Islamwissenschaft »Religionen sind wie Krücken«Muhammad Sven KalischDie FreiheitSeite 4/4
Kalisch: Sicher bin ich mir nur, dass die islamische Geschichtsschreibung Heilsgeschichte ist, die gar nichts oder kaum etwas mit der wirklichen historischen Entwicklung zu tun hat, und dass die Geschichtlichkeit Mohammeds zweifelhaft ist. Ansonsten habe ich viele offene Fragen und verfolge mit großem Interesse alle Forschungsansätze.
ZEIT: Was bleibt ohne Mohammed vom Islam?
Kalisch: Es bleibt der Koran als ein interessanter spiritueller Text, mit dem man weiterhin Theologie betreiben kann. Ich halte jedoch nichts mehr von der Vorstellung, dass Gott diesen Text direkt formuliert hat. Weiterhin bleibt der Islam als religiöse Lebensform und als eine geistige Tradition, die aber schon in der Geschichte immer vielfältige Ausprägungen hatte. Jeder Mensch muss durch seine eigene Vernunft entscheiden, was er aus der Tradition übernehmen möchte. So erziehe ich auch meine Kinder. Die Idee eines einheitlichen Islams ist eine Fiktion, die sowohl die religiösen Fundamentalisten als auch die Islamfeinde pflegen.
ZEIT: Verstehen Sie sich weiterhin als Muslim?
Kalisch: Ja, ich begreife Religion als eine spirituelle Tradition, die einem vieles geben kann, aber auch immer wieder angesichts neuer Erkenntnisse kritisch hinterfragt werden muss. Religionen sind wie Krücken. Sie sind nützlich und gut, aber man muss lernen, sich von ihnen zu emanzipieren.
ZEIT: Was wird aus Ihrer Professur?
Kalisch: Ich fühle mich wohl in Münster und von der Universität gut unterstützt. Ich könnte mir vorstellen, dass mein Lehrstuhl außerhalb der Lehrerausbildung zu einer Art Stützpunkt für liberale Muslime wird.
Das Gespräch führten Arnfrid Schenk und Martin Spiewak
- Datum 03.08.2009 - 11:15 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 01.10.2008 Nr. 41
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Der Fall Kalisch ist schon merkwuerdig. Der Volljurist hat sich 2002 mit einem Thema des islamischen Rechts habilitiert und wird 2004 mit 38 Jahreb erstmals nach Muenster berufen. Seine Habilarbeit wurde bis heute offenbar nicht veroeffentlicht. Das wissenschaftliche Oevre scheint eher klein zu sein. Man muss sich daher fragen, ob nicht ein Hauptgrund fuer seine Berufung war, dass hier erstmals ein deutscher Muslim Religionsleher in Islamkunde ausbilden kann.
Drei Jahre spaeter gibt Kalisch bekannt er glaube nicht an die Historizitaet Propheten des Islam. (Der renommierte Islamwissenschaftler Tilman Nagel hat gerade eine umfangreiche Muhammad-Biographie vorgelegt. Selbst Patricia Crone, die man zu den Revisionisten zaehlen muss, akzeptiert, dass Muhammad historisch ist). Kalisch schliesst sich den krassen Aussenseiterthesen Ohligs und seiner Clique an, die im allgemeinen von der serioesen Islamwissenschaft links liegen gelassen werden. Jetzt ist natuerlich das Medienecho riesig, im naechsten Jahr moechte Kalisch sein (wohl erstes) Buch darueber veroeffentlichen (ich nehme an bei Schiler, wo auch Ohlig seine 'Proceedings' immergleicher Kongresse ohne neue Erkenntnisse, Aufguesse eben, veroeffentlicht).
Ich finde Kalisch nicht glaubwuerdig. Das beste waere, er erklaert oeffentlich, dass er kein Muslim mehr ist. Jetzt ein Interview nach dem anderen zu geben, in denen er die fragwuerdigen Thesen Ohligs verbreitet, macht es nicht besser.
