Zweiter Weltkrieg »Kein Problem für die Truppe«
Dem Kommissarbefehl gehorsam, ermordete die Wehrmacht 1941/42 Tausende gefangene Politoffiziere der Roten Armee
Zu den lang beschwiegenen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs gehört der sogenannte Kommissarbefehl der deutschen Wehrmacht vom 6. Juni 1941.
Ihm zufolge waren alle Kommissare der Roten Armee nach ihrer Gefangennahme
sofort zu »erledigen«
, das heißt zu erschießen.
Dieser Mordbefehl, so stand bisher selbst in seriösen Darstellungen zu lesen, sei nur selten ausgeführt worden; nicht mehr als einige Hundert Menschen seien ihm bis zu seiner Aufhebung im Juni 1942 zum Opfer gefallen.
Doch wie hoch die Bilanz des Schreckens tatsächlich war, hat jetzt der junge Mainzer Historiker Felix Römer erstmals ermittelt – sein Buch über eines der
finstersten Kapitel
der Militärgeschichte ist soeben erschienen
Es ist nun wirklich soweit!« So begann Oberstleutnant Gerhard Kegler Punkt neun Uhr vormittags seine Rede. Es war der 20. Juni 1941, ein strahlender Sommermorgen, nahe der ostpreußischen Ortschaft Hochmühlen, im Aufmarschgebiet an der Ostfront. Kegler hatte die Bataillonskommandeure und Kompaniechefs seines Infanterieregiments 27 zusammengerufen, um ihnen die letzten Instruktionen für den unmittelbar bevorstehenden Angriff auf die Sowjetunion zu erteilen. Einer seiner Offiziere, Oberleutnant d. R. Theodor Habicht, notierte die denkwürdige Rede in seinem Tagebuch.
Nach der Bekanntgabe des Angriffstermins kam »der Alte« schnell darauf zu sprechen, was im kommenden Krieg anders sein sollte. »Dieser Krieg«, so lesen wir in Habichts Protokoll, »ist – im Gegensatz zu den bisherigen Feldzügen – als ausgesprochenster Weltanschauungskrieg zu betrachten, als Zusammenprall der äußersten Extreme: Nationalsozialismus – Bolschewismus.« Es sei damit zu rechnen, dass der Kampf »dementsprechend von den Russen (Juden) auch mit der äußersten Grausamkeit und Hinterhältigkeit« geführt werde.
Mit dieser zu »erwartenden Kampfweise der Russen« begründete der Kommandeur die »außergewöhnlichen Vorsichtsmaßnahmen und Vollmachten«, die er seinen Offizieren anschließend erteilte: »Jeder Offizier ist berechtigt, ohne Verhandlung Erschießungen vornehmen zu lassen.« Ein beispielloser Freibrief, der sowohl für das Vorgehen gegen die politischen Kommissare der Roten Armee als auch für Repressalien gegen die Zivilbevölkerung galt. Die »Dezimierung« und das »Niederbrennen von Ortschaften als Strafmaßnahme« dürfe jedoch nur von Bataillonskommandeuren aufwärts veranlasst werden.
Das Thema der »politischen Kommissare« hob Habicht in seinem Tagebuch hervor, indem er das Stichwort unterstrich und mit einem vielsagenden Ausrufezeichen versah. Ansonsten scheint die Versammlung die Ausführungen des Kommandeurs über die neuen radikalen »Vollmachten« ohne erkennbare Regungen aufgenommen zu haben. Am Ende der Ansprache gab es nur ein »allgemeines Hallo und Hurra!«.
Was Oberstleutnant Kegler hier an seine Unterführer weitergab, war eine Kurzform jener »Führererlasse«, die später als »verbrecherische Befehle« in die Geschichte eingehen sollten: der Kriegsgerichtsbarkeitserlass und die Kommissarrichtlinien. Sie trugen unmittelbar dazu bei, dass der von Hitler befohlene »Kreuzzug gegen den Bolschewismus« zu dem wurde, was er bis heute ist: der größte, blutigste, grausamste und folgenreichste Krieg in der Geschichte der Menschheit. Das große Morden im Osten verschlang auf russischer Seite 27 Millionen Menschenleben, auf deutscher über 3 Millionen. Das Schlachtfeld und die besetzten Gebiete wurden zum Schauplatz wesentlicher Abschnitte des Holocausts und zahlreicher weiterer beispielloser Verbrechen, in denen das deutsche Heer von Anfang an eine Hauptrolle spielte.
