ZeitgeschichtePetrows Entscheidung

Wie ein Oberstleutnant der sowjetischen Armee vor 25 Jahren den Untergang der Welt verhinderte und dafür zum Dank tausend Dollar erhielt von Henning Sietz

Der 26. September 1983 ist der Tag, an dem sich Stanislaw Petrows Leben völlig veränderte. Der 44-jährige Oberstleutnant der Sowjetarmee arbeitet als leitender Offizier im Kontrollraum der Kommandozentrale der Satellitenüberwachung Serpuchowo-15. Die Armee-Einheit, die etwa 90 Kilometer südlich von Moskau liegt, soll vor Raketenangriffen aus dem erdnahen Weltraum warnen. Die Arbeitsbedingungen sind streng, oft gibt es Probealarm. Wenn aus dem Telefon das Lied Erhebe dich, du großes Land erklingt, ist es wieder so weit.

Die Nachtschicht vom 25. auf den 26. September hat Oberstleutnant Petrow stellvertretend für einen Kollegen übernommen. Ihm unterstehen im Bunker der Kommandozentrale rund 200 Offiziere, die auf zwei Etagen arbeiten. Der Oberstleutnant gilt in seiner Einheit als guter Analytiker, die Dienstvorschriften für das neue Überwachungssystem, das seit einem Jahr in Betrieb ist, hat er selbst geschrieben. Die Stärken und Schwächen des Systems kennt er. So denkt er zumindest.

Im Kontrollraum deutet nichts darauf hin, dass diese Nacht dramatisch verlaufen wird. Die Offiziere der Schicht sitzen konzentriert an ihren Bildschirmen, die Lage ist ruhig. Vor Petrows Platz hängt eine große Wandkarte, die das Territorium der USA aus der Perspektive des erdnahen Weltraums zeigt.

Kurz nach Mitternacht geht plötzlich ein markerschütternder Alarm los. Kein Telefonanruf, kein Erhebe dich, kein Probealarm – sondern ein realer Atomalarm. »Es fühlte sich an wie ein Schlag in mein Nervensystem«, berichtete Petrow später. »Alle im Kontrollraum sprangen von ihren Stühlen auf und sahen mich an.« Auf der Wandkarte blinkt ein Warnlicht: An der Ostküste der Vereinigten Staaten ist eine Minuteman-Rakete gestartet, in Richtung Sowjetunion.

Ein roter Knopf mit der Leuchtschrift »Start« blinkt an Petrows Dienstplatz. »Fünfzehn Sekunden lang standen alle wie unter einem Schock.« Zunächst ruft Petrow die Kommandozentrale seiner Dienststelle an. Dort ist man bereits informiert: »Bleiben Sie ruhig, tun Sie Ihre Pflicht!«, sagt eine Stimme. Daraufhin weist Petrow seine Untergebenen an, das Computersystem zu überprüfen. Dazu sind nacheinander 30 einzelne Tests nötig. Unterdessen meldet der Satellit Kosmos 1382 den Start einer zweiten, einer dritten und schließlich einer vierten Minuteman-Rakete, alle von derselben Raketenbasis an der Ostküste der Vereinigten Staaten abgefeuert.

Wie die Testläufe ergeben, arbeitet das Computersystem einwandfrei. Das heißt: Vier Interkontinentalraketen, jede mit maximal zehn Atomsprengköpfen bestückt, rasen über den Nordpol auf die Sowjetunion zu. Es bleiben etwa fünfzehn Minuten, bis sie sowjetisches Territorium erreichen. Dann kommt eine neue Meldung. Eine fünfte Rakete ist gerade gestartet, wieder von derselben Basis. Die Situation scheint klar, das lang schon Befürchtete eingetreten: Die Vereinigten Staaten haben einen Atomangriff begonnen. An Petrows Dienstplatz blinkt nach wie vor der rote Knopf für das Signal »Start«.

