Finanzkrise Der amerikanische TraumDer amerikanische Traum
Alle reden vom Niedergang der Vereinigten Staaten. Aber die Krise von Finanzkapital und Bush-Regierung wird eines nicht zerstören können: Die Verheißung von Freiheit, Recht und individuellem Glück
Der amerikanische Dichter Richard Ford ist der Erfinder eines resignierten ehemaligen Sportreporters, Frank Bascombe, der sich, anders als seine sexgebannten Kollegen aus John Updikes Romanen, keine Sorgen macht über die Abwesenheit Gottes. Im Gegenteil, er erinnert sich gar nicht mehr an ihn. In seinem zweiten Beruf als Grundstücksmakler beobachtet Bascombe das langsame Entschwinden des großen amerikanischen Traums. Der bürgerliche Mittelstand hat seine moralischen und finanziellen Konten überzogen, die Scheidungen sind bitter, die Kinder undankbar. Der große Trost des amerikanischen Patriotismus gehört inzwischen den Einwanderern aus Asien, den jungen russischen Juden, den neuen, energischen Träumern vom zukünftigen Wohlstand im Eigenheim mit Garage. Bascombe hingegen ist ein vereinsamter, krebskranker Stoiker, der sein Glück nicht länger in der Zukunft, sondern in der lakonisch-empfindsamen Hinnahme der Dinge sucht, die nicht mehr zu ändern sind.
Nicht mehr zu ändern sind die Jahre der Bush-Regierung. Seine achtjährige Präsidentschaft ist die große amerikanische Enttäuschung, die ihren Anfang mit Ronald Reagan nahm: Der Staat, so behaupteten diese Republikaner, sei das wahre Übel (und versammelten mehr Macht im Weißen Haus als je zuvor). Der ungezügelte, ungeregelte Markt hingegen sei das Podium, auf dem sich die eigentliche Stärke Amerikas entfalten könne: der innovative Individualismus, das freie Kräftemessen der Topmanager, das sportive Leben im harten Wettbewerb. Existenz und Arbeit in Gesellschaft, so predigten sie, sei Risiko unter Gottes Gnade. Frei sei der Mensch, noch freier die Welt der Banken, Börsen und Magnaten. Washington hingegen, so die offizielle Linie der Republikaner, sei die alte demokratische Hure, das bestechliche Babylon, das es zu besiegen gelte. Sie hatten es aber längst in Besitz genommen und der Hure alle gesetzlichen Freiheiten gewährt, die sich denken ließen. Hier war manches käuflich, mit entsprechendem Werbeaufwand sogar die Präsidentschaft. With a little help from your friends im Obersten Gerichtshof.
Sollte John McCain gewählt werden, diese heroische Variante des grandiosen Versagers im Weißen Haus, dann könnte er sich vorstellen, sagt Richard Ford, nach Kanada auszuwandern. Er lebt in Maine an einem der schönsten Flecken des Kontinents; es wären nur ein paar Autostunden gen Norden. Vielleicht sagt er das nur so obenhin; denn seit dem Vietnamkrieg ist »Kanada« für Amerikas Linke die gleiche Chiffre einer Legitimitätskrise, wie es einst »Schweden« für manche enttäuschte 68er war – eine private Option, ein politisches Lazarett für die Invaliden der Great Society, für die amerikanischen Träumer der frühen sechziger Jahre. Als John F. Kennedy noch lebte.
Richard Fords Frau Kristina war city manager, Oberstadtdirektorin von New Orleans. Es war ihre Stadt, sie hat sie geliebt. Das kolossale Versagen der Bush-Regierung während und nach der Flutkatastrophe Katrina verschlägt ihr heute noch die Sprache. Den planlosen Wiederaufbau der Stadt, dessen soziale Nebeneffekte niemandem verborgen blieben, zumal den Schwarzen nicht, die ihre Wohnungen für immer verloren haben, betrachtet sie heute aus resignierter Ferne. Nein, sie ist zornig.
Aus dem amerikanischen Traum ist sie ausgeschieden wie jene Zehntausende ihrer Mitbürger, die drei Jahre nach Katrina immer noch in versifften Wohnwagen ausharren, die sich inzwischen als chemische Giftfallen enpuppt haben. Nach New Orleans werden oder können sie nicht zurückkehren, aber viele wissen es noch nicht.
