Energie Im Kohlerausch
Ausgerechnet die schmutzigste Energie-Ressource erlebt einen ungeahnten Boom. Das muss kein Schaden für das Klima sein – wenn eine neue Technik funktioniert.
Am Rande der englischen Kleinstadt Hatfield, hinter den von ersten Straßen durchzogenen Planquadraten eines künftigen Gewerbegebietes, erheben sich die alten Fördertürme einer fast 100 Jahre alten Kohlegrube. Geröll bedeckt den provisorischen Parkplatz vor dem Bürogebäude der Zeche, aus seinen Fenstern fällt der Blick auf Röhren, Winden und schweres Gerät für die Abbaustrecken unter Tage. Die Förderwelle steht an diesem Morgen still. Aber neue Schächte zu neuen, ergiebigen Flözen sind längst getrieben worden. Seit Januar wird in Hatfield wieder Kohle gefördert; eine Million Tonnen sollen es in diesem, 2,2 Millionen im nächsten und weit mehr als drei Millionen Tonnen im übernächsten Jahr sein.
Die Zeche war lange tot, so tot wie fast alle Minen im Kohlerevier im Süden der Grafschaft Yorkshire. Nach dem großen Bergarbeiterstreik Anfang der achtziger Jahre wurden sie geschlossen; britische Kohle, einst die Grundlage für Großbritanniens Aufstieg zur industriellen Großmacht, galt fortan als weitestgehend überflüssig. Öl und Gas aus der Nordsee sollten die Wirtschaft antreiben. Jetzt gehen Öl und Gas zur Neige. Und während anderorts vom Übergang der Welt in ein klimaschonendes Solarzeitalter geträumt wird, ist in Hatfield die Kohle wieder da.
Richard Budge, 57 Jahre alt, ein kräftiger Mann, der auch mal unter Tage mit anpackt, hat das schon immer geahnt. King Coal wird Budge in der britischen Presse genannt. Kurz nach der Jahrtausendwende erwarb der schwerreiche Unternehmer das alte Bergwerk in Hatfield, seither haben er und seine Partner 140 Millionen Euro in die Grube gesteckt. Mindestens 100 Millionen Tonnen Kohle sollen dort in 700 Meter Tiefe schlummern. 350 Leute arbeiten inzwischen im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr. Die Zeche mache »wirtschaftlich Sinn«, sagt Budge – weil sie effizient sei, weil Öl und Gas weniger und im Vergleich zur Kohle teurer würden: »Ich habe Spaß, Geld zu verdienen. Deswegen bin ich in diesem Geschäft.«
Der Kohlemillionär möchte, dass Großbritannien noch viel mehr auf Kohle setzt – so, wie es auch andere Länder tun. Budge spricht eloquent vom Klimawandel, er weiß, dass Kohle die dreckigste und für das Klima schädlichste Energiequelle überhaupt ist. Auch darauf hat er eine Antwort: Seine Zeche soll nicht nur ein Beispiel für die Renaissance der Kohle sein, neben ihr soll für weit über eine Milliarde Euro ein Kraftwerk entstehen, in dem das Klimagift CO₂ aus der Kohle abgeschieden, über ein Pipeline-System in alte Ölförderstätten in der Nordsee geschickt und dort auf Dauer gelagert wird. »Wir machen unsere Kohle grün«, sagt Budge.
Grüne Kohle?
Zwei Zugstunden südlich von Hatfield, im fünften Stock eines schmalen Bürohauses an der eleganten Londoner Regent Street, lächelt Milton Catelin, als er diesen Satz hört. Der Satz gefällt ihm, er könnte auch von ihm stammen. Catelin ist Chef des World Coal Institute, das von großen Kohlekonzernen und diversen nationalen Kohleverbänden – darunter auch dem deutschen – finanziert wird. Der joviale Australier ist Kohle-Lobbyist, ein ständiger Gast auf internationalen Klimakonferenzen, während derer es um die künftige Energieversorgung und um den Kampf gegen den Klimawandel geht. Er streitet wider das schlechte Image der Kohle. Er wirbt um ihren Einsatz. Wie Richard Budge findet er, dass es ohne sie nicht geht.
Das zeigen, meint Catelin, schon die Statistiken – nicht nur seine, sondern auch die aus neutraleren Quellen wie der Internationalen Energieagentur (IEA). Danach ist der Weltkohleverbrauch zwischen 1995 und 2007 um über die Hälfte gestiegen und könnte sich bis 2030 noch einmal annähernd verdoppeln. Vor allem in den kräftig wachsenden Schwellenländern China und Indien hat die Nachfrage rasant zugenommen. Aber auch in den etablierten Industrienationen zeigen die Verbrauchszahlen seit Jahren nach oben. Das sei kein Wunder, sagt Catelin: Schließlich nähme fast überall auf der Welt der Energiehunger zu, zugleich habe die Preisexplosion bei Öl und Gas die Kohle als Stromerzeuger noch einmal attraktiver gemacht. Und dann die Verteilung der Lagerstätten: »Mehr als 50 Prozent der weltweiten Gasreserven werden von drei Ländern kontrolliert. 13 Nationen teilen sich einen großen Teil des Öls. Kohlereserven aber gibt es in 70 Staaten der Erde.«
In Deutschland sorgt Kohle für fast die Hälfte des Stroms
Wie groß diese Reserven genau sind, ist wie bei allen fossilen Energiequellen umstritten. Jedenfalls aber findet sich auf der Welt genügend Kohle, um die derzeitige Förderung noch mindestens 130 Jahre lang zu sichern – zwei- bis dreimal länger als mit Gas oder Öl aus konventionellen Förderstellen. Klar ist auch, dass die Welt auf Kohle setzt: Die IEA schätzt, dass die Zahl der weltweit betriebenen Kohlekraftwerke bis 2030 von derzeit rund 2000 auf etwa 5000 steigen wird. Wieder sind dafür nicht nur die Schwellenländer Asiens verantwortlich: In Italien etwa dürfte in fünf Jahren ein Drittel des Stroms mit Kohle produziert werden, heute sind es 14 Prozent. In Großbritannien ist Kohle bei der Elektrizitätserzeugung wieder wichtiger als Gas. Deutschland will mehr als zwei Dutzend neue Meiler ans Netz bringen, ganz Europa mindestens 50. Selbst Oman und Dubai bauen neue Kohlekraftwerke.
