Krebsforschung Haut statt Brust
Mediziner haben mehr als 30 Jahre lang an vermeintlichen Brustkrebszellen geforscht. Viele wichtige Ergebnisse sind nun vermutlich wertlos
Die innigste Beziehung, die viele Forscher pflegen, ist die zu ihren Forschungsobjekten: einem schön gefalteten Protein, einer pittoresken Formel. Und erst die hübschen Zellen aus der Linie MDA-MB-435. An Letzteren erforschten Generationen von Medizinern das Wuchern des Brustkrebses. Aber nach Jahrzehnten treuer Begeisterung keimt ein übler Verdacht auf: Handelt es sich bei dieser Zelllinie wirklich um Brustkrebszellen – oder wuchern da in Wahrheit Zellen aus einem Melanom, dem schwarzen Hautkrebs?
Was zunächst wie eine biomedizinische Spitzfindigkeit klingt, hat dramatische Bedeutung. Denn die fraglichen Zellen avancierten in den vergangenen 32 Jahren zum wichtigsten Forschungsobjekt bei der Erkundung des Brustkrebses. 1976 wurden die Urzellen von einer 31-jährigen Krebspatientin gewonnen und seither gezüchtet. Bisher erschienen 650 wissenschaftliche Publikationen über das Verhalten und das Innenleben dieser Zellen. All das geschah in der Absicht, eine bessere Therapie für diese Krebsart zu finden. Doch nun stehen viele dieser Erkenntnisse infrage.
Wie konnte das geschehen? Im Jahr 2000 hegte der Biologie-Doktorand James Rae erstmals den Verdacht, dass den Zellen eine falsche Identität zugeschrieben wird. Ein Bild in der Zeitschrift Nature Genetics hatte seinen Argwohn geweckt. Doch der Nachweis erwies sich als schwierig. Denn die genaue Identifikation von Krebszellen ist alles andere als einfach. Deren Wesen ist es ja gerade, dass sie degeneriert sind und deshalb häufig nicht mehr klar dem Zelltyp zuzuordnen sind, von dem sie abstammen. Erst nach minutiöser Beobachtung der Genaktivitäten der Zelllinie unter Zuhilfenahme modernster DNA-Analysen konnte Rae (mittlerweile als Professor) nachweisen, dass es sich bei MDA-MB-435 um Abkömmlinge eines Hautkrebses handelt. Offenbar wurde die Zelllinie schon vor vielen Jahren vertauscht.
Dass die Aufklärung so lange dauert und die Zelllinie bis heute in der Datenbank des MD Anderson Cancer Center unter dem Stichwort Brustkrebs geführt wird, hat mit dem Beharrungsvermögen des Forschungssystems zu tun. Hat sich so ein Zellhaufen erst im Labor etabliert, lassen die Wissenschaftler ungern von ihm ab. Die jahrzehntelange Arbeit an dem immergleichen Material führt zu reproduzierbaren Ergebnissen, und auch die Bürokratie belohnt Konstanz. Daher verlassen sich Forscher gern auf das vermeintlich etablierte Wissen und verlieren die Realität aus dem Blick. Dann braucht es erst ein ungetrübtes Auge wie das des Doktoranden Rae, um den Fehler im System zu entdecken.
Aber des einen Versagen ist in diesem Fall des anderen Gewinn. Denn anhand von MDA-MB-435 hat man nun zwar nicht viel über Brustkrebs gelernt, dafür aber einiges Grundsätzliches über die Bildung von Tochtergeschwülsten und vor allem viel über das Wesen von Melanomen. Nur muss sich jetzt so mancher vermeintliche Brustkrebsforscher damit abfinden, dass er in Wahrheit ein Experte für Hautkrebs ist.
- Datum 12.08.2009 - 12:45 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 01.10.2008 Nr. 41
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Der "Kampf gegen den Krebs" offenbart die Eitelkeit und Wehrlosigkeit unserer Medizin, Wissenschaft und Gesellschaft. Es wird immer genauer geschnippelt und werden Gifte dosiert, aber wirklich gesund werden die wenigsten. Trotzdem, entsprechend unserem kapitalistischen System, wird auf ernsthafte Vorbeugung kaum Wert gelegt, werden die gesellschaftlichen Ursachen für die Seuche nicht angegangen.
Zwei Männer, beide von ihrer Gesellschaft verfolgt, haben mE das Wesen der Krebserkrankung erkannt: Wilhelm Reich und Geert Hamer.
