Studienplatzvergabe Das große Campus-Chaos

Viele Abiturienten warten noch immer auf ihre Zulassung, die Unis gehen in einer Bewerberflut unter. Jetzt soll die Studienplatzvergabe neu organisiert werden. Aber wie?

Das Chaos kam in Postsäcken. Fünfmal so viele Bewerbungen wie Studienplätze hatte die Uni Münster für dieses Wintersemester zu bewältigen, die Freie Universität in Berlin sogar neunmal so viele: 32000 Anträge, 3400 Plätze. An der Mehrheit der deutschen Hochschulen sehen die Zahlen kaum besser aus. Und so warten, während die Vorlesungen starten, noch Tausende von Abiturienten auf ihre Zulassung. »Das ist ein unhaltbarer Zustand«, sagt Joachim Weber von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Grund für die Misere ist die Flut an Mehrfachbewerbungen, die die Hochschulen seit Jahren in Atem hält. Genauer gesagt: Seit die Hochschulen die Mehrheit ihrer überlaufenen Studiengänge mit lokalen NCs dichtgemacht haben.

Verschärfend kommt hinzu, dass die Dortmunder Zentralstelle für Studienplatzvergabe (ZVS) seit 2005 nur noch für eine Handvoll Fächer zuständig ist. Was an sich eine gute Nachricht war, schließlich können die Hochschulen ihre Bewerber jetzt größtenteils selbst auswählen. Doch haben all die lokalen Zulassungsbeschränkungen zu einem undurchsichtigen, ineffizienten Vergabesystem geführt – mit zum Teil absurden Folgen.

Jeden Sommer ist es das Gleiche: Hunderttausende Abiturienten schicken ihre Bewerbungen ab, allerdings nicht nur an eine, sondern, um sicher zu gehen, an drei, sechs, vielleicht sogar zwölf Universitäten. In den Immatrikulationsämtern der Republik herrscht dann Urlaubssperre. Alle verfügbaren Mitarbeiter kämpfen sich durch die Berge an Post, um ihre Favoriten herauszufiltern und möglichst schnell die Bescheide herauszuschicken. Sie wissen: Je länger sie warten, desto geringer ist die Chance, die gewünschten Bewerber abzubekommen. Denn die suchen sich ihre Lieblingsuni heraus und lassen die anderen auf ihren Zusagen sitzen.

In ihrer Not entwickeln sich die Sachbearbeiter unversehens zu Experten in der Chaostherie: Für jedes Fach errechnen sie eine wahrscheinliche Annahmequote unter den Studenten, denen eine Einschreibung angeboten wird – und überbuchen wie eine Airline die Studienplätze.

Wer zum Beispiel in München Biologie auf Bachelor studieren will, konkurrierte in diesem Semester mit 1005 Bewerbern um 177 Plätze. Die Ludwig-Maximilians-Universität hat ihrer Formel entsprechend jedoch nicht 177 jungen Leuten einen Zulassungsbescheid geschickt, sondern 442. Anders formuliert: Die Uni erwartete, dass von allen erfolgreichen Bewerbern 40 Prozent auftauchen. Selbst diese Prognose erwies sich als zu optimistisch: Trotz des laufenden Nachrückverfahrens hatte die LMU Ende vergangener Woche noch 21 Plätze frei.

Andere Universitäten haben die Zulassungen im Nachhinein bereits als wenig hilfreich abgeschafft . »Wir verlangen von den Bachelorstudenten, dass sie nur zweimal im Semester fehlen, und dann lassen wir sie mancherorts erst im November oder Dezember zu«, sagt Martin Scholz, Studienberater an der Universität Vechta. »Das passt nicht zusammen.«

Das Problem ist erkannt, doch hinter den Kulissen tobt ein erbitterter Kampf um die Lösung. Im Zentrum steht einmal mehr die totgesagte ZVS. Die Behörde soll zu einer Servicestelle umgebaut werden, die die Bewerberflut koordiniert – ohne zur hoheitlichen Verteilungspraxis zurückzukehren, die jahrzehntelang als »Kinderlandverschickung« verschrien war.

