Ingenieure Lockrufe aus dem HinterlandWahlheimatLockrufe aus dem ...
Die meisten Ingenieure zieht es in große Konzerne. Der Mittelstand lässt sich einiges einfallen, damit sie es sich anders überlegen
Christoph Niesert fühlte sich wohl in Berlin. Er ging ins Kino, auch mal ins Theater und genoss die Kneipenkultur der Hauptstadt. Zwischendurch verbrachte er ein Jahr in Paris und hatte dort Freunde aus allen Ecken der Welt, Amerikaner, Chinesen, Brasilianer und Japaner. Dann kam er ins Saarland, an den »Rand der Republik«, wie er sagt. Von der aufregenden Metropole in die ländliche Langeweile.
»Manche hier haben einen Horizont, der auf einen Umkreis von 20 Kilometern beschränkt ist«, sagt Niesert. Die lokale Mundart hat ihm anfangs Probleme gemacht, und oft kam er sich vor wie von einem anderen Stern. Warum er überhaupt aufs Land gezogen ist? »Der Job war einfach zu gut.«
Niesert zahlt den Preis der Provinz für den beruflichen Aufstieg: Nachdem er in Berlin sein Wirtschaftsingenieurstudium abgeschlossen hatte, bot ihm Bosch die lukrative Traineestelle im saarländischen Homburg an. Seit drei Jahren arbeitet er nun als Produktionsingenieur in der internationalen Fertigungsplanung und bekam von Anfang an viel Verantwortung. Für sechs Monate wurde er nach Curitiba, Brasilien, geschickt. Jetzt spricht er neben Englisch und Französisch auch fließend Portugiesisch. Diese Argumente wiegen für ihn die Nachteile des Landlebens auf.
Viele Ingenieure stehen vor ähnlichen Überlegungen wie Niesert. Das Gros der Arbeitsplätze für sie wartet jenseits der deutschen Großstädte, oft in mittelständischen Betrieben zwischen Eifel, Schwäbischer Alb und Nordseeküste. Doch in Zeiten des Fachkräftemangels haben die Absolventen die Wahl: Konzern oder Familienunternehmen, Stadt oder Land?
Selten fällt die Entscheidung so klar aus wie bei Marten Krebs: Der 28-Jährige hat immer in Berlin gelebt, nun hat er die Stadt satt. Nach dem Abschluss seines Maschinenbaudiploms vor einem Jahr fing Krebs als Entwicklungsingenieur bei Carl Zeiss an und lebt seitdem in Oberkochen. 8.000 Einwohner zählt das Nest wenige Kilometer südlich von Aalen, das auf seiner Website mit dem Slogan »Stadt im Grünen« wirbt. Und Marten Krebs fühlt sich dort wohl: »Man kennt sich und ist nicht so anonym wie in der Großstadt.« In Oberkochen sei es sauber, kein Hundekot auf der Straße wie in Berlin. Es gebe nicht so viele Staus und keinen Baustellenlärm. Dafür aber einen gepflegten Baggersee direkt um die Ecke. »Da ist es gar nicht so schlimm, dass die nächste attraktive Disco erst 85 Kilometer weiter in Stuttgart ist«, sagt Krebs. »Ich habe mich trotzdem gerne hier niedergelassen.«
Einer wie Krebs macht Ludger Schöcke Mut. Denn der Kampf um die klugen Köpfe ist seine tägliche Herausforderung. Schöcke ist Personalleiter der Marquardt GmbH, eines Herstellers für elektronische Schaltsysteme. An leistungsstarke Ingenieurstudenten vergibt die Firma Stipendien. Der Deal ist einfach: Das Unternehmen übernimmt die Studiengebühren des Studenten oder handelt mit ihm eine monatliche Unterstützung aus. Im Gegenzug leistet der Student seine Praktika in den Werken von Marquardt ab und unterschreibt nach dem Studium mindestens einen Zweijahresvertrag. Es müsste eine traumhafte Vorstellung für Studenten sein: günstiges Studium und berufliche Sicherheit, ergo sorgenfreies Studieren. Doch Schöcke könnte mehr Stipendien vergeben, würden ihm nicht die Bewerber fehlen. Denn Marquardt hat ein kleines Problem: Das Unternehmen hat seinen Sitz in Rietheim, 2.600 Einwohner, im Südwesten der Schwäbischen Alb, tiefste Provinz.
