Neurobiologie

Der Weg zu sich selbst

Wolf Singer

Ein Gespräch mit dem Hirnforscher Wolf Singer über Erfahrungen bei der Meditation und die Neurobiologie des Religiösen

DIE ZEIT: Professor Singer, Sie haben mit dem buddhistischen Mönch Matthieu Ricard einen Dialog über Hirnforschung und Meditation publiziert. Neuerdings meditieren Sie auch selbst. Wird der Hirnforscher Singer zum Esoteriker?

Wolf Singer: Nein (lacht). Mein Interesse an der Meditation hat zwei Gründe: Zum einen war ich einfach neugierig; zum anderen hatte ich vor einigen Jahren eine Phase, in der ich beruflich enorm belastet war und viel zu viel am Hals hatte. Da entstand der dringende Wunsch nach einer Auszeit. Also habe ich mich zu einer zehntägigen Zen-Übungsperiode angemeldet, einem »Sesshin« – ohne zu wissen, worauf ich mich einließ. Tatsächlich waren diese zehn Tage ein hartes Regime: Schweigen, keinerlei äußere Reize, stundenlanges Sitzen vor der Wand, konzentriert auf die Haltung, die Atmung, den gegenwärtigen Moment. Aber es war eindrucksvoll.

ZEIT: »Sesshin« heißt wörtlich »vertraut werden mit dem eigenen Geist«. Was hat diese Erfahrung bei Ihnen bewirkt?

Singer: Ich hatte es hier am Institut niemand erzählt. Aber Mitarbeiter haben mich später bei der Weihnachtsfeier gefragt, wo ich denn den Sommer verbracht hätte. Ich sei so anders gewesen, so ruhig. Ich habe auch selbst bemerkt, dass nach dem Sesshin manches anders war. Plötzlich fuhr ich auf der rechten Spur der Autobahn, brauchte kein Radio und war eigentlich ganz glücklich mit mir. Und im Institut habe ich versucht, dieses pathologische Tasksharing, bei dem man fünf Dinge gleichzeitig tut, zu durchbrechen. Das hat aber nicht lange angehalten.

ZEIT: Was passiert während der Meditation neurobiologisch im Gehirn?

Singer: Bislang gibt es leider wenig aussagekräftige Studien darüber. Aber es ist klar, dass man in der Meditation einen mentalen Zustand erreicht, der sich von demjenigen im Alltag deutlich unterscheidet. Bei mir hat sich zum Beispiel einmal die sogenannte okulare Rivalität verändert, der Wechselrhythmus zwischen beiden Augen. Normalerweise läuft der im Sekundentakt, mal schaut man mit dem einen, mal mit dem anderen Auge, ohne dass einem dies bewusst wäre. Doch in der Meditation veränderte sich mein Gesichtsfeld, plötzlich fehlte die eine Blickrichtung, dann die andere. Der Wechselrhythmus hatte sich so extrem verlangsamt, dass ich ihn wahrnehmen konnte.

ZEIT: Was hat der Neuroforscher Singer aus den Erfahrungen des Meditierenden Singer über das Gehirn gelernt?

Singer: Man kann viel darüber lernen, wie das Gesamtsystem im Grundzustand arbeitet. Man erlebt, was passiert, wenn einen nichts zwingt zu reagieren, sondern wenn sich einfach entfalten kann, was in diesem System alles steckt. In diesem Default-Zustand stellt sich ein Gefühl des »In-der-Welt-Seins« ein. Diese Erfahrung entspricht mit Sicherheit getreuer der Persönlichkeit, die man ist, als das, was man erlebt, wenn man ständig von Tagesereignissen getrieben wird.

ZEIT: Haben Sie sich auch schon früher für religiöse Praktiken interessiert?

Singer: Ich habe mal eine Zeit bei den Eremitenmönchen auf dem Berg Athos zugebracht. In der Fastenzeit vor Ostern haben sich die Mönche alle zwei Stunden aufwecken lassen und gemeinsam gesungen, was mit starker Hyperventilation einherging. Schließlich berichteten sie, dass sie ein großes Licht sahen, Stimmen hörten und in Kontakt kamen mit der Welt der Gottheit. Solche Halluzinationen sind das Ergebnis von Schlafentzug und Hyperventilation. Auch das Jesus-Syndrom kann dann auftreten.

ZEIT: Das Jesus-Syndrom?

Singer: Es ist ein Krankheitsbild, bei dem im temporalen Bereich des Gehirns Epilepsien auftreten. Das führt nicht zu großen Anfällen, sie sind von außen kaum zu sehen, aber man bemerkt sie, wenn man die Hirnströme misst. Die Patienten berichten dabei häufig von einem wunderbaren Gefühl, das sich in ihnen ausbreite: Plötzlich stimme alles mit allem überein. Sie beschreiben dieses Gefühl so, wie Religionsstifter die Erleuchtung beschreiben. Der Hirnforscher aber weiß: Da krampft ein Stück Gehirn, das normalerweise als eine Art innerer Zensor fungiert. Es überprüft, ob Hirnzustände kohärent sind. Wenn sich dieses Areal selbstständig macht, entsteht eben genau dieses versöhnliche Gefühl.

