Kapitalismus Pleite der letzten UtopieSeite 3/3
Heilsversprechen. Auf Kritik an den Auswüchsen des Kapitalismus wurde in der Vergangenheit gerne mit der Frage geantwortet: Wollen Sie zurück in den Sozialismus? Die Frage unterstellte, dass sich Kapitalismus und Sozialismus als ausschließliche Alternativen gegenüberstehen. Tatsächlich aber haben beide Gesellschaftssysteme mehr miteinander gemeinsam, als ihren verfeindeten politischen Verfechtern lieb sein dürfte: Sie machten ein Erlösungsversprechen. Dass der Sozialismus das seine nicht einlösen konnte, ist seit mehr als einem halben Jahrhundert offenbar. Der Kapitalismus hat sich sympathischerweise lange damit zurückgehalten, seinerseits mehr als Wohlstand (und auch das nicht notwendig für alle) zu versprechen. Erst in jüngster Zeit hat er behauptet, automatisch auch Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie zu erzeugen. Namentlich Öffnung der Märkte und Rückzug des Staates sollten in der Dritten Welt überreichen politischen Segen bringen. Es ist abzusehen, dass solche innerweltlichen Heilsverprechen in Zukunft nicht mehr gemacht werden. Ein zurechtgestutzter Kapitalismus könnte seine Vorzüge behalten, man wird von ihm aber keinen Menschheitssegen mehr behaupten. Jens Jessen
Schöpferische Zerstörung. Unter all den Verheißungen, die die Mythenspirale des Kapitalismus in die Welt gesetzt hat, klang diese am verlockendsten. Sie besagt, dass der Ökonomie eine geheime Zauberkraft innewohnt, denn was der Markt heute zerstöre, werde er morgen umso prächtiger neu erbauen. Nokia geht, doch ein anderes Unternehmen kommt, und so wäre die Zerstörung des Alten die Vollzugsform der besseren Zukunft. Die Formel von der »schöpferischen Zerstörung« stammt von dem Ökonomen Joseph Schumpeter. Sie besaß einen kritischen Sinn. Doch längst hat sie ihren skeptischen Gehalt verloren und avancierte zum Zentraldogma des Marktliberalismus. Doch wer es nicht wusste, der weiß es nun: Es gibt eine Zerstörung, die nicht schöpferisch ist, sondern nur Zerstörung. Gewiss, diese Ernüchterung beschädigt nicht den Markt, nur seinen Mythos. Schon fahren in den USA gut gelaunte Makler die Schnäppchenjäger in Bussen durch zwangsgeräumte Wohnviertel, während nebenan die ehemaligen Hausbesitzer in ihren Autos campieren. Keine Sorge, Ihr Haus ist nicht weg, aber bald wohnt darin jemand anderes. thomas Assheuer
Am Ende wird alles gut. Aber so lange können wir nicht warten, denn jetzt sind alle Wechsel auf die Zukunft fällig. Wir können unbequeme Aufgaben nicht mehr verschieben, wie man das Aufräumen eines verrümpelten Kellers verschiebt. Die Hoffnung war ja, dass der Keller sich von selbst aufräumt, dass ein starker Kapitalismus alle Menschheitsprobleme löst, am Ende sogar unsere Umwelt rettet. Nun erweist er sich als destruktiv: Ökonomie und Ökologie könnten gleichzeitig kollabieren. Unsere letzte Hoffnung ist geplatzt, meinen manche Kommentatoren. Aber hat sie existiert? Sagen wir, sie kursierte. Sie war Propaganda für machtlose Politiker. Eigentlich passte die Hoffnung nicht ins postutopische Zeitalter. Dass es sich darin besonders unbeschwert lebt, ist auch so ein Irrglaube. Denn die »Erschöpfung utopischer Energien«, wie Jürgen Habermas das nannte, lässt uns ratlos zurück. Der Philosoph warnte schon 1985, dass