Ist es eigentlich mutig, in einem eher christlichen Kulturkreis die Existenz von Mohammed anzuzweifeln?
Wäre es nicht mutiger, die Existenz von Jesus samt Jungfauengeburt anzuzweifeln und diese These über eine DNA-Analyse mit Nachweis des Y-Chromosoms im Grabtuch zu belegen, sowie die Ergebnisse an die Pforte des Kölner Doms zu nageln? Das Ganze begleitet von einer "public viewing" Veranstaltung von Monty Python's "Das Leben des Brian"?
Ich denke sie wissen selbst, dass die Kritik an christlichen Dogmen auch in Europa keine Gefahr für Leib und Leben nach sich zieht. Jedoch ist Kritik am Islam, auch in Europa tödlich.
Monty Python würde sicherlich niemals die Heilsgeschichte um Mohammed in einem "Leben des Brian" satirisch durch den Wolf drehen. Eben weil dazu (auch in Europa) mehr als nur Mut, sondern fast schon ein Wunsch nach dem Martyrium gehört.
Im übrigen, solche "Beweise" an den Kölner Dom nageln und vor seinen Pflorten ein PV von "Das Leben des Brian" zu zeigen, wäre kein Mut, sondern eine überflüssige Provokation.
Was halten sie davon, vor einer Moschee "Submission" zu zeigen?
Es ist daher offensichtlich, dass es auch in Europa wesentlich mehr Mut verlangt den Islam als den christlichen Glauben zu kritisieren. Die auf unserem Kontinent ermordeten Apostaten und Islamkritiker haben das mit ihrem Blut bezeugt.
mfg
Ich denke sie wissen selbst, dass die Kritik an christlichen Dogmen auch in Europa keine Gefahr für Leib und Leben nach sich zieht. Jedoch ist Kritik am Islam, auch in Europa tödlich.
Monty Python würde sicherlich niemals die Heilsgeschichte um Mohammed in einem "Leben des Brian" satirisch durch den Wolf drehen. Eben weil dazu (auch in Europa) mehr als nur Mut, sondern fast schon ein Wunsch nach dem Martyrium gehört.
Im übrigen, solche "Beweise" an den Kölner Dom nageln und vor seinen Pflorten ein PV von "Das Leben des Brian" zu zeigen, wäre kein Mut, sondern eine überflüssige Provokation.
Was halten sie davon, vor einer Moschee "Submission" zu zeigen?
Es ist daher offensichtlich, dass es auch in Europa wesentlich mehr Mut verlangt den Islam als den christlichen Glauben zu kritisieren. Die auf unserem Kontinent ermordeten Apostaten und Islamkritiker haben das mit ihrem Blut bezeugt.
mfg
ebenso der Ansicht, dass der Mohammed nicht existierte.
Ich wünsche Herrn Kalisch viel Erfolg und Glück.
Diese Welt braucht solche Professoren.
Skepsis gegen absolute Wahrheiten ist stets angebracht. Gerade solche Werke müssen angezweifelt werden, die über sich behaupten, unfehlbar zu sein. Auch Anzweifeln von Leninswerken in der UdSSR oder der DDR, war äusserst gefährlich.
V.I.Lenin war der kommunistische Mohammed.
Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek findet sich gerade mal ein Treffer:
"Vernunft und Flexibilität in der islamischen Rechtsmethodik
Kalisch, Muhammad, 1997" (Dissertation)
Bei Wikipedia ("eine Auswahl") darueber hinaus:
1. Fiqh und Usul al-fiqh in der Zaidiya – Die historische Entwicklung der Zaidiya als Rechtsschule. Habilitationsschrift, Hamburg 2002 (wird derzeit zur Veröffentlichung vorbereitet)
2. Frieden aus der Sicht des Islam. in: Islam im Dialog, Jahrgang 1, Nr. 4, Winter 2002, S. 13-28.
3. Islamische Wirtschaftsethik in einer islamischen und in einer nicht(s)islamischen Umwelt. in: Hans G. Nutzinger (Hrsg.): Christliche, jüdische und islamische Wirtschaftsethik – Über religiöse Grundlagen wirtschaftlichen Verhaltens in der säkularen Gesellschaft, Marburg 2003, S. 105–129.