Natürlich betont Schöcke auch die Vorteile des Dorfes: Es liegt idyllisch zwischen Schwarzwald und Naturpark Obere Donau, unweit des Bodensees. Die Lebenshaltungskosten sind niedrig, ebenso die Grundstückspreise. Aber das reicht nicht, um qualifizierte Kräfte anzuziehen. »Wir haben jede Menge offene Stellen und finden keine Ingenieure, um sie zu besetzen«, sagt Schöcke. »Wir sind gezwungen, mit externen Dienstleistern wie Zeitarbeitsfirmen oder Ingenieurbüros zusammenzuarbeiten.«
Inzwischen sind die Personaler von Marquardt dazu übergegangen, die Ingenieure zusätzlich mit sozialen Leistungen zu ködern. Wenn Marquardt einen Ingenieur unbedingt unter Vertrag nehmen möchte, bekommt dessen Frau bei Bedarf ebenfalls ein Jobangebot serviert. Es gibt eine Kooperation mit einer Kindertagesstätte. Sogar eine Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim, das in Rietheim gebaut werden soll, ist geplant – falls die Großeltern einmal nachziehen sollen.
Außerdem versucht Marquardt, das Problem langfristig anzugehen – das Problem, dass die nachwachsende Generation sich nicht in ausreichendem Maße für Technik interessiert, um sich überhaupt für den Ingenieurberuf zu entscheiden. Das Unternehmen hat deswegen eigene Rekrutierungswerkzeuge entwickelt. »Wir wollen gute Ingenieure so früh wie möglich binden«, sagt Personalleiter Schöcke. »Das beginnt bei uns schon im Kindergarten, wo wir versuchen, die Kinder mit einfachen Experimenten für Technik zu begeistern.« Einmal im Jahr kommen diese dann ins Unternehmen, wo sie selbst hämmern und schrauben dürfen. Auch in den Grund- und an den weiterführenden Schulen ist das Unternehmen präsent, an Hochschulen sowieso.
Jährlich verlassen 35.000 Ingenieure die Hochschulen – 15.000 zu wenig, um die Nachfrage am Arbeitsmarkt zu befriedigen. Der Fachkräftemangel werde im globalen Wettbewerb bereits zum Hemmschuh der deutschen Wirtschaft, meint Hilmar Schneider vom Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn: Produkte, die nicht erfunden und hergestellt würden, weil Ingenieure fehlten, könnten auch nicht verkauft und exportiert werden. »Die Ingenieurslücke bedeutet verschenktes Wachstum«, sagt Schneider. »Außerdem hängen an jedem Ingenieursjob zwei oder drei weitere Arbeitsplätze mit niedrigerem Qualifikationsniveau.«
Besonders betroffen von diesem allmählichen »Ausbluten« sei der Mittelstand, wie Sven Renkel, Pressesprecher beim Verband Deutscher Ingenieure (VDI), erläutert. Mittelständische Unternehmen hätten vor allem damit zu kämpfen, dass keiner sie kenne. Dabei seien darunter zahlreiche Weltmarktführer, sogenannte Hidden Champions, die in ihrer ökonomischen Nische auch global das Maß der Dinge seien.