der Horizont der Zukunft sich zusammenziehe und Zukunft negativ besetzt werde, wo der Wohlfahrtsstaat in die Krise gerate, aber keine Alternative erkennbar sei. In der Formel von der Bändigung des Kapitalismus stecke schon Resignation, letztlich die Erkenntnis, dass dafür etwas völlig Neues nötig wäre: die »sozialintegrative Macht der Solidarität« müsste sich gegen die Gewalt des Geldes und die Gewalt des administrativen Staates gleichzeitig behaupten. Aber wie? Das Aufräumen des Kellers könnte damit beginnen, dass wir uns das Ausmaß der Rümpelei eingestehen. Dass wir die ökonomische Misere, die eine gesellschaftliche ist, nicht kleinreden. Dass wir die Forderung nach persönlicher Freiheit wieder an die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit knüpfen. Wenn wir mit der Marktideologie aufräumen, finden wir vielleicht sogar eine Alternative, ganz hinten in einer ungeöffneten Kiste. Evelyn Finger
- Datum 08.07.2009 - 13:25 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 25.09.2008 Nr. 40
- Kommentare 33
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Hedgefonds habe ich schon immer verachtet. Gerade auch, weil mir der Sinn zu stupide und unklar war.
Eine meiner Hauptdevisen ist, zweistellige Renditen müssen überprüft werden und sind in meinen Augen höchst spekulativ.
Mein Geld habe ich komplett bei meiner Hausbank angelegt - einer üblichen Raiffeisenbank eG. Großbanken werden von mir niemals profitieren, weil sie von geldgeilen Managern geführt werden.
Ich kaufe grundsätzlich keine Aktien. Weil ich sonst irgendwann zwar Dividenden beziehe, aber auch für meine eigene Entlassung sorge. Zwecks Gewinnoptimierung!
Ich halte es für falsch Arbeitnehmer an Unternehmen in Form von Belegschaftsaktien zu beteiligen. Beim Konkurs ist das Geld weg! Siehe Lehman-Brothers!
Zweckmäßiger wäre eine direkte Beteiligung für jeden Arbeitnehmer am Gewinn, schließlich schöpfen alle Manager hohe Tantiemen aus den Unternehmen ab, die höher sind als ihr Jahresgrundgehalt und vom einfachen Arbeitnehmer und den Maschinen erwirtschaftet werden. Ich sage statt 100 Millionen für Wiedeking, 20 Millionen für Wiedeking und der Rest an die Arbeitnehmer! Wiedeking würde trotzdem gut leben können! Und wir würden die realen Einkommen endlich wieder steigern!
Darum mein Fazit: siehe Überschrift!
M.R.
"Zweckmäßiger wäre eine direkte Beteiligung für jeden Arbeitnehmer am Gewinn..........."
Lieber Marian, der Lohn als Solches IST!!!!!!! eine Beteiligung am Betriebsgewinn, allerdings eine Beteiligung, die fixiert festgeschrieben ist. Ähnlich also wie der Festzins bei einem braven Sparbuch bei der örtlichen Sparkasse. Wenn Sie hingegen meinen, dass Arbeitnehmer genauso entlohnt werden sollten wie die Unternehmer höchstselbst, so sollten Sie auch konsequenterweise fordern, dass der deutsche Arbeiter und Angestellte demnächst auf Provisionsbasis arbeite soll. Das wäre dann aber eine freie Bezahlung, die dem einer Aktienanlage gleicht. Hat ein Unternehmen Erfolg, so wächst sein Arbeitseinkommen, vergleichbar denr Kurssteigerungen und den vervielfachenden Dividenenauschüttungen von Unternehmesbeteiligungen. Geht's dem Unternehme aber hingegen schlecht, so erhält der Arbeitnehmer einen geringere oder gar keine Entlohnung und müsste sein Sparschwein schlachten.
