Cern Der Teilchen-Thriller

Kurz nach dem Start der größten Maschine aller Zeiten jagt in Genf eine Panne die nächste. Zum Glück! Denn wer würde sich sonst für das Experiment interessieren?

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als gäbe es mit der »Weltmaschine« nichts als Ärger. Zuerst der ganze Trubel um die Schwarzen Löcher, die angeblich im Kernforschungszentrum Cern in Genf entstehen. Und nun auch noch technische Pannen, die den Riesenbeschleuniger LHC erst einmal für sechs Monate stilllegen – das klingt schon fast nach Sabotage. Doch auf den zweiten Blick: Was für ein Glück für die Wissenschaft! Denn Hand aufs Herz: Wer würde sich sonst für Teilchenphysik interessieren?

Keine PR-Agentur hätte den Start des LHC besser in Szene setzen können. Schließlich sind die Beschleunigerexperimente bei reibungslosem Ablauf beliebig unanschaulich. Da knallt und raucht nichts, anders als seltene Tiere lassen sich Elementarteilchen auch nicht fotografieren, und selbst die energiereichsten Teilchenkollisionen verstecken sich in einem Datenwust, den nur noch aufwendige Computerprogramme durchschauen. Langweiliger kann Wissenschaft kaum sein.

Doch dann beschwor ein exzentrischer Professor die Gefahr von alles verschlingenden Schwarzen Löchern, und schon hatten alle Boulevardblätter einen perfekten Aufhänger – auch wenn die Bedrohung in etwa so real war wie die Angst mittelalterlicher Seefahrer, bei langen Erkundungsreisen von der Erdscheibe zu kippen.

Dann folgte, wenige Tage nach dem Start, ein Stromausfall, kurz darauf überhitzte sich einer der supraleitenden Magneten, und durch ein Leck im Kühlsystem entwich eine Tonne suprafluides Helium. So macht der LHC ständig neue Schlagzeilen und beweist, dass Wissenschaft eben nie Routine ist, sondern immer einen Schritt ins Ungewisse darstellt.

Nun wird selbst das Rennen mit der Konkurrenz vom amerikanischen Tevatron wieder spannend. Es fehlte eigentlich nur noch ein mysteriöser Todesfall – etwa ein Physiker, der in seinem Büro mit einem Schwarzen Loch in der Brust aufgefunden wird. Dann wäre der Romanstoff für einen Cern-Thriller perfekt.

 
Leser-Kommentare
  1. Drei Milliarden Euro gibt die Europäische Organisation für nukleare Forschung (CERN) für den Teilchenbeschleuniger LHC aus. Man lasse sich diese Zahl auf der Zunge zergehen: 3.000.000.000 Euro (!). Was könnte man mit diesem Geld nicht alles machen! Abertausende von Kindergärten, Ganztagsschulen und Kinderbetreuungseinrichtungen ließen sich damit finanzieren. Stattdessen bauen wir, mit Steuergeldern finanziert, ein immens teures Spielzeug für Physiker, das noch nicht einmal funktioniert und von dem nicht sicher ist, ob es überhaupt neue Erkenntnisse liefern wird.

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    Aha.

    Ich halte 5.000.000.000,-- Euro - das sind zwei Milliarden Euro mehr - dagegen:

    Bildzeitung schreibt nix, aber ich: http://bernhardsweblog.bl...
    (eine Zeile!).

    Das ist die Summe, auf die sich der Schaden durch das Mißmanagement bei der bayerischen Landesbank inzwischen beläuft.

    Die bayerischen Wähler haben die einmalige Gelegenheit, die CSU-Verantwortlichen am Sonntag bei der Landtagswahl direkt abzuwatschen.

    Dass der Bockmist in unserer Medienlandschaft nicht oder kaum publiziert wirde, hat seinen parteipolitischen Hintergrund.

    Tsss.....

    Sehr geehrter Herr Martin,

    stellen Sie sich einmal eine Welt vor, wie sie wäre, wenn wir nach Ihrem Grundsatz handeln würden. Gehen wir dabei davon aus, dass Korruption usw. auf ein Mindestmaß reduziert werden und das ganze Geld tatsächlich "den Armen" in angemessener Menge zur Verfügung gestellt wird, keiner verhungert etc.
    Die Kinderversorgung ist gesichert, alle gehen zur Uni (wenn sie wollen und können, aber das wird gar nicht so schwer, wie sich unten darstellt)

    Nun haben wir alle in etwas gleich viel und es scheint das Ziel der "Humanität" erreicht.

