Atommüll Nichts wie weg!Nichts wie weg!
Aber wohin mit dem Atommüll? Das Beispiel Finnland zeigt: Einen Standort für ein Endlager wird nur finden, wer das Vertrauen der Bürger gewinnt
Es ist einfach, Ja zu sagen«, sagt Juha Jaakkola. Weil es Arbeitsplätze bringt und Steuereinnahmen. Weil bisher nichts Schlimmes passiert ist. Weil man den Behörden vertraut und sich hier schon lange an die Atomenergie gewöhnt hat. Deshalb haben drei Viertel seiner Kollegen im Gemeinderat von Eurajoki Ja gesagt, Ja zum Endlager für Atommüll. Jaakkola, der Vorsitzende, hat Nein gesagt.
Finnland hat sich als erstes Land der Welt auf einen Ort für ein Endlager geeinigt, das war im Jahr 2001. Jetzt wird gebaut, noch nicht das Lager, sondern zunächst ein Labor, um das Granitgestein besser zu untersuchen. Wenn es so kommt, wie alle erwarten, dann wird von 2015 an der Stollen weiter in den Fels von Olkiluoto getrieben, bis in 500 Meter Tiefe. Auf der Insel, die zur Gemeinde Eurajoki gehört, stehen bereits zwei Atommeiler. Ein dritter, der modernste der Welt, ist im Bau.
»3116« leuchtet auf der Anzeigetafel am Tunneleingang. Gut drei Kilometer ist der Stollen inzwischen lang. »Injektointi hkp -290« steht darunter. »Wir sind auf fast 300 Meter Tiefe. Dort werden jetzt die Wände mit Beton verstärkt, damit nicht so viel Wasser eindringt«, erklärt Sari Ojala von der Firma Posiva, die für die Entsorgung des Atommülls zuständig ist. Ganz dicht kriegt man den Granit aber nicht. Deshalb soll der Abfall in besonders haltbare Kupferkanister verpackt werden. 2800 davon werden nach heutiger Planung im Fels versenkt, beladen mit 5500 Tonnen Uran, Plutonium und anderen radioaktiven Stoffen, die für Jahrmillionen strahlen.
Gelassen verfolgen die Finnen, wie das Endlager in den Fels gesprengt wird
»Wir hinterlassen das unseren Kindern, es geht um eine sehr lange Zeit«, sagt Jaakkola. Deshalb war er gegen das Endlager. Der Gemeinderatschef erzählt das mit unbewegter Miene. Er trägt eine angegraute Topffrisur, sein Hemd ist ordentlich gebügelt, das beigefarbene Sakko etwas zu groß. Mit seiner Frau Pirjo und den fünf Kindern lebt Jaakkola auf einem Bauernhof außerhalb von Eurajoki. Hier sind die Häuser aus Holz und rot gestrichen, die Weizenfelder leuchten, mittendrin liegen Felsbrocken, abgeladen in der letzten Eiszeit. Der Gemeinderatsvorsitzende ist Bauer, pflanzt Zuckerrüben, Getreide und Raps an. »Ich hatte auch Angst, dass die Leute meine Produkte nicht mehr kaufen, wenn das Endlager hier gebaut wird«, sagt er.
Mehr als 60 Prozent der Einwohner von Eurajoki antworteten bei der letzten Umfrage 1999, sie würden ein Endlager akzeptieren. Wenn man sie heute fragt, sagen viele nicht Ja oder Nein, sondern »weiß nicht«. So wie Mikka Kiuiharja. Er hat seine Musikanlage auf dem Marktplatz aufgebaut; aus den Boxen dringen Volkslieder, gesungen von Jugendlichen aus der Kirchengemeinde. Orjatori hat er seine Firma genannt, Sklavenmarkt. »Ich verleihe die Ausrüstung an alle möglichen Bands, was für Musik die machen, ist mir egal«, erklärt der 22-Jährige. Er trägt Tarnjacke und Pferdeschwanz. Zum Endlager habe er keine Meinung, sagt Mikka. »Ich hoffe einfach, dass es ziemlich sicher ist.« Auch seine Freundin mit den langen Dreadlocks hat keine Meinung dazu. »Wir kennen auch niemanden, der dagegen ist«, sagt Mikka. »Ach doch, einen. Aber der ist weggezogen.«
Gelassen verfolgen die Menschen in Eurajoki, wie das Endlager in den Fels gesprengt wird. Was für ein Gegensatz zu Deutschland: Massive Spannungen in der Bevölkerung haben zum Stillstand bei der Erkundung und dem Bau von Endlagern geführt. Mit dem Atomkonsens wurde 2000 die Untersuchung des Salzstocks Gorleben ausgesetzt. Und der Ausbau von Schacht Konrad zu einem Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle war jahrelang durch einen Rechtsstreit blockiert. Geforscht und geplant wurde auf Sparflamme, doch politisch entschieden wurde nichts – egal, welche Parteien regierten.