Würden die Fords wirklich gen Norden aufbrechen, kämen sie an Blue Hill vorbei, einem idyllischen Hafenstädtchen im Archipel von Maine; hier wohnen im Sommer einige weltberühmte Schriftsteller, die sich die edle und erholsame Abgeschiedenheit von New York oder Los Angeles leisten können. Zum Beispiel Michael Chabon, Jonathan Lethem und Peter Behrens – sie denken nicht ans Auswandern. Im Gegenteil, der großartige Kanadier Peter Behrens (Das Gesetz der Träume) ist gerade Amerikaner geworden. Sie glauben an die Zukunft ihrer Nation und veranstalten an einem heiteren Wochenende im August eine Obama-Sympathisanten-Party auf grünem Sommerrasen. Scheinbar alle, die in der ländlichen Umgebung lesen und schreiben können, versammeln sich und stiften insgesamt fast 5000 Dollar für den jüngsten amerikanischen Traum: das offizielle und überfällige Ende des Rassismus. Ein Schwarzer im Weißen Haus, und die Sünden der Bush-Ära wären weltweit vergeben.
Die meisten der Gäste sind nicht älter als der Kandidat. Chabons Frau hat mit ihm in Harvard Jura studiert. Eine kurze, flammende Rede, und dann fließt kalifornischer Chardonnay. Auch liberale Idealisten dürfen in den wenigen Momenten politischer Zuversicht nach Jahren republikanischer Herrschaft sich selbst genießen. Dem satirischen Zyniker Tom Wolfe, der vor vier Jahrzehnten New Yorks beautiful people (angeführt vom Komponisten Leonard Bernstein im Partygespräch mit den Führern der Black Panther) als besäuselte Darsteller des radical chic persiflierte, würde der Gegenstand seines Hohns fehlen: Afroamerikaner sind an jenem Nachmittag nicht dabei. Sie wohnen nicht im feinen Blue Hill.
Tom Wolfe (Fegefeuer der Eitelkeiten) war es, der vor fast einem Jahr, als der Zins noch niedrig und die nationale Verschuldung schon viel zu hoch war, in der Zeitschrift The Atlantic den Kammerton des orthodoxen Amerikanismus anschlug: »Amerika ist von Anfang an das freieste, offenste Land der Welt gewesen und geblieben. Es ermutigt jedermann zum regellosen und innovativen Konkurrenzkampf, um ein großes Ziel zu erreichen. Es ist diese offene Einladung an den Ehrgeiz, auf der Amerikas militärische und wirtschaftliche Überlegenheit, seine absolute wissenschaftliche, medizinische, technologische Dominanz beruht.« So klang das amerikanische Selbstbewusstsein zehn Monate vor der finanzpolitischen Kernschmelze: Selbstzweifel gehörten noch nie zur Stärke eines triumphalistischen Patriotismus.
Und doch ist der amerikanische Traum nicht ausgeträumt; es gibt ihn weiterhin in mindestens sechs Varianten, die sich übereinanderlegen wie früher die Doppelbelichtungen auf Schwarz-Weiß-Filmen (doch wer erinnert sich noch an derlei analoges Missgeschick?).
Nummer eins, der älteste Traum, ist zu besichtigen in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, dem zweifellos schönsten und literarisch anspruchsvollsten politischen Gründungsdokument der Moderne. Freiheit, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und vor allem the pursuit of happiness, das Streben nach Glück, kennzeichnen die seinerzeit revolutionären Ideen der Gründungsväter des 18. Jahrhunderts. Sie waren hochgebildete, aufgeklärte Mitglieder einer bürgerlichen Elite (ihre Revolutionsarmee hingegen rekrutierte sich vor allem aus Tagelöhnern, Fischern, Holzfällern, Kleinbauern und Handwerkern). Mit Glück, happiness, meinten Jefferson und Adams nicht etwa das Gefühl von schrankenlosem Kreditkartenkonsum, sondern den politisch-philosophischen Diskurs über die rechte Ordnung in einer egalitären Gesellschaft ohne aristokratische Dünkelherrschaft. Sie hatten nicht nur Machiavelli oder John Locke gelesen, sondern eben auch die antiken Klassiker.
