Bayern Wird Bayern deutsch?

Schwule Bürgermeister, aalglatte Karrieristen und überall Proteste – unaufhaltsam frisst sich die Moderne durch den Freistaat

»Was ist denn eigentlich so ein Katastrophal?« Solche Fragen kann nur Karl Valentin stellen, der größte Volksphilosoph, den Bayern je hervorgebracht hat, und nur er kann sie beantworten: »Ein Katastrophal ist eine Art Energie, und wenn die exeplidiert, dann geht’s los, dann is dö ganze Welt hi.« Es geht in diesem Fall um die politische Welt des Wirtes von Rieden, einem winzigen Dorf mitten in Oberbayern. Er sitzt in seinem Biergarten unter den Kastanienbäumen, die vom goldenen Herbstlicht durchglüht werden, und schimpft auf die Partei. »Über dreißig Jahr’ war i Mitglied bei der CSU, jetzt bin i austretn.« Und warum? »Weil’s Feigling san. De traun si nur noch in da Nacht Plakate klebn. Und weil’s mir zu rechtsradikal san, jedenfalls bei uns do.«

Es ist ein eher ungewöhnlicher Grund, den der Wirt für seinen Austritt nennt, aber mit seinem Ärger steht er nicht alleine da. Obwohl es den meisten Bayern so gut geht wie nie zuvor, sind viele nicht mehr zufrieden mit ihrer CSU. »Früher hättn’s an Besen aufstelln kenna, der wär’ auch g’wählt woan«, sagt der Wirt. Aber nach den Kommunalwahlen im März dieses Jahres steht fest, dass nicht mehr jeder Besen gewinnt: Die Wähler haben den Christsozialen die schmerzhafteste Watschn gegeben, seit sie im Freistaat allein herrschen, und das ist immerhin schon fast ein halbes Jahrhundert. In schier uneinnehmbaren Hochburgen wie Passau, Landshut oder Garmisch-Partenkirchen und erstmals auch in vielen Landgemeinden verloren sie die absolute Mehrheit. In Bodenmais, tief drinnen im Bayerwald, wurde sogar ein Schwuso, ein schwuler Juso, zum Bürgermeister gekürt. Es war ein flächendeckendes Fiasko für die CSU, ein Katastrophal eben. Und wenn die Demoskopen zur Abwechslung einmal richtig liegen sollten, dann droht das nächste bei der Landtagswahl am 28. September.

Die Jugend geht lieber zu »Sport Schweinsteiger« als in die Kirche

Kaum fällst hin, liegst schon da, sagt der bayerische Volksmund. Aber wie konnte das der CSU passieren? Der abtrünnige Gastwirt aus Rieden gibt gleich am Anfang unserer spätsommerlichen Rundreise durchs Voralpenland den entscheidenden Hinweis: »Weil’s koane Echten mehr san.« Er spricht aus, was wir noch öfter hören werden: Dass es zu viele aalglatte Karrieristen in der CSU gebe, zu viele Dampfplauderer, denen es an Leidenschaft und Volksnähe fehle. Das ist der härteste Vorwurf, den ein Einheimischer gegen die Partei erheben kann, die das Monopol auf die wahre Bajuwarizität beansprucht: Bislang war die CSU Bayern, und Bayern war die CSU – eine allmächtige Volkspartei, so fest verankert in der weiß-blauen Identität, dass sie sich einbilden durfte, das schöne Bayernland und seine barocke Lebensart erfunden zu haben.

Das Urrezept für diese Erfindung kann man derzeit in Rosenheim studieren, in der Ausstellung Adel in Bayern: Die CSU regiert wie einst die Königsdynastie der Wittelsbacher, sie stellt die Bezirksfürsten, Landräte und Bürgermeister, und es schien für ewig und drei Tage zu gelten, was der vergessene Schriftsteller Ludwig Steub schon vor 150 Jahren in seinen Kulturbildern konstatierte: Man brauche in Bayern glücklicherweise so wenig denken, weil dies die Mächtigen aus Gefälligkeit für alle besorgten; am Ende könne man diese Gewohnheit ganz einstellen.