Jetzt erwacht die Endlagerdiskussion allmählich aus ihrem Stand-by-Modus. Die obersten Richter haben den Ausbau von Schacht Konrad freigegeben. Klimawandel und steigende Energiepreise machen die Atomkraft attraktiver, verstärkt wird über eine Verlängerung der Reaktorlaufzeiten gestritten. Mehrere Nationen planen neue Kraftwerke, etwa Großbritannien, Frankreich, Italien, die Schweiz und die USA. Damit rückt auch das Müllproblem wieder ins Bewusstsein. Dessen Lösung könnte die Akzeptanz für die Meiler deutlich erhöhen. Fast ein Drittel der deutschen Atomkraftgegner würde seine Meinung ändern, ließe sich der radioaktive Abfall sicher endlagern, ergab eine Eurobarometer-Umfrage im Auftrag der Europäischen Kommission. Die Atomindustrie ist an einer raschen Lösung interessiert, sie hält Gorleben für geeignet. Aber auch wenn es beim Ausstieg bleibt, eines ist gewiss: Für den strahlenden Müll wird eine letzte Ruhestätte gebraucht.
Gleichzeitig lassen Meldungen über Wasserzuflüsse und Einsturzgefahr im Versuchsendlager Asse alte Ängste wieder hochkommen. Das ehemalige Salzbergwerk galt lange als Prototyp für das Endlager Gorleben. Dass dort radioaktive Lauge abgepumpt wurde, ohne die Atomaufsicht zu informieren, hat zusätzlich Vertrauen gekostet. »Die Situation in der Asse ist aber nicht auf Gorleben übertragbar. Dort wurde kein Salz abgebaut, der Salzstock ist nicht ausgehöhlt«, sagt Detlef Appel vom geowissenschaftlichen Büro PanGeo.
Appel ist Mitglied der Entsorgungskommission, die der Bundesumweltminister neu einberufen hat. Sigmar Gabriel will zeigen, dass er das Problem anpackt. Er schlägt aktualisierte Sicherheitsanforderungen an ein Endlager vor, die Ende Oktober auf einem internationalen Symposium in Berlin beraten werden sollen. Allerdings sind ähnliche Vorstöße in der Vergangenheit meist im Sand verlaufen. Auch diesmal dürfte es so kommen, Fortschritte sind vor der Bundestagswahl im nächsten Jahr kaum zu erwarten. Immerhin könnte die Berliner Konferenz wieder eine breite Diskussion anstoßen – auf ihr sollen neben Wissenschaftlern auch Bürger aus möglichen Endlagerstandorten zu Wort kommen. Dass es ohne eine öffentliche Debatte nicht geht, haben mittlerweile alle Beteiligten verstanden.
Schon die geologischen und technischen Herausforderungen bei der Auswahl und dem Bau eines Endlagers sind enorm. Doch Erfolg wird ein neuer Anlauf nur haben, wenn es gelingt, die Akzeptanz der Bevölkerung zu gewinnen. »Man wird sich nicht auf einen Standort festlegen können, ohne vorzuführen, dass die anderen auch nicht besser sind«, sagt Michael Sailer vom Darmstädter Öko-Institut, der Vorsitzende der Entsorgungskommission. Das wird viel Zeit und Geld kosten. Doch ein systematischer Auswahlprozess kann zu einer Lösung führen, wenn die unmittelbar Betroffenen einbezogen werden. Das Beispiel Finnland zeigt es.
Im Flur des Rathauses von Eurajoki hängen ausgeblichene Fotos aller Gemeinderäte seit 1977, Juha Jaakkola fehlt auf keinem Bild. Es sind Momentaufnahmen, aber seine Miene scheint das Ringen um das Endlager widerzuspiegeln. Anfang der achtziger Jahre guckt er offen und freundlich in die Kamera. Da hat der Energiekonzern TVO gerade versichert, in Eurajoki werde kein Endlager gebaut. Ende der Achtziger schaut Jaakkola ernster drein; seine Gemeinde wurde als einer von fünf Orten zur Erkundung ausgewählt. Jaakkola und der Gemeinderat wollen das Endlager verhindern. 1994 jedoch tilgt der Rat den Entschluss, zum ersten Mal hat das Endlager eine Mehrheit. Anspannung und Misstrauen liegen in Jaakkolas Blick.
Ende der neunziger Jahre schaut er wieder ein wenig milder. Der Gemeinderat verhandelte mit der Entsorgungsfirma Posiva, einem Tochterunternehmen der TVO; es ging um Geld. 6,8 Millionen Euro hat das Unternehmen der Gemeinde geliehen, damit die ein neues Altenheim bauen konnte. Die Senioren zogen aus einem alten Herrenhaus aus – und die Posiva-Manager ein. Von der Miete tilgt die Gemeinde ihre Schulden. Direkte Entschädigungszahlungen gebe es nicht, beteuern beide Seiten.
