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Auf den Anfang kommt es an

Zu keiner Zeit bringen Bildungsinvestitionen mehr Früchte hervor als in den Jahren vor der Schule. Der Ausbau der Betreuungsangebote für Krippenkinder kann erst der Anfang sein. Nun gilt es, die Qualität zu erhöhen. Erzieher müssen Sprachlehrer werden, sollen die Kinder begeistern für die Naturphänomene und mit ihnen Experimente machen. Deshalb werden wir eine nationale Fortbildungsoffensive für das Personal in Kitas und Krippen starten. Es kann nicht angehen, dass das Land, das den Kindergarten erfunden hat, die geringsten Anforderungen an seine Erzieher stellt. Deshalb werden wir die Zahl der Akademiker unter ihnen schrittweise erhöhen. Zumindest die leitenden Personen jeder Einrichtung sollten eine Hochschule besucht haben.

Nirgendwo außerhalb der Familie lernt man ein Kind so gut kennen wie im Kindergarten. Beim Übergang in die Schule geht dieses Wissen meist verloren. Damit dies nicht mehr geschieht, werden wir Kindergarten und Schule enger zusammenführen, am besten unter einem Dach. Um allen Kindern eine optimale Betreuung zu ermöglichen, streben wir langfristig an – ähnlich wie die Schweiz oder die Niederlande – eine verpflichtende, kostenlose Vorschule vom vierten Lebensjahr an einzurichten.

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Den Lehrerberuf stärken

Lehrer sind das Fundament unseres Bildungssystems. Dennoch leidet ihr Beruf unter einer praxisfernen Ausbildung und bürokratischen Zwängen. Ihre Arbeitsbedingungen sind nicht mehr zeitgemäß. In den kommenden Jahren werden unsere Schulen zudem mit einem großen Mangel an Nachwuchskräften zu kämpfen haben.