ZEIT: Heißt das: Jedes Erleben eines solchen Einsseins, der Versöhnung, ist krankhaft?

Singer: Nein, überhaupt nicht. Man kann ja denselben Zustand auch ganz real herstellen, indem man zum Beispiel Konflikte wirklich beseitigt. Und das, vermute ich, kann man durch solche mentalen Praktiken durchaus fördern.

ZEIT: Wie vertragen sich Ihre Meditationserlebnisse mit Ihrer eigenen christlichen Religion?

Singer: Für mich hat diese Art der Meditation überhaupt keine religiöse Konnotation. Ich weiß, dass man sie benutzen kann, um Erfahrungen zu machen, die man gern einer metaphysischen Dimension zuschreibt. Meister Eckhart hat ja als christlicher Mystiker einst Praktiken zur Erfassung des Transzendentalen vorgeschlagen, die der buddhistischen Meditation ganz nahe sind.

Zeit: Sind Sie Christ, Buddhist oder Atheist?

Singer: Ich bin zwar tatsächlich in manchen intuitiven Auffassungen, etwa darüber, wie die Welt strukturiert ist, gewissen Interpretationen des Buddhismus nahe. Allerdings würde ich mich nicht als Buddhist bezeichnen. Denn ich bin natürlich als integriertes Mitglied dieser abendländischen Gesellschaft massiv geprägt von christlichen Glaubens- und Wertevorstellungen.

ZEIT: Glauben Sie an einen persönlichen Gott?

Singer: Als Naturwissenschaftler kann ich die konkreten Ausformungen dieses Glaubenssystems oft nicht nachvollziehen. Zwar halte ich es für möglich, dass ich etwa durch das Beten eine Selffulfilling Prophecy in Gang setze und mich in einen Zustand bringe, in dem ich das Gewünschte tatsächlich irgendwann erreiche. Aber ich habe erhebliche Schwierigkeiten mit dem Gedanken, dass eine wie auch immer geartete, für mich unsichtbare Gottheit alles durchdringt, das Geschehen auf der Erde steuert und sich auch noch um mich persönlich kümmert.

ZEIT: Also sind Sie Atheist?

Singer: Nein, auch nicht. Denn ich weiß natürlich, dass es jenseits des Begreifbaren noch Dimensionen gibt, für die ich keinen Namen habe.

ZEIT: Für einen nüchternen Kopf wie Sie muss es doch irritierend sein, dass sich bis heute religiöse Glaubensüberzeugungen halten, die dem wissenschaftlichen Denken zutiefst zuwiderlaufen. Wie erklären Sie sich das?

Singer: Wir haben unsere Religionssysteme alle erfunden. Dafür sprechen schon die kulturspezifischen Ausprägungen. Wir sind aufgrund des Soseins unseres Gehirns darauf festgelegt, Ursachen für Phänomene zu suchen. Und da es viele Wirkungen in der Welt gibt, deren Ursachen wir nicht ergründen können, liegt es nahe, sie einem höheren Wesen zuzuschreiben. Das erlaubt eine weitere hochwirksame Projektion: Denn nun kann man Verhaltensweisen, die sich in der Erfahrung als sinnvoll herausgestellt haben (nicht zu töten, zu lügen, zu stehlen), als Verordnung dieser höheren Instanz deklarieren. Dadurch entzieht man sie der menschlichen Verfügbarkeit – und das ist ein sehr effizientes Mittel, um Gruppen auf einen gleichen Kodex einzuschwören. Das hat sich offenbar im Laufe der kulturellen Evolution enorm bewährt.

ZEIT: Die religiösen Gebote sind für Sie so etwas wie kollektive Erfahrung?

Singer: Ja, und zwar über die Generationen hinweg. Das christliche Gebot zum Beispiel, die andere Wange hinzuhalten: Das Individuum mag von solchen Verhaltensweisen nicht profitieren; doch die Gesellschaft tut es im Laufe ihrer Geschichte sehr wohl. Das kann durchaus nach dem darwinistischen Prinzip geschehen sein. Mag sein, dass gerade die Gruppen überlebten, die altruistische Verhaltensnormen so kodiert haben. Denn eine religiöse Begründung ist eine schnelle methodische Abkürzung. Darüber muss man nicht lange diskutieren, das wird so gemacht, weil es in der Bibel steht. Natürlich hat dieses Prinzip auch seine Schattenseiten. Was im Namen der Religion alles an Schrecklichem geschah – das wird dann genauso wenig hinterfragt.

ZEIT: Kann man sich eine aufgeklärte Religion vorstellen, ohne Intoleranz und Fanatismus?