Heute glauben die Bürger den Forschern eher als Greenpeace
Über die Sicherheit des Endlagers sei kaum diskutiert worden, die Lokalpolitiker hätten von Anfang an darauf vertraut, schreibt der Politologe Matti Kojo von der Universität Tampere. Er hat die Verhandlungsprotokolle gesichtet. Die Akzeptanz durch die Bürger habe den Ausschlag gegeben, sagt Posiva. Keiner der anderen Kandidaten sei geologisch besser geeignet als Eurajoki. Das letzte Wort wird die Sicherheitsbehörde Stuk haben. Die hält auch der Endlagergegner Jaakkola für zuverlässig: »Ich denke, das Gestein hier ist nicht das beste in Finnland. Aber ich glaube den Behörden, dass es gut genug ist.« Ihrer nationalen Sicherheitsbehörde vertrauen 41 Prozent der Finnen, ergab die Eurobarometer-Umfrage. Im europäischen Durchschnitt tun das nur 30 Prozent der Bürger. Und 65 Prozent der Finnen halten die unterirdische Lagerung von Atommüll für die beste Lösung – in Deutschland denken nur 47 Prozent der Bürger so.
Das Beispiel Finnland zeigt auch, dass es nicht ausreicht, die Bürger am Standort zu überzeugen. Widerstand regt sich oft nicht dort, sondern im Umkreis. Das Verständnis und Vertrauen der Gesellschaft zu gewinnen ist bei dem technisch komplexen und emotional stark besetzten Thema äußerst schwierig. Dabei tragen die Forscher eine besondere Verantwortung: Ihnen glauben die Menschen in Europa beim Thema Atommüll inzwischen mehr als Umweltorganisationen wie Greenpeace.
»Wir leisten einen Riesenbeitrag zur Akzeptanz, wenn wir vor Ort zeigen, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit sicher ist«, sagt Paul Bossart. Er leitet das Felslabor Mont Terri, 300 Meter tief im Schweizer Jura. Dort untersuchen Geologen, ob und wie sich Atommüll in Tongestein lagern lässt. Beteiligt ist auch die deutsche Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Auch sie will wissen, wie schnell radioaktives Material den Fels durchdringt, wie das Gestein auf Hitze und die bei der Korrosion von Containern entstehenden Gase reagiert. Die BGR soll auch andere Gesteine als Salz auf ihre Eignung für ein Endlager prüfen. Da das zurzeit in Deutschland nicht geht, reisen der Geophysiker Kristof Schuster und seine Kollegen alle paar Monate in die Schweiz.
Dort ist es den Wissenschaftlern in ihrem Felslabor bereits zu eng geworden. »Wir haben noch ungeklärte Fragen«, sagt Bossart. »Über Einzelaspekte wissen wir schon viel. Aber wie wirken Hitze, Gase und Wasser zusammen? Um das beantworten zu können, müssen wir gekoppelte Experimente machen.« Deshalb fressen die stählernen Zähne einer Teilschnittmaschine einen neuen Stollen in den Berg. Nur wenige Meter fehlen noch bis zum Durchbruch zum alten Labor.
Auf der anderen Seite lauschen drei Geophysiker am Gestein. Sie interessieren sich nicht für das Scharren der Maschine , sondern für das leise Knistern des Felsens. »Wir beobachten den Schaden, den das Bohren verursacht«, erklärt Bossart. Dazu haben die Forscher Sensoren ins Gestein gesteckt. Die Sicherheit eines Endlagers hängt nicht nur von der ursprünglichen Beschaffenheit des Felsens ab, sondern auch von den feinen Rissen, die beim Aushöhlen entstehen. Deshalb muss sich die Teilschnittmaschine viel langsamer als beim normalen Tunnelbau vorarbeiten. »Wir arbeiten jetzt seit einem Jahr daran, mit industriellem Tempo hätten wir das in einer Woche geschafft«, sagt der Projektdirektor.
Im alten Stollen tropft nahe des geplanten Durchbruchs Wasser aus dem Fels. »Wir haben hier ein paar wet spots, obwohl Ton eigentlich trocken ist«, sagt Bossart. Wasserflüsse sind in einem Endlager heikel, denn sie können strahlendes Material an die Oberfläche transportieren. Die Wissenschaftler ermitteln deshalb die Wasserdurchlässigkeit des Gesteins und analysieren Leitfähigkeit, pH-Wert und Inhaltsstoffe des Wassers, um herauszufinden, woher es kommt und warum es austritt. »Vielleicht haben die Bauarbeiten den Druck im Berg erhöht, sodass das Wasser aus dem Gestein gepresst wird«, vermutet Bossart.