Hitler hatte seine Generäle bereits im Frühjahr 1941 darauf eingeschworen, dass der Krieg gegen den bolschewistischen Erzfeind als »Vernichtungskampf« geführt werden müsse, der die »Anwendung brutalster Gewalt notwendig« mache. Die diensteifrigen Juristen und Generalstäbler im Oberkommando des Heeres (OKH) und im Oberkommando der Wehrmacht (OKW) gossen seine Weisungen in der Folgezeit in schriftliche »Führererlasse« von höchster Geltung.
Der Kriegsgerichtsbarkeitserlass vom 13. Mai 1941 erlaubte »kollektive Gewaltmaßnahmen« gegen ganze Ortschaften. Zugleich ermächtigte er jeden einzelnen Offizier, verfahrenslose Exekutionen von »verdächtigen« Zivilisten anzuordnen. Er bildete damit die Grundlage der deutschen Gewaltpolitik gegen die Zivilbevölkerung. Nicht nur die Verantwortlichen in OKW und OKH, sondern auch die meisten Truppenführer hielten den Terror für das einzige Mittel, um der eroberten Gebiete schnell Herr zu werden – und so Stalin im Blitzkrieg zu besiegen.
- Datum 25.06.2009 - 18:12 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 30.10.2008 Nr. 45
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Mein Gott, man lese sich nur diese Artikelsammlung durch(27 Millionen, Am Leben blieb niemand, Als Soldaten Mörder wurden...), die an Selbstverstümmelung nationaler Identität nicht mehr zu überbieten ist.
Warum nicht einmal einen Artikel verfassen, der den verzweifelten Kampfeswillen dieser jungen, deutschen Soldaten für ihr Land und die damit verbundene Opferbereitschaft möglichst objektiv beschreibt(oder wenigstens deren Leiden und nicht immer nur das Leiden nicht-deutscher Opfer).
Manchmal empfinde ich dieses Verhalten unserer Medien schon fast als psychologische Kriegsführung, um jedes Aufkommen eines "neuen deutschen Stolzes" im Keim zu ersticken(außer beim Sport, natürlich,siehe WM 2006).
Ich möchte noch, in diesem Zusammenhang, auf die kürzlich veröffentlichten Totenzahlen von Dresden aufmerksam machen, die aus oben genannten Gründen ständig nach unten "korrigiert" werden, während die Zahl von 6 Millionen Juden wie in Stein gemeißelt gehandelt werden und man bei Widerspruch oder reiner Hinterfragung mit Ausgrenzung und/oder teils drakonischen Strafen rechnen muss(siehe Irving, Dukes, Finkelstein, Galloway,uvm.).
Frage: Kann man ein Volk so indoktrinieren, dass es andere als minderwertig empfindet?
Antwort: Unsere Geschichte beweist es.
Frage: Kann man ein Volk so indoktrinieren, dass es sich selbst und seine Herkunft als minderwertig empfindet?
Antwort: Ja, man kann---sieh dir die Deutschen an.
Frage an die ZEIT-Redaktion: Haben sie jemals darüber nachgedacht, dass diese Art geschichtlicher Berichterstattung das Gegenteil von dem hervorrufen kann was wir als Normalisierung benannt haben: Nämlich Wut,Trotz, Selbstgerechtigkeit...irgendwann vielleicht Hass...und schieben sie es dann nicht wieder auf den typischen, rassistischen Durchschnittsdeutschen, sondern beginnen sie lieber bei der überwiegend linken, deutschen Elite und deren masochistischen Selbsthass...
und trotzdem---mit vielen, freundlichen Grüßen...
Möglicherweise stimmt das was sie hier schreiben? Nein, es stimmt ganz sicher! Ich habe als Ausländer diese Eigenheit der Deutschen analysiert und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass genau diese Eigenschaft der deutschen Bevölkerung, nämlich blind gewisse Meinungen sich eintrichtern zu lassen, den ZWEITEN WELTKRIEG erst ERMÖGLICHT HABEN.
Leider wird das nie als ursächlich erkannt. Der masochistische Selbsthass der Deutschen ist mir unverständlich.