Der zweite große amerikanische Traum lag buchstäblich hinter dem Horizont. Einer der kolonialen Gouverneure von Virginia war der festen Überzeugung, dass er, würde er den letzten Hügelkamm der Appalachen besteigen, den Pazifik sehen könnte. Die Erschließung der unerwartet gewaltigen Landmassen im Westen, das Versprechen von unerhörtem Eigentum, kostenlos vom Staat verteilt, sollte das ökonomische und emotionale Wachstumsfundament des neuen Staats bilden. Eine demokratische Nation, die schier unbeschränkte territoriale Angebote an die Emigranten aus Europa machen konnte, hatte es in der Geschichte noch nie gegeben. Eigentum und individuelle Freiheit bis hin zur robusten Verteidigung des einmal Erreichten ergänzten sich zum Mythos der wahrlich Neuen Welt. Novus ordo seclorum, das Motto des Staatssiegels und des US-Dollars, die Neue Ordnung der Geschichte, war das Etikett des amerikanischen Traums vom Aufbruch in neues Glück.
Doch von Anfang an gesellte sich zum amerikanischen Traum ein Nachtmahr hinzu; denn unbesiedelt war das Land im Westen eben doch nicht. Millionen Ureinwohner fielen dem Eroberungszug der amerikanischen Europäer zum Opfer. Sie hatten ihre ansteckenden Krankheiten, aber auch ihre Gewaltbereitschaft und Mordlust aus der Alten Welt mitgebracht. Und noch etwas: Das furchtbare Schicksal von Millionen Sklaven stand in krassem Widerspruch zum Gleichheits- und Freiheitspostulat der Verfassung. Die Emanzipation der negroes sollte erst nach Ausbruch des amerikanischen Bürgerkriegs zum Hoffnungssignal des Amerikanismus werden. Aber noch 100 Jahre später rief Martin Luther King in Washington: »I have a dream!« – sollte heißen, mit der Gleichheit war es noch nicht so weit, bis schließlich ein demokratisch dominierter Kongress das Versprechen von equality in einklagbare Gesetze goss. Das ist mehr als drei Jahrzehnte her und sollte die parteipolitischen Kraftzentren der USA verschieben – der konservative Süden gehörte fortan den Republikanern. Und wer wollte bezweifeln, dass die Wahlchancen Barack Obamas von der Bereitschaft eines entscheidenden Teils der Wähler zumal im Süden abhängen, rassistischen Vorurteilen abzuschwören? Nur eines sollten die klugen Europäer nicht vergessen: Auf unserem kleinen, bösen Kontinent hätte ein Obama keine Chance. Falsche Hautfarbe. Anders in den USA.
Was uns zum dritten amerikanischen Traum führt: Jeder, so besagt er, hat in diesem freien Land eine Chance, reich zu werden, aufzusteigen, ja ins Weiße Haus einzuziehen. Und in der Tat, nicht nur die Karrieren rücksichtsloser Wall-Street-Dealer, sondern auch die Biografien und Qualifikationen von George W. Bush oder Sarah Palin zeigen, dass das stimmt. Freiheit, private und politische Freiheit – das ist gewiss der schönste amerikanische Traum, und wer wollte bestreiten, dass es nirgendwo eine freiere Gesellschaft als die amerikanische gegeben hat. Wenn auch nicht für alle Amerikaner.
Emanzipatorische Träume der Selbstverwirklichung konnten in den USA schneller Wirklichkeit werden als anderswo. Je weiter weg von den kulturellen, aus Europa mitgeschleppten Bindungen der Ostküste, umso besser. Kaliforniens Lebensstil, California Dreaming in den Worten der Mamas and the Papas, der kultivierte Jacuzzi-Hedonismus, die Religionsfreiheit im Supermarkt der Sekten und alternative Lebensstile, homosexuelle Emanzipation, Scheidungen à la carte und Massenmobilität (»Der typische Kalifornier ist ein zweitüriger Chevrolet«, so ein Spötter in den fünfziger Jahren): Dies alles kulminierte in den sechziger Jahren in der kurzlebigen messianischen Hippie-Euphorie – und endete schließlich um die Jahrtausendwende in einem politischen Katzenjammer, in der Blüte eines neuen kalifornischen Erwerbszweigs, dem privaten Betrieb von Zuchthäusern.
Die strategische Rüstungsindustrie Kaliforniens war der große Wachstumsmotor im Kalten Krieg, die Digitalisierung der ganzen Welt ihre unmittelbare Konsequenz. Nein, ausgeträumt ist der kalifornische Traum noch längst nicht, und wer könnte das besser belegen als ein österreichischer Bodybuilder und Gouverneur – oder die Angestellten der staatlich anerkannten Ausgabestellen von Marihuana für Hunderttausende Kalifornier, die sich ausgeklinkt haben aus dem offiziellen rat race, Freizeitträumer im privaten Nirwana am Wochenende.
