Beruf der Woche Wiesn-Bedienung
Elfriede Klimmer serviert seit 22 Jahren Bier und Schweinshaxn auf dem Oktoberfest in München

© Norbert Bayer für DIE ZEIT
Nach den ersten beiden Tagen hat Elfriede Klimmer immer Muskelkater. Danach gewöhnen sich ihre Oberarme daran, zehn bis zwölf volle Maßkrüge durch die schunkelnden Massen auf dem Münchner Oktoberfest zu tragen. Seit 22 Jahren arbeitet Klimmer als Bedienung im Armbrustschützenzelt, das 7500 Gäste fasst. Im rot-schwarzen Dirndl mit grün-weißer Schürze servieren Klimmer und 150 weitere Kellnerinnen Bier, Schweinshaxn oder Kalb am Spieß. »Gute Laune und Gesundheitsschuhe« brauche man für den Job, sagt die 45-Jährige.
Für die Wiesn, die am Samstag wieder beginnt, reist Elfriede Klimmer jedes Jahr aus St. Anton in Tirol an, wo sie im Hotel ihres Bruders angestellt ist. Ihr Arbeitstag in München beginnt um halb neun: Dann säubert sie die Tische und deckt sie ein. Um halb zwölf kommt die erste große Besucherwelle. Abends ist das Festzelt so voll, dass Elfriede Klimmer die Maß zu je 8,20 Euro nur noch mit sehr viel Körpereinsatz zum Gast bringen kann. Bis die Zelte um 23 Uhr wieder leer sind, hält sie sich mit Vitamintabletten und Kaffee fit.
Als Elfriede Klimmer Mitte der achtziger Jahre dank der Vermittlung von Freunden ihre ersten Einsätze auf der Wiesn hatte, gab es häufiger Probleme mit betrunkenen Besuchern. »Die glaubten, sie hätten mich mitbezahlt«, sagt Klimmer empört. Heute gehe es viel gesitteter zu. Ordner schreiten ein, wenn es Pöbeleien gibt. Außerdem kommt nun ein anderes Publikum: Lufthansa-Belegschaften auf Betriebsausflug oder Banker. »Ein ordentliches Trinkgeld haben die Gäste bislang in jedem Jahr gezahlt«, sagt Elfriede Klimmer. Wenn sie nach einem langen Arbeitstag die Einnahmen abrechnet, gönnt sie sich manchmal ein Glas Prosecco: »Bier mag ich nicht so gern.« Aber das sei ohnehin meist alle.
Ausbildung:
Hotelfachfrau
Arbeitszeit:
100 Stunden pro Woche
Gehalt:
2000 bis 3000 Euro pro Oktoberfest
- Datum 20.09.2008 - 09:53 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 18.09.2008 Nr. 39
- Kommentare 4
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wenn soll denn der quatsch hier interessieren oder untehalten wohlmoeglich?
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sorry war kein inhalt da, den man sachlich haette kritisieren koennen.
... erstaunliche für mich an dem artikel war die tatsache das solch eine servicekraft 2k-3k € pro fest bekommt. exorbitant wenn man bedenkt wie manche menschen die gleiche arbeit für ein viertel des geldes jeden tag in betrieben vollbringen.
... die tägliche Arbeitszeit von 15 h und dies an 16 Tagen berücksichtigt, kommt man bei der Angabe von 2-3k € (Angabe wohl brutto) auf einen Stundenlohn von 8,33 bis 12,50 €. Das ist für Münchner Verhältnisse angesichts der Arbeitsbedingungen eher wenig. Vermutlich handelt es sich bei der Angabe um das Gehalt, das die Bedienung vom Zeltbetreiber erhält. Mit den Trinkgeldern dürfte der Verdienst wesentlich höher sein - und das zurecht. Wer schon mal auf dem Oktoberfest war und sieht wie es da zugeht, der wird sich das 10 mal überlegen, ob er da arbeiten wollen würde. Ich bezweifle, dass diese Art von Arbeit täglich in Betrieben erbracht wird, zumindest in Deutschland.
... die tägliche Arbeitszeit von 15 h und dies an 16 Tagen berücksichtigt, kommt man bei der Angabe von 2-3k € (Angabe wohl brutto) auf einen Stundenlohn von 8,33 bis 12,50 €. Das ist für Münchner Verhältnisse angesichts der Arbeitsbedingungen eher wenig. Vermutlich handelt es sich bei der Angabe um das Gehalt, das die Bedienung vom Zeltbetreiber erhält. Mit den Trinkgeldern dürfte der Verdienst wesentlich höher sein - und das zurecht. Wer schon mal auf dem Oktoberfest war und sieht wie es da zugeht, der wird sich das 10 mal überlegen, ob er da arbeiten wollen würde. Ich bezweifle, dass diese Art von Arbeit täglich in Betrieben erbracht wird, zumindest in Deutschland.
... die tägliche Arbeitszeit von 15 h und dies an 16 Tagen berücksichtigt, kommt man bei der Angabe von 2-3k € (Angabe wohl brutto) auf einen Stundenlohn von 8,33 bis 12,50 €. Das ist für Münchner Verhältnisse angesichts der Arbeitsbedingungen eher wenig. Vermutlich handelt es sich bei der Angabe um das Gehalt, das die Bedienung vom Zeltbetreiber erhält. Mit den Trinkgeldern dürfte der Verdienst wesentlich höher sein - und das zurecht. Wer schon mal auf dem Oktoberfest war und sieht wie es da zugeht, der wird sich das 10 mal überlegen, ob er da arbeiten wollen würde. Ich bezweifle, dass diese Art von Arbeit täglich in Betrieben erbracht wird, zumindest in Deutschland.
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