4. Usul az-Zaidiya wa nascharāt al-firaq al-islāmdiya. (in arabischer Sprache, „Die Prinzipien der Zaidiya und die Entstehung der islamischen Richtungen“), in: Al-Masār, Vol. 5, Issue 2, 2004, S. 27–70.
5. Muslime als religiöse Minderheit – Ein Beitrag zur Notwendigkeit eines neuen Idschtihad. in: Thorsten Gerald Schneiders, Lamya Kaddor(Hrsg.): Muslime im Rechtsstaat. Münster 2005, S. 47–69.
6. Perspektiven islamischen Denkens in Europa. schriftliche und erweiterte Fassung eines Vortrages, der am 16. November 2004 im Rahmen der Ringvorlesung „Die Zukunft der Religion in Europa“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster im Wintersemester 2004 gehalten wurde (im Druck).
Wenig spricht fuer eine besondere Qualifikation als Hochschullehrer. Ich nehme an, Herr Kalisch hatte bereits bei den Berufungsverhandlungen seine Zweifel geaeussert und war moeglicherweise deshalb schliesslich erfolgreich.
was haben eigentlich blockwart-meldungen mit dem thema zu tun?
(Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf die Verwendung von NS-Vergleichen. Die Redaktion/jk)
e-mail ane redaktion, rahabchen
Unabhängiger Publizist
Daß die Redaktion die Meldung eines Lesers, daß eine - fast die wichtigste Organi=
sation, die Kalisch attackiert, im Verfassungsschutzbericht erwähnt, also beobachtet wird, als "Blockwartmeldung" bezeichnet, ist in aller Schärfe zurückzuweisen!
Würde sich die Diskussion um einen sog. "Rechten" handeln, wäre die Information,
daß dieser oder ihm nahestehende vom Verfassungsschutz beobachtet werden,
mit "Sirenengeheul" von Opponenten dieses "Rechten" verbreitet worden, kein
Mensch, bestimmt nicht die Redaktion, hätte diese in diesem Fall höchst erfreuliche
Meldung als "Blockwartdenunziation" bezeichnet!
wir haben hier eine Diskussion über Dogmengeschichte, historische Abläufe, einen aufklärerischen Impetus, über die Pflichten eines Lehrers, eines Professors, kurzum:über lauter noble Themen.
Und auch hier, wie bei thematisch anders gelagerten Diskussionen, gibt es diese empfindliche, gleichsam streichelnd sensitive Traditionshaltung, eine ernsthafte Diskussion des bisher größten Kapitalverbrechens der deutschen Geschichte zuverlässig zu vermeiden.
Immer dann, wenn Vergleiche mit dem deutschen Faschismus gezogen werden, wenn Bezug darauf genommen wird, meldet sich die ZEIT mit ihrer Standardzensur.
Natürlich gibt es Bezüge zum deutschen Faschismus, die an den Brusthaaren eines Neugeborenen herbeigezogen wurden.
Denen jedoch könnte eine Korrektur des Erkenntnisstandes helfen. Die panische Abwehr von Diskussionen faschistischer Anteile dieser Gesellschaft dagegen hilft nur einer herrschenden MiniMinderheit.
Und jetzt hätte ich Lust, mit Herrn Kalish zu diskutieren, von dem ich einzig und allein bisher in diesem Artikel erfuhr.
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Unabhängiger Publizist
Daß die Redaktion die Meldung eines Lesers, daß eine - fast die wichtigste Organi=
sation, die Kalisch attackiert, im Verfassungsschutzbericht erwähnt, also beobachtet wird, als "Blockwartmeldung" bezeichnet, ist in aller Schärfe zurückzuweisen!