Singer: Die Frage ist, ob man moralische Werte nicht auch anders verankern kann als religiös. Ich würde denken ja. Unsere Rechtssysteme tun das ja schon. Man müsste, glaube ich, auch bereit sein, zuzugeben, dass man nicht durch schieres Nachdenken jede Lebenssituation im moralischen Sinne entscheiden kann. Und sicher spielt das Wort Demut eine große Rolle. Vielleicht kann man durch mentale Praktiken wie die Meditation Menschen dazu bringen, Einsichten zu gewinnen, die es ihnen erlauben, über den schnöden rationalen Egoismus hinauszusehen.

ZEIT: In der Meditation geht es für Sie also nicht um verzückte Erleuchtung, sondern eher darum, sich selbst so zu sehen, wie man wirklich ist?

Singer: Viel zu viele Leute tun nur so, als sei in ihrem Leben alles in Ordnung. Auf diese Weise ernährt sich ein System, das jenem gleicht, das die Hochglanzpostillen verbreiten. Würde man seine Fehler öfter offenlegen, käme vielleicht mehr Demut in die Welt und mehr Verständnis; auch mehr Toleranz und Dialogbereitschaft. Es ist ja wahnsinnig anstrengend, diese Potemkinschen Dörfer aufrecht zu erhalten.

ZEIT: Deshalb haben auch Religionsstifter immer wieder die Heuchelei ihrer Zeit angeprangert. Doch oft sind aus diesen Impulsen ihrerseits religiöse Systeme entstanden, die einen gewaltigen sozialen Druck aufbauten.

Singer: Rückhaltlos ehrlich zu sein, mit sich selbst und den anderen, ist eben schwer. Ich vermute, diese Mechanismen, von denen Sie sprechen, sind zutiefst menschlich. Ein ideales System, mit dem man allen Schwierigkeiten aus dem Weg geht, gibt es nicht.

ZEIT: Ist vielleicht auch das eine tiefe religiöse Erkenntnis: zu merken, dass es den idealen Pfad zum Heil nicht gibt?

Singer: Ja. Und dennoch nicht zu resignieren – das ist das Kunststück.

Das Gespräch führte UlrichSchnabel. Zudem ist es Teil des Buches "Die Vermessung des Glaubens" (s.u.)

 
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Leser-Kommentare

  1. In einer aus den Fugen geratenen Welt, in der Meldungen über entzauberte PolitikerInnen, anarchische Wahlkampfpraktiken und gescheiterte Bildungsgipfel auch heute wieder die Titelseite der Zeit beherrschen und sich der Einzelne im Sog kollabierender Finanzsysteme zu verlieren scheint, weist dieses Interview mit Wolf Singer auf einen Weg hin, den jeder kennt, aber nicht jeder geht, um sich in einer krisengeschüttelten Welt besser zurechtfinden zu können: den Weg zu sich selbst. Sicherlich rettet der Hirnforscher mit seinen Auführungen zu den meditativen Praktiken des "Sesshin" nicht per se die Welt – die Islaender nicht vor dem Staatsbankrott, die Kaupthing-Gelder nicht vor dem Versickern in nordischen Gewässern, die US-Bürger nicht vor einem konservativen Supergau und Dr. Angela Merkel nicht vor einem neuen Tsunami der öffentlichen Empörung. Aber seine Worte sind dennoch ein Appell an uns alle, den Kopf nicht beim Durchrechnen von Tagesgeldzinssätzen zu verlieren oder mehr noch: ihn unaufhörlich auch dafür einzusetzen, sich selbst auf die Schliche zu kommen, vielleicht mit Hilfe von Meditation. Denn mit einem neuen Selbst-Bewußtsein (im wörtlichen Sinne) und einem daraus resultierenden veränderten Gefuehl des Verankertseins in der Welt lebt es sich nach Wolf Singer nicht nur in den eigenen vier Wänden besser. Es ist der Weg zum Selbst, der in die Welt führt und sie verändert: "Vielleicht kann man durch mentale Praktiken wie [der] Meditation Menschen dazu bringen, Einsichten zu gewinnen, die es ihnen erlauben, über schnöden rationalen Egoismus hinauszusehen". Es ist nicht nur, wie er schreibt, wahnsinnig anstrengend, in einer Welt zu leben, die die Entstehung "Potemkinscher Dörfer" so systematisch fördert, es ist auch wahnsinnig gefährlich, schließlich hat diese Dichte an Potemkinschen Dörfern in unzähligen Lebensbereichen ihren Beitrag dazu leistet, warum die Welt gerade so chaotisch ist wie sie eben ist.

