SPD Reaktionäres Utopia
Warum lässt sich die SPD von der Linken ins Bockshorn jagen?, fragt Josef Joffe

© Ralph Orlowski/Getty Images
Verrät sich die SPD durch die Öffnung zur Linken?
Bebel, Bernstein und Lassalle würden diese SPD nicht mehr erkennen, Ebert schon gar nicht. Diese älteste, größte und manchmal stärkste deutsche Partei lässt sich von einem Deserteur namens Lafontaine und einer machtberauschten Provinzfrau namens Ypsilanti jagen? Um auf 20 Prozent zu schrumpfen, derweil die Linke bei 15 liegt?
Die Altvorderen, die tapfer gegen Ganz-Rechts (NSDAP) und Ganz-Links (KPD) gekämpft haben, würden sich vor allem über die Sprachlosigkeit grämen. Wenn die SPD überhaupt gegen die Linke antritt, dann nicht mit Argumenten, sondern Anwürfen – so wie kleine Kinder im Du-bist-doof-Duell: Umstürzler, Stasi-Schurken…
Ein anderer Teil der SPD will sich gar mit ihrem schlimmsten Feind ins Bett legen, wie Andrea Y., die in ihrer Wahrheitsliebe nur noch von Pinocchio übertroffen wird. Dass Anschreien, Anwanzen und Abkupfern so gut funktionieren wie ein Windrad im Wohnzimmer, belegt der tägliche Niedergang in den Umfragen. Nur noch sechs Prozent trauen der SPD politische Kompetenz zu.
»Es ist Zeit für den inhaltlichen Kampf!«, rief Klaus von Dohnanyi den Genossen im März zu. Es blieb beim »Gut gebrüllt«. Im August 2007 hatte Fraktionschef Peter Struck die Genossen mit einem Papier zu munitionieren versucht, das akribisch addierte, was die Heilsversprechungen der Linken den Staat kosten würden: 154,7 Milliarden pro anno. Dies allerdings in einer dürren Sprache, die allenfalls einen Amtsmann erregen könnte.
»Wie gegenfinanzieren?« ist ebenfalls kein aufrüttelnder Slogan. Warum machen die Genossen dem Wahlvolk nicht klar, dass die 150 Milliarden Dolce Vita auf Pump wären und ihre Kinder dafür zahlen müssten? Dass solche trickreichen Wohltaten der Verrat an der Jugend wären, die Kostenabwälzung von den Toten auf die Lebenden?
Den Lafontisten ist die Zukunft egal – zum ersten Mal in der Geschichte der Linksparteien, die stets dem Fortschritt huldigten. Das »Utopia« dieser Linken ist geradezu ein reaktionäres: zurück in die Goldenen Sechziger der Abschottung, der staatlichen Monopole, der rationierten Konkurrenz. Dass die Bundespost für ein Ortsgespräch 20 Pfennig nahm, wofür man heute (inflationsbereinigt) 20 Minuten mit der Oma in Winsen telefoniert, unterschlagen die roten Reaktionäre genauso wie den anti-emanzipatorischen Pferdefuß, der in der Forderung nach den alten Ladenschlusszeiten steckt. Die trafen doch just die kleinen Angestellten, denen nach Büroschluss nur noch Minuten blieben, um das Abendbrot zu sichern.