Nach langem Hin und Her haben sich HRK und Kultusministerkonferenz (KMK) auf ein neues Vergabeverfahren geeinigt: Über eine Online-Datenbank könnten Bewerber und Hochschulen demnach direkt miteinander in Kontakt treten, die Datenbank würde für den Datenabgleich mit den anderen Hochschulen sorgen. So könnte sich jeder Studierwillige jederzeit über den Stand seiner Bewerbungen an allen Hochschulen informieren, während die Hochschulen sofort erfahren, wenn ein Bewerber einen Studienplatz annimmt. »Das wird so ähnlich laufen wie bei eBay«, sagt Joachim Weber von der HRK.

Theoretisch eine klasse Idee: Sie schafft Transparenz, die Bewerber können sich weiter unter mehreren Zusagen entscheiden. Gleichzeitig können die Hochschulen eigene Aufnahmekriterien entwickeln, ohne sich an zentrale Standards halten zu müssen. Nachrückverfahren wären überflüssig. Doch die ZVS meldet seit Monaten Zweifel an der technischen Machbarkeit an, warnt vor neuem Chaos. »Das kommt dabei heraus, wenn sich Leute ein System überlegen, die keine Ahnung von der Praxis haben«, sagt Behördenchef Ulf Bade.

Die Atmosphäre zwischen ZVS und HRK ist eisig. Um den Druck zu erhöhen, haben die Hochschulen Ende vergangenen Jahres einen weiteren Akteur ins Spiel geholt: uni-assist, gegründet von HRK und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Uni-assist vermittelt Studienplätze an ausländische Bewerber – mit einem Onlineverfahren, das in wesentlichen Zügen dem favorisierten Modell entspricht. »Natürlich ist das technisch machbar«, sagt denn auch uni-assist-Geschäftsführer Thomas Liljeberg.

Uni-assist soll die ZVS bei der Software beraten, doch die Behörden-Oberen fühlen sich überfahren. »Was die für ein paar Tausend Ausländer machen, ist mit unserer Arbeit überhaupt nicht zu vergleichen«, sagt Bade. »Zumal uni-assist keiner gerichtlichen Kontrolle gerecht werden muss.« Womöglich spielt bei seiner Kritik aber auch eine Rolle, dass für das Verfahren nur ein Bruchteil des Personals nötig wäre. Die ZVS beschäftigt 110 zum Teil verbeamtete Mitarbeiter und hat einen Etat von über neun Millionen Euro.

Alle bisherigen Gespräche zwischen ZVS und uni-assist blieben ergebnislos. Doch die Zeit wird knapp, bald droht neues Chaos in noch mehr Postsäcken. Und eins steht schon jetzt fest: Ein Spiel auf Zeit ist ein Spiel mit der Lebenszeit der Studenten.

 
Leser-Kommentare
  1. Die Universitäten hatten doch lange genug Zeit sich auf den ersehnten Übergang einzustellen. Die ZVS war in ihrer Funktion berechtigt umstritten! Bereits 2001 wurde dieses Chaos von mehreren renommierten Magazinen vorher gesagt.

    Ich glaube, da hat man mal wieder etwas voll verpennt. Vielleicht hilft da auch ein Blick ins Ausland!

    In anderen Ländern bewerben sich die Anwärter doch auch parallel bei mehreren Universitäten. Die scheinen die Fluten von Bewerbern bewältigen zu können. Allerdings haben die dafür auch professionelle Strukturen, wie man sie auch in jedem großen Unternehmen findet. Wenn ich da an die mir bekannten Unis denke, dann muss ich sagen, dass man von solchen Strukturen sehr weit entfernt ist.

    Deutsche Universitäten sollte schnellstmöglich mal die Schulbank drücken.

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    Was "Yohitsune" sagt ist richtig. Es muss eine Aufnahmepruefung gemacht werden, die reinen Abiturnoten stimmen meistens nicht, sind verschoent oder schlicht falsch.

    Wenn in den USA einer bei Harward oder am MIT studieren will, muss er eine Aufnahmepruefung machen, an der die meisten scheitern. Die es nicht schaffen, muessen dann runter und es an anderen nicht so renomierten Universitaeten versuchen.