Sie wöllten aber mutmaßlich das Schöne und das Vorteilhafte aus beiden dieser Welten, nehme ich mal an.....nicht?! Die Sicherheit eines staatlich abesicherten Sparbuchs mit festen Erträgen, aber gleichzeitig die Verzinsungsrediten, die der Aktien- oder Derivatenanlage gleichen, stimmt's? Ja genau. In den guten Zeiten zusammen mit den Unternehmes- bzw. Kapitaleigentümern die fetten Gewinne einstreichen wollen, aber in den mageren Zeiten von Verlusten und ähnlichem dann natürlich nichts hören wollen.
So funktioniert das "Game" aber nicht.
Zu einem geringen Risiko gehört immer auch eine nur geringe Chance(...auf zB. einen geldwerten Ertrag). Zu einem hohen Risiko gehört, als "Belohung", dann aber auch, ebenso immanent, eine hohe Chance. Die hohe Chance ist dann aber auch, wie schon gesagt, zwangsläufig mit einem hohen Risiko verbunden. Das was mutmaßlich nicht nur Sie, als "soziale Gerechtigkeit" gerne für sich in Anspruch nehmen wöllten, nämlich ein geringes Risiko, gleichzeitig zusammen mit einer hohe Chance(...auf was auch immer), das gibt es aber leider nunmal nicht. Jedenfalls nicht auf dieser Welt.
"Zweckmäßiger wäre eine direkte Beteiligung für jeden Arbeitnehmer am Gewinn..........."
Lieber Marian, der Lohn als Solches IST!!!!!!! eine Beteiligung am Betriebsgewinn, allerdings eine Beteiligung, die fixiert festgeschrieben ist. Ähnlich also wie der Festzins bei einem braven Sparbuch bei der örtlichen Sparkasse. Wenn Sie hingegen meinen, dass Arbeitnehmer genauso entlohnt werden sollten wie die Unternehmer höchstselbst, so sollten Sie auch konsequenterweise fordern, dass der deutsche Arbeiter und Angestellte demnächst auf Provisionsbasis arbeite soll. Das wäre dann aber eine freie Bezahlung, die dem einer Aktienanlage gleicht. Hat ein Unternehmen Erfolg, so wächst sein Arbeitseinkommen, vergleichbar denr Kurssteigerungen und den vervielfachenden Dividenenauschüttungen von Unternehmesbeteiligungen. Geht's dem Unternehme aber hingegen schlecht, so erhält der Arbeitnehmer einen geringere oder gar keine Entlohnung und müsste sein Sparschwein schlachten.
Sie wöllten aber mutmaßlich das Schöne und das Vorteilhafte aus beiden dieser Welten, nehme ich mal an.....nicht?! Die Sicherheit eines staatlich abesicherten Sparbuchs mit festen Erträgen, aber gleichzeitig die Verzinsungsrediten, die der Aktien- oder Derivatenanlage gleichen, stimmt's? Ja genau. In den guten Zeiten zusammen mit den Unternehmes- bzw. Kapitaleigentümern die fetten Gewinne einstreichen wollen, aber in den mageren Zeiten von Verlusten und ähnlichem dann natürlich nichts hören wollen.
So funktioniert das "Game" aber nicht.
Zu einem geringen Risiko gehört immer auch eine nur geringe Chance(...auf zB. einen geldwerten Ertrag). Zu einem hohen Risiko gehört, als "Belohung", dann aber auch, ebenso immanent, eine hohe Chance. Die hohe Chance ist dann aber auch, wie schon gesagt, zwangsläufig mit einem hohen Risiko verbunden. Das was mutmaßlich nicht nur Sie, als "soziale Gerechtigkeit" gerne für sich in Anspruch nehmen wöllten, nämlich ein geringes Risiko, gleichzeitig zusammen mit einer hohe Chance(...auf was auch immer), das gibt es aber leider nunmal nicht. Jedenfalls nicht auf dieser Welt.
da hat die zeit aber ganz hurtig ein paar artikelchen zusammengestoppelt um dem sich jetzt abzeichnenden neuen meinungsmainstream hinterherzuhecheln.
ich mag diese zeitung (ehrlich,ich mag sie echt)
Ganz toll!