    Gabrijela Mecky Zaragoza

  2. Jeder Glaube, ob religiös oder nicht, besteht in Vorstellungen, "an" die man glaubt und "sich hält". Allerdings stellen wir uns schon etwas vor, wenn wir nur "an" Erlebtes denken. Über Erinnern hinaus gehendes Denken besteht lediglich in Kombinationen oder Abwandlungen von Vorstellungen aller, auch akustischer Art. Spontan kommen solche visueller Art in nächtlichen oder Tagträumen vor oder in Form von Einfällen; absichtliche oder "bewusste" Formen solchen Kombinierens bestehen häufig eher in sprachlich geformten Gedanken wie Überlegungen und Reflexionen, Bewertungen und Einschätzungen, Folgerungen, Bedenken und Sorgen u.v.a., während kreative Menschen Vorstellungen aller Art kombinieren.

    In dem Artikel klingt nur verhalten an, dass es in buddhistischen Meditationen um ganz anderes geht. Sie sind weder auf Wahrnehmungen noch auf Vorstellungen gerichtet und daher auch von Überzeugungssystemen aller Art ganz unabhängig, selbst von religiösen oder philosophischen Vorstellungen. Sie bestehen deswegen auch nicht in kontemplativer Besinnung oder Betrachtung, nicht in "veränderten Bewusstseinszuständen" oder außergewöhnlichen Erlebnissen. Vielmehr wird hier mit einer genau in der Mitte "zwischen" dem Bereich des Wahrnehmens und des Vorstellens gelagerten oder vermittelnden Fähigkeit gearbeitet, der einfachen Fähigkeit nämlich, sich aufmerksam einer Wahrnehmung oder Vorstellung zuzuwenden oder Einzelheiten davon.

    Auf einen selbst bestimmten Objektbereich zu achten wird üblicherweise Konzentration genannt. Von daher stammt die gängige Meinung, meditieren bestehe darin, sich auf etwas zu konzentrieren. Gewöhnlich beherrscht eine erwachsene Mensch diese Fähigkeit bereits. Konzentrationsfähigkeit ist deswegen in einer systematischen Meditations- oder "Geistesschulung", wie unter Buddhisten auch gesagt wird, lediglich Grundlage für wesentlich weiter gehende Übungen.

    Als erstes ist nämlich die Fähigkeit auszubilden, den "Geist zur Ruhe zu bringen", wie es traditionell heißt, obwohl damit eindeutig die Übung gemeint ist, seine Aufmerksamkeit sozusagen zum Stillstand zu bringen; denn es geht dabei schlicht darum, sich über eine längere Zeit einer Sache aufmerksam zuzuwenden.

    In Meditationen "zur Beruhigung des eigenen Geistes" (Shamatha) sind erhebliche Schwierigkeiten zu überwinden. Sie stammen daher, dass hier der natürlichen Tendenz zur ständigen "Wanderung" seiner Aufmerksamkeit zwischen Wahrnehmungsobjekten aller Art und den verschiedenen Wahrnehmungs- oder Sinnesbereichen ebenso widerstanden werden muss wie der Gewohnheit, sich von spontan auftauchenden Gedanken "ablenken" oder sogar "fesseln" zu lassen. Als am technisch leichtesten hat sich dabei die "Meditation auf den eigenen Atem" (Anapanasati) erwiesen, ein Ausdruck, der ebenfalls nicht ohne weiteres erkennen lässt, dass man sich hier ununterbrochen aufmerksam der Wahrnehmung seines Atmens im Gesamten oder in irgendwelchen Details widmet.

    Hochgradige Geistesruhe ist nun ihrerseits Vorbedingung für eine Meditationsform, die m.W. nur im Buddhismus gelehrt wird und von der sich Buddhisten die "Befreiung vom Leiden", "Höheres Wissen" und vieles anderes versprechen. Es handelt sich um die Achtsamkeits- oder Einsichtsmeditation (Vipassana).

    Bei dieser kaum irgendwo genau vermittelten Meditationsform geht es psychologisch darum, einen geistig eigenartig "entspannten" Zustand weit offener Aufmerksamkeit zu entwickeln, eine Aufmerksamkeitseinstellung, die in Gegensatz zu mehr oder weniger anstrengender oder angestrengter Konzentration steht!

    Achtsamkeitsmeditation besteht darin, potentiell alle seine - von Natur aus "immer schon" gleichzeitigen - Sinneswahrnehmungen einschließlich aller dabei auftauchenden und vorübergehenden Gedanken, Erinnerungen oder Einfällen vollkommen "bewusst" und hochachtsam zu registrieren. Bemerkenswerter Weise ist es möglich, eine derartige Haltung panoramaartig weit offener Aufmerksamkeit sogar im Alltagleben einzunehmen. Unbegrenzte Aufmerksamkeit dieser Art ist deswegen "Panoramabewusstheit" (Chögyam Trungpa) genannt und der mehr oder weniger begrenzten Konzentration als polarer Gegensatz gegenüber gestellt worden. Geläufiger als Panoramabewusstheit sind die Bezeichnungen Achtsamkeit und Gewahrsamkeit für die dauerhafte Aufrechterhaltung von Achtsamkeit.

