Seit Oktober 2007 ist Manfred Wittenstein Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), dessen Vize er zuvor war.

Zur Welt kam Wittenstein 1942 in Berlin, wo er 1972 zum Diplomingenieur wurde. Sieben Jahre später übernahm er die väterliche Spezialmaschinenfabrik mit fünfzig Mitarbeitern. Heute hat die Gruppe 1200 Beschäftigte. 1990 begann Manfred Wittenstein damit, das Unternehmen zu globalisieren, und gründete unter anderem Tochterfirmen in Japan und den USA. Im September 2008 übernahm die auf Antriebstechnik spezialisierte Wittenstein AG den Münchner Nanotechnologie-Anbieter attocube systems.

Die Wittenstein AG ist vollständig in Familienbesitz – typisch für den mittelständisch geprägten deutschen Maschinenbau mit seinen 6000 Unternehmen, die 950000 Mitarbeiter beschäftigen und 2007 einen stolzen Gesamtumsatz von 180 Milliarden Euro erwirtschafteten.

Die Branche hat ihre Kapazitäten weitgehend ausgelastet, es fehlt an Arbeitskräften. Noch immer sind die Wachstumserwartungen gut, trotz Finanzkrise. Die Einbußen im US-Geschäft werden teilweise kompensiert von Erfolgen in China, Indien, Russland und den Opec-Staaten. Seit vier Monaten ist der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Eine Kreditklemme spüren die Unternehmen bislang nicht. rf