Ornithologie Hier piept’s nicht richtigSeite 3/3

Was bei der Entwicklung spontaner Stotterer wie Erich schiefgelaufen ist, wissen die Experten noch nicht genau. »Auffällig bei der Untersuchung im Kernspintomografen war, dass er auf das Lied seines Lehrers sehr schwach, auf sein eigenes hingegen völlig normal reagiert hat«, sagt Henning Voss. Deshalb vermuten die Forscher, dass Stotterer Probleme haben, das ihnen vorgesungene Repertoire richtig wahrzunehmen oder dauerhaft abzuspeichern. Ein möglicher Grund dafür könnte ein Gendefekt sein. »Wenn wir ihn finden, könnten wir vergleichen, ob beim Menschen ein ähnlicher Mechanismus das Stottern bedingt«, sagt Helekar. »Auf molekularer Ebene könnte es da durchaus Gemeinsamkeiten geben.«

Und was geschieht mit Erich, besteht für ihn Hoffnung auf Besserung? Helekar nickt. Werden Stotterer zu gesunden Vögeln gesteckt, können sie ihr Handicap durchaus verringern, auch wenn es nicht gänzlich verschwindet. Immerhin. So hätte Erich bei den Zebrafinkenweibchen nach tüchtigem Üben vielleicht doch noch eine Chance.

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    • Serie Audio
    • Quelle DIE ZEIT, 01.10.2008 Nr. 41
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    • Schlagworte Ornithologie | Texas | Gehirn | Vogel
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