    Bei der Entwicklung von Achtsamkeit sind besonders starke natürliche Tendenzen und Gewohnheiten zu überwinden. Es gibt allerdings eine Reihe von Verfahren, die hiergegen eingesetzt werden können und in einem systematischen Achtsamkeits-Entwicklungstraining ein schrittweises und kontrollierbares Erreichen dieser weiten Achtsamkeitshaltung ermöglichen.
    __________
    http://www.augsburgwiki.de/index.php/AugsburgWiki/KittelIngo-WolfAlsMediziner
    http://www.kirchenkritik.de/archiv/glauben_ohne_glauben.html
    http://www.sprache-werner.info/index.php?

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    und für viele ehrenwerte Gedanken, welche Sie in Ihren Text festgemacht haben.
    Erlauben Sie mir Ihrer Ausführung nur eine Überlegung anzufügen: Könnte es denn nicht sein, dass der Schöpfer der Welt einen Einzigen bestimmt hat, dass er die Welt und die Taten der Menschen richtet? Nicht zum Bösen oder als Machtdemo, sondern einzig nur, damit die Wahrheit siege und die Vertrauenden ihren gerechten Lohn erhielten. Wie wunderbar zu sehen, wenn die einstmals Ohnmächtigen aus der gütigen Hand des Sohnes nun Macht empfangen, um zu herrschen in einem Reich in dem Güte und Wahrheit das Herz erfüllt

    Die Achtsamkeitsmeditation wird mittlerweile auch in Deutschland verbreitet gelehrt - im tibetischen Buddhismus unter dem Namen "Dzogchen", bei den Theravadins heißt sie "Vipassana" und man kann mittlerweile für einen Obolus vierzehntägige Meditationsseminare besuchen - oder man fährt nach z.B. Thailand, wenn man das Original bevorzugt.

    Im japanischen Zen wird Achtsamkeitsmeditation betrieben - und demzufolge dürfte auch im chinesischen Chan-Buddhismus die Achtsamkeitsmeditation der Kern der höheren Lehren sein.

    Die Form, in der sich Achtsamkeitsmeditation im Kern unterscheiden kann, ist schließlich selbst ohne Bedeutung ;-) Also dürfte es auch zunächst ziemlich egal sein, welche Ausprägung der Achtsamkeitsmeditation man ausführt - über Vipassana gibt es viel Literatur, über Zen ist das meiste Zeug oft sehr kryptisch - als müsse man ZEN-Lehrbücher als Koan verfassen. Zur tibetischen Form der Achtsamkeitsmeditation hat sogar der Dalai Lama schon manches publiziert.

    Wer diese Informationen heute haben will, der kann sie leicht und recht preiswert bekommen.

    Herzliche, leider noch unerleuchtete Grüße,
    RudraChakrin

    • 25.10.2008 um 4:33 Uhr
    • Anonym

    und für viele ehrenwerte Gedanken, welche Sie in Ihren Text festgemacht haben.
    Erlauben Sie mir Ihrer Ausführung nur eine Überlegung anzufügen: Könnte es denn nicht sein, dass der Schöpfer der Welt einen Einzigen bestimmt hat, dass er die Welt und die Taten der Menschen richtet? Nicht zum Bösen oder als Machtdemo, sondern einzig nur, damit die Wahrheit siege und die Vertrauenden ihren gerechten Lohn erhielten. Wie wunderbar zu sehen, wenn die einstmals Ohnmächtigen aus der gütigen Hand des Sohnes nun Macht empfangen, um zu herrschen in einem Reich in dem Güte und Wahrheit das Herz erfüllt

    • 27.10.2008 um 18:23 Uhr
    • joosm

    Dass, wie Herr Singer sagt, alle Religionssysteme erfunden seien, um Ursachen für Phänomene zu suchen, ist natürlich eine Behauptung. Wenn die Seele eine reine Erscheinungsform des Gehirns und dieses wiederum ein zufälliges Produkt einer ungerichteten Evolution wäre, dann ist unser Nachdenken darüber ein sinnloses Flackern elektrischer Impulse in unseren Neuronen. Es IST, weiter nichts. Jegliche Sinnsuche, jedes Fragen und Diskutieren ist dann ein Plätschern im unendlichen Teich. Die Annahme, unser Denken habe eine Bedeutung, ja, sei folgerichtig, ist dann absurd. Ein naturalistisch-evolutionistisch vorausgesetzter Startpunkt lässt Sinnhaftigkeit (und Werte wie Menschlichkeit, Gerechtigkeit u.v.a.m.) nicht zu. Sie bleiben relativ. Z.B. übermorgen, wenn uns jemand die Kehle durchschneiden will. Nun ja, vielleicht hat Herr Singer trotzdem recht. Glauben muss er auf jeden Fall.