    Was "Yohitsune" sagt ist richtig. Es muss eine Aufnahmepruefung gemacht werden, die reinen Abiturnoten stimmen meistens nicht, sind verschoent oder schlicht falsch.

    Wenn in den USA einer bei Harward oder am MIT studieren will, muss er eine Aufnahmepruefung machen, an der die meisten scheitern. Die es nicht schaffen, muessen dann runter und es an anderen nicht so renomierten Universitaeten versuchen.

  2. Was "Yohitsune" sagt ist richtig. Es muss eine Aufnahmepruefung gemacht werden, die reinen Abiturnoten stimmen meistens nicht, sind verschoent oder schlicht falsch.

    Wenn in den USA einer bei Harward oder am MIT studieren will, muss er eine Aufnahmepruefung machen, an der die meisten scheitern. Die es nicht schaffen, muessen dann runter und es an anderen nicht so renomierten Universitaeten versuchen.

    • STUDIS
    • 23.10.2008 um 10:40 Uhr

    Es existieren durchaus alternative Lösungskonzepte. Doch finden sie offenkundig zu wenig Beachtung.
    (entfernt. Bitte verzichten Sie darauf, Ihre eigene Seite zu bewerben. Die Redaktion/jk)

    • Tane
    • 23.10.2008 um 15:14 Uhr

    Ich bin Student in Grossbritanien, und wir haben UCAS. Es ist vielleicht nicht ein perfektes System aber es ist wesentlich einfacher als die deutsche Alternative. Hier der Link zu Wikipedia (http://de.wikipedia.org/w...)

    • Anonym
    • 23.10.2008 um 16:38 Uhr

    die wird doch immer gefordert, nun haben wir internationale Verhältnisse.
    In den USA ist's schon seit Jahrzehnten usus dass sich an einem dutzend Colleges beworben wird und so weiter. In den USA gibt's noch viel mehr dropouts (Schüler die ohne jeden Abschluss das Schulsystem verlassen) und viele mehr Probleme. In Großbritannien das selbe Bild. Vom tatsächlichen Niveau an Allgemeinwissen gar nicht erst zu sprechen. Diese ganzen PISA-Geschichten sind in Methodik und Maßstab teils wirklich obskur, merkt man schnell wenn man sich das wirklich mal durchliest (ist zwar frei im Netz verfügbar aber man hat oft das Gefühl dass Leute vom Hören-Sagen darüber reden).

    Wir brauchen keine ZVS, kein NC. Der Sinn der ALLGEMEINEN HOCHSCHULREIFE ist es dass man Kraft dieses Abschlusses die Zulassung zum einem Hochschulstudium hat. Das Abitur wird schon lange systematisch entwertet, paradoxerweise bei gleichzeitig ständig steigenden Anforderungen (entgegen der Wald-und-Wiesen Meinung der "Älteren" dass die heutige Jugend nichts mehr lerne ist das Niveau des zu vermittelnden Wissen und der Stoffumfang kontinuierlich angewachsen, was heute in der gymnasialen Oberstufe in Bayern bis zum Abitur an Wissen vermittelt wird war vor 40 Jahren noch Gegenstand eines universitären Studiums!).
    Man hat hier als normal begabter Mensch nur noch die Chance durch zu kommen wenn man eine reine Lernmaschine wird. Nur sind dies eigentlich nicht die Arbeitnehmer die unsere Informationsgesellschaft braucht.
    Das System ist von ganz tief drinnen morsch und faul. Und zwar international. Beginnt bei den Maßstäben.
    Mir hat letztens ein guter Bekannter und geborener US-Amerikaner gesagt dass er gar nicht verstehen könne warum jetzt in Deutschland der Schmarn kopiert wird der Übersee schon nicht gescheit funktioniert. Wie immer ist das Selbstbild der Deutschen aber ein anderes, so wie es woanders ist so ist es immer besser. Per Definition.
    Wir können nur froh sein dass es noch keinen gibt der die Güte unseres dualen Berufsausbildungssystems anzweifelt (was nach wie vor als Vorbild gilt für viele Staaten die dabei sind etwas derartiges selbst aufzubauen). Die Stärke der deutschen Wirtschaft liegt im Mittelstand und den kleinen Gewerbebetrieben - deren Stärke sind die Facharbeiter. Mal als Anekdote, Bachelor heißt Geselle und Master heißt Meister - man hat vielfach auch den Eindruck dass das was man im angelsächsischen Raum an den Hochschulen lehrt bei uns Stoff auf den Berufsschulen ist. Nicht nur weil man in den USA KFZ-Mechaniker an den meisten städtischen Colleges "studieren" kann.
    Die Bachelor-Umstellung war der größte Fehler der je gemacht wurde. Dadurch ist das überforderte aber unterfinanzierte System entgültig vor die Wand gefahren worden.