- Datum 30.07.2009 - 09:35 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Serie opi
- Quelle DIE ZEIT, 04.09.2008 Nr. 37
- Kommentare 92
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





... sich links der Mitte irgendwann in der Folge von 1968 die (mit einer aufgeklärten, demokratischen Gesellschaft unvereinbare) Einstellung ausbreiten konnte, dass es nicht auf Handlungen ankomme, sondern auf die - richtige, das heißt: linke - Gesinnung.... aus diesem Grunde linke Weltbilder gegen jede Kritik (z. B. auch gegen diejenige, im Ergebnis den Menschen, für deren Recht sie zu kämpfen vorgaben, großes Unrecht zuzufügen) immunisiert wurden.... dadurch ferner linke Gewalt bis in die "Mitte" hinein salonfähig wurde; denn selbst gemäßigte Linke, die niemals selbst Gewalt ausüben würden und diese noch nicht einmal gutheißen, gestanden linken Gewalttätern (im Gegensatz zu konservativen und liberalen Demokraten) jetzt die "richtige" Gesinnung zu. Wer gelernt hat, Gesinnungen für wichtiger anzusehen als Handlungen, der kämpft nicht mehr gegen die Extremen aller Coleur, sondern notfalls mit ihnen gegen die Gemäßigten "der anderen Seite".... schließlich die gemäßigten Linken immer mehr in die Devensive gerieten, weil ihnen von extremeren Kräften immer wieder vorgeworfen werden kann, keine richtigen Linken zu sein. Würde man sich links der Mitte noch über Erfolge (z. B.: die Schaffung besserer Lebensbedingungen gerade für die weniger Privilegierten unserer Gesellschaft) definieren, könnte man nun der Kritik von linksaußen etwa entgegenhalten, dass die Hartz-Reformen Millionen Menschen in Arbeit gebracht haben oder dass Deutschland auf dem Gebiet der Sozialtransfers an der Weltspitze steht. Da man sich links der Mitte aber daran gewöhnt hat, sich über die Gesinnung zu definieren, stehen nun diejenigen Linken, die etwas für die Menschen tun wollen, argumentativ auf verlorenem Posten gegenüber denjenigen, die ihren Hass auf den bürgerlichen Feind ausleben wollen.
Meinen Applaus, Herr Joffe! Sie weisen ganz zu Recht darauf hin, dass die Linkspartei die schlechteren Argumente hat (wenn ueberhaupt welche). Hoffen wir, dass Ihr Aufruf Gehoer findet.Friedrich Poeschel, University of Oxford, www.friedrich.poeschel.info
Ach Herr Joffe,würden Sie denn die SPD wählen, wenn sie immer noch von Schröder geführt würde?Heute erteilen immerfort diejenigen der SPD gute Ratschläge, die im Grunde genommen eine Mitte-Rechts-Regierung wollen.Die SPD hat schon mit der PDS in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin koaliert, sich in Sachsen-Anhalt von ihr tolerieren gelassen, und weder die Welt noch die SPD sind daran zugrunde gegangen. Was soll also das Geschrei. Der wirkliche Knackpunkt ist, dass diejenigen Wähler, die sich durch die sogenannte "Reform"-Politik verhöhnt sehen, leider keine andere Partei als die Linke wählen können, solange die SPD sich immer noch mit "Agenda" und "Hartz IV" identifiziert.Offensichtlich wollen aber mehr als 10% der Wähler dies nicht, und leider sind diese mehr als 10% zum größten Teil frühere SPD-Wähler.Soll die SPD also ihre Wählerschaft auflösen und sich eine neue suchen?Mit der "Neuen Mitte" (Stichwort "Genosse der Bosse", "Armani" und "Cohiba" - war damals mit Photo auch im Zeit-Magazin) hats nicht geklappt, die ist zusammen mit der "New Economy" den Bach runtergegangen. Und jetzt sollen wir der SPD auf einmal den Ebert und den Bebel glauben? Was hätten die wohl zu VW-Hartz, RWE-Clement, Evonik-Müller, Sicherheitstechnik-Schily und Gazprom-Schröder gesagt?Und, ganz was anderes - ist nicht Francois Mitterand ganz gut mit der KPF fertiggeworden, indem er sie in eine Koalition hineingenommen hat? Aber Mitterand war auch ein kluger und geschickter Politiker, der sich nicht einschüchtern ließ.In Deutschland aber wird die SPD mit der Angst vor der Linken einfach erpressbar gemacht.
Schön das Sie Herrn Joffes "schöngeistiger bürgerlichen Vergesslichkeit" auf die Sprünge geholfen haben.Was mich irritiert ist, dass Joffe auf der einen Seite "mehr standing" der Parteirechten fordert und selbst den drohenden Absturz mit naiven Taschenspielertricks dem linken Flügel und der Linken in die Schuhe schieben will."Nein, Herr Joffe, die Totengräber kommen nicht von Links. Schauen Sie in den Spiegel und Ihren Freundeskreis. Da werden Sie fündig!" Neuland
Auch ich gehöre zu denen, die sich nach 10 Jahren Wahl-Abstinenz (welche Partei des neo-feudalen Kartells hätte ich wählen können? Mir liegt Demokratie und Soziale Marktwirtschaft am Herzen!) dazu entschlossen haben, nach dem Motto geringeres Übel künftig die Linken zu wählen.
