Deutschlandkarte Der ungerechte Nahverkehr

Wie teuer sind Bus- und U-Bahnfahrten in Deutschland? Schauen Sie nach in unserer Karte!

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Deutschlandkarte – die Analyse

Auf dieser Karte wird so getan, als wären die Städte in Deutschland, in denen das Bus- und S- und U-Bahnfahren gleich teuer ist, jeweils durch U-Bahn-Linien miteinander verbunden. Die teuren Linien verkehren vor allem an Rhein und Main. Am teuersten ist ein Jahresticket in Koblenz, es kostet 1149 Euro, zweieinhalbmal so viel wie eines in Freiburg.

Nun sind Koblenz oder Leverkusen keineswegs dafür bekannt, reiche Menschen anzuziehen. München oder Düsseldorf hingegen, die genau dafür bekannt sind, verkaufen eher günstige Tickets. Es geht ziemlich ungerecht zu. Was wäre los, wenn Benzin in Freiburg 1,39 Euro und in Koblenz 3,49 kosten würde? Die Leute würden von Koblenz nach Freiburg fahren, es gäbe riesige Staus auf der A5, bestimmt würden die Ölfirmen schnell einlenken.

Ein Busbenutzer, der in Koblenz mit einem Freiburger Ticket erwischt wird, muss berechtigte Angst haben, als Schwarzfahrer zu büßen. Kein Wunder, dass so viele Menschen vom eigenen Auto träumen.

Redaktion: Matthias Stolz; Quelle: INSM-Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

 
Leser-Kommentare
  1. Irgendwie empfinde ich die Karte als - zwar hübsch anzuschauen - aber dennoch als nicht sehr informativ.

    Von Hanau über Offenbach, Frankfurt, Wiesbaden, Mainz gelten die Preise des RMV. Diese sind - egal wo gleich teuer. Wie ein Preis einer Jahreskarte für eine 20km-Strecke von 851€-900€ in Wiesbaden zustande kommt aber in Frankfurt mehr als 1000€ gezahlt werden müssen ist mir unklar. Wurden nur stichpunktartig versucht eine Strecke von 20km zu dem teuersten Nachbartarifkreis zu finden? (Eine Fahrkarte in dem jeweiligen Ort kostet überall gleich viel, in die Nachbarzonen wird es jeweils teurer. (allerdings gleichmäßig im RMV-Gebiet). Daher kann ich mir hier die Unterschiede von 250€/Jahr einfach nicht erklären.

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    Stimme zu. Erscheint mir auch merkwürdig.

    Stimme zu. Erscheint mir auch merkwürdig.

  2. Stimme zu. Erscheint mir auch merkwürdig.

    Antwort auf "Karte unverständlich?"
  3. Jetzt schreibe ich einmal hier einen Kommentar und schon... habe ich einen Clon. Oder eher einen Forentroll. Fast wie bei heise...

  4. Die Karte zeigt Frankfurt am Main in der teuersten Kategorie, mit
    Kosten für eine Jahreskarte von über 1000 Euro.

    Das ist falsch. Vom S-Bahnhof Zeilsheim im Westen bis zum Bahnhof
    Mainkur im Osten sind es in Luftline etwas mehr als 20 Kilometer, und
    die Bahnstrecke dazwischen ist wegen der Kurven noch länger. Es ist
    als eine Strecke von über 20 km.

    Die gesamte Strecke genauso wie beide Bahnhöfe liegen im Stadtgebiet
    Frankfurt, wofür eine Jahreskarte Erwachsene für die Preisstufe 3
    ausreicht, welche bei einmaliger Zahlung 694,80 Euro kostet, im
    Abonnement 709 Euro. Frankfurt müßte also auf der mittelgrünen Linie mit Paderborn, Chemnitz, Zwickau und Fürth liegen.

    Wenn die Angaben für Frankfurt am Main um mehr als 40% zu hoch angegeben sind, wiviel flascher sind die Behauptungen für andere Städte?

    Ich weiß nicht, was sich die Leutz von der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" so für Strecken ausbaldowert haben ... Bedauerlich für die Zeitung "Die Zeit" ist es, daß sie solche Falschinformationen verbreitet.

  5. das Problem mit dem RMV ist das sogenannte "Wabensystem". Statt konzentrischer Kreise um ein Zentrum (z.B. Frankfurt, was der Realität im Rhein-Main-Gebiet entspräche), ist das Gebiet in sogenannte Waben unterteilt.

    Diese Waben sind aber nicht - so wie hübsche Bienenwaben - wabenförmig sondern recht merkwürdig geformt und angeordnet. Ergebnis: Für vergleichbare Wegstrecken zahlt man sehr unterschiedlich. Konkretes Beispiel: Sie wollen von Wiesbaden nach Frankfurt Sachsenhausen. Strecke gut 40 Kilometer. Dann kostet Sie das im Monat das gleiche wie von Hanau nach Frankfurt Sachsenhausen. Strecke gut 20 Kilometer. Der Hanauer Pendler zahlt also das Doppelte.

    So bekommt man keine Neukunden aus der Autofahererklientel lieber RMV. Ich habe das übrigens mal dem RMV versucht zu erklären und musste feststellen, dass ein Denken aus Kundensicht dort geradezu unvorstellbar ist. Vermutlich begreift man seine Kunden gar nicht als solche, sondern als Störfaktoren beim reibungslosen Einhalten des Fahrplans ...

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