Der vierte Traum schließlich scheint im Irak ausgeträumt. Amerikas militärischer Vorsprung ist für den Rest der Welt vorerst uneinholbar – und doch nur noch halb so wichtig. Imperiale Macht beweist sich immer nur im Vergleich zur gleichwertigen Konkurrenz. Wenn aber – wie im Falle der implodierten Sowjetunion – diese Konkurrenz entfällt, schwindet die Zahl derjenigen, die hinter der Macht Amerikas Schutz suchen müssen und wollen. Bushs Strategen haben das erkannt und mit ihrer Präventivkriegsdoktrin den atlantischen Konsens der Nachkriegszeit verlassen. Anders gesagt, der amerikanische Traum der europäischen Nato-Partner von einer globalen sicherheitspolitischen, in gemeinsamer Absicht entwickelten Strategie ist zur Illusion verfallen. Amerika ist eine ordinäre Großmacht geworden und verhält sich auch so. Ihre wirtschaftliche Krise mag kraft der globalisierten Finanzmärkte diejenige der ganzen Welt sein, aber die moralische Niederlage unserer Tage gehört den Amerikanern ganz allein, genauer ihrer Regierung unter Bush jr. Sie heißt Guantánamo, Baghram, Abu Ghraib – und CIA. Dass sich die Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice und der Verteidigungsminister Donald Rumsfeld im Weißen Haus trafen, um Einzelheiten der Folterpraktiken im Krieg gegen den Terrorismus zu diskutieren, zum Beispiel »Waterboarding«, eine Tortur, die bisher in Südamerika oder Asien die heimisch war, bleibt ein unauslöschlicher Skandal der amerikanischen Geschichte.
Es stimmt ja, und damit kommen wir zum fünften Traum, dass in diesen Tagen das kleine Glück vom Eigenheim zum Billigtarif seinen Glanz verloren hat. Aber wer hier im alten Europa in Schadenfreude verfallen sollte, sei gewarnt: Es war ja das wahre Glück der Kleinstädte, die in den Jahren unter Eisenhowers Präsidentschaft zu nie gekanntem Wohlstand erblühten, in denen ein kommunales Gemeinschaftsgefühl, Solidarität mit den in Not geratenen Nachbarn, freiwillige Dienste in Krankenhäusern und sozialen Institutionen die Regel war, in denen die Schulen entstanden, deren Absolventen den wissenschaftlichen Fortschritt der Welt definieren sollten, in denen demokratische Partizipation kein Schlagwort, sondern Bürgerpflicht war. Diese Städte gab es, und sie bildeten die heimlichen Kraftzentren des Landes. In ihrer Mitte standen eine kleine Bank, eine city hall und fünf Kirchen. Man hatte die Krise von heute in diesen Kleinstädten, zumal im Mittelwesten, schon vor Jahren kommen sehen; eine Bank nach der anderen wurde von immer größeren Banken aufgekauft, die Innenstädte verödeten, an der Peripherie entstanden die Malls, und was den wirtschaftlich bedrängten Gemeinden blieb, war das tröstliche Angebot der Kirchen. Amerika öffnete sich zum Jenseits hin, die Stunde der fundamentalistischen Apokalyptiker war gekommen. Sarah Palins Kirche in Wasilla rechnet mit den letzten Tagen der Menschheit, beginnend in Alaska, wo sonst?
Der letzte und vielleicht auch der beste amerikanische Traum, den es zu erwähnen gilt, ist hingegen der Glaube der Amerikaner, genauer gesagt der politischen, wirtschaftlichen, der literarischen und juristischen Elite, an die Kraft der Selbsterneuerung des Landes aus dem Geist seiner Verfassung. Und wer wollte leugnen, dass diese erstaunliche Fähigkeit das gelöste Rätsel des amerikanischen Traumes ist? Mag die törichte Sarah Palin an die Gottgewolltheit einer Gaspipeline glauben, mag John McCain nicht genau wissen, wie viele Häuser er hat (auf alle Fälle sieben) – es gibt immer noch Dutzende Millionen anderer Amerikaner, die an die prinzipielle Vernunft ihrer Nation glauben, den Menschen so viel Freiheit wie möglich und so viel Sicherheit wie nötig zu gewährleisten, ohne die Grenzen der Verfassung zu überschreiten.
