Ausgerechnet Latein ausgesucht hat sich Kai Schöpe aus der Nähe von Münster – das Fach, das schnellstmöglich abzuwählen in der Schule zum guten Ton gehörte. Er studiert mit Lehramtsoption, kann sich aber auch vorstellen, an der Uni zu bleiben. Als Lateinlehrer werde er sicher einen Job finden, meint er. "Die Schülerzahlen für Latein steigen. Viele Schüler sagen, sie hätten noch nie so gut deutsche Grammatik erklärt bekommen wie in Latein." Außerdem sei die Sprache wegen ihrer integrativen Wirkung sehr geschätzt, schließlich gehörte auch die Türkei mal zum Römischen Reich.

Kai Schöpe, 21,

Studienstiftung des

deutschen Volkes,

studiert im 5. Semester Latein und Philosophie in Berlin

Foto (Ausschnitt): Sabine Gudath für DIE ZEIT; www.sabinegudath.de