Zwei Drittel der Kohle gehen in die Stromproduktion, ein Drittel geht in die Industrie. Weltweit ist sie für 40 Prozent der Elektrizitätserzeugung verantwortlich, in Deutschland sorgt sie für knapp die Hälfte des Stroms. »Überall verfügbar, leicht zu transportieren, relativ billig, eine gesicherte Versorgung: Was will man mehr?«, fragt Catelin.
Natürlich kennt der Lobbyist die Einwände, die jetzt kommen: Schon ein modernes Steinkohlekraftwerk mit 1000 Megawatt Leistung setzt jährlich mindestens sechs Millionen Tonnen CO2 frei – so viel wie aus den Abgasen von zwei Millionen Autos stammt. Braunkohlemeiler und ältere Kraftwerke sind noch erheblich dreckiger. Pro Kilowattstunde ist Kohle etwa doppelt so klimaschädlich wie Gas. Die Internationale Energieagentur hat ausgerechnet, dass mit dem Neubau von 3000 Kohlekraftwerken die Kohlendioxidemissionen um 57 Prozent steigen werden.
Würde es dazu kommen, wäre der Kampf gegen den Klimawandel verloren.
»Waren Sie in Schwarze Pumpe?«, fragt Milton Catelin.
Über dem Ortsteil der Kleinstadt Spremberg steht am Mittag des 9. September 2008 ein strahlender Spätsommerhimmel. Sein Blau kontrastiert mit dem Weiß der mächtigen Blöcke und dem Silber der Kessel und Rohre des vom schwedischen Energiekonzern Vattenfall betriebenen Kraftwerks am Ortsrand. Es ist ein idealer Tag, um die Hoffnung zu nähren, dass Kohle und Klimaschutz zusammen gedacht werden können. Zwei Wörter werden in den nächsten Stunden immer wieder benutzt: »Zukunft« und »sauber«.
Schwarze Pumpe liegt im Herzen des brandenburgischen Braunkohlereviers und galt zu DDR-Zeiten als einer der schmutzigsten Orte Deutschlands. Ruß und Staub gibt es nicht mehr, seit anstelle des alten Braunkohlekraftwerks ein moderner Meiler in die Höhe gewachsen ist. Geblieben sind freilich die unsichtbaren Emissionen. Auf einer von der Umweltorganisation WWF erstellten Liste der 30 dreckigsten Kraftwerke Europas nimmt Vattenfalls Meiler Platz 14 ein. Sein CO2-Ausstoß liegt nach WWF-Angaben bei jährlich 12 Millionen Tonnen.
Jetzt aber soll der Nachweis geführt werden, dass auch das unsichtbare Gift aus der Kohle entfernt werden kann. Der Konzern hat Hunderte Gäste geladen, dazu zahllose Journalisten und mehr als ein Dutzend Kamerateams. Auf der Bühne stehen künstliche Sonnenblumen, das Symbol der Grünen. Vattenfalls Europachef Tuoma Hatakka spricht davon, dass in Schwarze Pumpe »Industriegeschichte geschrieben wird«.
Sein Auftritt ist Teil einer gewaltigen PR-Kampagne der Energiebranche. Milton Catelin ist daran beteiligt, jeder Kohlekonzern, jeder deutsche und internationale Kraftwerksbetreiber. In Berlin haben E.on, RWE, Vattenfall und EnBW zusammen mit anderen Unternehmen das »Informationszentrum klimafreundliches Kohlekraftwerk« gegründet, dessen einzige Aufgabe es ist, CCS populär zu machen – Carbon Dioxid Capture and Storage. Zu Deutsch das, was auch Richard Budge in Hatfield versuchen will: Kohlendioxid aufzufangen und dann zu vergraben, tief in der Erde.
Europaweit sollen ein Dutzend Pilotprojekte in den nächsten Jahren beweisen, dass das geht. Vattenfall eröffnet am 9. September um kurz nach drei in Schwarze Pumpe neben seinem großen Meiler feierlich eines davon, ein kleines Kraftwerk, dessen CO2 in einer 3.500 Meter tiefen Lagerstätte in Salzwedel in Sachsen-Anhalt verklappt werden soll. »Mindestens 90 Prozent« des Klimagases könnten abgeschieden werden, sagt Vattenfalls oberster Konzernlenker Lars Josefsson. Der Kohle gehöre damit auch weiter »die Zukunft«, sagt Hatakka. »Eine neue Technologiegeneration hat das Licht der Welt erblickt«, meint Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck.