Die Zeit wieder ganz vorne dabei mit dem Fähnlein im Winde.
Aber bis vor nicht allzu langer Zeit hörte sich das hier noch ganz anders an. Die Zeit hat doch pausenlos Markt und Liberalität abzüglich einer moralischen Komponente verteidigt und propagiert.
Immer auf der sicheren Seite.
Von "Markt" oder gar einem "freiem" sehe und sah ich nichts.
Vieles Anderes, aber nicht das.
Ich sah irrsinnig aufgeblähtes Wachstum durch ungeheure Mengen an virtuellem Geld,
teils verursacht durch durch weit überhöhte Energiepreise,
teils durch irrsinnig hohe Staatsdefizite, zugestanden von neuen Industriestaaten, und viele solcher Gründe mehr.
Ich sag bodenlose Dummheit von Geldinvestoren (staatlichen und privaten) und Immobilienkäufern (dito) TROTZ Jahre vorher angekündigtem Platzen der Immobilien- und anderen Blasen in ALLEN Staaten der Welt (Ausnahme: Immobilien in Deutschland).
Ich sah großen Strukturwandel durch Verlagerung ganzer Industriebereiche quer über die Welt ("Globalisierung") und natürlich dadurch zwangsläufig Tausende von Pleiten und Konkursen, dabei Gewinner und Verlierer, Abwickler und Spekulanten.
Auch hier: Staatliche, Private, Investorgruppen in bunter Mischung!)
Und VIELES mehr.
Aber eben NICHT "DEN" so genannten "freien Markt"!!
DER funktioniert nämlich eigentlich ganz gut, wenn nicht anderswo der blanke Irrsinn herrscht.
Und er wird auch wieder funktionieren, wenn der Irrsinn sich selbst beendet hat.
Wenn endlich wieder das vor Allem produziert wird, was wirklich gebraucht wird.
...von Leuten, die von vielen eine Ahnung haben, nur leider nicht von dem, was mal im Allgemeinen so "die Ökonomie" nennt.
Erst einmal: Der "Markt" hat nicht versagt! Kann er auch gar nicht, da er unpersonell ist. Genausowenig wie zB. der "(Straßen-)verkehr" jemals versagen kann. "Versagen", dass können höchstens die Akteure in solchen, naja, nennen wir sie mal ""Kausal- und Verknüpfungsgebilden". Wenn wir demnächst mal wieder in dem Medien hören: "Oh, es hat dieses Jahr wieder soundsoviel Tote und Verletzte im Straßenverkehr in Deutschland gegenen", sollte dann unsere erste Antwort darauf sein: "Da sieht man es mal wieder klar, der Straßenverkehr hat versagt, schaffen wir ihn doch einfach ab, und ersetzen wir ihn durch etwas Neues!"........??? Nein, natürlich nicht! Der Straßenverkehr hat natürlich nicht versagt, sondern nur seine unperfekten Akteure in ihm. Die Autofahrer zB., die besoffen mit zu hoher Geschwindigkeit fuhren, oder der Gesetzgeber, der unangebrachte Straßenverkehrsgesetze verabschiedete, oder die Verkehrspolizei, die nicht gut genug kontrollierte, usw, usf. Es liegt also an uns, dem "sündigen", weil fehlerbehafteten Menschen, aber nicht am gegebensten aller Systeme, am Wettbewerb aller Lebenwesen um die besten und für ihn vorteilhaftesten Lösungen für seine Existenzprobleme, auch kurz und prägnant: "Der Markt" genannt.
Und wer ist denn überhaupt an der aktuellen Finanzkrise ursächlich schuld?