    Leider hatten wir dabei nie Geld übrig, um es in Forschung zu investieren, wir haben alle möglichen Krankheiten, keine Ahnung von alternativen Energieen (was die uns gekostet hätten!); sprich: unser gesamtes Wissen ist auf einem gewissen Stand stehengeblieben. Das vereinfacht den Unterricht extrem, weil wir ohne zu überlegen die Lehrbücher von anno dazumal verwenden können - wir lernen ja nichts mehr dazu!

    Was ich damit verdeutlichen will ist, dass die Forschung (egal auf welchem Gebiet) in unserer Gesellschaft gar nicht hoch genug bewertet werden kann. Von den Ergebnissen der Forschung ist es abhängig, ob wir es schaffen, uns in der Zukunft diesem "humanitären Ideal" anzunähern.

    Ihren Wunsch kann ich also nur bekräftigen, aber der Weg dorthin geht nicht über Stagnation in den Wissenschaften, sondern eben gerade über diese Wissenschaften, die unsere Gesellschaft sauberer sicherer und -in einer fernen Zukunft- vielleicht auch fairer machen.

    Die Forschung am CERN ist deswegen so wichtig, weil wir mit den Ergebnissen überprüfen können, ob unser Modell der Teilchenphysik zutrifft (Higgs-Teilchen). Es werden dabei sicher noch sehr viele andere Dinge herausgefunden, aber allein die Chance auf das H-T ist von enormer Bedeutung!

    Aha.

    Ich halte 5.000.000.000,-- Euro - das sind zwei Milliarden Euro mehr - dagegen:

    Bildzeitung schreibt nix, aber ich: http://bernhardsweblog.bl...
    (eine Zeile!).

    Das ist die Summe, auf die sich der Schaden durch das Mißmanagement bei der bayerischen Landesbank inzwischen beläuft.

    Die bayerischen Wähler haben die einmalige Gelegenheit, die CSU-Verantwortlichen am Sonntag bei der Landtagswahl direkt abzuwatschen.

    Dass der Bockmist in unserer Medienlandschaft nicht oder kaum publiziert wirde, hat seinen parteipolitischen Hintergrund.

    Tsss.....

    Sehr geehrter Herr Martin,

    stellen Sie sich einmal eine Welt vor, wie sie wäre, wenn wir nach Ihrem Grundsatz handeln würden. Gehen wir dabei davon aus, dass Korruption usw. auf ein Mindestmaß reduziert werden und das ganze Geld tatsächlich "den Armen" in angemessener Menge zur Verfügung gestellt wird, keiner verhungert etc.
    Die Kinderversorgung ist gesichert, alle gehen zur Uni (wenn sie wollen und können, aber das wird gar nicht so schwer, wie sich unten darstellt)

    Nun haben wir alle in etwas gleich viel und es scheint das Ziel der "Humanität" erreicht.

    Leider hatten wir dabei nie Geld übrig, um es in Forschung zu investieren, wir haben alle möglichen Krankheiten, keine Ahnung von alternativen Energieen (was die uns gekostet hätten!); sprich: unser gesamtes Wissen ist auf einem gewissen Stand stehengeblieben. Das vereinfacht den Unterricht extrem, weil wir ohne zu überlegen die Lehrbücher von anno dazumal verwenden können - wir lernen ja nichts mehr dazu!

    Was ich damit verdeutlichen will ist, dass die Forschung (egal auf welchem Gebiet) in unserer Gesellschaft gar nicht hoch genug bewertet werden kann. Von den Ergebnissen der Forschung ist es abhängig, ob wir es schaffen, uns in der Zukunft diesem "humanitären Ideal" anzunähern.

    Ihren Wunsch kann ich also nur bekräftigen, aber der Weg dorthin geht nicht über Stagnation in den Wissenschaften, sondern eben gerade über diese Wissenschaften, die unsere Gesellschaft sauberer sicherer und -in einer fernen Zukunft- vielleicht auch fairer machen.

    Die Forschung am CERN ist deswegen so wichtig, weil wir mit den Ergebnissen überprüfen können, ob unser Modell der Teilchenphysik zutrifft (Higgs-Teilchen). Es werden dabei sicher noch sehr viele andere Dinge herausgefunden, aber allein die Chance auf das H-T ist von enormer Bedeutung!

    • Delok
    • 24.09.2008 um 18:30 Uhr

    Einen CERN-Thriller gibt es schon, nennt sich "Illuminati" von Dan Brown, das dort beschriebene CERN hat aber mit dem echten rein gar nichts zu tun, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann.

