Mit Ungeduld erwarten die Hochschulen die Neuauflage des Erasmus-Mundus-Programms. Die erste Phase ist 2010 zu Ende. Zwar läuft laut Deutschem Akademischen Austauschdienst noch alles nach Plan, den Unis aber werde die Zeit langsam knapp, sagt Matthias Middell, Professor am Leipziger Institut für Kulturwissenschaft und Koordinator des Masterprogramms Global Studies. "Das Europäische Parlament hat die Dringlichkeit nicht verstanden." Je länger die Verabschiedung auf sich warten lasse, umso mehr gerieten im Jahr 2009 die Entscheidungen über die Auswahl der Bewerber unter Zeitdruck. Die Universitäten haben großes Interesse an Erasmus-Mundus, weil das Programm ihnen Spitzenstudenten aus aller Welt und zusätzliches Geld bringt. Für Nichteuropäer ist es besonders attraktiv, sie bekommen Stipendien von 1600 Euro im Monat, zudem werden Studiengebühren bis zu 5000 Euro erstattet. Künftig könnten auch EU-Bürger für ihre Stationen in Europa Stipendien erhalten. Promotionsstudiengänge sollen ebenfalls gefördert werden. Für die Hochschulen eine Erleichterung: Sie sollen Partner aus der ganzen Welt leichter einbinden können.