    Genauso gut liesse sich aber vertreten, im Menschen ist die Suche nach etwas Transzendentem, nach Gott, angelegt. Ganz einfach, weil ein Schöpfer dies getan hat, was dann unserem ganzen Diskutieren und Suchen auch Sinn und Lebendigkeit verleiht. Und im übrigen ist Religion, in der absolute Werte, Toleranz und Ehrlichkeit ohne fanatistische Grundzüge verankert sind, sehr gut denk- und sogar lebbar. Aber Glauben braucht es auch da auf jeden Fall.

    Herzliche Grüsse

    Michael Joos

  3. Eileen Caddy sagte einmal zu mir:

    Beten bedeutet zu Gott sprechen, meditieren ist Gott zuhören.

    Pierre

    • 31.10.2008 um 11:43 Uhr
    • Anonym

    Es gibt so viele Situationen, in denen man mit Gott spricht oder ihm zuhört. Situationen, in denen man Nächstenliebe empfindet und umsetzt, in denen man Gottes Schöpfung in der Natur bewundert, in denen man selbst Kunstwerke schafft, in denen man schöner Musik lauscht, in denen man hingebungsvoll liebt...

  4. Die Achtsamkeitsmeditation wird mittlerweile auch in Deutschland verbreitet gelehrt - im tibetischen Buddhismus unter dem Namen "Dzogchen", bei den Theravadins heißt sie "Vipassana" und man kann mittlerweile für einen Obolus vierzehntägige Meditationsseminare besuchen - oder man fährt nach z.B. Thailand, wenn man das Original bevorzugt.

    Im japanischen Zen wird Achtsamkeitsmeditation betrieben - und demzufolge dürfte auch im chinesischen Chan-Buddhismus die Achtsamkeitsmeditation der Kern der höheren Lehren sein.

    Die Form, in der sich Achtsamkeitsmeditation im Kern unterscheiden kann, ist schließlich selbst ohne Bedeutung ;-) Also dürfte es auch zunächst ziemlich egal sein, welche Ausprägung der Achtsamkeitsmeditation man ausführt - über Vipassana gibt es viel Literatur, über Zen ist das meiste Zeug oft sehr kryptisch - als müsse man ZEN-Lehrbücher als Koan verfassen. Zur tibetischen Form der Achtsamkeitsmeditation hat sogar der Dalai Lama schon manches publiziert.

    Wer diese Informationen heute haben will, der kann sie leicht und recht preiswert bekommen.

    Herzliche, leider noch unerleuchtete Grüße,
    RudraChakrin

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    Präzision   Ingo-Wolf Kittel

    Ich hatte geschrieben: "Bei dieser kaum irgendwo genau vermittelten Meditationsform...": kann es sein, dass Sie in diesem Satz das mit voller Absicht gezielt verwendete kleine, aber alles entscheidende Wörtchen "genau" überlesen haben?

    Die präzise Vermittlung des psychologisch hochwichtigen Achtsamkeits-Trainings ist es, an der es meiner Erfahrung nach mangelt, nicht an sog. "Meditationskursen", die heute an jeder VHS, die etwas auf sich hält, angeboten werden.

    Selbst die beeindruckend einfühlsame und als Einstieg ausgesprochen empfehlenswerte Anleitung "Die Praxis der Achtsamkeit - Eine Einführung in die Vipassana-Meditation" des hoch erfahrenen ceylonesischen Mahathera Henepola Gunaratana ist mittlerweile an vielen Stellen psychologisch deutlich präziser formulierbar! (Sie stammt aus den 1990er Jahren.)

    Moderne Bewusstseinspsychologie ist viel weiter als allgemein und selbst Hirnforschern bekannt, wie das Interview mit Wolf Singer zeigt.

    Der aus Frankreich stammenden Mönch Matthieu Ricard hat in seinem im Frühjahr 2008 vom Suhrkamp-Verlag publizierten "Dialog" mit Singer über "Hirnforschung und Meditation" (s. hier - er wurde in der FAZ hier recht umfangreich, wenn auch wg. der Kürzungen durch die Redaktion reicht einseitig rezensiert und sofort heftig diskutiert) den Buddhismus völlig zu Recht als "Wissenschaft des Geistes" gekennzeichnet. Nur löst selbst dieser wissenschaftlich gebildete Mitarbeiter des Dalai Lama diesen hohen Anspruch nicht ein: bleibt er doch überall in seinen Ausführungen der bilder- und anspielungsreichen vorwissenschaftl. Ausdrucksweise verhaftet, die sich in zweieinhalbtausend Jahren unter Buddhisten aller möglichen Länder und Traditionen pragmatisch herausgebildet hat. (Die öff. Diskussion des eher kursorischen "Dialogs" der beiden auf ihrem Gebiet zweifellos kompetenten Austauschpartner ist denn leider auch weitgehend in für sich wichtigen, aber eher für Fachleute interessanten wissenschaftstheoretischen Detailfragen stecken geblieben, wie hier nachgelesen werden kann: die von Buddhisten entwickelte und hocheffektive "Geistesschulung", die hier mit dem Modewort "Meditation" eigentlich gemeint ist, wird dabei nicht einmal mehr genannt - derart weit ist das, was gerade allgemein am meisten interessieren dürfte, wissenschaftlich wieder aus dem Blick geraten.)