Nur mit Ihrem letzten Satz In Deutschland aber wird die SPD mit der Angst vor der Linken einfach erpressbar gemacht kann ich nichts anfangen. Die SPD wird doch ihre praktische Politik nicht ändern! Gut, die Parolen vielleicht, aber doch nicht die Politik - die für die Gross-Verdiener!
Schön das Sie Herrn Joffes "schöngeistiger bürgerlichen Vergesslichkeit" auf die Sprünge geholfen haben.Was mich irritiert ist, dass Joffe auf der einen Seite "mehr standing" der Parteirechten fordert und selbst den drohenden Absturz mit naiven Taschenspielertricks dem linken Flügel und der Linken in die Schuhe schieben will."Nein, Herr Joffe, die Totengräber kommen nicht von Links. Schauen Sie in den Spiegel und Ihren Freundeskreis. Da werden Sie fündig!" Neuland
Auch ich gehöre zu denen, die sich nach 10 Jahren Wahl-Abstinenz (welche Partei des neo-feudalen Kartells hätte ich wählen können? Mir liegt Demokratie und Soziale Marktwirtschaft am Herzen!) dazu entschlossen haben, nach dem Motto geringeres Übel künftig die Linken zu wählen.
Nur mit Ihrem letzten Satz In Deutschland aber wird die SPD mit der Angst vor der Linken einfach erpressbar gemacht kann ich nichts anfangen. Die SPD wird doch ihre praktische Politik nicht ändern! Gut, die Parolen vielleicht, aber doch nicht die Politik - die für die Gross-Verdiener!
würde ich sagen: Naumann wurde vom Volk nicht akzeptiert. Weil er mit ihm nichts zu tun hat/haben will. Die LINKE hat gute Positionen: Nato diskutieren(http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video371414.html).Schutz der Bevölkerung vor technischer Strahlung: (http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12791&css=print) Das sind Positionen die für viele lebensbotwendig sind. In Gegensatz zu den Utopien von Herrn Joffe. Wenn nicht eine andere Partei diese Positionen ernsthaft verwirklicht- wenn soll man als Betroffener sonst wählen? Sozialismus endet wenn das Geld alle ist. Kapitalismus endet wenn der letzte Grashalm verbrannt ist. Geld kann man nicht fressen.
... ohne Geld auch nichts zu fressen.Es ist doch bewiesen, dass eine sozialistische "Volkswirtschaft" nicht existieren kann. Nur, wenn sie entweder jemand sponsert (Kuba, durch Chavez (der auf Öl sitzt) und China, die den Kapitalismus zulassen) - oder ihre eigene Bevölkerung als Geisel nimmt (DDR), um vom Klassenfeind (BRD) Milliarden-Kredite bzw. Geschenke erpressen.Sonst sterben die Menschen in so einem "System", wie es in Nordkorea passiert.Wenn die Linke also auf Parteitagen ausdrücklich von der Etablierung des Sozialismus in Europa träumt, kann man mit dieser Partei nicht koalieren.
... ohne Geld auch nichts zu fressen.Es ist doch bewiesen, dass eine sozialistische "Volkswirtschaft" nicht existieren kann. Nur, wenn sie entweder jemand sponsert (Kuba, durch Chavez (der auf Öl sitzt) und China, die den Kapitalismus zulassen) - oder ihre eigene Bevölkerung als Geisel nimmt (DDR), um vom Klassenfeind (BRD) Milliarden-Kredite bzw. Geschenke erpressen.Sonst sterben die Menschen in so einem "System", wie es in Nordkorea passiert.Wenn die Linke also auf Parteitagen ausdrücklich von der Etablierung des Sozialismus in Europa träumt, kann man mit dieser Partei nicht koalieren.