Tja, dummerweise für alle devoten Obrigkeitsanbeter dieser Welt eben nicht der böse, böse "Markt", sondern eben genau der angebliche Heilsbringer, der "gemeinwohlmeinende, der ach so "weise" Staat, oder genauer gesagt, die staatliche US-FED, die gänzlich allen natürlichen Marktgesetzen zum Trotz ab dem Jahr 2001 aberwitzige Summen an Notenbankgeld zu spottbilligen Kreditzinsen auf die Finanzmärkte geschleuderte, und damit den "Markt" derart verzerrte, so dass sich in Folge eine riesengroße Kreditblase aufblähen konnte, die jetzt nun richtigerweise endlich platzen sollte, was sie aber, dank dem wiederholen FALSCHEN Markteingriff, der von der Krise betroffenen Staaten, wiederrum nicht darf, womit man so an der nächsten paternalistisch intentionierten, aus dem Sprengstoff der Staatsgläubigkeit gebastelten Zeitbombe rumbaut.
Toller Vergleich, das mit dem Straßenverkehr....
Natürlich kann der Straßenverkehr versagen, denn er ist auch ein System. Wer den Straßenverkehr so organisiert, dass es zwangsläufig zu Staus und Unfällen kommen muss, hat eben Mist gebaut. Die Frage ist, ob man das System verändern kann, wenn das System von seinen Schöpfern so geschaffen wurde, dass es immer nur zu ihren Gunsten arbeitet.
Die Sache sieht doch so aus: die FED ist ein Konglomerat aus Privatbanken. Ja, es sind seit der Gründung die Banken, die schon Hitler von der "Verschwörung des Jüdischen Kapitals" faseln ließen. Tatsache ist, dass Woodrow Wilson die Schaffung des Monsters FED bereut hat, und dass sich seit fast 100 Jahren die Herren Rockefeller, Rothschild, Morgan, Warburg etc. ins Fäustchen lachen, denn sie können nicht verlieren. Sie geben den Dollar heraus. Wenn jetzt Geld vom Staat in marode Banken gepumpt wird, dann gewinnen am Ende die Herren im Hintergrund, entweder, weil sich der Staat verschuldet, oder weil sie die maroden Banken billigst aufkaufen können.
Das System funktioniert hervorragend, nur leider nicht für einen Großteil der Bevölkerung.
Die FED ist das Problem, nicht die Lösung. Sie ist keine echte Staatsbank.
"Es liegt also an uns, dem "sündigen", weil fehlerbehafteten Menschen, aber nicht am gegebensten aller Systeme, am Wettbewerb aller Lebenwesen um die besten und für ihn vorteilhaftesten Lösungen für seine Existenzprobleme, auch kurz und prägnant: "Der Markt" genannt."
Ja, ja, der Mensch - und die "Wissenschaft" Ökonomie, die einfach behauptet, was was dann zu glauben ist.:
- "um die besten und für ihn vorteilhaftesten Lösungen für seine Existenzprobleme": Amen.
- der sündige, weil fehlerhafte Mensch. Falsch: der lernfähige Mensch, der fähig und bereit ist, sich unterschiedlichsten Umwelten ("Systemen") anzupassen und einzugliedern - und das auch tut, wo und wenn er überleben will. Es liegt also am System, das dem Menschen vorgibt, wie er sich verhalten muss, will er nicht unter "die Räder kommen": im Straßenverkehr wie in der Ökonomie wie im "freien Markt".
Die Schlussfolgung:
- Der Mensch ist für die Wirtschaft da, nicht die Wirtschaft für den Menschen. Da das nicht wie gewünscht funktioniert, den "fehlerhaften" Menschen abschaffen und durch fehlerlose Roboter ersetzen. Mit entsprechenden Erziehungs- und Verhaltesnmodikationstechniken (Gentechnik, Hirnforschung, Behaviorismus) besteht die Möglichkeit, den veralteten, fehlerhaften Menschen so zu modellieren, dass er in Zukunft fast fehlerfrei funktioniert. Ein Anfang besteht schon seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts: das Fließband.