Aber stimmt das wirklich? In kleinem Maßstab sind die drei zur CO2-Abscheidung verfügbaren Technologien kaum ein Problem – in großen Anlagen dagegen unerprobt. Noch sind die Verfahren extrem teuer und führen zu hohen Verlusten im Wirkungsgrad der Kraftwerke, das heißt, es muss mehr Kohle verfeuert werden, um die gleiche Menge Strom zu erzeugen. Dazu kommt die gewaltige Dimension des CCS-Projekts: Alle 30 Meiler der WWF-Liste etwa kommen pro Jahr auf Emissionen von rund 390 Millionen Tonnen – die Menge Kohlendioxid also, die über Hunderte Kilometer lange Pipelines abtransportiert und irgendwo für alle Zeiten verstaut werden müsste.
Das wäre nur das Gift aus einigen europäischen Kraftwerken. Würde man sämtliches CO2 aus den heute in den USA laufenden Kohlemeilern speichern wollen, müsste dort jährlich doppelt so viel Kohlendioxid verfrachtet werden wie die Vereinigten Staaten gegenwärtig an Öl transportieren. Jetzt schon. Und bis 2030 soll sich die Zahl der Kohlemeiler weltweit mehr als verdoppeln.
Dennoch schreibt der mit dem Friedensnobelpreis bedachte Weltklimarat der Vereinten Nationen, nur mit Carbon Dioxid Capture and Storage seien Kohle nutzbar und die Klimaziele zu erreichen. Auch Klaus Töpfer, der frühere Chef der UN-Umweltorganisation, glaubt, dass man mittelfristig – trotz verstärkter Nutzung erneuerbarer Energien und trotz mehr Energieeffizienz – nicht auf Kohle verzichten könne und dass ihre saubere Verbrennung und die Abtrennung von Kohlendioxid jetzt »erstmals möglich« sei.
Töpfer sagt allerdings auch, dass die Herausforderung, Kohle und Klimaschutz zu verbinden, in ihren Dimensionen so groß sei wie das Mondlandeprogramm der USA vor knapp 40 Jahren.
»Klimaschutz ist ein Mix vieler Mondlandeprogramme«, sagt Manfred Fischedick.
Theoretisch kann der gesamte CO2-Abfall der Menschen vergraben werden
Fischedick sitzt in seinem Büro in einem wuchtigen Altbau nahe des Wuppertaler Bahnhofs, neben sich sein Kollege Peter Viehbahn, vor sich auf dem Tisch Studien, Broschüren, Akten. Darin Tabellen, Erklärungen und Konzepte – die ganze Welt von CCS. Fischedick gilt in Deutschland als einer der besten Kenner der neuen Technologie, in der Branche ebenso wie bei den Umweltverbänden und in der Politik. Für das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie haben er und seine Kollegen sich über praktisch jeden Aspekt von CCS gebeugt. Das Votum der Wissenschaftler: Die Technologie sei umsetzbar und könne »eine Brückenfunktion« übernehmen, bevor in einigen Jahrzehnten der meiste Strom aus erneuerbaren Energien komme. Ob mit CCS die Elektrizitätserzeugung profitabel sei, müsse allerdings bezweifelt werden. Und die Speicherung von Kohlendioxid bleibe »eine gewaltige logistische Herausforderung«.
CO2 ist ein gefährliches Gas. Wer es einatmet, kann daran sterben. Allerdings, so Experten wie Fischedick, sei sein Gefahrenpotenzial »absolut nicht vergleichbar« mit den strahlenden Resten aus Atomkraftwerken – und sein Transport technisch beherrschbar. Unklar ist dagegen, ob die Lagerung gelingt. Ob das Gas also wirklich für viele Generationen sicher unter der Erde bleibt.
Theoretisch stehen weltweit Lagerstätten zur Verfügung, in denen für zwei- oder dreihundert Jahre der gesamte CO2-Abfall der Menschheit vergraben werden könnte. Die Lagerungskapazität in Deutschland wird nach ersten groben Schätzungen vom Wuppertal-Institut auf das 30- bis 60-Fache der jährlichen Kohlendioxid-Emissionen des gesamten deutschen Kraftwerkparks beziffert. Für die Unterbringung des Klimagases bieten sich dabei vor allem aufgegebene Öl- und Gasfelder oder wasserhaltige, poröse Gesteinsschichten weit unterhalb der Erdoberfläche an. Erfahrungen gibt es bereits: Vor der Küste Norwegens pumpt der Statoil-Konzern seit elf Jahren jährlich eine Million Tonnen CO2 in eine Lagerstätte über dem Sleipner-Erdgasfeld. Im kanadischen Weyburn hilft verpresstes Kohlendioxid dabei, mit mehr Druck mehr Öl zu fördern. Auch in Salah in Algerien werden seit 2004 jährlich eine Million Tonnen Klimagift unter der Erde verbunkert. Unfälle hat es bisher nicht gegeben.
Dennoch sei die CO2-Lagerung noch »ein riesiger weißer Fleck«, sagt Klimaforscher Viehbahn. Zwar schreibt der Weltklimarat, dass nach den bisherigen Erfahrungen »wahrscheinlich« 99 Prozent des verklappten Klimagifts auch nach tausend Jahren noch sicher lagern würden. »Generelle Aussagen« reichten allerdings »zur konkreten Standortentscheidung nicht aus«, hält der Forschungsausschuss des Bundestages in einem Bericht dagegen. »Hier ist noch viel Forschungs- und Prüfarbeit nötig«, meint auch Viehbahn.