Sehr geehrter Herr Joffe,"Deserteur", "machtbewusste Provinzfrau", "Andrea Y., die in ihrer Wahrheitsliebe nur noch von Pinocchio übertroffen wird." Das alles sind auf die Persönlichkeit abzielende Vokabeln. Bitte lassen Sie sich einmal coachen, lieber Josef Joffe, denn wenn Sie den Journalismus der ZEIT (und des Tagesspiegels) auf diesem Niveau weiter betreiben, dann verspielen Sie das einmal, von vielen Kollegen geschaffen Profil der ZEIT als Aushängeschild der Qualitätspresse. Leider waren Ihre aktuellen verbalen Ausfälle nicht die einzigen, in den letzten Tagen. Da wurde von Ihren Kollegen aus der Politikredaktion kräftig gekeilt, z.B. Russland als wirtschaftlicher und kultureller Minderleister im Vergleich mit China abqualifiziert. Wie wäre es denn einmal, wenigstens einmal, mit einem Hintergrundbericht zur Zerstrittenheit in der SPD, zu dem Verlust an der Basis, zu dem düsteren Eindruck, den Hagestolze, wie der ehemalige Hamburger Oberbürgermeister und der ewig schmollende Wolfgang Clement hinterlassen, wenn Sie als Vertrauensperson für ihr persönliches Nachkarten und die Verdammnis der Linken ausgerechnet Sie aussuchen.Welch´ seltsame Dimensionen diese Art, von Meinungsjournalismus mittlerweile erreicht hat, zeigten Sie ja freundlicherweise gleich selbst, mit dem absolut ohne Hintergrund geschriebenen Artikel zu McCains Running mate. Das Traurige ist, auf dieser Ebene kann niemand mehr mit Ihnen über die Themen noch ernsthaft diskutieren, denn Sie wissen es immer schon besser und absolut und geben dauernd persönliche Urteile ab. Das mag noch eine Weile so gut gehen, weil wer am oberen Kopfende des Tisches sitzt, eine Zeit lang niemanden fragen und sich vor niemandem rechtfertigen muss. - Aber, schlechter Journalismus bleibt es trotzdem. Ganz ehrlich, lieber Herr Joffe, haben Sie es mittlerweile so weit gebracht, dass niemand in der Redaktion Ihnen noch deutlich entgegen tritt, dass alle entweder freundlich nicken und über Ihren nächsten "Geniestreich" jubeln, dass jeder potentielle Kritiker mit einem schnellen "Moin, moin" vorbeihuscht, um nicht in ein ernsthaftes Gespräch verwickelt zu werden? - Ich beobachte Ihre Artikel und mir fällt wirklich nichts mehr dazu ein.GrüßeChristoph Leusch
Sie haben die richtigen Worte gefunden, um das Personalproblem der ZEIT-Redaktion zu beschreiben. Ein wunderbarer Beitrag…
haben so etwas wie die "letzten Schlachten" eines ehemaligen Journalisten.Also Ypsi versuchs endlich. Die guten Ratgeber würden auch eine Seeheimer SPD nicht wählen. Vielleicht aus Mitleid wenn unter 10%.
"Deserteur", "machtbewusste Provinzfrau", "Andrea Y., die in ihrer Wahrheitsliebe nur noch von Pinocchio übertroffen wird."
Wo bleibt die Ersetzung, etwa durch "Bitte unterlassen Sie persönliche Beleidigungen" von "jk"?
Danke für diesen Kommentar. Es wird doch Zeit, das Zeit-Abo zu kündigen.
Sie haben die richtigen Worte gefunden, um das Personalproblem der ZEIT-Redaktion zu beschreiben. Ein wunderbarer Beitrag…
haben so etwas wie die "letzten Schlachten" eines ehemaligen Journalisten.Also Ypsi versuchs endlich. Die guten Ratgeber würden auch eine Seeheimer SPD nicht wählen. Vielleicht aus Mitleid wenn unter 10%.
"Deserteur", "machtbewusste Provinzfrau", "Andrea Y., die in ihrer Wahrheitsliebe nur noch von Pinocchio übertroffen wird."
Wo bleibt die Ersetzung, etwa durch "Bitte unterlassen Sie persönliche Beleidigungen" von "jk"?
Danke für diesen Kommentar. Es wird doch Zeit, das Zeit-Abo zu kündigen.
