Joseph Akino, 23,

Böckler-Stiftung,

studiert im 3. Semester

Internationales

Management in

Düsseldorf

Als sogenannter unbegleiteter minderjähriger Flüchtling und ohne Deutschkenntnisse kam Joseph Akino vor sechs Jahren aus dem Sudan. Weil er hier viel Hilfe erfuhr, hatte er zunächst vor, einen sozialen Beruf zu ergreifen und als Erzieher oder Krankenpfleger zu arbeiten. Sein Betreuer im Flüchtlingszentrum ermutigte ihn nach den ersten Praktika, sein Fachabitur zu machen. Er schaffte es, und auch seine Berufspläne hat er mittlerweile geändert. "Um ein Hilfsprojekt hinzubekommen, braucht es Menschen mit Kapital", sagt er. "Das möchte ich zu erschließen helfen, damit vielen Bedürftigen geholfen werden kann." Von seiner Familie fehlt bis heute jede Spur.