Schon die ist teuer. Teuer ist auch der gesamte CCS-Prozess. Vattenfalls Fachleute in Schwarze Pumpe gehen davon aus, dass die Kosten für die Abtrennung, den Transport und die Lagerung einer Tonne CO2 künftig bei rund 35 Euro liegen werden. Diese Ausgaben würden dem Preis entsprechen, den Kraftwerksbetreiber von 2013 an im europäischen Emissionshandel wahrscheinlich für eine Tonne emittierten Kohlendioxids bezahlen müssten. Mithin wäre die CO2-Vermeidung durch CCS kein Verlustgeschäft.
Fischedick und Viehbahn dagegen glauben, dass die Ausgaben bei 50 bis 80 Euro pro Tonne liegen werden. Rechnen würde sich die Technologie dann nur, wenn die Politik die Preise im Emissionshandel entsprechend hoch setzte. Schon im Jahr 2020, so die Wuppertaler Fachleute, könnte Wind- oder Solarstrom überdies billiger sein als Elektrizität aus »grüner« Kohle. »Rein ökonomisch betrachtet, würde CCS also keine Vorteile bieten«, sagt Fischedick.
Aber klimapolitisch. Weil Kohle – vor allem global – weiter genutzt werde und die Energieversorgung vorerst mit erneuerbaren Quellen nicht gewährleistet sei, müssten die Abscheidung perfektioniert, die Pipelines gebaut und die Lagerung gesichert werden, empfiehlt der Wissenschaftler. Nur CCS könne über die Zeit hinweghelfen, in der Biomasse, Wasserkraft oder modernste Solar- und Windanlagen nicht den überwiegenden Teil der Stromnachfrage befriedigen würden – schon gar nicht, wenn auf Atomkraft verzichtet werden soll: »Gerade dort, wo in den nächsten Jahrzehnten die meisten Kohlekraftwerke gebaut werden, brauchen wir die CCS-Technologie unbedingt.«
In China zum Beispiel. Am 1. Oktober feierte das Riesenreich seinen Nationalfeiertag. Im Land ruhte die Arbeit. Nicht aber in der Zeche Tashan in der Region Datong, dem größten Kohlerevier Chinas. Seit 27 Jahren fährt hier der Kumpel Wang Kuikui ein. Im Februar stand Staatspräsident Hu Jintao an der Mine und forderte Bergleute wie ihn auf, härter zu arbeiten – damit dem »Fortschritt Chinas nicht das Licht ausgeht«. 600.000 Tonnen sollen die Arbeiter im Monat aus den Stollen fräsen, viermal so viel wie zuvor. »Wir schaffen das«, sagt Wang Kuikui – wenn nötig auch am Feiertag.
China produziert knapp 80 Prozent seines Stroms in Kohlekraftwerken. Zwei Drittel aller Heizungen laufen mit dem dreckigen Rohstoff. Damit verfeuert das Land inzwischen mehr Kohle als die USA, die EU und Japan zusammen. Weil mit dem rasenden Wirtschaftswachstum auch der Energieverbrauch rasant zunimmt, gehen zudem wöchentlich ein bis zwei weitere Meiler ans Netz. Bis 2030 soll sich die Kraftwerkskapazität noch einmal verdreifachen – und in sieben von zehn neuen Meilern soll der Strom auch in Zukunft mit Kohle erzeugt werden.
In zwei Jahren wird China zum weltgrößten Emittenten von Kohlendioxid
Bislang ist Kohle in China praktisch ohne Alternative. Das Land hat die zweitgrößten Vorkommen der Welt und will auf diese sichere Energieressource nicht verzichten. Damit wird der Wirtschaftswunderstaat schon in zwei Jahren der weltweit größte Emittent von Kohlendioxid sein. Und schon heute liegt es, was den CO₂-Ausstoß aus Kraftwerken angeht, gleichauf mit den USA.
Trotzdem gibt es Hoffnung.
Klimaforscher Fischedick etwa glaubt, dass China in der Kraftwerkstechnik mehrere Schritte auf einmal machen möchte – und dazu gehört auch CCS. Bereits im nächsten Jahr, also lange vor allen europäischen Projekten, soll in der Hafenstadt Tienjin ein erstes großes Kohlekraftwerk in Betrieb gehen, das mithilfe der IGCC-Technik CO2 abscheidet und zur Speicherung aufbereitet. Bis 2010, so der Pekinger Energieexperte Xiao Yunhan, sind fünf weitere IGCC-Meiler geplant. Zugleich haben die chinesischen Wirtschaftsplaner die CCS-Forschung als »zentrale Technologie« festgeschrieben – was ein Maximum an staatlicher Förderung verspricht. Auch mit dem Ausland wird eng kooperiert. Auf dem Weg zu »grüner« Kohle arbeiten die Chinesen mit Forschern aus den USA, Australien, Japan und Südkorea zusammen. »Der Umfang und die Möglichkeiten beim Einsatz von Carbon Dioxid Capture and Storage hängen auch von der Unterstützung und der Hilfe der internationalen Gemeinschaft ab«, sagt Fu Ping, der sich im Pekinger Ministerium für Wissenschaft und Technik mit globalen Umweltfragen beschäftigt.