Würde sich die Diskussion um einen sog. "Rechten" handeln, wäre die Information,
daß dieser oder ihm nahestehende vom Verfassungsschutz beobachtet werden,
mit "Sirenengeheul" von Opponenten dieses "Rechten" verbreitet worden, kein
Mensch, bestimmt nicht die Redaktion, hätte diese in diesem Fall höchst erfreuliche
Meldung als "Blockwartdenunziation" bezeichnet!
wir haben hier eine Diskussion über Dogmengeschichte, historische Abläufe, einen aufklärerischen Impetus, über die Pflichten eines Lehrers, eines Professors, kurzum:über lauter noble Themen.
Und auch hier, wie bei thematisch anders gelagerten Diskussionen, gibt es diese empfindliche, gleichsam streichelnd sensitive Traditionshaltung, eine ernsthafte Diskussion des bisher größten Kapitalverbrechens der deutschen Geschichte zuverlässig zu vermeiden.
Immer dann, wenn Vergleiche mit dem deutschen Faschismus gezogen werden, wenn Bezug darauf genommen wird, meldet sich die ZEIT mit ihrer Standardzensur.
Natürlich gibt es Bezüge zum deutschen Faschismus, die an den Brusthaaren eines Neugeborenen herbeigezogen wurden.
Denen jedoch könnte eine Korrektur des Erkenntnisstandes helfen. Die panische Abwehr von Diskussionen faschistischer Anteile dieser Gesellschaft dagegen hilft nur einer herrschenden MiniMinderheit.
Und jetzt hätte ich Lust, mit Herrn Kalish zu diskutieren, von dem ich einzig und allein bisher in diesem Artikel erfuhr.
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kann mir de redaktje selber sagen....
Sicherlich ist Kalisch nicht glaubwürdig, zumal seine Thesen bis dato von keinem einzigen Muslim in solch einer profanen und provokanten Form formuliert wurden. Ich glaube eher nicht an sein Muslim-Sein, ich neige eher zu der These, dass er ein Kripto-Orientalist sein kann, der einzig dafür an diesen Lehrstuhl befördert wurde, um für seine Thesen zu werben!
Denn ein Muslim ist jemand, der den Islam annimmt, als eine Rechtleitung Gottes! An Gott und seinem Propheten glaubt! Das muss aber nicht heißen, dass ein Nichtmuslim zwangsläufig ein Ungläubiger sei. Laut dem Koran gibt es folgende Kategorien, zu denen Menschen zugeordnet werden: Muslim, Gläubige, Buchbesitzer (Christen, Juden, Sabäer, usw.), Polytheisten, Ungläubige, Heuchler.
Ein Heuchler ist derjenige, der nach außen hin sich als Muslim vermarktet, aber innerlich nicht glaubt, damit erhofft sich ein Heuchler weltlichen Vorteil und Profit. Sogar ein aufrichtiger Ungläubiger ist nach dem Islam besser dran als der Heuchler, dem Ungläubigen kann Gott eventuell wegen seiner Aufrichtigkeit erbarmen, nicht aber dem Heuchler, der Zwietracht zwischen Menschen saet und dabei sich als einen Friedensstifter vermarktet. Doch im Herzen solcher Menschen ist laut dem Koran eine Krankheit, die vermehrt wird. Der Qur'an (Sure Baqara, 2:1-17) beschreibt deren Zustand gleich einem Psychologiebuch!
Kalisch gibt keine befriedigende Antwort auf die Frage, weshalb er den Namen des Propheten Muhammad weiterhin tragen möchte, obwohl er für ihn ja nie gelebt habe. Strebt er etwa andere Ziele an, als er sie hier öffentlich preisgibt? Wieso hat er seine Ideen bzgl. des Propheten nicht vorher bekannt gegeben, bevor er auf den Lehrstuhl berufen wurde? Hat er etwa geheuchelt?
In diesem Prozess denkt Kalisch keineswegs an die Zukunft seiner Studenten. Denn sie werden evtl. nicht als Islamlehrer arbeiten dürfen, weil Kalisch unbedingt berühmt sein wollte. Er hat verantwortungslos gegenüber seinen Studenten gehandelt, deshalb gehört er da weg! Denn seine Studierende sind ihm egal und gleichgültig. Allein seine Ziele sind ihm wichtig! Erfreulich ist, dass seine Studierende nicht zu ihm halten! Das ist Fakt!