    Und was diese technophoben Kommentare betrift: Die gehen mir gehörig auf die Nerven!
    Es werden jedes Jahr Unsummen in "soziale" Projekte gesteckt. Was hats bislang gebracht: NIX!

    3Mrd. für Kernforschung ist, wie man sieht, unglaublich viel, sprich damit lässt sich sehr viel bewegen. Die gleichen 3Mrd für die 3. Welt oder ähnlichen Schwachsinn sind bestenfalls ein Tropfen auf dem heissen Stein.

    Davon abgesehen, der Grund herauszufinden "was die Welt im innersten zusammenhält" ist sehr einfach: Weil mans kann.
    Genauso wie es Menschen gibt die versuchen immer höhere Berge zu erklimmen, einfach weil sie da sind, versuchen Physiker in immer kleinere Dimensionen vorzudringen und immer mehr Wissen aufzuhäufen.

    Daran ist nichts verwerfliches, ganz im Gegenteil, denn man kann kaum vorraussehen was die Technologien die aus der Grundlagenforschung kommen eines Tages bewirken werden, siehe: Microchips, Computer, World-Wide-Web etc...

  2. auf Erden könne man mit den Mitteln, die Menschen zur Verfügung stehen, ein schwarzes Loch erzeugen. Aberwitzig die Mär vom Forscher mit 'nem Schwarzen Loch in der Brust. Gehts noch alberner, Herr Schnabel??? Ich verstehe Ihren Text als - was eigentlich? Ein Witz? - Nein, überflüssig ..

    Mit einem Streichholz erzeugt man Feuer. Feuer gibt es auch auf der Sonne. Na und? Schaffen wir etwa eine Sonne auf Erden, wenn wir ein Streichholz entzünden? Auf der Sonne explodieren ständig Milliarden von Atombomben. Na und? Hat je eine Atombombenexplosion die Erde zur Sonne gemacht? (Dennoch sollten wir auf die Herstellung und vor allem auf den Gebrauch von Atomwaffen verzichten). Selbiges gilt bzgl. der Versuche in CERN. Hier wird lediglich ein Model entwickelt, um die Strukturen in Schwarzen Löchern verstehen zu können. Enorme Energien sind am Entstehen Schwarzer Löcher im All beteiligt, die niemals irgendwie oder -wann durch Menschen auf Erden erzeugt werden könnten. Warum also immer wieder solche Märchen aufgreifen?

    Und @Herr Martin, mit dem Geld, das die Banken in die Sonne geschossen haben - sage und schreibe 700 Milliarden! - könnte man doch bestimmt noch mehr machen, als Kindergärten bauen, oder? In der Forschung weiß man eben nie vorher, ob ein Versuch etwas bringt oder nicht. Denn wüsste man alles schon vorher, könnte man sicher viel Mühe, Arbeit und auch Geld sparen. Aber aus Fehlern und Misserfolgen lernt man schließlich auch etwas, wie es @Delok angedeutet hat. Also: Besser sein Geld in die Forschung gesteckt als auf 'ne Bank getragen. Der Kapitalismus nämlich wirkt aufgrund der enormen Geldgier einiger eher wie ein Schwarzes Loch ...

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    Als Wissenschaftler freue ich mich natürlich wenn Geld in die Grundlagenforschung gesteckt wird. Dennoch halte ich die Dimension dieses Teilchenbeschleuniger-Projektes und die damit verbundenen Erwartungen für maßlos überzogen. Ein bisschen mehr Demut würde manchem Wissenschaftler nicht schaden. Und mal ehrlich: Was erwartet sich die Physiker-Gemeinschaft von diesen Experimenten, die Weltformel? Sicher nicht. Den Nachweis des Higgs-Teilchens? Vielleicht. Doch rechtfertigt das den enormen finanziellen Aufwand von 3 Mrd Euro? Ich für meinen Teil sehe die hier Verhältnismäßigkeit nicht mehr gegeben.

    Als Wissenschaftler freue ich mich natürlich wenn Geld in die Grundlagenforschung gesteckt wird. Dennoch halte ich die Dimension dieses Teilchenbeschleuniger-Projektes und die damit verbundenen Erwartungen für maßlos überzogen. Ein bisschen mehr Demut würde manchem Wissenschaftler nicht schaden. Und mal ehrlich: Was erwartet sich die Physiker-Gemeinschaft von diesen Experimenten, die Weltformel? Sicher nicht. Den Nachweis des Higgs-Teilchens? Vielleicht. Doch rechtfertigt das den enormen finanziellen Aufwand von 3 Mrd Euro? Ich für meinen Teil sehe die hier Verhältnismäßigkeit nicht mehr gegeben.