Übersetzt heißt das: Je mehr der Westen in CCS investiert, desto mehr tut das auch China. Ähnliches gilt für die anderen großen Schwellenländer. In Indien soll sich die Kapazität der Kohlemeiler bis 2030 vervierfachen, Russland will den Kohleverbrauch verdoppeln, um damit mehr Gas in den lukrativen Export schicken zu können. Schon moderne Kohlekraftwerke stoßen dabei weniger CO₂ aus als alte Meiler (siehe Grafik). Würden China und Indien auf einen Schlag ihren gesamten Kraftwerkspark erneuern, würde sich die Belastung der Atmosphäre durch Kohlendioxid sofort um einige Hundert Millionen Tonnen verringern.
Aber was jetzt noch als riesiger Fortschritt erscheint, reicht morgen längst nicht aus. Kraftwerke sind in der Regel ein halbes Jahrhundert am Netz. Soll der Klimakollaps verhindert werden, wird man jedoch schon in 20 oder 30 Jahren mehr CO2 einsparen müssen, als es selbst der heute modernste Kohlemeiler schafft.
Die Branche setzt deshalb auf Nachrüstung.
Wie das gehen soll, demonstriert zum Beispiel E.on in seinem Kohlekraftwerk Maasvlakte, einer 900-Megawatt-Anlage an der Mündung des Hafens Rotterdam. Neben ihr soll ein weiterer Meiler gebaut werden, den E.on als capture ready bezeichnet – bereit, CO2 nach dem Verstromungsprozess aufzufangen. Die gerade angelaufene kleine Pilotanlage für dieses Verfahren wirkt unter den riesigen Kraftwerkstürmen wie ein Spielzeug. Ihr werde, versichert E.ons CCS-Experte Markus Ewert, etwa 2014 ein mittelgroßes Probekraftwerk folgen. Von 2020 an sei man schließlich bereit, auch große Meiler mit einer nachträglichen Reinigungsanlage auszurüsten – die hätte dann die Ausmaße eines Fußballfelds.
Das Jahr 2020 ist das Datum, das die Unternehmen immer wieder nennen. Von dieser Zeit an sollen alle Verfahren für Carbon Capture and Storage auch in großem Maßstab einsetzbar sein. Warum aber dann – zumindest in den westlichen Industrienationen – nicht vorerst auf den Neubau von Kohlekraftwerken weitgehend verzichten? Der Experte Fischedick glaubt, dass allein in Deutschland etwa zwei Drittel der geplanten Kapazität aus neuen Kohlemeilern völlig unnötig sind, um die Stromversorgung zu sichern. Noch radikaler argumentieren die Grünen, deren offizielle Parteilinie nicht nur gegen Atomkraft, sondern auch gegen jeglichen Ausbau der Kohlekraft ist – und die sich damit im Einklang mit zahllosen Demonstranten in allen Teilen der Republik findet, die regelmäßig die Bauplätze neuer Kohlekraftwerke belagern.
Dies sind nicht die einzigen politischen Hindernisse, die »grüne« Kohle überwinden muss. Weltweit, in Europa und in Deutschland fehlt bislang das rechtliche Regelwerk für die neue Technologie – von der Genehmigung der Kraftwerke über den Bau und die Trassenführung bei den Pipelines bis hin zu den Haftungsfragen bei der Lagerung. Weil CCS-Anlagen etwa doppelt so teuer sein werden wie herkömmliche Kraftwerke, will die Branche zudem spätestens nach Ende der jetzt laufenden Pilotphase Geld vom Staat. »Sonst hätte ich einen Wettbewerbsnachteil«, sagt in Hatfield Richard Budge. »Unterstützung gibt es schließlich auch für Wind- und Sonnenenergie«, findet der Lobbyist Milton Catelin in London. Carbon Capture and Storage sei nur »im Rahmen einer Partnerschaft zwischen Staat und Unternehmen« zu realisieren, urteilt in Schwarze Pumpe Lars Josefsson.
Ohne Kohle gehe es nicht, sagte während des Essener Steinkohletages im November 2007 Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel. Rahmenbedingungen für CCS und insbesondere für die Lagerung von CO2 müssten jetzt geschaffen werden. »Mit fröhlichem Gemüt und ohne breite Ablehnungsbewegung«, sagte Merkel.
Frohsinn allein allerdings wird wohl nicht reichen. Amerikas Mondlandeprogramm war am Ende sehr erfolgreich. Aber auch sehr, sehr teuer.
Mitarbeit: Frank Sieren
- Datum 03.08.2009 - 13:13 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 30.10.2008 Nr. 45
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Es ist schon schlimm, wenn den Lesern der ZEIT ein solches Quantum an Unverstand vorgesetzt wird.
ZEIT: Würde es dazu kommen, wäre der Kampf gegen den Klimawandel verloren.
Bevor solche Aussagen gemacht werden sollte sich der Autor einmal die Temperaturkurven der Satelliten ansehen, aber auch die von Bodenmessstationen, die mit Ausnahme des Ausbruchs des Vulkans Pinatubo im Jahre 1991 und des sehr starken El Ninos im Jahre 1998 seit 20 Jahren keine globalen Temperaturerhöhungen verzeichnet konnten, seit dem Jahre 2002 fielen die globalen Temperaturen sogar, und das trotz steigender globaler CO2 Werte.