In Versuchsnische HE klafft ein siebeneinhalb Meter tiefes Loch im Boden. Auch dort haben die Endlagerforscher eine Überraschung erlebt. Ein Jahr lang hatten sie in dem Schacht eine riesige Heizspirale versenkt und bis auf 150 Grad erhitzt. Die Wissenschaftler hatten erwartet, dass sich das Gestein bis in 30 Meter Entfernung um etwa ein Grad erwärmen würde. Doch schon nach acht Metern maßen sie kaum noch einen Temperaturanstieg. »Das hat uns sehr erstaunt«, erzählt Bossart. »Ton leitet die Wärme offenbar schlechter, als wir dachten. Für ein Endlager ist das nicht so günstig.« Es könnte vor allem bedeuten, dass es teurer wird. Denn um das Gestein nicht zu stark zu erhitzen, müssten die Container mit dem heißen Müll in größerem Abstand zueinander deponiert werden. Das kostet Platz und Geld.
Hinter einer Sperrholztür ruht schon seit sechs Jahren ein Atommüllcontainer im Ton. Kristof Schuster von der BGR und seine Schweizer Kollegen untersuchen hier, wie die Behälter eingelagert werden können. Der Testkanister enthält eine Salzlösung, um das Gewicht eines mit Brennstäben gefüllten Behälters zu simulieren. Schuster nimmt eine Plastikdose mit Gesteinsbröseln vom Regal. »Damit haben wir den Hohlraum aufgefüllt«, erklärt er. »Das ist Bentonit. Daraus wird auch Katzenstreu gemacht.« Wenn die Krümel mit Wasser in Berührung kommen, quellen sie auf. So sollen sie die Ruhestätte des Containers stabilisieren und abdichten. Weil es für den Versuch zu lange dauern würde, bis Wasser aus dem Gestein in den Bentonit sickert, haben die Forscher Bewässerungsrohre im Stollen verlegt, außerdem Druck- und Temperatursensoren. Schuster schaut auf einen Monitor. »Seit 2002 hat sich der Behälter um 9,9 Millimeter nach oben bewegt und um 5,6 Millimeter zur Seite.« In fünf Jahren werden die Wissenschaftler ihn wieder ausgraben und das Gestein rundherum untersuchen.
Solche Experimente seien auch für die Meinungsbildung der Bürger wichtig, sagt Projektdirektor Bossart. »Vieles kann man genauso gut oder sogar besser im Labor untersuchen. Aber das glauben einem die Leute nicht. Man muss es vor Ort zeigen.« Wissenschaftliche Erkenntnis und das Vertrauen der Bevölkerung lassen sich eben nicht immer mit ein und demselben Experiment gewinnen. Das weiß auch Kristof Schuster: »Wenn sich Deutschland für eine Lagerung in Tongestein entscheidet, werden wir am geplanten Standort alles noch einmal zeigen müssen. Selbst wenn wir es aus der Forschung hier längst wissen.«
Die Erkundung von Endlagern dauert lange, der Aufbau von Vertrauen noch länger.
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- Datum 02.09.2008 - 14:24 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 28.08.2008 Nr. 36
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So schnell werde ich den Energiekonzernen, deren Tochterunternehmen und deren Wissenschaftlern kein Vertrauen schenken.
Energiekonzerne fühlen sich weder gegenüber ihrer Kunden noch den Zukünfigen Generationen gegenüber verfplichtet. Sie sind nur ihren Aktionären verpflichtet, und die wollen bekanntlich eine hohe Rendite. Eine hohe Rendite lässt sich auf dem Strommarkt leider am besten erzielen, wenn man Atomkraft nutzt aber die Folgekosten, die durch die Endlagerung und den damit verbunden Problemen entstehen dem Staat und den kommenden Generationen aufbrummt.
Es ist einfach zum heulen, wie die gekauften oder geblendeten Kernenergiebefürworter immer mehr an Einfluss gewinnen.
Ich bin gegen hohe Renditen für Energieaktionäre - ich will meinen Enkeln kein plutoniumhaltiges Grundwasser zumuten!