Wer die Batterie seines Handys auflädt, benutzt regelmäßig ein Ladegerät von Ceag aus dem westfälischen Ostbevern. Wer im Pariser Louvre, im New Yorker MoMA oder in der St. Petersburger Eremitage kostbare Exponate bestaunt, nimmt nur selten die Vitrinen des Frankfurter Glasbauunternehmens Hahn wahr, in denen die Kunstwerke ausgestellt sind. Und egal, wo auf der Welt ein Hund an die Rollleine genommen wird, stammt das Utensil wahrscheinlich von Flexi aus Bargteheide…
Wichtigste Herausforderung für die wenig beachteten Weltmeister ist es deshalb, im Wettbewerb um die dringend benötigten Fachkräfte den eigenen Namen bekannt zu machen. Die SAG GmbH aus Langen zum Beispiel. Das Energieunternehmen schreibt seit vergangenem Jahr den SAG Award aus, der besonders gute Abschlussarbeiten von Elektrotechnikstudenten prämiert. Es locken Prämien bis 5.000 Euro und Praktikumsplätze. Ganze 25 Einsendungen hat das Unternehmen im ersten Jahr bekommen. Trotzdem sagt SAG-Marketingleiter Rainer Kaps: »Keine schlechte Ausbeute, auch wenn sich das im nächsten Jahr noch steigern soll.«
Doch bislang sind es vor allem die klangvollen Namen, die locken. Die begehrtesten Arbeitgeber deutscher Ingenieure sind Großkonzerne: IBM, Microsoft, BMW, Porsche und Siemens streiten sich um die vorderen Plätze. Dabei hat der Mittelstand auch viele Vorteile zu bieten. »Konzerne haben in der Regel große Abteilungen, die sich nur mit einem einzigen Arbeitsschritt beschäftigen«, erklärt Klaus Becker, Personalberater für mittelständische Industrieunternehmen. »Im Mittelstand haben Ingenieure ein wesentlich größeres Aufgabenspektrum und die Gesamtheit im Blick.« Ingenieure werden so zu Generalisten statt Spezialisten und sind vielseitiger einsetzbar. Zusätzlich gilt: »Je kleiner das Unternehmen, desto weniger Hierarchieebenen und desto größer die Verantwortung des Einzelnen.« Heißt: Desto schneller geht es die Karriereleiter hoch.
Unter anderem diese Argumente haben Stefan Wiechmann, 34, beim Schritt in die Provinz überzeugt. Er konnte bei Jenoptik direkt als Innovationsmanager einsteigen. Wiechmann hat eine lupenreine Vita: Studium der Elektrotechnik in Hamburg und an der amerikanischen Eliteuni Berkeley; zweieinhalb Jahre arbeitete er als Unternehmensberater, bevor er sich bewusst für das Optikunternehmen und damit für Jena entschied. Er ging in den Osten, der für viele Westdeutsche immer noch der Inbegriff von unterentwickeltem Hinterland ist. Doch seit Wiechmann beim Vorstellungsgespräch in Jena war, ist das für ihn ein überkommenes Vorurteil.
Beim Vorstellungsgespräch ist die Ehefrau mit eingeladen
Die Stadt habe einen hohen Studentenanteil, versprühe Jugendlichkeit, böte kulturelle Events und durchweg hohe Lebensqualität. Ausschlaggebend für ihn aber war: ein gutes Umfeld für seine beiden Kinder.
Die gut ausgebaute Infrastruktur für Kinderbetreuung ist ein Pfund, mit dem viele Unternehmen im Osten wuchern. Jenoptik verkauft dieses Argument in Vorstellungsgesprächen offensiv, wie Melanie Jaklin, die stellvertretende Personalleiterin, betont: »Frauen können hier im Osten Kinder und Karriere besser vereinbaren als im Westen. Sie müssen keinen Spagat machen.« Wiechmanns Frau ist freiberuflich tätig. Da kommt es gelegen, dass der Betriebskindergarten von Jenoptik täglich von 6 bis 20 Uhr geöffnet hat. »Wir reizen diese Zeiten natürlich nicht aus, haben aber maximale Flexibilität«, sagt Wiechmann. »Unsere Kinder sind in guten Händen, und wir können uns beide auf unsere Arbeit konzentrieren.« Weil das vielen Paaren heute wichtig ist, lädt Jenoptik die Frauen gleich mit zum Vorstellungsgespräch der Männer ein. Bei den Wiechmanns hat das funktioniert.
Und Melanie Jaklin macht für Jenoptik noch mehr: Etwa alle drei Monate trifft sie sich mit Personalleitern anderer ortsansässiger Unternehmen zum Stammtisch. Die Runde diskutiert darüber, wie man die Attraktivität Jenas besser vermarkten kann. So treibt der Fachkräftemangel in Jena schon seltsame Blüten: Nicht mehr die Stadt macht Standortmarketing für die lokale Wirtschaft, sondern umgekehrt: Die Unternehmen versuchen Bewerbern die Stadt schmackhaft zu machen. Die Personalleiter haben beispielsweise eine Broschüre entworfen, die sie neuen Mitarbeitern und solchen, die es werden sollen, an die Hand geben. Darin finden sich nützliche Tipps für Freizeitaktivitäten, Hinweise auf kulturelle Veranstaltungen sowie Adressen von öffentlichen Einrichtungen und Sportvereinen.