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    Da sie so viel niedergeschrieben haben, dass man darüber ewig Gespräche führen könnte, muss ich mich auf einige Punkte beschränken.

    Ich sehe das mit dem Abitur nicht so. Ein Abitur wäre nur eine optimale Zugangsvorraussetzung, wenn es einen einheitlichen Standard hätte. Wenn es ein bundeseinheitliches Lern- und Prüfkonzept gäbe, dann könnte das Erreichen des Abiturs als Zulassungsbeschränkung vollkommen ausreichen. Da sich in diesem Land aber nur Landesfürsten mit dem einzigen und wahren "Bildungsstein der Weisen" befinden ist dies ein unerreichbares Ziel. Ich sehe ja in Brandenburg was da passiert.

    Sie haben in gewisser Weise die Antwort auf diese Frage auch schon gegeben.
    "Das System ist von ganz tief drinnen morsch und faul". Wenn man unterhalb der Unis das Problem löst, dann hätte man auf dieser Stufe ein Problem weniger.

    Als nächstes wollte ich noch mal auf das Niveau eingehen. Ich sehe mich in der Tradition der Ideen von Alexander von Humboldt. Deshalb sehe ich die immer weiter fortschreitende Spezialisierung in der Bildung mit Sorge. Das Problem in den Schulen ist doch oftmals, dass vor lauter Spezialisierung die Grundlagen vergessen werden. Man erhält heute in der Tat kein breites Wissen mehr in der Schule. Dieses Problem bedarf einer dringenden Lösung. Ich sehe es ähnlich der ihren Ansicht. Die Schule sollte der breiten Wissensvermittlung dienen. Der Rest kommt danach.
    Allerdings muss ich zur Kenntnis nehmen, dass eine Spezialisierung danach unabdingbar ist. Die Zeiten der Allrounder sind zumeist vorbei. Denn man kann heute nicht von allen Bereichen einer Disziplin so viel Wissen anhäufen, dass man überall einsetzbar wäre. Das war in früheren Jahrhunderten möglich, heute leider nicht mehr. Deshalb will ich ihnen ein wenig widersprechen, wenn sie das gesamte System als marode und faul bezeichnen. Die Spezialisierung ist unabdingbar. Allerdings sehe ich die Vernetzung von Uni und vor allem der Wirtschaft mit Sorge. Schließlich zeichnet sich der Student vom Fachhochschüler dadurch aus, dass er geistig breiter und kreativer sein sollte und auch eigenständig außerhalb der "Box" denken kann. Das scheint in der Tat immer mehr verloren zu gehen. Vielleicht gibt es ja irgendwann nur noch BA's!!!!! (OK, das war jetzt polemisch, brannte aber auf den Fingern; das Kernproblem bleibt aber (-;)

    Zum Schluss zum Bachelor. Diese Kinderkacke wird sich vielleicht von selber aus dem Weg räumen. Ich denke die meisten Unternehmer wissen was sie an traditionellen Abschlüssen haben. Dennoch sehe ich den Bachelor für das Zweit- oder Drittstudium sehr positiv. Mal schauen, vielleicht gibt es ja auch bald einen Bachelor für Lehrer......., vielleicht sogar für Medizin/ Zahnmedizin. Das wäre doch mal was (-;

    Da sie so viel niedergeschrieben haben, dass man darüber ewig Gespräche führen könnte, muss ich mich auf einige Punkte beschränken.