Daß die "andere Seite" derzeit an Einfluß gewinnt, mag als Beobachtung zutrefen. Aber das mit "gekauft", und "geblendet"?Ist die Sicherheit der Energieversorgung nichts? Kann man mit dem Hinweis auf die geldgierigen Aktionäre jede Abwegung beiseitefegen? ..... Ist solche Klassenkampfrethorik zeitgemäß?Nochwas sachliches. Hier im Artikel geht es um die Endlagerung. Und Plutonium ist "eigentlich" ein Wertstoff, da spaltbar. So liest man es zumindest in div. populärwissenschaftlichen Abhandlungen, Schulbüchern, wikipedia, etc. Im "Müll" landet es mit der direkten Endlagerung. Diese ist ja nun für die "Restlaufzeit" die gesetzlich verordnete Alternative zur Wiederaufarbeitung. Also von der Stromwirtschat gewollt ist das Plutonium in der Müllkippe eigentlich nicht, die wollen es ja "nutzen". Die befürchtete Undichtheit des Endlagers sollten Sie dann eher an den "echten" Spaltprodukten festmachen.Ein Verblendeter.......(aber aufgeschlossen für -Argumente)
Daß die "andere Seite" derzeit an Einfluß gewinnt, mag als Beobachtung zutrefen. Aber das mit "gekauft", und "geblendet"?Ist die Sicherheit der Energieversorgung nichts? Kann man mit dem Hinweis auf die geldgierigen Aktionäre jede Abwegung beiseitefegen? ..... Ist solche Klassenkampfrethorik zeitgemäß?Nochwas sachliches. Hier im Artikel geht es um die Endlagerung. Und Plutonium ist "eigentlich" ein Wertstoff, da spaltbar. So liest man es zumindest in div. populärwissenschaftlichen Abhandlungen, Schulbüchern, wikipedia, etc. Im "Müll" landet es mit der direkten Endlagerung. Diese ist ja nun für die "Restlaufzeit" die gesetzlich verordnete Alternative zur Wiederaufarbeitung. Also von der Stromwirtschat gewollt ist das Plutonium in der Müllkippe eigentlich nicht, die wollen es ja "nutzen". Die befürchtete Undichtheit des Endlagers sollten Sie dann eher an den "echten" Spaltprodukten festmachen.Ein Verblendeter.......(aber aufgeschlossen für -Argumente)
Daß die "andere Seite" derzeit an Einfluß gewinnt, mag als Beobachtung zutrefen. Aber das mit "gekauft", und "geblendet"?Ist die Sicherheit der Energieversorgung nichts? Kann man mit dem Hinweis auf die geldgierigen Aktionäre jede Abwegung beiseitefegen? ..... Ist solche Klassenkampfrethorik zeitgemäß?Nochwas sachliches. Hier im Artikel geht es um die Endlagerung. Und Plutonium ist "eigentlich" ein Wertstoff, da spaltbar. So liest man es zumindest in div. populärwissenschaftlichen Abhandlungen, Schulbüchern, wikipedia, etc. Im "Müll" landet es mit der direkten Endlagerung. Diese ist ja nun für die "Restlaufzeit" die gesetzlich verordnete Alternative zur Wiederaufarbeitung. Also von der Stromwirtschat gewollt ist das Plutonium in der Müllkippe eigentlich nicht, die wollen es ja "nutzen". Die befürchtete Undichtheit des Endlagers sollten Sie dann eher an den "echten" Spaltprodukten festmachen.Ein Verblendeter.......(aber aufgeschlossen für -Argumente)
Bestimmte Plutonium- und Uranisotope spielen auch beim Atommüll eine Rolle. Plutoniumisotope dienen als Werkstoff in der Kerntechnik, da haben sie natürlich Recht. Aber es steht ja auch nur Stellvertretend für drohende radioaktive Verseuchung. Aufgrund des hohen Gefährdungspotentials schien mir Plutonium als das richtige Element für meine "Kampfrethorik".
Plutonium und Uran sind nicht nur durch die Radioaktivität sondern auch die erhebliche toxizität dieser beiden Schwermetalle enorm gefährlich (Grundwasser).
Aber auch andere radioaktive Abfälle haben ihre Tücken.Radioaktive Iod- oder Strontiumisotope können sich beispilesweise als Salz in den Organismus einschleichen, dort ganz normal am Stoffwechsel teilnehmen und ihre karzinogene Wirkung entfalten (zB. Iod - Schilddrüßenkrebs; Strontium - Knochenkrebs)
Meine Misstrauen in Sachen Endlagerung ist auch durch die Geschichte (man soll ja stets aus der Geschichte lernen) des sog. Endlagers Asse geprägt. Ein nicht unerheblicher Teil des dortigen Atommülls sind dort stillschweigend und kostengünstig nach dem Mauerfall verklappt worden. Man konnte parktischerweise die überquellenden westdeutschen Atommüllberge in der DDR-Deponie entsorgen. Die Giftmüllfässer wurden dabei teilweise in unzugänglichen Gruben abgekitt wobei sie zerbarsten (Bergung unmöglich).
Jetzt tritt aufeinmal unerwünscht Wasser ein. Diese Gefahr war schon lange bekannt wurde aber einfach ignoriert.
Zuständige "Umwelt"ministerin war damals übrigens Frau Dr. Angela Merkel.
Die Energieversorgung ist auch ohne Kernkarft gesichert. Wenn immer noch länger an dieser nicht mehr zeitgemäßen Technologie mit unüberschaubaren Risiken festgehalten wird, ist das zwar gut für die "profigierigen Aktionäre" verzögert aber Innovationen und Investitionen bei den Erneuerbaren Energieen.
Längere Laufzeiten von AKWs sind für mich nur dann Akzeptabel, wenn mind. 50% des daraus Erwirtschafteten Gewinns als Investitionen bei den erneuerbaren Energieen und beim Klimaschutz landet!