Die akribische Aufarbeitung der eigenen Niederlage ist ebenso ein Teil dieser deutschen Anfälligkeit für Diktatur (in dem Fall eben Meinungsdiktatur).
Möglicherweise stimmt das was sie hier schreiben? Nein, es stimmt ganz sicher! Ich habe als Ausländer diese Eigenheit der Deutschen analysiert und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass genau diese Eigenschaft der deutschen Bevölkerung, nämlich blind gewisse Meinungen sich eintrichtern zu lassen, den ZWEITEN WELTKRIEG erst ERMÖGLICHT HABEN.
Leider wird das nie als ursächlich erkannt. Der masochistische Selbsthass der Deutschen ist mir unverständlich.
Die akribische Aufarbeitung der eigenen Niederlage ist ebenso ein Teil dieser deutschen Anfälligkeit für Diktatur (in dem Fall eben Meinungsdiktatur).
Warum nicht einmal einen Artikel verfassen, der den verzweifelten Kampfeswillen dieser jungen, deutschen Soldaten für ihr Land
Sie scheinen zu den ewig Gestrigen zu gehören, die überhaupt nichts begreifen.
Haben sie den Artikel überhaupt gelesen?
Um hier etwaige Missverständnisse auszuräumen: Bei meiner Anspielung auf "Kampfeswillen fürs Vaterland" hatte ich objektive Berichterstattung erwähnt, was für mich bedeutet die Tragik und Sinnlosigkeit dieses Kampfes zu beleuchten(ganz besonders ab Winter 1943).
Außerdem wollte ich darauf hinweisen, dass solche Art von nationaler Vergangenheitsbewältigung für die Aufklärung der Bevölkerungsgruppen, die diese am meisten benötigt, eher kontraproduktiv wirkt(ich würde sagen der durchschnittliche Zeitleser ist sich des Inhalts des Artikels schon bewusst).
Zum Abschluss: Ja, ich habe den Artikel ertragen(nichts berichten-nur ermahnen) und nein, ich gehöre nicht zu den EWIG GESTRIGEN, sondern die, die dem deutschen Volk seit 63 Jahren das selbe erzählen und nicht bereit sind die Geschichte ruhen zu lassen(oder wenigstens neue Perspektiven bringen) sind die Gestrigen.
Ich bin 21...Menschen wie sie werden noch länger mit mir leben müssen.
Aber ich weiß schon--wie User HansMeier555 schon so nett angemerkt hat: ALLES NEOFSCHISTISCHES GEDÖNS!!!!!!!!!(wenn solche Diskreditierung es ihnen einfacher macht, sich mit meiner Einstellung auseinanderzusetzten, bitte....)
Um hier etwaige Missverständnisse auszuräumen: Bei meiner Anspielung auf "Kampfeswillen fürs Vaterland" hatte ich objektive Berichterstattung erwähnt, was für mich bedeutet die Tragik und Sinnlosigkeit dieses Kampfes zu beleuchten(ganz besonders ab Winter 1943).
Außerdem wollte ich darauf hinweisen, dass solche Art von nationaler Vergangenheitsbewältigung für die Aufklärung der Bevölkerungsgruppen, die diese am meisten benötigt, eher kontraproduktiv wirkt(ich würde sagen der durchschnittliche Zeitleser ist sich des Inhalts des Artikels schon bewusst).
Zum Abschluss: Ja, ich habe den Artikel ertragen(nichts berichten-nur ermahnen) und nein, ich gehöre nicht zu den EWIG GESTRIGEN, sondern die, die dem deutschen Volk seit 63 Jahren das selbe erzählen und nicht bereit sind die Geschichte ruhen zu lassen(oder wenigstens neue Perspektiven bringen) sind die Gestrigen.
Ich bin 21...Menschen wie sie werden noch länger mit mir leben müssen.
Aber ich weiß schon--wie User HansMeier555 schon so nett angemerkt hat: ALLES NEOFSCHISTISCHES GEDÖNS!!!!!!!!!(wenn solche Diskreditierung es ihnen einfacher macht, sich mit meiner Einstellung auseinanderzusetzten, bitte....)
Der Blogger "Boris Jelzin" hat schon recht. Irgendwie.
Nur muß man sein neofaschistisches Gedöns eben ein wenig faceliften: Man muß nur "deutsch" ersetzen durch "Vorkämpfer der kapitalistischen Demokratie", "Sowjetunion" durch "Afghanistan/Irak" und "Kommissarbefehl" durch "preemtive Strike/Shock-and-awe" -- dann sind seine Ansichten durchaus wieder im Sinne der ZEIT.
Nur zur Erinnerung: 2001 ermordetete die mit den "kapitalistischen Demokratien" verbündete afghanische "Nordallianz" 3.000 Kriegsgefangene der Taliban (Das sind mehr Menschen, als im World Trade Center starben). Sie sperrte sie in große Transportcontainer, die dann vergraben wurden. So begann die Befreiung und Demokratisierung Afghanistans: Nicht mit Samthandschuhen!
Und überhaupt fehlt im Artikel jeder Josef-Joffesche Hinweis, daß die Kommissare ja Kommunisten, ja sogar Stalinisten und damit ja irgendwie auch unzweifelhaft Vertreter des "(absoluten) Bösen" waren.
Die geschilderten Vorgänge sind in meinen Augen weder überraschend, noch dazu angetan die Bewertung der Wehrmacht wesentlich zu verändern.
Außer vielleicht bei Mitgliedern der Oberschicht, die als Offiziere erst im Nachhinein festgestellt haben, wie wenig Zivilcourage und Karakter im Schnitt auch Mitglieder dieser Schicht letztlich beweisen, wenn die Schranken einmal gefallen sind und sich vor allem vor dieser Erkenntnis Angesichts des Führungsanspruches wohl gerne drücken würden.
Manche der alten Generation übernehmen wohl die Verantwortung so pauschal weil sie damit die nächste Generation die Last der Verantwortung in ihrem Handeln entbindet. Manche der jungen Generation scheinen aus dem selben Grunde zum Teil schon fanatisch der Schuld der alten Generation einzuklagen.
Doch statt zu erkennen, das solcherart Versagen in solcher Situation tatsächlich nichts Ungewöhnliches ist und nur Wenige den Mut aufbringen zumindest teilweise sich Solchem zu entziehen, selbst wenn man wirklich im schlimmsten Falle nur mit Karriereeinbruch bestraft wird, werden die historischen Fakten nur dazu genützt erneut Propaganda zu verbreiten.
Es gibt keinen Grund die Menschen heute für besser oder schlechter zu halten, die vielen Prozesse um Korruption in der Politik auf beiden Seiten des Parteienspektrums, der z.T. blinde Parteiengehorsam (Franktionszwang), die erneute Bevormundung weiter Teile der Bevölkerung, die damit verbundene Einschätzung es auf Grund Bildung und Verantwortung besser regeln zu können als die Betroffenen selbst, all das feiert in Deutschland hüben wie drüben des Parteienspektrums fröhliche Urstände.
Es braucht nur noch einen geschickten Demagogen, der sich am Ende als genauso verrückt und skrupelos erweist wie die Nazis und das Ganze ginge von vorne los.
Solange wir Deutschen nicht erkennen, dass Demokratie und Gesetze vor allem Schutz vor uns Selbst als Verantwortliche in Politik und Gesellschaft bedeuten, solange werden Bücher wie Dieses zwar die richtigen Fakten beschreiben, jedoch genauso konsequent dazu genutzt, die Verantwortung für unser Handeln weiter abzulehnen.
Denn diese Bücher erklären die Täter von damals einfach zu außerordentlich skrupellosen Verbrechern, sie ignorieren damit die potentielle Gefahr, die im falschen Umfeld von Jedem von uns ausgehen können, wenn der Lack der Zivilisation erst einmal abfällt.
Das schützt heutige Akteure vor der Frage, ob ihre Methoden denn wirklich besser sind oder dazu angetan, dass solche Voraussetzungen nicht mehr geschaffen werden können. Der Verweis auf die Nazis und deren außerordentliche Verbrechen genügt ja als Entschuldigung. Da kaum jemand vor einem solchen theoretischen Gau es nötig hätte sich so zu verhalten, gleicht das Tabu einem politischen Persilschein.
Deshalb scheint es mir auch soviel Aufregung um die Nazivergleiche namhafter Persönlichkeiten zu geben. Diese Vergleiche ändern nichts an historischen Fakten, wohl aber an den Legitimationsmythen der deutschen Oberschichten!
Berthold Grabe
es ist schon richtig: "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!"
Davor ist man nie völlig sicher, dass das nicht wiederkommt - egal wie die Gesellschaftsordnung sich nennt.
Deshalb bin ich auch für ein Maximum an Zivilcourage, dass man sich aneignen sollte - von Staats wegen wird Zivilcourage garantiert nicht gefördert, der braucht in erster Linie treudoofe Untertanen, die jeden Mist mitmachen.
Deshalb: Sein Schicksal in die eigene Hand nehmen und immer weniger auf andere hören.
es ist schon richtig: "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!"
Davor ist man nie völlig sicher, dass das nicht wiederkommt - egal wie die Gesellschaftsordnung sich nennt.
Deshalb bin ich auch für ein Maximum an Zivilcourage, dass man sich aneignen sollte - von Staats wegen wird Zivilcourage garantiert nicht gefördert, der braucht in erster Linie treudoofe Untertanen, die jeden Mist mitmachen.
Deshalb: Sein Schicksal in die eigene Hand nehmen und immer weniger auf andere hören.
es ist schon richtig: "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!"
Davor ist man nie völlig sicher, dass das nicht wiederkommt - egal wie die Gesellschaftsordnung sich nennt.
Deshalb bin ich auch für ein Maximum an Zivilcourage, dass man sich aneignen sollte - von Staats wegen wird Zivilcourage garantiert nicht gefördert, der braucht in erster Linie treudoofe Untertanen, die jeden Mist mitmachen.
Deshalb: Sein Schicksal in die eigene Hand nehmen und immer weniger auf andere hören.
Um hier etwaige Missverständnisse auszuräumen: Bei meiner Anspielung auf "Kampfeswillen fürs Vaterland" hatte ich objektive Berichterstattung erwähnt, was für mich bedeutet die Tragik und Sinnlosigkeit dieses Kampfes zu beleuchten(ganz besonders ab Winter 1943).
Außerdem wollte ich darauf hinweisen, dass solche Art von nationaler Vergangenheitsbewältigung für die Aufklärung der Bevölkerungsgruppen, die diese am meisten benötigt, eher kontraproduktiv wirkt(ich würde sagen der durchschnittliche Zeitleser ist sich des Inhalts des Artikels schon bewusst).
Zum Abschluss: Ja, ich habe den Artikel ertragen(nichts berichten-nur ermahnen) und nein, ich gehöre nicht zu den EWIG GESTRIGEN, sondern die, die dem deutschen Volk seit 63 Jahren das selbe erzählen und nicht bereit sind die Geschichte ruhen zu lassen(oder wenigstens neue Perspektiven bringen) sind die Gestrigen.
Ich bin 21...Menschen wie sie werden noch länger mit mir leben müssen.
Aber ich weiß schon--wie User HansMeier555 schon so nett angemerkt hat: ALLES NEOFSCHISTISCHES GEDÖNS!!!!!!!!!(wenn solche Diskreditierung es ihnen einfacher macht, sich mit meiner Einstellung auseinanderzusetzten, bitte....)
was kontraproduktiv wirkt, das kann ich ihnen ganz genau sagen: die ständige Verniedlichung der ungeheueren Verbrechen, die im deutschen Namen begangen wurden.
Immer nach dem Motto: Was nicht sein darf, das kann auch nicht sein!
was kontraproduktiv wirkt, das kann ich ihnen ganz genau sagen: die ständige Verniedlichung der ungeheueren Verbrechen, die im deutschen Namen begangen wurden.
Immer nach dem Motto: Was nicht sein darf, das kann auch nicht sein!
was bringt das Buch des jungen Historikers „Neues“ ?
„Zu den lang beschwiegenen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs gehört der so genannte Kommissarbefehl der deutschen Wehrmacht vom 6. Juni 1941“
Das kann man so einfach und unwidersprochen nicht stehen lassen.
Warum:
Der internatonale Militärgerichtshof (Nürnberger Prozesse) stellte bereits 1945/1946 in seinem Urteil gegen Generalfeldmarschall Keitel (OKW) fest (und hat schon damals widerlegt), das der Kommissarbefehl (der mündlich weitergegeben werden musste) nicht auch umfassende Anwendung fand.
Auch spätere Publikationen setzten sich immer wieder damit auseinander.
Dieter Pohl, Historiker und wiss. Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte wies in seiner bereits 2005 erschienenen Publizierung „Die Kooperation zwischen Heer, SS und Polizei in den besetzen sowjetischen Gebieten“ in „Verbrechen der Wehrmacht. Bilanz einer Debatte“ darauf hin, das der sog. Kommissarbefehl in etwa 50-60% aller deutschen Divisionen durchgeführt wurde.
Wörtlich u.a. Pohl:
„Mit dem Kommissarbefehl übernahm die Wehrmacht aktiv einen Teil der Morde.
Die Zeit:
„Insgesamt sind in den Unterlagen des Ostheeres fast 4000 Exekutionen an Politoffizieren und Funktionären aktenkundig geworden.“
Die Anzahl der Kommissare, die schon bei der Gefangennahme an der Front von Wehrmachtsangehörigen erschossen wurden, betrug nach Schätzung von Christian Streit in seiner Publikation: „Die Behandlung der sowjetischen Kriegsgefangenen ...“ Ausgabe 1991, mehrere Tausend.
Neu?
Im Zeitartikel schreibt man dann weiter,
„Vieles spricht dafür, dass sich die Gesamtzahl der Opfer auf eine hohe vierstellige… das heißt an oder um die zehntausend Toten.“
Auch dazu schrieb der Historiker Reinhard Otto schon 1998 in „Wehrmacht, Gestapo und sowjetische Kriegsgefangene im sowjetisch- deutschen Reichsgebiet 1941/42“ sinngemäß:
Wegen der Geheimhaltung fanden Exekutionen abgeschirmt in den KZs statt, bis Ende 1942 sollen 38.000 russische Kriegsgefangene ermordet wurden, die von Einsatzkommandos selektiert wurden.
Also – auch wenn diese Opfer immer unermessliches menschliches Leid darstellen, und durch nichts zu beschönigen sind, die Publikation des jungen Mainzer Historikers bringen doch keine wesentlichen neuen Erkenntnisse.
Hier vermisse ich etwas mehr journalistische Recherche, das hätte man durchaus bemerken müssen.
Russland schlug gegen den Aggressor mit dem moralischen und internationalen Recht zurück.
Und auch die Russen waren dabei nicht zimperlich.
Die "quasi Antwort" auf den Kommissarbefehl folgte durch Ilja Ehrenburg 1942 in seinem Aufruf gegen die Deutschen „Töte“ in der „Krasnaja Swjesda“:
„ Wenn du einen Deutschen getötet hast, töte einen zweiten – nichts stimmt uns froher als deutsche Leichen. Zähle nicht die Tage. Zähle nicht die Werste. Zähle nur eins: die von dir getöteten Deutschen. Töte den Deutschen! bittet dich die alte Mutter. Töte den Deutschen! fleht dich das Kind an. Töte den Deutschen! schreit die Heimaterde. Ziel nicht vorbei. Triff nicht daneben. Töte!“
Krieg ist schon immer das mieseste aller "Handwerke" gewesen.
Vielleicht könnte Herr Römer seine Forschungsinitiativen ja auf das 1800 Personen umfassende Massengrab in Malbork (Marienburg) konzentrieren, um mal neue Erkenntnisse ans Tageslicht zu bringen. Die polnischen Kollegen scheinen das ja eher locker anzugehen. Aber was sage ich, das waren ja nur deutsche Zivilisten.
Vielleicht könnte Herr Römer seine Forschungsinitiativen ja auf das 1800 Personen umfassende Massengrab in Malbork (Marienburg) konzentrieren, um mal neue Erkenntnisse ans Tageslicht zu bringen. Die polnischen Kollegen scheinen das ja eher locker anzugehen. Aber was sage ich, das waren ja nur deutsche Zivilisten.
was kontraproduktiv wirkt, das kann ich ihnen ganz genau sagen: die ständige Verniedlichung der ungeheueren Verbrechen, die im deutschen Namen begangen wurden.
Immer nach dem Motto: Was nicht sein darf, das kann auch nicht sein!
Wer hat hier bitte, wie, was verniedlicht? Sie sind indoktriniert. Egal was man sagt, es kommen die gleichen Vorwürfe- diskutieren macht keinen Sinn. Sind sie deutsch? Dann tuen sie mir leid...
Wer hat hier bitte, wie, was verniedlicht? Sie sind indoktriniert. Egal was man sagt, es kommen die gleichen Vorwürfe- diskutieren macht keinen Sinn. Sind sie deutsch? Dann tuen sie mir leid...
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