Also einfach weiter so. Die metaphysische "Ökonomie" wird es schon schaffen.
Toller Vergleich, das mit dem Straßenverkehr....
Natürlich kann der Straßenverkehr versagen, denn er ist auch ein System. Wer den Straßenverkehr so organisiert, dass es zwangsläufig zu Staus und Unfällen kommen muss, hat eben Mist gebaut. Die Frage ist, ob man das System verändern kann, wenn das System von seinen Schöpfern so geschaffen wurde, dass es immer nur zu ihren Gunsten arbeitet.
Die Sache sieht doch so aus: die FED ist ein Konglomerat aus Privatbanken. Ja, es sind seit der Gründung die Banken, die schon Hitler von der "Verschwörung des Jüdischen Kapitals" faseln ließen. Tatsache ist, dass Woodrow Wilson die Schaffung des Monsters FED bereut hat, und dass sich seit fast 100 Jahren die Herren Rockefeller, Rothschild, Morgan, Warburg etc. ins Fäustchen lachen, denn sie können nicht verlieren. Sie geben den Dollar heraus. Wenn jetzt Geld vom Staat in marode Banken gepumpt wird, dann gewinnen am Ende die Herren im Hintergrund, entweder, weil sich der Staat verschuldet, oder weil sie die maroden Banken billigst aufkaufen können.
Das System funktioniert hervorragend, nur leider nicht für einen Großteil der Bevölkerung.
Die FED ist das Problem, nicht die Lösung. Sie ist keine echte Staatsbank.
"Es liegt also an uns, dem "sündigen", weil fehlerbehafteten Menschen, aber nicht am gegebensten aller Systeme, am Wettbewerb aller Lebenwesen um die besten und für ihn vorteilhaftesten Lösungen für seine Existenzprobleme, auch kurz und prägnant: "Der Markt" genannt."
Ja, ja, der Mensch - und die "Wissenschaft" Ökonomie, die einfach behauptet, was was dann zu glauben ist.:
- "um die besten und für ihn vorteilhaftesten Lösungen für seine Existenzprobleme": Amen.
- der sündige, weil fehlerhafte Mensch. Falsch: der lernfähige Mensch, der fähig und bereit ist, sich unterschiedlichsten Umwelten ("Systemen") anzupassen und einzugliedern - und das auch tut, wo und wenn er überleben will. Es liegt also am System, das dem Menschen vorgibt, wie er sich verhalten muss, will er nicht unter "die Räder kommen": im Straßenverkehr wie in der Ökonomie wie im "freien Markt".
Die Schlussfolgung:
- Der Mensch ist für die Wirtschaft da, nicht die Wirtschaft für den Menschen. Da das nicht wie gewünscht funktioniert, den "fehlerhaften" Menschen abschaffen und durch fehlerlose Roboter ersetzen. Mit entsprechenden Erziehungs- und Verhaltesnmodikationstechniken (Gentechnik, Hirnforschung, Behaviorismus) besteht die Möglichkeit, den veralteten, fehlerhaften Menschen so zu modellieren, dass er in Zukunft fast fehlerfrei funktioniert. Ein Anfang besteht schon seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts: das Fließband.
Also einfach weiter so. Die metaphysische "Ökonomie" wird es schon schaffen.
Werte Redaktion,
die Klarheit, mit der in der Zeit und auch anderswo der Kapitalismus nun analysiert und kritisiert, die hätte ich mir schon vor Jahren gewünscht. Nun, da aber kritisiert und analysiert wird, darf nach diesem Artikel nicht Schluss sein. Und vor allem, darf nicht bei der Kritik und Analyse stehen geblieben werden. Ich freue mich auf konstruktive neue Ideen, wie Gesellschaften nun weiter machen können.
mfg
akrio
[entfernt, bitte vermeiden Sie Beleidigungen/ Redaktion; svb]
(ich will Sie _nicht_ persönlich angreifen)
in erster Linie darf man nicht alles glauben und ernst nehmen, was man in den Zeitungen liest. Schon in drei Monaten wird man in der Zeit wieder einen Artikel (im Wirtschaftsressort) finden, der die Liberalisierung der Briefdienste fordert ("niedrige Preise nützen allen").