Bestimmte Plutonium- und Uranisotope spielen auch beim Atommüll eine Rolle. Plutoniumisotope dienen als Werkstoff in der Kerntechnik, da haben sie natürlich Recht. Aber es steht ja auch nur Stellvertretend für drohende radioaktive Verseuchung. Aufgrund des hohen Gefährdungspotentials schien mir Plutonium als das richtige Element für meine "Kampfrethorik".
Plutonium und Uran sind nicht nur durch die Radioaktivität sondern auch die erhebliche toxizität dieser beiden Schwermetalle enorm gefährlich (Grundwasser).
Aber auch andere radioaktive Abfälle haben ihre Tücken.Radioaktive Iod- oder Strontiumisotope können sich beispilesweise als Salz in den Organismus einschleichen, dort ganz normal am Stoffwechsel teilnehmen und ihre karzinogene Wirkung entfalten (zB. Iod - Schilddrüßenkrebs; Strontium - Knochenkrebs)
Meine Misstrauen in Sachen Endlagerung ist auch durch die Geschichte (man soll ja stets aus der Geschichte lernen) des sog. Endlagers Asse geprägt. Ein nicht unerheblicher Teil des dortigen Atommülls sind dort stillschweigend und kostengünstig nach dem Mauerfall verklappt worden. Man konnte parktischerweise die überquellenden westdeutschen Atommüllberge in der DDR-Deponie entsorgen. Die Giftmüllfässer wurden dabei teilweise in unzugänglichen Gruben abgekitt wobei sie zerbarsten (Bergung unmöglich).
Jetzt tritt aufeinmal unerwünscht Wasser ein. Diese Gefahr war schon lange bekannt wurde aber einfach ignoriert.
Zuständige "Umwelt"ministerin war damals übrigens Frau Dr. Angela Merkel.
Die Energieversorgung ist auch ohne Kernkarft gesichert. Wenn immer noch länger an dieser nicht mehr zeitgemäßen Technologie mit unüberschaubaren Risiken festgehalten wird, ist das zwar gut für die "profigierigen Aktionäre" verzögert aber Innovationen und Investitionen bei den Erneuerbaren Energieen.
Längere Laufzeiten von AKWs sind für mich nur dann Akzeptabel, wenn mind. 50% des daraus Erwirtschafteten Gewinns als Investitionen bei den erneuerbaren Energieen und beim Klimaschutz landet!
Das alte, gelbe Warnschild wurde erneuert. Viele verstanden das Strahlensymbol nicht<<,heisst es oben in der Bildunterschrift.Das wird natürlich in 1000, oder 10000, oder 100000 Jahren kein Problem mehr sein...
Bestimmte Plutonium- und Uranisotope spielen auch beim Atommüll eine Rolle. Plutoniumisotope dienen als Werkstoff in der Kerntechnik, da haben sie natürlich Recht. Aber es steht ja auch nur Stellvertretend für drohende radioaktive Verseuchung. Aufgrund des hohen Gefährdungspotentials schien mir Plutonium als das richtige Element für meine "Kampfrethorik".
Plutonium und Uran sind nicht nur durch die Radioaktivität sondern auch die erhebliche toxizität dieser beiden Schwermetalle enorm gefährlich (Grundwasser).
Aber auch andere radioaktive Abfälle haben ihre Tücken.Radioaktive Iod- oder Strontiumisotope können sich beispilesweise als Salz in den Organismus einschleichen, dort ganz normal am Stoffwechsel teilnehmen und ihre karzinogene Wirkung entfalten (zB. Iod - Schilddrüßenkrebs; Strontium - Knochenkrebs)
Meine Misstrauen in Sachen Endlagerung ist auch durch die Geschichte (man soll ja stets aus der Geschichte lernen) des sog. Endlagers Asse geprägt. Ein nicht unerheblicher Teil des dortigen Atommülls sind dort stillschweigend und kostengünstig nach dem Mauerfall verklappt worden. Man konnte parktischerweise die überquellenden westdeutschen Atommüllberge in der DDR-Deponie entsorgen. Die Giftmüllfässer wurden dabei teilweise in unzugänglichen Gruben abgekitt wobei sie zerbarsten (Bergung unmöglich).
Jetzt tritt aufeinmal unerwünscht Wasser ein. Diese Gefahr war schon lange bekannt wurde aber einfach ignoriert.
Zuständige "Umwelt"ministerin war damals übrigens Frau Dr. Angela Merkel.
Die Energieversorgung ist auch ohne Kernkarft gesichert. Wenn immer noch länger an dieser nicht mehr zeitgemäßen Technologie mit unüberschaubaren Risiken festgehalten wird, ist das zwar gut für die "profigierigen Aktionäre" verzögert aber Innovationen und Investitionen bei den Erneuerbaren Energieen.
Längere Laufzeiten von AKWs sind für mich nur dann Akzeptabel, wenn mind. 50% des daraus Erwirtschafteten Gewinns als Investitionen bei den erneuerbaren Energieen und beim Klimaschutz landet!
