Antrieb Die Welt der Energie

Woher sie stammt und wer sie verbraucht - Ein Überblick

Peak oil nennen Fachleute den Zeitpunkt, an dem der Scheitel der weltweiten Ölförderung erreicht ist – das Datum also, von dem an aus bekannten Lagerstätten immer weniger Öl gefördert werden kann, bis es eines Tages gänzlich versiegt. Pessimisten glauben, dass peak oil schon 2010 eintritt und die Welt damit in 40 bis 50 Jahren kaum noch Öl besitzen wird. Optimisten verweisen auf den technischen Fortschritt, der in Zukunft auch die Ausbeutung »unkonventioneller« Lagerstätten – etwa in großer Tiefe unter dem Meeresgrund – erlauben werde.

Sicher ist gegenwärtig nur, dass Öl langfristig teurer wird – und dass der Appetit auf Energie dennoch weiter wachsen dürfte. Verantwortlich dafür sind vor allem die großen Industrienationen des Westens, insbesondere die USA, die beim Verbrauch von Öl, Gas oder Kohle weit vorn liegen. Aber auch stark wachsende Schwellenländer wie China und Indien fragen mit jedem Jahr großen Wachstums mehr Energieressourcen nach.

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Die Vorkommen klassischer Energieträger konzentrieren sich dabei auf wenige Länder. Rund 60 Prozent der weltweiten Öl- und Gasreserven werden von jeweils fünf Staaten kontrolliert. Bei Kohle und Uran ist die Abhängigkeit der Welt von einigen wenigen Lieferanten noch größer: Hier verfügen je fünf Nationen sogar über etwa 80 Prozent aller Vorkommen.

Eine klimaschonende Option, die gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen verringern würde, sind alternative Energien. Weltweit ist deren Einsatz aber bisher die Ausnahme und beschränkt sich – besonders bei der Stromerzeugung – weitgehend auf die Wasserkraft. Noch hängt die Welt am Tropf von Öl, Gas und Kohle – und heizt sich dadurch weiter auf.

 
Leser-Kommentare
  1. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Kanada riesige Erdölvorkommen hat. Warum sind diese hier nicht mit angegeben?

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    ... es gibt die sog. Ölsande, die von einigen Leuten als gewaltige Quelle betrachtet werden. Aber die meisten Experten halten ihr Potenzial für relativ gering, ganz abgesehen von den sehr hohen Gewinnungskosten.

    ... es gibt die sog. Ölsande, die von einigen Leuten als gewaltige Quelle betrachtet werden. Aber die meisten Experten halten ihr Potenzial für relativ gering, ganz abgesehen von den sehr hohen Gewinnungskosten.

  2. ... es gibt die sog. Ölsande, die von einigen Leuten als gewaltige Quelle betrachtet werden. Aber die meisten Experten halten ihr Potenzial für relativ gering, ganz abgesehen von den sehr hohen Gewinnungskosten.

  3. Dass die kanadischen Erdölreserven hauptsächlich in Ölsänden lagern ist mir schon bekannt. Dass sie nur ein sehr geringes Potenzial haben halte ich für fragwürdig. Ich bin zwar kein Experte, aber wenn man allein die wirtschaftlichen Auswirkungen das kanadischen Ölbooms sieht, erscheint das Potenzial garnicht so klein zu seien.
    Kanada hat ein ziemliche niedrige Arbeitslosigkeit und besonders in der (Öl-)Provinz Alberta ist der Arbeitsmarkt wie leergefegt, trotz der Krise in den USA.
    Auch das Problem mit den Gewinnungskosten fällt bei den jetzigen Ölpreisen kaum ins Gewicht.

    • pvst
    • 24.10.2008 um 0:02 Uhr

    Wers genau wissen will seien folgende Seiten empfohlen:

    www.energiekrise.de
    www.theoildrum.com
    www.peak-oil-forum.de

    Enjoy it while it lasts...

    Die Finanzkrise verschleiert gerade die Ölkrise, wehe es geht wieder aufwärts, dann werden die Preise wieder explodieren. In ca. 1-3 Jahren werden in Saudiarabien die jetzt zusätzlich angebohrten QUellen erschöpft sein, dann kennt die Förderung nur noch eine Richtung, abwärts, ca. 4-6 % pro Jahr, schätzen Experten. Im November wird die IEA die neuesten Progrosen hochoffiziell herausbringen, dann heißt es warm anziehen.

    Schönen Abend noch...

  4. "Noch hängt die Welt am Tropf von Öl, Gas und Kohle – und heizt sich dadurch weiter auf."

    Vergleichen Sie einmal die Kurve des CO2-Zuwachses mit der effektiv gemessenen globalen Temperatur-Kurve, dann werden Sie sehen, dass es keine Aufheizung der Welt durch CO2 gibt.

    Seit 2002 fallen die globalen Temperaturen und haben etwa die Hälfte des Temperaturanstieges im 20. Jahrhunderts kompensiert. Dies ganz im Gegensatz zu den Angaben der Klima Rechenmodellen.

    Rechnet man die Einflüsse des Pinatubo Vulkanausbruches (Abkühlung) im Jahres 1991 und des starken El-Ninos (Erwärmung) heraus, beide sind natürlich und nicht vom Menschen verursacht , dann haben sich die globalen Temperaturen in den letzten 20 Jahren nicht erhöht, ganz im Gegensatz zu den Erhöhungen des CO2- in dieser Zeit.

  5. Haben Sie schon einmal von Methan Hydraten gehört, deren Energiepotential etwa dem 2,3 fachen aller fossilen Brennstoffe entspricht.

    Und bemerken Sie bitte nicht, dass es da Probleme mit der Förderung gibt.

    Inzwischen fördert man Erdöl aus Tiefen von 6000 und mehr.

    Warum gibt es für die Methand-Hydrtae kein Crash-Programm, zumindest zur Erforschung der Möglichkeiten ?

  6. Methanhydrat ist das pure athmosphärische Gift. Abgesehen davon führt ein "Crash-Programm" dazu, dass Methanhydrat zum primären Energieträger der Welt hochstilisiert werden würde. Da frage ich mich, ob die Menschheit aus der Ölkrise nichts gelernt hat? (Obwohl - hat sie ja in den 70ern auch nicht.)
    Wir brauchen den immer beschworenen Energiemix. Alles andere wäre politischer Wahnsinn und würde die Erde in eine globale Krise und einen weiteren Weltkrieg führen. Es ist nur traurig, dass viele Entscheidungsträger aus Industrie und Politik dies zwar erkennen, aber in Hinblick auf kurzfristige finanzielle Profite der Unternehmen den persönlichen Wohlstand in den Vordergrund rücken.

    • Daaje
    • 08.11.2008 um 12:40 Uhr

    Nun, führende Pessimisten gehen eigentlich davon aus, dass Peak Oil schon war, oder gerade ist.

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