Das andere ist: nicht mehr CDU/SPD/FDP wählen.
Und weiter sollte man erkennen, dass unser auf "Wachstum" angewiesenes und basierende System nicht funktionieren kann, wenn
- die Leute an Produktivitätszuwächsen nicht teilhaben (sollen).
- das Wachstum auf Zerstörung der sozialen und biologischen Lebensgrundlagen beruht.
[entfernt, bitte vermeiden Sie Beleidigungen/ Redaktion; svb]
(ich will Sie _nicht_ persönlich angreifen)
in erster Linie darf man nicht alles glauben und ernst nehmen, was man in den Zeitungen liest. Schon in drei Monaten wird man in der Zeit wieder einen Artikel (im Wirtschaftsressort) finden, der die Liberalisierung der Briefdienste fordert ("niedrige Preise nützen allen").
Das andere ist: nicht mehr CDU/SPD/FDP wählen.
Und weiter sollte man erkennen, dass unser auf "Wachstum" angewiesenes und basierende System nicht funktionieren kann, wenn
- die Leute an Produktivitätszuwächsen nicht teilhaben (sollen).
- das Wachstum auf Zerstörung der sozialen und biologischen Lebensgrundlagen beruht.
... die etwas differenzierter ist ...
http://www.youtube.com/us...
"Zweckmäßiger wäre eine direkte Beteiligung für jeden Arbeitnehmer am Gewinn..........."
Lieber Marian, der Lohn als Solches IST!!!!!!! eine Beteiligung am Betriebsgewinn, allerdings eine Beteiligung, die fixiert festgeschrieben ist. Ähnlich also wie der Festzins bei einem braven Sparbuch bei der örtlichen Sparkasse. Wenn Sie hingegen meinen, dass Arbeitnehmer genauso entlohnt werden sollten wie die Unternehmer höchstselbst, so sollten Sie auch konsequenterweise fordern, dass der deutsche Arbeiter und Angestellte demnächst auf Provisionsbasis arbeite soll. Das wäre dann aber eine freie Bezahlung, die dem einer Aktienanlage gleicht. Hat ein Unternehmen Erfolg, so wächst sein Arbeitseinkommen, vergleichbar denr Kurssteigerungen und den vervielfachenden Dividenenauschüttungen von Unternehmesbeteiligungen. Geht's dem Unternehme aber hingegen schlecht, so erhält der Arbeitnehmer einen geringere oder gar keine Entlohnung und müsste sein Sparschwein schlachten.
Sie wöllten aber mutmaßlich das Schöne und das Vorteilhafte aus beiden dieser Welten, nehme ich mal an.....nicht?! Die Sicherheit eines staatlich abesicherten Sparbuchs mit festen Erträgen, aber gleichzeitig die Verzinsungsrediten, die der Aktien- oder Derivatenanlage gleichen, stimmt's? Ja genau. In den guten Zeiten zusammen mit den Unternehmes- bzw. Kapitaleigentümern die fetten Gewinne einstreichen wollen, aber in den mageren Zeiten von Verlusten und ähnlichem dann natürlich nichts hören wollen.
So funktioniert das "Game" aber nicht.
Zu einem geringen Risiko gehört immer auch eine nur geringe Chance(...auf zB. einen geldwerten Ertrag). Zu einem hohen Risiko gehört, als "Belohung", dann aber auch, ebenso immanent, eine hohe Chance. Die hohe Chance ist dann aber auch, wie schon gesagt, zwangsläufig mit einem hohen Risiko verbunden. Das was mutmaßlich nicht nur Sie, als "soziale Gerechtigkeit" gerne für sich in Anspruch nehmen wöllten, nämlich ein geringes Risiko, gleichzeitig zusammen mit einer hohe Chance(...auf was auch immer), das gibt es aber leider nunmal nicht. Jedenfalls nicht auf dieser Welt.