    __________
    http://www.augsburgwiki.de/index.php/AugsburgWiki/KittelIngo-WolfAlsMediziner

    Schade   thbode

    ... wenn sich das Häuflein von ca. 1% der Menschheit das halbwegs konsequent das menschliche Potential von Erleuchtung kultiviert auch noch in konkurrierende Grüppchen spaltet. Die Buddhisten blicken auf die Hindus herab weil die angeblich das "Anatman" nicht kapiert haben, spirituelle Christen auf Buddhisten weil sie das Wesen von "Dankbarkeit" angeblich nicht genügend würdigen, die Advaita auf alle anderen, usw,. usw.,
    Und die tibetischen Buddhisten glauben derzeit, weil sie den wunderbaren Dalai Lama "haben" dass sie die spirituelle Lufthoheit besitzen. Wie Sie die ausserdordentliche Fülle von Literatur zum Zen als "Zeug" bezeichnen das angeblich unverständlich ist, ist schon ein wenig herablassend. Vieleicht liegt es auch daran dass sie noch nicht realisiert haben dass "Das" Thema sich letztlich unserer Sprache und Alltagslogik entzieht...? Und ein sprachliches Medium wie ein Buch dies auch zum Ausdruck bringen muss um nicht einfach unseren Konzepten ein weiteres hinzuzufügen.
    Abgesehen davon gibt es sicherlich auch ganz einfach geschriebene und widerspruchsfreie Bücher zum Zen ;-)

  5. Ich hatte geschrieben: "Bei dieser kaum irgendwo genau vermittelten Meditationsform...": kann es sein, dass Sie in diesem Satz das mit voller Absicht gezielt verwendete kleine, aber alles entscheidende Wörtchen "genau" überlesen haben?

    Die präzise Vermittlung des psychologisch hochwichtigen Achtsamkeits-Trainings ist es, an der es meiner Erfahrung nach mangelt, nicht an sog. "Meditationskursen", die heute an jeder VHS, die etwas auf sich hält, angeboten werden.

    Selbst die beeindruckend einfühlsame und als Einstieg ausgesprochen empfehlenswerte Anleitung "Die Praxis der Achtsamkeit - Eine Einführung in die Vipassana-Meditation" des hoch erfahrenen ceylonesischen Mahathera Henepola Gunaratana ist mittlerweile an vielen Stellen psychologisch deutlich präziser formulierbar! (Sie stammt aus den 1990er Jahren.)

    Moderne Bewusstseinspsychologie ist viel weiter als allgemein und selbst Hirnforschern bekannt, wie das Interview mit Wolf Singer zeigt.

    Der aus Frankreich stammenden Mönch Matthieu Ricard hat in seinem im Frühjahr 2008 vom Suhrkamp-Verlag publizierten "Dialog" mit Singer über "Hirnforschung und Meditation" (s. hier - er wurde in der FAZ hier recht umfangreich, wenn auch wg. der Kürzungen durch die Redaktion reicht einseitig rezensiert und sofort heftig diskutiert) den Buddhismus völlig zu Recht als "Wissenschaft des Geistes" gekennzeichnet. Nur löst selbst dieser wissenschaftlich gebildete Mitarbeiter des Dalai Lama diesen hohen Anspruch nicht ein: bleibt er doch überall in seinen Ausführungen der bilder- und anspielungsreichen vorwissenschaftl. Ausdrucksweise verhaftet, die sich in zweieinhalbtausend Jahren unter Buddhisten aller möglichen Länder und Traditionen pragmatisch herausgebildet hat. (Die öff. Diskussion des eher kursorischen "Dialogs" der beiden auf ihrem Gebiet zweifellos kompetenten Austauschpartner ist denn leider auch weitgehend in für sich wichtigen, aber eher für Fachleute interessanten wissenschaftstheoretischen Detailfragen stecken geblieben, wie hier nachgelesen werden kann: die von Buddhisten entwickelte und hocheffektive "Geistesschulung", die hier mit dem Modewort "Meditation" eigentlich gemeint ist, wird dabei nicht einmal mehr genannt - derart weit ist das, was gerade allgemein am meisten interessieren dürfte, wissenschaftlich wieder aus dem Blick geraten.)

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    http://www.augsburgwiki.de/index.php/AugsburgWiki/KittelIngo-WolfAlsMediziner

    Antwort auf "Achtsamkeitsmeditation"
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    Nur sitzen?   RudraChakrin

    Genau. Stimmt. Ich war unachtsam. Muß wohl ein "Freud'scher Verleser" gewesen sein - man liest halt, was man lesen will, wenn man Es nicht genau beobachtet... :)

    Da die meisten hier aufkommenden Meditationsformen aus dem Osten kommen, werden sie immer noch oft im "Geiste des Ostens" unterrichtet - und der ist nicht sehr beredt.