Vielleicht fragt der Autor die Klimamodellierer einmal, warum die Sonne angeblich keinen Einfluss auf globale Temperaturen hat. Und man vergessene nur die schmelzenden Pole nicht. Dabei baut sich das Eis am Südpol seit langem auf, die Einsbedeckung am Nordpol regeneriert sich wieder nach den neuesten Messungen per Satelliten.
„CO2 ist ein gefährliches Gas. Wer es einatmet, kann daran sterben.“
Das man solchen Schwachsinn ohne Einschränkung in einer niveauvollen Zeitschrift wie die der ZEIT lesen muss, ist schon mehr als deprimierend.
CO2 ist der Grundbausteins jeglichen Lebens, jedes neue Treibhaus wird heute mit zentraler CO2 Einrichtungen erbaut, große Mengen CO2 werden von Deutschland aus nach Holland exportiert, nicht, damit die Holländer daran sterben, sondern weil sich höhere Dosen als extrem wachstumsfreudig für Pflanzen erweisen. Aber offenbar glaubt man, dem Publikum alles zumuten zu können.
.„b mit CCS die Elektrizitätserzeugung profitabel sei, müsse allerdings bezweifelt werden. „
Das ist eine wahre Feststellung. Aber was spielt das schon eine Rolle, wo eine preiswerte Energie keine Rolle spielt, so langen man nur die Welt damit retten kann.
gut schauen wir mal
http://en.wikipedia.org/w...
mmhhh....es wird wärmer. Sowohl Satelit als auch Bodenstation sagen das gleiche...
na gut, dann halt die Eisschicht in der Arktis.
http://www.innovations-re...
mmhh...auch nicht. Na wo sind denn jetzt die Daten, dass der Klimawandel nur ein Hirngespinnst der grünen Weltverbesserer ist?
Bitte ein Quantum Verstand auch für Kommentatoren.
gut schauen wir mal
http://en.wikipedia.org/w...
mmhhh....es wird wärmer. Sowohl Satelit als auch Bodenstation sagen das gleiche...
na gut, dann halt die Eisschicht in der Arktis.
http://www.innovations-re...
mmhh...auch nicht. Na wo sind denn jetzt die Daten, dass der Klimawandel nur ein Hirngespinnst der grünen Weltverbesserer ist?
Bitte ein Quantum Verstand auch für Kommentatoren.
der Atomausstieg ist besiegelt, neue Kraftwerke aufjedenfall keine Option für die Zukunft. Selbst die Atomlobby sagt dies im Prinzip. Es fehlt das Uran in wenigen Jahrzehnten, vor allem aber sind die Kraftwerke einfach viel zu teuer. Darum rechnet sich ein Neubau nicht.
Das ahnen die gealterten 68er und Berufsprotestler auch. Ich musste schon Schmunzeln bei Fernsehbildern von grauhaarigen Hippies die mit den ewig-gleichen Schildern nun gegen Neubauten von Kohlekraftwerken demonstrieren wie seinerzeit in Brokdorf. Ich bin erst Anfang 20, insofern kenn ich das alles eh nur aus dem Geschichtsunterricht. De ja vue, dachte ich mir da nur. Alte Gewohnheiten wird man halt nicht los..dementsprechend liest man in der Presse inzwischen immer öfter von Kohlekraftwerken als "KKW" - die Ähnlichkeit mit dem Kampfbegriff "AKW" ist mit Sicherheit nur Zufall.
Meine Generation hat nun das Glück, als Spaßgesellschaft noch in den 90ern verspottet, einen pragmatischen bis hin zum indifferenten Blick auf die Dinge zu haben. Der fanatische Sozialkundelehrer der gegen Amerika gehezt hat in der Schule hat uns nicht provoziert, einfach nur gelangweilt. Und so seh ich das ganze eher mit positiven als negativen Gefühlen. Ich versuch erst gar nicht zu heucheln dass mir die Umwelt über alles geht und mir bezahlbarer (von billig träum ich ja schon gar nicht mehr) Strom nicht wichtig wäre. Kohlestrom ist sehr sehr billig in der Produktion, die Technologie ist simpel und ausentwickelt. Grundlastfähig dazu. Zumindest in der Ergänzung zu Windkraft - die einzige erneuerbare Energie die ebenfalls bereit für den Großeinsatz ist - sehr wichtig und notwendig. Erdgas ist seit Urzeiten sicher im Untergrund gespeichert gewesen ("sicher" in dem Sinne als dass es nicht mehr da und von uns gefördert werden könnte wenn es schon vorher entwichen wäre - Methan, ein Hauptbestandteil von Erdgas, ist noch viel klimaschädlicher als CO2). Dies beweist anschaulich und schlüssig dass die Speicherung von Gasen im Untergrund über Zeiträume die über menschliches Ermessen hinausgehen zuverlässig und "wartungsfrei" möglich ist. Es entbehrt nicht einem gewissen Charme, diese Lösung.
Dennoch ein falscher Weg? Möglich. Let's give it a shot. Was aufjedenfall nur noch gestrig ist, und ein Luxus den weder wir noch das Klima uns noch leisten können, ist jahrelanges Gezaudere und aufeinandertreffen von Extrempositionen die dann den ganzen Entscheidungsprozess bestimmen. Nervt einfach.
... das nenne ich eine wegweisende Einstellung, dynamisch und hervorragend informiert! Jugend vor, Berufsprotestler ins Altenheim!
... das nenne ich eine wegweisende Einstellung, dynamisch und hervorragend informiert! Jugend vor, Berufsprotestler ins Altenheim!