Und für die zornigen literarischen und intellektuellen Kritiker der konservativen Bush-Politik am Rand des politischen Abgrunds gilt immer noch der Satz von Lord Bolingbroke, der seinem satirischen Freund Jonathan Swift zurief: »If you despised your country as much as you pretend, you would not be so angry with it« – »Würden Sie Ihr Land wirklich so verachten, wie Sie behaupten, würden Sie ihm nicht so heftig zürnen.«
- Datum 04.05.2009 - 10:53 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 01.10.2008 Nr. 41
- Kommentare 45
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die USA(Amerika ist nicht nur USA) nicht entwicklungfähig und lernfähig zu sein. Müssten die dann nicht langsam aussterben?
Wenn ein Mensch oder ein Land beginnt seine Allmachtsfantasien
auszuleben ist das Ende nahe, und wenn es mit diesen Kriegstreibern
und Predigern der asozialen Marktwirtschaft abwärts geht, ist das gut so.
Herrr Naumann träumen Sie ruhig weiter ihre amerikanischen Märchen.
... konnten wir unser Gesellschaftsmodell weltweit noch nicht so recht verkaufen. Das amerikanische Modell wirkt in der Welt auf Menschen, die keinen Wert auf max. Sozialleistungen legen immer noch ausgesprochen anziehend. Solange dies noch so ist, lässt sich am amerikanischen Traum eigentlich nicht wirklich etwas deuteln...
... konnten wir unser Gesellschaftsmodell weltweit noch nicht so recht verkaufen. Das amerikanische Modell wirkt in der Welt auf Menschen, die keinen Wert auf max. Sozialleistungen legen immer noch ausgesprochen anziehend. Solange dies noch so ist, lässt sich am amerikanischen Traum eigentlich nicht wirklich etwas deuteln...
Man kann nur hoffen, dass diese Imperium jetzt endgueltig verschwindet. Die Ureinwohner Amerikas, die "Indianer" - ca 6 Millionen - wurden weitgehend ausgerottet. Man hat im 20. Jahrhundert weltweit eine einzigartige Blutspur hinterlassen. Der "Kriegsheld" John McCain wuerde gerne Praesident werden - einer der Bomben auf unschuldige vietnamesische Zivilisten abgeworfen hat. Was fuer ein Held! Das Flaechenbombardment in Vietnam hatte durchaus SS-Qualitaet. Wie intonierten wir 1968 noch: USA - SA - SS...
Der "American Way of Life" - die Antwort auf alles das, was besser haette sein koennen - ist hoffentlich dem Untergang geweiht. Die Wall Street ist zu einem Bankenfriedhof verkommen. In God we trust... Aber die Raeuberbarone, Bankster und anderen zwielichtigen Gestalten ist nicht zu trauen.
Natuerlich muss auch der Kapitalismus - fuer den die USA fast ein Synonym sind - irgendwann verschwinden. Sonst wird weiter weltweit gebrandschatzt, ausgepluendert, gemordet, vergewaltigt und die Natur zertoert werden.
Herr Nauman, die Verheissung von Freiheit, Recht und individuellem Glueck
sind sicher nicht eine amerikanische Erfindung. Und die USA sind sicher nicht der richtige Ort, diese Verheissungen zu realisieren. Die Existenz der USA ist im Gegenteil das groesste Hindernis auf diesem Planeten, um diese Ziele fuer alle Menschen zu verwirklichen.
soll es denn hin-verschwinden? In ein schwarzes Loch?
Zeit billigt plumpen Populismus
Das muss man sich am Anfang des 21.Jh.
erst einmal verwundert zur Kenntnis nehmen.
Japaner die Shanghai bombardieren sind Kriegsverbrecher,
Amerikaner die Hanoi bombardieren sind Kriegshelden,
warum verstehen Sie das nicht ?
soll es denn hin-verschwinden? In ein schwarzes Loch?
Zeit billigt plumpen Populismus
Das muss man sich am Anfang des 21.Jh.
erst einmal verwundert zur Kenntnis nehmen.
Japaner die Shanghai bombardieren sind Kriegsverbrecher,
Amerikaner die Hanoi bombardieren sind Kriegshelden,
warum verstehen Sie das nicht ?