Eine hübsche Broschüre über das Saarland würde Christoph Niesert wohl auch nicht mit der Provinz versöhnen. Er möchte sich in den nächsten Jahren »verändern«. Bei Bosch will er zwar bleiben, aber bitte: zurück in die Stadt. In Homburg wird er dann eine Lücke hinterlassen – und für die Personalabteilung wird der Kampf um die klugen Köpfe in eine neue Runde gehen.
- Datum 05.09.2008 - 17:01 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 04.09.2008 Nr. 37
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Zitat: »Wir haben jede Menge offene Stellen und finden keine Ingenieure, um
sie zu besetzen«, sagt Schöcke. »Wir sind gezwungen, mit externen
Dienstleistern wie Zeitarbeitsfirmen oder Ingenieurbüros
zusammenzuarbeiten.«Diese Ausssage verstehe wer will.
jaja.ich als absolventin der bwl wurde von jenoptic behandelt wie der letzte dreck. meine bewerbung wurde nicht mal von einer richtigen person gesehen, sondern gleich im system verworfen. und dann hatte diese firma nicht mal den anstand, die absage so zu verschicken, dass man wenigstens glaubt, irgendjemand hat sich die bewerbung angesehen. sondern eine halbe stunde nach ausfüllen des formulars bekam ich ne automatisch generierte absage. bei meinem anruf bei der "verantwortlichen" (ungefähr 10 mal) war dann dauernd besetzt. vielen dank, diese firma wird von mir keine bewerbung mehr sehen!
Das ist das problem mit den leuten der BWL, ihr könnt nicht lesen, da steht Ingenieure... nicht Zahlenschönredner.
little by little we gave you everything you ever dreamed of
hier gehts doch um die minimalsten anforderungen im bewerbermanagement. ich habe schließlich zwei stunden an meinem motivationsschreiben gefeilt und sorgfältig das online-formular ausgefüllt. dann schaut sich kein richtiger mensch die bewerbung an, die absage wird völlig undurchdacht innerhalb von wenigen minuten vom system versendet, und auf meine anrufe reagiert auch niemand. ist doch einfach nur hinterfotzig. da hat sich auch offensichtlich niemand gedanken gemacht, wie das beim bewerber ankommt. wirft aber nun leider ein sehr schlechtes licht auf das unternehmen. in zeiten, wo das corporate image sehr wichtig ist, kann sich das jenoptic eigentlich nicht leisten. tja :-/
Ich bin auch Dipl.-Wirtsch. Ing. aber mir konnten nicht einmal 8 verschiedene Personaldienstleister innerhalb eines halben Jahres einen Job besorgen. Deswegen arbeite ich nun schon seit über einem Jahr als Sachbearbeiter für ein Sachbearbeiter Gehalt. 150 Bewerbungen haben zu 12 Bewerbungsgesprächen geführt, aber es gab wohl immer bessere. Den Job heute gabs über Vitamin B, nur leider ist das hier eine kleine Firma ohne Karrierepotential!
Ich verachte diese Gesellschaft!!!!!!!!!Nur Lügen und Betrug!!!!!
