die Grundprobleme unserer Gesellschaft sind allgemein bekannt:Preise für Energie, Lebensmittel... entstehen nicht am Markt, sondern werden je nach Wirtschaftsmacht bzw. Regierungsgutdünken zum Besten von Aktienkursen hochgeschraubt oder heruntersubventioniert.Geld ist vom Tauschmittel zur Ware verkommen.Wirtschaftliche Entscheidungen von an Börsen gehandelten Unternehmen werden ausschließlich unter dem Gesichtspunkt Aktienkurs getroffen.Regierungen stöpseln sich von Wahlkrampf zu Wahlkrampf. (Willkürliches Ende der Auflistung, sonst sässe ich übermorgen noch da)Ich finde da darf ein bisschen Pessimismus schon sein vor allen Dingen wenn unsere Misswirtschaft auch noch auf dem Rücken von zur Zeit einer Milliarde Kindern ausgetragen wird die noch vor ihrem zwölften Geburtstag verhungert sein werden.Also, wehrt Euch???Mit freundlichem GrußFlorian EchtlerGarmisch-Partenkirchen

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