... konnten wir unser Gesellschaftsmodell weltweit noch nicht so recht verkaufen. Das amerikanische Modell wirkt in der Welt auf Menschen, die keinen Wert auf max. Sozialleistungen legen immer noch ausgesprochen anziehend. Solange dies noch so ist, lässt sich am amerikanischen Traum eigentlich nicht wirklich etwas deuteln...
Alle nach Amerika ausgewanderten Deutschen bestätigen, dass sie es dort weiter gebracht haben, als es ihnen zu Hause je möglich gewesen wäre. Solange sich das nicht ändert, brauchen wir wohl nicht mit einem Einwandererstrom aus Amerika zu rechnen.
Alle nach Amerika ausgewanderten Deutschen bestätigen, dass sie es dort weiter gebracht haben, als es ihnen zu Hause je möglich gewesen wäre. Solange sich das nicht ändert, brauchen wir wohl nicht mit einem Einwandererstrom aus Amerika zu rechnen.
Alle nach Amerika ausgewanderten Deutschen bestätigen, dass sie es dort weiter gebracht haben, als es ihnen zu Hause je möglich gewesen wäre. Solange sich das nicht ändert, brauchen wir wohl nicht mit einem Einwandererstrom aus Amerika zu rechnen.
man da gefragt? Rentner und soz. schwache bestimmt nicht, sondern die, die man fragen wollte? Wie funktioniert eine Umfrage, wenn ich weis welches Ergebnis ich will?
also das kann ja wohl nicht sein... "...Alle nach... ausgewanderten Deutschen..."
...dazu müsste man "alle" erst mal finden. Zudem, wer will schon von gescheiterten Existenzen gerne etwas höhren? Es kommen also wirklich nur die in den Medien zu Wort die es zu etwas gebracht haben. Der Rest bleibt stumm oder gerät schnell wieder aus dem Bewusstsein der Leute...
...dann kommt noch dazu das die so Erfolgreichen ja gar nicht vergleichen können ob sie es nur wegen den USA geschaft habe oder wegen Deutschland eben nicht... Sie haben es wohl in Deutschland nicht probiert oder Ihre Ideen waren halt hier nicht gefragt...
..zude gibt es genügend US Amerikaner für die es nicht's besseres als Europa gibt... nur wandern die nicht grad aus, genauso wenig wie es die Europäischen US Freunde tun...
...
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara
a
Ja wenn man eine solide (kostenlose) Ausbildung in Deutschland bekommen hat, gesund und von der Gesellschaft unabhaengig ist, und sich um die Umwelt und Schwachen wenig schert, kann man sich ein grosses Haus (das beim naechsten Sturm wegfliegt) und ein grosses Auto (fuer das die Armen der Gesellschaft Kriege fuehren muessen um es voll zu tanken) leisten. Vielleicht sieht das aus begrenzten Blickwinkeln grossartig aus.
Bei der soliden Ausbildung der Kinder und eigenen Altersversorgung wird es dann schon komplizierter.
Und falls man, Gott bewahre, krank und abhaengig wird/ist, wird die Illusion der amerikanischen Art der Selbstverwirklichung offensichtlich.
man da gefragt? Rentner und soz. schwache bestimmt nicht, sondern die, die man fragen wollte? Wie funktioniert eine Umfrage, wenn ich weis welches Ergebnis ich will?
also das kann ja wohl nicht sein... "...Alle nach... ausgewanderten Deutschen..."
...dazu müsste man "alle" erst mal finden. Zudem, wer will schon von gescheiterten Existenzen gerne etwas höhren? Es kommen also wirklich nur die in den Medien zu Wort die es zu etwas gebracht haben. Der Rest bleibt stumm oder gerät schnell wieder aus dem Bewusstsein der Leute...
...dann kommt noch dazu das die so Erfolgreichen ja gar nicht vergleichen können ob sie es nur wegen den USA geschaft habe oder wegen Deutschland eben nicht... Sie haben es wohl in Deutschland nicht probiert oder Ihre Ideen waren halt hier nicht gefragt...
..zude gibt es genügend US Amerikaner für die es nicht's besseres als Europa gibt... nur wandern die nicht grad aus, genauso wenig wie es die Europäischen US Freunde tun...
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“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara
a
Ja wenn man eine solide (kostenlose) Ausbildung in Deutschland bekommen hat, gesund und von der Gesellschaft unabhaengig ist, und sich um die Umwelt und Schwachen wenig schert, kann man sich ein grosses Haus (das beim naechsten Sturm wegfliegt) und ein grosses Auto (fuer das die Armen der Gesellschaft Kriege fuehren muessen um es voll zu tanken) leisten. Vielleicht sieht das aus begrenzten Blickwinkeln grossartig aus.