  3. Als Wissenschaftler freue ich mich natürlich wenn Geld in die Grundlagenforschung gesteckt wird. Dennoch halte ich die Dimension dieses Teilchenbeschleuniger-Projektes und die damit verbundenen Erwartungen für maßlos überzogen. Ein bisschen mehr Demut würde manchem Wissenschaftler nicht schaden. Und mal ehrlich: Was erwartet sich die Physiker-Gemeinschaft von diesen Experimenten, die Weltformel? Sicher nicht. Den Nachweis des Higgs-Teilchens? Vielleicht. Doch rechtfertigt das den enormen finanziellen Aufwand von 3 Mrd Euro? Ich für meinen Teil sehe die hier Verhältnismäßigkeit nicht mehr gegeben.

    Antwort auf "Aberglaube anzunehmen,"
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    Herr Martin, ich denke, das eigentliche Problem ist nicht, ob oder ob nicht 3 Milliarden zu viel oder zu wenig für die Wissenschaft wäre. Die Frage muss doch vielmehr sein: Warum wird von den Unmengen an Geldern, die tagtäglich in die Sonne oder auf den Mond geschossen und verbrannt werden durch Spekulationen, durch Mafia und sonstwas - nicht zuletzt durch o.g. Bankiers -, nicht eben auch genügend Geld genau zur Erhaltung/Pflege unserer Erde und zur Optimierung sozialer Strukturen eingesetzt?

    Die Forschung ist nun einmal ein Grundanliegen - ja vielleicht so etwas wie ein Trieb - des Menschen. Und dies sollte man pflegen und sinnvoll einsetzen; denn das Wissen von der Welt (und damit auch von sich selbst als Mensch) zu erweitern ist immer sinnvoll. Der Sinn von CERN wird uns sicher demnächst auch sinnvoller erscheinen; nämlich dann, wenn neue Erkenntnisse - wie auch immer sie ausfallen werden - vorliegen.

    Es werden Milliarden investiert in neue Brennstoffe, wobei Wälder abgeholzt und Getreide und Mais und andere wertvolle Nahrungsmittel benutzt werden, um sie schließlich im Automotor zu verbrennen, anstatt sie den Hungernden zum Essen zu geben. Macht das etwa Sinn?

    Das Problem dabei also ist doch: wie verteilt man das Geld, das der Menschheit zur Verfügung steht, so, dass die Erde erhalten bleibt, dass auch die Armen (und nicht nur die Reichen) davon profitieren und dazu auch noch die Wissenschaft gefördert werden kann? Wie verhindert man, dass das Kapital zum Schwarzen Loch wird?

    Die Sache mit der Demut ist also gar nicht so sehr wichtig. Denn sicher sind die CERNer ziemlich demütig - denn sie haben großen Respekt vor dem Leben und dem Universum und wissen sehr wohl, dass sie nichts wissen.

    Herr Martin, ich denke, das eigentliche Problem ist nicht, ob oder ob nicht 3 Milliarden zu viel oder zu wenig für die Wissenschaft wäre. Die Frage muss doch vielmehr sein: Warum wird von den Unmengen an Geldern, die tagtäglich in die Sonne oder auf den Mond geschossen und verbrannt werden durch Spekulationen, durch Mafia und sonstwas - nicht zuletzt durch o.g. Bankiers -, nicht eben auch genügend Geld genau zur Erhaltung/Pflege unserer Erde und zur Optimierung sozialer Strukturen eingesetzt?

    Die Forschung ist nun einmal ein Grundanliegen - ja vielleicht so etwas wie ein Trieb - des Menschen. Und dies sollte man pflegen und sinnvoll einsetzen; denn das Wissen von der Welt (und damit auch von sich selbst als Mensch) zu erweitern ist immer sinnvoll. Der Sinn von CERN wird uns sicher demnächst auch sinnvoller erscheinen; nämlich dann, wenn neue Erkenntnisse - wie auch immer sie ausfallen werden - vorliegen.

    Es werden Milliarden investiert in neue Brennstoffe, wobei Wälder abgeholzt und Getreide und Mais und andere wertvolle Nahrungsmittel benutzt werden, um sie schließlich im Automotor zu verbrennen, anstatt sie den Hungernden zum Essen zu geben. Macht das etwa Sinn?

    Das Problem dabei also ist doch: wie verteilt man das Geld, das der Menschheit zur Verfügung steht, so, dass die Erde erhalten bleibt, dass auch die Armen (und nicht nur die Reichen) davon profitieren und dazu auch noch die Wissenschaft gefördert werden kann? Wie verhindert man, dass das Kapital zum Schwarzen Loch wird?

