Gedicht Nr. 39 Schmerzen

Ein Gedicht von Nudjum Al-Ghanim

Nachdem die Frauen laut geweint hatten,
kehrte im Haus wieder Stille ein,
da atmeten die Wände auf,
und unsere Zimmer erholten sich
von dem Kommen und Gehen.
Die Blumen blühten
eine Weile in ihren tönernen Vasen,
und das Leben kam zurück,
uns an sich ziehend,
und dennoch, immer wenn wir
nach oben gingen,
tadelten uns die verwaisten Zimmer
und beweinten ihre Phantome.

 
Leser-Kommentare
    • hagego
    • 30.09.2008 um 17:37 Uhr

    krieg lag in der luft
    blitz und donner kamen näher
    meine angst
    vor dem hellen und dem grollen
    war viel größer
    als vor dem krieg

    denn für den krieg
    sagte mein vater
    haben wir die soldaten

    ich sah sie überall liegen
    auf der straße
    in den gräben
    manche bluteten

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  • Quelle DIE ZEIT, 18.09.2008 Nr. 39
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