    Sie kennen doch sicher das Buch "Zen in der Kunst des Bogesnschießens" ?!Der alte japanische KyuDo-Meister hat Eugen Herriegel erst wochenlang falsch atmen lassen - er konnte so den Bogen überhaupt nicht spannen - erst als er schon fast aufgeben wollte, lies sich der Meister dazu nieder, seinem deutschen Schüler zu erklären - natürlich in einfachen bildhaften Gleichnissen, welche Phasen des Atmens er wie zu nutzen habe, um mit der Kraft des Atems dann letztlich - nach Monaten der Übung - den Bogen spannen zu können.

    Jeder Deutsche hätte dem Schüler in der ersten Stunde erklärt, daß die Basis des Bogenschießens das Atmen ist - im Osten lassen sie's einen halt lieber selbst herausfinden - schweigen einen an und grinsen über die lange Nase, die wir machen.

    Es gibt eine schöne japanische Meditationsanleitung für die Achtsamkeitsmeditation aus dem ZEN, ich glaube von Dogen ZenJi:

    "Nur sitzen" - jap.: Shikantaza.

    Für einen Japaner ist damit alles gesagt.

    Aber gerade in der Achtsamkeitsmeditation braucht es doch auch gar nicht so viel der Beschreibung. Das müßte sich doch zusammenfassend auf einer oder zwei Seiten - und ausführlich auf unter 20 Seiten darstellen lassen, oder?

    Wer ist denn die Zielgruppe für die "präzisere Beschreibung", die Sie wünschten?

    Es ist doch gerade der Kern dieser Meditationsmethode, daß man eben - außer dem achtsam-bewußten Gewahrsein des Objektes seiner Meditation sonst wirklich NICHTS aktiv denken, reden oder bewegen sollte. Dieser Umstand sollte die anleitende Dokumentation doch überschaubar machen?!

    Das Objekt der Meditation kann frei gewählt werden - aus vielerlei Gründen bietet sich der Atem als Objekt der Meditation natürlich geradezu an. Mensch konzentriert sich also auf den Atem - entweder auf das Zwerchfell, oder auf den Strom des Atems an den Nasenlöchern oder... - da hat wohl jeder Lehrer so seine Vorlieben.

    Alle anderen Wahrnehmungen, körperlichen, seelischen oder geistigen Erscheinungen, alle "aus dem Nichts" auftauchenden Gedanken, alle Sinneseindrücke, soll mensch ganz bewußt wahrnehmen - aber sich in keiner Weise von ihnen beeindrucken, ablenken, anziehen oder abstoßen lassen.

    Atmen. Sitzen.

    Gedanken soll man vorbeiziehen lassen, wie einen Vogel, der davonfliegt, ohne eine Spur zu hinterlassen.

    Das müßte sich doch jedem Menschen in ein paar Stunden oder auf ein paar Seiten vermitteln lassen?

    Herzliche Grüße,
    Sven - RudraChakrin

    Was ich begrüßen würde, wäre eine "präzise", neo-wissenschaftlich formulierte Abhandlung über das Atmen. Eine Übersicht über verschiedene Atemtechniken, die Phasen des Atems, deren Wirkungen etc.

    Paracelsus schrieb, man könne Krankheiten "hinfortatmen"...

    Im indischen Raum wird dem "Pranayama" die gebührende Aufmerksamkeit entgegengebracht - in Japan sind Atemtechniken auch Bestandteil der Kultur - in Deutschland ist der Atem nach meiner Meinung noch nicht aus dem Unterbewußtsein ins Bewußtsein gerückt?

    Ich denke, daß gelegentlicher "Atem-Unterricht" im Kindergarten und in der Schule nachhaltig zur Gesundheitsvorsorge, Konzentrationssteigerung, Beruhigung oder Anregung, je nach Bedarf, beitragen kann und auch sonst nur positive Konsequenzen haben kann.

    Das Atmen ist der universellste Prozeß des Lebens, das vermittelnde Element zwischen Körper und Seele sozusagen. Ich bin 13 Jahre zur Schule gegangen - mit meist offenen Augen und Ohren. Doch außer ein paar Biologiestunden, in denen der Lungenkreislauf erklärt wurde, wurde dem Atmen, etwa bewußtem Atmen, keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt.

    Vielleicht würden mehr bewußte Entscheidungen getroffen, wenn man die Kinder bereits das Atmen lehrte!? Sie würden lernen "Es" zu bemerken. Das kann doch nur Vorteile haben?

    Herzliche Grüße,
    RudraChakrin

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  • Von Ulrich Schnabel
  • Datum 23.10.2008 - 15:47 Uhr
  • Quelle DIE ZEIT, 23.10.2008 Nr. 44
  • Kommentare 13
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