Dass die Bundespost für ein Ortsgespräch 20 Pfennig nahm, wofür man heute (inflationsbereinigt) 20 Minuten mit der Oma in Winsen telefoniert, unterschlagen die roten Reaktionäre genauso...Wo ist denn da der Bezug zu den Forderungen der Linken? Mal ganz davon abgesehen, dass zu diesen Zeiten die Telekommunikation in fast ganz Europa so teuer war und der technische Fortschritt hauptsächlich die Preise gesenkt hat, fordern die Linken doch garnicht die Telekommunikation wieder zu verstaatlichen. Es sind vielmehr die Verstaatlichungen mit Gelddruckgarantie ala Energieversorgung, Gesundheitswesen oder Verkehr, bei denen keine Konkurrenz entsteht. Man kann doch nicht die Grundversorgung der Bevölkerung Unternehmen übergeben, die nur die Shareholder Value im Kopf haben. Solche Unternehmen sollten Kostendeckend arbeiten, nichts weiter...denn sie wurden auch mit Steuergeld aufgebaut und sollten die Versorgung abdecken. Das ist pure Dummheit und Betrug am Steuerzahler. Warum ist die Linke die einzige Partei, die dieses Thema aufgreift? Das Absacken der SPD hat sicher nichts mit den Versprechungen der Linken zu tun, sondern ist ganz einfach die Konsequenz aus der Tatsache, dass sich die Partei weg vom Arbeitnehmer, hin zum Arbeitgeber entwickelt hat. Was sollen denn die gebeutelten Arbeitnehmer noch wählen ausser die Linke? Selbst die Gewerkschafter wechseln scharenweise zur Linken...Josef Joffe, wie wäre es mit Argumenten abseits des Springerniveaus?
ist leider nicht sehr ausgeprägt, das zeigt ihr Beitrag.Wenn Staatsunternehmen kostendeckend arbeiten, dann sind diese erfahrungsgemäss leider trotzdem teurer und bieten ein schlechteren Service als Privatunternehmen. Der Schlüssel ist natürlich "Wettbewerb", aber genau dafür hat sich die LINKE auch noch nie eingesetzt.Unseren Lebensstandard haben wir aber genau diesem Wettbewerb zu verdanken, darüber sollten die Leute eben mal nachdenken.Die SPD hat sich weg vom Arbeitnehmer, hin zum Sozialtransferempfänger entwickelt. Leider konnte Schröder diesen Trend nicht umkehren.
Außer der Telekom ist mir kein staatliches Unternehmen bekannt, das nach der Privatisierung die Preise gesenkt hätte. Man denke nur an städtische Wohnungsbauunternehmen, die Post, die Bahn, das Wasser, überall ist es teurer geworden. Das gleiche gilt für die Rentenversicherung. Bei allen Riester-Verträgen fressen die Abschluss- und Verwaltungsgebühren die staatlichen Subventionen auf. Und diese wurden vorher bei der staatlichen Rentenversicherung gekürzt. Die SPD hat ihre eigene Klientel nach Strich und Faden über den Tisch gezogen. Was die Agenta 2010 angeht, so hat die Ausdehnung des Niedriglohnsektors dazu geführt, dass der gesamte Mittelstand absackte und nun die Binnennachfrage auf einem Tiefstand angekommen ist. Wir befinden uns mitten in einer Rezension. Diese ist hausgemacht durch SPD-Menschen, die ihr Heil in der Umverteilung nach oben sehen.Wenn noch 20% der Wähler SPD wählen heißt das nichts anderes als dass sich 20% der Wähler weiter verarschen lassen.
vom Staat, also vom Steuerzahler übernommen. Ich bin gespannt, was passiert, wenn diese restauriert werden müssen.___________________________________________________________________
Bürger, sei wachsam!
Dass die Bundespost für ein Ortsgespräch 20 Pfennig nahm, wofür man heute (inflationsbereinigt) 20 Minuten mit der Oma in Winsen telefoniert, unterschlagen die roten Reaktionäre genauso...
Ein Ortsgespräch kostete 20 Pfennig, aber man konnte ewig telefonieren - zumindest aus einer Telefonzelle.