    Ich sehe das mit dem Abitur nicht so. Ein Abitur wäre nur eine optimale Zugangsvorraussetzung, wenn es einen einheitlichen Standard hätte. Wenn es ein bundeseinheitliches Lern- und Prüfkonzept gäbe, dann könnte das Erreichen des Abiturs als Zulassungsbeschränkung vollkommen ausreichen. Da sich in diesem Land aber nur Landesfürsten mit dem einzigen und wahren "Bildungsstein der Weisen" befinden ist dies ein unerreichbares Ziel. Ich sehe ja in Brandenburg was da passiert.

    Sie haben in gewisser Weise die Antwort auf diese Frage auch schon gegeben.
    "Das System ist von ganz tief drinnen morsch und faul". Wenn man unterhalb der Unis das Problem löst, dann hätte man auf dieser Stufe ein Problem weniger.

    Als nächstes wollte ich noch mal auf das Niveau eingehen. Ich sehe mich in der Tradition der Ideen von Alexander von Humboldt. Deshalb sehe ich die immer weiter fortschreitende Spezialisierung in der Bildung mit Sorge. Das Problem in den Schulen ist doch oftmals, dass vor lauter Spezialisierung die Grundlagen vergessen werden. Man erhält heute in der Tat kein breites Wissen mehr in der Schule. Dieses Problem bedarf einer dringenden Lösung. Ich sehe es ähnlich der ihren Ansicht. Die Schule sollte der breiten Wissensvermittlung dienen. Der Rest kommt danach.
    Allerdings muss ich zur Kenntnis nehmen, dass eine Spezialisierung danach unabdingbar ist. Die Zeiten der Allrounder sind zumeist vorbei. Denn man kann heute nicht von allen Bereichen einer Disziplin so viel Wissen anhäufen, dass man überall einsetzbar wäre. Das war in früheren Jahrhunderten möglich, heute leider nicht mehr. Deshalb will ich ihnen ein wenig widersprechen, wenn sie das gesamte System als marode und faul bezeichnen. Die Spezialisierung ist unabdingbar. Allerdings sehe ich die Vernetzung von Uni und vor allem der Wirtschaft mit Sorge. Schließlich zeichnet sich der Student vom Fachhochschüler dadurch aus, dass er geistig breiter und kreativer sein sollte und auch eigenständig außerhalb der "Box" denken kann. Das scheint in der Tat immer mehr verloren zu gehen. Vielleicht gibt es ja irgendwann nur noch BA's!!!!! (OK, das war jetzt polemisch, brannte aber auf den Fingern; das Kernproblem bleibt aber (-;)

    Zum Schluss zum Bachelor. Diese Kinderkacke wird sich vielleicht von selber aus dem Weg räumen. Ich denke die meisten Unternehmer wissen was sie an traditionellen Abschlüssen haben. Dennoch sehe ich den Bachelor für das Zweit- oder Drittstudium sehr positiv. Mal schauen, vielleicht gibt es ja auch bald einen Bachelor für Lehrer......., vielleicht sogar für Medizin/ Zahnmedizin. Das wäre doch mal was (-;

  3. Da sie so viel niedergeschrieben haben, dass man darüber ewig Gespräche führen könnte, muss ich mich auf einige Punkte beschränken.

    Ich sehe das mit dem Abitur nicht so. Ein Abitur wäre nur eine optimale Zugangsvorraussetzung, wenn es einen einheitlichen Standard hätte. Wenn es ein bundeseinheitliches Lern- und Prüfkonzept gäbe, dann könnte das Erreichen des Abiturs als Zulassungsbeschränkung vollkommen ausreichen. Da sich in diesem Land aber nur Landesfürsten mit dem einzigen und wahren "Bildungsstein der Weisen" befinden ist dies ein unerreichbares Ziel. Ich sehe ja in Brandenburg was da passiert.

    Sie haben in gewisser Weise die Antwort auf diese Frage auch schon gegeben.
    "Das System ist von ganz tief drinnen morsch und faul". Wenn man unterhalb der Unis das Problem löst, dann hätte man auf dieser Stufe ein Problem weniger.