Laut Hamer entsteht der den Krebs verursachende Zustand im Moment wo der Mensch einen existentiellen Schock/Konflikt erleidet, der ihn in einen dauerhaften sympathikotonen Stresszustand versetzt. Er kommt gar nicht mehr klar. Sein Lächeln ist nur noch gestellt und gequält, sein Gesicht maskenhaft (mal Bilder von Randy Pausch anschauen!!)Nach Art des Konfliktes ist einen bestimmte Körperregion betroffen. Ob die Krankheit sich entwickeln kann hängt dann davon ab, ob der als fürchterlich und unlösbar empfundene Konflikt (der sich gar nicht in Worte fassen lässt) eine Lösung findet und der Mensch seine Integrität wiedererlangt, oder ob der Konflikt unausgesprochen bleibt und der Mensch darin faktisch isoliert ist.
Hamer hat viele Kranke durch engagierten psychischen und mediativen Beistand heilen können. Sein Buch kann ich nur empfehlen, gerade wenn man sich vor Krebs fürchtet.
Auch Wilhelm Reich fiel die Sympatikotonie als zentrales Merkmal Krebsleidender auf, er hielt aber den Auslöser für einen jahrelangen Prozess von persönlicher und physischer Beschränkung und Isolation.
Er hat aber im Gegensatz zu Hamer nicht selbst Krebs gehabt - zumindest hatte er es nicht gemerkt und ist nicht daran gestorben - und kannte daher nicht die Erfahrung des Schocks der einen "auf dem falschen Fuß erwischt". Reich hat aber insofern Recht, als das wir einen krebsauslösenden Schock nur erleiden können, wenn wir schon "weichgekocht" sind, also wenig Möglichkeiten und Reserven haben, mit einem massiven Angriff auf Psyche oder Organe fertig zu werden, wenn man zB auf einen bestimmten Lebensstil und bestimmte Kleinigkeiten absolut festgelegt ist.
Elektrosmog kann demnach zB nicht krebsauslösend sein. Allerdings kann er als Stressor den Organismus um seine Fähigkeit zu Resistenz/Resilienz bringen. Genau wie Drogenkonsum, also Alkohol, Rauchen...
Genau deswegen sind Umweltgifte als dauerhafte latente Stressoren problematisch. Sie bereiten den Boden für Krebs.
Das verlogene an unserer Gesellschaft ist, daß der Einzelne Umweltgifte und Elektrosmog, Isolation und Verachtung ertragen soll, und dann noch ausgenommen wird, wenn er dann krank ist. Warum benutzt meine Mitbewohnerin ein stark strahlendes DECT-Telefon, wenn ich ihr ein schnurgebundenes gebe, und ihr nahegelegt habe daß mein Schlaf wegen ihres Gerätes nicht erholsam und traumlos sei, daß ich mich gestresst fühle und ich darunter leide?
"Jemand hatte dem Affen Tabak in die Augen gestreut. Einfach so." (A. Solschenyzin, "Krebsstation").
Gleiches gilt für unsere Politiker, die Unternehmen, die Mitbürger.
Wir sind mE wirklich in der Lage unserer Leben wieder zu einem Leben zu machen und nicht zu einem Sterben.
aber typischer Esoquark
aber typischer Esoquark
ist er so sicher, daß es das strahlende telefon seiner mitbewohnerin ist,
welches ihn unerwuenschte träume haben läßt ?
vielleicht ist es ja auch die (aus)strahlung jener person selbst ?
ich schrieb vom traumlosen schlaf- schlechte träume sind besser als gar keine träume.
wusstest du daß sie früher in afrika licht in der nacht vermieden damit die "geister" kämen? d.h. sie vermieden bewusst technik um psychische und soziale hygiene über die aussereinandersetzung mit ihrem unbewussten zu erlangen. das nennt man dann spiritualität. genau solches wird mE auch durch strahlenstress verhindert.
menschen die nicht wissen wo vorne und wo hinten ist fördern aber den konsumismus-kannibalismus.
hab ich eigentlich ein recht auf nächtliche träume? müsste ja ne, körperliche unversehrtheit und so-
aber typischer Esoquark
alleine die Erwähnung von Ryke Geerd Hamer sollte einem die Fußnägel aufrollen.
Der Mann ist nicht ohne Grund wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt worden.
alleine die Erwähnung von Ryke Geerd Hamer sollte einem die Fußnägel aufrollen.
Der Mann ist nicht ohne Grund wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt worden.
alleine die Erwähnung von Ryke Geerd Hamer sollte einem die Fußnägel aufrollen.
Der Mann ist nicht ohne Grund wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt worden.
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