Die Vorschriften legen fest, dass Petrow die Leitung der Kommandozentrale zu informieren hat, die dann über das Kommandosystem Krokos den Generalstab im Moskauer Stadtteil Arbat benachrichtigen muss. Der Generalstab wird daraufhin Jurij Andropow in Kenntnis setzen. Nur der Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei kann einen atomaren Gegenschlag auslösen. Was Petrow nicht weiß: Der Generalstab ist bereits automatisch über den Alarm informiert worden.

Erst viele Jahre später sollte bekannt werden, dass die Welt in der Nacht zum 26. September 1983 nur knapp der Apokalypse entgangen ist. Der Alarm fiel in eine Zeit höchster internationaler Spannungen: Nur dreieinhalb Wochen zuvor, am 1. September, hatte ein sowjetisches Jagdflugzeug die südkoreanische Passagiermaschine KAL007 westlich der Insel Sachalin abgeschossen, 269 Menschen waren dabei ums Leben gekommen. Die Führung in Moskau bestand darauf, dass die Maschine, die durch einen Navigationsfehler vom Kurs abgekommen war und kurz zuvor irrtümlich die Halbinsel Kamtschatka überflogen hatte, ein amerikanisches Spionageflugzeug war. Der Kalte Krieg hatte einen neuen Gipfel erreicht.

Der Abschuss der KAL007 war indes nicht die alleinige Ursache der weltweiten Hochspannung. Seit Mitte der siebziger Jahre hatten die Konflikte ständig zugenommen. Seit der Kubakrise war die Menschheit nicht mehr in einer ähnlich bedrohlichen Lage gewesen. Doch im Gegensatz zu jenen 13Tagen im Oktober 1962, in deren Verlauf die Welt kurz vor einem Atomkrieg stand, dauerte die Krise in diesem Fall mehrere Jahre, in ihrer heißen Phase etwas über ein Jahr. Die Furcht vor einer atomaren Katastrophe war allgegenwärtig.

Nach 1969 hatten sich die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion auf eine Phase der Entspannung verständigt, die in eine politische Schönwetterlage zu münden schien. Mit Verzögerung musste der Westen jedoch erkennen, dass die Sowjetunion die ruhigen Jahre genutzt hatte, um weiter atomar aufzurüsten. Mitte der siebziger Jahre überholte sie die USA in der Stückzahl der atomaren Sprengköpfe und schuf kurz darauf ein anderthalbmal so großes atomares Waffenlager. Zum Verdruss der westlichen Länder stellte die Sowjetarmee seit 1977 in Weißrussland und in der Ukraine Mittelstreckenraketen vom Typ SS-20 auf, deren Zielgebiet Westeuropa war. Die Nato reagierte darauf mit ihrem berühmten Doppelbeschluss vom 12. Dezember 1979. Man werde mit dem Kreml über den Abbau der SS-20-Mittelstreckenraketen verhandeln. Bei ausbleibender Einigung aber werde der Westen seinerseits Pershing-II-Raketen und Marschflugkörper aufstellen. Als sowjetische Soldaten Ende Dezember 1979 nach Afghanistan vorrückten, war das Maß voll.

Kein Ereignis seit dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei im August 1968 hat das Ansehen der Sowjetunion so sehr beschädigt wie die Intervention in Afghanistan. In den westlichen Staaten, vor allem aber unter den blockfreien Ländern, war die Empörung groß. US-Strategen begannen, in neuen Bahnen zu denken. »Wir müssen […] die Sowjetunion zwingen, die Konsequenzen ihrer ökonomischen Probleme in vollem Ausmaß zu erleiden«, formulierte ein Berater des Weißen Hauses die amerikanische Antwort. Das hieß nichts anderes, als die Sowjetunion zu isolieren und totzurüsten. Kurz nach seiner Vereidigung zum Präsidenten der Vereinigten Staaten im Januar 1981 warf Ronald Reagan den Verantwortlichen in Moskau vor, sie nähmen für sich ganz selbstverständlich »das Recht in Anspruch, jedes Verbrechen zu begehen, zu lügen, zu betrügen«. Für ihn war die Sowjetunion ein evil empire – das »Reich des Bösen«. Im März 1983 verkündete er die »Strategische Verteidigungsinitiative«, die ein land- und weltraumgestütztes Abwehrsystem gegen Atomangriffe vorsah. Der Kalte Krieg drohte zu einem »Krieg der Sterne« zu werden.