    Als nächstes wollte ich noch mal auf das Niveau eingehen. Ich sehe mich in der Tradition der Ideen von Alexander von Humboldt. Deshalb sehe ich die immer weiter fortschreitende Spezialisierung in der Bildung mit Sorge. Das Problem in den Schulen ist doch oftmals, dass vor lauter Spezialisierung die Grundlagen vergessen werden. Man erhält heute in der Tat kein breites Wissen mehr in der Schule. Dieses Problem bedarf einer dringenden Lösung. Ich sehe es ähnlich der ihren Ansicht. Die Schule sollte der breiten Wissensvermittlung dienen. Der Rest kommt danach.
    Allerdings muss ich zur Kenntnis nehmen, dass eine Spezialisierung danach unabdingbar ist. Die Zeiten der Allrounder sind zumeist vorbei. Denn man kann heute nicht von allen Bereichen einer Disziplin so viel Wissen anhäufen, dass man überall einsetzbar wäre. Das war in früheren Jahrhunderten möglich, heute leider nicht mehr. Deshalb will ich ihnen ein wenig widersprechen, wenn sie das gesamte System als marode und faul bezeichnen. Die Spezialisierung ist unabdingbar. Allerdings sehe ich die Vernetzung von Uni und vor allem der Wirtschaft mit Sorge. Schließlich zeichnet sich der Student vom Fachhochschüler dadurch aus, dass er geistig breiter und kreativer sein sollte und auch eigenständig außerhalb der "Box" denken kann. Das scheint in der Tat immer mehr verloren zu gehen. Vielleicht gibt es ja irgendwann nur noch BA's!!!!! (OK, das war jetzt polemisch, brannte aber auf den Fingern; das Kernproblem bleibt aber (-;)

    Zum Schluss zum Bachelor. Diese Kinderkacke wird sich vielleicht von selber aus dem Weg räumen. Ich denke die meisten Unternehmer wissen was sie an traditionellen Abschlüssen haben. Dennoch sehe ich den Bachelor für das Zweit- oder Drittstudium sehr positiv. Mal schauen, vielleicht gibt es ja auch bald einen Bachelor für Lehrer......., vielleicht sogar für Medizin/ Zahnmedizin. Das wäre doch mal was (-;

    Antwort auf "Internationalisierung"
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    "Ein Abitur wäre nur eine optimale Zugangsvorraussetzung, wenn es einen einheitlichen Standard hätte. Wenn es ein bundeseinheitliches Lern- und Prüfkonzept gäbe, dann könnte das Erreichen des Abiturs als Zulassungsbeschränkung vollkommen ausreichen."
    Die poraktische Anwendung dieser These habe ich selbst erfahren und als nützlich erlebt.
    Die langfristig und fachmännisch prognostizierte Flut an Studienbewerbern jetzt zu bejammern, ist ein schlechter Witz.

    "Ein Abitur wäre nur eine optimale Zugangsvorraussetzung, wenn es einen einheitlichen Standard hätte. Wenn es ein bundeseinheitliches Lern- und Prüfkonzept gäbe, dann könnte das Erreichen des Abiturs als Zulassungsbeschränkung vollkommen ausreichen."
    Die poraktische Anwendung dieser These habe ich selbst erfahren und als nützlich erlebt.
    Die langfristig und fachmännisch prognostizierte Flut an Studienbewerbern jetzt zu bejammern, ist ein schlechter Witz.

  4. "Ein Abitur wäre nur eine optimale Zugangsvorraussetzung, wenn es einen einheitlichen Standard hätte. Wenn es ein bundeseinheitliches Lern- und Prüfkonzept gäbe, dann könnte das Erreichen des Abiturs als Zulassungsbeschränkung vollkommen ausreichen."
    Die poraktische Anwendung dieser These habe ich selbst erfahren und als nützlich erlebt.
    Die langfristig und fachmännisch prognostizierte Flut an Studienbewerbern jetzt zu bejammern, ist ein schlechter Witz.

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