    Die Sache mit der Demut ist also gar nicht so sehr wichtig. Denn sicher sind die CERNer ziemlich demütig - denn sie haben großen Respekt vor dem Leben und dem Universum und wissen sehr wohl, dass sie nichts wissen.

  4. Herr Martin, ich denke, das eigentliche Problem ist nicht, ob oder ob nicht 3 Milliarden zu viel oder zu wenig für die Wissenschaft wäre. Die Frage muss doch vielmehr sein: Warum wird von den Unmengen an Geldern, die tagtäglich in die Sonne oder auf den Mond geschossen und verbrannt werden durch Spekulationen, durch Mafia und sonstwas - nicht zuletzt durch o.g. Bankiers -, nicht eben auch genügend Geld genau zur Erhaltung/Pflege unserer Erde und zur Optimierung sozialer Strukturen eingesetzt?

    Die Forschung ist nun einmal ein Grundanliegen - ja vielleicht so etwas wie ein Trieb - des Menschen. Und dies sollte man pflegen und sinnvoll einsetzen; denn das Wissen von der Welt (und damit auch von sich selbst als Mensch) zu erweitern ist immer sinnvoll. Der Sinn von CERN wird uns sicher demnächst auch sinnvoller erscheinen; nämlich dann, wenn neue Erkenntnisse - wie auch immer sie ausfallen werden - vorliegen.

    Es werden Milliarden investiert in neue Brennstoffe, wobei Wälder abgeholzt und Getreide und Mais und andere wertvolle Nahrungsmittel benutzt werden, um sie schließlich im Automotor zu verbrennen, anstatt sie den Hungernden zum Essen zu geben. Macht das etwa Sinn?

    Das Problem dabei also ist doch: wie verteilt man das Geld, das der Menschheit zur Verfügung steht, so, dass die Erde erhalten bleibt, dass auch die Armen (und nicht nur die Reichen) davon profitieren und dazu auch noch die Wissenschaft gefördert werden kann? Wie verhindert man, dass das Kapital zum Schwarzen Loch wird?

    Die Sache mit der Demut ist also gar nicht so sehr wichtig. Denn sicher sind die CERNer ziemlich demütig - denn sie haben großen Respekt vor dem Leben und dem Universum und wissen sehr wohl, dass sie nichts wissen.

    • mihai
    • 25.09.2008 um 5:28 Uhr

    An Cern sind 20 Staaten beteiligt, bei ca. 20% Anteil Deutschlands sind das ~600 Millionen. Das sind ungefähr unsere Kohlesubventionen für ein einziges Jahr. Für die mögliche Beantwortung der (durchaus wörtlich zu nehmenden) Frage, was unsere Welt im Innersten zusammenhält, geradezu ein Sonderangebot, wie ich finde. Und im Gegensatz zu den Bankenmilliarden, welche in einigen wenigen Taschen verschwinden, kommen die Erkenntnisse der Forschung der gesamten Menschheit zu Gute, denn Gedanken sind frei. Wer weiss, was sich ergibt, vielleicht nichts, das ist Grundlagenforschung. Aber wenn doch, hat es Bestand.

  5. Aha.

    Ich halte 5.000.000.000,-- Euro - das sind zwei Milliarden Euro mehr - dagegen:

    Bildzeitung schreibt nix, aber ich: http://bernhardsweblog.bl...
    (eine Zeile!).

    Das ist die Summe, auf die sich der Schaden durch das Mißmanagement bei der bayerischen Landesbank inzwischen beläuft.

    Die bayerischen Wähler haben die einmalige Gelegenheit, die CSU-Verantwortlichen am Sonntag bei der Landtagswahl direkt abzuwatschen.

    Dass der Bockmist in unserer Medienlandschaft nicht oder kaum publiziert wirde, hat seinen parteipolitischen Hintergrund.

    Tsss.....

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    Was hat der Schaden, der durch das Missmanagement der bayerischen Landesbank entstanden ist, mit dem Teilchenbeschleuniger LHC zu tun? Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.

    Was hat der Schaden, der durch das Missmanagement der bayerischen Landesbank entstanden ist, mit dem Teilchenbeschleuniger LHC zu tun? Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.

  6. Was hat der Schaden, der durch das Missmanagement der bayerischen Landesbank entstanden ist, mit dem Teilchenbeschleuniger LHC zu tun? Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.

    Antwort auf "@1: "Erwidferung""

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  • Quelle DIE ZEIT, 25.09.2008 Nr. 40
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