Weil der CSU neuerdings ein ungewohnt scharfer Wind entgegenbläst, trommelt Parteichef Erwin Huber seine Parteiministranten zum »Kreuzzug« gegen die Sozis, Grünen und Freien Wähler, vor allem aber gegen die Linken. Den Glaubenszweiflern, die versucht sind, ihr Kreuzl an der falschen Stelle zu machen, wird wieder die Höllenangst eingejagt – ein urkatholischer Abwehrreflex aus der Denkschule des Tuntenhausener Männervereins, der den klerikalen Flügel der CSU bis heute beeinflusst. Der Reflex hilft ja auch, so wie die anno 1561 zwischen Tuntenhausen und Beyharting gebaute Dankkapelle gegen den Ansturm des falschen Lutherglaubens geholfen hat. Aber die Basilika von Tuntenhausen lassen wir diesmal links liegen, es geht weiter nach Berbling, wo wir mit Josef Obermeier verabredet sind, einem Landtagskandidaten der Linken. Ausgerechnet in Berbling, einem Dörflein hinter Bad Aibling, das noch nicht verschandelt wurde und stolz ist auf seine Rokokokirche mit den drei betenden Frauen, dem grandiosen Ölgemälde von Wilhelm Leibl. Obermeier trägt ein Polohemd, das so rot leuchtet wie die Geranien auf den Balkonen. Der Name, die Sprache und der Vollbart weisen ihn als Urbayern aus, verheiratet ist er mit einer Chinesin. Obermeier kandidiert für die Linken. »Die Leut’ halten mich meistens für einen CSUler. Aber die kommen heutzutag im Boss-Anzug daher. Denen fehlt die Aura der alten CSU, es sind oft Anpassler ohne Ecken und Kanten.« Obermeiers Programm sind ein paar Flugblätter mit diffusen Maximalforderungen, fürchten muss sich davor keiner. Aber zum Schluss gibt er uns noch einen interessanten Gedanken mit auf den Weg: »Die CSU ruht nicht mehr im Bayerntum.«

Um zu verstehen, was die unerschütterliche CSU-Ordnung so durcheinandergebracht hat, fahren wir weiter nach Oberaudorf am Inn. Das wohlhabende Gebirgsdorf ist ein Mikrokosmos der bayerischen Verhältnisse – und der tektonischen Verschiebungen in der politischen Landschaft. Edmund Stoiber erblickte hier das Licht der Welt, er ist Ehrenbürger, und solange die Menschen zurückdenken können, herrscht die CSU, in ihren besten Jahren fuhr sie regelrechte DDR-Ergebnisse ein. Seit der denkwürdigen Kommunalwahl aber stellt sie nur noch die Hälfte der Gemeinderäte. Das lag, oberflächlich betrachtet, an einem der segensreichen Projekte der CSU-Granden, das aber die überwältigende Mehrheit der Bürger nicht wollte. Ein pfundiger Campingplatz sollte her, und an der Vorplanung waren die bekannten Amigos beteiligt, der Architekt, der Immobilienmakler, der Gastronom, der Bauunternehmer und so weiter. »Vor dreißig Jahr’ war die Mafia nur unten, z’Italien, jetz hammas do, bei uns, in der CSU!«, wettert ein Bergbauer, der anonym bleiben will. »Die große Politik, dass i ned lach’… da Trog bleibt da gleiche, nur de Säu’ ändern si!«

Eine deftige Analyse. Aber der Erdrutsch in Oberaudorf hat auch ganz andere Ursachen, die weit über die Macht und Herrlichkeit der CSU hinausgehen. Man ahnt sie in der Pfarrkirche Zu Unserer Lieben Frau, die bei der Messe an diesem verregneten Sonntag halb leer bleibt. Hinten, unterm Chor, wo früher die Honoratioren versammelt waren, knien nur ein paar alte Leute und hören, wie der Pfarrer den Zusammenhalt der Gemeinde predigt. Aber wo ist die Gemeinde? Wo sind die Jungen? »Ja mei«, sagt der Guggenberger Sepp, ein Rentner, den wir anschließend in der Friedhofskapelle treffen, »ois foit ausananda.« Alles fällt auseinander, die bewährte Ordnung, das Brauchtum, die Institutionen, die katholische Frömmigkeit, kurzum die Welt, in der jeder seinen Platz und sein Auskommen hatte. Selbst am Stammtisch in der Alpenrose, wo früher noch heftig über die Politik dischkriert wurde, hockt keine Menschenseele. »Das Alte gewürdigt, mit Tradition erhalten, mit Sinn und G’spür die Gegenwart gestalten«, prangt auf der Fassade des Gasthauses. Sinn und Gespür? Die gestaltete Gegenwart in Oberaudorf, das ist ein alpenländischer Konsum- und Kitschkilometer, Trachtenladen, Andenkengeschäfte, die unvermeidliche Schlecker-Filiale, dazwischen Lüftlmalerei und mittendrin die betonierte Hässlichkeit des Rathauses. Und die »Ersatzkirche«, in die die Jugendlichen gerne gehen, wenn sie nicht zu Hause am Ego-Shooter sitzen: Sport Schweinsteiger. Das Schaufenster sieht aus wie ein Altar für Basti, den Nationalspieler, dessen Aufstieg beim FV Oberaudorf begann. Man schmückt sich mit ihm, er ist der berühmteste Botschafter des Dorfes, nach dem Edi, natürlich. Schweinsteigers jetziger Verein, der FC Bayern München, hat übrigens 130000 Mitglieder. Irgendwann wird er wohl die CSU (167000) überholen.