Die Herren des Kreml verstanden sehr wohl, was die Stunde geschlagen hatte. Zwar schreckte sie Reagans Weltraumvision zunächst nicht sonderlich, denn ein weltraumgestütztes Abwehrsystem aufzustellen, das ihre eigenen Atomraketen wertlos machte, würde noch Jahre dauern. Aber von den angekündigten westlichen Mittelstreckenwaffen, deren Vorwarnzeit bei fünf bis sieben Minuten lag, ging eine unmittelbare Bedrohung aus. Generalsekretär Jurij Andropow war felsenfest davon überzeugt, dass die Vereinigten Staaten einen Erstschlag gegen die Sowjetunion vorbereiteten. Der Tag werde kommen, glaubte er, da Aberhunderte Atomraketen niederregnen würden.

Wie düster die Stimmung in Moskau war, wurde erst Jahre später durch Oleg Gordiewsky bekannt, einen Ex-Mitarbeiter des Geheimdienstes KGB, der damals als stellvertretender Resident an der sowjetischen Botschaft in London tätig war. In seinem zusammen mit dem Cambridge-Historiker und britischen Geheimdienstmann Christopher Andrew verfassten, fast tausendseitigen Buch KGB – Die Geschichte seiner Auslandsoperationen von Lenin bis Gorbatschow enthüllte er 1990 die Paranoia der Kreml-Oberen.

Die Sowjetunion verfolgte eine komplexe Strategie. Auf der diplomatischen Ebene wollte Andropow aus einer Position der Stärke heraus über Interkontinentalraketen verhandeln. Das eigentliche Ziel war jedoch, die Aufstellung der Pershing-II-Raketen und der Marschflugkörper in Mitteleuropa zu verhindern. Daher suchte die Sowjetunion Einfluss auf die Medien im Westen zu nehmen, um die Proteststimmung in der Bevölkerung zu schüren.

Das allerdings war völlig überflüssig. Denn in jenen Tagen gingen, von der Angst vor einer atomaren Katastrophe getrieben, überall in Westeuropa die Menschen auf die Straße. Wie einst, als in der ersten Hochphase des Kalten Krieges während der fünfziger Jahre Hunderttausende gegen den »Atomtod« demonstriert hatten, gab es jetzt wieder Kundgebungen riesigen Ausmaßes. Im Oktober 1981 protestierten rund 300000 Menschen im Bonner Hofgarten gegen die atomare Aufrüstung, in Brüssel waren es 200000, im November 1981 in Amsterdam 400000. Als Reagan im Juni 1982 Bonn besuchte, demonstrierte eine halbe Million Menschen gegen seine Politik. Ein Jahr später versammelten sich in Brüssel rund 400000 Menschen zu einem Protest, in Den Haag etwa 550000. Doch unbeeindruckt hielt die Nato am Doppelbeschluss fest: Im Juli 1982 wurden die ersten sechs Marschflugkörper in Großbritannien aufgestellt, im Dezember 1983 sollten einige Mittelstreckensysteme in der Bundesrepublik und in Italien folgen.

Wie Gordiewsky schreibt, hatte Andropow bereits im Mai 1981, noch als Chef des Geheimdienstes KGB, die Operation Rjan angeordnet, benannt nach dem russischen Begriff raketno-jadernoje napadenije (atomarer Raketenangriff), den die Vereinigten Staaten angeblich planten. Rjan hatte Priorität, alle anderen Geheimdienstoperationen mussten zurückstehen. Laut Gordiewsky war Rjan eine gemeinsame Aktion des Geheimdienstes KGB und des militärischen Nachrichtendienstes GRU – ein Novum in der Geschichte der beiden Dienste, denen ein sorgsam gepflegtes Spannungsverhältnis nachgesagt wird.