Offensichtlich ist den Energiekonzernen das Klima egal. Und zunehmend wohl auch den Politikern - wie das Beispiel der "Gruenen" in Hamburg zeigt.
Das Ganze ist an Dummheit kaum noch zu ueberbieten. Ich bin sprachlos. Der Mensch mutiert offensichtlich unaufhaltsam zum Lemming.
Nietzsche hatte mit seiner Kritik der Moderne Recht. Wir sind in der Tat Hyperboraeer: "Jenseits des Nordens, des Eises, des Todes – unser Leben, unser Glueck... An dieser Modernitaet waren wir krank, – am faulen Frieden, am feigen Compromiss, an der ganzen tugendhaften Unsauberkeit des modernen Ja und Nein.“
Genau heute sind 25 Kohlekraftwerke in Deutschland geplant oder im Bau. Die neue CCS-Technik soll ab 2020 im grossen Stil zum Einsatz kommen, ein wenig spaet. Bis dahin sollen uns "moderne" Kohledreckschleudern mit einem um ein paar Prozentpunkte besseren Wirkungsgrad als die alten darueber hinwegtaeuschen, dass wir auf eine klimapolitische Katastrophe zusteuern. Das Kohlekraftwerk Hamburg- Moorburg, das bald ans Netz geheb wird, wird mehr CO2 ausstossen, als z.B. der ganze Staat Bolivien, Jahr fuer Jahr, bis 2020 und darueber hinaus. Mit dieser Klimapolitik sind alle ambitionierten Klimaschutzversprechen wie 40% CO2-Reduktion bis 2020 Selbstluege. Stattdessen steigen die CO2-Emmissionen hierzulande kontinuierlich weiter an, Jahr fuer Jahr.
Die neue Technik der Speicherung des Kohlendioxids unter der Erde ist unausgegoren, teuer und schiebt Verantwortung auf die kommenden Generationen ab, ohne die Folgekosten in irgendeine Rechnung miteinzubeziehen.
Steuermilliarden werden in Form von Energiesubventionen in den Kohle- und Atomsektor gepumpt, so dass die vier grossen Energiemonopolisten Milliardengewinne einstreichen, die sie dann in Form von Preiserhoehungen an die Verbaucher weitergeben, ein Skandal.
Wuerde dieses Geld entschieden in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert, braeuchten wir keine Wundertechnologien, die die Oeffentlichkeit in falscher Sicherheit wiegen angesichts der akuten Klimaproblematik. Wer garantiert denn, dass heute gebaute Kohlekraftwerke in 15 Jahren oekologisch nachgeruestet werden? Wie koennen wir ueber kohlehungrige Chinesen schimpfen, wenn selbst wir noch in einen Energietraeger investieren, der dem Klima mehr Schaden pro gewonnene Kilowattstunde zufuegt, als jede andere Energiegewinnungsform?
Studien belegen, wie die Energiewende zu schaffen ist, wie Deutschland in wenigen Jahrzehnten von der Abhaengigkeit von Kohle- und Atomkraft loskommen kann. Alle die behaupten, das wuerde noch nicht gehen, das sei noch zu teuer, wollen nur eines erreichen: Die naechsten Jahre auf Kosten unserer Kinder hohe Gewinne einstreichen, so lange es noch moeglich ist.
Drum bleibt nur eines: Diskutieren, demonstrieren und zu einem von Umweltschutzorganisationen empfohlenen Oekostromanbieter wechseln!
gut schauen wir mal
http://en.wikipedia.org/w...
mmhhh....es wird wärmer. Sowohl Satelit als auch Bodenstation sagen das gleiche...
na gut, dann halt die Eisschicht in der Arktis.
http://www.innovations-re...
mmhh...auch nicht. Na wo sind denn jetzt die Daten, dass der Klimawandel nur ein Hirngespinnst der grünen Weltverbesserer ist?
Bitte ein Quantum Verstand auch für Kommentatoren.
Wikipedia ist keine wissenschaftlich gültige Wissensquelle. Wikipedia erreicht seine Feststellungen durch einen Art Consencus. Speziell zu den Problemen der Globalen Erwärmung ist Wikipedia längst von den Global Warmers mit Conolly an der Spitze regelrecht “gehijackt” worden.
Globale Veränderungen des Klimas sind vor allem das Ergebnis natürlicher Einflüsse. Dabei wird von den Global Warmers z. B behauptet, die Sonne haben keinen Einfluss auf globale Temperaturänderungen.
Hier die Adresse zum Aufsuchen des derzeitigen Standes der polaren (Arkstis) Eisbedckung
http://arctic-roos.org/ob...
Hier Unterlagen zu der globalen Temperaturentwicklung seit 1995
http://www.factsandarts.c...
Hier Unterlagen zur möglichen globalen Temperaturentwicklung in den kommenden 50 Jahren.
http://icecap.us/index.ph...
Ich frage mich immer, wie Menschen heute bei der ueberwaeltigen wissenschaftlichen Beweislast noch an ihrem Klimawandelskeptizismus festhalten koennen...