Der Franke Beckstein in einer Krachledernen – unvorstellbar

Ein Fremder möchte meinen, der Tatzlwurm sei nach Oberaudorf heruntergekrochen, jenes Fabelwesen, das in den Bergen haust. Es ist ein vielzüngiger Drache, in dessen Feuerodem alles Althergebrachte verdampft. Die Soziologen nennen ihn Modernisierung. Die CSU hat diesen Lindwurm gefüttert, nun kann sie ihn nicht mehr zähmen. Sie hat die Agrarprovinz Bayern mit ihrer äußerst erfolgreichen Laptop-und-Lederhosen-Strategie in ein modernes Industrieland verwandelt, die Bauern rauschen mit Hightechtraktoren über die Fluren, und selbst auf den Almhütten kann man im Internet surfen. Mit der wirtschaftlichen Blüte gingen ein tief greifender sozialer Wandel, wachsende Mobilität und die Individualisierung der Lebensstile einher. Die Bayern haben sich verändert, sie sind weltoffener, glaubensferner, liberaler und unberechenbarer geworden, vielleicht auch deutscher, normaler. Die üblichen Klischees – Weißwurst, Gamsbart, Oktoberfest, Bierseligkeit – passen jedenfalls immer weniger, und niemand mehr kann in diesen rasenden Globalisierungszeiten so genau sagen, was das wahre Bayerntum eigentlich ausmacht. Die CSU aber tut nach wie vor so, als wisse sie es ganz genau – und merkt zugleich, dass ihre Deutungshoheit bröckelt.

Umso öfter zieht sie im Wahlkampf die alte Trumpfkarte der Bajuwarizität. Aber kein Mensch kann sich den Franken Beckstein in einer Krachledernen vorstellen. Es befremdet viele Landsleute, wenn er von »anständigen Bayern« spricht und nur die eigenen Stammwähler meint. »Ich war früher auch ein anständiger Bayer«, sagt Ludwig Resch, der die Inntaler Blasmusi leitet. Heute sitzt er für die »Bürgergemeinschaft pro Oberaudorf« im Gemeinderat. Sein Beispiel zeigt, dass der CSU viel von ihrem Gespür für Land und Leute verloren gegangen ist, denn die Bayern sind auch widerständiger geworden, sie nehmen nicht mehr alles als gottgegeben hin, was die Parteiobrigkeit beschließt. Mancherorts steht die Kirche so schief wie in Dorfen, wo die neue Autobahn A94 vorbeirauschen soll, quer durchs stille Isental. Transrapid, Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen, Flughafenerweiterung in München-Erding, die Skepsis gegen milliardenschwere Infrastrukturprojekte wächst, und selbst loyale Parteikader marschieren nicht mehr bei jeder Fortschrittsprozession mit.

Man muss sich nur mit einem Nachwuchsmann wie Sebastian Haindl unterhalten, einem Kreisrat aus Erding, der einen Zimmereibetrieb führt und mit seinem Ohrring und der braunen Lederjacke so gar nicht dem Bild des ländlichen CSU-Vertreters entsprechen will. Haindl ist ganz entschieden gegen die dritte Startbahn des Franz-Josef-Strauß-Flughafens. »Warum brauch ma dös? Mia ham doch ois! So reden d’Leut’. Die Ausbaupläne ham viele Wähler verprellt.«

Die CSU hat den Protest allzu lange als grüne Spinnerei abgetan und in ihrer Überheblichkeit ignoriert, dass sich ein christlich-konservatives Umweltbewusstsein herausgemendelt hat. An den Heustadeln der Bauern hängen plötzlich Plakate gegen gentechnologische Abenteuer in der Landwirtschaft, und die energiesparenden Passivhäuser, die die Firma Haindl baut, werden nicht mehr als Ökohütten verlacht, sondern sind Verkaufsschlager.

Und so nimmt allerorten, wo die Modernisierungswalze schonungslos weiterrollt, das Unbehagen an der Wachstumsideologie zu, und in den betroffenen Kommunen werden die selbst ernannten Heimatpfleger der CSU als Traditionszerstörer wahrgenommen. Vielleicht sollten sie jungen, selbstkritischen Köpfen wie Haindl besser zuhören. »Aber Einwände san ned erwünscht. Ma wird da schnell von de Altn abrasiert.«

Letzte Station: das Theater zu Ingolstadt. Der Bühnenbildner malt gerade eine imposante Gebirgskulisse, den Sehnsuchtsraum der Bayern, in den sie gern ihre romantische Selbstverklärung aus dem späten 19. Jahrhundert projizieren, dieses König-Ludwig- und Ludwig-Thoma-Idyll. Bald ist Premiere von Mir san mir, einer Art Volksoperette über das fiktive Dorf Zeintling, in dem eine Kulturrevolution stattfindet: Zum ersten Mal wird ein Nichtbayer zum Bürgermeister gewählt, ein Ossi noch dazu! Der hat allerdings wenig Anpassungsprobleme, er ist schließlich in einem Einparteiensystem aufgewachsen. Das Stück des Kabarettisten Werner Meier führt alle Parameter für den Glaubwürdigkeitsschwund der CSU mit burleskem Schwung vor Augen, von der selbstherrlichen Spezl-Wirtschaft über die Machenschaften der Bayerischen Landesbank bis zum peinlichen Zirkus ums Rauchverbot. Auch die tiefere Ursache der Krise wird deutlich: Das traditionelle Milieu der CSU löst sich auf, ihre kulturelle Hegemonie nimmt ab.