Die KGB-Residenturen in den wichtigsten westlichen Ländern wurden beauftragt, nach allen nur denkbaren Anzeichen des angeblich geplanten Atomüberfalls zu suchen. Ließen sich erhöhte Aktivitäten in bestimmten Ministerien und Ämtern feststellen, vor allem an Wochenenden und Feiertagen? Die Agenten mussten nachts die beleuchteten Fenster in den Verteidigungsministerien zählen und die Belegung der Parkplätze beobachten. Wurden Urlaubssperren in den Ministerien erlassen? Gab es vermehrt Aufrufe, Blut zu spenden? Ließen sich in Banken und Postämtern erhöhte Aktivitäten feststellen? Sogar die Schlachthöfe standen unter Beobachtung: Massenschlachtungen konnten bedeuten, dass der Westen sich für die Tage des Atomüberfalls einen Fleischvorrat zulegte.

Rjan dauerte fast drei Jahre und war die größte Geheimdienstoperation in der Geschichte der Sowjetunion. Mehrere osteuropäische Dienste schlossen sich der weltumspannenden Operation an. Obwohl viele KGB-Mitarbeiter einen Atomüberfall für unwahrscheinlich hielten, zählten sie pflichtgemäß die beleuchteten Fenster und berichteten an die Zentrale. Als die Nato für Anfang November 1983 das Stabsmanöver Able Archer ankündigte, bei dem auch der Start von amerikanischen Atomraketen in Europa simuliert werden sollte, war Moskau alarmiert: Able Archer musste der Termin des gefürchteten Schlags gegen die Sowjetunion sein.

Gut möglich, dass Stanislaw Petrow weder von der Operation Rjan noch von Able Archer je etwas gehört hatte. Der Oberstleutnant war Analytiker, seine Arbeit bestand darin zu interpretieren, was die Bildschirme sagten. So auch in der Nacht des 26.September, die sein Leben auf den Kopf stellen sollte. Nach wie vor blinkte die rote Taste mit dem Signal »Start« an seinem Dienstplatz. In einer Hand den Telefonhörer für die Meldung an seine Kommandozentrale, in der anderen das Mikrofon für den Kontrollraum, musste Petrow schnell entscheiden: Was sagten die Bildschirme tatsächlich? Erkannte er jetzt auf Angriff, dann wäre die Alarmkette wohl nicht mehr zu stoppen gewesen.

Über das, was nun folgte, liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor. So ist nicht bekannt, wann genau Petrow seine Entscheidung traf. Die Vereinigten Staaten würden, so wusste Petrow, einen atomaren Erstschlag nicht von einer einzigen Raketenbasis aus starten. Und sie würden einen Überfall nicht mit wenigen Atomraketen unternehmen. Das wäre Selbstmord, die Sowjetunion wäre immer noch zu einem Gegenschlag in der Lage gewesen. Ein atomarer Überfall würde von allen Basen mit der größtmöglichen Anzahl von Raketen gestartet werden. Es sprach also alles für ein Missverständnis. So traf Petrow seine einsame Entscheidung – noch bevor die Meldung der Radarstationen eintraf – und meldete offiziell einen Fehlalarm. Bange Minuten vergingen, die sich endlos hinzogen. Dann kam die befreiende Nachricht des Bodenradars: Es befanden sich keine Raketen im Anflug, der Himmel über der sowjetischen Arktis war leer.

Eine Stunde später baute sich Petrows oberster Chef vor ihm auf: Generaloberst Jurij Wotinzew, Jahrgang 1919, ein Veteran des Großen Vaterländischen Krieges. Wotinzew war scheinbar in guter Stimmung und stellte Petrow eine Auszeichnung in Aussicht. Doch dann wollte er wissen, warum er das Dienstbuch nicht geführt habe, das sei Vorschrift.