Somit stimmt Ihre Rechnung nicht
ist leider nicht sehr ausgeprägt, das zeigt ihr Beitrag.Wenn Staatsunternehmen kostendeckend arbeiten, dann sind diese erfahrungsgemäss leider trotzdem teurer und bieten ein schlechteren Service als Privatunternehmen. Der Schlüssel ist natürlich "Wettbewerb", aber genau dafür hat sich die LINKE auch noch nie eingesetzt.Unseren Lebensstandard haben wir aber genau diesem Wettbewerb zu verdanken, darüber sollten die Leute eben mal nachdenken.Die SPD hat sich weg vom Arbeitnehmer, hin zum Sozialtransferempfänger entwickelt. Leider konnte Schröder diesen Trend nicht umkehren.
Außer der Telekom ist mir kein staatliches Unternehmen bekannt, das nach der Privatisierung die Preise gesenkt hätte. Man denke nur an städtische Wohnungsbauunternehmen, die Post, die Bahn, das Wasser, überall ist es teurer geworden. Das gleiche gilt für die Rentenversicherung. Bei allen Riester-Verträgen fressen die Abschluss- und Verwaltungsgebühren die staatlichen Subventionen auf. Und diese wurden vorher bei der staatlichen Rentenversicherung gekürzt. Die SPD hat ihre eigene Klientel nach Strich und Faden über den Tisch gezogen. Was die Agenta 2010 angeht, so hat die Ausdehnung des Niedriglohnsektors dazu geführt, dass der gesamte Mittelstand absackte und nun die Binnennachfrage auf einem Tiefstand angekommen ist. Wir befinden uns mitten in einer Rezension. Diese ist hausgemacht durch SPD-Menschen, die ihr Heil in der Umverteilung nach oben sehen.Wenn noch 20% der Wähler SPD wählen heißt das nichts anderes als dass sich 20% der Wähler weiter verarschen lassen.
vom Staat, also vom Steuerzahler übernommen. Ich bin gespannt, was passiert, wenn diese restauriert werden müssen.___________________________________________________________________
Bürger, sei wachsam!
Dass die Bundespost für ein Ortsgespräch 20 Pfennig nahm, wofür man heute (inflationsbereinigt) 20 Minuten mit der Oma in Winsen telefoniert, unterschlagen die roten Reaktionäre genauso...
Ein Ortsgespräch kostete 20 Pfennig, aber man konnte ewig telefonieren - zumindest aus einer Telefonzelle.
Somit stimmt Ihre Rechnung nicht
Wann immer der Pressesprecher des Weissen Hauses die weite Welt als Scheibe beschreibt, geht in diesem Forum zu Recht die Post ab. Nun lehrt uns der Meister der differenzierten Analyse ein weiteres Mal das Fürchten. [entfernt, bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich und differenziert/ Redaktion; svb]
Die ZEIT kann gut austeilen, einstecken kann Sie nicht. Sie hätten mir den 'Pressesprecher des Weissen Hauses' streichen können, denn das war nur eine Vermutung, die sie nun auf Ihre Art bestätigt haben. Dass ich die stilistischen Gebrechen Ihres Chefs mit einem Zauberer verglich, dem Hasen aus Hut und Hose hängen, dem also seine Tricks auf offener Bühne nicht mehr gelingen, war hingegen absolut differenziert und äußerst milde formuliert. [ebenfalls entfernt, bitte vermeiden Sie Beleidigungen/ Redaktion; svb]
[entfernt, bitte diskutieren Sie sachlich und vermeiden Sie Beleidigungen/ Redaktion; svb]
Die ZEIT kann gut austeilen, einstecken kann Sie nicht. Sie hätten mir den 'Pressesprecher des Weissen Hauses' streichen können, denn das war nur eine Vermutung, die sie nun auf Ihre Art bestätigt haben. Dass ich die stilistischen Gebrechen Ihres Chefs mit einem Zauberer verglich, dem Hasen aus Hut und Hose hängen, dem also seine Tricks auf offener Bühne nicht mehr gelingen, war hingegen absolut differenziert und äußerst milde formuliert. [ebenfalls entfernt, bitte vermeiden Sie Beleidigungen/ Redaktion; svb]
[entfernt, bitte diskutieren Sie sachlich und vermeiden Sie Beleidigungen/ Redaktion; svb]
... ohne Geld auch nichts zu fressen.Es ist doch bewiesen, dass eine sozialistische "Volkswirtschaft" nicht existieren kann. Nur, wenn sie entweder jemand sponsert (Kuba, durch Chavez (der auf Öl sitzt) und China, die den Kapitalismus zulassen) - oder ihre eigene Bevölkerung als Geisel nimmt (DDR), um vom Klassenfeind (BRD) Milliarden-Kredite bzw. Geschenke erpressen.Sonst sterben die Menschen in so einem "System", wie es in Nordkorea passiert.Wenn die Linke also auf Parteitagen ausdrücklich von der Etablierung des Sozialismus in Europa träumt, kann man mit dieser Partei nicht koalieren.