Bei der soliden Ausbildung der Kinder und eigenen Altersversorgung wird es dann schon komplizierter.
Und falls man, Gott bewahre, krank und abhaengig wird/ist, wird die Illusion der amerikanischen Art der Selbstverwirklichung offensichtlich.
1)
Hinter der amerikanischen Überheblichkeit verbargen sich schon immer verdrängte Selbstzweifel.
2)
Amerika ist nie die "große weite Welt" gewesen, als welche wir sie uns früher vorgestellt haben. In Amerika gibt es vielleicht ein Dutzend richtige Städte, der Rest ist abgelegene Provinz. Das Leben dort -- auch in der "heilen Welt" der Kleinstädte verleitet zur Regression. Die USA leiden tendenziell unter kontinentaler Einsamkeit, ihnen fehlt die Begegnung mit dem Fremden. Dies gilt umso mehr, seitdem der Einwanderungstrom aus Europa versiegt ist.
3)
So haarsträubend seine politischen Vorstellungen auch sein mögen -- persönlich ist der Durchschnittsamerikaner trotz allem weitaus sympathischer als der Durchschnittsdeutsche.
4)
Der fertige, der "richtige" Amerikaner fürchtet sich vor der Stadt und sehnt sich nach dem Dorf (bzw. der Kleinstadt): Dort wo vor 30 Jahren noch alle Menschen weiß waren, der Mittelklasse angehörten und wo man die Haustüren nicht abschließen mußte. Dorthin will er wieder zurück. Die geniale Leistung der Republikaner bestand darin, daß sie es verstanden haben, diese Sehnsucht politisch auszunutzen.
5)
Die USA sind immer noch eine sehr junge und unfertige Nation, die noch lange nicht an ihre Grenzen gestoßen ist. Was wir Europäer schon hinter uns haben, steht ihnen noch bevor.
6)
Europäische Kritiker müssen sich vor Selbstgerechtigkeit hüten: Es ist ja leicht, weltpolitisch weise und bescheiden zu sein, solange man keine andere Wahl hat. Wie sich Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verhalten hat, wissen wir nur zu genau. Fall es Europa gelingen sollte, sich zur neuen Weltmacht zu mausern - wird es dann so
klug, so ausgewogen, so pazifistisch und human bleiben wie es derzeit angeblich ist?
7)
In den USA gibt es Millionen Menschen, die die Probleme in ihrer Gesellschaft genauso nüchtern und illusionslos sehen wie wir Europäer. Es fehlt ihnen bislang nur an Entschlossenheit und Courage, ihre Kritik auch
öffentlichkeitswirksam vorzubringen und sich die ideologische Hegemonie zu erkämpfen, die derzeit noch den (neo-)konservativen gehört. Aber das muß nicht so bleiben.
8)
Das derzeitige Desaster haben die USA sich ausschließlich selbst zuzuschreiben und können sich auch selbst wieder daraus hervorarbeiten. Wenn es ihnen gelingt, über ihren Schatten zu springen und ihre Politik zu korrigieren, so können sie auch im 21. Jahrhundert ihre Vormachtstellung behalten.
man da gefragt? Rentner und soz. schwache bestimmt nicht, sondern die, die man fragen wollte? Wie funktioniert eine Umfrage, wenn ich weis welches Ergebnis ich will?
also das kann ja wohl nicht sein... "...Alle nach... ausgewanderten Deutschen..."
...dazu müsste man "alle" erst mal finden. Zudem, wer will schon von gescheiterten Existenzen gerne etwas höhren? Es kommen also wirklich nur die in den Medien zu Wort die es zu etwas gebracht haben. Der Rest bleibt stumm oder gerät schnell wieder aus dem Bewusstsein der Leute...
...dann kommt noch dazu das die so Erfolgreichen ja gar nicht vergleichen können ob sie es nur wegen den USA geschaft habe oder wegen Deutschland eben nicht... Sie haben es wohl in Deutschland nicht probiert oder Ihre Ideen waren halt hier nicht gefragt...
..zude gibt es genügend US Amerikaner für die es nicht's besseres als Europa gibt... nur wandern die nicht grad aus, genauso wenig wie es die Europäischen US Freunde tun...
...
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara
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