Der Bundestag entscheidet am Donnerstag dieser Woche über die Verlängerung des Afghanistaneinsatzes. Nur mit Zustimmung der Abgeordneten kann die Bundeswehr weiter in Afghanistan bleiben.

Auf Antrag der Bundesregierung soll das Kontingent deutscher Soldaten um 1000 auf insgesamt 4500 aufgestockt werden. Die Bundeswehr stellt das drittgrößte Kontingent einer insgesamt 50000 Soldaten umfassenden Nato-Truppe. Die Soldaten haben den Auftrag, Afghanistan so weit zu sichern, dass Wiederaufbau möglich ist.

Die ersten Bundeswehrsoldaten kamen im Winter 2001/02 nach Afghanistan. Zuerst waren sie nur in Kabul stationiert, danach wurde ihr Einsatzgebiet schrittweise ausgeweitet. Heute sind sie für den Norden Afghanistans zuständig.

Das Afghanistanmandat dürfte eine klare Mehrheit im Parlament finden, denn alle Parteien außer Der Linken sind für eine Verlängerung. Allerdings gibt es innerhalb der Parteien große Skepsis über den Erfolg des Einsatzes. Darin spiegelt sich nicht nur die verfahrene Lage in Afghanistan selbst wider, sondern auch die Tatsache, dass eine Mehrheit der Deutschen dem Einsatz ablehnend gegenübersteht. Tatsächlich fürchtet sich die Regierung vor der öffentlichen Meinung. Sie will das Mandat um 14 Monate verlängern, zwei Monate mehr als üblich, damit dass Thema im Bundeswahlkampf 2009 nicht diskutiert werden muss.