@Medley, der schreibt:
"Lieber Marian, der Lohn als Solches IST!!!!!!! eine Beteiligung am Betriebsgewinn, allerdings eine Beteiligung, die fixiert festgeschrieben ist."
Schreien Sie bitte nicht so einen Unsinn. Der Lohn ist selbstverständlich keine Beteiligung am Gewinn, weil er in die Kostenrechnung eingeht.
Von dieser falschen Prämisse ausgehend, ist auch der Rest des Beitrags völlig abstrus.
Oh, man kann da durchaus beides haben wollen. Man kann auch durchaus beides geben wollen... Das eine, der Lohn, schliesst Gewinnbeteilungungen nicht per se aus... Es lag und liegt immer noch am Firmeninhaber ob die Angestellen Mitarbeiter am Gewinn beteiligt werden oder eben nicht.
Aussagen wie diese, also das mit dem Lohn bereits alles abgegolten wurde, stammen eben aus diesen Aktionärsfreundlichen Liberalisierungsfanatikern die einfach mal behaupten jeglicher Gewinn gehöre den Aktionären.... Woher diese etwas simple Schlussfolgerung kommt weiss wohl auch schon niemand mehr. Nur weil diese Aussage dauernd wiederholt bzw. behauptet wird macht diese nicht wahrer.
Ich denke zudem, das jemand wohl die Fähigkeiten hat Unternehmer zu sein, dann soll Er/Sie das auch tun... das dieser aber für Expansionen eben auch Mitarbeiter braucht die die anfallenden Arbeiten für eben diesen Unternehmer erledigen...
Der Lohn ist beileibe nicht eine Beteilung am Betriebsgewinn sondern eines von vielen Elementen die eventuell mal zum Betriebsgewinn führen sollen...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara
a
@Medley, der schreibt:
"Lieber Marian, der Lohn als Solches IST!!!!!!! eine Beteiligung am Betriebsgewinn, allerdings eine Beteiligung, die fixiert festgeschrieben ist."
Schreien Sie bitte nicht so einen Unsinn. Der Lohn ist selbstverständlich keine Beteiligung am Gewinn, weil er in die Kostenrechnung eingeht.
Von dieser falschen Prämisse ausgehend, ist auch der Rest des Beitrags völlig abstrus.
Oh, man kann da durchaus beides haben wollen. Man kann auch durchaus beides geben wollen... Das eine, der Lohn, schliesst Gewinnbeteilungungen nicht per se aus... Es lag und liegt immer noch am Firmeninhaber ob die Angestellen Mitarbeiter am Gewinn beteiligt werden oder eben nicht.
Aussagen wie diese, also das mit dem Lohn bereits alles abgegolten wurde, stammen eben aus diesen Aktionärsfreundlichen Liberalisierungsfanatikern die einfach mal behaupten jeglicher Gewinn gehöre den Aktionären.... Woher diese etwas simple Schlussfolgerung kommt weiss wohl auch schon niemand mehr. Nur weil diese Aussage dauernd wiederholt bzw. behauptet wird macht diese nicht wahrer.
Ich denke zudem, das jemand wohl die Fähigkeiten hat Unternehmer zu sein, dann soll Er/Sie das auch tun... das dieser aber für Expansionen eben auch Mitarbeiter braucht die die anfallenden Arbeiten für eben diesen Unternehmer erledigen...
Der Lohn ist beileibe nicht eine Beteilung am Betriebsgewinn sondern eines von vielen Elementen die eventuell mal zum Betriebsgewinn führen sollen...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara
a
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren