Deutschlandkarte Fahrradklau

Wo in Deutschland werden die meisten Räder gestohlen? Die überraschenden Ergebnisse sehen Sie auf unserer Karte

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Deutschlandkarte – die Analyse

Beliebten Gesprächsstoff auf Studentenpartys liefert die Frage, wo in Deutschland die meisten Fahrräder gestohlen werden. Es gibt immer einen Gast, der vorgibt zu wissen, dass die eigene Stadt ganz vorn in der Statistik liegt. Tatsächlich: In Studentenstädten, in Freiburg, Münster oder Bremen, kommen öfter Fahrräder weg als in anderen, ansonsten viel gefährlicheren Städten. Und so dürfen diese Studenten froh sein, dass ihre Stadt ein bisschen gefährlich ist. "Eigentlich", so denken sie, "ist das doch ein raues Pflaster hier in Münster."

Entweder fahren professionelle Diebe in die Studentenstädte, weil dort viele Räder herumstehen – oder die Studenten beklauen sich gegenseitig. Auch diese Geschichte hört man auf studentischen Partys häufig: Wie man eines Nachts so betrunken war, dass man sich ein fremdes Fahrrad geschnappt hat und damit nach Hause gefahren ist. Es gibt die Geschichte mit dem Schlusssatz "Ich hab’s natürlich am nächsten Morgen wieder dort abgestellt" – und ohne.

Leseraufruf: Im Frühjahr zeigten wir, in welchen Lieder deutsche Städte besungen wurden. In einer neuen Deutschlandkarte wollen wir diese Sammlung ergänzen. Schicken Sie Ihre "Stadthymne" an stadt-lieder@zeit.de.

Redaktion: Matthias Stolz; Quelle: Bundeskriminalamt

 
Leser-Kommentare
    • Anonym
    • 29.09.2008 um 16:58 Uhr

    Mir wurde vor 15 Jahren in "meiner" Studentenstadt mein Fahrrad geklaut. Es war kein Mountainbike, sondern ein hundsgewöhnliches Herrenrad mit Dreigangschaltung und Rücktrittbremse von Quelle Baujahr 1985 oder so, das ich von seinem langweiligen Anstrich mittels einer Dose schwarzem Streichlack auf die krückigste Art und Weise befreit hatte. So ein Rad findet man gewöhnlich für etwa zehn Euro/DMark, wenn man nur genügend Kraft in den Armen hat, um die Zeitung aufzuschlagen.

    Es war zwar nicht an einem unbeweglichen Gegenstand angeschlossen, aber doch zumindest abgeschlossen, so dass man jedenfalls nicht einfach aufsteigen konnte, sondern mindestens gut zu Fuß und mit Bolzenschneider/Eisensäge/Flex umgehen können musste. Ich hätte mit anderen Worten nie im Leben gedacht, dass die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls größer ist, als dass jemand auf der Straße Zigarettenstummel aufsammelt.

    Kurzum, es war eines jener Ereignisse, welchen jeden Zweifel daran ausräumen, dass das Ausmaß menschlicher Dummheit grenzenlos ist, und dass der materielle Aspekt dabei nur eine marginale Rolle spielt.

  1. Habe mein Fahrrad vor dem Augsburger Hauptbahnhof abgestellt, abgeschlossen und bin in Ferien gefahren. Dort wurde mir unter anderem mein Schlüsselbund mit meinem Fahrradschlüssel gestohlen.

    In Ermangelung eines Ersatzschlüssels musste ich nun wohl oder übel mein Fahrradschloss aufbrechen, Ich machte mir Sorgen weil der Vorplatz des Augsburger Bahnhofes ausgesprochen belebt ist und dort unter anderem des öfteren ein Polizeifahrzeug steht und ich keinerlei Besitznachweis (Rechnung o.ä.) für mein Fahrrad hatte.

    Egal. Also bin ich mit einem geliehenen, riesengroßen Bolzenschneider quer über den Platz gelaufen und habe zur Mittagszeit mein eigenes Fahrrad geknackt.

    Viele Leute haben mich dabei beobachtet, sehr viele. Und niemand hat etwas gesagt, niemand hat mich angesprochen und gefragt was ich denn dort tue.

    Ich habe mein Fahrrad nie wieder am Augsburger Hauptbahnhof abgestellt.

    (Falls mir etwas ähnliches noch einmal passieren sollte gehe ich eine Stufe weiter, nehme einen elektrischen Seitenschneider mit und bitte eines der anliegenden Geschäfte um Strom und breche mein Fahrrad mit viel Lärm und Funkenflug auf und schaue was dann passiert. Ich befürchte es wird nichts passieren.)

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    • bierus
    • 30.09.2008 um 14:50 Uhr

    wenn man am hellichten Tag auf einem belebten Platz als Dieb aktiv wird ist das Risiko irgendwo zwischen Null und Nichts. Am besten noch Arbeitskleidung anziehen dabei und auf den Stress schimpfen. Ich hätte mein Fahrrad ehrlich gesagt auch nicht zwei Wochen lang vor dem Hauptbahnhof herumstehen lassen.

    • bierus
    • 30.09.2008 um 14:50 Uhr

    wenn man am hellichten Tag auf einem belebten Platz als Dieb aktiv wird ist das Risiko irgendwo zwischen Null und Nichts. Am besten noch Arbeitskleidung anziehen dabei und auf den Stress schimpfen. Ich hätte mein Fahrrad ehrlich gesagt auch nicht zwei Wochen lang vor dem Hauptbahnhof herumstehen lassen.

  2. 3. ...

    Wer Fahrräder klaut der schubst auch kleine Igel in die Pfütze...

    • bierus
    • 30.09.2008 um 14:50 Uhr

    wenn man am hellichten Tag auf einem belebten Platz als Dieb aktiv wird ist das Risiko irgendwo zwischen Null und Nichts. Am besten noch Arbeitskleidung anziehen dabei und auf den Stress schimpfen. Ich hätte mein Fahrrad ehrlich gesagt auch nicht zwei Wochen lang vor dem Hauptbahnhof herumstehen lassen.

  3. Wieso ist es überraschend, dass in Münster die meisten Fahrräder geklaut werden? Bevor ich die Karte öffnete, dachte ich gleich "Bestimmt Münster...". Münster ist DIE Fahrradstadt schlechthin in Deutschland, ist doch klar, dass dort auch am meisten geklaut wird.

  4. ist viel interessanter. Normalerweise, dachte ich, bekommt kaum jemals jemand sein geklautes Fahrrad wieder. Ich kenne jedenfalls niemanden, und die Quote von allenfalls 10% in den meisten Städten bestätigt das ja auch (die aufgeklärten Fälle sind wahrscheinlich zurückgebrachte, ohne-Bescheid-zu-sagen-ausgeliehene und Versicherungsbetrügereien)
    In Magdeburg hingegen wird fast die Hälfte der Fälle aufgeklärt, in Potsdam ca. 1/3 und in Rostock immerhin noch ca. 25%! Wie kommt das? Sind Ossi-Fahrraddiebe dümmer? Sagen Zonis beim Ausleihen nicht bescheid? An einer besseren Polizeiarbeit kann es ja eigentlich wohl nicht liegen.

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  • Quelle DIE ZEIT, 25.09.2008 Nr. 40
  • Kommentare 6
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