FinanzkriseIch gegen den Dax

Kann ich mein Geld in zwölf Monaten verdoppeln? ZEITmagazin-Redakteurin Heike Faller begab sich unter die Spekulanten, setzte auf riskante Investitionen – und machte mitten im Crash ihre größten Gewinne von 

An einem Abend im April stand ich mit einem Finnen, der mir als "ultrareich" vorgestellt worden war, am Flughafen von Kopenhagen. "Große Krisen bergen die Gefahr, dass viele ihr Geld verlieren", sagte er, ganz sachlich, als wir in der Check-in-Schlange warteten. "Und dass einige wenige viel Geld gewinnen."

Ich hatte ihm gerade erklärt, warum ich hier war: Anfang des Jahres hatte ich mich unter die Spekulanten begeben mit dem Ziel, einen Geldbetrag, maximal 20.000 Euro, zu verdoppeln. Nicht aus Geldgier, sondern weil mir das Streben nach Profit einfach der beste Reiseführer schien durch die wilde Welt des entfesselten Kapitalismus. Ich wollte Märkte und Messen besuchen und Börsen obskurer Länder. Ich wollte die Welt durchkämmen und mich dabei nur von einem Prinzip leiten lassen: dem der Gewinnmaximierung. Über das, was ich unter Fondsmanagern und Spekulanten erlebte, wollte ich ein Buch schreiben.

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Als ich mit dem Finnen am Flughafen stand, waren wir auf dem Weg in den Nordirak, zusammen mit dem schwedischen Manager eines Fonds namens "Babylon", der als erster nach dem Krieg in irakischen Aktien investiert hatte. Das Land ist reich, wird langsam sicherer, die Aktienkurse lagen am Boden – das war, zusammengefasst, die Idee. Außerdem gebe es, so wurde mir erklärt, kaum eine Börse, die so abgeschnitten sei von den weltweiten Finanzströmen wie die irakische, was bei der Krise im Westen, die bereits in der Luft lag, natürlich ein Vorteil sei.

Der Finne schien mein Vorhaben weder lächerlich noch größenwahnsinnig zu finden. "Verdoppeln", sagte er. "Verdoppeln. In einem Jahr. Okay. Lass mich nachdenken." Dann schloss er die Augen und lenkte seine Energien offenbar in den Teil des Gehirns, der für riskante Finanzanlagen zuständig war. Schließlich sagte er: "Ich kenne eine Papiermühle in Nordfinnland. Sie ist extrem unterbewertet. Sie hat ernste Probleme. Der Kurs ist extrem gesunken. Wenn sie überlebt, sind fünfzig Prozent Rendite möglich. Für hundert Prozent brauchtest du Leverage. Kennst du Leverage?"

Ich nickte stolz. Leverage ist die Kunst, durch Schuldenmachen seine Rendite zu steigern. Früher hatte ich geglaubt, dass nur Arme Schulden haben. Aber unter Spekulanten wurde mir klar, dass die Reichen die größten Schuldner sind. Das Konzept des Leveragings war mir im März begegnet, als die amerikanische Investmentbank Bear Stearns nur durch eine Zwangsverheiratung vor der Pleite bewahrt werden konnte: Sie hatte (wie fast alle Banken und Hedgefonds) Fremdkapital zu billigen Zinsen aufgenommen in der Hoffnung, mit dem fremden Geld mehr zu erwirtschaften, als sie dafür bezahlen musste.

Leverage, zu Deutsch Hebelwirkung, entsteht dann, wenn die Rendite die Schuldzinsen übersteigt. Steigen die Zinsen oder sinkt die Rendite, dann kann daraus über Nacht ein Bankrott werden. (Das billige Geld der letzten Jahrzehnte, das die Banken dazu einlud, Kredite aufzunehmen, hat diese Praxis gefördert – weshalb jetzt immer öfter Alan Greenspan für die Krise verantwortlich gemacht wird, der den Leitzins über Jahre niedrig gehalten hatte. Ich habe mein halbes Leben in einem "Zinstal" verbracht, aber das beginne ich, wie viele, erst jetzt zu begreifen.)

Damals am Flughafen von Kopenhagen lernte ich meine Anfängerlektion Kapitalismus: Wer sein Geld verdoppeln möchte, schafft dies nicht durch Cleverness oder Fleiß. Er muss dafür vor allem ein hohes Risiko eingehen. Risiko und Rendite sind im Kapitalismus auf so existenzielle und tragische Weise verbunden wie siamesische Zwillinge: Eins kann nicht ohne das andere.