"Mehrere Nationen planen neue Kraftwerke, etwa Großbritannien, Frankreich, Italien, die Schweiz und die USA." - Zumindest für die Schweiz kann ich Entwarnung geben. Geplant ist gar nichts. Die Stromindustrie startet zwar Versuchsballons um die Stimmung zu testen, mit Argumenten a la Kohlendioxidausstoss oderVersorgungssicherheit, jedoch hat dies noch zu keiner grösseren öffentlichen Diskussion geführt. Man weiss auch, vor Planung und Bau stünde auf alle Fälle eine Volksabstimmung. Und man weiss auch, eine Diskussion zu unvorbereitet anzufachen würde auf viele Jahre hinaus eine erneute weil verlorene Volksabstimmung verhindern. Von daher ist der behauptete "geplante" Bau neuer Atomkraftwerke in der Schweiz relativer Unfug.
Es wurde beispielsweise von Bush bei seinem Amtsantritt groß Ankündigungen in Sachen Neubau von Kernkraftwerken gemacht. Daraus ist allerdings bis heute nichts geworden. Geplant sieht für mich anderst aus.
Außerdem sind ein Großteil der weltweiten "im Bau" Kernkraftwerke ehr Bauruinen als Baustellen.
Es gibt Forschungsansätze wo durch Transmutation in Speziellen Reaktoren langlebige und stark toxische Radionuklide in kurzlebigere und weniger Gefährlichere umgewanderlt werden sollen.
Leider wird hier kaum Geld investiert, sondern man will das Zeug wie einen toten Hund stillschweigend unter der Erde "entsorgen".
Es wurde beispielsweise von Bush bei seinem Amtsantritt groß Ankündigungen in Sachen Neubau von Kernkraftwerken gemacht. Daraus ist allerdings bis heute nichts geworden. Geplant sieht für mich anderst aus.
Außerdem sind ein Großteil der weltweiten "im Bau" Kernkraftwerke ehr Bauruinen als Baustellen.
Es gibt Forschungsansätze wo durch Transmutation in Speziellen Reaktoren langlebige und stark toxische Radionuklide in kurzlebigere und weniger Gefährlichere umgewanderlt werden sollen.
Leider wird hier kaum Geld investiert, sondern man will das Zeug wie einen toten Hund stillschweigend unter der Erde "entsorgen".
wenn's so einfach wäre - ordentlich forschen, das Vertrauen der Betroffenen gewinnen, Müll vergraben ... und alles ist gut. Nix is ! Wir reden bei der Endlagerung von hochradioaktiven Resten über die sichere Einlagerung für geologische - nicht historische oder menschliche - Zeiträume. Zur Erinnerung, die letzte Vereisungszeit ist rd. 10.000 bis 15.000 Jahre her; Menschen leben auf der Erde seit rd. 150.000 Jahren; Plutonium 239 hat eine Halbwertzeit von rd. 24.000 Jahren, Uran eine von von 700 Mio bis 4 Mrd. Jahren.Bei solchen Zeiträumen glauben wir, mit Messungen von wenigen Jahren Aussagen über das Verhalten geologischer Strukturen über Jahrhunderttausende treffen zu können ?? !! Dabei sind wir nicht einmal in der Lage, die Stabilität von Bergwerken über 10 Jahre sicher (!) vorherzusagen. Von den Fragen über die Beständigkeit von Verpackungsmaterial (Kupfer, Edelstahl,...) ganz zu schweigen.Kurz - alle angedachten "Lösungen" sind Hybris, das Problem ist unlösbar, war nie lösbar. Ein Trost allerdings bleibt : der ganze Müll wird wohl erst hochkommen, wenn keine Menschen mehr auf der Erde leben (können), und dann ist es auch egal.Meine Schlussfolgerung : AKW so schnell wie möglich abschalten, Energie sparen, Kohle- und andere Verbrennungskraftwerke soweit erforderlich. Mit den Folgen von Klimaänderungen kann die Menschheit generell besser umgehen als mit heftig stahlendem Müll.
Es wurde beispielsweise von Bush bei seinem Amtsantritt groß Ankündigungen in Sachen Neubau von Kernkraftwerken gemacht. Daraus ist allerdings bis heute nichts geworden. Geplant sieht für mich anderst aus.
Außerdem sind ein Großteil der weltweiten "im Bau" Kernkraftwerke ehr Bauruinen als Baustellen.
Es gibt Forschungsansätze wo durch Transmutation in Speziellen Reaktoren langlebige und stark toxische Radionuklide in kurzlebigere und weniger Gefährlichere umgewanderlt werden sollen.
Leider wird hier kaum Geld investiert, sondern man will das Zeug wie einen toten Hund stillschweigend unter der Erde "entsorgen".