Die Schwarzen können jetzt nicht mehr so tun, »als hätten sie den Chiemsee persönlich ausgehoben und damit die Alpen aufgeschüttet«, bleckt Franz Maget. Der Chef der bayerischen SPD wittert Morgenluft, aber er sollte sich nicht zu früh freuen. Das Machtgebäude der CSU mag wackeln, aber es steht, und selbst von ihren geschrumpften Wahlergebnissen können die Parteien anderswo in Deutschland nur träumen. Die SPD, der ewige Verlierer im Freistaat, ist uns ohnehin nur einmal auf dieser Rundreise aufgefallen, in Kelheim, wo die Donau das Juramassiv durchschneidet. Da lag ein Fahrgastschiff namens Renate, es war mit Girlanden aus knallroten Luftballons geschmückt, und am Bootssteg spielte ein Akkordeonist melancholische Weisen. »Kann man mitfahren?«, fragten neugierige Ausflügler. »Nein, geschlossene SPD-Veranstaltung«, erklärte ein Genosse. Die Sozialdemokraten bleiben wieder einmal unter sich. So werden sie für die Eroberung der bayerischen Volksseele ungefähr genauso lang brauchen wie die Donau für ihren Durchbruch. Es soll ein paar Millionen Jahre gedauert haben.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. "In schier uneinnehmbaren Hochburgen wie Passau, Landshut oder Garmisch-Partenkirchen und erstmals auch in vielen Landgemeinden verlor [die CSU] die absolute Mehrheit."

    Passauer Oberbürgermeister:
    bis 1990: CSU
    1990 - 2002: SPD
    2002 - 2008: CSU
    seit 2008: SPD

    CSU im passauer Stadtrat
    1996: CSU 18 von 44 Sitzen
    2002: CSU 19 von 44 Sitzen
    2008: CSU 16 von 44 Sitzen

    In Passau fand der dargestellte Umbruch schon 1990 statt (zugegeben, die Wahl des ersten SPD-Bürgermeisters war wirklich eine kleine Sensation).

    Auch das darin dargestellte Bayern, das sich angeblich im Umbruch befindet, gibt es schon längst nur mehr in Andenkenläden.
    Hat man hier einen Artikel vom Anfang der 90er Jahre aufgewärmt oder hat der Autor sein Bayernbild aus dem "Bullen von Tölz" u. äh.?

    Aber Danke für den Artikel! Dieses Bayernbild verschafft uns Jahr für Jahr ein nicht zu vernachlässigendes Einkommen aus dem Tourismus ;).

    Grüße

    Hinterfrager

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Nicht so ernst nehmen. Etwas Satire schimmert in dem Artikel schon durch.

    Nicht so ernst nehmen. Etwas Satire schimmert in dem Artikel schon durch.

  2. Den Bayern als solchen zeichnet aus, dass er unerschütterlich in einer rings um ihn herum untergehenden Welt seine Maß (0,9l max.!) trinkt. Weil er entweder völlig besoffen oder fest in einem fatalistischen Glauben an den Heiland verankert ist. Die Obrigkeit ist noch immer Gottgegeben. So dass der Bayer nichts Schlechtes daran findet, dass ein narrischer Kieni groteske Bauprojekte realisert und dabei das Volksvermögen verschleudert.
    Die Geschichte hat dem Bayern immer Recht gegeben.
    Auch als weitere Menetekel am weißblauen Himmel den Untergang der Welt wegen Volkszählung, fünfsstelliger Postleitzahl, Flughafen Erding oder Euro verkündeten, blieb der Bayer gelassen. Es geht archaisch zu in seinem Kopf. Und wer seinen Nächsten übers Ohr haut ist noch lange kein Verbrecher sondern allenfalls ein Batzi. Der Orient beginnt ja bekanntlich am Main.
    Aber es gibt auch unausrottbare Irrtümer.
    Der größte betrifft den zweitgrößten Potentaten der Bayern nach Ludwig zwo:
    Das Land ist nicht wegen dem Feudalherren Strauß und seiner noch immer auf den Fahndungslisten stehenden Entourage groß geworden, sondern trotz dieser unter dem Titel CSU organisierten Batzis. Den Aufschwung brachte tatsächlich der "vierte Stamm". Die Sudetendeutschen und die anderen Zuagroasten wagten nach dem Kriag Sakrilege und zogen z.B. am geheiligten Sonntag aufs Feld zur Heuernte, bevor das Gras wie bis dahin am Montag im Regen verfaulte.
    Somit ist leicht zu prognostizieren, dass jeder, der irgendwie Bayer ist oder sich assimiliert hat, ohne Rücksicht auf Verluste CSU wählen wird. Filz hält ja nicht bloß zusammen sondern er wärmt auch an kühlen Tagen. Die CSU wird in selbem Maße verflucht wie ihr gleichzeitig verziehen wird.
    Der politische Wolpertinger Seehofer zum Beispiel hat so ziemlich gegen alles verstoßen, was dem gestandenen Bayern lieb und teuer ist. Aber er ist der Batzi par exellence. Er hätte das Zeug zum Ministerpräsidenten.
    Der viel geziehene Stoiber hatte hingegen in einem Anflug von Altersweisheit vergessen, dass nur der was gilt, der ein richtiger Batzi ist. Wie kein anderer vor ihm hatte er den Filz gekämmt. Unter anderem fand sich Straußens geschäftstüchtiger Finanzbatzi Tandler eines Tages ohne weiteren politischen Einfluss auf seinen Altöttinger Latifundien wieder und verkauft seither teuren Schweinsbraten an Pilger.
    Räsonieren, Großmut oder Nachgiebigkeit ist dem Bayern verdächtig. Legitimer Nachfolger des Kieni wird nur, wer ein rechter Oberbatzi ist. Ersatzweise auch zwischendurch mal ein gescheiter Hofnarr zur Auflockerung.
    Und diese Rolle ist augenblicklich in der Batzi-Partei nachgerade ideal besetzt. Sogar doppelt.
    wird