Wer investiert, setzt sein Geld, wie beim Roulette, für einen bestimmten Zeitraum dem Lauf des Schicksals aus. Das gilt übrigens auch für Oma-Anlagen. Sie gehen selten pleite, aber sie können pleitegehen, und Sparbuchzinsen sind nicht, wie ich das seit den Weltspartagen meiner Kindheit geglaubt hatte, der Lohn fürs brave Sparen, sondern der (geringe) Lohn der (geringen) Unsicherheit. Wer beim Roulette sein Geld auf eine Zahl setzt, hat eine Chance von 1:37, das 36-Fache seines Einsatzes zurückzubekommen. Wer sein Geld auf Rot oder Schwarz setzt, verdoppelt seinen Einsatz mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu fünfzig Prozent. Wer es aufs Bankkonto legt, der bekommt nur drei Prozent, aber dafür gehen Banken auch nur einmal oder zweimal pro Jahrhundert bankrott. Hohes Risiko – hoher Gewinn; kleines Risiko – kleiner Gewinn. Es ist das Grundgesetz des Kapitalismus, an diese einfache Tatsache sollte man sich halten. Auch wenn in den letzten Jahren selbst vergleichsweise vorsichtige Banker wie Josef Ackermann gehofft haben mögen, mit "innovativen Finanzinstrumenten" die siamesischen Zwillinge getrennt zu haben.

Noch vor neun Monaten konnte ich keinen Wirtschaftsteil lesen, weil ich nach höchstens drei Sätzen an einer mir unbekannten Vokabel hängen blieb. Ich hätte nicht erklären können, was einen Hedgefonds von einem braven Deka-Fonds unterscheidet. Ich verstand nur ansatzweise, warum alle Welt auf die "Zinserhöhungen" oder "Zinssenkungen" des "Zentralbankvorsitzenden" wartete, und immer wenn ein Politiker über eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums klagte, spürte ich einen leisen Widerstand, weil mir nicht klar war, wozu die Wirtschaft eigentlich immer weiter wachsen musste. Ging es uns nicht auch so schon gut genug?

Wie viele Leute war ich "im Kapitalismus" groß geworden, ohne je eines seiner Sakramente empfangen zu haben: Ich habe noch nie einen Kredit aufgenommen, noch nie "Produktionsmittel" besessen, erst spät mein Geld "für mich arbeiten lassen": Das war vor vier Jahren, als ich die erste Investitionsentscheidung meines Lebens fällte. Damals habe ich, mehr aus einem Gefühl heraus, meine Ersparnisse in Edelmetalle gesteckt. Zwei bayerische Bankrebellen, die zu dieser Zeit bei einer kleinen Sparkasse arbeiteten, hatten mich auf die Idee gebracht.

Der Westen sei unrettbar verschuldet, erzählten sie, Greenspan "pumpe" seit Jahren mehr Geld in die Wirtschaft, als Amerika erarbeite, es drohten Übertreibungen, Bankenpleiten und früher oder später eine Inflation. Das war 2004. Die beiden Propheten, die mir das verrieten, arbeiteten damals bei den Vereinigten Sparkassen Oberpfalz, Neustadt an der Waldnaab, Vohenstauß. Sie waren kurz zuvor im FAZ-Wirtschaftsteil (den ein Kollege gelesen hatte) dadurch aufgefallen, dass sie in einer Zeit großer Kursverluste mit ihrem "Musterdepot" unglaubliche Gewinne erzielt hatten. Sie hießen Christian Wolf und Uwe Bergold und sprachen davon, dass gegen all jene Geißeln nur Gold helfe, von alters her die Ersatzwährung der Menschheit.

Leserkommentare
  1. Ich denke, dass Sie in einer Traumwelt leben, Herr Stenkamp.
    Der Kommunismus hat versagt.
    Von der Wirtschaft verstehen Sie nur so viel, was Ihnen in dem Arbeitskreis "revolutionäre Trockisten" beigebracht wurde.
    Anstatt weiter Dummheiten von sich geben und sein Unwissen unter Beweis stellen, sollten Sie sich einen Job suchen. Vielleicht als Kellner. Die werden immer gesucht.
    Übrigens, dank solchen Leute wie Sie, haben wir schon in der Bundesrepublik DDR Light.

    Wussten Sie, dass Sie sich, falls Sie in Ihrem Haus einen Bauhandwerker beschäftigen, erst eine Bescheinigung seines Finanzamtes zeigen lassen müssen, dass der gute Mann auch alle seine Steuern bezahlt hat? Falls er diese Bescheinigung nicht vorweisen kann, sind Sie verpflichtet, 15% des geforderten Rechnungsbetrages einzubehalten und direkt an das Finanzamt Ihres Bauhandwerkers zu überweisen. Andernfalls machen Sie sich als Steuersünder strafbar. Das Finanzamt kann von Ihnen die Steuerschuld Ihres Bauhandwerkers einziehen.
    Wussten Sie, dass laut Auffassung des Bundessozialgerichtes es keine wirklich Selbstständigen in unserem Land gibt? Wenn eine Selbstständigere zwanzig Auftraggeber haben, muss die Behörde in jedem Einzelfall prüfen, ob es sich nicht doch um ein Angestelltenverhältnis handelt.
    Wussten Sie, dass Kassenärzte, die gegen ihre Kassenärztliche Vereinigung vor einem Sozialgericht klagen, im Gerichtssaal eben den Vertretern dieser Kassenärztlichen Vereinigung
    auf der Richterbank gegenübersitzen? Und das einem Kassenarzt, der die Gängeleien satt hat und sich als freier Arzt niederlassen will, nach dem Sozialgesetzbuch ein faktisches Berufsverbot droht? Er darf seine Patienten zwar behandeln, aber: „Ein Vergütungsanspruch des Arztes…. besteht nicht. Abweichende Vereinbarungen sind nicht zulässig. (§95blll3,4SGB V)
    Wussten Sie, dass der Finanzmarkt zu den am meisten regulierten Märkten gehört und der Ruf nach noch mehr Regulierung das indirekte Eingeständnis des Versagens eben dieser Regulierungen ist?
    Wenn nicht, sollten Sie sich schnellstens informieren. Denn was die Sozialgesetzgebung und die Finanzregulierung betrifft, leben wir längst in der DDR light, mit allen bösen Folgen, die das für den unbescholtenen Bürger haben kann. Auf dem gestrigen „Forum Freiheit“ der Hayek- Gesellschaft und anderer libertärer Institute und Vereinigungen hat es Carlos A. Gebauer auf den Punkt gebracht: Sozialstaat frisst Rechtsstaat.
    Für alle, die sich vor diesen Zumutungen in die Schweiz flüchten wollen, gab es auch eine gute Nachricht: über die Abschaffung des Bankgeheimnisses muss eine Volksabstimmung entscheiden.
    So viele Peitschen hat Steinbrück gar nicht, um eine solche Abstimmung in seinem Sinne zu beeinflussen.
    Wer mehr wissen will, kann sich hier informieren:
    http://www.Make-Love-Not-...,, http://www.forum-ordnungs... http://www.ef-magazin.de

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    Ich würde Sie wirklich gern in mein Nachtgebet einschließen, allerdings sagte man mir vor gar nicht allzulanger Zeit, daß ich als Mensch, der sicherlich auch ohne Bedenken Aktien von Union Carbide und Dow Chemical kaufen würde, ein total gottloser Mensch sei, also kann ich das vermutlich gar nicht.

    Sei's drum.

    Übrigens: Was man sich anhören kann, wenn man im Zweifel für die Freiheit (auch des Privateigentums) argumentiert und wie schnell man zur inkriminierten Ausbeuermeute gerechnet wird, können Sie in einem anderen Thread auf diesem Forum verfolgen:
    http://kommentare.zeit.de...

  2. Glückwunsch! Wirklich hervorragender Artikel! Besonders gefallen mir die Banker aus der Oberpfalz mit ihrem bodenständigen Hausfrauen-Logik-approach - entlarven die Großbanken-PR als das, was es immer war und erst jetzt offenkundig wird.

    • LH
    • 31. Oktober 2008 9:22 Uhr

    "Das Schlimme am Investieren ist, dass es nie aufhört. Das ist auch der Grund, vermute ich, warum ich noch nie von einem Multimillionär gehört habe, der sich mit, sagen wir, 20 Millionen zufriedengegeben und seine Zeit den Kindern oder einem wohltätigen Zweck gewidmet hätte."

    Die gibt es aber:
    "Goodbye and F---- You"
    http://www.portfolio.com/...

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    • aadam
    • 31. Oktober 2008 9:34 Uhr

    ... mal sehn, wie lange er das durchhält. Spekulieren ist wie Glücksspiel, es macht süchtig mit sämtlichen Begleiteffekten -> das Kitzeln wird nie aufhören.

    • aadam
    • 31. Oktober 2008 9:34 Uhr

    ... mal sehn, wie lange er das durchhält. Spekulieren ist wie Glücksspiel, es macht süchtig mit sämtlichen Begleiteffekten -> das Kitzeln wird nie aufhören.

    Antwort auf "Goodbye and F--- you!"
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    • ttob
    • 31. Oktober 2008 9:42 Uhr

    k.T.

    Spekulanten gehen ein Risiko ein. Meistens mit ihrem privaten Vermögen. Wenn sie verlieren, ist das ihr Problem. Wenn sie gewinnen, freut sich der Finanzminister (Abgeltungsteuer bzw. Steuer auf Veräußerungsgewinne)
    Wissen Sie, dass es die Spekulation schon seit biblischen Zeiten gab?
    Schon der Josef, der als Wirtschaftsberater vom Pharao diente, hat auf magere Jahre spekuliert und in den fetten Jahren billig die Getreide gekauft um sie in den mageren Jahren mit Gewinn zu verkaufen?
    Er hätte auch verlieren können. Und zwar nicht nur das Geld aber auch seinen Kopf.

    Es gibt einen Unterschied zwischen Adler und Ameisen. Ameisen arbeiten ihr ganzes Leben für nichts oder für fast nichts. Oder geben sich mit HARTZ IV zufrieden.
    Adler gehen Risiken ein. Auch als Spekulanten.

    Die Kommunisten in den Ostblockstaaten haben ihre Völker zu Ameisen gemacht. Und ich sehe, dass viele Zeitleser sich danach sehnen wieder wie Ameisen zu leben.
    Man soll bedenken, dass die Mehrheit der DDR Bürger ihr ganzes DDR Leben auf dem Niveau knapp über HARTZ IV verbracht hatte. Auf so ein Leben als Ameise kann ich gern verzichten. Da eine Finanzkrise ist mir lieber. Mit Putoptionen hat man in den letzten Monaten sein Vermögen vervierfacht.
    Aber Ameisen, die kein Wirtschaftsteil der Zeitung lesen, verschweige vom Verstehen, geben sich lieber mit dem Leben auf Niveau von HARTZ IV zufrieden und lamentieren über die Spekulanten, obwohl sie keine Ahnung von Spekulation haben.

    • ttob
    • 31. Oktober 2008 9:42 Uhr
    Antwort auf "ja,ja..."
  3. 6. Bravo!

    Ich würde Sie wirklich gern in mein Nachtgebet einschließen, allerdings sagte man mir vor gar nicht allzulanger Zeit, daß ich als Mensch, der sicherlich auch ohne Bedenken Aktien von Union Carbide und Dow Chemical kaufen würde, ein total gottloser Mensch sei, also kann ich das vermutlich gar nicht.

    Sei's drum.

    Übrigens: Was man sich anhören kann, wenn man im Zweifel für die Freiheit (auch des Privateigentums) argumentiert und wie schnell man zur inkriminierten Ausbeuermeute gerechnet wird, können Sie in einem anderen Thread auf diesem Forum verfolgen:
    http://kommentare.zeit.de...

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    Was den meisten ZEIT Leser fehlt ist ein Verständnis von der Wirtschaft und Kapitalismus.
    Ein typischer Merkmal von Lehrer und Sozialpädagogen und anderen Geistenwissenschaftsadepten, die bekannterweise das Stammpublikum dieser Zeitschrift bilden.
    Sogar die Autorin des Artikels gab zu, dass Sie bevor mit den Recherchen anfing, keine Ahnung von der Wirtschaft hatte.

    Die Mehrheit der Deutschen sind wirtschaftlichen Analphabeten.
    Erfolgreiche berufliche Spekulation (Mit großem Gewinn als Ziel) ist wie ein eine Fahrt mit Formel 1 Wagen. Wenn nur die Erfahrung als Radfahrer gemacht hat, fliegt auf der ersten Kurve raus.
    Jeder Beruf muss man erlernen. Der Beruf eines Spekulanten ebenfalls. Das dauert Jahre. Erst dann kann man überhaupt qualifiziert über Spekulation sprechen.
    Vorher plappert man nur die Banalitäten nach.

  4. Spekulanten gehen ein Risiko ein. Meistens mit ihrem privaten Vermögen. Wenn sie verlieren, ist das ihr Problem. Wenn sie gewinnen, freut sich der Finanzminister (Abgeltungsteuer bzw. Steuer auf Veräußerungsgewinne)
    Wissen Sie, dass es die Spekulation schon seit biblischen Zeiten gab?
    Schon der Josef, der als Wirtschaftsberater vom Pharao diente, hat auf magere Jahre spekuliert und in den fetten Jahren billig die Getreide gekauft um sie in den mageren Jahren mit Gewinn zu verkaufen?
    Er hätte auch verlieren können. Und zwar nicht nur das Geld aber auch seinen Kopf.

    Es gibt einen Unterschied zwischen Adler und Ameisen. Ameisen arbeiten ihr ganzes Leben für nichts oder für fast nichts. Oder geben sich mit HARTZ IV zufrieden.
    Adler gehen Risiken ein. Auch als Spekulanten.

    Die Kommunisten in den Ostblockstaaten haben ihre Völker zu Ameisen gemacht. Und ich sehe, dass viele Zeitleser sich danach sehnen wieder wie Ameisen zu leben.
    Man soll bedenken, dass die Mehrheit der DDR Bürger ihr ganzes DDR Leben auf dem Niveau knapp über HARTZ IV verbracht hatte. Auf so ein Leben als Ameise kann ich gern verzichten. Da eine Finanzkrise ist mir lieber. Mit Putoptionen hat man in den letzten Monaten sein Vermögen vervierfacht.
    Aber Ameisen, die kein Wirtschaftsteil der Zeitung lesen, verschweige vom Verstehen, geben sich lieber mit dem Leben auf Niveau von HARTZ IV zufrieden und lamentieren über die Spekulanten, obwohl sie keine Ahnung von Spekulation haben.

    Antwort auf "ja,ja..."
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    • ttob
    • 31. Oktober 2008 10:44 Uhr

    "Spekulanten gehen ein Risiko ein. Meistens mit ihrem privaten Vermögen. Wenn sie verlieren, ist das ihr Problem. Wenn sie gewinnen, freut sich der Finanzminister (Abgeltungsteuer bzw. Steuer auf Veräußerungsgewinne)"

    WO WARST DU DIE LETZTEN WOCHEN? Und was passiert bitte nochmal genau, wenn der Öl- oder Nahrungsmittelpreis nach oben spekuliert wird, wenn durch Spekulationen Banken pleite gehen? Wenn du so wild auf Spekulieren bist, dann geh zum Pferderennen, dass ist genauso seriös und schadet wenigstens niemandem.

    "Es gibt einen Unterschied zwischen Adler und Ameisen. Ameisen arbeiten ihr ganzes Leben für nichts oder für fast nichts. Oder geben sich mit HARTZ IV zufrieden. Adler gehen Risiken ein. Auch als Spekulanten."

    Mein Gott, zum Glück bist du nicht zynisch oder arrogant, nicht wahr? Dass manche Menschen Verantwortung tragen und nicht mit hohem Risiko und dem von Papa geerbten Geld Kurssteigerungen abschöpfen können, dieser Gedanke kommt dir wahrscheinlich im Traum nicht.

    "Aber Ameisen, die kein Wirtschaftsteil der Zeitung lesen, verschweige vom Verstehen, geben sich lieber mit dem Leben auf Niveau von HARTZ IV zufrieden und lamentieren über die Spekulanten, obwohl sie keine Ahnung von Spekulation haben."

    Genau, alle dumm, außer du. Schade, dass du nicht verstehst, dass ohne Ameisen kein wärmender Bau um dich herum wäre.

    "Spekulanten gehen ein Risiko ein. Meistens mit ihrem privaten Vermögen. Wenn sie verlieren, ist das ihr Problem. Wenn sie gewinnen, freut sich der Finanzminister."

    Wissen Sie, was ein levearaged buy out" ist? Spekulanten kaufen ein Unternehmen um es umzustrukturieren und gewinnbringend zu verkaufen. Das Unternehmen muss allerdings sofort einen Kredit aufnehmen um den Spekulanten den Kaufpreis zu erstatten. Das Risiko des Spekulanten, sein eingesetztes Geld zu verlieren ist gleich null, weil es auf das Unternehmen und die dort arbeitenden Menschen abgewälzt wurde. Das einzige Risiko ist, keinen Gewinn zu machen.

    Die meisten Spekulanten handeln mit dem Geld anderer Menschen (denen immer wieder gesagt wurde, wieviel Geld sie doch verdienen könnten, wenn sie es den "Profis" anvertrauen. Der Spekulant kassiert eine Gebühr und bei Gewinn eine Prämie. Sein Verlustrisiko ist null.

    Wer so blöde ist solchen Leuten sein Geld anzuvertrauen hat es nicht anders verdient. Da sind wir vermutlich einer Meinung

    • Anonym
    • 31. Oktober 2008 9:56 Uhr

    Das sollte sich jeder beim Spekulieren vergegenwärtigen.

    Let´s make money

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    "Geld arbeitet nicht - Menschen arbeiten"

    Ochsen, Pferde und Eseln arbeiten auch.
    Nur Menschen können denken. Die Ochsen und Esel nicht.

    Das unterscheidet mich vom Esel. Womit unterscheiden Sie sich vom einen Esel?

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  • Schlagworte Alan Greenspan | Finanzkrise | Dax | Aktie | Bear Stearns | Geld
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