Ja ist denn schon Weihnachten? (Beckenbauer möge mir
diese literarische Anleihe verzeihen), oder beginnt unsere
"Echternacher Springprozession" langsam wieder mit der Vorwärtsbewegung?Fast ein drittel der deutschen Kernkraftgegner würde bei gelöster
Endlagerung seine Meinung ändern? Das ließe ja hoffen .Und der Rest? Würde (wird) von den auch mittelfristig steigenden
Energiekosten "überzeugt". Natürlich wären letzteres die falschen
Argumente. (Das ist in der Politik aber nichts neues.)In einem parallelen Artikel wird über ein Seitenproblem der
Endlagerung geschrieben: über die Möglichkeit, vor der
gesundheitlichen Gefährdung durch radioaktiven Abfall langfristig verständlich warnen zu können. Wie ich unsere "Pappenheimer" kenne, wird auch dieses Problem in
Zusammenhang mit der Endlagerung durchgekaut werden. Ich habe
mir deshalb die Freiheit genommen, meinen Kommentar dort hier
zu recyclen.Viel Spaß beim Lesen.Herzlichst Crest<Beginn des recycleten Kommentars>:
Das geschilderte Problem (der langfristigen Warnung) ist m.W. vor
25 jahren das erste Mal ernsthaft diskutiert worden. Ich persönlich
hatte es (schon damals) als ein (nur) akademisches, von der Fragestellung
her dennoch interessantes Problem angesehen.
"Nur" akademisch deshalb, da die Tradierung des Wissens automatisch mit
der Nutzung geschieht. Ähnliche Probleme haben wir mit dem Umgang mit
Giftpilzen, mit Schwermetallen u.v.a.m. Der gesundheitlich angemessene
Umgang hiermit wurde in der Tat zunächst durch Versuch und Irrtum
erworben ("Es müssen erst mal viele dran glauben.") Dies war beim Umgang
mit radioaktiven Stoffen nicht anders. Viele wissen vielleicht noch, dass
in der Anfangszeit selbstleuchtender Ziffernblätter die radioaktiven Substanzen
mit einem Pinsel aufgetragen wurden, der regelmäßig mit der Zunge befeuchtet
wurde (so wie man das mit den Schnürsenkeln vielleicht heute noch macht).
Ein anderes Beispiel: Im Deutschen Museum fand sich in der Abteilung Metallkunde (zumindest war
das Ende der 70er so) eine Bemerkung zum Kupfer: Kupfer als
Schwermetall sei zwar grundsätzlich toxisch, für den Menschen aber einfach deshalb
nicht mehr so gefährlich ist, da Kupfer zu den am frühesten nutzbaren
Metallen gehörte, mit der Folge, dass man sich an das Kupfer
"gewöhnte" (Genauso wie man sich in Europa an die Verträglichkeit
von Kuhmilch "gewöhnte".)
Ich möchte hier nicht zynisch erscheinen. Ich kann mich noch sehr gut an
die empörte, ja geradezu verzweifelte Äußerung einer Mutter erinnern, die
unserem industriellen System vorwarf, gnadenlos eine biologische Selektion
derjenigen Menschen billigend in Kauf zu nehmen, die mit den laufend neu
hinzukommenden Stoffen (nicht) zurechtkommen. Ich habe sie sehr gut
verstanden.
Der wesentliche Punkt ist aber der folgende: Eine Gesellschaft, die nur
mittels der Semiotik vor z.B. radioaktiven Abfallprodukten gewarnt
werden könnte, hätte vieles von dem naturwissenschaftlichen insbesondere
vom physikalischen Grundlagenwissen schon verloren. Eine solche Gesellschaft
würde auf einem sehr niedrigen technischen Niveau leben. (Ein bischen
Technik wird es in einem wichtigen Sinne nicht gehen).
Eine solche Gesellschaft wäre gar nicht mehr fähig,
zu den radioaktiven Abfallprodukten vorzustoßen, geschweige denn
sie zu bergen. (Und sollten diese durch eruptive oder sonstige Ausbrüche
freigesetzt werden, wären die Primärschäden durch solche Ausbrüche selbst
um ein vielfaches größer.)
Und das bringt mich auf die erwähnten Weltraummissionen. Vielleicht
sollte man es einem Semiotiker nachsehen, wenn ihm über die soziologischen
Fragestellungen solcher Missionen hinweg nicht ganz klar ist, welche
technischen Randbedingungen jene erforderten. Ohne Kerntechnik
jedenfalls
fänden (finden) sie nicht statt.
Wie also sollte das Wissen tradiert werden? So wie die Tradierung des Lesens
und Schreiben: durch einen vernünftigen und verpflichtenden
Physikunterricht. Sollte dies nicht mehr funktionieren, dann sind
wir auf (ganz andere) Probleme gelaufen, so dass die radioaktive
Hinterlassenschaft nur noch harmlos wirkt.
Deshalb also berühren mich solche Fragestellungen nur akademisch.
Herzlichst Crest
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