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich halte Seehofer jedoch fuer einen ausgemachten Strietzi - und den Rest der CSU-Spitze fuer nicht minder ausgemachte Larifaris. Vielleicht sollten doch besser die Oesterreicher uns die Bayern abnehmen...

    Merke: Hinter Muenchen faengt der Balkan an und hinter Wien der Orient.

    Ich halte Seehofer jedoch fuer einen ausgemachten Strietzi - und den Rest der CSU-Spitze fuer nicht minder ausgemachte Larifaris. Vielleicht sollten doch besser die Oesterreicher uns die Bayern abnehmen...

    Merke: Hinter Muenchen faengt der Balkan an und hinter Wien der Orient.

    • Anonym
    • 21.09.2008 um 12:39 Uhr

    allein nur den Bayern, und bitte nur nicht "deutsch" werden, der Freistaat wäre mir so viel lieber als die nicht wenigen glatt Gebügelten und sanftmütigen Profillosen, welche ständig Lethewasser trinken, um zu vergessen, wer sie sind bzw. sein könnten und in einer ängstlichen Form .. verharren

  3. Ich halte Seehofer jedoch fuer einen ausgemachten Strietzi - und den Rest der CSU-Spitze fuer nicht minder ausgemachte Larifaris. Vielleicht sollten doch besser die Oesterreicher uns die Bayern abnehmen...

    Merke: Hinter Muenchen faengt der Balkan an und hinter Wien der Orient.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • wll
    • 22.09.2008 um 9:38 Uhr

    "Vielleicht sollten doch besser die Oesterreicher uns die Bayern abnehmen..."

    Gar keine so schlechte Idee. Österreich hat nämlich keinen Länderfinanzausgleich ;-)...

    • outis
    • 22.09.2008 um 14:44 Uhr

    Da kursieren offenbar einige geographische Irrtümer! Wo Balkan und Orient beginnen ,weiß ich nicht. Jedenfalls beginnt rechts vom Rhein ASIEN und was die barbarischen Bajuwaren treiben ist uns sowiso egal.

    Sag ich doch schon immer, her mit der Alpenrepublik!
    Bayerische Wirtschaftskraft gepaart mit Östereichischem Talent für Tourismus dazu noch Südtirol (wenns der Berlusconi hergibt) das wäre ein Paradies auf Erden!
    Aber wer finanziert dann den übrigen Rest von Deutschland??? Baden Würthenberg alleine? Die könne außer Deutsch zwar alles, aber das würde an ein Wunder grenzen!

    • wll
    • 22.09.2008 um 9:38 Uhr

    "Vielleicht sollten doch besser die Oesterreicher uns die Bayern abnehmen..."

    Gar keine so schlechte Idee. Österreich hat nämlich keinen Länderfinanzausgleich ;-)...

    • outis
    • 22.09.2008 um 14:44 Uhr

    Da kursieren offenbar einige geographische Irrtümer! Wo Balkan und Orient beginnen ,weiß ich nicht. Jedenfalls beginnt rechts vom Rhein ASIEN und was die barbarischen Bajuwaren treiben ist uns sowiso egal.

    Sag ich doch schon immer, her mit der Alpenrepublik!
    Bayerische Wirtschaftskraft gepaart mit Östereichischem Talent für Tourismus dazu noch Südtirol (wenns der Berlusconi hergibt) das wäre ein Paradies auf Erden!
    Aber wer finanziert dann den übrigen Rest von Deutschland??? Baden Würthenberg alleine? Die könne außer Deutsch zwar alles, aber das würde an ein Wunder grenzen!

  4. Seit undenklichen Jahren eine Symbiose. Bayern,die katholische Kirche und CSU,eine untrennbare Einheit.Es ist nicht alles so verkehrt was so nach und nach an die Öffentlichkeit gelangt. Filz und Postengeschiebe gehörte (gehört ?) in Bayern einfach dazu. Ich könnte unzählige Beispiele anführen, aus eigenem Erleben, wo und wie in Bayern Politik gemacht wird.
    - U.a.:
    -ein CSU Politiker fragte mich vor einigen Jahren in einem Lokal am Mangfallplatz
    in München, Giesing,,nach einigen halben Bier,
    was ich beruflich mache. Auf meine Antwort sagte er mir: Du bist noch nicht zu alt, gehe in die Politik, erzähle den Leuten irgendeinen einen Schmarr´n, wichtig ist das Du gewählt wirst.Wenn Du die richtigen Leute um dich hast, wirst Du gewählt, garantiert Und dann, hast Du für dein weiteres Leben ausgesorgt.
    Wer heute noch arbeitet ist selber schuld.
    Zitat ende.( Leider habe ich das H.Kohl Syndrom, kann mich an den Namen nicht
    mehr erinnern).
    Weiter:
    EinFreund von mir betreibt ein Trachtengeschäft in Garmisch-Partenkirchen.
    99,9% der Einwohner von GP sind in der Katholischen Kirche. Auch mein Freund.
    Aber er lehnt im Grunde seines Herzens die katholische Kirche ab.
    Ich gab im den Rat, dann trete doch aus.
    Antwort: dann kann ich mein Geschäft schließen. Kein Bürger von GP wird jemals wieder bei mir einkaufen. Nicht in der Kirche ? Aussenseiter!
    Also bleibt er in Bayern als Katholik. Von Herzen? Nein, um zu überleben.
    Die Mitgliederzahl der CSU und die dadurch einkommende Kirchensteuer ist wichtig.
    (Anmerkung).- Deutschland, incl. aller Bundesländer, ist der einzige Staat in der Welt in dem die Kirchensteuer per Gesetz direkt vom Bruttolohn abgezogen und an die Protestantische, oder Katholische Kirche abgeführt wird.
    Ein Austritt aus den gesetzl. Kirchen ist mit erheblichen Kosten und Behördengängen verbunden.
    In Bayern ganz besonders schwierig.
    Stellt sich die Frage, ob das Grundgesetz eigentlich konform ist mit der Praxis.
    Das Grundgesetz schließt eine Verbindung zwischen Staat und Kirche(Religion)aus.
    Wieso ist es dann aber möglich, ein kleinkind durch den Willen der Eltern in eine
    Kirchengemeinde aufzunehmen, aber, wenn dieses kleinkind erwachsen ist, 18 Jahre alt, und den Austritt aus der jeweiligen Kirchengemeinschaft will,dieses Kirchenmitglied enorme Probleme bekommt. Finanziell, Juristisch und Gesellschaftlich ?

    Aus der Vergangenheit, um die bayerische Praktik darzustellen.

    Otto Wiesheu.

    29.Okt.1983, Trunkenheitsfahrt mit dem eigenen PKW von Staatsminister
    Otto Wiesheu.
    Unfall verursacht.
    Ein Toter, mehrere Verletzte.
    Urteil der Justiz:
    12 Monate auf Bewährung, 20.000,-DM (DM) Strafe.
    Otto Wiesheu erhielt dann u.a., das Bundesverdienstkreuz und den Bayerischen Verdienstorden !
    Im Jahr 1993, ein Jahr nach der Trunkenheitsfahrt mit Todesfolge,
    wurde Otto Wiesheu Staatsminister für : Wirtschaft - Verkehr - Technologie.

    Bavaria Style ?

    F.J.Strauß.

    Einen Tag bevor seine Kanzlei auf Anordnung des Gerichts wegen der Spendenaffäire nach Unterlagen und verschwundenen Geldern durchsucht werden sollte,brannte die Kanzlei von F.J.Strauß vollständig ab.Keine Beweissicherung mehr möglich. Vorsätzliche Brandstiftung? Bei F.J.Strauß ? NEEEEEIIIIN.
    Sonderbar dabei war, obwohl dies eine eine streng geheime Aktion zur Wahrheitsfindung und Beweissicherung war, 2 Tage vorher diese geplante, beschlossene Aktion in allen deutschen Tageszeitungen zu lesen war.

    Bavaria Style ?

    Die PC Festplatte vom Sohn des ehrenwerten F.J.Strauß verschwand auf unerklärliche Weise aus dem Sicherheitsraum der Polizei/Staatsanwaltschaft ?
    Beweismaterial verschwindet !
    Viel, viel später wurde dann die Festplatte irgendwie doch gefunden, aaaaber,- alle Daten waren bis zur Unkenntlichkeit gelöscht.
    Auch hier, Beweismaterial unwiderbringlich verloren.

    Bavaria Style ?

    Nein, nicht nur in Bayern, die augenblicklichen Ereignisse, Weltweit, zeigen doch eigentlich nur auf, wie Politik in der Welt funktioniert.

    Eigensicherung - Filz - Vertuschung - Gedächtnisverlust - Berufung auf Immunität !

    Mit einer noch kontrollierbaren Angst für die Zukunft,

    Analysis

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • wll
    • 22.09.2008 um 9:57 Uhr

    Filz und Postengeschiebe gehörte (gehört ?) in Bayern einfach dazu.

    Solche unappetitlichen Auswüchse gibt es überall, wo ein Machtzirkel über längere Zeit am Regieren ist. Neben den berüchtigten "Kölner Klüngel" beispielsweise nehmen sich die meisten bayerischen Fälle wie ein Schwank aus dem Bauerntheater aus.

    "Ein Austritt aus den gesetzl. Kirchen ist mit erheblichen Kosten und Behördengängen verbunden."

    Übertreiben Sie da nicht ein bisschen? Bei mir waren es anno 2004 knapp 60 Euro und etwa eine halbe Stunde beim Standesamt (inklusive Wartezeit). Von der Amortisation her gesehen recht ansprechend...

    Otto Wiesheu.
    Unfall verursacht.
    Ein Toter, mehrere Verletzte.
    Urteil der Justiz:
    12 Monate auf Bewährung, 20.000,-DM (DM) Strafe.

    Ich darf an die Causa Ralf Wolter erinnern: Wenden auf der Autobahn mit drei Toten. Urteil: neun Monate Haft auf Bewährung. Die deutsche Justiz ist leider bei so etwas extrem lax, insbesondere wenn Prominente vor Gericht stehen. Ist aber kein Monopol von CSU-Granden oder auf Bayern beschränkt.

    "Wieso ist es dann aber möglich, ein kleinkind durch den Willen der Eltern in eine
    Kirchengemeinde aufzunehmen, aber, wenn dieses kleinkind erwachsen ist, 18 Jahre alt, und den Austritt aus der jeweiligen Kirchengemeinschaft will,dieses Kirchenmitglied enorme Probleme bekommt. Finanziell, Juristisch und Gesellschaftlich ?"

    Könnten Sie diese "enormen finanziellen und juristischen" Probleme vielleicht einmal näher darlegen? Ich hatte jedenfalls bei meinem Austritt keine - und das in einem stockkatholischen oberbayrischen Landnest. Was die gesellschaftliche Akzeptanz angeht - fragen Sie doch einmal Schwule oder Lesben nach ihren Problemen damit. Man kann eine solche Akzeptanz nun einmal nicht vorschreiben. Wie wollten Sie denn die Leute in Garmisch zwingen, weiterhin bei dem genannten Händler einzukaufen?

    Dass es sich in Bayern prima "filzt" mag schon so sein, geht aber woanders auch ganz gut. In Köln nennt man das z. B. Klüngel, die Jecken da sind auch nicht ganz ohne. In den neuen Bundesländern nennt man sie alte Seilschaften, funktioniert auch ganz gut und Studentenverbinungen gibt es in der ganzen Republik. Wenn ich nicht ganz falsch liege wissen die auch ganz gut wie man, achtung Neudeutsch: "networkt". In so fern finde ich ist Bayern schon ganz schön Deutsch!
    Thema Kirchenaustritt: Man geht aufs Standesamt, erklärt seinen Austritt zahlt eine Bearbeitungsgebühr, das wars. Mindestalter 14 Jahre oder Erziehungsberechtigten mitbringen. Ach so, wenn der Bekannte in GAP der Trachten handelt mit G anfängt, zu dem gehen die Leute nicht wegen der Konfession sondern weil er von der Knopfauswahl bis zu Maßdirndel einfach das vollste Sortiment hat, die Maßschneiderei schnell und kompetent arbeitet, die Selbstnäherin vom guten Rat bis zu Stoff und Zwirn es findet und die notwendige Preissendirndelkollektion im erträglichen Rahmen gehalten wird. Wenn Ihr Bekannter nicht mit G anfängt hilft im die Kirche auch nicht weiter aber von G lernen schon!
    Kurz und gut, Bayern ist schräg, aber auch nicht schräger als der Rest der Republik!
    Übrigens wird die Kirchensteuer in ganz Deutschland vom Staat erhoben und das peinlicher Weise seit dem 3. Reich!!!

    • wll
    • 22.09.2008 um 9:57 Uhr

    Filz und Postengeschiebe gehörte (gehört ?) in Bayern einfach dazu.

    Solche unappetitlichen Auswüchse gibt es überall, wo ein Machtzirkel über längere Zeit am Regieren ist. Neben den berüchtigten "Kölner Klüngel" beispielsweise nehmen sich die meisten bayerischen Fälle wie ein Schwank aus dem Bauerntheater aus.

    "Ein Austritt aus den gesetzl. Kirchen ist mit erheblichen Kosten und Behördengängen verbunden."

    Übertreiben Sie da nicht ein bisschen? Bei mir waren es anno 2004 knapp 60 Euro und etwa eine halbe Stunde beim Standesamt (inklusive Wartezeit). Von der Amortisation her gesehen recht ansprechend...

    Otto Wiesheu.
    Unfall verursacht.
    Ein Toter, mehrere Verletzte.
    Urteil der Justiz:
    12 Monate auf Bewährung, 20.000,-DM (DM) Strafe.

    Ich darf an die Causa Ralf Wolter erinnern: Wenden auf der Autobahn mit drei Toten. Urteil: neun Monate Haft auf Bewährung. Die deutsche Justiz ist leider bei so etwas extrem lax, insbesondere wenn Prominente vor Gericht stehen. Ist aber kein Monopol von CSU-Granden oder auf Bayern beschränkt.

    "Wieso ist es dann aber möglich, ein kleinkind durch den Willen der Eltern in eine
    Kirchengemeinde aufzunehmen, aber, wenn dieses kleinkind erwachsen ist, 18 Jahre alt, und den Austritt aus der jeweiligen Kirchengemeinschaft will,dieses Kirchenmitglied enorme Probleme bekommt. Finanziell, Juristisch und Gesellschaftlich ?"

    Könnten Sie diese "enormen finanziellen und juristischen" Probleme vielleicht einmal näher darlegen? Ich hatte jedenfalls bei meinem Austritt keine - und das in einem stockkatholischen oberbayrischen Landnest. Was die gesellschaftliche Akzeptanz angeht - fragen Sie doch einmal Schwule oder Lesben nach ihren Problemen damit. Man kann eine solche Akzeptanz nun einmal nicht vorschreiben. Wie wollten Sie denn die Leute in Garmisch zwingen, weiterhin bei dem genannten Händler einzukaufen?

    Dass es sich in Bayern prima "filzt" mag schon so sein, geht aber woanders auch ganz gut. In Köln nennt man das z. B. Klüngel, die Jecken da sind auch nicht ganz ohne. In den neuen Bundesländern nennt man sie alte Seilschaften, funktioniert auch ganz gut und Studentenverbinungen gibt es in der ganzen Republik. Wenn ich nicht ganz falsch liege wissen die auch ganz gut wie man, achtung Neudeutsch: "networkt". In so fern finde ich ist Bayern schon ganz schön Deutsch!
    Thema Kirchenaustritt: Man geht aufs Standesamt, erklärt seinen Austritt zahlt eine Bearbeitungsgebühr, das wars. Mindestalter 14 Jahre oder Erziehungsberechtigten mitbringen. Ach so, wenn der Bekannte in GAP der Trachten handelt mit G anfängt, zu dem gehen die Leute nicht wegen der Konfession sondern weil er von der Knopfauswahl bis zu Maßdirndel einfach das vollste Sortiment hat, die Maßschneiderei schnell und kompetent arbeitet, die Selbstnäherin vom guten Rat bis zu Stoff und Zwirn es findet und die notwendige Preissendirndelkollektion im erträglichen Rahmen gehalten wird. Wenn Ihr Bekannter nicht mit G anfängt hilft im die Kirche auch nicht weiter aber von G lernen schon!
    Kurz und gut, Bayern ist schräg, aber auch nicht schräger als der Rest der Republik!
    Übrigens wird die Kirchensteuer in ganz Deutschland vom Staat erhoben und das peinlicher Weise seit dem 3. Reich!!!

    • Ranjit
    • 21.09.2008 um 13:43 Uhr

    Eine interessante Analyse und ein sehr lesenswerter Artikel.
    Danke!

  5. Nicht so ernst nehmen. Etwas Satire schimmert in dem Artikel schon durch.

  6. "Moderne" ist kein monolithisches Konzept - und es gibt keine unilineare Entwicklung dorthin, wie der Autor suggeriert. Insofern wird Bayern eben nicht "deutsch", nur weil es dort "Schwule Bürgermeister, aalglatte Karrieristen und überall Proteste" gibt. Das "Bayerntum", was es heißt "bayrisch" und gleichzeitig "modern" zu sein, wird lediglich im lokalen Kontext umgedeutet. Das Dilemma für die CSU besteht darin, dass sie im Begriff steht, diese Deutungshoheit zu verlieren. Laptop und Lederhose allein ziehen nicht mehr. Andere, wie der von Grill zitierte Linke Obermeier, verkörpern in ihrer Unangepasst, die von Vielen ersehnte neue Authentizität anscheinend viel besser.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service