Offensichtlich finden selbst hinterländische "Mittelständler" wie Bosch Arbeitskräfte für die Provinz. Das wird umso einfacher, wenn Arbeitnehmer den "Preis der Provinz" dafür zahlen. Tatsächlich zahlte wohl eher Bosch den Preis für einen absolut hochqualifizierten Absolvent. Eigentlich solte man erwarten, das die etwas kleineren Mittelständler mit weniger Prestige höhere Gehälter zahlten um den Prestigemangel auszugleichen. Das Gegenteil ist der Fall. Stattdessen wird irgendwas von tollem Arbeitsklima, flachen Hierarchien und super Aufstiegschancen erzählt, was ja bestimmt auch in vielen Fällen zutrifft. Nur ist sowas leider nur wenig Werbewirksam, weil diese Dinge halt vor dem Berufsstart für Bewerber schwer nachprüfbar sind. Deshalb stützen sich viele lieber auf Fakten, wie die Entlohnung. Auch wenn Studien das Gehalt nicht als Top-Kriterium für Absolventen sehen, ist es nunmal so, dass Geld vielen Menschen wichtiger ist als sie gern zugeben. Jedenfalls scheint der Ingenieurmangel noch lange nicht groß genug zu sein, sonst würden viele kleinere Firmen nicht dauernd über mangelnde Bewerber jammern, sondern mal der Realität ins Auge sehen. Nebenbei spart eine Firma auch in vielen Bereichen Geld, wenn sie auf dem Land residiert. Da könnte man doch für die Mitarbeiter was machen. Macht man aber nicht und jammert.Was macht denn Firmen wie Porsche und BMW auf Anhieb so attraktiv? Natürlich Prestige und ein ordentliches Gehalt.
Genau so ist es!
Weniger Prestige, weniger Gehalt, mehr Stunden, mehr Arbeit, weniger Urlaub, weniger Aufstiegsmöglichkeiten, weniger Nebenleistungen (Kantine, Betriebsrente,Dienstwagen), weniger Weiterbildung: so sehen KMUs im Vergleich zu großen Firmen aus.
Tatsächlich müssten die Gehälter in KMUs höher sein, um den Rest der Nachteile auszugleichen. Ich kann mich erinnern, daß in den frühen 90ern dies im IT-Bereich so war.
Heute gibt es davon nur noch die Variante höheres Einstiegsgehalt als Bauernfang: nach spätestens 2 Jahren sind Kollegen in einem Großunternehmen bereits vorbeigezogen während das Gehalt im kleinen Unternehmen stagniert.
Vorteile der KMUs liegen nur im nicht-materiellen Bereich:
Mehr und vielfältigere Aufgaben, kürzere Dienstwege, oft familiäreres Klima und viel weniger Powerpoint-Akrobatik!
Genau so ist es!
Weniger Prestige, weniger Gehalt, mehr Stunden, mehr Arbeit, weniger Urlaub, weniger Aufstiegsmöglichkeiten, weniger Nebenleistungen (Kantine, Betriebsrente,Dienstwagen), weniger Weiterbildung: so sehen KMUs im Vergleich zu großen Firmen aus.
Tatsächlich müssten die Gehälter in KMUs höher sein, um den Rest der Nachteile auszugleichen. Ich kann mich erinnern, daß in den frühen 90ern dies im IT-Bereich so war.
Heute gibt es davon nur noch die Variante höheres Einstiegsgehalt als Bauernfang: nach spätestens 2 Jahren sind Kollegen in einem Großunternehmen bereits vorbeigezogen während das Gehalt im kleinen Unternehmen stagniert.
Vorteile der KMUs liegen nur im nicht-materiellen Bereich:
Mehr und vielfältigere Aufgaben, kürzere Dienstwege, oft familiäreres Klima und viel weniger Powerpoint-Akrobatik!
Genau so ist es!
Weniger Prestige, weniger Gehalt, mehr Stunden, mehr Arbeit, weniger Urlaub, weniger Aufstiegsmöglichkeiten, weniger Nebenleistungen (Kantine, Betriebsrente,Dienstwagen), weniger Weiterbildung: so sehen KMUs im Vergleich zu großen Firmen aus.
Tatsächlich müssten die Gehälter in KMUs höher sein, um den Rest der Nachteile auszugleichen. Ich kann mich erinnern, daß in den frühen 90ern dies im IT-Bereich so war.
Heute gibt es davon nur noch die Variante höheres Einstiegsgehalt als Bauernfang: nach spätestens 2 Jahren sind Kollegen in einem Großunternehmen bereits vorbeigezogen während das Gehalt im kleinen Unternehmen stagniert.
Vorteile der KMUs liegen nur im nicht-materiellen Bereich:
Mehr und vielfältigere Aufgaben, kürzere Dienstwege, oft familiäreres Klima und viel weniger Powerpoint-Akrobatik!
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