Es ist doch bewiesen, dass eine sozialistische "Volkswirtschaft" nicht existieren kann. Nur, wenn sie ...und China, die den Kapitalismus zulassen...Schon mal was vom Marxschen Gesetz der Negation der Negation gehört? Das besagt, dass gesellschaftlicher Fortschritt die hemmenden Seiten eines Systems überwindet, aber an den fortschrittlichen Seiten des Systems festhält. Genauer gesagt, nicht alles am Kapitalismus ist schlecht. Das Gute ist die schnelle Entwicklung der Produktivkräfte, das Negative ist, dass der dadurch entstehenden gesellschafltliche Reichtum nur einer kleinen Minderheit zugute kommt. Und genau das haben die Chinesen offenbar verstanden.
Mir ist schon klar daß mit diesen Menschen kein Sozialismus läuft, zumindest nicht im nationalen Rahmen (innerhalb von Unternehmen und Familien herrscht oft Sozialismus). Allerdings sehe ich für das gegenwärtige System noch schwärzer- weil danach vermutlich nichts mehr kommen wird. Es ist doch offensichtlich dass wir uns wegen des Geldes das Leben schwerer machen (lassen) als es ist. Wir lassen es uns stehlen von geldgeilen Menschenfeinden. Deswegen gab es mal eine politische Richtung die nannte sich Materialismus, jedem das nötigste. Mater.
Ob es gelingen wird den natürlichen Ressourcen, von dessen Verbrauch der Kapitalismus lebt, so schnell einen Preis zu geben daß sie auch in Zukunft noch ein Leben ermöglichen weiß man nicht. Jedenfalls bin ich immer wieder über die Entfernung vieler Menschen von dem Planeten der sie hervorgebracht hat erstaunt.
Es ist doch bewiesen, dass eine sozialistische "Volkswirtschaft" nicht existieren kann. Nur, wenn sie ...und China, die den Kapitalismus zulassen...Schon mal was vom Marxschen Gesetz der Negation der Negation gehört? Das besagt, dass gesellschaftlicher Fortschritt die hemmenden Seiten eines Systems überwindet, aber an den fortschrittlichen Seiten des Systems festhält. Genauer gesagt, nicht alles am Kapitalismus ist schlecht. Das Gute ist die schnelle Entwicklung der Produktivkräfte, das Negative ist, dass der dadurch entstehenden gesellschafltliche Reichtum nur einer kleinen Minderheit zugute kommt. Und genau das haben die Chinesen offenbar verstanden.
Mir ist schon klar daß mit diesen Menschen kein Sozialismus läuft, zumindest nicht im nationalen Rahmen (innerhalb von Unternehmen und Familien herrscht oft Sozialismus). Allerdings sehe ich für das gegenwärtige System noch schwärzer- weil danach vermutlich nichts mehr kommen wird. Es ist doch offensichtlich dass wir uns wegen des Geldes das Leben schwerer machen (lassen) als es ist. Wir lassen es uns stehlen von geldgeilen Menschenfeinden. Deswegen gab es mal eine politische Richtung die nannte sich Materialismus, jedem das nötigste. Mater.
Ob es gelingen wird den natürlichen Ressourcen, von dessen Verbrauch der Kapitalismus lebt, so schnell einen Preis zu geben daß sie auch in Zukunft noch ein Leben ermöglichen weiß man nicht. Jedenfalls bin ich immer wieder über die Entfernung vieler Menschen von dem Planeten der sie hervorgebracht hat erstaunt.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren