Sein Terminkalender ist gefüllt bis zum Jahr 2012, und aufs Altenteil zieht sich Stephen Hawking noch lange nicht zurück. Zwar gab jetzt die Universität Cambridge bekannt, nächstes Jahr werde der berühmteste Physiker der Welt in Rente gehen. Doch das sei nur eine Formalität, sagte eine Universitätssprecherin entschuldigend, Hawking werde weiterhin als Emeritus in Cambridge tätig bleiben. Aber mit 67 Jahren müssten Professoren eben ihre Lehrstühle räumen. Tatsächlich erreicht der gelähmte Astrophysiker im Januar das Rentenalter, und man weiß nicht, worüber man sich mehr wundern soll: darüber, dass Hawking seit mehr als vierzig Jahren der Muskelschwäche ALS trotzt – oder darüber, dass in diesem unendlich geschwächten, ausgezehrten Körper ein unbeugsamer Geist wohnt, der die Welt bis heute mit seinen kosmologischen Betrachtungen zu faszinieren versteht. Sein Nachfolger, der zum 1. Oktober 2009 gesucht wird, wird es jedenfalls nicht leicht haben. Auf ihn wartet ein Lehrstuhl, den vor Hawking unter anderem Isaac Newton innehatte. bel

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