Schau Dir die Ergebnisse von Eisbohrungen an, die die CO2-Konzentration der letzten 200.000 Jahren darstellen. Da wird nachgewiesen, wie die Konzentration seit Beginn der Industrialisierung extrem ansteigt, wie noch nie zuvor. Und in Analogie zur steigenden CO2-Konzentration in der Atmosphaere kann ein Anstieg der mittleren globalen Erdtemperatur nachgewiesen werden (ja, an manchen Orten wird es sogar kaelter, der Klimawandel hat regional sehr unterschiedliche Auspraegungen). Wir befoerdern uns von einer Warmzeit in eine "Superwarmzeit", ein Experiment, wie es dieser Planet in den letzten 200.000 Jahren (und wahrscheinlich weit darueber hinaus) noch nie gesehen hat. Ich bin sehr besorgt bezueglich der Folgen dieser Entwicklung...
Doch es gibt auch Menschen, die reden sich ein, "die Sonne habe keinen Einfluss auf das globale Klima". Was fuer ein Schwachsinn! Solche Leute belegen ihre Selbstluege mit Studien, die von ExxonMobile und Co. finanziert wurden.
Kommentare solcher Art finden auf der Bild-Homepage wahrscheinlich ihr entsprechendes Publikum...
Ich frage mich immer, wie Menschen heute bei der ueberwaeltigen wissenschaftlichen Beweislast noch an ihrem Klimawandelskeptizismus festhalten koennen...
Schau Dir die Ergebnisse von Eisbohrungen an, die die CO2-Konzentration der letzten 200.000 Jahren darstellen. Da wird nachgewiesen, wie die Konzentration seit Beginn der Industrialisierung extrem ansteigt, wie noch nie zuvor. Und in Analogie zur steigenden CO2-Konzentration in der Atmosphaere kann ein Anstieg der mittleren globalen Erdtemperatur nachgewiesen werden (ja, an manchen Orten wird es sogar kaelter, der Klimawandel hat regional sehr unterschiedliche Auspraegungen). Wir befoerdern uns von einer Warmzeit in eine "Superwarmzeit", ein Experiment, wie es dieser Planet in den letzten 200.000 Jahren (und wahrscheinlich weit darueber hinaus) noch nie gesehen hat. Ich bin sehr besorgt bezueglich der Folgen dieser Entwicklung...
Doch es gibt auch Menschen, die reden sich ein, "die Sonne habe keinen Einfluss auf das globale Klima". Was fuer ein Schwachsinn! Solche Leute belegen ihre Selbstluege mit Studien, die von ExxonMobile und Co. finanziert wurden.
Kommentare solcher Art finden auf der Bild-Homepage wahrscheinlich ihr entsprechendes Publikum...
Ich frage mich immer, wie Menschen heute bei der ueberwaeltigen wissenschaftlichen Beweislast noch an ihrem Klimawandelskeptizismus festhalten koennen...
Schau Dir die Ergebnisse von Eisbohrungen an, die die CO2-Konzentration der letzten 200.000 Jahren darstellen. Da wird nachgewiesen, wie die Konzentration seit Beginn der Industrialisierung extrem ansteigt, wie noch nie zuvor. Und in Analogie zur steigenden CO2-Konzentration in der Atmosphaere kann ein Anstieg der mittleren globalen Erdtemperatur nachgewiesen werden (ja, an manchen Orten wird es sogar kaelter, der Klimawandel hat regional sehr unterschiedliche Auspraegungen). Wir befoerdern uns von einer Warmzeit in eine "Superwarmzeit", ein Experiment, wie es dieser Planet in den letzten 200.000 Jahren (und wahrscheinlich weit darueber hinaus) noch nie gesehen hat. Ich bin sehr besorgt bezueglich der Folgen dieser Entwicklung...
Doch es gibt auch Menschen, die reden sich ein, "die Sonne habe keinen Einfluss auf das globale Klima". Was fuer ein Schwachsinn! Solche Leute belegen ihre Selbstluege mit Studien, die von ExxonMobile und Co. finanziert wurden.
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(1) Die Vostok Eiskernbohrungen und die zugehörigen Temperaturrekonstruktionen der letzten 650000 Jahren zeigen ganz eindeutig, dass jeweils nach 600 bis 800 Jahre nach einer globalen Temperaturerhöhung erst der Anstieg des globalen CO2 Gehaltes erfolgt ist. Es ist der beste Beweis dafür, dass CO2 nicht die Ursache für die globale Temperaturerhöhung ist.
(2) Die Klimaskeptiker zweifeln keinesfalls eine dauernde Veränderung des Klimas an, sondern nur dessen Erklärung, dass CO2 Klimatemperaturveränderungen hauptsächlich verursacht. Sie sehen vielmehr den Einfluss der Sonne als hauptsächliche Ursache an, was von den Klimamodellierern mit ihren Programmen abgelehnt wird.
(3) Es sind die Betreiber der Klimarechenmodelle, die einen Einfluss der Sonne auf Temperaturveränderungen bestreiten und sie deshalb nicht in ihre Berechnungen aufnehmen, wahrscheinlich, weil sonst die Berechnungen zu kompliziert werden und es sich herausstellt, dass CO2 nur einen kleinen Einfluss auf globale Temperaturveränderungen hat.
(4) Die Entwicklung einer Superwarmzeit ist Unsinn. Die theoretischen Arbeiten von Lindzen haben gezeigt, dass es eine Art Linse in der Atmosphäre gibt, die je nach Höhe der Temperaturen mehr oder weniger Wärme in den Weltraum entweichen lässt. Dieser Thermostat ist jetzt vom Betreiber der Satellitenmessungen, Spencer, auch durch Messungen nachgewiesen worden.
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