Eine hochrangige Kommission trat zusammen und untersuchte die Vorgänge jener Nacht schonungslos. Die Mitglieder waren neben Wotinzew jene Fachleute, die das System der Raketenüberwachung aufgestellt hatten. Die Untersuchung ergab, dass der Satellit Kosmos 1382 eine starke Reflektion von Sonnenstrahlen auf einer Wolkenschicht als Startblitz von Interkontinentalraketen interpretiert hatte. Irritiert stellte die Kommission eine Vielzahl von Fehlern des neuen Systems fest, die nationale Überwachung war alles andere als perfekt.

Die Kommission war ungehalten – und suchte Petrow zum Sündenbock zu machen. Denn seine einsame Entscheidung als Heldentat zu würdigen und ihn auszuzeichnen, wie es ihm gebührte, hätte ja bedeutet, das System als Ganzes infrage zu stellen. Das durfte nicht sein. Monatelang zog sich die Untersuchung hin. Am Ende gestand die Kommission lediglich ein, dass Stanislaw Petrow sich mehr oder weniger einwandfrei verhalten hatte.

Die Missstände des Überwachungssystems, so heißt es, wurden abgestellt. Petrow bekam einen anderen Posten zugewiesen. Er wurde krank und ging in Pension, ein gebrochener Mann mit ruinierter Gesundheit. »Ich wurde weder bestraft noch belohnt«, stellt Stanislaw Petrow heute nüchtern fest und betont, dass er nicht entlassen wurde, sondern aus eigenem Entschluss seiner kranken Frau wegen der Armee den Rücken gekehrt hat.

Der Bericht der Kommission liegt bis heute unter Verschluss. So kann man nur darüber spekulieren, ob der Atomalarm den Kreml schon erreicht hatte. Petrows einsame Entscheidung wäre wohl nicht bekannt geworden, hätte nicht 1998 sein ehemaliger Chef Wotinzew, nun ebenfalls Pensionär, in einem Interview auf das Verdienst des Oberstleunants a. D. hingewiesen. Die Reaktion der russischen Armee ließ nicht lange auf sich warten. Generalmajor Wladimir Dworkin, ein anerkannter Fachmann auf dem Gebiet strategischer Atomwaffen, erklärte grimmig: »Petrow hat nichts gerettet und konnte es auch nicht.« Das alles sei ziemlicher Unsinn. Warum, sagte Dworkin nicht.

Atomare Fehlalarme gab es auch auf amerikanischer Seite, allein zwischen November 1979 und Juni 1980 dreimal. Alle wurden innerhalb weniger Minuten als solche erkannt: Mal war ein irrtümlich eingespieltes Übungsband für einen Probealarm die Ursache, mal waren es fehlerhafte Computerchips. Doch so nah wie in jener Septembernacht vor 25Jahren kam die Welt der Katastrophe wohl nie.

2004 wurde die amerikanische Association of World Citizens, die »Vereinigung der Weltbürger«, auf Petrow aufmerksam. Einige ihrer Mitglieder besuchten ihn an seinem Wohnort Frjasino bei Moskau. Nach Meinung der Vereinigung hatte Petrow den Dritten Weltkrieg verhindert. Man dankte es ihm mit einem Scheck über 1000 Dollar.

Im Januar 2006 wurde Petrow dann nach New York eingeladen und im Gebäude der Vereinten Nationen mit einer Auszeichnung geehrt. »Früher hätte ich mich über eine solche Würdigung sehr gefreut«, erklärte er in seiner Dankesrede bitter, »heute kann ich nichts dergleichen mehr empfinden. Es ist nett, dass Sie mich für einen Helden halten. Ich weiß aber nicht, ob ich einer bin.«

Der Autor ist Publizist und lebt in Berlin

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    • Schlagworte Ronald Reagan | Sowjetunion | KGB | Kommunistische Partei | Marschflugkörper | Afghanistan
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