Wenn seine Studierende nicht zu ihm halten, und die Muslime nichts vom ihm halten, und auch die muslimischen Verbände ihn nicht aufhalten wollen, wenn er den Lehrstuhl verlassen will, wieso ist er noch da? Wieso kann er nicht zur Religionswissenschaft oder Islamwissenschaft wechseln, wo er in Ruhe seine ADVAITA-Lehre praktizieren und seine unislamischen Philosophien nacheifern kann, ergenisoffen versteht sich natürlich von selbst?
Muslime wollen ihn nicht. Wenn Christen ihn wollen, bitte sehr ihr könnt ihn haben und das auch noch gratis, doch vorsicht, er leugnet auch die Existenz von Jesus.
Also nach den Kriterien des Qur'ans (bzw. des Islams) ist er kein Muslim! Christ ist er auch nicht. Buchbesitzer will er auch nicht sein. Als Ungläubiger (Atheist) möchte er nicht bezeichnet werden. Polytheist-Sein ist außer Mode. Was bleibt da noch übrig Herr Kalisch? Suchen sie sich eine koranische Kategorie aus, denn den Koran finden sie ja als einen religösen Text sehr interessant. Vielleicht werden sie durch den Koran ja inspiriert!
...scheidet ja wohl aus. Ein Heuchler würde sich niemals offen zu dem bekennen, was er glaubt, schon gar nicht, wenn er damit bei denen, als deren Glaubensbruder er sich versteht, derbe aneckt oder auf Ablehnung stößt und sich sogar der Gefahr aussetzt, von einem Fanatiker ermordet zu werden.
Bessere Kandidaten für Heuchler sind solche, die sich als ganz besonders fromme Muslime ausgeben, den Islam aber nur für ihre eigenen Machtinteressen und ihre eigenen Zwecke benutzen - selbst wenn sie sich subjektiv sogar für gute Muslime halten. Ich denke dabei nicht allein an Terroristen, die unschuldige Menschen töten und verstümmeln - an die auch - sondern auch an Männer, die Frauen die elementarsten, vom Islam, also nach islamischem Verständnis von Gott höchstpersönlich garantierten Rechte vorenthalten, sie wie Gebrauchsgegenstände behandeln und sie umbringen, wenn diese sich widersetzen. Ich denke an pakistanische Dorf"gerichte", die Frauen zur Gruppenvergewaltigung verurteilen, ebenso wie an diejenigen, die dies dann ausführen. Die Liste lässt sich garantiert lange fortsetzen.
...scheidet ja wohl aus. Ein Heuchler würde sich niemals offen zu dem bekennen, was er glaubt, schon gar nicht, wenn er damit bei denen, als deren Glaubensbruder er sich versteht, derbe aneckt oder auf Ablehnung stößt und sich sogar der Gefahr aussetzt, von einem Fanatiker ermordet zu werden.
Bessere Kandidaten für Heuchler sind solche, die sich als ganz besonders fromme Muslime ausgeben, den Islam aber nur für ihre eigenen Machtinteressen und ihre eigenen Zwecke benutzen - selbst wenn sie sich subjektiv sogar für gute Muslime halten. Ich denke dabei nicht allein an Terroristen, die unschuldige Menschen töten und verstümmeln - an die auch - sondern auch an Männer, die Frauen die elementarsten, vom Islam, also nach islamischem Verständnis von Gott höchstpersönlich garantierten Rechte vorenthalten, sie wie Gebrauchsgegenstände behandeln und sie umbringen, wenn diese sich widersetzen. Ich denke an pakistanische Dorf"gerichte", die Frauen zur Gruppenvergewaltigung verurteilen, ebenso wie an diejenigen, die dies dann ausführen. Die Liste lässt sich garantiert lange fortsetzen.
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